Posts by Urs

    Empfehlung eines unheilbaren Nostalgikers: Platten ungedingt behalten !! :)


    MUSIK schafft Emotionen und Schallplatten sind eigentlich bloss ein Werkzeug, solche Emotionen zu überbringen.

    ABER: viele meiner Schallplatten sind selbst nostalgische Träger solcher Emotionen.


    Meine erste selbst gekaufte LP - mühsam Sackgeld & Lehrlingslohn dafür gespart ! - war

    Beethovens 5. Symphonie mit den „Berlinern“ & Karajan, 60-er Jahre: ich habe sie immer noch; x-fach abgespielt, mit LENCO-Clean misshandelt & wieder errettet: Sie spielt noch herrlich !


    Musik, die ich mir auf Reisen und Im Ausland gekauft hatte; „Originale“, einige wenige sogar mit Autogramm der Band...! Etc., etc… Erinnerungen pur.


    Ich könnte meine Gerätschaften austauschen, aber die Plattensammlung als solche bleibt. Sie ist in den letzten Monaten wegen Schenkungen & Leihgaben etwas „explodiert“, und jetzt muss ich aussortieren .

    Dank Corona kein Problem…!! Und ich lerne viel neue, mir bisher unbekannte Musik kennen


    Extremfall „Alt“ : Für mich sind Schallplatten auch eine Musik-Historische Reise in die Vergangenheit: Klar kann ich ein Beethoven Klavier Konzert mit Artur Schnabel (1930-er Jahre !!) auch auf CD anhören:
    Aber das Ganze auf Schellackplatte - es braucht 5-6 Platten für das ganze Klavierkonzert ! - ^^ als "quasi Original " in den Händen zu halten und mit geeigneter, auch moderner Apparatur (KEIN Trichtergrammophon !) anzuhören, ist schon was Besonderes.


    Extremfall „Neu“: LEIDER kann ich "gefühlte 99.9 % " der aktuell aufgeführten Klassischen Musik & Opern, etc. NICHT auf Vinyl abhören; dazu brauche ich CD oder Downloads.


    Gruss


    Urs


    Analog-Müdigkeit ist bloss Saisonal – es vergeht bald wieder, auch ohne Impfung….. ;);)

    Frank,


    Ein guter Stereo Tonabnehmer kann zur Not und mit etwas Feinmechanischem Geschick zu Mono "umgerüstet“ werden.

    Es ist damit noch kein „reines Laterales“ Mono Pick-Up, aber die bei alten Monos leider häufig vorhandenen Geräusche / Kratzer werden ein wenig reduziert .

    (Meine Erfahrung: Mono-Platten gewinnen rein schon durch die Absenz von "Stereo-Laufgeräuschen" an Klangqualität)


    Hier der Link / zum "MONO-Wiring"

    https://www.tsf36.fr/erepro2.htm


    Gruss


    Urs

    Grüezi DVB-C - Good bye UKW

    Hier folgt ein kurzer Erfahrungs-Bericht eines Schweizer Leidgenossen zum Ersatz unseres - sicher von mir ! - geliebten UKW Radios. Einige Kommentare sind evtl. nur für Schweizer Radiohörer interessant.

    Aktuell empfange ich, ausser einigen SRF (Schweizer Radio) Stationen direkt ab Sender, meine UKW Programme via UPC–Kabel, Ex-Cablecom. Wie weit meine Anmerkungen für Swisscom (meines Wissen nur via eine Internet –Leitung empfangbar ?) auch gelten, kann ich nicht beurteilen.


    Leider habe ich seit längerem den Eindruck, dass die Qualität der UPC-Übertragung immer lausiger wurde. Ob auch die Qualität des digital aus dem Studio gesendeten Signals schlechter wurde, kann ich nicht kommentieren. Wie auch immer: Das UPC Signal rauschte fürchterlich !


    Die einfachste Variante wäre vermutlich, einfach auf DAB+ umzustellen.

