Posts by wgh52

    Volkmar


    ich möchte das Thema eigentlich gar nicht breit treten, aber eines kam in meinem Beitrag nicht so gut rüber: "Referenz" bedeutet "Bezug" und nicht "das relativ Beste" oder "das absolut Beste". Das Wort "Referentklasse" wurde von der HiFi-Presse als Bezeichnung für "das relativ Beste" hochgehyped. Man hätte z.B genauso gut ein oder mehrere Geräte aus den 50ern, 70ern oder ... als Referenz(en), sprich: stabile Bezugspunkte beibehalten können, dann wäre der klangliche Fortschritt abbildbar, was man ja aber industrieseitig vielleicht gar nicht will... ;););)


    Wir driften hier :off: , etwas ins etwas philosophische, darum schließe ich hier.

    Grüße,

    Winfried

    Referenz ersetzt Referenz, genial:love:


    gruß

    volkmar

    Na Volkmar...


    Die "Referenz" ist im allgemeinen Sprachgebrauch nichts weiter als ein Bezugspunkt, in anderen Definitionen ist sie eine persönliche Empfehlung. Von daher gesehen ist sie relativ, nicht absolut. Sie ist ohne Weiteres gegen eine andere Referenz austauschbar!


    Ja: Eine Referenz ersetzt die vorherige und ist damit genauso valide (oder eben nicht ;) ).


    Wir sollten den Begriff "Referenz" vermeiden (mbM): Er ist im HiFi-Bereich dermaßen überbenutzt, überdehnt und mißbraucht worden, dass er (mMn) zur bloßen Worthülse (englisch "hype" oder "b...s...") und damit so gut wie bedeutungs- bzw. gewichtslos geworden ist.


    :D:D:D


    Grüße,

    Winfried

    Hallo Christian,


    danke für den aufschlussreichen Artikel! Womit neben der Eingangsfrage nun auch die Prioritätseinordnung des VTA/SRA leichter fallen sollte :) ;)


    Grüße,

    Winfried


    PS: Messen und Einstellen macht "trotzdem" Spaß und gibt manchen (mich eingeschlossen) ein gutes, entspanntes Gefühl ^^

    Hallo Tom,


    ich versuch's mal:


    Bei Ansteuerung des Tonabnehmers mit einem (mechanischen) Sinussignal bekommt man als elektrisches Messergebnis bei Spektrumdarstellung eine Auffächerung des resultierenden Abtastsignales im Frequenzbereich:

    1. Die eigentlich gewollte Signalpegelspitze bei der durch die Drehgeschwindigkeit der LP bestimmten Frequenz

    2. Dazu gesellen sich weitere, kleine Pegelspitzen bei höheren Frequenzen der durch (Wandler-)Verzerrungen entstandenen Oberwellen (Klirr), also bei 2*f1, 3*f1 usw. (also bei n*f1 und bezeichnet als k2, k3, usw....).


    Nimmt man nun zwei (weit auseinanderliegende) Sinussignale, und stellt das Abtastergebnis wieder als Spektrun dar bekommt man ein komplexeres Bild:

    1. Die eigentlich gewollten zwei Signalpegelspitzen f1 (niedrig) und f2 (hoch) bei den durch die Drehgeschwindigkeit der LP bestimmten Frequenzen

    2. Dazu gesellen sich weitere Pegelspitzen bei höheren Frequenzen der durch Wandler-)Verzerrungen entstandenen Oberwellen jeweils beider Signalfrequenzen (also Klirr bei n*f1 und n*f2, siehe oben)

    3. Die beiden Signalfrequenzen f1 und f2 treten allerdings (leider) auch (z.B. durch den Nadelkontakt in der Rille) miteinander in Interaktion, genannt "Intermodulation". Es bilden sich z.B. um die höhere Nutzsignalpegelspitze sogenannte Seitenbänder aus, bestehend aus kleinen Pegelspitzen bei f2-1*f1, f2+1*f1, f2-2*f1, f2+2*f1, .... (also bei f2 +/- n*f1)


    Klirr und IM sind also zwei verschiedene Effekte mit verschiedenen Ursachen. Ich hoffe das hilft zum Verständnis.


