Posts by blademage

    Headshell vom Arm abgeschraubt, Nadeleinschub vom System abgenommen oder System von der Headshell abgeschraubt?


    Wenn Du die/das Headshell abgeschaubt hast, achte auf den ordentlichen Sitz des Bajonettverschlusses,
    wenn Du den Nadeleinschub abgezogen hast, dann den wieder fest, aber ohne Gewalt draufstecken. Das ist beim AT3600L nicht so einfach,
    wenn Du das System von der Headshell geschraubt hattest, dann muss das System auch wieder korrekt eingestellt werden. Dazu gibt es Schabloben zum Ausdrucken und auf den Plattenteller legen.


    Wenns das mitgelieferte System mit der originalen Nadel ist (AT3600L, graues Plastik, schwarzer Nadelträger) , dann sollte das Gewicht auf 2g eingestellt werden (0 einstellen, Arm muss frei schweben bleiben, Skala auf 0 korrigieren und dann Gewicht und AS auf 2 einstellen). Das System ist eigentlich sehr unempfindlich gegen Mishandlungen und falsche Justage.


    Verwendest du den Dreher eher zum Musik hören oder zum Musik machen? Einfachste "Universallösung" für den Dreher ist ein Ortofon Concorde System, das geometrisch wie optisch gut zum Dreher passt. Und Du kannst zum Musik hören eine Nadel 5/10/20/30/40 und zum Auflegen eine Pro (und natürlich aufwärts) nehmen (Falls doch das AT3600L bzw. dessen Nadel hinüber sein sollte).

    Aus ähnlichen Beweggründen habe ich einen Technics SL-1900 angeschafft und habe es noch nicht bereut. Klanglich machen die Tonabnehmer weit mehr aus, als die Dreher selber. Klar müssen sie zum Arm passen, aber wenn man keine zu exotischen Kombinationen wählt, wird man mit Technics genauso zufrieden, wie mit Dual oder auch Hitachi oder Pioneer. SME-Bajonett Verschlüsse für die Headshell sind für mich inzwischen ein ergänzendes Kriterium zur Vollautomatik ;)

    Albus2 : Lieder ist die Realität oft anders als die Daten. Bei meinen "kleinen" Luxmans sind es auch 52kOhm (statt 50, wie angegeben) und knappe 250pF (statt der einst beworbenen 100), klanglich ist das aber mit keinem meiner zahlreichen MM-Systeme ein merkbares Problem. A/C-383 haben 48/49kOhm und beide ~160pF und sind damit in meinen Augen schon vorbildlich.
    Ich fand das starke Rauschen der beiden A30 viel, viel schlimmer als den (wohl wieder im Entzerrer korrigierten) Klang.


    Grüße Stefan

    Zum A30 kann ich Dir sagen, dass er eigentlich für ein modernes Gerät einen überaschend brauchbaren Phonoeingang hat (kein HighEnd, aber doch HiFi und ersten Klangeindrücken nach eher unproblematisch). Was mich gestört hat, und weswegen er auch nach Umtausch endgültig zurück ging, waren hohes Grundrauschen auf allen Eingängen, sowie letztendlich auch die "Inkonsistenz" in der Bedienung in Verbindung mit anderen Komponenten der Serie (habe auch den SACD-Player dazu).


    Zum Luxman Dreher würde sich ein Luxman Verstärker anbieten, die (älteren 70er-90er) haben sehr gute Phono-Teile.

    Also Ich habe nochmal mit einer genaueren Waage (und zwei weiteren) nachgewogen. 15,3g wiegt die Headshell mit System, Nadel und allem Beiwerk. Das System mit Nadel kommt dabei auf 5,8g.
    Somit komme ich auf 22,3g Effektive Masse (bei 1,25g AK), was bei 9,1Hz Resonanzfrequenz eine Compliance von ~13,7 ergibt.


    Im Übrigen bin ich nun wirklich bei 1,25g angekommen. Nach etwa 90 gespielten Seiten und nochmal nachgereinigten Platten klingt die SAS nun so, wie ich es mir erwartet hatte. Nur für ganz "schlechte" Platten brauche ich noch eine andere Nadel und da ist mir glatt die Idee gekommen eine EPS 270C zu nehmen :) Ist das Einfachste und wenns auch wenns natürlich anders klingt, besser als Knacken und Springen allemal:)

    Mein Nachbar wurde mit einem Super OM (mit Nadel 10) glücklich. Gleicher Verstärker, Dual CS 505-4. Der Bass ist zwar nicht so trocken und sauber, wie ich ihn gerne mag, dem Nachbar aber gefällts. Nur die Suche nach einer "guten" 10er war nicht leicht. Da gibts extreme Produktionsmängel.
    Alternativ würde ich in eine andere Phono-Vorstufe investieren und beim sonst sehr neutralen Shanton bleiben.

