Posts by baltaman

    So, hier ein schnelles Zwischenergebnis...

    Bislang allerdings "erst" mit dem Radio als Quelle.


    Die Psvane WE300B klingen toll. Ich will das nicht für verschiedene Frequenzbereiche beschreiben so nach dem Motto: Straffere Bässe, geschmeidigere Mitte und seidigere Höhen. Toll, das Triangel da hinten links... So höre ich nicht. Stattdessen steht das gesamte Hörerlebnis für mich im Mittelpunkt. Zuhören statt hören.


    Die Genalex ist bestimmt keine schlechte Röhre und ich habe mit ihr hervorragend Musik gehört.

    Aber mit der Psvane macht es sogar Spaß, Nachrichten zu hören. Aus klanglichen Sicht jetzt.

    Sie spielen souverän und lässig und schaffen das, was gute Geräte häufig auszeichnet: Man hört sie nicht. Die Technik rückt einmal mehr in den Hintergrund, die Anlage steht halt notgedrungen mit im Raum, scheint aber mit dem musikalischen Geschehen wenig zu tun zu haben. Statt dem Anlagenklang zu fröhnen, macht es die Psvane wieder ein Stück leichter, der Musik zuzuhören, ohne dass man sich zur Aufmerksamkeit zwingen müsste.


    Ich sitze relativ häufig Abends mit dem Handy vor der Anlage und schaue hier im Forum vorbei, während sich die Anlage am Radio warmläuft. Hin und wieder kommen dann tolle Musikstücke, so dass ich das Handy weglege und aufhorche.

    Heute Nachmittag hatte das Handy selbst gegen die Fußballübertragung keine Schnitte. Das ist ein echtes Kompliment an diese tollen Röhren aus China.


    Jetzt werde ich mal hören, was meine Lieblingsplatten sagen. Das Handy nehme ich erst gar nicht mit, es bleibt schön im Arbeitszimmer am Ladegerät...

    80mA up and running... Es kommt Musik. Ich wärme mal langsam an. Ein bißchen wie ne Dampfmaschine.


    Doc No

    Danke für den Rat! Ich habe hier aktuell ein paar neue Spielsachen liegen und mir überlegt, in welcher Reihenfolge ich sie ausprobieren sollte. Habe mich dafür entschieden, die WE300B als erste Änderung des bisherigen Setup auszuprobieren. Werde mich übers WE zwar zügeln müssen, es dabei zu belassen, aber ich schaff das schon :-). Luxusprobleme.


    Auf den ersten Höreindruck fehlt mir ggü. der Genalex 300B nix. Die Psvane spielt (noch leise, weil noch keine halbe Std. unter Strom) unauffällig und zurückhaltend. Thomas 'audioplan' Kühn verwendet auf seiner Internetseite bei der Beschreibung der Klangsignatur der von ihm vertriebenen Geräte von Tsakiridis den Ausdruck "musikdienlich". Das trifft den ersten Eindruck der Psvane auch ganz gut.

    Hallo zusammen,


    Ich wärme hier mal auf, vielleicht gibt es hier ja noch ein paar stille Achilles-Hörer, die Spass am Röhrenumstöpseln haben...


    Heute (also Samstag Vormittag) sind nämlich zwei gebrauchte Psvane WE300B angekommen. Das Wochenende hat also gerade erst begonnen, genügend Zeit (hoffentlich...), um die neuen Tuben anzuheizen.

    Ich sehe mal zu, hier dann später etwas zu meinen Höreindrücken zu schreiben.


    Bislang laufen die Achilles bei mir mit folgenden Röhren:

    - Vorstufenröhre: Russische 1579 als Ersatz für die 6SL7

    - Treiberröhre: Tung-Sol "Big Bottle" 6L6

    - Leistungsröhren: Genalex PX300B und EH 2A3 Gold (meine Achilles ist noch zw. 300B und 2A3 umschaltbar)


    Bis später!

    Steffen

    Sehr zu empfehlen ist beim DL103(R) auch der Wechsel des Plastikgehäuses gegen ein Holz-, Alu- oder sogar Bleibody. Wieder mehr oder weniger mehr Masse am vorderen Ende...

    Ich glaube, 'zuviel an Hochton' ist zu einfach gedacht. Das hört sich ein wenig nach einer HiFi-Forums mäßigen Reduzierung der Sicht auf eine gute Kette bezogen auf Freqzenzgänge an.

    Ich denke, das trifft es nicht.

    Das Decca produziert sehr viel Dynamik aber auch bauartbedingt weitaus mehr an mechanischen Resonanzen, als andere TA. Die Paarung mit dem Schröder-Clone scheint mir nicht perfekt.

    Das dann kombiniert mit einer sehr hoch (nicht im Sinne einer Übersetzung hoher Frequenzen gemeint) auflösenden Phonovorstufe deckt diese Schärfen auf.

    Das ist doch regelmäßig das Dilemma, dass bei besser werdenden Komponenten, kleinere verbleibende Schwächen in der Zusammenstellung der Komponenten offengelegt werden. So auch hier.

