Posts by wgh52

    Die Frage nach komprimierter Tonübertragung ist (mindestens) dreigeteilt.


    Datenreduzierung spart Speicherplatz, was in den 90er und 00er Jahren durchaus ein Thema war, weil die Speichermedien teuer und kleiner waren.


    Datenreduzierung spart Geld, weil mit z.B. mit 64k-Streaming kostengünstig viele Kanäle bedient werden können.


    Kompression bringt Umsatz weil komprimierte Tonübertragung komprimiert besser in akustisch gestörten Umgebungen mit besserem Störabstand gehört werden kann, sei's über Ohrhörer an belebten Straßen, in der S-Bahn oder im Auto im Flugzeug usw... Es ist als Folge des Musik überall Phänomens. Man könnte (heute) Störreduzierung zwar auch im Endgerät machen, aber zu Zeiten der Kompressionseinführung war die "noise cancelling" Technonolgie im Endgerät noch viel zu teuer und jetzt ist sie halt eingeführt.


    Die Zeit geht nur vorwärts und wir "Qualitätshörer" sind inzwischen eine bedrohte, exotische Spezies.


    Grüße,

    Winfried

    Freunde,


    wie oft drehen wir uns noch im Kreis? Hier mal Posting Nr. 11:


    Viel Spaß beim Musikgenuss mit optimierter bzw. optimal empfundener Musikreproduktionsanlage :meld:


    Grüße,

    Winfried

    An sich ja. Allerdings haben symmetrische Kabel idR eine höhere Kapazität als coaxiale Aufbauten. Und bei einer Länge von 7 Metern ist dann irgendwann Schluss mit lustig. Ich würde mx 1,25 Meter nehmen, besser 75 cm und das am besten noch geschirmt.

    OK... Ich hatte (fehl)interpretiert, dass die Verbindung vom PhonoVV zum Verstärker 7m wäre. Vom Tonabnehmer zum PhonoVV würde ich 7m Kabel unbedingt vermeiden, den PhonoVV zum Dreher bringen und per symm. Verbindung zum Verstärker leiten.


    Grüße,

    Winfried

    Holger,


    leider hast Du meine eigentliche Frage, nämlich die nach einem Beispiel der von Dir beschriebenen digitalen Regelung im Audiobereich, nicht beantwortet.


    Grüße,

    Winfried

    Hallo Normen,


    ich stimme Jürgen insofern zu, dass wenn es funktioniert und gut klingt kein Grund zur Sorge besteht.


    7m sind aber für (unsymmetrische) Cinch Kabel bereits ein ziemlich grosse Länge, bei der es schon zu Störungseinstreuungen kommen kann (Stichworte: LED Beleuchtung, kleine Lade-Schaltnetzteile, DECT Telefonie, Mobiltelefonie, usw.). In solchen Fällen sind symmetrische Verbindungen (meist mit XLR Stecksystemen) als Lösung vorzuziehen.


    Grüße,

    Winfried

    Holger,


    im Audiobereich kenne ich bisher keine digitale Regelung, also ein System, das mit Sensorik das Ausgangssignal abtastet, einen DSP füttert und dann Fehler durch Gegenkopplung minimiert. Analog macht das in Echtzeit. Bitte teile as Du in diesem Bereich kennst! Das interessiert mich sehr, vielleicht hast Du einen Link?


    Nur der Vollständigkeit für geneigte Leser halber (und nicht belehrend gemeint): DSPs, die mit gemessenen Daten bestimmte Vorausentzerrungen am Steuersignal für die Lautsprecher vornehmen, sind "Steuerung" und eben keine "Regelung", die definitionsgemäß immer eine Rückkopplungsschleife beinhaltet.


    Grüße,

    Winfried


    PS: Sorry, diese Diskussion führt uns off-topic, aber ich konnte es einfach nicht so stehen lassen... :saint:

    Ich befürchte, nix.

    Das sind erprobte Uraltschaltungen, was ja erstmal nix schlechtes ist. :)

    Stimmt genau! Uraltschaltungen funktionieren und klingen auch gut! Aber in welchem Sinne (also Deiner Meinung nach, denn es gibt weder Definition von high-end, noch Konsens darüber was es bedeutet) sind Deine Nennungen dann high-end?


    Grüße,

    Winfried

    Gerne versuche ich mich an einer Definition, doch ist diese recht komplex, da sich diese über die letzten 30 Jahre im Bereich der Musik Wiedergabegeräte stark verändert hat....

    Hallo Jürgen,


    vielen Dank für Deine ausführliche Abhandlung und die Arbeit damit! Nachdem ich auch seit den frühen 70ern im HiFi-Wahn bin war das wie Geschichtsbuch lesen ^^ und die Entwicklung sehr gut mitvollziehbar.