    Ich häng mich hier mal Huckepack:


    Wie unterschiede ich am ehesten die Woods? Ich habe hier zwei, eines ist ein Platinum, das andere ein Statement, sehen gleich aus und ich bin mir nicht mehr 100% sicher, welches welches ist (hab mir damals gedacht, ach die sind eh an der Oberseite markiert, aber da ist inzwischen auch nix mehr (eindeutig) zu erkennen...

    Wenn ein Übertrager (in diesem Fall als "Trenntrafo") etwas hilft, dann könnte auch eine massive gemeinsame Masse helfen. Es klingt für mich so, als würde die Masse eines oder mehrerer Geräte an Erde liegen und somit von den Erdleitern der Netzkabel die Störung übertragen (wobei die Störungen normalerweise eben gegen Erdung abgeführt werden sollten).
    Weiters würde ich versuchen die "Reihenfolge" zu optimieren. Ich habe eine riesige Verteilerleiste, da hängen zuerst die Schuko-Geräte nach Ampere vom stärksten bis zum schwächsten, und am Ende in entgegensetzter Richtung die ohne Schukostecker. Wenn keine Erdung vohanden ist, kann man sich da leicht brummen einfangen, daher mit der Polung experimentieren. Sonst gilt weiter: Gemeinsame Masse, gemeinsamer Massepunkt. Alpine/Luxman nennt die beiden Punkte LinePhaseSensor und "S.T.A.R. Circuit". Bringt bei Netzproblemen wirklich was.

    Für Musik hab ich im Büro an der Anlage einen Apple Acesspoint mit Audio-Ausgang (Airport Express heissen die Dinger). Zu Hause in Hinblick auf zukünftiges Video hab ich mir einen Apple-TV genomen (plus Fiio D03K). Klappt mit itunes genauso wie mit "AudioStation" von Synology oder der Linn App.


    Bin auf jeden Fall zufriedener als mit meiner ersten Lösung, dem Fritz-Repeater.

    und noch ein Update zum Thema Dreck in der Rille: Die Shibata (ATS12s) bekommt deutlich noch Dreck gelöst, der dann von der SAS ans Tageslicht gebracht wird. Die dicken und schweren Brummer schaffen das offensichtlich nicht. Alles in allen komme ich der Sache schon immer näher:)

    Hallo Dominic,


    leider kenne auch ich den PL-50 nicht wirklich. Aber ein paar universelle Ratschläge kann ich Dir schon auch noch mit auf den Weg geben:


