Posts by REGAphon

    Es gibt solche und solche Picturedisks. Es gibt welche, die kaum schlechter klingen als eine normale Schallplatte. Und es gibt welche, die schlichtweg grausam klingen...

    Genau. Hier mal zwei Beispiele für ganz gut klingende:


    Sublime - 40oz. To Freedom


    Sublime - Sublime


    Aber Achtung, es handelt sich jeweils leider nicht um das komplette Album, waren die ersten Veröffentlichungen auf Vinyl überhaupt.


    Gruß

    Christian

    Hallo Uwe,


    ich habe eben mal das Stück Tom the Model digitalisiert und verglichen. Vor allem muss man den Pegelunterschied berücksichtigen, die Originalversion ist ca. 3 dB lauter geschnitten. Das relativiert dann auch meine Aussage von gestern Abend. Wo ich schon beim Relativieren bin, auch mit meinem Tipp, was den Dynamikumfang anbelangt, lag ich daneben. Bei dem Stück misst foobar jeweils DR=11. Wenn man zwischen den Stücken nach Pegelausgleich hin und her schaltet, ist das unterschiedliche Stereopanorama am auffälligsten. Beim Reissue ist der linke Kanal durchschnittlich 1,5 dB lauter als der rechte und entsprechend klingt es beim Reissue links voller bzw. nach links verschoben. Da es beim Reissue aber auch irgendwie stimmiger klingt, wurde vielleicht ein bestehendes Ungleichgewicht korrigiert. Mehr ist mehr erst einmal nicht aufgefallen.


    Gruß

    Christian

    Beth`s Stimme steht im Raum vor Dir, Emotionen pur. Die Instrumente harmonieren mit Ihr wie eineiige Zwillinge.

    Hi Uwe,


    ich hatte gestern in der Tat nur das Reissue gehört, und habe eben mal die A-Seiten verglichen. Was Du über das Verhältnis von Stimme zu restlichen Musik bei der neuesten Reissue schreibst, empfinde ich auch so. Vielleicht war es aber auch etwas zu viel des Guten, bösartig könnte man sagen, es klingt gegenüber dem Original etwas weichgespült. Ich tippe auch mal, dass das Original den höheren Dynamikumfang hat. Für ein abschließendes Urteil muss ich aber noch mal genauer hinhören.


    Schönen Gruß

    Christian

    Es fängt an Spaß zu machen! Habe gestern den "Musikanten" niedriger abgeschlossen (500 Ohm), was die Wiedergabe kontrollierter macht und zugleich die Räumlichkeit stark verbessert hat, damit ist insbesondere die Tiefenstaffelung gemeint. Hatte zwischendurch auch noch einmal die JJ drin, der Unterschied erschien mir nicht mehr so stark, wie zu Beginn.


    Die JJ sind übrigens mit 2x6,4 mA angegeben, die Psvane mit 2x12 mA. Welche Rolle spielt das? Für den Gesamtverstärkungsfaktor jedenfalls keine, denn der ist mit beiden gleich.


    Gruß

    Christian

    Hallo Uwe,


    ich habe mir damals das Original gekauft, war und bin von der unglaublich schönen Musik begeistert, habe mich aber auch immer ein bisschen über die schlechte Pressung geärgert. Das MOV Reissue habe ich leider verpasst.


    Jetzt habe ich gleich zugeschlagen, und leider ist der Eindruck doch wieder etwas zwiespältig: Durch das Remaster hat die Musik noch einmal gewonnen, die Pressung ist aber wieder nicht optimal. Mein Exemplar ist zwar nicht wellig, aber liegt auf einer Seite nicht plan auf. Zudem steckt die Platte in einer ungefütterten, bedruckten Innenhülle (sonst hätte ich sie aufgeschnitten). Das wäre alles nicht so wild, aber auf der A-Seite habe ich fast durchgängig ein feines Knistern im rechten Kanal. Aufgrund dieser Einseitigkeit glaube ich nicht recht an eine Verschmutzung. Die B-Seite ist zwar auch nicht komplett knisterfrei, aber insgesamt doch als gut bis sehr gut zu bezeichnen.


    Dennoch, wer die Platte nicht hat, eine ganz große Empfehlung, einfach wegen der großartigen Musik.


    Gruß

    Christian

    Moin,


    da sich gegenüber dem letzten "Rollen" doch einiges verändert hat, hier die Übersicht über die Kette:

    • Denon DL 304
    • Übertrager 1:20
    • Rö-RIAA "Musikant" (wie oben) - hier erfolgt der Röhrentausch
    • Funk SAM-1B Symmetrierverstärker
    • SPL Phonitor 2 (wie oben)
    • Kopfhörer AKG K812
    • Aufnahme mit RME Babyface Pro (wie oben), Messungen mit Digicheck oder Adobe Audition 3.0

    Habe vorhin noch einmal die Psvane gemessen, nach ca. 12 h Betrieb. Die Werte haben sich nicht signifikant verändert (es ist also auch nichts lauter geworden). Da ich die Psvane als Pärchen gekauft habe, habe ich auch das 2. Exemplar gemessen, es unterscheidet sich nur insofern, als dass der Klirr noch etwas höher ist. Die folgenden Werte gelten für alle drei gemessenen ECC82 (JJ, Psvane Exemplar 1 und 2) und wurden über den Phonopre, also mit RIAA-Entzerrung vorgenommen:


    Rumpelabstand (Diff. Pegel Leerrille/1 kHz): ca. -39 dB

    Rausch- bzw., da hier dominant, Brummabstand (Diff. Pegel abgeh. Tonarm/1 kHz): -49 dB


    Da die Postbotin heute neuen Stoff dabei hatte, höre ich auch schon wieder. Gerade sehr schön: Sam Rivers Contours.


