Beiträge von REGAphon

    Ich würde den Sound der Schritte mitschneiden, möglichst an einer Stelle mit wenig anderen Geräuschen, dann einer Frequenzanalyse unterziehen und anschließend die entsprechenden Frequenzen anheben. Alternativ die störendsten Geräusche analysieren und entsprechend absenken. Sollte etwa mit Audacity möglich sein.


    Bassbereich absenken ist sicherlich vorteilhaft, um etwa verdeckende Explosionen abzuschwächen.


    Gruß

    Christian

    Diese Szene kann sich keiner aus dem "Westen" vorstellen und verstehen.

    Hallo Ulli,


    danke für Deinen Beitrag, was Du berichtest, wissen viele nicht und darum ist es sehr interessant. Was ich allerdings überhaupt nicht teile, ist diese merkwürdige Verwendung von "verstehen", und das war bei Ronny ähnlich. Natürlich lässt sich die Erfahrung, in der DDR gelebt zu haben, nicht irgendwie "übertragen" und vor allem niemandem nehmen. Und natürlich bietet der gemeinsame Erfahrungshintergrund bessere Chancen für ein gegenseitiges Verständnis. Aber warum sollte man sich das, wovon Du berichtest, nicht vorstellen können oder nicht verstehen können? Kann ein "Ossi" etwa grundsätzlich den "Westen" nicht verstehen? Kann man bei einer Betriebsbesichtigung in einer fremden Branche nicht dennoch verstehen, wie die Produktion abläuft? Kann man manchmal nicht sogar jemanden besser verstehen, als diese Person sich selbst (in Hinsicht auf etwas Konkretes)?


    Mir kommt das ein bisschen so vor, als glaubte man, die eigene Identität solle einem geklaut werden. Und das liegt vielleicht tatsächlich daran, dass hinter dem oft betonten "Verständnis" in Wirklichkeit noch eine ganze Menge Abstand, Nichtwissen und Fremdheit gepaart mit Desinteresse steckt.


    Andererseits sollte man das aber auch nicht überbetonen. In meinem Bekanntenkreis müsste ich bei einigen wirklich überlegen, ob nun "Wessi" oder "Ossi" bzw. weiß es einfach nicht. Vor allem ist es einfach nur egal.


    Übrigens ist es in meinem Bekanntenkreis ohnehin nur eine ganz kleine Minderheit, die sich ernsthaft für Hifi interessiert, deshalb ist das Forum ja so attraktiv. Gerade jüngeren Menschen fehlt oft jedes Verständnis dafür, wozu man überhaupt eine Anlage braucht.


    Jedenfalls finde ich die mehrfach geäußerte Idee, Hifi in der DDR auch redaktionell zu thematisieren, sehr gut. Fand auch die MINT zu DDR sehr interessant, übrigens eine von zwei ausverkauften Ausgaben bislang.


    Beste Grüße

    Christian

    Na, dann danke ich für die Einladung, Ronny! Gästezimmer habe ich zwar keines, aber wenn Du mal in der Odermetropole Frankfurt sein solltest, lade ich Dich gerne auf ein Bier, Kaffee, Whisky etc. ein.


    Lieben Gruß

    Christian

    Tatsächlich hast Du hier eine Beleidigung rausgehauen. Offenbar hast Du, was ich geschrieben habe, irgendwie in den falschen Hals gekriegt. Ich habe von meinen persönlichen Erfahrungen berichtet, nichts anderes. Ich muss Dir leider recht geben, ich verstehe Dich wirklich nicht, aber vielleicht erklärst Du es ja noch.

    Es gibt wohl tatsächlich ein Gefälle bei "bürgerschaftlichem Engagement", wobei die Zahlen von 2013 sind. Für die Kategorie, in die die AAA fallen dürfte, sieht es so aus:


    Zitat


    Kultur-, Kunst- und Musikvereinen (alte Länder 10%, neue Länder 5%)


    Quelle: https://www.beauftragter-neue-…ement_ostdeutschland.html


    Als "Wessi", der seit zehn Jahren im Osten lebt, kann ich das zumindest teilweise für mein persönliches Umfeld bestätigen, wobei ich dabei jetzt nicht von Vereinsengagement spreche (AAA-Mitglied bin ich nämlich auch nicht), sondern von den Inhalten:


    Wer sich für technische Daten von Hifi-Geräten interessiert und sich für 'nen Verstärker begeistern kann, kommt eher aus dem Westen. Wobei ich auch da im Freundeskreis nachlassendes Interesse ausmache, was aber vermutlich eher mit dem Zeitverlust bei jungen Familien zusammenhängt.


    Interesse an Musik allgemein ist dann allerdings noch mal eine andere Sache, wo ich persönlich keine Unterschiede erkennen kann.


    In Sachen Schallplatte ist es wiederum schwerer zu sagen. Der größte Vinyl-Enthusiast, den ich kenne, kommt jedenfalls aus der (ost-)deutschen Punkszene, produziert selbst immer mal wieder in Kleinstauflage LPs - mit sehr viel Liebe und Zeitaufwand. Dabei achtet er sehr darauf, dass der Klang möglichst mies ist (andererseits retourniert er aber auch schon mal die komplette Auflage, wenn es einen Höhenschlag gibt). Perfektionismus des schlechten Klangs quasi. Das macht er aber natürlich nicht im Verein.8)


    Grüße von der Oder

    Christian

    Mittlerweile sind ja weitere Neuausgaben dazugekommen, neben der MFSL nun das 50th Anniversary Deluxe-Edition-Set mit den verschiedenen Mixen als Bonus auf CD sowie Hi-Res DVD. Ich besitze die Sundazed Ausgabe, mit der ich sehr zufrieden bin. Welche Ausgabe könnt ihr mir empfehlen, welches ist die beste?