    ABER: die DAB+ Qualität wird ja auch eher als bescheiden beschrieben – ich habe leider keine eigene Erfahrung.

    So ich sehe, sind zudem via DAB+ einige ausländische Top-Sender, wie Bayern 4 Klassik, France Musique, Oe1, etc. nicht zu empfangen .

    Und gerade diese Sender finde ich sowohl inhaltlich wie klanglich sehr gut und diese will ich unbedingt hören können.

    Internet–Radio ist für mich zurzeit keine Option, ebenso wenig wie eine externe Satelliten Schlüssel - Pech !


    Durchs UPC-Kabel kann ich via TV-Gerät aber sehr viele Radiosender empfangen;
    welche Qualität könnte ich mit einem besseren Empfänger, als via die TV-Kiste erwarten ?


    =============

    Grüezi DVB-C - Kurzes Fazit: Ich bin SEHR zufrieden !

    Einen ersten DVB-C Gehversuch machte ich mit unterstehendem „Spielzeug-Teil“ (Spöttisch gemeint – es ist eigentlich ganz OK !! und das für 50-60 Euros) - vorausgesetzt, man hat einen externen DAC mit Optical / Toslink Eingang.


    Vistron VT 855N Digital-Radio Empfangsteil.

    Der eingebaute DAC ist tatsächlich rudimentär (sagen wir unbrauchbar). Ein Vergleich mit meinen ebenfalls eher „Alibi“-DAC (Grace Design M903, ein Kopfhörerverstärker) war dann schon vielversprechender; man kann mit dem Vistron schon recht anständig Musik hören.

    Klar, vom Klein & Hummel FM 2002 wäre der Klang grad noch eine Nummer besser – wenn da exakt auf meinen Favoriten-Sendern nicht eben dieses lästige „Gequassel„ wäre:

    Dies ist DER Grund warum ich mich von Kabel-UKW frühzeitig verabschiede.


    Auftritt des RESTEK MCAB+ Tuners

    Hier geht jetzt doch klar wieder die Musik ab ! Ist auch kein Wunder:

    Bei dieser „Erbfolge“, ist doch der K & H Telewatt FM 2002 quasi der (Gross-) Vater !!


    Ein Vergleich mit u.a. eben dem gelobten „WIESCHHOFF modifizierten“ K & H FM 2002 mit dem MCAB+ ist eher müssig: Ich habe wie oben erwähnt kein vernünftiges UKW- Kabel-Signal mehr und falls es im UKW Tuner möglicherweise einen klanglichen Vorteil geben könnte, nützt alles nichts, wenn es im Rauschen verschwindet.

    • Der MCAB+ klingt absolut klar und auf höchstem Niveau:
      Gerade beim Hören mit Kopfhörern ist dies schon fast wie das berühmt-berüchtigte „High-Endige Tag und Nacht“:
      Ein für mich absolutes MUSS-Kriterium, den meine „High-End-Tuner“ benutze ich sehr häufig mit KH. So machts wieder Spass :)

    Für die hoffnungslosen „Nostalgiker“ unter uns - z.b. ich selber !:

    Die Bedienung hat noch so eine Art „DrehKo“ -Touch: Die Einknopf-Bedienung erlaubt das Anwählen aller Funktionen.

    Sogar eine Lautstärke (und Balance) Regelung ist verfügbar; damit könnte mit Aktivlausprechern ein eigene hochwertige „Radio-Kette“ betrieben werden.

    Mittels Fernbedienung lässt sich (fast) alles auch bequem vom Sesel bewerkstelligen.

    Angenehm auch die grosse Schrift der Anzeige


    Ist das jetzt das Ende der „High-End“ Radiostange ? Evtl. noch nicht:
    RESTEK baut noch das Model ECAB+, das voll-symmetrische Ausgänge hat – ansonsten aber mit dem MCAB+ fast identisch sei.


