Posts by baltaman

    Mein P77/ Jico1 SAS hat seit heute seinen vorläufigen Stammplatz eingenommen. Es spielt nun an einem DIY 12" Tonarm auf SME 3009 S2 imp. Basis mit einem Fuchs Holztonarmrohr (oder -stab?).

    Es musste vom 3009R wieder runter, um dort das DL103 wieder montieren zu können, das seinerseits am 3012 II Platz fürs SPU Classic machen musste.

    Seit heute spielt das P77 also - wie Helmut versprochen - am L78. Erste Höreindrücke heute Morgen waren schon sehr vielversprechend... Ich schreibe hier dann später mehr.


    Kurz noch was zum Setup:

    - 1,4gr VTF

    - DIY 12" Tonarm auf Basis SME 3009 S2 imp. mit Bronzelager (vermutlich nicht ATA) auf Phio Kunststein Montagebasis und ATA Deluxe Spacer

    - Konne Beton Tonarmbasis 14cm

    - Pro-Ject Connect it 5P-CC Phonokabel

    - Ampearl RE2030 'Sonderedition alte Hülsenfrucht' mir 150pF Eingangskapazität und originalen Ostblockröhren, selfmade Stromkabel Duelund braided tinned copper 12awg


    Glück auf

    Steffen

    Auch auf die Gefahr hin, als Fanboy dazustehen, kann ich dir die Ampearl Pono-Pres uneingeschränkt empfehlen. Es müsste hier inzwischen mehrere separate Fäden zu den verschiedenen Modellen geben.

    Ich habe eine RE1030 und eine RE2030 und betreibe verschiedene Tonabnehmer mit und ohne SUT daran.


    Glück auf

    Steffen

    Bei mir ist es nicht die Analog-, sondern die Digitalmüdigkeit. Ich habe meine CD-Zentrifuge vor etwa 3 Jahren abgebaut und seitdem oxidiert das Ding still und leise vor sich hin. Es ist eine modifizierte PS1 mit einem Klimo Beag im Schlepptau. Ich war mal total von dem Ding angefixt und wollte den Michael Methe Weg (bis vor TET Audiospecials) gehen.

    Dann war plötzlich der Ofen aus. Keine Ahnung warum. Klangliche Aspekte, dass Digital sich jetzt irgendwie doof angehört hätte oder so, jedenfalls nicht. Es hat mich einfach nicht mehr gereizt.

    Stattdessen blühte und blüht die Analogsektion. Wenn ich kein Bock aufs ewige Aufstehen zum Plattenumdrehen habe, höre ich UKW. Das geht tatsächlich ganz gut und der Reiz liegt ein Stück darin, nicht den DJ geben zu müssen, sondern sich von der Radiofrau überraschen zu lassen.


    Für mich ist das wie Music-Man geschrieben hat, eine emotionale Sache, die die Motivation bringt. Es geht nicht um Frequenzgänge und Zahlen. Ich freue mich still und leise in mich hinein, wenn es für mich toll klingt und ich weiss, dass ich das gemacht habe. Komponentenaufstellung, Stromversorgung, Komponentenwahl, Raumakustik und natürlich das Erjagen/ Sammeln toller Aufnahmen. Mir scheint Digital ein Stück weit zu Plug-and-Play zu tendieren. Das bedeutet, dass das finanzielle Engagement von sehr großer Bedeutung ist. Finde ich aus Hobbysicht banal.


    Übrigens: In den Kleinanzeigen sucht ein Grado Sonata 3 HO ein neues Zuhause. Das ist ein relativ einstellungsunkritisches MI-System, das ohne den ganzen Hick-Hack mit maßgeschneidertem SUT daher kommt und auch nicht nach einem speziellen Tonarm schreit. Ein echt tolles System, um zur Abwechslung auch mal Musik zu hören.


    Happy Rovering

    Steffen

    Man kann mit den kleinen Airpax/ Premotec 9904 Motoren ja so einiges anstellen, um sie etwas zu beruhigen. Das fängt bei Gummimanschetten um das Motirgehäuse und Sorbothane-Scheiben zwischen Motor und Montageklammer/ -brettchen an, geht über das Ölen (wenig Öl!) der Welle und Anbringen eines Gegenlagers an der Motorunterseite bis hin zur Verwendung von Sinus-Synthetisierern (z.B. die unsterbliche Dr. Fuss Motorsteuerung).