    Hört gut

    Christian

    So, ein paar erste Höreindrücke:


    - wuchtigerer Bass - vielleicht aufgedickt

    - ausgeprägterer Mitteltonbereich

    - Höhen unauffällig, jedenfalls nicht schlechter

    - insgesamt voller

    - schlechtere Durchhörbarkeit

    - Transientenwiedergabe unverändert gut, impulsiv


    Entspricht nicht meinen Erwartungen, hatte eher einen "analytischeren" Klang erwartet.


    Beobachtung: Gegenüber der gewohnten Abhörlautstärke nehme ich den Regler immer weiter zurück. Entweder es wird wirklich lauter (messe morgen noch einmal), oder es liegt am volleren Klang (mehr Klirr), oder ich werde "höhrmüde" (was auch kein gutes Zeichen wäre).


    Ich werde mir den Spaß natürlich nicht nehmen lassen, irgendwann später einen Blindvergleich durchzuführen - der letzte beim Tube Rolling ging voll in die Hose, siehe oben.


    Und weiter geht's ...

    Warum, wenn ich es auch optimieren kann. Soweit ich mich erinnere, kann das menschliche Gehör Lautstärkedifferenzen ab 0,5 dB wahrnehmen. Und meiner Erfahrung nach ist man gerade sehr empfindlich, was Verschiebungen im Stereopanorama anbelangt. Und da ich dazu noch nicht einmal die Phonovorstufe öffnen muss, sondern am Funk Symmetrierverstärker außen nur eine Spindelschraube drehen muss ...


    Beste Grüße

    Christian

    So, das war ein Schnellschuss vorhin, bezüglich Rausch- und Brummabstand nehmen sich JJ und Psvane nichts. Einziger bislang relevanter messtechnischer Unterschied: Mit der Psvane klirrt es mehr. Das sehe ich anhand des Frequenzverlaufs beim 1 kHz-Sinus, eine eigenständige Klirrmessung kann ich nicht durchführen.


    Beim ersten Musikhören fällt mir erst einmal nichts auf, weder positiv noch negativ.


    Soweit, so uninteressant

    Psvane 12AU7 - ECC82 Mk II


    Hallo zusammen,


    da ich nichts so recht weiß, wohin mit diesem Beitrag und dafür keinen neuen Thread eröffnen wollte, füge ich ihn mal hier an.


    Nachdem mir die Psvane ECC83 als 1. und 2. Röhre gut gefallen haben, habe ich nun auch die 3. Röhre getauscht. Die ECC82 dient dort nur als Impedanzwandler, gesteckt war eine JJ mit Gold Pins. Die Verstärkung ist auf einem Kanal gleich geblieben, auf dem anderen um ca. 0,5 dB verschoben (mit Digicheck und 1 kHz-Sinus von Testschallplatte gemessen). Ich musste also die Kanalgleichheit anpassen. Ob das jetzt aufs Konto von der JJ oder der Psvane geht, weiß ich nicht, selektiert auf gleiche Werte sind eigentlich beide.


    1. Vergleich: Rauschen

    nachträgliche Korrektur: ob die Psvane wirklich weniger rauscht, muss noch genauer überprüft werden


    Gehört wird später, wenn die neue Röhre schon ein paar Stunden gelaufen ist.


    Beste Grüße

    Christian

    Hallo Martin,


    vermutlich mal wieder eine doofe Frage, aber ich verstehe es nicht: Die 1. Röhre mit ihrer Eingangskapazität liegt doch hinter dem Übertrager, ist also sekundär, dann müsste doch primär die Kapazität für den TA entsprechend dem Übersetzungsverhältnis mal 20² vorliegen, oder nicht?


    Danke und Gruß

    Christian

    Hallo Martin,


    150 pF sekundär? Dann werden aus den 150 pF (durch den Übertrager in 1:20) *20*20=60.000 pF = 60 nF primär. Bei niedrigeren Übersetzungsverhältnissen läge der Wert natürlich niedriger.


    Im (viel) höheren kapazitiven Abschluss eines MC liegt dann zwar kein grundsätzlicher, aber ein doch gewissermaßen immer vorhandener praktischer Unterschied gegenüber sonst gleicher (Gain, Impedanz) reinen MC-Transistorverstärkung vor. Wenn von "Übertragerklang" gesprochen wird, sollte das berücksichtigt werden.


