Posts by baltaman

    Lasst euch neben aller Faszination für Q-Sound nicht den Text von Amused to Death durch die Lappen gehen. Nur soviel: Es ist ein Konzeptalbum. Die Stücke sind nicht vom Produzenten nach Ohrwurm-Gesichtspunkten arrangiert und angeordnet, sondern dienen einer politischen Message, die seit Anfang der 90er nichts an Aktualität eingebüßt hat.


    Roger Waters ist für mich einer der letzten Vertreter einer leider vom Aussterben bedrohten Spezies, die der Rocklegenden mit politischem Hintergrund, die ihre berechtigterweise als Kunstform anzusehende Musik zum Transportieren gesellschaftskritischer Ansichten nutzen.


    AtD schließt an Waters' anderes famoses Konzeptalbum - The Wall - an. Da kriegt ich immer spontane Zahnsteinbildung, wenn im Radio immer nur 'Another Brick in the Wall pt. 2' als 'Hit' gespielt wird. So wird man Künstler und Album nicht gerecht. Aber wer will sich im Mainstream schon noch mit Inhalten auseinandersetzen?


    However. AtD ist ein grandioses Album, für mich in erster Linie wegen der Texte. Viel Spaß!

    Habe ein Pärchen von den 9622 in meinem Brocksieper Ear Max, TAD Standardbestückung. Vermutlich chinesische Röhren.


    Mit der LS-7 bin ich noch nicht durch. Man spürt das. Manchmal gehen einem so Sachen einfach nicht aus dem Kopf. Der hifishark ist schon in Stellung gebracht, wird aber frühestens ab Mitte April zubeißen können.


    Ich habe in meinen 300B Monos seit ein paar Wochen für die 6SL7-Vorstufenröhre die 1579, eine russische Militärröhre von Reflector, drin. Klingt sehr fein. Hochwertige 6922/ e88cc von Reflector haben hier


    https://www.head-fi.org/thread…7308-e188cc-tubes.761078/


    auch nicht schlecht abgeschnitten...


    VG

    Steffen

    Bist du sicher, dass 'Die Röhre' in Frankfurt über eine Werkstatt verfügt? Ich habe vor Jahren mal meinen damaligen Röhrenverstärker durch den Kompagnon von Hr. Gehrlein in Hanau mit sehr gutem Ergebnis überarbeiten lassen.

    Ansonsten würde mir im Rhein-Main-Gebiet nur noch Bergmann Electronic in Großkrotzenburg einfallen.

    Hallo Ludwig,


    Ich hatte neulich ein ähnliches Erlebnis mit meinem Sansui TU-9900. Während ich Radio hörte, war plötzlich der Ton weg und die rote LED, die Stereoempfang anzeigt, aus. Ich dachte schon der HR hätte seinen Sender auf dem Feldberg mal wieder zu Wartungsarbeiten abgeschaltet.

    Dann habe ich ein bisschen am Rad gedreht. Also am Frequenzeinstellrad. Und siehe da, ruck-zuck war wieder ein wie gewohnter Empfang da.

    Ich denke, die Kontakte des Drehkondensators waren ein wenig korrodiert. Da ich immer nur HR1 höre, schleifen die Kontakte nicht regelmäßig aneinander.


    VG

    Steffen

    Die Entkopplung der Bambusbasis vom Boden macht für mich aus klangliche Sicht Sinn. Ich habe ähnliches bei mir mit Sylomer gemacht und klangliche Verbesserungen festgestellt. Darüber wurde aber in anderen Threads bereits ausführlich geschrieben.

    Hier scheint es allerdings in erster Linie um die Optik zu gehen - schade.

    Ich würde die Geräte nicht einfach mit ihren originalen Gerätefüßen auf die Bambusplatte stellen, sondern mittels Spikes ankoppeln (Spitze nach unten).


    VG

    Steffen

    Heute war die 1579 als Ersatz für die Vorstufenröhre 6SL7GT in der Post. Die 1579 soll lt. ebay eine russische Militärröhre sein, hergestellt (1977?) im Reflector-Werk in Saratov und für den Einsatz in der Nuklearindustrie vorgesehen.


    Die Russen scheinen gepflegt Musik zu hören in ihren Kernkraftwerken. :merci:


    Ich bin um 02:35 mal wieder von der Musik in meinem IKEA-Freischwinger gefesselt und kann mir schon mal überlegen, wie ich nachher um 06:15, wenn der Wecker klingelt, die Augenringe überschminkt kriege.

