Posts by baltaman

    Pertinax aka Hartpapier gibt es in verschiedensten Farben (dunkelschwarz, mittelschwarz, hellschwarz, schwarz mit schwarzen Punkten...) und Formen bei ibäh. Ist ein sehr schöner Werkstoff zum Fabrizieren von Tonarmboards und könnte auch gut beim Bau von Sandwich-Basen funktionieren.

    "Hum and noise may become intrusive in some setup as a result."


    Ich habe bei meinem SG Ähnliches gemacht, wie auf LH beschrieben, allerdings mit Ebenholz-Teilen. Ich habe das Anschlussplättchen gewechselt, dem SG den Deckel geklaut und den skalpierten Tonabnehmer in einen Ebenholzbody geschoben. Alle vier Pins des Anschlussplättchens, also auch die beiden Massekontakte, sind mit den Tonarmkabeln verbunden.

    So gesehen wird das Restgehäuse auch bei mir floaten. Allerdings ohne hum and noise at all. Silentium. Sowohl was Brummschleife als auch Einstreuungen angeht. Und das an einem L78, also bei einem LW mit nicht ganz schwachem Motor.


    Stattdessen hat die Modifikation einen nachvollziehbaren Gewinn an Ruhe und Fundament gebracht. Ich bilde mir ein, dass das bauartbedingte Resonanzproblem der alten Blechschachtelvinylfräse hierdurch maßgeblich verringert werden konnte. Ich hatte mitgeschnitten, dass einer der Hauptunterschiede zwischen dem SG und dem Jubilee neben dem Line Contact Schliff des Diamanten (wurde bei mir durch JW nachgerüstet) das massive Gehäuse ist. Kann also gut sein, dass das SG im Holzbody klanglich an das Jubilee heranreicht. Poor man's Jubilee?


    Wenn du also bereits den Blechdeckel ab hast (also bei deinem SG meine ich...), kann ich empfehlen, diesen nicht bloss durch einen massiveren Aludeckel zu ersetzen, sondern dem deckelbefreiten System (der Blechdeckel soll ja ein wesentlicher Übertäter für Gerappel des deshalb auch mit Wachs ausgegossenen Blechgehäuses zu sein) einen Holzbody zu gönnen. Dann beantwortet sich die Frage nach grounding auch von selbst.


    VG

    Steffen

    In UK gibt es diverse Anbieter für Upgrades von Systemdek-Drehern. Hier könnte man nachsehen, ob es verbesserte Subteller als Ersatz des Kundtstoffdings gibt. Ggf. auch mal bei AN nachhören. Vielleicht den Preis dann mit dem Verkäufer teilen?

    Was hast Du denn überhaupt für den Dreher bezahlt?


    VG

    Steffen

    Als Lageröl kann ein HP90 Öl (z.B 85W90) fürs Schaltgetriebe von Autos von der Tanksrelle verwendet werden. Eine Füllung/ Ölwechsel des Systemdek-Lagers schlägt mit atemberaubenden 0,8ml zu Buche.


    Bei meinem IIS habe ich das Öl mehrfach wie folgt gewechselt:

    - Außenteller und Riemen abnehmen

    - Subteller (den man im Video sieht) entfernen, indem dieser gerade nach oben gezogen wird.

    Dadurch wird die Lagerspindel aus der Lagerhülse gezogen. Ggf. austretendes Öl mit einem Küchenkrepp wegwischen. Beim Entfernen des Subtellers ist möglicherweise ein wenig Zug notwendig, da die Lagerspindel nicht viel Spiel in der Buchse hat.

    - Spindel mit Küchenkrepp von altem Öl reinigen

    Wenn Du dir die Lagerspindel ansiehst, bemerkst Du eine spiralförmig verlaufende Nut in der Spindelwand ("oil pump bearing"). Hierdurch wird das Lageröl bei sich drehenden Tellerlager laufend verteilt, quasi eine Ölpumpe. Die Unterseite der Lagerspindel hat eine konkave Aussparung. Diese sitzt bei aufgesetzten Subteller auf der Lagerkugel die sich noch in der Lagerhülse befindet.

    - Ausbauen der Lagerhülse

    Bei meinem Dreher ist die Lagerhülse aus Bronze mit drei Schrauben am Subchassis befestigt. Schrauben lösen, bei Seite legen und Lagerhülse entnehmen.

    - Reinigen der Lagerhülse und der -kugel

    Drehe die Lagerhülse um, so dass das alte Öl aus der Lageröffnung nach unten laufen kann. Altes Öl auffangen bzw. wegwischen. Wenn Du Glück hast, fällt die Lagerkugel (Standard: Kugellager-Kugel aus Metall) von selbst heraus, anderenfalls musst Du nachhelfen. Sobald das Öl abgelaufen ist, kannst Du die Lagerhülse mit der Öffnung in die geöffnete Hand schlagen damit sich die Kugel löst. ACHTUNG, nicht die Kugel verlieren! Wenn das nicht helfen sollte und die Kugel hartnäckig auf dem Boden der Lagerhülse bzw. Lagerspiegel fest sitzt, kannst Du ein langes Holzstäbchen verwenden, um sie zu lockern. ACHTUNG, nicht die Wandung der Lagerhülse beschädigen/ verkratzen, kein Metall verwenden, um die Kugel heraus zu bekommen. Wenn die Kugel draußen ist, können diese und die Lagerhülse mit Küchenkrepp vom alten Öl gesäubert werden.

