Posts by blademage

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    Aber um nochmal auf die Upgrade-Thematik zurückzukommen:
    Wie hoch müsste ich denn greifen, um eine spürbare Verbesserung zu erreichen?

    LG, Simon


    Tja: Wenn Du € 20.000,- in die Hand nimmst und dann der neue, wie der alte Dreher nicht ordentlich justiert sind, hast Du noch immer keine spürbare Verbesserung.


    Also: Versuche bitte erstmal das MC1 soweit ordentlich zu justieren (Geometrie und Auflagekraft) und abzustauben und überlege Dir dann einen anderen Vorverstärker. Aufgrund der vielen Verstärkungsfaktoren würde ich die Phonobox S2 von ProJect empfehlen. Ist sicher ein brauchbarer Schritt nach vorne, der auch schon genug kostet.


    Der nächste Schritt ist dann zu überlegen, ob Du den DP37f einfach nur nicht mehr sehen/haben willst, denn ansich ist er ein solides Laufwerk mit nicht so schlechtem Arm, nur ist der Arm halt keine Schönheit. Ordentliche Systeme, die dann auch sehr gut zum Dreher und der Phonobox passen, gibt es haufenweise. Es ist eine Preis-/ Geschmacksfrage, die nicht leicht zu beantworten ist.


    Wohl gut passend wären:

    MM: AT VM540ML oder Ortofon Vinylmaster Blue

    MC High: Ortofon MC3 Turbo oder Sumiko Bluepoint No.2, da wirds langsam teuer...

    MC Low: Hier wird dann die Auswahl an feinsten Facetten reich: vom "einfachen" AT-OC9 über Grado Statements, Ortofon Quintet, AT33,... bis in die zig tausende.


    Kann man alle an den DP37f hängen, genauso wie alles andere, was Dir hier empfohlen wird:)


    Also bitte erstmal prüfen, ob Du was neues willst und ob das, was da ist, nicht wieder gut gemacht werden kann.


    Das MC1 Turbo ist so schlecht nicht, mir hats besser gefallen als das DL110. Das MC3 Turbo ist das Upgrade dazu, aber imho zu teuer. Da würde ich mich wo anders umschauen.

    Der DP37f ist so schlecht nicht. Nur ist er, je nach Furnier nicht unbedingt eine Augenweide

    Ob der Art DJ II (speziell beim HO-MC) besser ist, als der eingebaute Phonozweig im NAD?


    Viel Erfolg bei der Selbst- und Lösungsfindung

    Er ist wohl annährend baugleich mit dem 435 von Dual und der ist so schlecht nicht.

    Um ~€ 400,- ist ein OM10 schon ok, der Arm "kann" mehr als so manch anderer in der Kategorie und es ist ein vollautomatischer Plattenspieler. Es gibt Menschen, die auf sowas großen Wert legen.

    In den Regionen, in denen "wir" Plattenspieler kaufen, gibt es keine Automatik. Und im Vergleich zum DP29f (ist grade der einzige Vollautomat, der mir sonst einfällt) schneidet der Thorens/Dual haptisch, technisch, optisch und klanglich, sowie bemessen an der Ausstattung mit dem etwas hochwertigeren und flexibleren Abnehmer, besser ab.


    Mir wäre er das Geld neu auch nicht wert, aber schlechtreden will ich ihn auch nicht.


    PS: Als Dual habe ich ihn gehört und da war er echt überraschend brauchbar.

    Naja - fast^^

    Was ich damit sagen will, ist dass das Ding aber ansich schlechter aussieht, als es klingt - oder so.

    Der Golf2 war ja auch kein schlechtes Auto, obwohl er mit schlechten Reifen ausgeliefert wurde.


    In der Plastikbomberliga spielen die Dinger jedenfalls sehr weit oben. Und ich mag Vollautomaten.

    Hätte ich nicht den Denon ergattert, stünde sowas jetzt bei uns im Esszimmer.

    Hab ich schon lange nicht mehr. War aber auch in den Zeitschriften damals zu lesen (zu Receiver und auch den CD-Playern usw.). Muss so um 2000 herum gewesen sein.


    Wie gesagt. Es war ein verschweisst/vergossener Schukostecker netzseitig ohne die Erdbügel, und ein vergossener Kaltgerätestecker Geräteseitig. Dazwischen ein zweiadriges Kabel mit gutem Querschnitt. Der CD-/DVD Player hatte nur zwei Pins, daran kann ich mich noch erinnern.