    Der Synchronmotor in meinem Systemdek läuft unvorstellbar leise, seitdem ich einen DC Aussenläufer habe :-)


    Glück auf

    Steffen

    Ich hatte meine Motordose auf einem Sockel aus Bambusholz (ein IKEA Aptitlig im Baumarkt passend zuschneiden lassen) mit Füßen stehen, so dass die Höhe des Faden gut passte.

    So wirklich richtig zufrieden war ich damit aber nicht.

    Um auf der linken Seite des Drehers Platz für einen neuen Tonarm zu bekommen, steht die Motordose nun auf der rechten Seite, in der Nähe des kleinen Labornetzteils, das sie mit 9VDC versorgt. Das vermeidet auch das Kabel hin und her. Die Motordose steht nun auf einer runden grauen Tonarmbasis von Konne. Hr. Konarkowsky hat einen gut sortierten ebay-Shop und bietet dort allerlei interessantes Zubehör an.

    Verarbeitungsmäßig ist die Konne-Basis super. Ich habe für meinen SME 3012 auch noch eine andere Konne-Basis, die ebenfalls tip top verarbeitet ist. Eine dritte Basis ist daher derzeit im Zulauf.

    Die Basen sind nicht billig aber 100%ig ihr Geld wert. Sie werden in Handarbeit gefertigt und machen einen ganz tollen Eindruck. Ich habe zudem gemerkt, dass der Motor auf der Konne-Basis ruhiger läuft, als auf der alten Bambus-Konstruktion. Mag sein, dass das auch am neuen Fadenmaterial liegt (-> siehe PV-Thread), das ich nun verwende.

    Bilder zu dem Ganzen sind in meiner Galerie.


    Glück auf

    Steffen

    Der Fisch ist kokolores, hasse Recht. Aber die Karre ist der Hammer und durchkreuzt gerade meine Caterham-Pläne. Ich fand Karmann Ghias schon immer sehr gelungen. Nur von der Motorisierung zieht der Käfermotor halt nix aus der Furche. Mit 170 Watt sieht das schon anders aus... Keine Ahnung, wie Vmax ist. Am Ende zählt aber auch eher Drehmoment und Beschleunigung.

    Da die Menhir ein DIY LS ist, wurde hier vor ca. 10 Jahren von Frank Kuhl und Kollegen recht viel experimentiert. Es gab die ursprüngliche "Classic" Version (jetzt meine, aber Knut weiss, dass er ein lebenslanges Vorkaufsrecht hat...) und später den Menhir Clone mit geänderter Weiche und Stereolab Tractrix Horn.

    Wenn ich nicht zu faul wäre, die Brocken zu bewegen, hätte ich schon längst mal zum Schraubendreher gegriffen und die Weiche explantiert. Ich hätte sie gerne außen liegend, um sie schwingungsfrei zu bekommen und ein kleines Sonntagnachmittaglötprojekt zu starten. Aktuell ist diese Baustelle jedoch noch nicht eröffnet. Never touch a running system.


    Bei Open Baffles hat man das Problem bauartbedingt logischerweise nicht. Da liegt einem die Weiche direkt zu Füßen. Ideal für ein Aktivierungprojekt...

    derausserirdische


    Hallo Jürgen,


    Super, ganz vielen Dank Dir für Deine umfangreiche Antwort. Das hat sehr geholfen und ich möchte bereits nach den ersten Takten sagen, dass das mein Problem gelöst hat. Super!


