Posts by derausserirdische

    … und vor allem was für eine Serie der Grados hast Du verwendet: Serie 1 oder 2 oder 3. Das macht einen ganz erheblichen Unterschied. Sollte es ein Serie 1 System gewesen sein, dann könnte ich deiner Einschätzung wahrscheinlich zustimmen.


    Aber ich habe noch kein Serie 2 oder 3 Grado Wood System gehört was in den genannten (deinen) Kriterien die Regas oder gar das OM20 nicht in den Schatten stellt.


    Den Unterschied zu diesen Systemen empfinde ich schon als drastisch. Nicht mal ein OM40 kann solch einem Grado nahe kommen. Und schon so überhaupt nicht im Bewertungskriterium Musikalität, Ausdruck und Strahlkraft.


    T`schuldige, wenn ich da anderer Meinung bin. Aber es kann ja auch die deutlich andere Kette sein und vor allem der Dreher Typus, den ich verwende.


    Ansonsten danke für deine Erfahrungen. Solche Erfahrungsberichte braucht das Forum. Weiter so.


    Highfidele Grüße,

    Jürgen

    Hi Unbekannter,


    da sich der Thread auf das AT150MLX bezieht, welches ich habe, kann ich nur dazu etwas sagen, wobei ich davon ausgehe, daß die Schwester Abnehmer sich ähnlich verhalten.


    Nach meinen Versuchen läuft das AT150MLX mit 1,6g - 1,7g VTF am besten. Ich habe derzeit auf 1,6g eingestellt. Je leichter man wird desto luftiger wird es, aber auch desto schlanker wird der Bass. Man muss also auf anderen Wegen dann etwas am Bass machen, wenn es jemand zu dünn unten herum wird.

    Jedoch ist der Unterschied zu 1,5g nicht allzu groß muss man auch sagen. Stellt man auf die Mitte der Empfehlung, ich glaube das sind 1,25g ist mir das alles zu dünne ganz ehrlich gesagt.


    Meine Empfehlung liegt deshalb zwischen 1,5g bis 1,75g, Optimum bei 1,6g - 1,7g. Bei 1,7g ist der Bass richtig gut bei diesem System, wenn die Kette es dem AT150MLX recht macht wohl gemerkt.


    Bei 1,6g kommt zur präzisen und guten Basswiedergabe noch eine sehr gute Raumdarstellung zum Tragen. Hier ist für mich der Punkt des besten Kompromisses beim VTF zwischen sehr guter Raumdarstellung und guter Basswiedergabe für dieses System gefunden. Wird man leichter so wird dieses System schnell Höhen lastig und tendenziell ein wenig spitz und der Bass wird schnell recht flach.


    Im Übrigen tastet das AT150MLX überragend ab. Bei 1,6g sind das auf meiner Messplatte zwischen 90um und 100um im F.XR Tonarm. Bei 1,7g hatte ich auch schon mal 100um einwandfrei abtasten können, das ist das Ende meiner Messplatte.


    Außerdem kannst Du ja leicht ein kleines, unauffälliges Gewicht auf oder am Headshell anbringen.


    Vielleicht hilft Dir das.


    Highfidele Grüße,

    Jürgen

    Hi Achim,


    ich kann zu deinem durchaus nicht an jeder Ecke stehenden Gerätepark nicht viel sagen, da ich die Geräte nicht kenne. Aber die würde ich auch nicht hergeben wollen ehrlich gesagt - hört sich alles lecker an.


    Ausprobiert oder mindestens gehört habe ich einige der Yamaha Geräte und auch 2 oder 3 der kleinen NAD`s allerdings auch älterer Serien. Grundsätzlich stehe ich auf den Yamaha Sound, aber nur im Heimkino. Weil diese Vorstufen gnadenlos detailiiert und voll ablösend von den LS spielen. Dazu noch neutrale oder auch tendenziell leicht analytisch spielende Endstufen (ich habe Parasound HALO`s nun hintendran installiert vor kurzem, da die alten Parasound Endstufen nach 20-25 Jahren nach und nach mit trockenen C`s eingegangen sind). Da klingt ein Dino, der ohne Musik über den Sand läuft wie eine Kulisse, die einem die Haare abschneidet oder die Hölle einfrieren läßt. Der “Angstfaktor” ist durch diese Auslegung maximal - ich liebe es wohlgemerkt im HK!


    Für Stereo klingt es allerdings zu analytisch für meinen Geschmack. Zwar ist Ablösung und Raumillusion derart präsent, daß es auch emotionell ist, aber da fehlt mir dann doch der minimale Schuß Wärme in der Musik und der Bass der Mains ist derart präzise, daß dann auch mir die “guten” Oberwellen fehlen in der (Stereo)Musik. Ich habe allerdings den Luxus eine Stereo Anlage und eine HK Anlage seperat und unterschiedlich auslegen zu können. Trotzdem spannend ist auch das durch die bis an den Anschlag ausgereizte Raumillusion selbst bei digitaler Zuspielung. Deshalb kann ich durchaus verstehen warum die Leute einen Yamaha VV gern betreiben in Stereo. Sowas kann auch “anmachen”.


    Die NAD`s haben mir dem gegen über nie wirklich gefallen, obwohl ich vom 356er immer gute Kritiken lese. Ganz ehrlich alle NAD`s, die ich bislang hörte klingen für mich nach Mainstream aus dem Mediamarkt, deshalb habe ich die immer stehen lassen oder nach dem Test zurück gegeben.


    Alle Einsteiger VV - und ich dachte Du suchst Geräte in der 1000€ Klasse - haben die kleinen Rotel`s immer ausgestochen. Die spielten schon in den alten Varianten wie ein großer VV irgendwie ganzheitlich ohne nennenswerte Schwäche. Ein RA-1062 hatte allerdings nicht die Kontrolle für einen Lautsprecher dessen Bassmembranen starke Kontrolle brauchen.


    Das bei Rotel schon in den Einsteiger Serien leicht überdimensionierte Netzteil (großer Trafo, gute und schon groß dimensierte Glättungs C`s) tut Wesentliches dazu. Das ist meistens die Schwäche der Einsteiger Linien wegen dem Rotstift, der im Netzteil immer angesetzt wird. Rotel weiß, daß guter Klang auf großen, üppig dimensionierten Netzteilen basiert. Inzwischen machen das alle Hersteller in ihren goßen Linien von VV so egal ob Röhre (Beispiel: Octave) oder Transistor (Beispiel: Symphonic Line oder auch Accuphase).


    Der A14 hat enorm gute Bauteile eingebaut für den Preisrahmen. Mir haben alle Varianten, die ich länger hier hatte RA-1062 - RA-12 und nun der A14 gut gefallen. Aber erst mit dem A14 hat man einen großen Schritt nach vorn getan. Der A14 ist fürs Geld für mich fertig designed. Da gibt es nicht mehr viel zu verbessern, da muss man ganz eindeutig dann doch wie Du schreibst in die Klasse 3-4k€ gehen mindestens.


    So ganz nebenbei, da ich kein Streaming Fan bin, wir sind ja auch im analog Forum, aber manchmal will ich auch nur was nebenher dudeln lassen, aber in vernünftiger Qualität. Neben dem überraschenden Play-Fi von DTS im Rotel T14 Streamer / Radio ist noch der aptX fähige BT Eingang des A14 ganz erstaunlich, wenn man den mit HD Material eines guten Streaming Dienstes speist. Da war ich wie beim Play-Fi auch erst mal platt was mit solchen Technologien schon geht digital durch die “Luft”.


    Zwar mag ich den analogen Klang des T14 mit UKW am analogen Eingang des A14 (durchgehende analog Strecke), aber was dieser neue AKM DAC im A14 kann ist schon State of Art. Ich kenne nur noch die ESS Sabre DAC`s, die gleich gut wie die neuen AKM`s sind, aber einen Schuß Wärme noch in den Klang bringen. Mir gefällt das bei dem Detailreichtum minimal besser. Aber AKM kann mit der aktuellen DAC Serie mit ESS und etwas anderer klanglichen Auslegung ihrer DAC`s nun gleichziehen. Beide DAC`s sind State of Art für mich im Moment.


    Gerade für deinen Neutralitätswunsch halte ich aber den AKM vielleicht für die bessere Wahl. Die große Yamaha Vorstufe (CX-A5200) hat zum Glück noch die großen ESS Sabre DAC`s drin ist aber trotzdem eine eigene Show digital gespeist. Wer auch digital zuspielt beim A14 braucht keinen externen DAC mehr, der ist am Ziel in dem Preissegment. Fernseher, einfachere BRP oder CDP profitieren stark von der DAC Sektion des A14. Nur die Apple TV Geräte sind derart lausig designed (und das sage ich als Apple Fan), daß selbst ein durchschnittlich designter Toslink Ausgang eines Einsteiger TV da schon besser ist. Sarkasmus an. Apple hat damit das Rennen um den schlechtesten digitalen Ausgang, den ich kenne, gewonnen. Sarkasmus aus. Selbst meine Frau hört das bereits nach einigen Sekunden. Das ist eine Schande für Apple finde ich und deren Preisstrategie.