    UND: Von EternalArts gibt's eine Sonder-Version: Den MCAB+ mit einer Röhren-Ausgangsstufe…ich werde nächstes Jahr berichten ! ;)


    Mit „Digital-Radiophonischem“ Gruss


    Urs


    PS. Meine „Analoge Seele“ schmerzt, wenn ich in diesem AAA-Forum über Digital schreibe – aber Hand aufs Herz:
    UKW war ex-Studio eh nur noch "Bits & Bytes": Wer Glück hatte, kriegte ein einigermassen schlau Analogisiertes Signal zu seinem UKW Gerät.
    Mir war dies leider vergönnt :daher Grüezi DVB-C

    Otto,


    Für REVOX Tuner guckst Du evtl. auch mal in die Schweizer "Gebraucht-'Portale" TUTTI und RICARDO.

    Wir Eidgenossen machen ja bald das UKW / FM dicht und mutieren offiziell zu diesem unsäglichen DAB+ Zeugs.

    Daher gibt es - und könnte noch mehr geben – in diesen Verkaufsportalen diverse gute REVOX Tuner aller Varianten zu finden.

    SERVICE: Sollte in Deutschland – wo die meist eh herkommen !!- sollte kein Problem sein.


    Noch habe ich 3 dieser Geräte im Einsatz, 2 x B260, 1 x B160, aber ich bin grad dabei, für meine „High-End“ Hörsessions ;)auf DVB-C umzusteigen.

    (NICHT weil die REVOXe nicht gut wären – aber ich hänge am UPC-Kabel und das UKW Signal ist eine Katastrophe; daher jetzt DVB-C. Und eine optimalere Aussenantenne kann ich leider nicht montieren )


    Gruss


    Urs

    Vom JECKLIN Float gab’s - oder gibt es noch - diverse Modelle, meines Wissen waren das alle Elektrostaten und mit "hängenden" Ear-Speakern an einem Kopf-Bügel. (Das wackelte immer so ungewohnt auf meinem Kopf rum)

    Es gab aber glaub auch Dynamische Kopien (NICHT von Jecklin !!) , mit ähnlichem Design.


    Der AKG K1000 war hingegen ein Dynamischer; ich hatte den vor fast 30 Jahren mal zur Hörprobe und ich hatte damals nur einen konventionellen Amp, und nicht das HighEnd Modell von AKG, mit diversen komplexen Klang-Korrektur-Optionen

    Ich war dauern damit beschäftigt, die „Elefanten-Ohren" irgendwie zu justieren und ich endete schliesslich:
    Bei meinem ersten von vielen STAXen.


    Gruss

    Urs


    Zu "IKL": sorry, kann ich nicht mehr sagen - ich habe aber auch kein Problem mit IKL

    Für mich ist nicht entweder KH oder LS sondern : sowohl als auch
    Die Bemerkung betr: Nahfeld-Monitore kann ich nur bestätigen


    Hier noch eine Idee oder „Hypothese“:

    Kopfhörer sind meist Einweg („Breitband“) Systeme, egal welches Konzept (Ausnahme: es gibt diverse In-Ears mit Mehrwegsystemen - kenne ich aber nicht)

    Die meisten üblichen LS hingegen sind Mehr-Weg, mit mehr oder weniger guten Frequenzweichen und den damit einhergehende Phasenverschiebungen, etc.


    Daher postuliere ich, dass (Ein-Weg) KH musikalisch schon mal „harmonischer " klingen sollten. Ob dies jetzt auch die diskutierte „Auflösung „ betrifft, kann ich nicht beurteilen.

    Mein persönliches Fazit:

    • für wirklich „Ungestörtes, Detailliertes und trotzdem musikalisch korrektes“ Hören: Kopfhörer,
    • für „angenehmes & wohlklingendes " Hören: LS
    • wobei ich feststelle: für vergleichbaren Klang kosten LS ein Mehrfaches des KH !