    .) WD40 ist gut zum Vor-reinigen an verharzten Stellen und zum "grundieren". Eine Schmierung mit WD40 ist nur von kurzer Dauer.
    .) Viel unterschied (in der Wirkung) ist nicht zwischen Ballistol, WD40, Caramba, Sonax MoS2 etc.
    .) Bremsenreiniger ist billig und löst Fett auch sehr gut. Je nach verwendetem Öl kann man aber auch mit Benzin (Waschbenzin, Feuernzeugbenzin,...) sehr guten Erfolg erziehlen.
    .) Ein Sortiment Silikonöle aus dem Modellbau (Dämpfer u. Differentialöle, extrem hohe Viskosität bis 800.000+) ist, je nach Gerät, genauso praktisch, wie welche aus der Medizintechnik / Feinmechanik (Für Mikroskope gibt es ein Öl mit Viskosität von 85). Es kommt drauf an, ob das Öl dämpfen (Widerstand erhöhen) oder schmieren (Widerstand verringern) soll. Reine Silikonöle verharzen nicht unter normalen Bedingungen.
    .) Silikonöle vermischen sich i.d.R. nicht. Wenn also beides, Dämpfung und Schmierung gefragt ist, kann es Sinn machen mehrere Öle zu verwenden (Dual 505-3 Tellerlager: unten einen Tropfen Visco 85 mit dem Wattestäbchen verteilen, einen Tropfen Visco ~300 nachgeben, Lagerbolzen mit Visco 85 einreiben. Das läuft unglaublich lange und leicht.
    .) Öl bindet Staub. Weniger (bzw. nur an bestimmten Stellen) ist manchmal mehr.
    .) Für die Automatik von Technics und Dual habe ich immer Motoröl vom Auto verwendet. Obs gut ist? Bisher ist es nicht schlecht (ca. 15 Jahre). Wurde mir mal empfohlen, wird aber Silikonöl genauso tun.
    .) Die Mechanik der Automatik muss oft nicht zerlegt werden. Es reicht oft eine Behandlung mit WD40>Bremsenreiniger>Druckluft>frischem Öl. Ich verwende für die Plastikteile ein weisses Sprühfett, das speziell für Plastik gedacht ist. Andere Öle könnten das Plastik angreifen.
    .) Alternativ zu Öl kann man auch Graphitpulver einsetzen. Das schmiert auch ganz gut (eher im grobmechanischen Bereich, wie der Automatik).
    .) Um das Öl aufzutragen verwende ich meist eine Stricknadel:)
    .) bzw eine Pipette von Nasentropfen für die ganz dünnen Öle
    .) Für die Gummimatten verwende ich im ersten Schritt Cillit Bang, dann den Innoplast Protector und - um das (nach dem Einziehen) davon abzuhalten an die Platten zu kommen Kontaktchemie Antistat (Isopropyl mit einem Antistatik-Zusatz). Die Gummimatten werden wie neu.
    .) Sichtbare Metallteile (Arm, Gewicht, Tellerrand,...) werden erstmal mit CillitBang und Küchenrolle gereinigt und anschließend mit Microfasertuch und WD40/Ballistol/... behandelt um sie wieder schön zu bekommen. Bei feinen Kratzern oder ganz feinem Rostansatz hilft oft Polierwatte (NevrDull). Von Schmirgel halte ich nichts. Einmal abgenommenes Material ist nicht mehr zu ersetzen.
    .) Für Kontakte eignet sich der Glasfaserstift wenn man dran kommt, wenn nicht, kann ein kurzes(!) Einwirken von Kontaktspray mit anschließender Reinigung mit Aklohol (Kontaktspray sollte nicht draufbleiben. Der zerfrisst auf Dauer die Kontakte ganz) helfen.
    .) Brüchige oder schlechte Lötstellen kann man nachlöten, ist kein Thema.
    .) Wichtig bei Holz, das dranbleibt bei der Reparatur/Reinigung, ist dass es nicht feucht wird (auch kein Öl). Meistens ist es lackiert oder überhaupt nur furniert. Bei Echtholz ohne Lack verwende ich Aktikwachs (keine Ahnung obs das noch gibt), bei lackierten Oberflächen meist verdünntes Cillit Bang :)


    Meine Palette an Reinigungsmitteln besteht aus:
    WD40,
    Bremsenreiniger,
    Waschbenzin,
    Brennspiritus,
    Isopropylalkohol als Spraydose (Kontaktchemie)
    Cillit-Bang (grün für Teer und Fingertapser, rot für Flugrost - das muss aber sehr gründlich wieder entfernt werden und die Obeflächen anschließend geölt)
    und für die oft nicht mehr ansehnlichen Kunststoffgehäuse Silikon-Sprühfett (aus dem Autozubehör, bzw inzwischen meist eine Kunststoffpflege von Innotec. Ist aber schwer zu bekommen und teuer) mit einem
    Mikrofasertuch,
    Wattesäbchen und
    Küchenrolle
    Als Ersatz für Schaumstoffdämpungen: Mousepads:)


    PS: Das soll bitte keine Werbung sein für den letzgenannten Haushaltsreiniger, aber das Zeug ist echt praktisch und leicht zu bekommen.
    PPS: Bei speziellen Fragen am besten immer Fotos mitschicken, damit es nicht zu Missverständnissen oder Spekulationen kommt.


    Viel Spass und noch mehr Erfolg!
    Stefan

    An dieser Stelle eine Frage:
    Wisst Ihr, wo man so "altmodische" gefütterte Hüllen herbekommt, wie sie Mitte der 80er populär waren? Irgendwie "erzeugen" die wenigen, die ich habe, defacto keine statischen Aufladungen, was ich von den Nagaoka leider nicht behaupten kann. Ausserdem sind sie viel komfortabler (Die Futter sind auch weicher als die Nagaoka. Die, die Protected anbietet, sind leider auch nicht so das Wahre. Die knistern auch extrem.