    Nur am Rande: Der Burmester 777 stammt wirklich aus 1977. Hab ihn damals in Berlin beim Händler auch mal geöffnet gesehen und die Operationsverstärkeraufdrucke waren (vielsagenserweise8o) sorgfältigst entfernt. Den Preis fanden wir damals "sehr teuer", waren aber (noch) keine High-End Fans und hatten auch keine Ahnung von Kalkulation...


    Grüße,

    Winfried

    High End?


    Ganz einfach, das ist Alles, was von veritablen Dummköpfen bevorzugt wird.

    Ich lege Wert darauf, dass ich Schakti/Jürgen bewußt gefragt habe weil er sich so gut wie ausschließlich im hochpreisigen Audiosegment betätigt, sich dort anscheinend sehr wohl fühlt und auskennt. Deine Implikation war nicht Hintergedanke meiner Frage an Ihn, von daher finde ich das teilzitat meiner Frage und deine Antwort nicht angemessen.


    Grüße,

    Winfried

    Hallo Volkmar,


    soweit ich anderweitig hier im Forum gelesen habe:

    - sind beim Rundfunk heute alle Quellen und vor allem ALLE Übertragungen zu den Sendern digital(isiert)!

    - nutzen so gut wie alle Sender standardmäßig mehr oder weniger Kompression


    Insofern ist Dein Klangeindruck verständlich, denn Klarheit und Verständlichkeit sind das Ziel der Sender, speziell auch für Hörer im Auto. Letztere sind eine der wichtigsten Zielgruppen der heutigen Radiosender.


    Radiomoderatoren sind Angestellte, die Medien und Geräte nach Vorgaben nutzen und bedienen, die Ihnen ihr Arbeitgeber vorgibt und eben gerade NICHT die Entscheider über die Klangqualität usw.!


    Alles nicht schön, da bin ich bei Dir.


    Grüße,

    Winfried

    Hallo Jürgen,


    mal von einem, der das können müsste: Wie definierst Du die Audio Kategorie High-End? Ich bin ja der Auffassung, dass High End nicht allgemein definiert ist und alle Interessierten da ihre eigenen Maßstäbe ansetzen...


    Danke und Grüße,

    Winfried

    Also wenn man sich die Geräterückseite ansieht gibt's für beide Eingänge parallel ein Anschlusspaar "Last". Last kann elektronisch gesehen ohmsch oder kapazitiv (oder induktiv ;)) sein, oder auch eine Kombination aus diesen.


    Also: Der Rat in je einen (leeren) Cinchstecker (ohne Kabel dran) einen 83kOhm Widerstand vom zentralen Anschluss zum Aussenringanschluss zu löten und diesen Stecker dann bei "Last" einzustecken ist erstmal richtig!


    Sollte die Kapazität noch Vergrösserung benötigen, kann man parallel zu dem Widerstand noch einen Kondensator geeigneter Dimensionierung einlöten.


    Und falls eben nur die Lastkapazität vergrössert werden muss, lötet man halt nur ein C ein und keinen Widerstand.


    Vielleicht hilft die Zusammenfassung ja... :)


    Grüße,

    Winfried

    Bezüglich Kalkulation sollte man das Kind nicht mit dem Bade ausschütten! Der von Bernie geschilderte Fall mag extrem sein, aber die Firmen müssen halt rechnen und letztendlich Gewinn machen, sonst ist das Geschäft sinnlos.


    Ich habe gerade kürzlich das Netzteil eines sehr gut beleumundeten PhonoVV aufgeschraubt (NT neu allein ca. 580€), weil die gemessenen Ausgangsspannungen bei +15,0V/-15,6V lagen (sind nicht abgleichbar...). Drin war eine eigentlich konventionell aufgebaute LM317/337 Netzteilschaltung, sauber mit Ringkerntrafo, 10mF CRC Siebung und PTC Einschaltstrombegrenzung, sauber aufgebaut und sorgfältig gemacht, aber an sich nichts Raffiniertes. Der Materialwert dürfte bei 100€ liegen. Eine kurze Recherche zeigte mir ein betriebswirtschaftliches Kalkulationsbeispiel, das komischerweise einigermaßen zu passen scheint. Auf jeden Fall interessant sowas mal durchzulesen um Wissen zu erweitern, ich lasse das ansonsten mal unkommentiert... ;)


    Grüße,

    Winfried

    These: High-End heißt ja "hohes/oberes Ende" und nicht "Oberklasse" oder "gehobene Mittelklasse"... Letzteres wird auch nicht zum HIgh-End nur weil es sich wenige Leute leisten können oder weil es gut klingt.