    Wäre mal interessant, (ob) wie sich der Klang bei einer reinen MC-Transistorverstärkung bei entsprechenden Kapazitäten ändert.

    Das reicht doch eigentlich. Ich laß meine Phono bei dieser Frequenz auslaufen. -3dB bei 12KHz. Reicht

    Wenn ich bedenke, dass ich von 14 kHz aufwärts ohnehin nicht mehr viel höre ... :/


    Beste Grüße

    Christian

    Hallo Namensvetter,


    ich denke, Du hast alles ausprobiert und das Problem auf den TA eingegrenzt. Nimm Kontakt zu einem Spezialisten auf, sonst kommst Du nicht weiter. Kosten (außer Portokosten) sollten erst bei einer Reparatur anfallen, zumindest war es bei Axel Schürholz so. Hatte ihm mal ein defektes DL 304 zugeschickt, bei dem sich herausstellte, dass der Spanndraht gerissen war und sich nichts mehr machen ließ (neuer Verwendungszweck, siehe mein Avatar). Ich glaube, ich musste noch nicht einmal das Rückporto bezahlen (es war allerdings auch nicht mein erster Auftrag bei ihm).


    Beste Grüße

    Christian

    Hallo Christian,


    so, wie Du es beschreibst, scheint bei dem System etwas mit dem Generator nicht zu stimmen und/oder mit dem Dämpfer. Ferndiagnose ist aber schwierig. Ich würde es zu einem Spezialisten schicken, dann hast Du Gewissheit.


    Ich drücke die Daumen

    Christian

    Hallo Martin,


    danke für den ergänzenden Hinweis! Bei mir ist es ja eine Triode, ECC83. Dann könnte es also ohne zusätzliche Kapazität passen, wenn ich Dich recht verstehe.


    Mir ist übrigens kürzlich eingefallen, dass ich den Frequenzgang meines DL 304 ja genau kenne - durch den beiliegenden Messschrieb. Demnach (und im deutlichen Unterschied zu einem anderen, mehr linearen Exemplar, das mal hatte) läuft es bis ca. 14 kHz linear. Dann beginnt die Kurve sanft zu steigen, bei 20 kHz knapp +2 dB, im Maximum bei 35 kHz etwas über +2 dB, dann sinkt die Kurve wieder leicht ab, bei 50 kHz endet der Messschrieb. Gemessen bei einer Last von 1 kOhm, leider keine Angabe zu Kapazität. Bei dieser leichten Höhenbetonung sollte ein Abschluss mit 500 Ohm im Sinne größerer Linearität ganz gut passen, denke ich. Dann werde ich noch mal mit dem hochohmigen Abschluss (Widerstand der Triode) vergleichen (der mir im Vergleich zu den bisherigen 200 Ohm besser gefällt).


    Beste Grüße

    Christian

    Transformation der Kapazität durch einen Übertrager


    In Beitrag #18 wird davon ausgegangen, dass die Kapazität, die der TA "sieht", im Quadrat herabgesetzt wird (siehe das Schema). Anderswo lese ich, dass sie im Quadrat hinaufgesetzt wird. Was ist richtig?


    Ich frage, um den Kondensator für einen Abschlussstecker für meine Phonovorstufe richtig zu dimensionieren. Davor hängt ein Übertrager 1:20. Impedanz soll 200 kOhm sein, die dann in 500 Ohm für den TA resultiert. Welche Kapazität wäre unkritisch?


    Nachtrag: Für den TA Denon DL 304 finde ich übrigens in einem Forumsbeitrag noch die Angabe 50 µH für die Induktanz, falls das weiterhilft.


    Danke und Gruß

    Christian

    Hallo zusammen,


    heute habe ich noch einmal ein anderes Stück digitalisiert und im Blindvergleich gehört: Snake In The Grass vom Album Infection In The Sentence von Sarah Tandy. Tandy gehört zur "jungen" Londoner Jazzszene, das Album ist ihr Debut aus diesem Jahr. Das Stück ist mein Favorit vom Album, rhythmisch ein Reggae, mit schönen Bläsersätzen zum vom Tandy virtuos gespielten Keyboard. Das gesamte Album ist rein instrumental. Aufnahme und Pressung sind gut.


    Aufnahme 1 erfolgte mit einem Abschluss von 250 Ohm, Aufnahme 2 hochohmig ohne Abschlussstecker (Widerstand der 1. ECC83 maßgeblich).


    Und ja, ich meine einen Unterschied zu hören: Aufnahme 2 klingt etwas voller und lebendiger, das gefällt mir besser. Insgesamt ist der Unterschied aber nur schwer zu erhören. Im Blindversuch über Foobar2000 unter Pegelangleichung komme ich auf 9 richtige Zuordnungen in 12 Versuchen, drei Mal habe ich also daneben gelegen. Bei der Rate 9/12 ist es allerdings unwahrscheinlich, dass ich bloß geraten habe.


    (Einen neuen Abschlussstecker in 470 Ohm habe ich noch nicht, in der Frage also noch nichts neues.)


    Soweit, noch einen schönen Abend

    Christian