Posts by Crix1990

    So, zumindest kann ich schon mal die Rückmeldung geben, dass mein BC jetzt fertig ist und seinen finalen Platz eingenommen hat:


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    Bessere Bilder folgen später [Blocked Image: http://www.hifi-forum.de/images/smilies/5.gif]

    Mir sind nur heute beim fein Einstellen zwei Sachen aufgefallen (ich hab leider vergessen Fotos zu machen und bin im ganzen "fein-Tuning" nicht so drin):

    Wechselspannungssymmetrie der Ansteuerung (P1303, angesteuert wurde mit 2,1V 1kHz Sinus, es gibt bei mir kein Lautstärke oder Balance Poti):

    In anderen Beispielen sehe ich immer nur eine Welle, bei mir sind zwei angekommen...ist das Poti im links-Anschlag wirken beide wellen in der Peak deutlich gekappt, wobei eine deutlich früher flach wird, als die andere (von der Amplitude gesprochen), beim Poti auf rechts-Anschlag sieht der Sinus sauber aus und die Kurven sind beinahe deckungsgleich.

    Ich habs jetzt auf rechts gelassen, da alles andere einfach "kaputt" aussah, aber gefühlt hätte ich das Poti noch etwas mehr aufdrehen können, als es ging.

    Muss ich mir hier sorgen machen?

    Das zweite ist die Restbrummminderung an P1321.

    Gefühlt bring er absolut nix.

    An meinen Mission 70 (90dB Wirkungsgerad) ist permanent ein sehr leichtes Brummen hörbar (absolute Stille im Raum, mit dem Ohr mindestens 10cm ran).

    Mit meinen nuVero 10 (84dB Wirkungsgerad) ist totenstille.

    Fällt das unter die Kategorie: Wo nix zu entbrummen ist, kann auch nix entbrummt werden?

    Ich hab das Poti jetzt in Mittelstellung gelassen.

    Bisher konnte ich leider noch nicht ausgiebig an meinen nuVeros probe hören....

    Generell macht mich "Poti auf Anschlag" aber immer etwas nachdenklich.

    Ich muss jetzt doch nochmal eine Frage los werden:

    Ich wollte den Widerstand ja noch auf 25W erhöhen (primär wegen des Kühlkörpers, und weil ich ihn per Schraubanschluss gut woanders befestigen kann).
    Jetzt kam im Hifi-Forum der Hinweis auf, dass ich den Widerstand blos nicht noch höher legen soll, da er als "Notsicherung" dient, wenn die Sicherung nicht kommt, da die Belastung nur zu hoch ist, aber keine drastische Spitze hat.

    Würde ich ihn durch einen belastbareren Ersetzen, würde ich die Funktion außer Kraft setzen.

    Ich glaube aber um ehrlich zu sein mottlerweile, dass der Widerstand bei mir nie geschmort hat, sondern nur das PCB un die eigentliche Sicherung ihren Job gut gemacht hat.

    Kann mir jemand mehr zur Funktion des Widerstandes sagen?

    So, ich hab jetzt nochmal alle S4As für 4h drin gehabt:

    Drei laufen komplett, wie sie sollen.

    Die "eine" sorgt halt kurz für ein Prasseln, klingt aber sonst normal.

    Der BIAS steigt über die 4h kontinuierlich an. Beginnend bei 0,25V (über 10 Ohm gemssen) bis hin zu 0,43V nach 4h. Das Trimmpoti hat sogut wie keinen Einfluss auf den BIAS der Röhre. Ich kann also auch nicht auf 0,4V korrigieren.



    Ich denke mal, dass die durch ist...

    Also ich denke mittlerweile, dass letztendlich "nur" die Röhre einen Schuss hatte.

    Letztendlich ist ja auch die Sicherung gekommen und hat damit getan, was sie tun sollte.

    Dass dabei die Platine und der Widerstand geschmort haben, führe ich darauf zurück, dass er direkt auf der Platine verbaut war. Die Schmorschäden auf der Platine sind auch bedeutend größer, als am Widerstand (und da auch nur da, wo er die Platine Berührt hat). Besonders da der Widerstand noch komplett funktioniert, glaube ich nicht, dass er selbst gebrannt hat.


    Für mich ist hier jetzt die beste Lösung, ohne, dass ich groß noch was am Gehäuse mache (dafür ist es zu spät), dass ich auf einen 25 oder 50W Widerstan wechsel (weil Kühlkörper und Schraublasche) und ihn mit einem Abstandsbolzen an der Platinenbefestigung anschraube. Dann ist er zwar 5cm von seiner alten Position weg, hat aber in alle Richtungen mindestens 2cm Luft und kann so warm werden, wie er will/kann/soll, ohne, dass er mir was anderes verschmort.

    Also mit meinem 11W (10R) Widerstand läuft der Verstärker jetzt (erstmal).