    Grüße,

    Winfried

    Meine Erfahrungen mit Bi-Wiring werden hier interessanterweise doch bestätigt. An meinen passiven 3-Weg-LS hatte Bi-Wiring Anschlüsse (Bass und Mittel/Hochton), an die ich recht gute (versilberte) QED Bi-Wire-Kabel anschloss. Aber gegenüber Single-Wire war da so gut wie kein Unterschied. Auch mit Bi-Amping gab's dann nichts weltbewegend unterschiedliches (oder den Aufwand rechtfertigendes..) zu hören. Ich stieg dann auf 3-Weg-Vollaktivierung mit komplett neuer Weichenabstimmung um und dabei ist's dann geblieben, weil sich's für mich klanglich so sehr gelohnt hat... ;) :/


    Grüße,

    Winfried

    Hallo Heinrich,


    meine Methode in solchen Fällen: Den Umbau mindestens zwei Wochen ganz normal und entspannt auch nebenbei hören, ohne einen Vergleich im Kopf zu machen, und dann mal zurückbauen um dann zu hören wie's ursprünglich war. Das kann mEn viel bei der Entscheidung helfen, bei welcher Version man bleibt.


    Grüße,

    Winfried

    Konrad,


    ja, das kann man so sehen, aber hatte halt über ein Jahr mit der aufwendigeren Anlage sehr zufrieden und überzeugt Musik gehört. Hintergrund ist ja auch, dass Anlagen durchaus mit der Zeit durch Verbesserungen "historisch wachsen" und dann Überraschungen bieten können...


    Grüße,

    Winfried

    Hallo Micha,


    soweit ich erinnere (mag falsch oder zu einfach sein...), hat der VTA/SRA mit dem Schneidstichelwinkel beim Schneiden der Matritze zu tun und wird auf diesen Schnitteingestellt um optimal abzutasten. Es gibt da lange und breite geometrische Abhandlungen, die auf den SRA eingehen, die IM Minimierung per Tonarmlagerhöhe scheint die beste messtechnische Methode zur Optimierung zu sein. Man kann das wohl auch nach Gehör, speziell mit Zimbeln und lauten hohen Frauenstimmen machen, aber ich hab das nicht geschafft... Die optimale Tonarmhöhe ist aus dem zuvor gesagten folgend übrigens nicht zwingend(!) mit exakt horizontalem Tonarmrohr verbunden!


    Als Software kann man Adjust+ benutzen (so man es hat...) aber auch andere Pakete wie z.B. Real Time Analyzer von esseraudio.com, die Spektren von einer externen Quelle in Echtzeit darstellen können, sind geeignet.


    Grüße,

    Winfried

    Tom,


    Adjust+ kann mit der zugehörigen Testplatte harmonische Verzerrungen messen, aber ein Band mit 2-Ton-Signal für Intermodulationsmessungen ist nicht dabei. Als Messsoftware könnte Adjust+ im FFT Messmodus zwar Intermodulation als Spektrum darstellen, aber man braucht halt eine LP mit einem 2-Ton-Signal, sonst kann ja nichts "intermodulieren" ;)


    Welche Test LPs enthalten 2-Ton-Signale? Sowas wie 60Hz & 3000Hz oder ähnliche Kombination...


    Damit kann man unter Nutzung der FFT Darstellung die IM Produkte zwischen den Nutzsignalen sehen und per Tonarmhöheneinstellung zu verändern/verringern versuchen. Die genauen IMD Zahlenwerte sind mMn zweitrangig, die Minimierung des IMD Spektrums erstrangig.


    Grüße,

    Winfried

    Naja...


    Ich habe einen HiFi-Freund der sehr wissenschaftlich ans Hobby herangeht und meinte genau zu wissen was er tut und was das bringt. Das führte schrittweise zu mehr und mehr und mehr Aufwand in der Kette, mit hörbar positiven Unterschieden. Eines Tages schmiss er einen vermeintlich wichtigen, den Klang verbessernden, Teil testweise mal 'raus . Und: Es klang besser "ohne"! ...also besser mit weniger Aufwand und weniger Geräten in der Kette. Das muss zwar bei weitem nicht immer, überall und in allen Fällen so sein, ist aber mMn einen Test wert um sich selbst mal wieder zu "erden" ;)


    Grüße,

    Winfried

    Leutchen,


    dieser Thread läuft ja sehr interessant, aber ich möchte nochmal auf die Ausgangsfrage zurückkommen, denn die optimale Einstellung von VTA/SRA ist für mich immernoch ein Fragezeichen.


