Posts by Architektenkind

    Hallo,


    mein oller TD 166 steht als Zweitdreher im Arbeitszimmer und hängt an einer Onkyo-Kompaktanlage für 300 Euro (zzgl. Phono-Pre). Das wird seinem Potential zwar nicht gerecht, aber ich will ja beim Arbeiten nicht lauschen, sondern höre nur nebenbei. Ich brauche ihn dort eigentlich nicht, und wahrscheinlich hätte er Besseres verdient – aber er war mein erster selbstgekaufter Plattenspieler, und ich verbinde schöne Erinnerungen mit ihm.


    Ich habe ihn Mitte der 90er als Teenager gekauft, und das war damals ein kleiner Widerstandsakt gegen den Siegeszug der CD (und gegen die Digital-Fanboys aus meiner Clique). Zwischenzeitlich hatte ich ihn vernachlässigt, aber vor fünf, sechs Jahren hat mir die Bastelei an ihm den Wiedereinstieg in die analoge Klangwelt eröffnet. Kurz: Er liegt mir zu sehr am Herzen, als dass ich ihn verkaufen wollte.


    Hier ist er. Nichts besonderes, aber für mich – sozialisationsbedingt – der Inbegriff eines Plattenspielers. Die bFly-Plattform habe ich inzwischen versteigert, dafür läuft statt des Ortofon 2M Blue mein altes Clearaudio Performer V2 an ihm. Für den Einsatzzweck übermotorisiert (ein AT 95e täte es auch), klingt aber ganz gut. 8)


    Gruß

    Jan


    Ja, diesen Hype gibt es allerdings auch bei einigen richtigen Phono-Anbietern. Ich denke z.B. an meine heißgeliebte Firma Thorens, die leider auch das Doppelte verlangen kann, was unbekanntere Hersteller für vergleichbare Produkte bekommen.


    Oben schrieb jemand, der Markt regele den Preis. Das stimmt für Alltagsprodukte wie, sagen wir: Erdbeerjoghurt, wo die Kunden zwischen fünf ähnlichen Sorten auswählen können. Da pegelt sich der Preis via Angebot und Nachfrage auf ein bestimmtes Niveau ein. Für Highend-Hifi stimmt es nicht – zumindest "Kult"-Marken wie Burmester können ihre Preise einfach setzen. Die Fans, die sich so etwas leisten können, wird es nicht stören. Im Gegenteil: Je höher der Preis, desto größer das Prestige. Auch wenn man dasselbe Klangniveau bei anderen Firmen für ein Drittel bekommt.

    Ich besitze fast ausschließlich klassische 33 1/3-LPs, aber auch ein paar Singles, die ich von meinen Eltern geerbt habe – unter anderem eine mit dem Titelsong von "Hui Buh, das Schlossgespenst". 8o Ich hatte immer den Eindruck, dass die Singles satter und dynamischer klingen als der LP-Standard. Deshalb habe ich mir jetzt einen Klassiker unter den 45 U/min-Pressungen zugelegt: Die "Live in Paris" von Diana Krall (Verve, 2002).


    Ich muss sagen, ich bin beeindruckt: Derart sauber, feinauflösend und dynamisch habe ich Vinyl selten gehört – Kralls Stimme, auf Standard-LPs schon großartig, ist hier eine Offenbarung, die Bässe sind knackig, und das Klavier perlt nur so aus den Boxen. Nun sei zugestanden, dass Aufnahme und Mix an sich schon hervorragend sind, und die Verarbeitung der beiden Scheiben ist über jede Kritik erhaben (keine Welle, keine Einschlüsse, kein Grat, kein Knacksen, nirgends). Ich kann also nicht beurteilen, ob der Klang in erster Linie den 45 Umdrehungen zu verdanken ist. Dass die höhere Geschwindigkeit aber Einfluss hat, dessen bin ich mir nach meinen bisherigen Vinyl-Erfahrungen ziemlich sicher (Vielleicht hat ja jemand den direkten Vergleich zwischen der Standard- und der 45er-Variante und kann berichten).


