Posts by SL-1210

    Hallo,


    ein Oldie aus den frühen 80er Jahren. Spielt aber einwandfrei.



    Dynavector Karat 23R


    23 steht für den nur 2,3 mm langen Nadelträger, das R steht für den Nadelträger aus Rubin.


    Grüße

    Gunter

    Hallo,


    meine "Waffe" gegen alle Platten, die irgendwie dunkel, muffig oder dumpf klingen:


    analog-forum.de/wbboard/gallery/index.php?image/117852/


    Lyra Delos


    Normal schließe ich es in meiner Kette mit 130 bis 180 Ohm ab. Bei recht dunkel gemasterten Platten kommen mit 270 bis 330 Ohm deutlich mehr Höhen, so dass es für mich dann halbwegs ausgeglichen klingt.


    Keine Sorge, Tonarmhöhe und Auflagekraft stimmen. Das Delos ist halt ein "Tiefflieger". Probleme mit welligen Platten habe ich dennoch nicht.


    Grüße

    Gunter

    Hubert T


    Hallo Hubert,


    beim WRD-System des Cadenza Black geht es wohl um eine mechanische Bedämpfung im System, also nichts elektrisches. Ortofon schreibt in der Cadenza-Brochure zum Cadenza Black:


    "It also uses the WRD (Wide Range Damping-system), controlling the

    high and low frequency damping separately."


    In der Broschüre zum Vorgänger-System "Jubilee" (meine Einschätzung, kann auch nicht stimmen) ist das WRD in einer Querschnittszeichnung genauer dargestellt.



    Mein Bruder hat das Cadenza Black in seinem Pro-Ject Extension 10 (über 20 kg Gewicht, 10 Zoll Carbon-Tonarm mit 9 g eff. Masse) drin. Dort hat das Cadenza Black stets deutlich heller und anspringender geklungen als auf meinen alten Technics SL-1200/1210 (12 g eff. Masse). Das haben wir im A/B-Vergleich von Aufnahmen der gleichen Platten mit dem gleichen Phono-Pre rausgehört.


    @all


    Nun wieder zurück zum eigentlichen Thema. Wie wäre es mal mit einem richtigen Hochaus (19 mm hoch) von Tonabnehmer?


    Ortofon MC 25FL



    Dieser Oldtimer (wurde 2009 nochmal aufgelegt) rockt ordentlich los bei guter Detailauflösung. Die räumliche Darstellung ist genau so wie die optische Erscheinung: eher hoch als breit.


    Viele Grüße

    Gunter


    Hallo Winfried,


    du hast natürlich recht. Es ist kein Wide-Range-Dumping-System sondern ein Wide-Range-Damping-System. In meinem Beitrag #253 habe ich es nochmal falsch geschrieben. Das lasse ich aber trotzdem so stehen.


    Ich bitte um Verzeihung für diesen schweren Fehler. Aber immerhin habe ich es geschafft, auf gut deutsch von einem Dämpfungssystem zu schreiben.


    Liebe Grüße

    Gunter

    Hallo Peer,


    die Beschreibung von Klangunterschieden mit Worten ist nicht einfach. Ich probiere es trotzdem einmal.


    Die Ortofon-"Tanker" - Systeme sind grundsätzlich sehr neutral, haben aber einen durchgehenden Familienklang. Als typisch habe ich den minimal betonten, "knorrigen" Bass erkannt (keine Klangverfärbung, nur eine geringe Colorierung - erhöht den Spassfaktor). Alle Systeme stellen eine breite Bühne dar und können die einzelnen Instrumente exakt abgrenzen und sauber abbilden.


    Valencia


    Mein Einstieg in diese Ortofon-Serie und immer noch einer meiner Favoriten. Es hat den hier im Forum manchmal geschmähten Fine-Line-Diamanten. Die Kritikpunkte kann ich nicht bestätigen - es spielt detailreich und auch in der Innenrille unverzerrt. Natürlicher Klang, im Präsenzbereich ein klein wenig zurückhaltend. Vielleicht bewirkt das den "samtigen" Klangeindruck. Meine Elvis-LPs spiele ich stets mit dem Valencia, weil es mir so am besten gefällt (speziell die Live-Alben). Das Valencia reagiert kaum auf eine Erhöhung des Abschluss-Widerstands. 100 Ohm und gut ist es.


    Cadenza Red


    Das Cadenza Red ist dem Valencia recht ähnlich. Kein Wunder, da die technischen Daten fast gleich sind. Trotzdem sind mir Unterschiede aufgefallen. Das Cadenza Red bringt etwas mehr Höhen und klingt dadurch leicht heller und anspringender. Eine Erhöhung des Abschluss-Widerstands führt zu mehr Höhen. Ortofon gibt 50 - 500 Ohm vor. Ich nehme meist um 200 Ohm.