    Ich kann Psychoakustik und Plazeboeffekte nicht 100%ig ausschließen, aber drauf geschissen: Es macht mal wieder total Laune, Musik zu hören. Heute war hier Blues-Nacht. Es drehten sich der Blues singende Harry Belafonte (CR RI der LSP-1972) und aktuell Doug MacLeods There's a Time. Tolle Dynamik, Räumlichkeit, PRAT und Gänsehaut. Schlafen ist überbewertet.


    VG

    Steffen

    Zunächst Ankopplung an eine resonanzabsorbierende Stellfläche (ggf. mit hoher Masse) mittels Spikes.

    Also z.B. eine massive Schieferplatte. Gehwegplatten sind meilenweit günstiger, könnten aber, da sie aus gegossenem Material bestehen und daher nicht über die Schichtenstruktur des Schiefers verfügen, weniger gut funktionieren.

    Alternativ eine Stellfläche aus Holz mit geringerer Masse. Die ist auch bereits in Form des Aptitlig schon da. Hier würde ich nur die Plättchen unter den Spikes entfernen, so dass sich die Spikes bewusst ein Stückchen in das Bambusmaterial des Aptitlig zur Verbesserung der Ankopplung bohren können.

    Danach dann (wie auch bereits beschrieben) die Entkopplung des Ganzen, z.B. mit genau dimensionierten Sylomer-Pads unter der Stellfläche/ Aptitlig. Das hat bei meinen alten LS hervorragend funktioniert.


    Sei dir aber im Vorfeld im Klaren, dass hoch gebaute LS wegen ihres hohen Schwerpunktes bei einer (auch indirekten) Aufstellung auf Sylomer ggü. der klassischen Aufstellung (mittels Spikes/ Unterlegplättchen direkt auf dem Boden) "schwanken" werden. Einige befürchten hierbei, dass die LS kippen könnten (halte ich für Tinneff) und dass der Bass aufgrund der nun möglichen Relativbewegung der LS (Rückstoßprinzip) verschmiert wiedergegeben wird. Ich hatte diese Probleme/ Nachteile nicht, stattdessen empfand ich das Klangbild als aufgeräumter.

    Wie immer hilft hier also nur probieren...


    VG

    Steffen

    Unfraglich ist, dass PE und Metallgehäuse durch eine sinnvoll dimensionierte, mechanisch geschützte und stabile Verbindung, die gegen ein unbeabsichtigtes Lösen gesichert ist, miteinander zu verbinden sind.


    Hierdurch kann es jedoch zu Brummschleifen kommen, z.B. falls (irgendein) schutzleitergeerdetes Gerät in der Kette (deren Masseführungen ja dann über die Netzleiste miteinander verbunden sind) ein Masseproblem hat.


    Knut Indie Röhre hatte das in Bezug auf meine Kette vorhin angesprochen. Hierauf möchte ich nun antworten.


    Ich habe eine 1030, die durch Andrey mit einem Schutzleiter ausgerüstet wurde. Die Durchgängigkeit zw. PE bzw. Mittelkontakt der Netzeingangsbuchse der 1030 und dem Gehäuse habe ich mit einem Multimeter vor der ersten Inbetriebnahme gemessen.


    Damals hatte ich noch einen Röhren-VV (Klasse I) und keine Brummprobleme beim Wechsel auf die 1030. Nach dem Wechsel auf zwei 300B SET (die oben erwähnten Tsakiridis Achilles, Klasse I) hatte ich diese zunächst an einem kleinen Transistor-Pre (Klasse I) und später provisorisch an meinem Röhren-KHV (Klasse II) ohne Brummprobleme laufen.

    Dann lief mir eine gebrauchte Tsakiridis Thalia für kleines Geld über den Weg, wurde gekauft, angeschlossen und - Merde - es brummte böse. Entstörungsversuche durch die Verbindung von power common mit dem Gehäuse des VV blieben erfolglos.

    Was jedoch super funktionierte ist folgendes:

    Wie im o.g. Aufsatz von Davenport erwähnt, habe ich alle Gehäusemassen (bis auf die der Endstufen) sternförmig mit 4qmm-Kabeln miteinander verbunden, indem ich alle auf eine zentrale Masseschiene aus Kupfer gelegt habe. Danach war das Brummen deutlich leiser, jedoch noch nicht gänzlich beseitigt.

