Posts by baltaman

    Hallo Jürgen,


    sehe ich genau so. Preis/Leistung ist sehr gut. Mein 103 hat auch einen Shibata-Schliff, mit passendem SUT (bei mir ist es der A23) klingt es famos.


    VG

    Steffen

    Günstig erscheinen mir die Gehäuse von Stanislav zu sein, die er unter Stanley Engineering bei igitt anbietet. Ich habe ein Ebenholzgehäuse von ihm, das ich prima finde. Ich habe allerdings auch nur mit diesem einen Upgrade-Gehäuse Erfahrungen.

    Da das gestripte 103 nur eingeschoben und nicht verklebt wird, sind diese Bodys bei Nichtgefallen aber auch rückbaubar. Man kann also mit einem mal auf Verdacht anfangen (bei mir eben der Holz-Klassiker Ebenholz) und bei Bedarf mit anderen Materialien und Bauarten (s.o.) experimentieren. Oder einfach nur Musik hören, das geht auch.


    Kurz: Meine Empfehlung ist das genannte Ebenholzgehäuse.


    VG

    Steffen

    Hallo Thomas,


    Mein Punkt an der Stelle ist halt, dass ich nicht glaube, dass es Sinn macht, eine Kette alle 14 Tage auseinander zu rupfen und das, was gerade sexy erscheint, auf Verdacht auszuprobieren. Wir sind hier ja nicht im (wilden) Kölner Westen...


    Was ich hingegen SEHR spannend fänd, wäre ein contest verschiedener Ampearls (1030 verschiedener Generationen, 1031, 2030) mit verschiedenen Röhren an einer ansonsten gleich bleibenden Kette und mit einem Set an "Referenzplatten" (dabei denkt man reflexartig und mit Schaudern an die Klangohren aus den 80ern, oder?). Das Ganze in einem nicht allzu großen Zuhörerkreis und einer akustisch sinnvollen location.


    Meine Bude scheidet für so etwas leider aus Platzgründen komplett aus. Es gab hier aber mal einen Faden, da wurden so Guerilla-Happenings in englischen Hotels vorgestellt. Ich muss mal danach suchen. Das fänd ich echt charmant, wir treffen uns für ein WE mit ca. 10 netten Leuten, jeder bringt Komponenten für die Kette mit, wir bauen auf, probieren aus und hören 2 Tage Musik zusammen.


    Wie wär's Männer?

    Steffen

    Hallo Michael,


    Du findest die Einstellungen der Dip-Schalter für die 1030 im parallelen Thread. Ich hatte sie so, wie ich sie von Andrej bekommen habe, recht zu Anfang mal gepostet. Ob die Einstellungen bei den Modellen 1030 und 2030 identisch sind, weiss ich allerdings nicht. Vielleicht hierzu Andrej nochmal interviewen?


    Viel Spass mit der 2030. Bitte gerne Höreindrücke (mit kurzer Beschreibung von Kette und gehörte Musik/ Aufnahme) hier posten.


    VG

    Steffen

    Auf den Einwand warte ich schon lange. Ganz meine Meinung, diese innere Haltung, das da draußen doch noch irgendwo etwas besseres warten müsste, würde MICH krank machen.


    Aber jeder wie er meint, mit dem Abspann enden die Diskussionen regelmäßig, in denen meist nur die Komplexität des technischen Innenlebens eines isolierten Geräts aufgezeigt wird (-> das ist jetzt bitte nicht als Ktitik zu verstehen).


    Da jede Anlage quasi ein Portfolio verschiedener Komponenten ist, die alle wiederum technisch komplex sind und es eine Vielzahl einzelner Geräte gibt, ergeben sich unüberschaubar viele Kombinationsmöglichkeiten. Alleine bei zwei betrachteten Komponenten, z.B. n verschiedenen Endstufen und m verschiedenen Lautsprechern, ergeben sich ((n-1) hoch m)/2 denkbare Kombinationsmöglichkeiten. Von LS-Kabeln und Steckern rede ich noch nicht. Mit Kombinationen am Frontend verhalten sich die Kombinationsmöglichlichkeiten grds. nicht anders. Diese steigen erneut, wenn neue Geräte in die Betrachtung mit einbezogen werden.