    Trotz der Freude über den schönen Kauf, werde ich nicht per se auf 45er-Pressungen umsteigen. Ich bin nicht reich und finde die Preise unverschämt. Die Produktionskosten dürften kaum teurer sein als der Standard, und auch eine geringere Auflage rechtfertigt nicht den drei- bis vierfachen Preis. Das will und kann ich nicht unterstützen – zumal ja, wie hier schon angemerkt wurde, die Geschwindigkeit auch nichts rettet, wenn die Pressung ansonsten schlecht ist.


    Schönen Gruß

    Jan

    @ Volker:


    Ich habe keinen direkten Vergleich. Ich schätze meinen Schick-Arm sehr, kann mir aber vorstellen, dass die großen SME-Arme nochmal eine andere Nummer sind. Also habe ich mich vorsichtshalber in Demut geübt... ;)


    Crane :


    Ja, sowohl der Lift als auch – logischerweise – die Endabschaltung sind abmontiert. Habe den 520er damals von einem Vinylfan gekauft, der den ursprünglich montierten 3012R für seinen neuen Dreher behalten hat. Die ganze Elektromechanik war dabei, aber mit dem Schick-Arm nicht kompatibel. Also habe ich sie ausgebaut und eingelagert. Ein bisschen schade, aber mich stört es nicht groß – der Klang stimmt auch so.


    @ Juergen:


    Angebot und Nachfrage ist das eine. Dazu kommt: Damit Angebot und Nachfrage richtig funktionieren, braucht es informierte Kunden (die z.B. keine fünf Euro für einen Becher Joghurt bezahlen, weil sie die Joghurt-Preise kennen). Und diese Kenntnis ist bei Ebay und alter Technik oft nicht vorhanden – es gibt dort eine Menge Leute, die alles für realistisch halten, was der Sofort-Kaufen-Button vorschlägt (vor allem, wenn "High-End", "Vintage-Legende" und ähnliches im Text steht). Die lassen sich von einer je teurer, desto besser-Vorstellung leiten und treiben so die Preise für alle nach oben, selbst wenn das Angebot kaum gesunken und die Nachfrage kaum gestiegen ist. (Bei analogen Kameras ist das ähnlich: Manch alte Massen-SLR aus den 70ern, die beim Fachhändler für 60 oder 80 Euro zu haben ist, wird bei Ebay für 400 Euro verkauft – was langfristig natürlich auf den Fachhandel zurückschlägt.)


    Bei Ebay-Kleinanzeigen ist es häufig umgekehrt: Da sind es oft die Verkäufer, die keine Ahnung haben und einen Top-Dreher von Opa für einen Spott-Preis zur Verfügung stellen, weil sie gar nicht glauben können, dass mit so etwas noch jemand Musik hört.

    Hallo auch,


    ich bin letztes Jahr mit einem TD 520 umgezogen (allerdings nicht mit SME-Arm). Meinen Tonarm habe ich mit Kreppband um die Auflage fixiert, Anti-Skating-Gewicht und Headshell abmontiert. Der Teller kam natürlich auch ab; in die Lücke zwischen Subchassis und Rahmen habe ich ringsum Pappe gesteckt, um die Feder-Ausschläge zu dämpfen. Den Subteller habe ich im Lager belassen, aber mit Pappe gepolstert – von allen Seiten, damit das Lager nicht einseitig belastet wird (Andreas Argument leuchtet mir ein, aber auch so war das Ganze recht stabil und sicher). Abschließend Haube runtergeklappt, Luftpolster-Folie und eine Wolldecke drumherum und beim Transport dem Beifahrer auf den Schoß gepackt ("Gut festhalten, bitte!").


    Hat problemlos funktioniert: Musste nur die Headshell aufstecken, das Anti-Skating-Gewicht einhängen und den Teller "ins Wasser" stellen – am Abend des Umzugstages lief er schon wieder.


    Gruß

    Jan

    Man sieht, wie bei Reference und Prestige bereits geschehen, werden auch bei den "normalen" Thorens Plattenspielern die Zeiten der preiswerten Schnäppchen, zumindest bei den TopVersionen in sehr gutem Zustand nicht mehr ewig dauern.

    Der asiatische Markt ist gross und der Nachholbedarf riesig...