    Unhörbar (vermutlich aber auch nicht wirklich eliminiert) wurde das Brummen erst, nachdem ich die Gehäuse der beiden Endstufen mit je einem Massekabel mit dem Gehäuse des VV verbunden habe. Seitdem ist Ruhe im Schacht.


    Ehrlich gesagt, bin ich überfragt, welche Komponente(n) in meiner derzeitigen Kette das Brummproblem verursachte. Es muss nicht am VV liegen, bei dessen Integration in die Kette das Brummen erstmalig auftrat.

    Wichtig war mir nur stets, Klasse I-Geräte aus Sicherheitsgründen mit Schutzleiter zu betreiben. Das ärgerliche Brummproblem ließ sich letztlich durch ein paar Tage Herumprobieren mit Massekabeln zwischen den Komponenten lösen.


    VG

    Steffen

    Hallo FrankG ,

    Du hast vollkommen Recht, ich habe es FALSCH geschrieben. Der ground loop breaker hat NICHTS zwischen PE und Gehäuse zu suchen, sondern soll eine Brummschleife zw. Netzteil-/ Signalmasse und Gehäuse unterbinden.


    Ich habe das, was ich hier schreibe, mir nicht selbst ausgedacht, sondern aus den meiner Mrinung nach sehr guten Aufsätzen zum Thema "Grounding" von David Davenport (veröffentlicht im diy Audioforum am 21.04.2010) und dem hierin zitierten Aufsatz von Bill Whitlock.


    VG

    Steffen

    So, habe frei bekommen und weiss grade gar nicht, wo ich anfangen soll...


    1) Bitte den Ton mäßigen und sachlich bleiben. Ich finde Knuffi hat einen sehr wertvollen Messbericht erstellt, das ist uneingeschränkt zu honorieren. Auch seine darauf folgenden Beiträge werden nicht polemisch. Also finde ich Fragen a la: " Was hast du eigentlich gelernt?" extrem unglücklich formuliert.


    Ach so, falls jetzt ähnliche Fragen in meine Richtung kommen sollten, ich habe keinen professionellen elektrotechnischen Hintergrund. Ich bin aber lange zur Schule gegangen, ohne sitzen zu bleiben.


    2) Der Schutzleiter zwischen PE (nicht PEN, das ist etwas anderes) und Metallgehäuse ist aus meiner Sicht aus Sicherheitsgründen essentiell. Daher hat meine Black Lady auch einen. Er ist simpel nachzurüsten, falls nicht existent. Knuffi hat das oben beschrieben.

    Thema Grounding: Bitte unterscheidet PE, Netzteil Masse (power common), Schaltungsmasse und Signalmasse. Wir reden hier über die aus Sicherheitsgründen erforderliche Absicherung eines Schutzklasse I-Geräts, so dass eine im Fehlerfall am Metallgehäuse anliegende Spannung nicht über den Bediener und dessen Pumpe fließen muss, sondern niederohmig gegen PE, wobei dann entsprechende Sicherungen das Gerät stromlos machen.

    Ob diese niederohmige Verbindung simpel in Form eines durchgängigen (grün/ gelben) Leiters ausgeführt ist, oder einen ground loop breaker enthält, leitet über zum folgenden Punkt. Der ground loop breaker soll dazu führen, dass nur im Fehlerfall Spannung gegen PE abgeleitet wird, um eine Brummschleife zu unterbinden (englisch to break). Hierzu wird die Verbindung zwischen PE und Gehäuse "künstlich" ein wenig hochohmig, z.B. durch den oben erwähnten 4-Ohm Widerstand oder die antiparallelen Dioden, an denen auch jeweils 1,2V abfallen, gemacht, damit im Nichtfehlerfall der "Schmutz" auf Masse sich einen anderen bzw. niederohmigen Weg sucht, als über PE.


    3) Brummen

    Komme ich gleich zu...

    Hallo,


    Ich betreibe eine Kombination aus (gebraucht für echt wenig Kohle gekauften) Tsakiridis Achilles (300B SET Monos) und dem kleinen Tsakiridis Röhren Preamp Thalia an ähnlich wirkungsgradstarken und impedanzlinearisierten LS (meine haben 93dB).

    Wie bereits geschrieben, finde ich die Verstärker für handgemachte/ akustische Muslk super. Die Achilles sind aktuell meine Spielwiese für Tube Rolling.


    VG

    Steffen