    Mein Fazit: Der A14 ist für mich im Einsteiger Segment eines der besten Angebote. Bei der Recherche zum A14 bin ich von einem Freund auf ein weiteres sehr spannendes Gerät aufmerksam gemacht worden, daß wohl dem A14 sehr nahe kommt. Leider konnte ich Dank Corona auf die Schnelle keinen finden den zu testen. Es ist der Cambridge CX-A81 zum LP von etwa 1200€. Er ist der nächste Konkurrent zum A14 finde ich.


    Allerdings kann ich zum klanglichen Vergleich aus oben genannten Gründen nichts sagen, aber der ist auch klasse bestückt und hat ESS Sabre DAC`s drin, aber leider nur drei digitale Eingänge. Ich brauche vier DAC Eingänge in meiner Konfiguration, aber das braucht bei Weitem nicht jeder. Außerdem bietet der CX-A81 noch ein paar XLR Eingänge, auch nicht zu verachten. Der A14 hat nur unblanced Eingänge auf der analogen Seite. Aber den CX-A81 könntest Du Dir auch anschauen.


    Ich wage mal zu sagen auf Grund der Bestückung und Auslegung, der CX-A81 spielt auf dem selben Level wie der A14, aber einen Ticken wärmer sagen wir musikalischer, der A14 wird präziser sein und arbeitet Details und Räume vermutlich noch besser heraus. Das wäre meine Erwartungshaltung bei einem Vergleichstest zu Hause zumindest ohne daß ich den Test gemacht habe. Dazu noch den A-S701, das wäre schon ein super spannender 3er Vergleich unter deinen Vorgaben hier im Thread.


    Ich schätze es wird keinen Sieger zwischen den beiden Rotel und Cambridge geben, sondern wie so oft nur den Unterschied in den Geschmäcker der Zuhörer aufzeigen. In meinen Ohren würde der Yamaha vermutlich etwas abfallen, aber das mögen andere Geschmäcker auch anders sehen das ist klar. Der Cambridge ist für mich die spannendste Alternative in diesem Segment zum A14 und unter deiner Fragestellung.

    Dennoch ist bestimmt keines dieser drei Geräte ein Ausfall unter deinen, interessanten Vorgaben wie ich finde. Danke einmal an Dich für eine solche, andere Fragestellung. Ich lese das gerne.


    Schönen Sonntag und highfidele Grüße,

    Jürgen

    Hi Achim,


    interessante Fragestellung, die Du hier aufgeworfen hast. Für mich auch spannend, weil ich für meine Frau im Kellerbastelraum eine kleine Zweitanlage mit ganz ähnlicher Zielrichtung für den Vollverstärker aufgebaut habe diese Tage und vor derselben Frage stand.


    Allerdings sind die klanglichen Vorraussetzungen in dem Kellereraum sehr ungünsitg, da nur 215cm lichte Höhe und die Lautsprecher müssen zwangsweise weit in den Ecken stehen. Weitere Bedingungen auf die die neue Zweit(Stereo)anlage ausgerichtet sein mußte ist, daß durch die geringe Raumhöhe die Höhen etwas “verschluckt” werden und durch die relative Eckaufstellung die Bässe verstärkt werden in der Regel.


    Entgegen kam mir bei der Auskegung der Anlage, daß meine Frau einen “fetten”, Bass lastigen Sound mag (ich stehe auf weitgehend neutrale Wiedergabe) und für die Frau des Hauses muss auch ein wenig an die Optik gedacht werden, was für mich nur eine geringe Rolle bei der Auslegung einer Anlage spielt. Ist vielleicht bei vielen Paaren so verteilt … 😉


    Daß die klangliche Signatur des Raumes auch so ist wie sie ist weiß ich von verschiedenen Versuchen mit Anlagen, die ich schon dort ausprobiert habe. Letztlich ist das ein Bastel-, Flöt- und Malzimmer und kein Tonstudio, aber es muss halt Krachen können nach Aussagen meiner Frau. Nun gut was habe ich gewählt unter diesen Vorraussetzungen.


    Als Box habe ich mich für die neue Focal Chora 826 entschieden, die fürs Geld ganz enorm aufspielt, den ganzen Frequenzbereich abdeckt und normal aufgestellt enorm erwachsen klingt. Und die man immerhin nicht so ganz weit weg von der Wand aufstellen muss. Naja so 30cm hinter Box habe ich immerhin und auch ein wenig Platz zu den Seitenwänden.


    Da eigentlich jede Box dort unten an dem Platz Bass lastig klingt und die niedrige Decke die Höhen dämpft sollte der VV straff, präzise sein und bei der Aufstellung der Anlage ein wenig Neutralität einhauchen. Und entgegen meinen sonstigen Vorlieben nicht nur ein Draht mit Lautstärkeregler sein, sondern es sollten Höhen und Bässe einstellbar sein. Außerdem brauche ich um die Anlage kompakt zu halten einige digitale Eingänge mit einem guten Wandler.


    Etwas mehr vielleicht als dein Anforderungsprofil. Der VV musste also, um die leichte zu erwartende Verfärbung durch die Eckposition und niedrige Deckenhöhe ein wenig kompensieren zu können top neutral oder gar minimal auf der analytischen Seite des Hifi Lebens liegen. Eine gute Kontrolle der Chassis durch den VV würde auch diese Eigenschaften zu befördern. Wie Du siehst ein ganz ähnliches Anforderungsprofil wie bei Dir an die Verstärkung.


    Ich habe schon früher mit Yamaha experimentiert, Vollverstärker, Vorverstärker und Endstufen dieses Herstellers erfüllen oft diese Parameter wie auch hier schon geschrieben wurde. Im Heimkino betreibe ich auch die große Yamaha Vorstufe, die nicht extrem aber deutlicher auf der analytischen Seite liegt, was ich im Heimkino auch genauso haben will. Mir ist das bei Yamaha für den Keller Einsatzzweck aber zuviel an Analytik ehrlich gesagt. Ich will es bei diesem Anwendungszweck weitgehendst neutral und etwas weniger Analytik wie ich es bei Yamaha bekomme.


    Ich hatte schon mehrfach vorher mit den unterschiedlichsten Rotel VV experimentiert, die preislich und Klassen mäßig zu einer 1400€ Box passen. Entgegen dem was ein Vorredner sagte bin ich nicht der Meinung, daß Rotel Verstärker immer warm klingen. Das war schon vor Jahren nicht der Fall, sorry. Das trifft vielleicht auf die großen Modelle zu aber nicht auf die kleinen Serien. Ganz im Gegenteil wurde die kleine Serie bei Rotel meist auf Neutralität ausgelegt. Beim RA-1062 konnte man vielleicht noch einen kleinen Hauch Wärme hören, schon der RA12 war sehr neutral mit guter Präzision und recht detailreicher Wiedergabe. Der neuere A14 ist sehr deutlich präziser und leicht analytisch angehaucht. Seine Detail Verliebtheit ist in der Preisklasse mindestens selten, allerdings kenne keinen Einsteiger Verstärker, der diese Eigenschaften so kann. Komplett das Gegenteil von warm!


    Der A14 ist für den Preis der präziseste VV, den ich bislang getestet oder betrieben habe um es mal klar zu sagen. Und er geht auf diesem Level so weit an die Frequenzenden wie kaum ein anderer VV in der sagen wir mal erweiterten 1000€ Klasse und dafür bekommt man das Teil bei einem LP von 1280€. Allerdings weiß ich, daß es wie bei vielen Produkten derzeit auch eine Lieferzeit gibt bei Rotel.


    Leider ist es bereits bei diesem VV so, daß er schon sehr genau zeigt was vom Frontend kommt. Heißt gute Quellen klingen extrem gut und schlechte Frontends werden schon gnadenlos entlarvt, z.B. ein Apple TV HD (für mich einigermassen gruselig, aber da kommt`s bei meiner Frau nicht wirklich an). Ein Rotel T14 mit Play-Fi Streaming ist derzeit mit einer wireless angebunden Quelle schon dermassend gut, daß ich mir das auch eine Weile anhören kann, wenn meine Plattenspieler Pause haben oder ich eben die Anlage nebenher in meinem Hobbyraum geniessen will, wo der A14 ein zweites Paar Lautsprecher antreibt. Aber auch UKW und DAB+ klingen echt gut in der Kette mit dem A14 und der 826. Schön zu hören wie sich UKW von DAB+ unterscheiden, aber das ist ein anderes Thema.


    Der neue Play-Fi Übertragungs Standard von DTS wird für Leute, die Streamen und gute Qualität schätzen in Zukunft immer wichtiger werden. Dazu trägt auch der enorm gute AKM Wandler im A14 bei. Der ist besser als der neue TI (Burr Brown) Wandler im T14 selbst. Oder sagen wir mal anders. Der AKM erhöht die Präzision und Detailreichtum der Kette weiter, der Burr Brown ist etwas wärmer und musikalischer, aber für mich eine Klasse schlechter als der AKM Wandler. Ein echtes weiteres Plus des A14.


