Posts by Friedell

    Zsentinel@: Nach gut 15 Jahren Riementriebler hab ich nun seit gut nem Jahr wieder einen japanischen DD
    aus den Endsiebzigern und ich bereue keine Sekunde diesen Schritt gemacht zu haben. Es ist ein schlichter
    PS-X6 den ich mithilfe eines zusätzlichen zweiten Exemplars als Teilespender wieder in neuwertigen Zustand
    versetzen konnte. Hat einige Zeit und Mühe gekostet,aber kaum Kohle. Mit Sicherheit inkl. Arbeitsmaterial keine
    200€.
    Als Tonabnehmer hab ich mein olles DV23RS/2 eingepflanzt und WOW! Da ging dann aber klanglich voll die
    Sonne auf. Die DV23er sind ja eh nicht gerade problematisch was den Armeinbau angeht,aber am Arm des PS
    hört sich das so an als ob der Arm exakt für das Teil gemacht worden wäre.
    Selbst an einem Mittelklasseamp wie dem Sony TA-F470 - allerdings mit vorgeschaltetem step-up - deklassiert
    der Plattenspieler nun allzuoft meine CD-Player (X333ES,DP-7020). An einem Vintageamp wie dem JVC A-X5
    liegt dann der Unterkiefer desöfteren auf dem Teppich. :D Analoges shock and awe sozusagen.


    be.audiophil hat in einem posting geschrieben es gäbe keinen Analog- oder Digitalklang. Mmh,meiner Erfahrungen
    der letzten Zeit sagen mir das genaue Gegenteil - oder ist entsprechender "Digitalklang" immer noch soooooo
    teuer nach all den Jahren. ?(

    Eins von A_L_P_S. Wie in meinem ersten Posting erwähnt musste ich die Kiste aufschrauben.
    Und was steht auf dem Abschirmblech drauf ? Sony ? Nö. Alps.
    Das SM lässt sich auch nicht näher darüber aus und bezeichnet das Teil schlicht als Frontend.


    Ich habe den größeren ST-SA3ES mal mit dem KT7020 verglichen. Der Sony hat mir klanglich deutlich besser gefallen, insbesondere bei der Stereokanaltrennung. Auch die Empfangseigenschaften des Sony waren geringfügig besser (Großsignalfestigkeit). Leider habe ich den ST-S590ES noch nicht testen können, aber ganz schlecht kann der bestimmt nicht sein. Auf jeden Fall einer der komfortabelsten RDS-Tuner, ihm fehlt eigentlich nur die Frequenzdirekteingabe, sonst nix. Besonders die beiden getrennt zu schaltenden Antenneneingänge sind besonders interessant, wenn man neben einem Kabelanschluß auch noch eine Antenne anschließen mag.

    Nö,ist wirklich kein schlechter Tuner. Holt empfangsmäßig sicher das Maximum aus dem Alps-Frontend raus,ist sehr komfortabel. Wie gesagt ich hab ihn mir wegen den zwei Antenneneingängen
    zugelegt. Der Bauteilecocktail,vor allem der passiven Bauteile ist aber klar auf der ökomischen Seite. Und die Ausgangsstufe mit LPF,Muting und Low-Cost OpAmp,mmm. Da geht sicher noch was.

    Sicher, wenn ich im bezahlbaren Segment einen guten Tonarm suche, geht der Weg an diversen Japanern nicht vorbei. Einen ProJect Arm wäre da auch keine Alternative. Wir kommen hier aber ganz schön in Mißverständnisse weil, die Diskussion ja quasi alle Preisklassen umfaßt. Da findet man immer für beide Ansichten Argumente. Ich behaupte keins von beiden. Ich bin nur der Ansicht das, es keine allgemeingültige Aussage zu dieser Thematik gibt. So oft man das Thema Vintage/Gegenwart hier auch aufrollt. Es postet halt jeder seine Ansicht bzw. Hörerfahrung zum Thema.

    Versteh ich. Deswegen sollte man von vornherein differenzieren zwischen dem was Otto-Normal-User
    will - nämlich möglichst hohe Qualität zu möglichst niedrigem Preis - und dem betuchten Hobbyisten der
    auf der ewigen Suche nach dem akustischen Nirvana ist und wo Knete nun nicht so die Rolle spielt.
    Das sind zwei völlig unterschiedliche Perspektiven die aber jede für sich legitim und relevant ist und in
    einem historischen Abriss sollten auch beide dargestellt werden.
    Natürlich gibts die technisch geileren Sachen und schöneren Bilder immer im Topsegment. Dürfte jedem
    klar sein. Auch "Innovationen" finden augenscheinlich nur dort statt...und natürlich in der DIY-Ecke.
    Ebenfalls ein sehr interessantes Feld das nicht unberücksichtigt bleiben sollte. Viele versuchen dem
    Konsumterrorismus durch DIY zu entkommen und imho ist das im Lauf der letzten zwei Jahrzehnte
    gerade bei Phonovorstufen ein guter Weg um sehr viel Knete zu sparen.


    MfG. Axel

    Mmmh. Irgendwie teile ich die Ansicht von kendumi.


    Absolut gesehen gibt es heute sicher den einen oder anderen Tonarm im Topsegment
    des Marktes der besser ist als 30 Jahre alte Spitzenprodukte aus z.B. japanischer Industriefertigung.
    Trotzdem ist imho jemand der gerade frisch von der Vinylitis infiziert wurde z.B. mit einem ollen
    Pioneer PL-518 besser bedient als mit einem werksfrischen Rega oder Project.
    Was ich damit sagen will ist,das der technische Fortschritt der in den letzten Jahrzehnten gemacht
    wurde für das Gros der Interessenten finanziell schlicht unerreichbar ist und das im "normalen"
    Preisbereich schlicht auf "make believe" und Klavierlack gesetzt wird,aber die Qualität längst unter
    dem Niveau von anno vintage gesunken ist. Und das wissen natürlich die Leute auch. Kleines 1x1 und
    so.