    Ich denke nicht, dass es sich hier um eine totale Schwäche der 2030 handelt. Daher ja auch der GH228, der fürs Decca gemacht wurde.


    Bzgl. 'Decca' ist zwischen den verschiedenen Generationen zu unterscheiden. Decca ist nicht gleich Decca.

    Ich sehe das genauso so wie du, Helmut.

    Ohne Budgetrestriktion (also mit scheinbar unbegrenzten Mitteln) ergeben sich nicht die Herausforderungen eines Optimierungsproblems. Und das Stück für Stück mit eigenen Detailösungen und einer gewachsenen Kette zu lösen, ist für mich der Kern des Hobbys. Oligarchen-HiFi finde ich langweilig.

    Ein wesentlicher Baustein dabei ist die erschwingliche 2030, die grandios spielt.

    hmuegu

    Moin Helmut!

    Du scheinst da sehr interessantes Besteck beisammen zu haben. Bitte stelle doch mal ein paar Bilder von deinen PTP6/ L75 ein. Ich weiss sonst gar nicht, wovon du schreibst... ;-)


    Da die Frage hochkam, mit welchen Zuspielern die 2030 betrieben wird, will ich hier gerade mal meine aktuellen Ausbaupläne beschreiben.


    Ich habe zwei Dreher, die beide an sich für je nur einen 9" Tonarm gedacht sind. Meine alte Keksdose, der Systemdek IIS und der verbesserte (nicht PTP) L78. Bilder hiervon findet ihr bei Interesse in meiner Galerie, ich will hier auch jetzt gar nicht ins Feld "Plattenspieler/ Laufwerke" abdriften.

    Am Systemdek spielt ein DL103 Shibata retipped im Ebenholzkorpus an einem 3009R, am L78 ist das Decca SG mit line contact Diamant (von JW) und ebenfalls einem Ebenholzbody und an einem Schröder-Clone von B. Ulrich im Einsatz.


    Da jetzt der Wunsch bei mir aufkam, auch andere Tonabnehmer betreiben zu können, für mich aber die beiden Dreher (insbesondere die Keksdose) gesetzt sind, habe ich mich entschieden, je einen zusätzlichen 12" Tonarm auf passenden Konne-Basen neben beiden Drehern aufzustellen. Auch wenn beides Subchassis-Konstruktionen sind, will ich das einfach versuchen.


    Zum einen ist da dann also als Neuzugang ein SME 3012 II.

    Ursprünglich wollte ich hiermit ins weite Feld der SPUs aufbrechen, werde das aber erstmal, nicht zuletzt wegen des zusätzlich erforderlichen SUT, vertagen.

    Denn ich habe nun auch ein P77 (gibt es dafür eigentlich Ebenholzbodies?) bekommen und bereits die hier heiß diskutierte Jico Stylus1 bestellt. Bin gespannt, ob das wirklich so rockt wie Knut, Jens und Helmut es beschreiben.

    Das P77 soll mittelfristig am 3009R spielen und das daran aktuell betriebene DL103 würde an besagten 3012 umziehen.

    Zunächst aber würde ich das P77 mal am L78 mit dem Schröder-Clone ausprobieren, alleine schon weil Helmut die Kombination bei seinem PTP6/ L75 so bombe findet. Das Decca würde dann kurzzeitig in der Schublade geparkt.


    Dann kommt der zweite Tonarm-Neuzugang ins Spiel: Ein hier im Forum gekaufter DIY 12" Tonarm, bestehend aus Teilen vom SME 3009 S2 imp. (den kenne ich noch von früher) und einem Holz-Tonarm von Robert Fuchs.

    Dieser Tonarm soll neben dem L78 stehen. Hieran soll dann das Grado Sonata 3 HO, das auch im Zulauf ist, spielen. Der Schröder-Clone wird zwischenzeitlich ersetzt durch den GH228, der hier schon liegt, um dem Decca wieder einen Platz an der Sonne zu bieten.


    Im Zielbild ergeben sich also folgende Kombinationen:


    - Decca SG an GH228

    - Grado Sonata 3 HO an DIY SME mit 12" Holztonarm

    -> Beide am L78


    - DL103 an SME 3012 II

    - P77/ SAS an SME 3009R

    -> Beide am Systemdek IIS


    Offen ist aktuell noch, welche dieser Kombinationen an der 1030 (mit zwei schaltbaren Eingängen) bzw. der mit einer Umschaltbox ausgerüsteten 2030 (mit nur einem Eingang) spielen werden. Hier gibt es dann auch wieder diverse interessante Kombinationsmöglichkeiten...


    Und dann ist da ja auch immer noch das Thema SPU, der Schröder-Clone, der hier noch liegende Decca International und der AN TT1, in den ich den LP12 Motor samt Dr.-Fuss Motorsteuerung implantiert will.


    Früher war alles einfacher...