    Meine Bewertung des Rotel A14 vor dem Kontext deines Anforderungsprofils: Der A14 klingt mit Sicherheit so wie Du es Dir vorstellst nämlich sehr neutral mit einem Schuß Analytik, nicht zu analytisch. Er zeigt für den Preis schon extrem viele Details, klingt luftig und macht schon einen bemerkenswerten räumlichen Sound.


    In der Einstellung Bypass klingt die kleine Focal fast so als hätte man einen Subwoofer zugeschaltet bedingt durch die Zimmerparameter. Die Bypass Einstellung passt bei uns perfekt wenn der TV an der Wand doch mal einen Film wiedergeben soll da unten. Was ein Surround Spaß in dem kleinen Zimmer von Stereo durch die mannigfachen Wand und Deckenreflexionen der harten Betonwände, die nur mit einer dicken Tapete beklebt sind. Auch die minimal gedämpften Höhen passen gut zu einem Film. Dieser Effekt, daß das im Bypass die Filmwiedergabe in der Kombi so passt ist aber ein Zufall.

    Darüber hatte ich die Auslegung des Verstärkers nicht nach gedacht.


    In Stereo ist mir der Bass aber ein wenig zu fett - meine Frau steht da drauf wie gesagt - und bei den Höhen ist mir die höhenschluckende tiefe Decke too much. Da kommen die bei den genau richtigen Frequenzen gelegten Höhenregler (10kHz) nicht wie üblich deutlich da drunter und der Bassregler bei 100Hz und nicht wie üblich weiter im Oberbass gelegene Bassregelung passend entgegen. Da ich mit diesen Reglern normal recht vorsichtig bin versuche ich wenig zu regeln, bin aber in diesem Raum mit diesen Raumparametern bei Bass -3dB und Höhen +2dB stehen geblieben, was die Eckaufstellung im Bass und den leichten Höhenverlust an der Decke sehr gut kompensiert.


    So ist der Bass immer noch sehr präsent auch für meine bessere Hälfte. Im Übrigen wird vom A14 der Bass bis weit unten druckvoll und sehr präzise wiedergegeben. Die Höhen fressende Decke wird komplett durch die +2dB mehr bei den Höhen kompensiert. Ist erstaunlich was so eingestellt der A14 an Neutralität aus dem schwierigen Raum rausholt. Bei besseren Raum Verhältnissen würde ich den A14 ausschließlich im Bypass Mode betreiben wollen. Letztlich finde ich erstaunlich welchen Detailreichtum und Bühne unter diesen ungünstigen Bedingungen vom A14 hergestellt werden können.


    Für Dich würde ich meinen ist ein A14 einen Versuch wert. Ein Rotel Händler leiht Dir sicher mal einen aus. Die Gefahr besteht, daß Du ihn nicht zurücksendest … 😉

    Auch ich wollte mindestens die 80W@8Ohm haben und ich will einen laststabilen VV, damit ich auch andere Lautsprecher betreiben kann später. Da Messungen dem A14 2x100W@8Ohm (RMS) und sogar zwischen 2x140W-150W@4Ohm bescheinigen, sollte der A14 schon 90% an Lautsprechern im Markt abdecken können, die man normalerweise an einen 1000€ VV dran hängt. Denn er ist zudem 2 Ohm laststabil und drückt dann immer noch im Bass wo meistens die Impedanzsenke der Lautsprecher liegen und einen Verstärker kritisch machen können.


    Der A14 wirkt gar nie angespannt und kann so richtig laut an der kleinen Focal 826 und bei normalen Pegeln klingt das alles enorm ausgewogen für diese schweren Raumverhältnisse. Ich glaube, daß der A14 auch noch Boxen ein bis zwei Qualitätstufen oberhalb der 826 könnte. Aber diese Kombi hat schon etwas finde ich und auch ich kann mich der leichten Spaßauslegung der Kombi, die sich meine Frau wünschte, auch nicht ganz entziehen. Wenn ich es mal richtig krachen lassen will ohne meine etwas größere Anlage im Wohnzimmer zu bemühen und mir mal die fehlenden Bauchmuskeln massieren lassen will, gehe ich nun heimlich in den Keller …


    Vielleicht hilft Dir der kleine Bericht, aber ich denke Du hast schon den Yamaha beschafft, der auch eine sehr gute Lösung für dein Anforderungsprofil ist.


    Highfidele Grüße,

    Jürgen

    Hi Richi,


    das ART9 würde ich nicht hergeben wollen an deiner Stelle, denn ich glaube, das ist von ganz anderem Klagcharakter als ein Sonata 2/3. Ob besser oder nicht sei dahin gestellt, aber ich denke kaum ein Audio Technica ist mit einem Grado Holzbody im Klagcharakter wirklich vergleichbar.


    Ich habe ein AT150MLX hier laufen sogar auf demselben Dreher und das ist auch so gänzlich anders wie das Sonata 2/3. Auch das hatte ich mir für die Tests von bezahlbaren Systemen einmal angeschafft und finde das so gut, wenn auch gänzlich anders als Grado, daß es für mich einer meiner Testreferenzen im unteren Preissegment geworden ist.


    Schönen Abend noch,

    Jürgen

    Hi Steffen,


    das ist ja mal ein durchschlagender Erfolg. Das freut mich so richtig für Dich. Und es bestätigt auch meine eigenen Tests hier auf meiner Kette. Denn ich teste ja hier so ganz alleine vor mich hin und komme da manchmal auf verrückte Ideen, aber lassen wir das.


    Die Grados brauchen nicht so viel Einspielzeit und das Sonata 3 ist ein System mit dem man schlußendlich glücklich werden kann.


    Und wie ich lese hast Du Dich mit dem Thema Silber vs. Kupfer im Kabel bereits auseinander gesetzt. Damit kann man zwar keine Bäume ausreißen bei der Klangbeeinflussung, aber es hilft genau solche Details, die man gern in eine bestimmte Richtung verschieben will, genau da hin zu bringen wo man sie haben will.


    Wie gesagt ich kenne die Ampearl 2030 nicht, aber ein Bekannter hat die Vorstufe. Sobald ich mal wieder Zeit finde zu ihm zu fahren höre ich mir das Sagen umwobene Teil einmal an. Ich selber teste in der Hauptsache mit einer SXono + UPS hier aus dem Forum, ein geiles Teil … oder wie die Werbung sagt: “Ich liebe es”.


    Und ja geiles Hobby und bei solchen Forianern macht es noch mehr Spaß. Das hebt dieses Forum von den meisten anderen Foren noch immer ab.


    Danke,

    Jürgen

    AchimK:


    Hi Achim,


    deinen Post hatte ich ganz überlesen, sorry. Ich glaube schon, daß 50db für ein LO Output reicht, denn da kommen ja 1mV raus. Und wenn das zu leise für deinen Nutzungszweck ist, dann hast Du ja hoffentlich eine potente Kette dahinter stecken.


    Also ich würde mir da nicht wirklich große Gedanken machen. In solchen Fällen drehe ich den Pegelsteller auch mal lustvoll eine viertel Umdrehung höher … ;-) Bei einer guten Anlage rauscht da auch nicht viel mehr.


    Ich meine mich zu erinnern, daß Du auch weit höherwertige Systeme in deiner Kette hast. Aber Du wirst bei einem solchen Gegencheck einmal überrascht sein, was mit so einem doch recht bezahlbaren System geht. Das ist auch mein Motiv gewesen mal Systeme der kleineren Klassen zu prüfen, weil ich immer mal wieder von Freunden gefragt werde, was man nehmen soll, wenn man keine 3500€ - 7000€ oder noch mehr in einen Tonabnehmer stecken möchte. Ist ja auch eine verständliche Frage, denn es sind ja nicht alle so verrückt wie wir hier.


    Ich wage mal eine provokante Aussage. Es gibt kein System bis 1200€, das dem Sonata 2/3 nahe kommt auch nicht das gehypte Benz ACE, das inzwischen ja wohl fast jeder hat(te). Vielleicht ab dem Benz Glider oder ähnlichen Systemen Gleichwertiges oder nach anderem Geschmack, wobei gerade die Benzes vom Charakter her zusammen mit den Koetsus die stärksten Konkurrenten der Grado Holzbodies sind. Diese gehen allesamt in dieselbe Richtung mit sehr guter Stimmenwiedergabe, sehr ausgewogen und dennoch detailreich uns keinesfalls langweilig.


    Ich habe zum Beispiel schon die Dynavectors so um die 900€ gehört. Nö, mbMn. keine Chance gegen das Sonata 2/3 in meiner Kette und mit meinen Hörpräferenzen. Nur um mal einige top Vergleichsmodelle zu nennen.