    Es wird an einer Art "Antennenfunktion" der Masseverkabelung liegen. Du könnest versuchen eine zusätzliche Masseleiste zu basteln an denen alle Hifi-Massen zusammenlaufen, bzw. eine sternförmige Masseverteilung vom Vorverstärker ausgehend. Die Gehäuserückseiten liegen in der Regel auf Masse. Derartige Lösungen können Besserung oder Verschlechterung bringen. Dass das Problem ohne System nich besteht ist klar, da der Strom-/ Schwingkreis ja dann offen ist.
    Ich hatte mal so ein ähnliches Problem (Radioempfang über ein Sumiko Oyster an einem ProJect 1). Da hat es schon viel geholfen die Massen am Pre zu bündeln, Ruhe war aber erst nachdem der Kabel-TV Provider einen Splitter von der Erde getrennt hat. Das Signal kam also über die Erdung herein.

    Also die bestückte Headshell wiegt 17,2g. Somit habe ich wohl korrekt gemessen, aber wohl auch korrekt gerechnet, da man ja sonst auf eine Masse von annähernd 40g käme, was eine Compliance unter 8 ergäbe. Ich denke schon, dass die Headshell bei der Angabe auf thevintageknob schon im Gewicht enthalten ist. So schwer ist der Techincs Arm nun auch nicht.


    Ich habe dann auch noch einen "Spielversuch" unternommen mit der Headshell des Grado (platinum wood) und mit dem OM30. Dabei handelt es sich um eine Ultra-Light Version der 1210er Headshell (abgefräst auf 5g, keine Adapterplatte nötig, nur eine andere/dickere Gummimatte wegen der VTA) und ich höre keinen Unterschied, obwohl die Resonanzfrequenz bei ca. 10Hz liegt.
    Zweiter Spielversuch mit dem OM30 auf einer Ortofon HS-4 (10g) ergibt wieder plausible Werte. Da sinkt die Resonanzfrequenz auf ca. 6Hz (ich höre das aber an der Musik auch wieder nicht).



    Ich denke also, dass die Technicse wirklich so hart aufgehängt sind und dass das dan durchaus meine Probleme mit der SAS Nadel und dem Gewicht erklärt.


    Einzig seltsam (und etwas störend beim Wechsel) ist immer noch ist der deutliche Lautstärkenunterschied der SAS Nadel zu allen anderen (die mehr oder weniger gleich laut spielen). Hier kann ich mir aber vorstellen, dass der Luxman in Verbindung mit den Kabeln des Technics an der Grenze angekommen ist.


    Edit: Ich möchte mich hier jetzt für die Unterstützung bedanken und mich entschuldigen, dass dieser Thread sich so sehr am eigentlichen Thema vorbeientwickelt hat.
    Die nächste Zeit werde ich wieder mehr mit der Musik und weniger mit der Mechanik u. Elektronik verbringen. Ich habe zu Weihnachten einen SACD-Player bekommen, den ich erst ein einziges Mal verwendet habe (habe gestern Abend schon eine Rüge dafür erhalten^^).

    So - also ich habe mir der Test-Schallplatte B-Seite mal genauer zu Gemüte geführt und die ist natürlich sehr wohl zur Resonanzfrequenzmessung zu brauchen. Nur nicht ganz so exakt, wie ich es mir vielleicht gewünscht hätte.


    Folgende Werte ergeben sich aus den Testläufen, Messungen und mir zur Verfügung stehenden Daten:


    Resonanzfrequenz der Kombination ~9,5Hz
    Effektive Masse 23,5g
    Somit komme ich auf eine Compliance von etwa 12, wenn ich das richtig verstanden und errechnet habe.


    Mit der original Technics Nadel liegt die Resonanzfrequenz bei ~8Hz und die Compliance demnach bei 16.
    Klingt für mich plausibel und wäre alles im grünen Bereich.


    Der Vergleich am Dual attestiert der Formel auch Plausibilität, da das Ergebnis fürs Super OM 30 bei 34,75 liegt


    Faszinierend. Ich werde das heute noch mit den anderen Kombinationen durchspielen.


    :merci:

    Nein, leider meine hat keine Resonanzfrequenztests. Das SAS MM1 hat eine Compliance von 20. Ich weiß nicht, ob sich die bei den verschiedenen Einschüben großartig unterscheidet.


    Mit der Concord und dem S120 bin ich jetzt mal mit 4g über die kritischsten Platten gefahren aber da kam nichts raus an Schmodder (aber die Concord fährt da durch als wäre da nichts. Kein Springen, kein Knacksen, rauschen oder sonst was, aber auch keine "Musik"). Das war also wohl nicht ausschlaggebend für das Springen. Denke demnach wirklich, dass sich die Nadel erst einspielen muss.


    defektzero : Kennst Du eine Testplatte mit Resonanztest? Würde mich nämlich brennend interessieren (nicht nur bei der Jico SAS).