Posts by silberfux

    Abba war schön auf Partys. Sogar mein schon damals ziemlich träges Tanzbein fing da an zu jucken. Ich habe ein paar LPs im Bestand, jedoch jahrelang nicht mehr aufgelegt. Damals hat Abba den Zeitgeist gut getroffen. Heute finde ich die Musik von Abba ziemlich belanglos und die neue Platte kenne ich nicht und habe auch keinen Drang, sie zu hören. Andererseits ist es doch ok, wenn Abba eine neue Platte rausbringt. Niemand muss sie kaufen oder sich anhören, wenn es ihn nicht interessiert. Zeichnet sich übrigens ein Hit wirklich dadurch aus, dass man ihn nicht nach einigen Minuten nachsingen kann? BG Konrad

    Hallo Volkmar, natürlich verstehe ich, was Du meinst. Meine Abwägung zwischen puristischem Perfektionismus und der Möglichkeit eines möglichst gut passenden Ausgleichs unbestreitbarer physiologischer Effekte durch eine gute Loudnessfunktion, einer Anpassung an den Raum durch Klangregler und einer Erhöhung des Bedienungskomfort durch sonstige Tools fällt halt anders aus. Die betr. Eigenart des menschlichen Gehörs besteht ja unabhängig davon, ob man vor einer sehr guten oder nur vor einer guten oder gar weniger guten Anlage sitzt. Unterschiedlich ist da allenfalls, ob eine Kompensation vorhanden ist und in welcher Art und Güte. Wenn andere Hörer trotzdem sagen, sie bräuchten keine Kompensation usw. bzw. verzichteten zwecks Perfektionierung darauf, dann ist es natürlich ihr gutes Recht. Und ich sehe darin auch keine Bevormundung.


    BG Konrad

    Durch die ungewisse Lebenserwartung von UKW und die digitale Konkurrenz sind die Preise für entsprechende Tuner verfallen - mit Ausnahmen für Spitzengeräte. Ob man letzteres braucht, muss jeder selber entscheiden. Ich persönlich bin mit dem digitalen und analogen Hörfunkangebot meines Kabelnetzproviders zufrieden, so dass UKW hier nicht mehr benutzt wird. Außer im Auto, aber auch dort bevorzuge ich, falls empfangbar, DAB Plus. Auch für Weck- und Küchenradios bevorzuge ich DAB Plus. BG Konrad

    Alibifunktion, was soll damit gemeint sein? Freundlich gemeint ist es vermutlich nicht. Vielleicht meint es so etwa, dass man sowas nicht benötigt, wenn man sich eine richtig gute (und entsprechend teure) Anlage zulegt. Wenn das zuträfe, wäre eine Loudnessfunktion auf solchen Anlagen in der Tat entbehrlich. Ob das zutrifft, kann ich mangels solcher Anlage nicht beurteilen. Vielleicht sind in manchen dieser Anlagen entsprechende Mechanismen verbaut, ohne dass es verlautbart wird?


    Wenn Verstärker unterhalb dieses hohen Niveaus eine Vorrichtung zur Kompensation von Eigenheiten des menschlichen Gehörs haben, würde ich das jedenfalls nicht als Alibifunktion, sondern als nützliche Funktion zu Ausgleich von physiologischen Schwächen bezeichnen. Ich verstehe nicht, was es an einer solchen Funktion zu kritisieren gibt, zumal wenn sie abschaltbar ist. Ansonsten gibt es hier, wie bei vielen technischen Lösungen, gute und weniger gute.


    BG Konrad

    Heil dir, König Konrad, du unser Retter des HiFi-Volks!

    Danke für das Kompliment aber ich ahne bei Dir schon, dass es eher spöttisch gemeint ist. Natürlich ist mir klar, dass ein einzelner User da nichts bewirken kann, und ich hatte es auch entsprechend als Ironie gekennzeichnet. Wenn jedoch sagen wir mal 50% der Analogfans dieses Forums ihr Kaufverhalten entsprechend anpassen würden, sähe das vielleicht schon ganz anders aus. Nun gut, das wäre ein Wunder und Wunder gibt es recht selten. Also zahlen wir dann eben weiter jeden Preis und ermuntern die Hersteller, die Grenzen auszutesten. BG Konrad

    Bei Amazon Prime finde ich die heutige Platte nicht. Ich verzichte bewusst auf das Angebot prominenter Streamingdienste, weil schon das Musikangebot, auf das ich ohne zusätzliche Kosten Zugriff habe (d.h. alles, was auf meinem NAS ist , sowie Amazon Prime, das ich aus sonstigen Gründen ohnehin abonniert habe,) meine zeitlichen Ressourcen weit übersteigt. Das wäre also nach meiner Bewertung selbst gemachter Stress und den brauche ich schon überhaupt nicht. Auch Tag und Nacht Musik hören muss ich nicht. BG Konrad

    Für heute habe ich nur 2 Tracks im Archiv, bei denen Billy Gibbons auch nur mitspielt, nämlich einmal hier Les Paul & Friends - American Made World (2005) sowie in einem Konzert mit BB King. Da wir ohnehin Besuch haben, werde ich mich wohl heute Abend meinen Enkeln widmen. BG Konrad

    Danke, auf jeden Fall wäre das möglich. Um Nachhaltigkeit geht es mir da jedoch offen gestanden weniger als um die Vermeidung von Kosten. So habe ich auch von Anfang an die Spitzenklasse ausgelassen und Abtastsysteme ganz überwiegend gebraucht gekauft bzw. auch retippen lassen. Die paar in der Schublade vorhandenen Einsteigersysteme werden dort noch lange verweilen müssen, weil die montierten Systeme noch nicht schwächeln und ich, sobald es fällig wird, zunächst nach den Besseren greifen werde. BG Konrad

    Wie gesagt, ich habe mir auferlegt, erstmal den vorhandenen Vorrat an Abtastern abzunudeln, bevor ich einen neuen kaufe. Mal sehen, wie lang ich das noch durchhalte. Aber ich bin da schon seit mindestens 2 Jahren standhaft geblieben - und trage somit nach den Marktgesetzen dazu bei, dass wegen der dadurch geringeren Nachfrage die Preise nicht weiter erhöht werden können ;) . BG Konrad

    Moin Konrad, mir ist es total egal wie Ortofon, Benz oder sonst welcher Hersteller kalkuliert.