    Nochmals Highfidele Grüße,

    Jürgen

    Gaggistangerl:


    Danke Dir Richi für die Blumen. Ich glaube wer ein gutes Grado mal in einer guten und “passenden” Kette gehört hat, der kann es zumindest nicht schlecht finden. Und ich war mal Grado “Hasser” vor vielen Jahren wo ich ein Grado silver an einer unterdurchschnittlichen Kette hatte mochte ich das auch nicht. Die Holzbodies sind eine völlig andere Welt zu den kleinen Grados - wirklich völlig anders.


    baltaman:


    Hi Steffen,


    ich habe noch einen deiner Punkte vergessen. Das mit der Auslaufrille, was Du ganz unten beschrieben hast. Das liegt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit an der falschen Tonarmhöhe. Ich wette, wenn der Arm waagerecht steht, dann passiert das zurücklaufen des Arms mit dem Grado nicht mehr bei keiner Platte. Natürlich muss auch der Azimut genau stimmen mit 90° und natürlich müssen auch Kröpfung und Überhang weitestgehend stimmen.


    Ein anderes Problem, das ich schon hatte ist, daß es Platten gibt, deren Auslaufrille soweit nach innen reichen, daß das riesige Gehäuse des Grado an der Plattenklemme anschlug und dann zurück lief. Das ist ein anderes Problem und muss dann halt mechanisch gelöst werden.


    Nochmals viel Spaß beim Testen,

    Jürgen

    Hi Steffen,


    zunächst einmal danke für deinen Erfahrungsbericht, sowas braucht das Forum.


    Deine Hörerfahrung kann ich durchaus nachvollziehen, obwohl sich das Sonata 3 HO bei mir ganz anders anhört wie Du es beschreibst oben herum. Ich gebe Dir deshalb folgende Punkte zu bedenken um das für Dich besonders im Höhenbereich beschriebene leicht „ungute“ Verhalten zu optimieren.


    1.) Ich glaube es ist keine gute Idee das Grado Sonata leicht auf den Kopf zu stellen wie man es bei einem Benz macht zum Beispiel um es etwas „heller“ zu trimmen. Beim Benz geht das eindeutig, beim Grado Holzbody NICHT! Stelle es exakt waagerecht ein, alle anderen Versuche habe ich bereits durchgeführt und die führen immer zu schlechteren Ergebnissen als exakt waagerecht in jedweder Richtung.


    2.) Einen VTF von 1,9g halte ich eindeutig für zuviel für das Grado. Nach meinen Versuchen ist ein VTF von 1,7g ideal, maximal 1,8g versuchenswert. Bei 1,9g zeigt das Grado bei mir exakt das was Du beschreibst denn im Höhenbereich fällt das dann nämlich ab. Ich rate Dir ganz einfach mal bei waagerechter Einstellung 1,7g oder 1,75g zu versuchen. Im Übrigen weiter runter gehen z.B. auf 1,6g bringt auch nix, da fällt das Grado genauso ab wie bei 1,9g bereits.


    3.) Natürlich könntest Du sehr wohl mit deiner Annahme recht haben, daß ein Holzbody mit einem Holzarm einfach zu viel des Guten in Richtung Wärme ist und ich würde das auch annehmen auch wenn das optisch sicher ein Augenschmaus ist, aber wenn es nicht passt dann passt das halt nicht. Und wenn Du dann noch reine Kupferkabel im Tonarm hast und auch noch als Phonokabel zur Vorstufe und noch besser auch noch als Line Kabel, dann hast Du warm mit warm mit warm mit warm kombiniert. Da solltest Du mal deine Auslegungsstrategie überdenken. Zum Beispiel könnten Silberkabel oder Silberhybride Kabel die Höhen in deiner Kette auch positiv beeinflussen.


    Ich habe das Sonata insbesondere an einem Rigid Float (Kupferverkabelung) und einem TA-1000 (silber Innenverkabelung) getestet und da hat das eine sehr schöne, weitreichende exakte und detaillierte Höhenausleuchtung mit einer wunderbaren Brillanz, die nie nervt. Dadurch ist insbesondere beim 3er die Raumdarstellung enorm für ein System dieser Preisklasse. Beides sind Arme nicht auf Holzbasis. Ich meine der RF ist Alu und der TA-1000 hat `nen doppel Carbon basierenden Arm. Auch in einem Funk Firm FX.R (Kupferverkabelung) mit doppel Alu Arm klingt das Grado straff unten herum und detailliert oben herum mit der mir bekannten schönen Brillanz. Sowohl der FX.R als auch der TA-1000 klingen als Arm straff und im Fall des TA-1000 zuweilen auch ein wenig “knorrig”, das hilft einen System zuweilen auch mal etwas präziser und schneller zu werden.


    4.) Die Ampearl 2030 wird ja hier im Forum sehr gehypt und ich kenne die auch nicht und das ist eine Stelle wo ich echt nur Vermutungen statt Erfahrungen sagen kann. Aber ich würde mal zu bedenken geben, ob eine Holzbody an einem Holzarm und einer Röhren basierenden Phonovorstufe nicht ein klein wenig too much in Richtung Wärme ist ehrlich gesagt … ?! Aber Du kannst wahrscheinlich schon mit der Waagrechtstellung und der Zurücknahme des VTF wie beschrieben dein Höhenproblem beheben.


    5.) 0pF Ausgangsbelastung halte ich auch nicht für eine gute Wahl an deiner Vorstufe ehrlich gesagt. Zwar gibt Grado an, daß die Holzbodies “non sensitive” bezüglich der Kapazität sind, aber meine Versuche zeigen etwas anderes. Zwar ist die Abhängigkeit bezüglich des C klein aber nachvollziehbar. Versuche deine Vorstufe auf 100pF - 200pF einzustellen plus Kabel usw. Der Höhenbereich wird dann minimal präsenter allerdings auch die Sybillanten. Aber diese Werte zeigen bei mir ein ausgewogenes Verhältnis in den Eigenschaften und hängen dann sicher auch von den verwendeten Kabeln ab.


    Zur Warmspielzeit: Diese nehme ich beim Sonata und auch bei meinen anderen Systemen ähnlich wahr zum Beispiel dem Grado STS2. Nach etwa einer Seite ist es zu 80% da nach der zweiten Seite aber dann schon bei knapp 100%. Alles andere ist vielleicht auch ein Frage der Kette, die hinten dran hängt und wie sie betrieben wird. Ich empfinde diese Warmspielzeit nachdem ich die Phonoanlage in Betrieb genommen habe am nächsten Tag als normal. Das war schon immer so.


    Ansonsten muss das Sonata 3 HO absolut straff spielen oben wie unten und sehr detailliert ansonsten ist irgendetwas in der Kette nicht optimal für mein Empfinden. Diese Grado Systeme spielen alle sehr ausgewogen, wobei das Sonata 2 HO ein wenig aus der Reihe fällt. Das spielt ein kleines bissel Basslastig, was bei Rock und Pop und bei einigen Stimmen ein Knaller für mich ist. Das Sonata 3 HO ist hörbar präziser und detaillierter aber nicht ganz so emotional wie das Sonata 2 HO dafür spielt es für mich erwachsener als das 2er. Oder Du magst es einfach nur warm an allen Stellen in deiner Kette. Ist ja auch eine Geschmacksfrage.


    Probier`s aus.


    Highfidele Grüße,

    Jürgen

    Hallo Peter,


    ich möchte einmal auf die Project Phono Box DS2 hinweisen, die es für ca. 330€ - 400€ neu gibt.


    Diese hatte ich für einen Freund zum Test einige Tage hier bei mir. Zwar kann diese selbstredend nicht mit meiner SXono oder anderer Top Vorstufe oder dem eingebauten Symphonic Line Modul mithalten, aber es ist immer wieder erstaunlich was aus einem solchen Preis-/Leistungshammer raus kommt, wenn man noch ein paar vernünftige Kabel anschließt.


    Man vermisst eigentlich nichts, wenn man keine Vorstufe hat, die nicht wenigstens das 3-fache kostet gemessen am Neupreis. Darüber hinaus ist sie sehr flexibel mit den MM- und MC-Anpassungen und hat noch einen einstellbaren Pegelsteller in fünf Stufen. Mehr geht an Flexibilität eigentlich schon nicht.


    Man kann die kleine DS2 Box noch verbessern durch einen Satz guter Kabel vorne und hinten dran. Ich hatte damals ein Phonokabel von Jelco für 75€ - 100€ dazu versucht, das war schon erstaunlich was da passierte für wenig Investment. Ich vermisste eigentlich nicht viel und das auch nur, weil ich deutlich Besseres, aber dann auch sehr viel Teureres, gewohnt bin.


    Mit der DS2 kommt man bereits sehr weit in den Hochton- und Tieftonbereich hinein ohne natürlich die Extreme erreichen zu können. Und darüber hinaus nimmt man auch schon den analogen 3D Charme wahr. Selbst Stimmen empfand ich durchaus sehr natürlich und präsent im Raum. Eigentlich kann dieser PRE bereits die meisten Systeme, wenn gleich man da dran sicher kein 3000€ - 5000€ System anschließt, denen man dann bessere Phonovorstufen gönnen sollte. Ich war damals wirklich überrascht wie gut und Langzeit tauglich man damit Musik hören kann.