    Glück auf

    Steffen

    uncle_c

    Der Punkt mit der ans Decca Reference angepassten 2030 würde mich interessieren. Kannst du bitte einmal beschreiben, was genau und wie/ wodurch an der 2030 angepasst wurde? Vermutlich wurde der gain herabgesetzt, oder?


    Ich habe seit vielen Jahren ein Decca SG und seit ein paar Wochen das Luxusproblem, dieses wahlweise an der 1030 und 2030 betreiben zu können. Für die 5mV, die das Decca ausspuckt, haben beide Pres einen etwas hohen gain. Diesen mit Hilfe eines Widerstands herabzusetzen (ich habe diese schaltbar Anpassungskistchen von Welter) schien mir auf Kosten der Dynamik zu gehen. Die 2030 ist vom gain wohl etwas milder als die 1030, bringt aber eine Detailfülle, die bei manchen Platten schon mal zuviel des Guten ist. Daher gefällt mir das Decca derzeit besser an der 1030, ich würde es jedoch auch gerne an der 2030 längere Zeit hören. Daher bin ich gespannt, ob du da Modifikationstips jenseits einer Optimierung der gain structure hast...


    Glück auf

    Steffen

    Meins nicht.

    Ok, doch. Aber nur sehr wenig. Scheint mechanischer Brumm zu sein, den man durch Gehäusemodifikationen ein Stück weit in den Griff bekommen sollte.

    Alternativ tut's natürlich auch eine Autobatterie fürs Autoradio. Anders macht das das Auto auch nicht.

    Moin,


    Ehrlich gesagt habe ich das Welter-Kistchen seit ein paar Tagen auch wieder aus dem Signalweg entfernt. Ich hatte den Eindruck, dass es klanglich irgendwie bremste. Aktuell lebe ich mit einer vermutlich suboptimal gain structure.


    Bei den Röhren habe ich aktuell auch wieder die Originalbestückung drin. Einen signifikanten Unterschied durch die Valvo E180C und die Telefunken EC806S konnte ich nicht feststellen.


    Was aber den Turbo gezündet hat, waren Silberkabel mit massiven Leitern. Ähnliche Leiter sind in meiner modifizierten 2030 auch verbaut, so dass hier die Idee war, das mal bzgl. Synergien auszuprobieren.

    Da meine aktuelle Lieblingskombination aus einem von Hartmut modifiziertem L78, Decca SG, und Faden/ Magnet gelagertem Schröder-Clone (B. Ulrich) durchverkabelt ist und somit eingangsseitig keine Kabelexperimente sinnvoll sind, habe ich sie in Verbindung mit einem Silvercore Ground Breaker zwischen 2030 und line pre probiert.

    Gerade im Hochtonbereich hat das für viel mehr Luftigkeit (Schwurbelalarm... 🙄) gesorgt aber auch Räumlichkeit und "Live Feeling" konnten zulegen. Das, was man Silberkabeln in klanglichen Hinsicht nachsagt, traf so auch zu. Hier muss dann aber immer selbstkritisch überprüft werden, inwieweit eine Autosuggestion vorliegt. Die lag für mich insofern nicht vor, als dass es bei Platten, die eh schon hell bzw. mit viel Hochtoninformation daherkommen (z.B. Hugh Masekelas 'Hope'), zuviel des Guten war.


    Es ist wie beim Single Malt: Es ist noch ein wenig Gewöhnungszeit erforderlich, bis dass man das reine Zeug in Cask Strength (aktueller Anspieltip: Cola Isla, 18yr) abkann. Zu hochprozentigem Alkohol für max. 7,- die Karaffe habe ich keine Meinung, so nen geschmacklichen Schlag in die Fresse würde ich allenfalls zur Erstversorgung offener Wunden verwenden...


    Das 'zuviel des Guten' wurde dann also wieder teilweise zurück gebaut. Hinter der 2030 kommen aktuell SC Albedo/ Epilogue zum Einsatz, was für mich im Moment zamer und angenehmer klingt. Dann der Silvercore Line Übertrager/ Ground Breaker. Dieser vermeiden gem. Christoph Kraus nicht nur den letzten Rest vom Brumm, sondern bringt auch klangliche Gewinne, indem die restlichen Fehlerströme durch galvanische Trennung vom signalführenden Leiter ferngehalten werden. Dann eins der oben angesprochenen Silberkabel. So höre, probiere, abschmecke (-> analog zu Quellwasser im Scotch) ich momentan meinen Phono-Zweig.

    Weitere Silberkabel, mit Maß eingesetzt (z.B. zwischen Line Pre und Endstufen werden folgen...


    Seit heute verwende ich versuchsweise zudem ein aus mehreren Drosseln bestehendes selbst verdrahtetes Netzfilter vor der 2030, das explizit für Röhrengeräte empfohlen wird. Nur soviel als erstes Appetithäppchen: Dynamikeinbußen sind nicht hörbar, eher umgekehrt, Genie ist scheinbar wieder ein Stückchen weiter aus der Flasche geklettert. Hört sich nach Cask Strength an...


    Glück auf

    Steffen