Posts by SL-1210

    Hallo,


    ich hatte die Cadenzas Bronze und Blue hier, das Black habe ich noch heute.


    Die Systeme habe ich in meiner Kette (und nur dafür gilt meine Einschätzung) verglichen. Gelaufen sind sie jeweils an einem Pro-Ject Xtension 9 S-Shape mit S-förmigem Alutonarm mit 15 g. eff. Masse. Das sollte für die Cadenzas passen (Bronze und Blue Compliance je 12, Black 16, tatsächlich nach meinen Erfahrungen beim Black aber eher niedriger).


    Alle der Cadenzas sind mir als tonal ausgewogen, hochauflösend, verzerrungsarm und basskräftig in Erinnerung. Das mit dem sog. "Familienklang" könnte also hinkommen. Allerdings sind mir schon unterschiedliche Klangausprägungen aufgefallen, wobei grundsätzlich die Wiedergabe auf der neutralen Seite war.


    Mit dem Bronze bin ich nie richtig warm geworden. Es ist eher warm abgestimmt (siehe Erfahrungsbericht Hubert T oben). Ich mag aber eine präsente und anspringende Wiedergabe. Bei Bevorzugung eines warmen, aber äußerst detailreichen Klangbildes und an eher hellen Ketten dürfte das Bronze ausgezeichnet passen.


    Das Blue hat meinem Klanggeschmack besser getroffen. Es spielte bei mir offen und schön weiträumig. Keine zusätzliche Wärme (die Einschätzung von "Hubert T" weiter oben kann ich voll bestätigen).


    Das Black ist mein persönlicher Favorit. Tonal bei mir völlig ausgeglichen, keine (oder nur sehr geringe) Präsenzsenke, keine auffällige bzw. gar übertriebene Höhenanhebung. Sehr natürliche Mittenwiedergabe, schöne Raumabbildung. Klanglich eher beim Blue als beim Bronze. Das Black gefällt mir bei meinen bevorzugten Musikrichtungen (Singer/Songwriter, Americana, Swing) an meiner Kette am besten. Manche halten es aber wegen seiner Neutralität für langweilig.


    Meine persönlichen Einschätzungen sind natürlich nicht allgemein gültig.


    Grüße

    Gunter

    Hallo,


    eure angeregte Diskussion über den richtigen Nadelschliff verunsichert mich schon stark.


    Ich habe ein Lyra Dorian Mono mit einem Boron-Nadelträger und einem Micro-Ridge Abtastdiamanten. Es kann Mono- und Stereoplatten wiedergeben (Stereo-Platten halt nur in Mono). Die Bedienungsanleitung enthält leider keine Verrundungsradien, bei meinem Lyra Delos (Stereo, Nachfolgesystem zum Dorian) sind es 2,5 mal 75 müh.


    Lyra Dorian Mono


    Mit dem Dorian Mono spiele ich meine Mono-Schallplatten. Es sind "Neupressungen", Mono-Platten vor 1970 - 1980 habe ich nicht.


    Mit der Wiedergabe vom Dorian Mono bin ich sehr zufrieden. Glasklar, tonal ausgewogen, sehr geringe Störgeräusche.


    Aber mache ich mir mit dem scharfen Nadelschliff auf Dauer meine Mono-Platten kaputt? Wie gesagt, ich bin verunsichert.


    Grüße

    Gunter

    Hallo,


    mal wieder ein Bild:


    Ortofon Vienna


    Ortofon Vienna


    Das MC-System habe ich gebraucht (mit ganz wenig Betriebsstunden, danach mehrere Jahre unbenutzt in der Schublabe gelegen) gekauft.


    Es hat einen Rubin-Nadelträger mit einem Fritz Gyger 80 Abtastdiamant (5 x 80 müh).


    Zuerst war ich etwas enttäuscht - das Vienna klang nicht dynamisch und räumlich eng. Aber nach einer Einspielphase von rund 30 Stunden ist es zu ganz großer Form aufgelaufen.


    Nun zeichnet es sich durch großen Detailreichtum, prima Raumdarstellung und sauberen Bass aus. Eine Höhenanhebung ist mir nicht aufgefallen. Klanglich ist es dem Ortofon Windfeld (das erste, habe ich -nicht das aktuelle TI-) ziemlich ähnlich. Die beiden Systeme habe ich jedoch nicht explizit verglichen.


    Leider hat der aufsteckbare Nadelschutz einen Teil des "Vienna"-Schriftzugs weg radiert. Bei Ortofon-Systemen dieser Bauform ist das oft so. Ortofon sollte sich da mal eine Verbesserung überlegen.


    Grüße

    Gunter

    Hallo,


    bei mir läuft das Dynavector Te Kaitora Rua an einem popeligen, fast 40 Jahre alten Technics SL 1200 Mk. II. Bei dem habe ich den besseren Tonarm des M5G nachgerüstet (eff. Masse ebenfalls 12 Gramm). Der Dreher ist symmetrisch an einen Creek Windsor Pho-Pre mit 212 Ohm angeschlossen.