    Ausprobiert hatte ich zwei MM/MI-Systeme daran (Audio Technica AT150MLX und Grado Sonata 2 Reference). Beides ideale Spielpartner am MM-Eingang. Selbst größere MC-Systeme von Grado STS2 und Benz SLR spielten wunderbar am sehr guten MC-Eingang auf ohne das dieser ein allzu großer Bottleneck zu sein schien. Beide Systeme konnten schon ihren Klangcharakter aufzeigen an diesem eigentlich unterdimensionierten PRE für diese Oberklasse Modelle Tonabnehmer Modelle.


    Ich bin mir ziemlich sicher, daß auch viel verwendete zum Preis passende MC-Vertreter sehr gut an der Vorstufe aufspielen werden wie z.B. ein Benz ACE SL oder auch Glider SL. Vielleicht sogar auch schon ein Lyra Delos um nur einige Beispiele zu nennen je nachdem was für einen Klangcharakter man herstellen möchte. Ich erwähne diese Systeme, weil ich deren Charakter gut kenne. Mein Top Tipp wäre für den MC-Eingang ein Grado Sonata 2/3 Statement (LO), welches preislich hervorragend in diese kleine Phonolösung passen können.


    Ein Set aus der DS2 und einem passenden, guten Phonokabel kann neu unter 500€ liegen. Und will man später weiter "klanglich" wachsen, dann kann man noch ein gutes Netzteil (zum Beispiel vom wehrten Herrn Dr. Fuß) und ein gutes Line-Kabel dazu nehmen und wird eine hörbare Steigerung noch erzielen können ohne gleich alles nochmal neu zu kaufen.


    Meine 2 Cents,

    Jürgen

    Egal was kommt, der SL wird ein guter Spielpartner sein. Ich würde erst die LS auswählen und danach das Upgrade bei Hr. Gemein machen lassen um die Chance zu nutzen bei ihm noch Anpassungen nach deinen Vorstellungen durchführen lassen zu können.


    So long,

    Jürgen

    Hi Tielo,


    gern geschehen und freut mich, wenn es Dir gefallen hat und auch nutzt.


    Ich habe eine Bowers & Wilkens 800D2 am SL und als LS-Kabel habe ich mir bei Herrn Gemein eine Bi-Wiring Verbindung mit seinem „Das Schnelle + WBT“ machen lassen. Vorne dran habe ich auschließlich seine Reference Cinch Kabel angeschlossen. Kleine Randbemerkung: Beim Phonokabel habe ich keines der SL Kabel gewählt. Als Hochpegel Kabel ist das Reference eine Macht und fast schon als billig einzustufen, als Phonokabel taugt es einfach nicht, da verwende ich andere Strippen wie Cardas, Nordost, Lyra und ähnliche Drähtchens ...


    Ich hatte einen SL schon an einigen Lautsprechern (Phonar, T+A, Elac, Focal und was weiß ich noch alles) Probe gehört und auch an verschieden großen B&W`s hängen. Auch Lautsprecher anderer Hersteller werden mit dem SL bestens angetrieben und wissen zu begeistern. Es gab bisher keine Box, die ich nicht als passend zum SL einstufen würde, es waren immer geschmackliche Fragen, die den Unterschied ausmachten. Letztlich bin ich bei der 800D2 hängen geblieben - für meinen Geschmack bislang der Best Match. Innerhalb der B&W 8er Serien auch deshalb, weil nur die 800D2 als neutral einzustufen ist. Ab 802D2 oder D1 bergab empfinde ich das ein klein wenig anders. Die D3 Serien haben einen erweiterten HT / MT Bereich, der einem schon gefallen muss oder man will genau das in einer Kette oder zu einem bestimmten Zweck zusammenbauen. Manchmal ist es auch eine Frage des Design Ziels der Kette.


    Kürzlich hatte ich eine 805D3 mal angehängt und mein erster Eindruck war, daß diese Kombi einen Menschen auch bis zum Schluß glücklich machen könnte. Und ich bin gar kein 2-Wege Fan. Aber das ist auch eine andere Baustelle.


    Nochmals zur Einspiel- oder auch Aufwärmzeit: Mir ist bisher noch kein anderes Hifi Gerät unter gekommen, daß so lange braucht bis es voll da ist. Man könnte das auch schon als einen Nachteil einstufen. Nur verzaubert einen der RG9 oder ein RG10 schon aus der Packung eben ... ;-) Und ich kenne auch Geräte, die ich frisch aus der Packung gar nicht hören will.


    Nochmals Highfidele Grüße,

    Jürgen

    Teil 2:


    Letztlich hatte ich ein paar Jahre später den VV wieder bei SL zum Update auf RG10 MK4 Reference HD MASTER. Um es vorweg zu sagen, daß war das klanglich größte Update noch vor dem Umbau von RG9 auf RG10. Meine Frau und ich saßen bei der Abholung in RG`s “Kellerloch” äh Studio, wo er einen weiteren RG10 und meinen RG10 im damaligen Vollausbau nebeneinander stellte. Mein Gerät war allerdings noch offen. Er fragte mich was ich für Lautsprecher betreibe und ob es einen Punkt gebe, den ich gern noch ändern wollte. Ich beschrieb ihm was ich höre zu Haus so gut es ging und daß ich im Bass mir noch minimal mehr Punch bei gleichbleibender Präzision und ohne Veränderung der Mitten und Höhen vorstellen könne. Da dieser Bereich bei dem Gerät wirklich kaum zu verbessern waren schon damals nicht mbMn.


    Er schaltete seinen RG10 ein und wir hörten an seiner eigenen Topbox, die mir (klanglich) nicht wirklich gefiel, aber mit dieser Kette waren kleinste Unterschiede gut wahrnehmbar. Dann umgesteckt und wir schalteten meinen RG10 ein um die Ausgangsbasis gegenüber seiner Referenz zu hören. Er erklärte er müsse nach meiner Beschreibung auf diesen Kondensator und auf jenen Kondensator, hier ein wenig mehr dort etwas weniger von seinem C37 Lack drauf machen. Aber keinesfalls mehr etwas auf diesen Kondensator und jenen auch nicht. Mein erster Gedanke war ich bin im Voodoo / Feng Shui Ausbildungszentrum angekommen.


    Dann nach kurzer Trocknungsphase schaltete er wieder ein. Meine Frau und ich schauten uns schon nach ein paar Minuten verblüfft an. Tatsächlich hatte sich der Klang in der von mir beschriebenen Wunschweise verändert. Ich dachte ich drehe durch und ich glaube bis heute kann das kein Mensch nachvollziehen, der diesen direkten Vergleich nicht einmal selbst “erfahren” hat. Ist ja auch kaum zu glauben bis heute ehrlich gesagt.


    RG führte damals weiter aus, daß er die einzelnen Serien meiner LS gut kenne, weil auch viele seiner anderen Kunden dieselbe oder ähnliche Kombis betreiben. Und er wußte, daß es noch ein bissel besser passt mit diesen und jenen Veränderungen und veränderte noch ein paar andere Details. Ich wollte ihn nicht in irgendeiner Weise beleidigen, weil ich auch schon ausgestiegen war geistig und sagte deshalb nichts dazu, ließ ihn einfach mal machen. Ich mußte das erst mal sacken lassen. Bis dahin hatte ich nicht an derartige und gar hörbare Veränderungen geglaubt durch solche Massnahmen und mein physikalisch, mathematisches Gehirn brauchte erst mal wohl ein paar Tage um das Gehörte zu akzeptieren. Aber selbst meine Frau hörte den Unterschied mit seiner Optimierung sofort. Es ist verrückt, aber genau so haben wir es erlebt damals.


    Nun gut, aber würde es zu Haus auch so sein war nun die Frage. Nachdem ich den SL wieder eingebaut hatte, was bei meiner Aufstellung immer viel Arbeit ist, schaltete ich ein. Eigentlich erwartete ich noch marginale Veränderungen, aber sofort nach dem Einschalten war wieder das Gefühl vorhanden ein neues Gerät zu hören auch wenn die Klangsignatur ähnlich blieb, aber irgendwie war Vieles trotzdem anders.


    Wiederum dachte ich es kann nicht mehr “besser” werden als vorher, aber diese Veränderung schlug dem Fass den Boden aus. Ich hatte das Gefühl in einem Saal zu sitzen, die Wände des Wohnzimmers waren endgültig ausgeblendet. Und noch besser ich saß von diesem Moment an endgültig “in der Musik” und das mit einer Lässigkeit des „Vorhanden“ Seins des klanglichen Geschehen wie ich es vorher noch nicht gehört hatte. Für mich ist es genau das, was ich mit einer live Darbietung verbinden würde. Eine Stimme steht körperhaft vor mir „surrounded“ um mich herum alles was dort in einer Livevorstellung zu hören ist sofern das auf der Aufnahme auch drauf ist. Dem gegenüber werden schlechte Aufnahmen und Abmischungen derart offen gelegt, daß es den Menschen am Mischpult noch heute peinlich sein würde, wenn sie oder er ihre eigene Aufnahme auf meiner Kette anhören würden.