    Zunächst zum Problem mit der Auslaufrille: Ich Ochse hatte den Tonarm beim Wechsel aus das Grado natürlich in der Höhe neu eingestellt aber auch ein wenig gegen den Uhrzeigersinn verdreht, so dass er in der Ruheposition genau nach vorne zeigt. Jetzt hat der Magnet/ Faden gelagerte Schröder-Clone aber zwei Säulen, zwischen denen der Tonarm hängt. Beim Drehen des Tonarms drehen sich diese Säulen mit, so dass der Tonarm bei Platten mit weit innen liegender Modulation in der Auslaufrille nicht mehr genügend Platz hatte. Das hatte ich heute Mittag selber gelöst. :-)


    Dann habe ich hier die Antwort(en) von Jürgen gefunden und habe die Tips direkt umgesetzt:

    1.: Body pikobello waagerecht bzw. Gehäusefront exakt rechtwinklig zur Plattenoberfläche ausgerichtet.

    2.: VTF auf 1,75gr reduziert

    3.: Eingangskapazität der Phonostufe auf 150pF gesetzt.


    Nun musiziert der Holzklotz ganz famos, merci beaucoup nochmals!


    Wie bereits geschrieben, werde ich das Grado jetzt erst mal am Holztonarm lassen und damit ein paar Tage hören. Es klingt aktuell astrein und sieht zudem auch noch ganz gut aus. Bilder findet ihr in meiner Galerie.

    Wenn mich die Bastellaune in ein paar Tagen piekt und ich wieder beim Tonarm vorbei komme, werde ich den Hadcock montieren und das Grado daran probieren. Vorher muss ich noch ein paar Stromkabel bauen, meine Netzfilterzentrale fertig stellen, den RT-3 für den L78 in die Gänge kriegen, ihn auf 110VAC umbauen und das neue Lager implantieren, den SME DIY Holztonarm ans Laufen bringen und - darauf freue ich mich ganz besonders - das für die nächsten Tage erwartete SPU Classic (GM E Mk II) mit dem FR XF-1 L antesten.


    Auf jeden Fall muss sich das Grado jetzt nicht mehr verstecken, ich hatte gestern schon Angst, einen Fehlkauf gemacht zu haben. Hab ich nicht, alles super...


    Die RE2030 ist zwar eine Röhren-Phonstufe, spielt aber (im Vergleich zu meiner RE1030) recht detailliert auflösend, nicht unbedingt dem Röhren-Vorurteil entsprechend warm. Zumal sie mit Silber solidcore Innenverkabelung und KLEI Chinchbuchsen (Nr. 2) modifiziert wurde. Ausgangsseitig habe ich ein Silberkabel aus Mundorf Silber/ Gold solidcore Adern. Solidcore ist hier Programm, ein weiteres Kabel seiner SiGo-Baureihe wurde schon kielgelegt. Ich kann diese NF-Kabel "wärmstens" empfehlen. Das Thema Kupfer- vs. Silberkabel ist auf dem Schirm.


    Was ein geiles Hobby!


    Glück auf

    Steffen

    Zur Haltung meines Hinterteils mache ich mal von meinem Aussageverweigerungsrecht gebrauch. :-) Nicht dass etwaige Genießer heute Nacht vor Aufregung nicht in den Schlaf finden und ich noch der Anstiftung zum Kopfkino beschuldigt werde...

    Was das Hinterteil vom Sonata angeht, ist es so wie nachgefragt: Es ist ganz leicht angehoben.


    Die Liftbank checke ich nachher mal, kann mir aber nicht vorstellen, dass die da ihre Finger im Spiel hat, da ich den Tonarm am Ende der Plattenseite ja per Lift anhebe.


    Glück auf

    Steffen

    Nach all den sehr interessanten Berichten zu den Holz-Grados bin ich hier mit einem Sonata 3 HO auch mal eingestiegen.

    Es spielt an einem mittelschweren 10" Arm mit einem Holzarm, einem magnetgelagerten Schröder-Clone von B. Ulrich. Als Phono Pre verwende ich eine Ampearl 2030 LCR-RIAA, die ich aktuell mir 0pF Eingangskapazität fahre.

    Das Grado hört sich deutlich anders an, als meine anderen Tonabnehmer - ein DL103 mit Shibata-Nadel und ein P77/ Jico 1 SAS, beide an SME 3012 bzw. 3009.