    Cadenza Bronze


    Das Bronze mit dem Diamanten mit dem Ortofon-Replicant-Schliff holt m. E. noch mehr Details aus der Rille raus und kann die einzelnen Instrumente noch exakter abbilden. Von der tonalen Ausrichtung ist es näher beim Valencia als beim Cadenza Red. Dafür müsste die laut Stereo-Test minimale Präsenzsenke verantwortlich sein. Mit einer Erhöhung des Abschluss-Widerstands lässt sich das merklich ändern. Am oberen Rand der von Ortofon empfohlenen Spanne (50 - 200 Ohm) ist mir der Präsenzbereich klar stärker vorgekommen.


    Cadenza Black


    Das Cadenza Black (Boron-Nadelträger mit Shibata-Diamant) halte ich für ein absolut neutral klingendes System. Eine Präsenzsenke ist mir nicht aufgefallen. Besonders gut gefällt mir die natürliche Mittenwiedergabe. Detailauflösung genau so gut wie beim Bronze. Das Black hat das WRD-Dämpfungssystem (WRD Dumping System) und reagiert nicht besonders stark auf Änderungen des Abschluss-Widerstands. Ortofon empfiehlt mehr als 10 Ohm. Nach meinen Erfahrungen halte ich 100 - 220 Ohm für günstig.


    Ist das Black nun besser als das Bronze? Das weiß ich nicht. Es kommt drauf an, was mehr gefällt (Geschmackssache). Spitze sind beide, jedes auf seine Art.


    Jubilee


    Siehe meinen Beitrag unter #250.


    Viele Grüße

    Gunter

    Hallo Ludwig,


    das MC Jubilee hat Ortofon 1998 zum 80-jährigen Firmenjubiläum herausgebracht. Näheres siehe hier https://www.ortofon.com/mc-jubilee-p-631-n-4873 (lade dir für weitere Infos auch die MC Jubilee Brochure runter, Link unten rechts).


    Die technischen Daten des Jubilee sind denen des Cadenza Black sehr ähnlich. Auch der Aufbau der Systeme (Generator, Magnetsystem, Gehäuse) ist fast gleich. Nadelträger jeweils Boron, Nadel jeweils Shibata 6/50, Compliance je 16, Innenwiderstand je 5 Ohm, Ausgangsspannung J. 0,34 milli V, C. 0,33 milli V, Abtastfähigkeit bei 315 Hz J. 100 C. 90, Frequenzgang 20 Hz bis 20 kHz je +1,5 dB / -0 dB. Beide Systeme haben das WRD Dämpfungssystem (Wide Range Dumping System).


    Ich halte das Jubilee für den Vorgänger des Cadenza Black.


    Trotz sehr ähnlicher technischer Daten klingen die Systeme unterschiedlich. Das Jubilee bringt etwas mehr obere Höhen, das Cadenza Black kontert mit wunderbar natürlichen Mitten. Die Unterschiede sind nicht groß. Also Geschmackssache. Beide Systeme klingen neutral und ermöglichen entspanntes Hören und machen Lust auf noch eine Platte.


    Grüße

    Gunter

    Hallo Hubert,


    die Kombination der LH 6000 Headshell mit dem Cadenza sieht hervorragend aus.


    Leider kann ich die LH 6000 Headshell nicht mit meinen Technics Tonarmen verwenden. Mit Erfahrungen kann ich daher nicht dienen. Von unten einschrauben wird wohl nicht gehen, da die Gewindegänge im Cadenza nicht durchgängig sind (unten zu).


    Die Technics Headshell ist mit nur 7,5 g ein echtes Leichtgewicht. Laut Ortofon-Internetseite wiegt die LH 6000 13,5 g. Da die Cadenzas recht schwer sind (11 bis 11,5 g mit Schrauben) könnte ich die zusätzlichen 6 g des LH 6000 nicht mehr ausbalancieren. Ich muss bereits mit der leichten Technics-Headshell das Zusatz-Gegengewicht hinten am Tonarm einschrauben.


    Ich nehme M2,5 Edelstahlschrauben, 4 mm lang. Die habe ich bei einem Schraubenhändler über ebay gekauft (10 Stück für 2 - 3 EUR). Unter der Schraube ist noch eine kleine Kunststoff-Beilagscheibe. Die Schlitze in der Technics-Headshell sind oben breiter (5 mm) und unten enger (3 mm). In den breiteren Teil passen die Schraubenköpfe rein, viel Luft ist aber nicht.


    So sieht das ganze dann aus:


    analog-forum.de/wbboard/gallery/index.php?image/122518/


    Viele Grüße

    Gunter

    Hallo,


    hier ist meine Ortofon MC - "Tankerflotte". Die Gehäuseform erinnert mich immer an einen Öltanker.