    Ich sage es mal so das ist seither nicht “besser” oder “detaillierter” oder was auch immer. Die Musikwiedergabe packt einen emotionell. Anders kann ich das nicht beschreiben. Das ist letztlich auch der Grund warum ich ein Problem habe nochmal upgraden zu lassen. Es ist alles wie ich es mir vorstelle. Ich habe keinen Punkt an meiner Verstärker - LS Kombi, die ich noch verändern oder “verbessern” will. Ich sitze davor und bin bei jeder Session hin und weg von dem was ich höre. Nur der Raum, in dem die Anlage steht ist halt ein Wohnzimmer kein Sudio und hat tonal so seine Schwächen und Raummoden. Da was dran zu verändern scheitert an meiner Frau. Nun gut das ist wohl bei vielen so und der Hausfrieden ist sowieso wichtiger als guter Klang. Deshalb habe ich mich vor ein paar Jahren auch eigentlich auf das Tonabnehmer testen eingerichtet, wo man noch verschiedene Klangcharakteristika in bestimmten Grenzen der Kette herstellen kann ohne am Wohnzimmer etwas zu verändern.


    Denn nach Jahren der Suche nach der geeigneten Verstärker - Lautsprecherkombi bin ich damit für mich am Ziel. Diese Kombi habe ich nun schon ein paar Jahre und habe in jeder Stunde Musik hören noch keine Sekunde das Gefühl gehabt, da muss ich noch einmal Hand anlangen.


    Tielo, wenn ich Dir einen Rat mit der Umrüstung geben darf, dann lass dein Gerät mindestens auf RG10 MK4 Reference HD MASTER vielleicht doch gleich auf RG10 MK5 Reference HD MASTER S hochrüsten. Eigentlich glaube ich das mit dem zweiten neueren Mumetall Trafo “S” auch noch was zu hören sein wird, aber das mußt du selbst entscheiden, denn Du hast ja nicht die Evolution durchlebt wie ich es an meiner Anlage erfahren konnte.


    Sollte Dir das zu teuer sein, dann würde ich ein Upgrade rein auf RG10 MK4/5 machen lassen und alles andere weglassen. Denn der Unterschied mit dem zweiten Netzteil ist schon signifikant. Es ist dasselbe wie bei den vielen externen Phonovorstufen und VV, bei denen die Hersteller ein weiteres Kraftnetzteil, bessere Glättung oder größere Ladekondensatoren anbieten. Der Unterschied ist nahezu immer mehr oder weniger wahrnehmbar, wenn der Hersteller nichts Wesentliches dabei falsch macht. Meistens hört man eine deutliche Verbesserung, der Raumabbildung, Detaillierung und sagen wir mal eine bessere „Hintergrund Schwärze“ (beim TV / Beamer würde man sagen Kontrast und / oder Schwarzwert), die signifikant wahrnehmbar ist.


    Ich glaube darüber hinaus, wenn das so an einem VV gelöst ist, bringt eine eine echte Vor-Endkombi auch nichts mehr. Bei den wirklich großen VV unserer Zeit sind die Vor-Endkombis mbMn. kaum noch ein Fortschritt. Das war einmal anders früher.

    Heutzutage sind die Designs an denen Jahre lang zur Weiterentwicklung herumgetüftelt wird so gut, daß die Frage vielleicht eine eher ästhetische, Platz oder vielleicht sogar eine „sieht nach mehr aus“ Frage ist.


    Tielo, ich hoffe der kleine Bericht hilft Dir bei der Entscheidung wie Du den RG9 weiter verändern möchtest.


    Für diejenigen, die es interssiert, hier noch in Stichworten einige Attribute, die ich diesem Ausnahmeverstäker zuordnen würde:


    - Sehr nah am Röhrenklang trotz voll transistorisiertem Aufbau

    - Treibt nahezu alle Lautsprecher auch diejenigen mit Impendanz kritischem

    Frequenzverlauf und niedrigem Wirkungsgrad an

    - Auch alte SL VV sind nach vielen Jahren noch Update fähig

    - Wer auf Design viel Wert legt ist wird hier enttäuscht. Aber das alte Aranya ist schon

    ein Hingucker (die Farbe wird in Serie zumindest nicht mehr angboten)

    - Beim Upgrade wird weder die Frontplatte noch die Endtransistoren getauscht (das ist

    aber nicht notwendig)

    - Anpassung des Phonoeingangs nur in Grenzen möglich mit Zusatzsteckern am

    zweiten Paar des Phonoeingangs. Allerdings kommt man mit den Standardwerten

    bereits mit den meisten üblichen Tonabnehmern in MM, MI und MC gut zu Rande

    - Der Phonoeingang ist von sehr guter Klangqualität hat aber im Ruhezustand ein

    deutlich wahrnehmbares Grundrauschen, welches im Betrieb aber von

    untergeordneter Bedeutung ist

    - Bei neuen Modellen wird der zusätzliche XLR Eingang wohl nur über Übertrager

    hergestellt

    - Man sollte dem RG9/10 eine gute Stromversorgung vorne dran spendieren, gute

    Steckleisten, ein guter Filter können - nicht müssen - positive Veränderungen mit sich

    bringen. Wohl gemerkt in engen Grenzen an der Stelle natürlich, aber nachvollziehbar

    - Ein gutes LS-kabel bringt auch wahrnehmbar etwas auch wenn das die

    Klingeldrahtfraktion partout nicht nachvollziehen kann (bitte keine Diskussion). Hier

    sollte man willig sein zumindest noch ein klein wenig Geld zu investieren.

    - Selbst nach Monaten am Netz wird man noch Unterschiede an diesem VV

    bemerken. Auch die Aufwärmzeit ist lange, deshalb gar nicht ausschalten. Zu

    denjenigen, die nun bemerken die Kondensatoren trocknen aus, kann ich nur sagen:

    Dann kauft man sich halt nach 20-25 Jahren den neuesten RG10, sofern es die Firma

    noch gibt und man dann nicht doch einmal was anderes haben will

    - Vergesst Wattzahlen, spätestens bei diesem VV ist das soweit, daß man dieser

    Datenblattangabe wirklich nur noch einer untergeordneten Bedeutung beimißt


    ... im Übrigen vergesst alle Datenblattangaben einmal und hört dieses Teil einmal live an guten Lautsprechern. Irgendwelche Daten und Werte interessieren dann eh nicht mehr!


    Noch ein provokantes Schlußwort. Egal was ein anderer Verstärker kostete 10k€, 20k€, 50k€ oder auch noch viel mehr, den ich bisher hörte. Ich konnte noch keinen VV hören, der mich mehr angesprochen hat wie der RG10. Vielleicht waren die anders abgestimmt, das schon, aber dann halt nicht mein Geschmack. Aber ich habe schon vielfach teurere Verstärker gehört, die ich nicht mal für den halben Preis eines RG10 kaufen würde.


    Highfidele Grüße,

    Jürgen

    Teil 1:


    Hi Tielo,


    dein Thread fragte zum SL RG9 Upgrade nicht zu TA`s, Kabel oder etwas ganz anderem was man gerade mal gehört hat. Aber so ist das in Foren mit dem Kapern der Threads mit Aussagen, die rein gar nichts mit der Fragestellung zu tun haben aber die man mal raushaut um mal wieder etwas zu posten. Nun, ich hoffe Dir hier genau eine Antwort zu DEINER Fragestellung geben zu können.


    Denn ich bin seit gut 12-15 Jahren - das weiß ich gar nicht mehr so genau - Besitzer eines damals neu gekauften SL RG9 MK4, der gerade auf den Markt gekommen war. Dieser ist heute ein SL RG10 MK4 Reference HD MASTER und dieser befeuert meine Lautsprecher heute noch immer. Ein Update zum RG10 MK5 Reference HD MASTER S habe ich noch nicht machen lassen. Du merkst vielleicht in dem Bericht warum mir das schwer fällt.


    Mein Weg zu dieser Ausbaustufe war folgender:

    RG9 MK4 (Neukauf)

    RG10 MK4 Reference

    RG10 MK4 Reference HD

    RG10 MK4 Reference HD MASTER


    Ich hatte lange gesucht und viele VV ausprobiert in den 90er und 00er Jahren bis ich bei einem Händler auf die kleine Manufaktur Symphonic Line traf. Bereits das erste Hören hatte mich derart begeistert, daß der RG9 sofort ein Favorit war, den ich dann kurz danach auch bestellte. Damals kostete der RG9 MK4 noch 3700€ LP.