    Schlussendlich entscheide ich, ob mir ein Produkt seinen Preis wert ist.

    Ob ich es mir dann leisten möchte oder kann ist dann wieder ne ganz andere Geschichte ;)

    Hallo Achim, das kann ich unterschreiben. Die Kalkulation ist letztlich egal, denn der Endpreis ist normalerweise entscheidend. Relativ vielen Leuten ist der Preis allerding egal und das ist natürlich ein Anreiz für die Hersteller, möglichst viel rauszuholen. Unangenehme Lage für die vielen anderen Käufer, denen der Preis nicht egal ist. BG Konrad

    Hallo Tony, gerade im obersten Preissegment soll es da einen relativ hohen Anteil von Handarbeit geben, wo sich die Lohnsteigerungen nicht beliebig durch Produktivitätssteigerungen ausgleichen lassen, schon weil Handarbeit hier gern als Qualitätsargument verwendet wird. BG Konrad

    Hi, wenn die Anbieter ihre Kalkulation nicht transparent machen, was sie natürlich nicht machen müssen und aus Wettbewerbsgründen auch nicht machen werden, werden sie damit leben müssen, dass entsprechende Spekulationen angestellt werden. Diese sind ja nicht frei aus der Luft gegriffen und damit reine Teesatzlesereien, sondern ich würde sie eher als grobe Schätzung auf Grundlage einiger mehr oder weniger ermittelbarer Teildaten nennen. So lassen sich auf jeden Fall die durchschnittlichen allgemeinen Lohnsteigerungen im Herstellerland im Bezugszeitraum statistisch ermitteln. Auch die Steigerung der Rohstoffkosten in relevanten Bereichen sollte so ermittelbar sein. Ja ich weiß, welche genaue Relevanz diese Daten in der Kalkulation von Ortofon haben, ist natürlich wiederum geheim. Aber ein Gefühl dafür, was von den Preisen auf notwendigen Anpassung an gestiegene Kosten bedeutet und was nicht, kann man schon entwickeln. Der eigentliche Hebel läge bei den Käufern, aber da sind wie mehrfach gesagt zu viele dabei, denen der Preis mehr oder weniger egal ist und damit die normalen Marktmechanismen leer laufen lassen. Ich bin kein Sozialist rufe damit hier nicht nach staatlicher Preisregulierung o.ä., dennn wir befinden uns im im Luxusbereich eines ohnehin teuren Hobbies und nicht bei Tarifen für lebenswichtige Dinge wie Wohnungen, Energie usw., bei denen man nur sehr begrenzt sagen könnte: "Dann eben nicht". BG Konrad

    Das ist richtig, aber Spekulationen sind in der Marktwirtschaft ebenso wenig verboten wie Preiserhöhungen 8) . Letztlich ist es auch egal, ob und wie die Preiserhöhungen kalkulatorisch begründbar wären, denn es steht in der Marktwirtschaft jedem Interessenten frei, ob er zu dem aufgerufenen Preis kauft oder den Kauf unterlässt. BG Konrad

    JoDeKo: Ich habe doch nicht gesagt, dass sich die Anbieter Zurückhaltung auferlegen sollen, sondern festgestellt, dass sie sich gegenwärtig keine Z. auferlegen. Ich habe auch nicht gesagt, dass sie dazu verpflichet wären, sich zurück zu halten. Es ging jedoch um die Frage, ob sich die Preiserhöhungen im vollen Umfang durch Inflation und Kostensteigerungen bei Material und Arbeitsaufwand begründen lassen oder ob die Anbieter halt mal ausprobieren, was am Markt noch so geht. Da bin ich schon der Meinung, dass neben den Erhöhungen, die auf Kostensteigerungen usw. beruhen, die Anbieter versuchen mitzunehmen was nur geht. Ja, das ist nicht verboten und durchaus üblich. Üblich ist auch, dass das Vorgehen von Anbieter zu Anbieter und für jedes einzelne Produkt unterschiedlich sein kann und dass sich auch durch zwischengeschaltete Händler noch Veränderungen ergeben können. Ob die Käufer das mitmachen wollen und können, ist eine andere Frage. Da es aber offenbar genügend Käufer gibt, denen es bei ihrem Hobby auf ein paar hundert Euro nicht ankommt, können die Anbieter ihre Preise bisher weitgehend durchsetzen. Mal sehen wie lange noch. BG Konrad

    Leider sind viele Käufer dabei, denen der Preis mehr oder weniger egal ist und alles Andere als peinliche Knauserigkeit ansehen. Dann ist es doch kein Wunder, dass die Anbieter sich keine Zurückhaltung auferlegen müssen, und neben der Weitergabe von eigenen Kostensteigerungen im Bereich Material und Löhnen, die vor allem im Luxussegment eine in Relation zum Verkaufspreis eher geringe Rolle spielen dürften, halt mal so ausprobieren, was noch so geht. BG Konrad