    Die Klangeindrücke von Horst (neutral, ausgewogen, detailreich, gut durchhörbar, nie nervig, sauberer Bass) kann ich voll und ganz bestätigen.


    Das Te Kaitora Rua habe ich gebraucht hier im Forum gekauft und bin mit ihm äußerst zufrieden.


    Dynavector Te Kaitora Rua - Nahaufnahme


    Die großen Lyra-Systeme (Kleos, Scala) habe ich nicht. Aber das "kleine" Delos spielt bei mir an einem ebenfalls fast 40 Jahre alten Technics SL 1210 Mk. II mit Tonarm vom M5G, symmetrisch an einem Creek Windsor Phono-Pre mit Abschlusswiderstand 130 bis 390 Ohm (je nach Platte, mehr Ohm, mehr Präsenz und Höhen). Das Delos spielt grundsätzlich auf der hellen (über den Abschlusswiderstand aber gut beeinflussbaren) Seite, ist noch detailverliebter, hat jedoch einen einen weicheren Bass. Das lässt sich trotzdem entspannt und lange hören. Nur bei den überpräsent aufgenommenen 80-er-Jahre Pop-Platten (plärrig, zischelig) kommt keine Freude auf. Da nervt es ziemlich schnell.


    Grüße

    Gunter

    Aktuelle Preise der Cadenzas bei Thakker (das war nebem dem Vertrieb ATR ausdrücklich genannt) beispielsweise:

    - Red 1.149 Euro (+ 100 Euro)

    - Black 2.399 Euro (+ 100 Euro)


    Wenn ATR mehr Geld will, werden die sich gegen günstigeren Marktpreise der bekannten Händler schwer tun.


    Grüße

    Gunter

    Hallo,


    zu den Pro-Jects einige Seiten vorher kann ich auch noch was beitragen.


    Ein Dreher in der Klasse unter den exclusiven Signature-Laufwerken. Es ist ein Pro-Ject Xtension 9 S-Shape. Der hat einen S-förmigen Alu-Tonarm mit kardanischer Lagerung und mit 15 Gramm eff. Masse. Das sollte für viele MC-Systeme passen. Der Azimut lässt sich am Armrohr hinten (kurz vor dem Lager) oder am Headshell (das bevorzuge ich, da ich mehrere Tonabnehmer auf Headshells vormontiert einsetze) einstellen.


    Der VTA kann an der Tonarmbasis eingestellt werden - 2 Inbus-Schrauben aufdrehen, Tonarm in der Höhe verstellen, sich über die Verdrehung des ganzen Arm ärgern. Meine Technics-Dreher sind da mit ihrer großen Ringverstellung mit klarer Beschriftung deutlich komfortabler. Aber auch mit etwas Geduld und Feingefühl gelingt am Pro-Ject eine passende Einstellung.


    Der Dreher hat Merkmale eines Masselaufwerks (Alu-Teller 5,4 kg schwer, Chassis mit Metall-Granulat gefüllt, Gesamtgewicht 16 kg) und eines (Sub-Chassis) gefederten Laufwerks (3 magnetisch gefederte und höhenverstellbare Füße, magnetisch unterstütztes invertiertes Tellerlager).


    Der Anschluss an den Phono-Pre kann mit den (auswählbaren) Kabeln von 5-Pol-Standard-Tonarmstecker auf Cinch oder XLR erfolgen.


    Mit meinem Ortofon Windfeld MC-System und dem symmetrischen Anschluss am B.M.C. MCCI Signature ULN (Stromverstärker, daher keine Einstellung des Abschlusswiderstands nötig und möglich) spielt das Gespann zu meiner vollen Zufriedenheit.


    Pro-Ject Xtension 9 S-Shape mit Ortofon Windfeld


    Viele Grüße

    Gunter

    Liebe Forumsmitglieder,


    bitte ignoriert diesen Thread von Burkie. Er hat dieses Thema bereits seitenlang im HiFi-Forum besserwisserisch ausgewalzt. Als er dort nun gehörig Gegenwind bekommen hat, taucht er nun hier auf, um weiter zu provozieren.


    Burkie: Du bist auf meiner Ignorierliste.


    Grüße

    Gunter

    Hallo,


    normalerweise bin ich ein Freund der leiseren Töne. Aber ab und zu darf es auch mal richtig krachen. Damit zum Beispiel:


    analog-forum.de/wbboard/gallery/index.php?image/148389/


    MC5 - Kick Out Jams (1969, Elektra Records)


    Live-Aufnahmen vom 30./31.10.1968 in Russ Gibb's Grande Ballroom on the Zenta New Year in Detroit. Ungehobelter Rock, kann als Vorlage für den späteren Punk durchgehen, extra laut, klingt nicht so toll, und ist auch über 50 Jahre später noch voller Power. Klasse!