    Also: Wäre die Messung und Minimierung von Verzerrungen (z.B. Intermodulation wie Analogmagic es scheinbar macht) also ein gangbarer Weg? Wie ginge das ohne hunderte € auszugeben?


    Ich suche nach einem Weg das zu messen, weil ich mir das per Ohr sehr mühsam vorstelle, aber Justagen unabhängig von der Güte der Hörbarkeit gerne "richtig" habe.


    Danke und Grüße,

    Winfried

    Danke Reinhard!


    Ja, an der Ecke Seoul-Station, Seoul-Tower, Itaewon... war ich eigentlich schon paarmal unterwegs, aber "shopping" ist nicht so meins... Nächstes Mal shoppe ich also mit und seile mich in diesen Laden ab 8o ^^^^^^


    Grüße,

    Winfried

    Hallo Reinhard,


    in welcher Bahnstation ist das? U-Bahn Shoppingmalls gibt's in Seoul ja quasi an jeder grösseren der gefühlt unendlich vielen Stationen! Ich will da hin wenn ich nächstes Mal Verwandschaft besuche... :meld:


    Grüße,

    Winfried

    Ich justiere nach Parallelschablone mit 20 / 23 Grad Anriss den Nadelträger

    Zu dieser Methode habe ich eine Verständnisfrage:


    VTA ist doch der "vertcal tracking angle", also der Winkel unter dem die Nadel in die Rille taucht. Baut bzw. "vertraut" diese Methode (den Winkel des Nadelträgers als Maß für den eigentlichen VTA zu nehmen) zu nehmen darauf, dass alle Nadeln in allen Nadelträgern in exakt gleichem Winkel im Nadelträger sitzen und dass die 20°/23° bei allen Nadelträgern richtig sind? Was ist da der (theoretische) Hintergrund?


    Danke und Grüße,

    Winfried

    Hallo Leute,


    ich hege den schwerwiegenden Verdacht, dass Heinrich von einem Röhrenverstärker und der Beschaltung dessen Ausgangsübertragers spricht. Ich kenne mich aber mit Röhrenelektronik schlecht aus, kann darum nicht antworten.


    Heinrich,


    stell doch bitte ein Foto/Bild der Schaltung ein, dann ist's einfacher Rat zu geben.


    Grüße,

    Winfried

    Zur Ausgangsfrage:


    Gesagt wurde: Niemand "braucht" zwei Plattenspieler.

    Man könnte auch sagen: Niemand "braucht" einen Plattenspieler

    Oder: Niemand "braucht" HiFi


    Aber lassen wir das, es ist ein Hobby und z.B. ich möchte einen Plattenspieler im Wonhzimmer und einem in meinem HiFi-Raum. Bei mir ist der besondere "Spleen", dass ich auf beiden Drehern den gleichen Tonarm mit Wechseltonarmen haben will, um mit denselben TS Systemen auf beiden Drehern hören zu können. Ich suche zwar noch das erschwingliche Laufwerk für den Zweitdreher, aber da möchte ich hin. Ob dass im Sinne der Frage "sinnvoll" ist weis ich nicht ;)


    Grüße,

    Winfried

    Hallo Horst,


    es gibt Untersuchungen über Deinen Ansatz (leider habe ich keinen Link...), die ergaben, dass eine rein subjektiv akustische Subwoofereinbindung sehr ungenau ist, um nicht zu sagen zum Scheitern verurteilt ist: Der Sub wird selbst durch Profis subjektiv schon Pegel zu laut eingestellt. Die Phase ist nochmal eine weitere Komplikation.


    Für mich ist die Einbindung eines Subwoofers daher dasselbe wie die Erweiterung einer Box um einen weiteren Weg, also z.B. von 2-Weg-Box auf 3-Weg aus zwei Satelliten und einem Sub. Das mit der Schwierigkeit, dass der 3. Weg gemeinsam und von den Boxen räumlich getrennt ist, zusätzlich im Bereich der stärkeren Raummoden "erschließt" (mit zusätzlichen Antidröhnnotwendigkeiten). Fazit: Ich mache keine Sub-Einbindung ohne akustische Messtechnik!


    just my 2 cents worth...


    Grüße,

    Winfried