    - Lagerhülse einbauen und mit neuem Öl befüllen

    Gereinigte Lagerkugel wieder in die Lagerhülse einbringen und letztere mit 0,8ml Öl befüllen. Die richtige Menge Öl kann man mit einer Kunststoffpipette (aus dem Modellbau?) gut abmessen und in die Lagerhülse geben. Lieber etwas zuviel Öl, das läuft schlimmstenfalls später aus der Lagerhülse oben heraus, als zu wenig, das verursacht Mangelschmierung.

    Zur Verbesserung des Gleichlaufs und Reduktion des Lagergeräuschs kann folgendes gemacht werden: Falls noch kein Lagerspiegel am Boden der Lagethülse angebracht ist, kannst Du eine Teflonscheibe in UK für kleines Geld kaufen, auf der die Lagerkugel dann mit weniger Reibung läuft. Die Srandard-Lagerkugel kann - insbesondere wen sie unrund gelaufen ist - gegen eine härtere aus Siliziumnitrat getauscht werden.

    - Subteller einsetzen

    Langsam und Lagerspindel nicht verkanten. Es kann sein, dass etwas Öl oben aus der Lagerhülse herausgedrückt wird, wenn sich die Lagerspindel in die Hülse senkt. Das ist nicht schön aber auch schlimm. Den Subteller ohne aufgelegten Riemen mehrfach drehen, um auf leichten Lauf zu kontrollieren und sicherzustellen, dass die Lagerspindel und -kugel unten in der Lagerhülse mittig aufeinander liegen.

    - Riemen und Plattenteller auflegen, Geschwindigkeit kontrollieren/ einstellen (z.B. mit einer Dr. Fuss Motorsteuerung)


    Ich glaube nicht, dass beim Transport mit abgenommenem Plattenteller (Glas oder Kunststoff?) etwas am Subchassis kaputt gegangen ist.

    Hallo Thomas,


    In (besser: auf) meiner Menhir Classic spielen CDX-1430. Ich unterstelle einfach mal, dass der klangliche Unterschied zwischen beiden ähnlich bezeichneten Treibern nicht riesig ist.

    Als ich die LS anstatt meiner vorherigen LS, an die ich mich bereits jahrelang gewöhnt hatte, in Betrieb nahm, fand ich den HT zunächst auch zu scharf/ präsent. Hörte sich alles wie CD an.

    Daraufhin habe ich mich dann ein wenig damit beschäftigt, wie man die Horntreiber einbremsen kann und bin bei Autoformern von Silvercore gelandet. Ich habe diese allerdings bislang noch nicht ausprobiert, da mir inzwischen der Klang der CDX sehr zusagt.


    VG

    Steffen

    Die JJ 300B stehen auf meiner Liste interessanter Endröhren für meine Tsakiridis Achilles nicht drauf. Hatte mitgeschnitten, dass sie klanglich nicht unbedingt Höhenflüge versprechen.


    Stattdessen werde ich mal diese hier neben den Psvane WE300B Replikas in den Ring:

    • Genalex PX 300B (unter 300 Euro das Paar)

    • Emission Labs 300B XLS (NP für ein Pärchen liegt bei 750€)

    • Full Music 300B SE (donno howmuch)


    Ein weites Feld...


    VG

    Steffen

    Wenn du die Endstufen neu aufstellst, würde ich an deiner Stelle überlegen, sie mit Sylomer zu entkoppeln. Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht, meine 300B-Endstufen mit Spikes auf Bambusbrettchen (mit Schiefer habe ich an dieser Stelle nicht experimentiert) zu stellen und das Ganze dann auf je vier Sylomer-Pads zu setzen. Wenn du magst, fabriziere ich dir passende Pads.

    Alles Weitere bei Interesse am besten per PN, sonst kommt der Zorn des OT-Gottes über mich...

    Ich finde es immer optisch sehr stimmig, wenn Röhrenmonos im Blickfeld der LS stehen. Vielleicht findest du sogar noch Tischchen für die Kebschull 35/70, wenn ich mich richtig erinnere?

    Als Chinch-Kabel würde ich erst einmal ein günstiges Sommer Classique oder Albedo versuchen.

    Moin die Herren,

    Endlich mal wieder ein unaufgeregter Threat zu einem interessanten Thema! Ich lese hier sehr gerne mit, da ich auch ein wenig mit einer ESL liebäugele. Ist aber noch nix spruchreifes bei mir...

    Bitte, bitte weiter so!

    Viele Grüße

    Steffen