Posts by blademage

    Ich schließe mich an. Die Obsidian-Zarge ist schon ganz toll. Ich hatte nicht lange das Vergnügen, da ich mehr dafür bekommen habe, als ich für Laufwerk und Zarge bezahlt habe. Das Laufwerk sitzt nun in einer Holzzarge, die auch nicht schlecht ist (hat zwei Basen). Klanglich würde ich sagen, dass der Rückschritt durch begleitende Maßnahmen minimalst gehalten wurde (die Holzzarge ruht auf einer Granitplatte, die vom Tisch entkoppelt ist, die "große" 12" Armbasis wurde gegen eine aus Granit ersetzt).

    An der Obsidian-Zarge würde ich nichts ändern. Das meiste Potential steckt, wenn alles (Netzteil, Laufwerk) 1A funktioniert, im Arm bzw. dem Tonabnehmer. Leider sind bei den meisten EPA100 die Lager nicht mehr in Ordnung ;-(

    Hallo Marcel,


    probier mal umgekehrt, elektrischen Kontakt zwischen Abnehmerbody und Headshell, also weglassen der Plastikbeilagscheiben/-plättchen oder zwei Streifen Alufolie.

    Es kann aber auch im Headshell ein Problem geben. Ich hatte solche Probleme auch mit einem Mk2 Headshell, das optisch gleiche von Thakker brummt nicht.

    Ebenfalls könnte sein, dass die Kabel "falsch" angeschlossen sind, würde man aber wohl auch klanglich wahrnehmen (passiert mir immer wieder bei alten Elacs).

    Unabhängig davon, woher das Angebot kommt, sind "wahre Schnäppchen" immer mit Vorsicht zu genießen.

    Aber meine Erfahrung mit den Nationalitäten ist die, dass in Deutschland und UK viel mehr Wert auf Korrektheit gelegt wird, als im Rest Europas. Weniger gute Erfahrungen habe ich schon mit Käufen aus Frankreich, Portugal und Ungarn gemacht (ein Receiver aus Frankreich kam nie an, ein Headshell aus Ungarn war nicht das erworbene und die Technics Haube aus Portugal kam in zwei Teilen an). Und je kürzer der Versandweg, umso weniger Risiko besteht natürlich für Transportschäden.

    Vintage Geräte und "moderne" Lautsprecher können aber eine ebenso entzückende Kombination sein, wie umgekehrt auch. Das Einzige, das man vor dem Probieren, um das man nicht herum kommt, beachten sollte, ist die Impedanz, da manche moderne Lautsprecher arge Werte mitbringen, die einen "alten Hasen" vielleicht aus dem Takt bringen können.


    Besonders gefallen mir moderne Klipsch an kleinen Vintage Receivern. Durch den recht hohen Wirkungsgrad der Boxen und die damalige Verstärkerabstimmung entsteht eine ganz neue "Unbändigkeit", die zwar nicht zwingend "highfidel", aber doch immer wieder packend ist.

    Ich bin ja lange vor dem selben Problem gestanden.

    Am Ende habe ich dann alles zusammengekauft, was ich finden konnte: NAD 20, Philips RH 423, B&W DM110, die mir alle nicht so ganz zugesagt haben - die B&W sind viel zu groß, dann neue Boston A25 und schlussendlich ALR Entry 2M aus den 90ern (die genau meinen Geschmack treffen). Im Esszimmer habe ich das Anliegen Vintage dann schließlich aufgegeben und die Boston stehen gelassen mit einem modernen Stream-Receiver von Pioneer, einem SACD-Player dazu und einem Vollautomaten (erst ein SL1900, nun ein Denon DP21f).

    Was ich noch ins Auge gefasst habe, waren aktuelle Dalis (Oberon mit ihren Retro-Bespannungen).

    Bei mir ist es so:


    Neue Platten finden sich im Ess-/Wohnzimmer wo Gäste auch mal auflegen - da steht ein Vollautomat.

    Platten, die mir sehr gut gefallen, wandern dann nach einer Wäsche rauf ins Musikzimmer.

    Meine Schätze finden sich eben dort im Musikzimmer, wo mehrere Dreher stehen. Einer für 10" (Dual CS5000), einer für 7" (Monitor Audio ET500 mit SME3009), einer mit "Rockabnehmer" (Lenco L75 mod 12" Jelco EPC270II/SAS, und ein SP10 mit "Feingeist" mit AudioMods V Hana SL und Jelco12" mit Wechselheadshell für Abwechslung.

    Im Büro steht auch noch ein Dreher, da gibt's aber nur ab und zu, wenn ich viel Arbeit habe und mir die Platten dahinschicken lasse, mal Vorverkostungen;)

    Für mich muss ein Tonarm:


    1.) präzise sein

    2.) möglichst reibungsarm drehen

    3.) eine "gute" Geometrie besitzen

    4.) flexibel sein bei den Justagemöglichkeiten

    5.) robust sein


    der 4. Punkt ist wohl der schwierigste, da eff. Masse und Einstellbereiche einander beeinflussen.

    1.) und 2.) schaffen seit 40 Jahren wohl alle, 3.) die meisten und 5.) zeigt immer erst die Zeit.


    Exotische Konstruktionen sind immer faszinierend, aber ganz ehrlich: Mir reichen meine SA750L allemal. Der klangliche Unterschied zwischen zwei Hana SL (ein Jahr Altersunterschied, ca. 150 Plattenseiten) ist größer als der zwischen 9" PUA1500 und 12" Jelco.

    Ich wollte mich mal herzlich bei Jürgen bedanken.

    Es ist nicht selbstverständlich, dass jemand der, auch wenn er Spass an seinem Job hat, davon lebt, etwas zu verkaufen, die Informationen so offen zugänglich kommuniziert.