    Kurz: Wer nach dem Optimum sucht, wird über kurz oder lang erkennen müssen, dass dieses Ziel nicht erreichbar ist. Das schließt selbstverständlich den Fall aus, dass man Spass am Ausprobieren hat. Das muss man sich nur leisten können...


    VG

    Steffen

    Du hast ein Decca und glaubst nicht an Resonanzen des Tonabnehmergehäuses aufgrund der mechanischen Auslenkung des Diamanzen bei der Abtastung der Plattenrille?

    Diese Resonanzen in den Griff zu bekommen ist doch ein guter Teil des a und o beim Decca. Es sei denn du hast ein Jubilee oder Reference. Deren Gehäuse ist ggü. den "Blechschachtel-Deccas" massiver gebaut, wegen dieser mechanischen Resonanzen. Du verwendest vermutlich auch nicht ohne Grund oder aus Zufall mit dem Mayware einen einpunktgelagerten Tonarm...


    Kurz: Die beim Decca bauartbedingt auftretenden massiven mechanischen Resonanzen gibt es in vielleicht milderer Form bei allen anderen Tonabnehmern auch. Sie profitieren ergo auch mehr oder weniger von einer Ertüchtigung eines suboptimalen Gehäuses.


    Und das ist doch einer der tollen Punkte beim DL103: Es hat zwar ein usseliges Plastikgehäuse - daher u.a. der günstige Preis - dieses lässt sich aber auch für ungeübte Hände in ca. 30 Minuten gegen ein deutlich besseres Gehäuse tauschen. Hierzu sei auf die entsprechenden YouTube-Tutorials verwiesen. Was bleibt, ist die Qual der Wahl, welches Upgrade-Gehäuse es denn werden soll - Metall (Bronze, Alu, Blei), Holz oder Kunst-/ Naturstein (z.B. Malachit) - und welche Bauform (geschlossen/ offen) es haben soll.


    Wie das Decca ist auch das DL103 für mich ein El Dorado zum Ausleben des Tuning-Spieltriebes.


    VG

    Steffen

    Hallo Frank,


    Ich kann dir den Aufsatz "Audio Component Grounding and Interconnection", den David Davenport am 21.04.2010 im diy Audioforum (http://www.diyaudio.com) hochgeladen hat, sehr zur Lektüre empfehlen. Wegen der Dateigröße bekomme ich das Ding als PDF hier nicht drangetackert. Aber gurgel sollte ihn finden.

    Ich hatte auch Diskussionen mit einer Brummschleife, nachdem ich meinen Vollverstärker gegen eine Vor-/ Endstufen Kombi getauscht hatte.


    Bei mir hat letztlich eine Masseschiene aus Kupfer, auf die ich die Gehäusemassen von Phono-Pre, Vorstufe, Tuner und Plattenspieler mit sinnvoll dicken Kabeln gelegt habe, sowie eine direkte Masseverbindung der Chassis der Vor- und Endstufen das Brummen nahezu komplett eliminiert. An meinem Hörplatz, ca. 2,5m von den LS entfernt, höre ich bei handelsüblicher Lautstärkeeinstellung (in diesem Zusammenhang möchte ich auch auf die von Michael verlinkten Aufsätze zum Thema "Gain Structure" verweisen) kein Brummen. Silentium. Erst wenn ich meine Lauschklappe an den Lautsprecher halte, ist da noch ein wenig Restbrumm zu hören. Da ich in der sich so zwangsweise ergebenden, eher als unkomfortabel zu bezeichnenden Körperhaltung ganz selten Musik höre, ist das nicht allzu schlimm. Das praktische Brummproblem ist für mich somit gelöst, es bleibt das rein theoretische Restbrummen, mit dem ich pragmatisch betrachtet gut klarkomme.


    Bevor ich mit den Massekabeln experimentiert habe - und bei aller theoretischen Auseinandersetzung mit dem Thema läuft es wie immer in 98% der Fälle auf ein Ausprobieren hinaus - hätte mir auch fast so einen Jensen-Trenntrafo für den Phono-Zweig gekauft, allerdings hat mich der Preis abgeschreckt. Die Kupferschiene hingegen hat um die 15,- bei igitt gekostet und schwarze 2,5mm2-Kupferlitze hatte ich noch massig in meiner Auto-Bastelkiste.