    Ich habe danach weiter investiert in die Upgrades, weil mir auch in den Jahren nach der ewigen VV-Suche eigentlich kein Verstärker zu Ohren kam, der dem RG9/10 nahe kam egal was die kosteten und egal in welcher Technologie. Für mich bis heute der einzige Transistor VV, der klangliche Charakteristika einer Röhre aufweist ohne die Schwächen einer Röhre zu haben. Er klang von Anfang an unglaublich Raum füllend und real und konnte alles bis an die äußeren Frequenzenden darstellen. Da schien es keinen Bottle Neck mehr zu geben.


    Der SL war dabei noch gerade neutral mit einem kleinen Hang zur Wärme. Er ist bis heute in meiner Kette eigentlich das einzige Gerät, was nach Möglichkeit nicht auf gänzlich neutral abgestimmt ist. Dieser VV hat mich von Anfang an gepackt ganz einfach und er tut das nach so vielen Jahren bei jeder Hörsession noch immer.


    Der RG9/10 braucht eine gefühlte Ewigkeit bis er eingespielt ist und außerdem wenn man ihn ausschaltet auch wieder warm gelaufen ist. Leute die diesen Effekt nicht wahrhaben wollen, brauchen hier nun keinen Kommentar zu schreiben. Ich diskutiere darüber nicht mehr. Selbst meine Frau hört das noch nach Wochen / Monaten und sie kann ansonsten nur Aus von An unterscheiden um es mal flach auszudrücken. Herr Gemein empiehlt deshalb den VV auch nie auszuschalten, was ich auch nicht tue. Das kostet halt ein bissel Strom, aber den produziere ich selbst mehr als ausreichend .. ;-)


    Zur Frage des Phonoeingangs kann man sagen, daß dieser wohl einer der besten eingebauten Phonoeingänge ist, die serienmäßig in einem VV verbaut werden. Das ist hier im Forum auch von vielen schon so vermerkt worden. Und dabei ist der intern recht einfach aufgebaut, das muss mal bemerkt werden. Aber das ist typisch für die SL Entwicklungstrategie. Diese Phonovorstufe ist in allen Punkten bis auf einen Punkt derart gut, daß man wahrscheinlich gar keine externe Vorstufe mehr kauft, außer man will flexibler werden und braucht mehr Phono Eingänge.


    Ich habe einige externe Vorstufen gehabt und erst die WBE Consequence No. 97 konnte den eingebauten Eingang substanziell „verbessern“. Aber nicht um Welten. Die konnte einfach alles etwas besser, wenn man so will. Und sie war in dem wirklich einzigen Schwachpunkt des im RG9/10 eingebauten Phonoeingangs, dem Grundrauschen, diesem wirklich deutlich überlegen. Der SL Phonoeingang rauscht einfach deutlich wahrnehmbar mehr als einige andere externe Vorstufen. Eine externe Vorstufe in der 1000€ Klasse beispielsweise braucht aber keiner mehr anfassen um den eigebauten SL Phono Anschluß “verbessern” zu wollen. Das Grundrauschen ist sobald die Nadel auf der Platte ist nicht mehr wirklich wahrzunehmen und wird bereits in den meisten Fällen durch das Rillenrauschen übertrumpft.


    Ich habe heute eine SXono, die auch alles „besser“ kann als der SL Eingang und die unglaublich rauschfrei ist, aber klanglich ist der Unterschied sooo riesig zum SL Eingang auch wieder nicht. SXono kann einfach alles “besser”, wenn man so will, aber nicht um Welten wie es viele immer ausdrücken, aber zu welchem Preis, selbst bei Eigenbau, geschweige denn es gäbe eine solche SXono aus einer Serienproduktion zu kaufen. Sie ist halt sehr flexibel und hat vier Eingänge und die Klangqualität der SXono ist für mich einfach “amtlich” um es kurz zu machen. Dennoch habe ich auch heute noch einen Zug am SL hängen und höre den des öfteren völlig vergnüglich.


    Das erste Mal mußte ich eigentlich wegen einer Auffälliglkeit eines Ausgangstreibers zu SL. Diese wurden im weiteren Verlauf der Entwicklung auch mit anderen Bauteilen bestückt, da es oft mit der Erstwahl dieses Treibers zu Ärger kam wie mir RG erzählte. Kurz danach hatte ich dann das erste Upgrade zum RG10 MK4 Reference machen lassen.


    Als der “neue” RG10 wieder bei mir war, konnte ich es kaum glauben. In meiner Kette war ein anderer Verstärker und hier trifft das Wort „besser“, welches in dem Zusammenhang eigentlich immer so nichts sagend empfinde, mal wirklich zu. Ich glaubte vorher schon kaum eine weitere oder lässigere Raumabbildung herstellen zu können und auch nicht einen tieferen, präziseren Bass. Aber es war so. Ich erinnere mich als meine Frau an dem Tag des Einbaus nach Hause kam und mich nach drei Minuten fragte, was denn mit der Anlage passiert sei. Da sagte ich es ist nur das neue VV Upgrade. Wir saßen damals den ganzen Abend wie gebannt vor der “neuen” Anlage und haben nur flach Luft geholt. Für mich war damals klar ich war im Hifi Himmel angekommen mit diesem VV.


    Es wurde eine Menge verändert vom RG9 zum RG10. Ich gehe mal davon aus, daß die größte klangliche Änderung auf das zusätzliche Netzteil kommt, wo nun Vorverstärker und Endstufe getrennt voneinander versorgt werden und die neuen sau schnellen Kondensatoren (lowest ESR C`s eigens für SL angefertigt), die RG verbaute. Es entwickeln die meisten Hersteller großartiger Verstärker bei ihren Optimierungen an der Versorgung herum. Und vermutlich ist hier nach wie vor sehr viel zu holen im Verstärkerbau. RG verbessert ja heute noch daran herum trotz seiner schon vielen Upgrades in dem Bereich (siehe auch Upgrade zum MK5 S).


    Weil kurze Zeit danach das HD Upgrade herauskam und ich noch immer derart begeistert war von dieser substanziellen Veränderung des RG9 zum RG10 brachte ich mein Gerät wieder zu SL und ließ ”HD” einbauen. Zurück bei mir hörte ich einen Unterschied hatte aber das Gefühl SL mochte den Klang seinens VV eher an die aktuellen Klangvorstellungen anpassen. So ganz genau kann ich das ehrlich gesagt nicht beschreiben. Es war ein Unterschied zu hören, aber der war nicht sehr groß. Irgendwie klang alles einen Ticken detaillierter vielleicht, aber viel mehr war das HD Update nicht. Die Vor-Nachher Differenz im Vergleich zum vorigen Ausbau war nicht wirklich der Rede wert auch wenn es ein bissel anders war.

    Achim,


    ja das ist das Timbre Sonata 3 HO, das ich beschrieben habe im Vergleich zum Sonata 2 Reference (auch HO). Das kostet LP derzeit 700€ im Vergleich zum Sonata 2, das noch einen LP von 650€ hatte. Es sind alle Holzbodies wohl teurer geworden mit Serie 3 bei Grado.


    Aber von dem kleinen Unterscheid sollte sich niemand abhalten lassen. Die Unterscheide sind wie ich sie beschrieben habe bei den Sonatas und auch so empfinde auf meiner Kette.


    Um das nochmal eindeutig klar zu stellen. Ich finde keines der beiden Sonatas 2 oder 3 „besser“ als das andere. Die spielen einfach deutlich wahrnehmbar anders. Und es liegt ganz im Ohr des Hörers und wahrscheinlich auch abhängig von der betriebenen Kette und den Hörgewohnheiten, was jeder bevorzugt.


    Zu den Verschmutzungen: Ja, die sehe ich auch auf meinen Grados. Aber die sind sehr leicht mit dem Carbonbürstchen oder einem schmalen Schminkpinsel zu entfernen. Ich reinige die einfach mal von Zeit zu Zeit und fertig. Ist kein Ding ehrlich gesagt.


    Zu den Gewinden: Ganz genau wie Andre es sagt, keinesfalls Schrauben mit Gewalt in die Grado Gehäuse schrauben. Ich habe in meiner Schraubenkiste leider keine weiteren Schrauben, die dort reinpassen. So verwende ich ausschließlich die original Grado Schrauben für die Befestigung am Headshell.


    Highfidele Grüße,

    Jürgen

    Hi Tom,


    nein habe ich nicht. Ich benutze meistens meine Rigid Float Arme und das Nelson Hold. Davon habe ich einige hier, damit ich ganz schnell tauschen kann zum Test. Meistens muss man nicht mal viel neu justieren oder nur den VTA und VTF. Das Nelson Hold ist aber sicher zu teuer für ein Sonata. Das ist halt mein Arbeitswerkzeug hier, damit ich keine Limitierungen in der Kette habe und genau beurteilen kann was so ein System kann und was nicht.