    Da Denon zwar optisch, aber nicht klanglich meinen Geschmack trifft, habe ich die Geräte schon nach wenigen Jahren ausgemustert.

    Ach Herrje, was solche Themen immer wieder auslösen...

    Dabei geht's doch hier eh immer so zivilisiert zu und das Klima zwischen Gewerbe, Hobby, Liebhaber und Profi ist doch nie so toxisch wie anderswo. Grade die Begeisterung mit der hier die Gewerbetreibenden ihre Liebe zum Hobby ausdrücken ist immer wieder sehr erfrischend.


    (Dass gerade hier "Kaufleute das Kommando übernehmen" stimmt definiv nicht. Das "Kommando" obliegt der Moderation und ich bin den gewerblichen Teilnehmern sehr dankbar für ihre Beteiligung mit Tests und Meinungen, für die teils rege Teilnahme an Diskussionen und Erfahrungsaustausch, etc hier in diesem Forum.)


    Dass es auch unter gebildeten Erwachsenen mal zu Ausrutschern kommt, kennen wir ja aus der Politik. Im persönlichen Gespräch kann man sich entschuldigen. Im öffentlichen Forum wird die Entschuldigung dann oft nicht gelesen. Trotzdem finde ich Sperren von über einer Woche sehr schade.


    Aber das mit den Stromkabeln ist schon ein spannendes Thema. Ich bin ja ein absoluter Verfechter von "Kabel ist Kabel und solang der Querschnitt reicht um nicht Heizspule zu werden und alles sicher ist, ist alles roger", aber dennoch verstehe ich jeden, der ein "besseres" Kabel verwendet, schon alleine weil es bei all dem teuren Gerät wäre, wie zum neuen Maßanzug eine Krawatte aus den gestrigen Socken zu tragen...


    Aber auch technisch hatte ich schon meine Überraschungen. Ich habe Wochenlang in einer Endstufe den Übeltäter für "Knistern" gesucht, ehe ich ihn im Schuko-Stecker des Netzkabels gefunden habe, oder bei Denon den DVD Player mit dem Netzkabel eines AV-Receivers vertauscht und die Quelle des Brumms am optischen Digitaleingang gewundert (das Receiverkabel hatte keine Erdung, passte aber in die Kaltgerätebuchse). Und einmal hatte ich bei einem Marshall (modifizierter EL34 Röhren-) Turm mit einem 3m Verlängerungskabel Radioempfang auf Line-Pegel.

    Ja, Vorhänge, werden Wunder bewirken, ebenso wie Bilder an den Wänden.

    Eine Aufstellung an der langen Seite kann dann auch helfen, ebenso, wie eine andere Lampe, dann werden sich Difusoren und Absorber von selbst erübrigen. Was bleiben wird, werden leichte Moden im symmetrischen Raum sein und eventuell Übertragungen über den Fußboden. Erstere würde ich versuchen zum Vorteil zu nutzen (mit dem Wandabstand experimentieren) und zweitere mit LS-Basen bekämpfen. Und falls man ihn hören sollte, kannst Du dem Heizkörper-Glockenklang sehr einfach mit einer Tagesdecke beikommen, die, wenn er nicht heizt, darübergelegt wird.

    Ja, probieren kannst Du und "anders" wird es wohl auch klingen. Aber die Accuphase Phonoboards sind schon richtig gut. Hatte mal einen Klon im externen Gehäuse und war sehr, sehr zufrieden damit.

    Es kann aber durchaus sein, dass ein anderer Pre noch besser mit Deinem System harmoniert, oder Dir besser eben gefällt. Es ist jedenfalls - auch bei einem E2xx - keine Frage der Qualität.

    Ich schließe mich an. Die Obsidian-Zarge ist schon ganz toll. Ich hatte nicht lange das Vergnügen, da ich mehr dafür bekommen habe, als ich für Laufwerk und Zarge bezahlt habe. Das Laufwerk sitzt nun in einer Holzzarge, die auch nicht schlecht ist (hat zwei Basen). Klanglich würde ich sagen, dass der Rückschritt durch begleitende Maßnahmen minimalst gehalten wurde (die Holzzarge ruht auf einer Granitplatte, die vom Tisch entkoppelt ist, die "große" 12" Armbasis wurde gegen eine aus Granit ersetzt).

    An der Obsidian-Zarge würde ich nichts ändern. Das meiste Potential steckt, wenn alles (Netzteil, Laufwerk) 1A funktioniert, im Arm bzw. dem Tonabnehmer. Leider sind bei den meisten EPA100 die Lager nicht mehr in Ordnung ;-(

    Hallo Marcel,


    probier mal umgekehrt, elektrischen Kontakt zwischen Abnehmerbody und Headshell, also weglassen der Plastikbeilagscheiben/-plättchen oder zwei Streifen Alufolie.

