Posts by baltaman

    Das Thema Netzfilter von Thel (z.B. EMI-306) ist mittlererweile ein wenig sowas wie eins meiner Lieblingsthemen geworden. Weil diese EMI-Filter bei mir sehr gut funktionieren. Das ob und wie hängt aber offenbar stark mit den örtlichen - und somit individuell verschiedenen - Netzversorgungsgegebenheiten zusammen.

    Zudem bastel ich gerne. Aber das tut ihr ja offenbar auch und den Bildern nach auf weitaus höherem Niveau als ich...

    Somit kann hier nur auf die Generalformel verwiesen werden: Versuch macht klug.

    Eine für meine Ohren affengeile Scheibe, die ich auch sehr zum Soundcheck empfehlen kann, ist 'All your Life' von Al di Meola. Hier werden auf zwei 45er Scheiben Beatles Lieder instrumental von meinem Gitarrenmeister neu arrangiert gespielt. Ich bin kein Beatles Fan, finde die Platte jedoch exzellent.

    Sehr toll ist auch da John McLaughlin Trio 'Live At the Royal Festival Hall'.

    Nur mal so zwei Bsp. wo ich aktuell fast nicht genug von bekomme...

    Was ist schon on topic? 😷


    Rüdiger, du kommst doch aus Hattingen, richtig?

    Ich an deiner Stelle würde mal nach Essen zu Musik im Raum fahren und mir ein Well Tempered LW mit Arm und Decca TA vorführen lassen. Das ist dann aber ein ziemliches Kontrastprogramm ggü. Plug and Play Streaming.

    Ich glaube, der Gedankenfehler besteht darin, die digitale Wiedegabe als Referenz anzusehen, die nun durch die analoge Quelle erreicht werden muss. Vom Gefühl her würde ich sagen, dass hier ein übel langer, beschwerlicher, teurer und frustrierender Holzweg droht zu beginnen.

    Aber ich persönlich verstehe auch nichts von digitaler Musikwiedergabe.

    Hm. Meiner brummte auch leicht, das lag aber an Vibrationen des Blechgehäuses bzw. Deckels und konnte mit selbstklebender Bitumenmatte beruhigt werden. Ich habe meinen Trafo auch wegen anfänglicher Skepsis zunächst vor dem Umbau lastfrei eine Zeit lang am Netz gehabt und beobachtet, um zu sehen, was er so macht. Das war unspektakulär und dann irgendwann unspannend. Test bestanden und wieder aus.

    Wenn sich das Ding als Nebelwerfer oder Brandbeschleuniger entpuppt hätte, würde ich ihn auch nur als Briefbeschwerer verwenden.


    Vermutung von mir:

    Könnte es sein, dass das Brummen bei dir (also deinem Trafo) durch eine Kernsättigung aufgrund von Gleichstromanteilen im Stromnetz hervorgerufen wurde? Mag sein, dass das unter Last auch zu der von dir beschriebenen Hitzeentwicklung geführt hat.

    Ich betreibe meine Anlage hinter einem Störschutztrafo. Der Trafo lässt prinzipiell keinen DC von der Primärseite auf die Sekundärseite durch. Zudem ist vor der Primärseite noch ein DC-Filter, um einen sinnvoll sauberen Sinus sekundärseitig zu bekommen. Seitdem ich diesen Störschutztrafo verwende, laufen verschiedene NT bzw. deren Trafos in den Geräten deutlich ruhiger. Mag sein, dass der Feutron das auch mag...


    Grüße

    Steffen

    Keine Bange, hier wird nix mal so aus dem Lamäng verhunzt. Auf der anderen Seite ist das aber doch gerade das tolle an dieser Art Dreher (im Gegensatz zu PLL Quartz Direct Drive Japanese Pianolack-Haubenschönheiten von Kenwood, Sony, Hitatschi etc.). Du machst ihn auf und kannst die Technik sehen, hören und verstehen und deshalb auch sinnvoll modifizieren.


    Indie Röhre

    Du kennst doch mein Auto Knut. Da kann man auch ganz viel dran machen. Man muss sicv nur vorher einlesen und vielleicht auch etwas länger überlegen (Theorie), sich dann einen Plan machen, darüber ein paar Mal schlafen und wenn der Plan steht, ihn mit Sinn und Verstand Stück für Stück umsetzen.


    vinylia

    Danke für die Erläuterungen und Bilder! Ich hatte mir vor Monaten mal einen L75 sehr günstig gekauft und ihn zur Vorbeteitung eines PTP-Projekts auseinander genommen. Die originale Zarge und der Arm waren für mich uninteressant und wurden verkauft. Motor, Lager, Teller und Antrieb habe ich sorgfältig verpackt hier liegen. Das originale Chassis steht noch in der Werkstatt rum. Dem werde ich morgen mal den Puls fühlen...


    Grüße

    Steffen

    Music-Man

    Schreibe doch bitte ein paar mehr Details dazu, warum, weshalb, weswegen dein Feutron die Hufe gestreckt hat. Ansonsten bleibt das hier mal wieder alles wilde Spekulation und unreflektierter Glaube an irgendwelche TÜV-Aufkleber.


    However. Die Veränderung, die ich an dem Feutron gemacht habe, wird hier

    https://radio-bastler.de/forum/showthread.php?tid=5149

    beschrieben. Es ist ein bestehendes Kabel zu durchtrennen und dieses dann mit einem anderen zu verbinden.

    Rein elektrisch betrachtet, ist das nichts völlig Anderes, als an ein blankes Kabelende, das aus der Decke kommt, mit drei Wagoklemmen eine Fassung für eine Glühbirne anzuschließen. Das muss nicht der Elektriker machen. Vielleicht in manchen Fällen aber besser doch...