    Ich habe leider nur die zensierte LP mit "Brothers and Sisters" in den Ansagen, weil man ja "Mo....Fu....." nicht sagen darf.


    Grüße

    Gunter

    Hallo Dieter,


    ein Bild des Pro-Jects findest du hier.


    Zum Tonarm:


    Er ist kardanisch gelagert, ist mit 15 Gramm mittelschwer und hat eine SME-konforme Wechselheadshell. Seltsamerweise bekommt man diese verchromten Headshells nicht in Deutschland, ich habe mir einige dieser Teile in England gekauft.


    An ihm spielen auch etwas härtere MC-Systeme, z.B. Ortofon Vienna (Compliance 12), Transfiguration Spirit Mk. III (Compliance 12) und Ortofon Valencia (Compliance 12), sehr schön.


    Einen direkten Vergleich mit anderen Tonarmen habe ich nicht. Die Tonarme meiner Technics SL 1200/1210 (die Magnesium-Arme des M5G) mit einer effektiven Masse von 12 Gramm kommen mit diesen Tonabnehmern ebenfalls gut zurecht. Aber bei den oben aufgeführten härteren Systemen habe ich leichte Vorteile des etwas schwereren Pro-Ject-Tonarms bemerkt.


    Zum B.M.C. - Phono-Pre


    Den habe ich vor 3 Jahren gebraucht bei e... gekauft. Er hat wie neu ausgesehen. Dann habe ich ihn bei B.M.C. auf die aktuelle Version "MCCI Phono Signature ULN" aufrüsten lassen. Das 43 cm Vollformatgehäuse ist komplett voll mit Elektronik. Die nicht so ganz günstige Aufrüstung habe ich nicht bereut. Der Pre ist absolut ruhig - weder Rauschen, noch Brummen - auch bei extremen Lautstärken. Geht aber nur mit MC und symmetrischem Anschluss (XLR). Ich habe noch 2 Creek Windsor Phono-Pres (an den Technics-Drehern), die nach meinen Erfahrungen hervorragend klingen. Aber die Kombination Xtension 9 und MCCI kann an meiner Anlage da noch etwas zulegen. Das ist meine höchst subjektive Empfindung.


    Fotos siehe hier.

    Hallo,


    hier mal Bilder von meinem B. M. C. MCCI Phono Signature ULN Phono Pre.


    B. M. C. MCCI Phono


    analog-forum.de/wbboard/gallery/index.php?image/147824/


    Den habe ich vor 3 Jahren gebraucht bei e... gekauft. Er hat wie neu ausgesehen. Dann habe ich ihn bei B.M.C. auf die aktuelle Version "MCCI Phono Signature ULN" aufrüsten lassen. Das 43 cm Vollformatgehäuse ist komplett voll mit Elektronik. Unter den kupfernen Abdeckungen sind jede Menge winziger SMD-Bauteile versteckt.


    Die nicht so ganz günstige Aufrüstung habe ich nicht bereut. Der Pre ist absolut ruhig - weder Rauschen, noch Brummen - auch bei extremen Lautstärken. Geht aber nur mit MC und symmetrischem Anschluss (XLR). Ich habe noch 2 Creek Windsor Phono-Pres (an den Technics-Drehern), die nach meinen Erfahrungen hervorragend klingen. Aber die Kombination Xtension 9 und MCCI kann an meiner Anlage da noch etwas zulegen. Das ist aber meine höchst subjektive Empfindung.


    Grüße

    Gunter

    Hallo,


    mit diesen High-Tech-Träumen kann ich nicht mithalten.


    Für den Hausgebrauch tut es bei mir dieser Dreher:


    analog-forum.de/wbboard/gallery/index.php?image/147822/


    Es ist ein Pro-Ject Xtension 9 S-Shape. Er hat statt des üblichen Carbon-Arms einen Alu-Tonarm mit einer effektiven Masse von 15 Gramm. Ich bin zufrieden mit dem Dreher. Das originale Stecker-Netzteil habe ich gegen ein S-Booster-Analog-Netzteil ersetzt.


    Grüße

    Gunter

    Hallo,


    bei mir spielt auch ein Ortofon Windfeld (Foto ist nicht so toll, zu wenig Licht wegen starker Bewölkung).


    analog-forum.de/wbboard/gallery/index.php?image/147808/


    Es läuft an meinem Pro-Ject Xtension 9 S-Shape (mit S-förmigem Alu-Tonarm mit 15 Gramm effektiver Masse) und meinem B.M.C. MCCI Phono Signature ULN (Phono-Pre nur für MC-Systeme, nur XLR-Eingang, Stromverstärker - daher ist kein Abschlusswiderstand einzustellen). Diese Kombination gefällt mir sehr gut, insbesondere weil sie mit Musik jeglicher Stilrichtung stets sehr harmonisch klingt.


    Das Windfeld habe ich vor 2 Jahren hier im Forum gebraucht gekauft.


    Grüße

    Gunter