    Danke und Gruß

    Christian

    Also ich finde in der Hinsicht klirrreiches Material hilfreich, greife allerdings zu verzerrten E-Gitarren, gerne Sonic Youth oder Neil Young. Auch in der Aufnahme übersteuertes Material eignet sich gut. Voraussetzung ist natürlich, dass man die Aufnahmen gut kennt, auch in verschiedenen Szenarien.


    Ergänzung: Bei unverzerrtem Material müssen schon recht grobe Beeinträchtigungen vorliegen, damit es hörbar wird.


    Gruß

    Christian

    Ich gebe noch zu bedenken, dass beim "live hören" und bei der Aufnahme unterschiedliche Impedanzverhältnisse herrschten:


    • bei Musikant-Phonitor 450 Ohm : 10 KOhm - geht, aber nicht optimal
    • bei Musikant-Babyface Pro 450 Ohm : 470 KOhm - optimal

    (vgl. dazu hier)


    Ob dieser Unterschied für einen "Röhreneigenklang" relevant ist, weiß ich nicht, man sollte ihn aber berücksichtigen.

    So, kurzes Abschlussstatement. Ich bin insgesamt sehr zufrieden, das ist ein deutlicher Fortschritt, der mir gezeigt hat, dass das Impedanzverhältnis nicht nur bei Tonabnehmern und Pres wichtig ist. Der Hochton ist jetzt klarer, Details wie etwa Nachhall deutlicher, was zugleich die Tiefenstaffelung verbessert. Saiten-, insbesondere Streichinstrumente haben mehr Schärfe, klingen durchdringender und damit echter. Die Bässe sind fester.


    Die Radial habe ich bereits zurückgeschickt. Praktisch war diese Lösung aber nicht. Diese Übertragererfahrung (vor dem Pre kannte ich Übertrager zuvor schon, dahinter noch nicht) war allerdings sehr spannend. Während ich mit dem Funk mitten in der Musik bin (gerade über KH), trat mit Übertrager die Musik gewissermaßen etwas zurück, sodass sie im Ganzen besser erfassbar war, ohne dabei an Detailreichtum zu verlieren.


    Am Wochenende habe ich noch den Funk mit Monoplatten und DigiCheck auf Kanalgleichheit getrimmt (war ein günstiger Rückläufer, bei dem sie nicht mehr stimmte) und die Geräte ausgephast (gehörmäßig auf minimalen Brumm). Jetzt hört es sich fast so an, als hätte ich bereits einen besseren KH, dabei kommt der erst noch. Ich kann nur jedem empfehlen, der ein unpassendes Impedanzverhältnis bzw. einen Pre mit hohem Ausgangswiderstand hat, mal einen hohen Abschluss zu probieren.


    Gruß

    Christian

    Ich kann ja mal eine Klirrmessung mit und ohne Matte machen.

    Das wäre klasse, Tom. Ich vermute da den technischen Hintergrund von Klangunterschieden bei verschiedenen Matten. Je vollflächiger die Ankopplung und besser die Bedämpfung, desto weniger Klirr. Beim bfly-Plattengewicht hatte ich mal weniger Klirr als ohne gemessen, bin aber nicht sicher, ob eingesetzte Software und Equipment ausreichend waren.


    Gruß

    Christian

    Hallo Jokeramik,


    solange es gefällt (etwa der EAR 834 P), ist es doch okay. Es muss sich schließlich niemand dem High-Fidelity-Gedanken verpflichten. Und noch nebenbei gesagt: auch die BBC hat (modifizierte) 834 P eingesetzt.


    Ich höre übrigens gerade mit dem Funk. Verbindung zum Musikant ist nun ein 30 cm Funk B-62 mit 42 pF/m. Es ist schon faszinierend, es klingt wieder anders. Erster Eindruck:


    - so detailliert wie mit der Radial

    - Laufgeräusche (Knacken, Knistern) sind präsenter (so gesehen, noch detaillierter)

    - druckvoller, wo es zur Sache geht (schnelle elektronische Musik)

    - sehr klar

    - am Auffälligsten ist aber die ausgeprägtere Räumlichkeit. Kann ich über KH gerade nicht genauer einordnen, aber die Ortung ist definitiv anders und "vielschichtiger", vermutl. eine bessere Tiefenstaffelung


    Gefällt mir sehr gut. Soweit und beste Grüße

    Christian

    Studiogeräte, also Maschinen, mit denen die Musik aufgenommen wird, die Du hörst, besitzen immer einen sehr niedrigen Ausgangswiderstand. Also für mich ist das immer eine Frage in welcher Art und Weise das Schaltungskonzept optimiert und ausentwickelt wurde. Deshalb auch der Hinweis auf entsprechende Röhrengeräte von Siemens, die ja auch immer noch sehr begehrt sind und klanglich für viele Menschen das Beste darstellen. Aus meiner Sicht klingt das eher wie eine Entschuldigung dieses Problem des Ausgangswiderstandes nicht berücksichtigt zu haben und somit die daraus entstehenden Probleme auf den Nutzer zu verlagern. Ist aus meiner Sicht untragbar und nicht in Ordnung.


    Hi,


    ich will Dir inhaltlich gar nicht widersprechen, der Fairness halber muss man aber sagen, dass Deine Kritik auf viele Hi-Fi-Geräte zutrifft. Hier nur mal als Beispiel zwei beliebte Röhren-Phonopres:


    Croft RIAA R, Ausgangswiderstand 630 Ohm (Stereoplay 08/15)


    E.A.R. P 834, Ausgangswiderstand ca. 530 Ohm

    (https://www.stereophile.com/content/ear-834p-phono-preamplifier-measurements)


    Gruß

    Christian