    Es benötigt jeden Abend zunächst einmal 2 bis 3 Plattenseiten, um warm zu werden. Vorher klingt es sehr zurückhaltend, man könnte fast sagen leicht dumpf, die Höhen alles andere als luftig. Danach kommt es dann so langsam aus sich heraus und öffnet sich. Aber auch dann spielt es nicht hochtonbetont. Da ist das DL103 (am kleinen A23 SUT) deutlich funkelnder. An sich ja nicht die Qualitäten, die man dem "aus der Mitte heraus" spielenden DL103 regelmäßig nachsagt.


    Bitte nicht falsch verstehen: Das Grado spielt nicht irgendwie mumpfig. Es gibt die gleiche Musik (gestern Abend war das Eva Cassidy Nightbird in 45rpm) jedoch - sagen wir mal - deutlich organischer wieder, als es meine beiden anderen TA tun. Dabei ist der Tonarm so montiert, dass es hinten ganz leicht höher steht, die Front des Gehäuses somit nicht exakt rechtwinklig zur Plattenpberfläche steht.


    Der beschriebene Klangcharakter könnte natürlich auch ein Stück am Holztonarm liegen. Der passt vom Material und Farbe halt "wie Faust aufs Auge" zum Grado. Mag aber sein, dass es zuviel des Guten ist, ein ohnehin sehr natürlich spielendes System im Holzbody an einem Holzarbeiten zu betreiben.


    Da ich an der Stelle auf dem L78, wo aktuell noch der besagte Schröder-Clone montiert ist, den hier liegenden GH228 für mein (Black und) Decca SG montieren will, ist es sehr interessant für mich zu lesen, was Benjamin schreibt, nämlich dass das Grado auch am Hadcock gut laufen soll.

    Ich würde also als nächstes den Hadcock montieren und daran dann zunächst mal das Grado ausprobieren. Danach dann das Decca. Ich werde berichten...


    Das tolle am Hadcock ist ja, dass man andere Tonarme mit ihrem System ratz fatz auf den Dorn setzen kann. Ansonsten hab ich noch den Decca International und die quecksilberbefreite Ex-Giftspritze von Keith Monks hier liegen...


    Aber nochmal zurück zum Sonata 3. Wie angegeben, betreibe ich es mit 1,9gr VTF Max. Dennoch wird es durch die Auslaufrille bei einer Reihe von Platten (nicht bei allen) wieder zurück in den bespielten Bereich der Platte geschubst. Habt ihr dieses Phänomen auch? Was tun dagegen?


    Glück auf

    Steffen

    Ich habe eine Menhir (die alten von Knut) an meinen 300B SET. Das geht sehr gut. Das Prinzip ähnelt Max 1 und Max 2 von Unison. Details zur Menhir findet man auf der Seite von Strassacker.


    Neulich habe ich andere 300B (die von Udo Menning - bei Interesse nach Menning Audio in Lautertal suchen) an Open Baffles von Pure Audio Project (Trio irgendwas) gehört. Das war ausgezeichnet.


    Mich würde an meiner 300B auch immer nochmal eine ESL 57 reizen. Da bekommt man gebraucht sehr schöne Teile.


    Glück auf

    Steffen

    Hallo Helmut,


    Klaro, alles an der 2030 gehört. Seitdem sie hier bei mir steht, ist die 1030 arbeitslos. Das ist ein hartes Brot für die Black Lady aber ich hab sie ja dennoch lieb...

    Kurz zum Denon: Es ist ein DL103 (nicht 301, gibt es ja auch) ohne R. Ich habe es schon retipped gebraucht gekauft, kann daher nicht sagen, wer es gemacht hat und aus welchem Material der Nadelträger ist. Was ich sagen kann, ist dass der Holzbody das System einen großen Schritt nach vorne bringt. Das weiss ich, weil ich das Gehäuse des DL103 selbst umgebaut habe.


    Ich fahre die 2030 auch mit 150pF (Dip switch off-off-on). Mein Phonokabel hat nochmal ca. 75pF. Da ich aber über eine Umschaltbox höre, werden nochmal ein paar pF dazu kommen, insgesamt liegt es bei mir dann vermutlich so bei 250 bis 275pF.


    Viele Grüße

    Steffen