    Ich hab jetzt in einem Kanal ein Pärchen meiner alten Svetlanas, im anderen ein (heiles) Pärchen S4A.

    Jeder Kanal allein (also nur 2 KT88 gesteckt) ist je 4h mit hohem Pegel gelaufen. Alles gut, BIAS sehr stabil, der 11W Wiederstand wird nur Handwarm, Verlust über den Widerstand gemessen sind zwischen 1,1V und 1,2V.


    Beide Kanäle sind jetzt nochmal 1,5h gelaufen (normaler Pegel (langsam brummt mir der Schädel)).

    Auch alles gut, BIAS immernoch sehr stabil. Spannungsabfall über den Widerstand sind jetzt zwischen 2,1 und 2,2V... allerdings wird der Widerstand gut heiß (nach 2 Sekunden ist eine Berührung sehr unangenehm). Ich hatte den Verstärker gerade nochmal 15 Minuten an, diesmal war der Widerstand nochmal etwas heißer (Berührung ist sofort "schmerzhaft"), Spannungsabfall zwischen 2,18V und 2,20V.


    Ich gehe mittlerweile auch davon aus, dass es die Röhre zerlegt hat und dadurch der Anodenstrom außer kontrolle geraten ist.


    Was mich aber insgesamt wundert:
    Rechnerisch komme ich immer dabei raus, dass der Widerstand um die 2W in Wärme umwandeln muss...sind zwei W wirklich so warm? (Sorry, aber wie heiß werden dann 11W?)
    Wenn ich jetzt bedenke, dass dass der Widerstand noch wärmer geworden sein muss, als der Anodenstrom durchgegangen ist (Sicherung ist ja auch geflogen), wundert es mich auch nicht, dass dass der Widerstand am PCB das schmoren angefangen hat.


    Was mich ebenfalls etwas "wundert", mit der jetzigen Röhrenbestückung ist der BIAS mega stabil ist. Den Stelle ich nach 15 Minuten ein (mit 5% Toleranz), und da bleibt er auch über Stunden stabil.

    Wenn ich den Verstärker nach zwei Stunden Pause wieder einschalte, ist der BIAS innerhalb von 2 Minuten auf den Punkt. Das hatte ich vorher mit 4 S4A Röhren drin nicht gehabt. Da musste der Bias auch nach ner Stunde nochmal nachgestellt werden (der Anodenstrom ist mir nicht weg gelaufen, aber er war halt auch nicht SO stabil, wie jetzt).
    Wahrscheinlich noch ein Zeichen, dass die Röhre durch war, oder?

    Natürlich ist man bei der schieren Menge an Teilen nur in der Lage grob drüber zu schauen.

    Der Verstärker hat hinterher ja aber nochmal komplett seinen Dienst getan.

    Einen "Rütteltest" kann ich natürlich gern nochmal mit einlegen.

    Erstmal hoffe ich gerade, dass Reichelt mal langsam versendet (leider nach 24h immernoch kein Versandupdate, naja, die werden auch gerade andere Sorgen haben).

    Meint ihr ein Versuch (mit einem Kanal) mit nem 11W Widerstand kann ich wagen (den hab ich sogar noch ein mal da).?

    Also ich hab jetzt erstmal den 10R Widerstand komplett ausgelötet, die Verschmorte Platinenstelle darunter (zum Glück nur Masse Fläche) gereinigt und eine Schicht Epoxit aufgetragen, um die Stelle zu versiegeln (primär, damit es nicht mehr so stinkt).

    Der neue 10R Widerstand ist bei Reichelt bestellt (hoffentlich versenden die zügig).

    Wenn der drin ist, würde ich erstmal den Kanal (den, in dem es die KT88 zerlegt hat) mit dem anderen Röhrenpaar und den Vorstufen (in billig Bestückung) anwerfen, den BIAS einstellen und den Spannungsabfall über den Widerstand messen.

    Ich hab leider kein Infrarotthermometer (und kann den Verstärker generell sehr schlecht kopfüber betreiben), würde aber mal gucken, ob ich mein Thermometer mit Messfühler wiederfinde, und dann damit die Temperatur des Widerstandes zu monitoren.
    Wenn das Klappt, das ganze nochmal mit beiden Kanälen (ich hab irgendwo noch ein Pärchen KT88).

    Ich hab jetzt auch gelernt, dass die Lastwiderstände besser nicht direkt auf der Platine liegen sollten, daher werde ich ihn diesmal höher einsetzen.

    Da machen mir jetzt auch R1314, R1315, R1317 und R1318 Sorgen. Sollte ich bei denen auch besser noch die Beine verlängern?
    Bisher keine Verfärbungen zu finden.