    Danke also für die Infos und Eindrücke und ich freu mich, dass Du Spass daran hast.


    Was mich noch richtig reizen würde, wären Vergleiche über die Jahrzehnte und Preisklassen, da wirds nur leider schwierig mit der Beschaffung. Aber interressant fände ich einen Vergleich der Ellipsen und Shibatas aus den alten und neuen Baureihen und Preisklassen (z.B. AT12Sa : AT95S : VM95SH : VM750SH und AT10 : AT95 : VM95 : VM530EB, oder die Evolution der OC9 (ich liebe mein II-ML, wie auch mein 12Sa).

    2x Meridian und gut ists. Du wirst überrascht sein, wie wenig das ausmacht.


    Bei meinem Onkyo Receiver TX4500 (mit DM110) machte es Sinn, die 0,2mm² DIN-Kabel (meine Kopfhörer hatten mehr^^) gegen 2,5mm² 08/15 zu ersetzen. Aber zwichen Luxman 383 und ALR Number5 machte es keinen Unterschied zwischen 2,5mm² Noname und Bi-Wiring mit 2 x Kimber 8PR. Ausser dem optischen Reiz und der Angst, wieder mal ran zu müssen war nix anders. Bei ~ 200 W reichen 2,5² allemal. Bei 300W dann 4mm². Darüber wirds dann mit BiWiring erst sinnvoll, weil man die noch höheren Querschnitte sonst nicht / nicht leicht verarbeiten, bzw. verlegen kann.


    Kabel sind der allerletzte Feinschliff der Anlage, so sie halbwegs passen (google mal Kabelquerschnitt Verstärkerleistung Lautsprecher). Wobei sogar die ProJect Kabel (Connect It LS) mit <1mm² meist ausreichend sind.

    Ich hatte einen kleinen Kenwood ohne Probleme und auch mein KD500 läuft ohne irgendwelche Probleme. Also grundsätzlich würde ich nicht von Baustellen reden.

    Eine Reparatur wird schon lohnen, nur € 330,- für ein defektes Gerät erscheint mir schon recht "wild". € 400,- für einen einwandfreien ist wiederum (heutzutage) recht günstig.

    Ich nutze meinen (ex-)L75 auch sehr regelmäßig.

    (sehr) schwere (Multiplex/MFD/Fichte/Buche/Tigerwood) Zarge, geändertes Tellerlager, doppelter Teller, 12" Jelco, Hana SL. Kampfgewicht 31kg.

    Steht zwischen einem SP10 und einem feinst optimierten Dual 505-2. Je nach Laune und Befinden wird in dem Zimmer einer der drei genutzt. Sie machen jeder auf seine Art Spass. Dem Lenco kann ich für 20 Sek. den Saft abdrehen, ehe man die ersten Anzeichen bei der Drehzahl hört, der SP10 ist einfach eine Drehmomentgewalt und der Dual das "genaue Gegenteil" der beiden ;)

    Was Cinchkabel angeht, kann ich nur empfehlen, die originalen gegen "ähnliche" dünne, billige, hässliche, ... Kabel zu ersetzen. Die sind idR. am einfachsten zu verarbeiten und passen von den Parametern meist besser als teurere Speziakabel.

    Bei meinem CS5000 (es war ein Cinch-Stecker defekt) habe ich auf ein Super-Duper-HighEnd-Sanyo Kabel gesetzt, das damals (Anfang 90er) bei einem Tapedeck dabei war. Kapazität gemessen: 89pF/91pF (l/r) auf 2,2m. Ein traumhafter Wert. Stecker an einem Ende abgezwickt angelötet, glüklich. Und es sieht absolut original aus, wenn man nicht weiss, dass links im original weisse Stecker hatte statt schwarz.

    Sonst geht meine Empfehlung zu flexiblen (immer seltener werdend) RG58 Strippen (alte BNC Ethernet-Kabel). Aber es gibt hier gefühlte 100 Jahre Lesestoff zum Kabelthema:)

    Am Ende entscheiden meist optische Präferenzen, Geldbeutel und praktischer Nutzen.

    Die einfachste Methode, zumindest zur Fehlereingrenzung, ist sicher, den Kurzschließer zu umgehen und Cinchkabel anzulöten, wobei ich empehlen würde dafür eine Art Terminal zu verwenden und nicht viel / mehrfach an den Tonarmkabeln zu löten. Ich habe da gute Erfahungen mit Schuhschachtelkarton und Büroklammern (als Provisorium absolut tauglich) ;)

    Wenn das Problem dann behoben ist, kann man sich über den Kurzschließer machen, ihn reinigen, oder was auch immer da zu tun ist.

    Dual hat leider damals mit den Headshells gute Ideen aber kein gutes Händchen gehabt. Daher eben, auch bei neuem, sauberen System die Idee mit den Kontakten (die ja zwar neu und sauber, aber platt und Kontaktschwach sein könnten).

    Es kann natürlich auch noch an der Tonarmverkabelung selbst, dem Anschlussterminal oder dem Weg von da zu den DIN Anschlüssen liegen. Ein Umbau auf Cinch ist reversibel und nicht abwegig zumindest zur Fehlersuche.

    Auf jeden Fall gibt es Unterbrechungen oder Kurzschlüsse zwischen Tonabnehmer und Verstärker... So lang und komplex ist die Leitung nicht.


    PS: Hier noch ein, hoffentlich hilfreiches, Bild aus der Google-Suche:

    [Blocked Image: http://up.picr.de/20029939oy.jpg]

    Der 721 hat doch auch den Tonkopfschlitten, oder? Wenn ja, tippe ich da auf einen Kontaktfehler. Einfach mal abnehmen, Kontakte reinigen und ggf. etwas nachbiegen.