    These: High-End ist geprägt durch hohen subjektiven Nutzwert (hauptsächlich wahrgenommene Qualität) und/oder hohen Prestigewert (hauptsächlich ausgedrückt durch hohen/höchsten Preis).


    Beispiel: 150kg schwere Plattenspieler im sechsstelligen Preisbereich sind High-End Technik mit High-End Preis.


    Meinung: Ob echte High-End Käufer den Nutzwert wirklich zu schätzen wissen halte ich für fragwürdig, der Presigewert ist da oft...meist (z.B. bei neureichen Millionären in östlich gelegenen Ländern ;)) wohl eher im Vordergrund.


    Meinung: High-End HiFi ist nicht definiert und darum mMn nicht zielführend diskutierbar.


    Grüße,

    Winfried

    Nun ja... Das Interview fasst Linkwitz' Lebenswerk und seine Erkenntnisse zusammen, wofür ich ihn seit Jahrzenhten sehr hoch schätze!


    Über High-End insgesamt sagt er meines Erachtens nach eigentlich wenig, was er sagt ist eingeschränkt auf "manche teure Lautsprecher"... und man sollte ihn da nicht überinterpretieren. Wir sollten uns hüten High-End generell gering zu schätzen, es gibt da richtig Gutes! Damit ist nicht gesagt, dass High-End das einzig Wahre wäre!


    Und auch da hat Herr Linkwitz recht: "Richtig gut", "gut genug" usw. sind rein individuell subjektive Einschätzungen und eigentlich nicht diskutabel, sondern eben nur individuell erfahrbar. Blindtests helfen da Linkwitz' Meinung nach auch nicht weiter und da stimme ich zu, weil das Blind-Erlebnis zu stark von der normalen Hörsituation abweicht. Also ist allseitige Toleranz gefordert!


    Danke und RIP Sigfried Linkwitz!

    Grüße,

    Winfried

    Ludwig,


    Ferndiagnose ist immer sehr schwierig. Es könnte durchaus eine Kleinigkeit sein, da muss jemand mit Messgeräten dran, der auch die Schaltung kennt/hat. Nachdem die Signalstärke noch angezeigt wird, könnte der gesamte HF Teil noch OK sein und erst der Teil ab Demodulation könnte betroffen sein, es könnte einfach die Mutingschaltung einen Defekt haben oder es könnten Kondensatoren "schwach geworden" sein. Du siehst eine Menge "könnte"!!


    Eine Revision ist nicht so weit hergeholt wie es vielleicht scheint, die Bauteile halten nicht ewig. Vielleicht muss es ja auch keine Komplettrevision sein, sondern Bauteile wie Elkos, Relais, Steckkontakte und Lötstellen im Zuge der Reparatur mit geprüft und ggf. erneuert werden. Vielleicht reichen dann wenige hundert Euro... das weis man nicht.


    Auf jeden Fall ist ein MR-78 ein wirklich schöner, guter Tuner, in den nach sooo vielen Jahren etwas zu investieren sich (vor dem Hintergrund, dass UKW nicht ewig lebt) jetzt noch lohnen sollte.


    Grüße,

    Winfried

    Hallo Peter,


    falls ich Dich recht verstehe möchtest Du mit Innenantenne weit entfernte Sender erreichen. Ohne die Alternative einer Aussenantenne wird sehr schwierig weil die Empfangssignsale weit entfernter Sender ja schon schwach sind und z.B. durch Hauswände erheblich weiter geschwächt werden, was auch der Grund ist warum hauptsächlich Ortssender störungsfrei über Deine jetzige Antenne empfangbar sind. Die Effektivität von Innenantenennen ist leider mit höherem Kufpreis nur wenig besser. Ich halte eine Aussenantenne, in Deinem Fall vielleicht sogar eine mit Richtwirkung, für ziemlich unabdingbar.


    Noch etwas zur Senderauswahl: Ich habe von Klassikradio über UKW auf Bayern4 und andere öffentlich rechtliche Sender über SatRadio gewechselt, höre Klassikradio gar nicht mehr. Warum? Das Klassikradio Audiosignal ist wirklich deutlich hörbar komprimiert! ..ich find's nicht schön. Im Auto ist das OK, beim zu Hause hören unangenehm.


    SatRadio kopple ich per AC-3 Stream (Dolby 2.0) vom (dunkelgeschalteten) Fernseher mit Toslink über einen Ligawo Decoder in meine Anlage ein. Das ist (bei öffentlich rechtlichen Sendern wegen relativ hoher Übertragungsrate) angenehm, fast so wie UKW.


    Ob Dir das weiterhilft weis ich nicht, aber nachdem ich meine Außenantenne abbauen mußte, kann ich nur sagen, SatRadio ist für mich eine gute Alternative (allermeistens besser als Internetradio)!


    Grüße,

    Winfried