    Es kann aber auch im Headshell ein Problem geben. Ich hatte solche Probleme auch mit einem Mk2 Headshell, das optisch gleiche von Thakker brummt nicht.

    Ebenfalls könnte sein, dass die Kabel "falsch" angeschlossen sind, würde man aber wohl auch klanglich wahrnehmen (passiert mir immer wieder bei alten Elacs).

    Unabhängig davon, woher das Angebot kommt, sind "wahre Schnäppchen" immer mit Vorsicht zu genießen.

    Aber meine Erfahrung mit den Nationalitäten ist die, dass in Deutschland und UK viel mehr Wert auf Korrektheit gelegt wird, als im Rest Europas. Weniger gute Erfahrungen habe ich schon mit Käufen aus Frankreich, Portugal und Ungarn gemacht (ein Receiver aus Frankreich kam nie an, ein Headshell aus Ungarn war nicht das erworbene und die Technics Haube aus Portugal kam in zwei Teilen an). Und je kürzer der Versandweg, umso weniger Risiko besteht natürlich für Transportschäden.

    Vintage Geräte und "moderne" Lautsprecher können aber eine ebenso entzückende Kombination sein, wie umgekehrt auch. Das Einzige, das man vor dem Probieren, um das man nicht herum kommt, beachten sollte, ist die Impedanz, da manche moderne Lautsprecher arge Werte mitbringen, die einen "alten Hasen" vielleicht aus dem Takt bringen können.


    Besonders gefallen mir moderne Klipsch an kleinen Vintage Receivern. Durch den recht hohen Wirkungsgrad der Boxen und die damalige Verstärkerabstimmung entsteht eine ganz neue "Unbändigkeit", die zwar nicht zwingend "highfidel", aber doch immer wieder packend ist.

    Ich bin ja lange vor dem selben Problem gestanden.

    Am Ende habe ich dann alles zusammengekauft, was ich finden konnte: NAD 20, Philips RH 423, B&W DM110, die mir alle nicht so ganz zugesagt haben - die B&W sind viel zu groß, dann neue Boston A25 und schlussendlich ALR Entry 2M aus den 90ern (die genau meinen Geschmack treffen). Im Esszimmer habe ich das Anliegen Vintage dann schließlich aufgegeben und die Boston stehen gelassen mit einem modernen Stream-Receiver von Pioneer, einem SACD-Player dazu und einem Vollautomaten (erst ein SL1900, nun ein Denon DP21f).

    Was ich noch ins Auge gefasst habe, waren aktuelle Dalis (Oberon mit ihren Retro-Bespannungen).

    Bei mir ist es so:


    Neue Platten finden sich im Ess-/Wohnzimmer wo Gäste auch mal auflegen - da steht ein Vollautomat.

    Platten, die mir sehr gut gefallen, wandern dann nach einer Wäsche rauf ins Musikzimmer.

    Meine Schätze finden sich eben dort im Musikzimmer, wo mehrere Dreher stehen. Einer für 10" (Dual CS5000), einer für 7" (Monitor Audio ET500 mit SME3009), einer mit "Rockabnehmer" (Lenco L75 mod 12" Jelco EPC270II/SAS, und ein SP10 mit "Feingeist" mit AudioMods V Hana SL und Jelco12" mit Wechselheadshell für Abwechslung.

    Im Büro steht auch noch ein Dreher, da gibt's aber nur ab und zu, wenn ich viel Arbeit habe und mir die Platten dahinschicken lasse, mal Vorverkostungen;)

    Für mich muss ein Tonarm:


    1.) präzise sein

    2.) möglichst reibungsarm drehen

    3.) eine "gute" Geometrie besitzen

    4.) flexibel sein bei den Justagemöglichkeiten

    5.) robust sein


    der 4. Punkt ist wohl der schwierigste, da eff. Masse und Einstellbereiche einander beeinflussen.

    1.) und 2.) schaffen seit 40 Jahren wohl alle, 3.) die meisten und 5.) zeigt immer erst die Zeit.


    Exotische Konstruktionen sind immer faszinierend, aber ganz ehrlich: Mir reichen meine SA750L allemal. Der klangliche Unterschied zwischen zwei Hana SL (ein Jahr Altersunterschied, ca. 150 Plattenseiten) ist größer als der zwischen 9" PUA1500 und 12" Jelco.