    Cadenza Black




    Cadenza Bronze




    Cadenza Red




    Jubilee




    Valencia




    Die Systeme laufen abwechselnd auf drei Drehern (Technics SL-1200 Mk. II, SL-1210 Mk. II, Pioneer PLX-1000).


    Grüße

    Gunter

    Hallo Tobias,


    Deinem Klangwunsch könnte das Ortofon Valencia (MC-System) entsprechen. Bei mir spielt es an meinen alten Technics SL 1200 / 1210 zu meiner vollen Zufriedenheit. Es passt auch von den technischen Daten (Gewicht 10,7 Gramm, daher einschraubbares Zusatzgegengewicht nötig, Compliance 12) sehr gut zum mittelschweren Tonarm (12 Gramm) des Technics.


    Schau mal in den Thread "Ortofon Quintet Black versus Cadenza Red" rein, da habe ich den Klang des Valencias versucht zu beschreiben.


    Das Valencia ist leider recht teuer geworden und liegt mit 950 EUR über Deinem Budget. Ortofon bietet aber einen Eintausch- und Upgrade-Service an. Da würde Dein Rondo Red angerechnet und vielleicht passt es dann in Dein Budget.


    Grüße

    Gunter

    Hallo Thomas,


    das Ortofon Quintet Black kenne ich nicht. Zu den Ortofon Cadenzas, Ortofon Valencia, Lyra Delos, Benz Ace L (das ältere, nicht das aktuelle SL) kann ich was sagen, diese Systeme habe ich.


    Cadenza Red: neutrale Abstimmung, kräftiger und knorriger Bass (wie alle Cadenzas), ausgewogene und feine Höhen, vielleicht minimal angehoben, keine Präsenzsenke, lebendig/spielfreudig. Kein Auflösungswunder oder Analysesystem, aber sehr geschlossene und m. E. stimmige Wiedergabe. Reagiert vernehmlich auf Erhöhung des Abschlusswiderstands (höher = hellerer Klang, Herstellerempfehlung 50 - 500 Ohm). Unkritisch in der Justage.


    Valencia: Ähnlich wie das Cadenza Red (technische Daten sind fast gleich), aber insgesamt samtigerer (wohl wegen einer geringen Präsenzsenke), aber trotzdem ausgewogener Klang. Eines meiner Lieblingssysteme. Spielt bei mir mit der Herstellerempfehlung 100 Ohm, keine Reaktion auf eine Erhöhung des Widerstands. Unkritisch in der Justage.


    Cadenza Bronze: Ähnlicher Klangcharakter wie das Cadenza Red, aber höhere Auflösung (ohne zu analytisch zu wirken), noch etwas feinere Höhen, minimale Präsenzsenke. Sehr schöne Raumdarstellung. Kann halt alles noch ein wenig besser als das Cadenza Red. Ich habe es im oberen Bereich der Herstellerempfehlung (50 - 200 Ohm) abgeschlossen. Genaue Justage nötig, vielleicht wegen des scharfen Replikant-Nadelschliffes (5/100).


    Für alle der genannten Ortofon-Systeme gilt: schwere Systeme (10,7 Gramm), eventuell Zusatz-Gegengewicht erforderlich. Eher niedrige bis mittlere Compliance von 12. Sie passen damit gut zu mittelschweren Tonarmen (bei mir Technics SL1200/1210 mit 12 Gramm).


    Lyra Delos: Ganz anderer Klangcharakter als die Ortofon-Systeme. Kräftger Bass, etwas weicher und nicht knorrig. Sehr hohe Auflösung und außerordentliche Detailfülle. Geringe Präsenzsenke gefolgt von einem deutlichen Höhenanstieg. Daher nicht so neutral wie die Ortofon-Systeme. Über den Abschlusswiderstand lässt sich der Höhenanstieg sehr stark beeinflussen. Bei mir spielt es zwischen 130 Ohm (weniger Höhen) und 270 Ohm (Höhenfeuerwerk), wobei ein etwas heller Klangcharakter stets bleibt. Ich nehme das Delos als Wunderwaffe gegen dunkel gemasterte neue Platten und dumpfe 70er-Jahre-Platten. Für die oft überpräsent klingenden 80er-Jahre-Platten halte ich es für weniger geeignet.


    Benz Ace L: Das Gegenteil vom Lyra Delos. Obere Höhen (ab 9 oder 10 kHz) etwas abgesenkt (2-3 dB). Dadurch warmer Klangcharakter mit prägnantem Bass und schmelzigen Stimmen. Aber auch eher dunkler Klangcharakter mit weniger Details und wenig Spielfreude. Nicht so mein Fall. Abgeschlossen mit 500 Ohm bis 1 kOhm.


    Klang mit Worten zu beschreiben, ist wirklich schwierig. Meine Eindrücke sind natürlich subjektiv und abhängig von meiner Gerätekombination - und daher nicht allgemeingültig.


    Grüße

    Gunter