    Dass die „In-Kopf-Lokalisation“ der KH aber nicht jeder und jedem gefällt, ist mir auch klar ! ;)


    Gruss

    Urs

    =======

    KH: zwei (offene) STAXe, ein (geschlossener) Focal , je mit Röhren KH-Verstärker und

    Voll-Aktive LS („Grosse Kaliber“ (LINN) im Wohnraum, kleine Nahfeld-Monitore (MEG) im Büro)

    Hätte da noch ein eine SEHR Historische "Baumaschine" im Archiv..

    Ronette+GE-VR-2.jpg


    So eine Art Ur-LENCO ( F50, mit "optischer Mod") ;)

    mit den damals üblichen Wechsel-Tonzellen Ronette und GE-VR-2+


    Gruss

    Urs


    Dieser Lenco war quasi mein Historisch Korrekter Einstieg in die Schellack-Welt...ist jetzt von doch zwei eher "Highend Schellack Geräten " ersetzt (Thorens TD127, bzw. TD520)

    Audio Technica AT mono3/SP

    kann ich bestens empfehlen, klingt gut, tastet auch " mangelhafte" Schellacks ab, und ist preislich akzeptabel.


    Sonst landet man dann halt in der Oberklasse: Ortofon SPU MONO CG 65 -78 (SCHWER - braucht einen geeigneten Tonarm), um die 600-700 Euro

    oder eben bei der EMT Tondose (auch mit SME Anschluss erhältlich, bzw. „nackt“ für ein Headshell) Kosten: über 1000 Euros

    (Diese EMT-Versionen werden jetzt bei Micha Huber in der Schweiz auf Bestellung hergestellt)


    Plattenspieler: Kann ich leider keine Empfehlung abgeben; ich benutze zwei ältere Thorens, je mit 12 Zoll Armen – 78 RPM ist aber schon noch wichtig…!! ;) also LENCO wäre wohl OK.


    Phono-Pre: Schaltbare Entzerrkurven sind sicher hilfreich – aber RIAA tut’s für den Einstieg und den Notfall auch…:)


    Gruss


    Urs


    (Im Anhang noch etwas Lektüre zum Thema..)

    Heimarbeit_im_Dienste_der_Schellack-REV-AAA-Heft.pdf

    Neu benutze ich jetzt noch 2 EMT's und ein "modifiziertes AT-mono3/SP", an einem TD520, auch mit SME 3012R

    baltaman

    Ja, ich habe "leider" ;) nur den 3012R, mit dem Bronzelager , aber der normalen Basis-Platte.

    Der Thorens TD520 hat jedoch glaub Panzerholz -oder ähnlich ? - als Tonarmauflage ; evtl. hat das auch einen positiven Einfluss ?

    Aktuell ist das Reference in einem ARCHE Headshell eingebaut - da lässt sich VTA und Azimuth recht gut einstellen.


    Gruss


    Urs

    Steffen,


    Deine Vermutung ist korrekt: ich hatte ein Jubilee (ich kaufte dieses quasi zwecks "Funktions-Test"; habe es eben grad verkauft) und jetzt eben das Reference.


    Die Eva Cassidy's Night Fall Platte kenne ich nicht.

    Aber ich haben eine alte Dixie-Jazz-Scheibe, wo beide Deccas an einer Stelle hängen blieben...ärgerlich..!!

    ABER: Sogar mein SPU Century scheiterte - es ist vermutlich ein Pressfehler, oder "eingewachsenes Staubkorn" oder so was.

    Nur das KOETSU Platinum spielte völlig problemlos.;)


    Klanglich ist das Reference eine "Dynamische & Echte" Musikmaschine; ideal für eher Groovige & Poppige Musik, wie Jazz, und so: Musik & Spielspass vor Details um der Details willen !


    Für Klassik, mit feinsten Nuancen der Streicher , oder Cembalo, mit dem harten Anriss, spielen das SPU und speziell das Koetsu halt schon noch etwas farbenfroher, eleganter und transparenter.


    ABER: dies ist ein sehr unfairer Vergleich, kosten die beiden Tonzellen ein Mehrfaches des Reference, und sind evtl. daher noch eine Liga höher einzuordnen.


    Gruss


    Urs