    Es sind WELWYN W22 Widerstände mit 7W Belastbarkeit verbaut.

    pasted-from-clipboard.png



    Bezüglich der Lötstellen habe ich mal geschaut, ich kann so beim drüber gucken nichts entdecken ;(

    Tipps, was ich beim langsam Anstarten noch messen und beachten sollte?

    Grüße,
    Felix

    Das mit dem Anodenstrom war mir auch so in den Kopf gekomme...
    Ich hatte bei zwei anderern Röhren aus dem Satz das Phänomen, dass der Anodenstrom urplötzlich durch die Decke gegangen ist (nach ner Stunde Betrieb) bei beiden habe ich es rechtzeitig gemerkt (gut, bei einer hatte die Anode schon anzeichen vom Glühen) und sofort gegen gesteuert, danach lieden sie aber konstant und problemlos (war jeweils in nem anderen Test durchlauf).

    Wenn das jetzt mit der (3.) Röhre auch passiert ist, kann es natürlich sein, dass der Satz am Ende seiner Lebensdauer angekommen ist.

    Nur wiegesagt, ich wollte jetzt ungern noch ne KT88 verlieren (aber da schaue ich mal nach den Svetlanas).

    Für nen kurzen Test liefen ja alle 4 Röhren hinterher, bzw. ich hab erst im Cayin gemerkt, dass sie etwas geprasselt hat (was sich aber nach ner Minute gegeben hat).
    Ich müsste sogar noch irgendwo ein Pärchen stark gebrauchte Svetlanas haben, sonst muss ich damit nochmal nen langzeit Test machen.

    Ich hab gerade auch mal den Widerstand ausgebaut, der hat unten drunter wirklich solide nen Schmorschaden.

    Ich will gerade nur versuchen zu verhindern, dass ich dem Verstärker eine Röhre nach der anderen zum Fraß vorwerfe.

    So, eigentlich hatte ich ja gehofft, dass die nächste Nachricht von mir eine Erfolgsmeldung wird.

    (Bis eben) lief mein BC2 tadellos seit ca. 40h.

    Bevor am Mittwoch ein Bekannter mit nem Oszilloskop kommt, wollte ich den BIAS mal fein einstellen.

    (Gegenkopplung, etc. sind noch gar nicht eingestellt.)

    Der Verstärker lief ca. 5-6h problemlos am Stück, BIAS war absolut stabil.

    Ich bin dann ausm Zimmer raus (mit meiner Freundin in der Küche verquatscht) und hab nach ca. 40 Minuten einen verschmorten Geruch wahrgenommen...


    Long Story short:

    Im 450V Netzteil hatte sich die Sicherung verabschiedet (F801, 1AT, wie vorgeschrieben), der Gestank kommt von R801 (10R 12W) und er hat auch solide Schmorschäden.


    NT.jpg


    Tatsächlich hat der Widerstand es "überlebt", man misst also noch 10R.

    Testweise, an F801 kommen auch 450V an.

    Ich hab dann F801 ersetzt und alle Referenzspannungen im Verstärker gemessen => passen alle.

    Mutig geworden hab ich die Röhren wider eingesetzt, und den Verstärker gestartet => läuft alles und klingt sauber (nach 20Sec hab ich aber lieber wider abgeschaltet).


    Ich hab meine Röhren dann wider in meinen Cayin gepackt und da dann gemerkt, dass eine KT88 einen weg hat (beim starten ein leichtes prasseln, das weg geht, aber der BIAS kommt nicht mehr über 0,25V raus und das BIAS Poti bringt gar nix (Soll ist 0,4V). Die anderen 3 sind in Ordnung).


    Bevor ich jetzt beigehe und mir nen neuen Satz KT88 Kaufe, der ja auch nicht mal eben vom Himmel fällt (ich denke nach 2 Jahren und geschätzten 3500 Stunden lohnt es nicht eine Röhre nachzukaufen), und R801 wechsel (stinkt bestialisch), will ich aber nachvollziehen, was passiert ist.

    Hats was im Amp zerlegt und dadurch die Röhre?

    Oder hat die Röhre nen Abgang gemacht und die Sicherung ist geflogen?

    Und warum schmort der Widerstand, bevor die Sicherung fliegt?!

    (Und hat zufällig jemand nen 10R 12W Widerstand rumliegen?^^)

    Ich würde mich echt über hilfe freuen.


    Komplette Unterlagen zum Amp gibt's hier:

    https://www.emsp.tu-...s_projekt_black_cat/

    Ich will auch nochmal betonen (für alle, die hier mitlesen), dass ich eine komplett andere Stromversorgung nutze, als das Original von Dieter (symetrischer Behringer Stecker Trafo mit Gleichrichtern nachgerüstet, etc.).
    Soll heißen, Überlegungen, die Dieter sich gemacht hat, treffen bei mir ja gar nicht mehr zu.
    Ich hab mein LiTe nur einfach leicht aus den Specs raus modifiziert ;)