    Mfg. Axel

    Hi all.


    Sorry,das ich diesen Thread nach ein paar Jahren wieder hoch hole,aber ich wollte deswegen keinen neuen starten.


    Letztens habe ich mir auch so einen ST-S590ES geholt. Kostenpunkt ~ 40€.
    Vor allem deswegen weil er zwei umschalbare Antenneneingänge hat. Per Kabel wird leider nicht alles eingespeist hier...
    Leicht defekt war er auch noch und so musste ich das Teil erst mal aufschrauben.
    Iss ja nu echt nicht viel drinne,bzw. alles hochintegriert und mit dem damals wohl oft verwendeten Frontend von Alps.
    Wie dem auch sei,das Teil ist zwar ne digitale Eieruhr,aber dafür ultrakomfortabel. Zumindest aus der Sicht eines
    Otto-Normal-Radio-Users.
    Klanglich ist es kein Gerät das den Unterkiefer auf den Boden fallen lässt,aber schäbig klingts beileibe auch nicht.
    Imho deutlich besser als z.B. ein Kenwood KT80,aber etwas schlechter als z.B. ein KT7020 oder KT1100.
    Was vor allem fehlt ist etwas die Luftigkeit und räumliche Darstellung.
    Allerdings wenn ich mir den Schaltplan so anschauen,lässt sich da vielleicht noch ein bißchen dran schrauben durch
    z.B. eine renovierte und modifizierte Ausgangstufe.


    Naja,vielleicht kann der Eine oder Andere ja was damit anfangen der einen RDS-Tuner sucht.


    Mfg. Axel

    Leider war das XL15 bei beiden X6ern die ich hier hab nicht mehr dabei. Bei einem,der wohl die letzten 25 Jahre
    inner Kneipe verbracht hat so nikotinbeschichtet wie der war,kam ein defektes Technics EPC270 mit. Beim anderen
    war ein fast neues AT10 dabei. Auch mit Rundnadel,aber imho nicht der Bringer soundmäßig. Liegt hier aber noch
    als Notnagel rum.


    Übrigens: Tolle Bilder und erstaunliche Frickeleien. :thumbsup: 8o

    Die Info über die Sony XL-MMs ist ja sehr interessant. Werd ich mal die Augen offenhalten
    nach XL-35/45. Hab bei Jico nachgeschaut. Anscheinend gibts in Japan sowohl elliptische
    Originalersatznadeln als auch SAS-Nadeln für beide Tonabnehmer. Muss ich also "nur" noch
    nen Body auftreiben....


    Mfg. Axel

    Erst mal thanks für die Antwort.
    Tja,warum nicht wieder ein DV ? Im Prinzip weil die mir zu teuer geworden sind.
    Für das DV23RS/II hab ich damals gut 300€ neu hingelegt,als Import aus Japan.
    Und das war damals schon recht happig im Vergleich zu den DV23R die ich vorher
    hatte. Die haben schlappe 250 DM gekostet.
    Mehr wie 300-400 Ocken wollte ich aktuell auch nicht ausgeben. Und da gibts bei DV
    einfach nix mehr. Das 23er wird schon lange nicht mehr hergestellt und NOS gibts
    das auch nur noch sehr selten und zum Liebhaberpreis. Das 17er kostet bald 3x soviel.
    Nö danke.
    Das Ortofon Black liegt da auch jenseits dieser Schwelle.
    Vom Soundsmith lese ich jetzt zum ersten Mal. Werd ich mal schauen.
    Von Sony würde mich das XL45 interessieren. Das ist allerdings auch schon uralt und
    Originalnadeln kann man suchen wie die Nadel im Heuhaufen.
    Das AT15XE ist zwar ebenfalls ein altes MM,aber es gibt noch Originalnadeln dafür. Es passen
    aber auch z.B. die ATN-20 mit Shibata- und die ATN15D-Nadeln mit Rundschliff drauf. 8o


    Mfg. Axel

    Persönlich glaube ich kaum das die Audiokassette eine Revival erleben wird wie in den letzten Jahren
    die Schallplatte. Selber hab ich zwar auch noch einige Dutzend alte Tapes mit Radioaufnahmen etc. und
    ein Tapedeck,aber aufnehmen warum wenn der PC an der Anlage hängt.
    Sicher gibt und wird es weiterhin eine Sammlernische geben,aber die wird klein bleiben imho.

    Die Überschrift sagt es eigentlich schon. Bislang habe ich einen DV23RSMK2 dran,aber der ist langsam EOL
    trotz sehr schonendem Umgang. Als Headshell hab ich das Original Sony und das AKG Magnesiumheadshell.
    Bin also was die effektive Masse angeht etwas flexibel. Betrieben wird der TA an den Phonostufen eines
    JVC A-X5. Ein DV-6X step-up ist auch noch vorhanden.
    Qualitativ möchte ich mich natürlich nicht verschlechtern,aber ich bin offen was das Prinzip angeht. Also es
    muss nicht unbedingt wieder ein MC sein. Näher angeschaut habe ich mir den AT15XE (MM) und den
    X3Turbo (HOMC). Allerdings kenne ich beide TA`s nicht. ?( Vielleicht wisst ihr Rat.