    Wichtig ist, dass es dich bei dem Feutron um einen Spartransformator ohne galvanische Trennung handelt. Bei meinem (ich glaube nicht bei allen) liegt PE von der Eingangssteckdose über die Verbindung mit dem Metallgehäuse auch an der Schukoausgangssteckdose an. Zudem ist L abgesichert.


    Viele Grüße

    Steffen

    Ich habe mich immer darauf beschränkt, meine Geräte "phasenrichtig" (d.h. Phase an Phase, Nulleiter an Nulleiter) anzuschließen. Falls nicht am Gehäuse bereits markiert, identifiziere ich den geräteinternen Anschluss für Phase über eine plausible Farbwahl der Verkabelung und der Seite, die abgesichert ist.

    Das wäre aber vermutlich nur in dem Fall mit dem Ausphasen vom Ergebnis her gleich, wenn der Trafo herstellerseitig richtig angeschlossen wäre, so dass geräteintern Phase (abgesichert) am Wicklungsanfang liegt.

    Auf der anderen Seite verwende ich einen Störschutztrafo vor der Anlage, der sekundärseitig eine symmetrische Spannung abgibt (zumindest behauptet das mein Lieblingsphasenprüfer, dessen Meinung ich folge). Bei symmetrischer Stromversorgung müsste sich das Thema "Ausphasen" doch eh gegessen haben, oder?


    Grüße

    Steffen

    Hi Frank,


    Sylomer hab ich schon unter der Zarge, um sie von der Stellfläche zu entkoppeln.

    Das Chassis fest mit der Holzzarge verbinden/ verschrauben wäre natürlich auch zu überlegen. Ähnlich wie beim PTP. Dort werden gerne jedoch noch massivere Zargenkonstruktionen verwendet. Bei Holzzargen zwar geschichteter Aufbau aber im Endeffekt fast wie aus dem Vollen gedreht.

    Mein L78 hat zwar eine verstärkte und gedämpfte Zarge, sie ist aber meilenweit von den PTP-Konstruktionen entfernt.

    Daher meine Überlegung, das Chassis "schwimmend", aber eben nicht schwabbelnd zu lagern.


    In Lencoheaven hab ich heute Nacht ewig rumgestöbert, bis jetzt ohne eine heiße Spur...


    Grüße

    Steffen

    Moin moin,


    Ich überlege derzeit, ob es Sinn macht, das an den vier Federn aufgehängte Chassis fest(er) mit der Zarge zu verbinden.

    Oder anders: Mein Tonarm ist so schwer, dass das Chassis schief steht. Zur Korrektur habe ich mir Klebeblei besorgt, damit bekomme ich es halbwegs gerade. Dann sitzt es nur - auch durch den schweren gedoppelten Teller - reichlich tief. So kommt es, dass die Adapterplatte, auf der der Tonarm montiert ist und die rechts ein wenig (2mm?) über den Rand des Chassis übersteht, auf der Zarge aufliegt. Bei viel Gegengewicht (durch auf das Chassis zunächst provisorisch links vom Teller gelegtes Klebeblei) habe ich vielleicht einen halben mm Luft unter der Montageplatte rechts.

    Durch das Korrekturblei wird das Problem, dass das Chassis tief in den Feder hängt auch nicht unbedingt besser.


    Mir fallen da hoc nur zwei Möglichkeiten ein: härtere bzw. härter eingestellte Federn oder Ersatz der Federn.


    Auf härtere Federn umzurüsten, wurde vor Längerem bei schottischen Schwabblern gerne gemacht. Hier wurden dann z.B. schwarze Federn des LP12 gerne genommen oder ein Satz Federn nach eigenen Vorgaben produziert und eingebaut. Stahlfedern sind aber eine Wissenschaft für sich (Material, Drahtstärke, Anzahl Wicklungen, Stärke der Vorspannung, linearer oder progressiver Federverlauf...). Nothing is easy...

    Die originalen Federn in ihrer Härte anzupassen, war daher bislang bei meinem anderen LW für mich der Weg der Wahl (auch der der BDA), um das Subchassis bei verschieden schweren Kombinationen aus Tonarm und Tonabnehmer waagerecht auszurichten und in der Höhe nach Geschmack leicht zu variieren. Manchem LP12 Eigner werden graue Haare beim Leveln des Subchassis gekriegt haben.

    -> Geht das Tauschen bzw. Anpassen der Federspannung beim L75/ L78 eigentlich auch? Diese Prozedur (LW abbauen, Teller runter, umdrehen, Bodenplatte ab, Vorspannung der vier Federn anpassen, Bodenplatte wieder dran, Teller drauf, Aufbauen, nur justieren wieder von vorne...) möchte ich mir jedoch nicht wirklich antun, wegen drohender grauer Haare...


    Also Ersatz der Federn. Die Chassis anderer Reibradler, vornehmlich britischer Machart (Garrard 301, 401), werden doch auch gerne auf Sorbothan-Halbkugeln zwischen verbesserter Zarge und Chassis gelagert. Die Entkopplung des Spielers erfolgt dann über die Füße unter der Zarge, die die Resonanzen des Motors absorbieren soll.


    Jetzt endlich meine Frage: Wer von euch hat bei seinem Lenco die vier Federn des Chassis (ggf. gegen andere dampfende Materialien, wie z.B. Sorbothan) ersetzt? Funktioniert das gut? Würde mich sehr über Feedback hierzu freuen!


    VG

    Steffen