    Kurz noch ein paar Details zur Stromversorgung meiner Anlage:

    Ich verwende einen primärseitig DC-gefilterten Störschutztrafo, an dessen Sekundärseite die Verteilerleiste für alle Audio-Komponenten angeschlossen ist. Jetzt werden vermutlich wieder Heerscharen gelernter Elektrofachkräfte entsetzt aufschreien und mit hektischen Flecken im Gesicht zu Protokoll geben, dass man an einen Trenntrafo jeweils nur einen Verbraucher hängen darf usw. Ich mag dieses Thema nicht erneut diskutieren und verweise schon einmal prophylaktisch auf die hiesige Suchfunktion.

    Alle Verstärker (Phono-Pre, Vorstufe, Endstufen) sind Klasse 1 (also mit PE), der Tuner ist Klasse 2 und der Plattenspieler(motor) bekommt seinen Strom von einem Akku.

    Die Schirme der NF-Kabel sind beidseitig aufgelegt. (Auch ein Klassiker der Forums-Kontroversen)


    Also mein Tip in Kurzfassung. Artikel lesen und überlegen, ob sich Eingriffe in die Geräte bzw. Isolationstrafos im Signalweg lohnen. Der pragmatische cheap thrill ist eine 10m Rolle schwarze 2,5mm2 Kfz-Kupferlitze vom Conrad und ein Reststück massives Kupfer aus der Elektroschrott-Tonne des Wertstoffhofs deines Vertrauens oder - bequemer - 1,2,3 beim ebay eingezirkelt. Ich könnte mir vorstellen, dass danach auch bei dir dem Brumm das Brummen vergeht.


    VG

    Steffen

    Hallo Markus,

    Ich schließe mich den Vorschreibern an. Mein DL103 habe ich gebraucht mit Shibara-Nadel günstig bekommen und betreibe es an einem 3009R, also einem ganz ähnlichen Arm wie du.

    Ich verwende das schwere Magnesium Headshell von Ortofon, um die effektive Masse zu erhöhen. Zudem habe ich das Denon in einem Ebenholzkorpus. Der Tonarm wurde komplett durch ATA schön gemacht und als Übertrager verwende ich einen - in der Kombi mit dem DL103 wohl auch als Klassiker durchgehenden - A23 SUT.

    Zusammen mit einem guten Phonokabel und einem schönen Röhren Phono-Pre funktioniert das für mich richtig gut.

    VG

    Steffen

    Wenn ich IKEA höre, denke ich an Groland. Das hatte hier auch mal eine kleine treue Anhängerschaft. Lack kam ja als Tisch für den LP12 groß raus. Und das lag, meine ich, an einer sehr gut passenden Resonanzsymbiose. Ob das auch bei Nichtschwabblern und (Röhren-)Elektronik gilt, I don't know.


    Aber vermutlich stört es das inzwischen herrschende ästhetische Empfinden, massive Küchenmöbel aus Holz ins geflieste Wohnzimmer zu stellen. In geschickter Kombination mit Stellflächen aus Schiefer/ MPX/ Bambus und Sylomer würde ich der Kücheninsel aus dem Bauch raus jedoch klangliche Überlegenheit unterstellen.


    VG

    Steffen

    Heieiei, jetzt schon mehrmals gelobt, die muss ja wahnsinn sein:)


    gruß

    volkmar

    Ich reihe mich mal in die Reihe der Lobpreisenden ein.

    Bei der "Making Movies" konnte ich keinen unmittelbaren Vorsprung der MFSL ggü. der BtB ausmachen. Bei der "Communique" hingegen schon!

    Anspieltip: "Where do you think you're going?"

    Hier fällt direkt auf, dass die MFSL räumlich aufgeräumter spielt, als die bereits tolle BtB. Ich finde sie dadurch nochmal involvierender.

    Für die Pressqualität kann man bei beiden Exemplaren ebenfalls nur Bestnoten vergeben.

    Somit ausgezeichnet angelegte 70,-!