    Ab und an hänge ich auch was in den Graham, TA-1000 oder den FX.R rein, aber selten. Da ich mir diese Arme für je ein bestimmtes System extra hergerichtet habe. Das führt zu Langzeit tauglichen und belastbaren Vergleichsergebnissen beim Tonabnehmer Test, da ich damit Konstanten habe. Diese sind zumindest einmal sehr gut optimiert über längere Zeit, so daß die TA`s dort drin alles zeigen was sie können.


    Hauptsächlich teste ich mit dem RF, weil das sehr schnell geht mit dem Wechsel, man alle Flexibilität hat und der Arm sagen wir es mal vorsichtig zu einem der top Arme im Plattenspielerbau gehört - für mich zumindest. Der Arm kann alle TA Gewichte und alle Compliances und ich montiere einen TA dort drauf in weniger als 10 Minuten zumindest für einen Schnelltest. Headshells teste ich bislang nicht.


    Selbst der TA-1000 und der FX.R können ein großes Grado tragen. Da ich die nachgefragten Arme nicht kenne mit ihren Eigenheiten kann ich leider nix dazu sagen sonst hätte ich schon geholfen.


    Die neuen Grados sind mit 10g - 11g gar nicht mal so schwer und können eine gewisse Bandbreite an normalen Armen akzeptieren. Aber beim riesigen Gehäuse der 2er und 3er Serie kann ich mir schon vorstellen, daß es Headshells gibt, bei denen die mechanische Montage eine Herausforderung darstellt.


    Auf eine interessante Besonderheit bei den Grados möchte ich noch aufmerksam machen, wo wir bei Mechanik sind. Im empfehle nur die Schrauben zu nehmen, die Grado mitliefert. Ich hatte schon versucht andere Schrauben zu verwenden. Jedes mal muss man die mit Gewalt in die Holzgewinde reindrehen, das tut fast weh. Es fühlt sich fast so an, als ob Grado ein völlig eigenes Gewindemass verwendet außerhalb der Normungen. Ich meine immer ich zerstöre das Gewinde am Holz, deshalb unterlasse ich das. Die Grado Schraube geht ganz normal hinein. Keine Ahnung warum das so ist.


    Roland, tut mir Leid keine echte Hilfe von meiner Seite, aber es gibt sicher genug Leute, die das schon ausprobiert haben mit deinem Arm. Linn ist ja weit verbreitet und beliebt.


    Highfidele Grüße,

    Jürgen

    Hi Martin,


    also ich wollte eben mal für Dich die 10kOhm am STS2 testen und weiß nun, warum mir das nicht in Erinnerung war. Meine Vorstufe bietet die 10kOhm nicht an. Ich kann 47 und 1kOhm einstellen.


    Und genau die 1kOhm ist der Punkt, den ich oben zuletzt mal beschrieben habe. Da fällt alles zusammen. Das geht nicht am STS2. Da hört man sofort es ist etwas faul. Keine Rocket Science!


    Es muss jemand anders die 10kOhm für Dich testen. Bei 47kOhm macht das STS2 voll auf. Ich habe das eben mal mit Ulla Meinicke / Die Tänzerin und nun mit Nils Lofgren / Acoustic Live getestet.


    Da ich die letzte Zeit eher am Heimkino gebastelt habe, hatte ich ein bissel die Anlage dort im Ohr. Nun ballert mir das STS2 gerade Nils` Gitarre in die Ohren. Der Körper ist der Wahnsinn. Sein Seitenabzug ist Messerscharf und ultra schnell. Der Körper seiner Gitarre füllt fast den Raum, die Stimme steht Punkt genau vor mir. Wenn die Leute klatschen sitze ich im Publikum. Spontan habe ich wieder Hühnerhaut. Nur die übliche Raummode in meinem Wohnzimmer spuckt ein klein wenig dazwischen. Gut das ist hier kein Studio und meine Frau steigt mir aufs Dach, wenn ich noch Absorber etc. aufhänge. Damit muss ich halt leben.


    Die Dynamik ist für mich trotzdem am Anschlag dessen was ich bislang hören durfte. Die Anlage zeigt mir wieder wo der Hammer hängt und beweist diese Autorität, die ich so mag und die einem ein bissel die Ehrfurcht einhaucht.


    Was auch immer hier geschrieben wird, daß kleine Systeme auch gut sind und die finde ich auch gut. Aber hier geht dann schlußendlich die Post ab ist mir egal was der Mist kostet. Entschuldigt meine Begeisterung. Mal wieder bin ich hin und weg von dem Teil. Fast wird der Bestellfinger zum AEON schwer. Ich sollte nun aufhören entschuldigt den Gefühlsausbruch ...


    Highfidele Grüße,

    Jürgen



    PS:

    Man dreht irgendwie immer lauter und trotzdem bleibt die Anlage gelassen, lässig und sagt mir ... ist doch erst der zweite Gang, schalt endlich mal hoch.

    Hi Martin,


    auf der Grado Seite steht 10kOhm bis 47kOhm zum Statement3. Und es gibt einige Vorstufen, die 47kOhm am MC anbieten. Ich meine sogar das wurde hier im Forum erst einmal thematisiert.


    Ich finde die 47kOhm aber als in Ordnung. Ich würde die 1mV Variante nur an den MC stecken nicht an den MM Eingang. Ich kann mich gar nicht mehr dran erinnern wie es mit 10kOhm war. Nach der Website geht das auch. Ich muss mal schauen, ob meine Vorstufe 10kOhm anbietet, dann checke ich das eventuell noch für Dich.


    Grundsätzlich sind die Grados wenig anspruchsvoll was die Werte betrifft. Was wichtig ist bei der Justage hatte ich schon beschrieben. Das mit den 200pF ist auch nur eine Nuance, was das noch bringt. Ich nehme an, daß deshalb Grado vielleicht geschrieben hat ... unempfindlich ...


    Ich muss einmal sagen, daß ihr euch alle zu viel Sorgen macht was woran angeschlossen werden kann. Die kleine Ausgangsspannung an MC, die höhere an MM fertig. Macht nicht lange herum, das geht. Auch die ewige Diskussion mit den Werten jeweils bei den Kapazitäten und Widerständen. Wenn da etwas völlig falsch ist, dann hört man das sehr deutlich, kaputt gehen kann nichts.


    Ansonsten kann man jeweils bei MM und MC mehr oder weniger etwas an den Werten ändern um noch Kleinigkeiten zu beeinflussen. An irgendeiner Stelle kippt der Klang dann so deutlich ab, daß man freiwillig zurückstellt in der Regel zumindest. Kein System reagiert mit völliger Umkehr seines Klangcharakters bei der Justage der Abschlußwerte in der Bandbreite, in der sie gut funktionieren.


    Das ist keine Rocket Science schnell herauszufinden welche Widerstand Bandbreite bei einem MC und welche Kapazitätsbandbreite bei einem MM die Beste ist. Ich habe mir noch nie Gedanken gemacht ob der Innenwiderstand zum Eingang passt ganz ehrlich noch nie und ich hatte noch nie Probleme damit.


    Ganz genauso das ewige Diskutieren bei der Kombi der effektiven Masse des Armes und der Compliance. Es ist bekannt, daß ein sehr leichter Arm nicht mit einem sehr hart aufgehängten System geht und umgekehrt. Alles andere kann man im Versuch herausfinden. So mache ich das. Und nochmal es gab bisher bei mir nur eine einzige Kombi, die dabei klar durchgefallen ist. Harter Japan Nagel mit Leichtgewicht geht klar nicht.


    Unterlasst einfach das was unmöglich ist und testet den Rest. Es gibt sogar Systeme, die stelle ich mit zwei Fingern nach Auge ein, z.B. Benz und es geht sofort. Und es gibt Systeme, die muss ich vor jeder Benutzung einmal zur Sicherheit messen z.B. Lyra ... etwas überspitzt formuliert. Das weiß man aus Erfahrung, wenn man die Systeme ausprobiert.


    Also trau Dich ganz einfach.


    Viel Spaß,

    Jürgen

    Hi Zusammen,


    also das Platinum kenne ich nicht, da ich den Stein dort drin nicht wollte und das Sonata am Beginn gehört hatte. Und da mir Vermutungen nicht liegen lasse ich die Frage offen, aber ich könnte mir vorstellen, daß man auch damit Spaß hat. Im Untergrund ist zu vernehmen, daß ins Platinum die Steine kommen, die nicht in die Spec des Sonata passen. Das spart Ausschuß. Aber das ist ein bissel Spekulation meinerseits.


    Die 1mV Systeme kann man ohne nachdenken an den MC Eingang hängen gar kein Problem. Ich denke da nicht wirklich drüber nach. Nur die Grados sollten die 47kOhm sehen. Das wird eher die Herausforderung am MC Eingang, denn das bieten nicht alle Vorstufen an am MC.


    Bei den HO Systemen am MM kein Problem, da das der Normwert für MM ist. Und Standard Phonovorstufen haben meist auch um die 200-250pF Eingangskapazität was auch sehr gut zum Grado passt wie von mir vorher beschrieben. Trotz des Hinweises auf der Grado Seite.


    Highfidele Grüße,

    Jürgen