    Gruss
    Juergen

    Hallo zusammen,


    ich bin gerade ein bisschen schockiert über die Preisentwicklung des TD 520 – meinen habe ich vor vier Jahren für 600 Euro bekommen (im Top-Zustand, aber ohne Tonarm). Zusammen mit einem passenden Tonarmbrett und einem nagelneuen 12-Zöller von Schick und einer RDC-Bodenplatte mit Stellfüßen hat mich die Kombi damals etwa 1.800 Euro gekostet. Nun reicht der Schick nicht an einen SME 12-Zöller heran, aber 2.000 oder 3.000 Euro Preisunterschied halte ich für absurd.


    Naja, kann mich freuen, dass ich früh genug dran war – und weiß, was ich verkaufen kann, wenn ich mal dringend Geld brauche (möge es nie soweit kommen!).


    Schönen Gruß

    Jan


    Ich verstehe die Aufregung auch nicht. Klar, das Ding taugt nicht viel, aber es ist ja auch nicht dafür gedacht, im schalloptimierten Hörraum mit einem Clearaudio Absolut Phono gekoppelt zu werden. Ich stelle es mir ganz witzig vor, sich damit in einen Park zu setzen und beim Picknick ein paar Drei-Euro-Scheiben vom Flohmarkt durchzunudeln – wie die gute, alte Swingjugend mit ihren Grammophonen. Ein hübscher Kontrapunkt zu den Leuten, die sich da mit ihren Alexa-gestützten Echo-Zylindern rumtreiben.


    Außerdem kann man, wie bereits erwähnt, die Kurzen an solchen Geräten üben lassen. Die lassen sich auch von Hörspielen begeistern, die man für drei Euro auf dem Flohmarkt bekommt. Und wenn sie so einen Nonsens-Spieler im Zimmer haben, sinkt die Gefahr, dass sie das schöne Dynavector-System in einen teuren Klumpen Elektroschrott verwandeln... :wacko:

    Ich bin mit meiner Anlage auch erstmal fertig, seit ich mir vor einem Jahr das Dynavector-System zugelegt habe. Das muss natürlich mal ersetzt werden, und irgendwann sind neue Boxen dran, aber das hat noch ein paar Jahre Zeit. Das derzeit betriebene B&W-Pärchen habe ich vor vier Jahren so gekauft, wie Jörg es beschreibt: Neuwertig, mit voller Garantie und 600 Euro Preisnachlass. Vorführ-Boxen.


    Mit dem Gebrauchtkauf habe ich auch sonst gute Erfahrungen gemacht. Meine Whest Two habe ich für 400 Euro im Internet-Fachgebrauchthandel erstanden. Ein Neugerät hätte mehr als das Doppelte gekostet und würde auch nicht anders klingen. Bei Nicht-Gefallen hätte ich sie für den gleichen Preis wieder verkauft. Zumindest bei reinen Elektrogeräten ist das eine kluge Lösung. Bei Geräten mit mechanischem Verschleiß sollte man wohl vorsichtiger sein.


    (Das Problem dem ich mich wegen eines Umzugs derzeit widmen muss, ist die Raumakustik. Es hallt und klingt matschig. Eine Sache, an der teure Geräte nichts ändern werden. Nur Absorber. Aber da muss erstmal die Freundin zustimmen... ;))


    Schönen Gruß

    Jan

    Project und Rega haben mir für unter 1000 Euro optisch gut gefallen aber ich will über Platte keine klanglichen Abstriche gegenüber Digital machen. Im Auge hatte ich auch den Clearaudio Concept bzw. Marantz TT15S1.

    Hallo Mike,


    Andreas schrieb, dass Du Abstriche wirst machen müssen. Das ist einerseits richtig. CDs und erst recht High-Res-Files klingen sauberer, der Rauschabstand ist größer, die Dynamik (theoretisch) auch. Ich würde mich davon aber nicht abschrecken lassen. Platten klingen anders, aber nicht unbedingt schlechter – auch nicht bei "kleinem" Equipment. Es geht halt nicht nur um Messwerte, sondern auch um Psycho-Akustik (was nichts mit dem Plazebo-Effekt zu hat, sondern mit der Umsetzung des akustischen Signals im Gehirn).


    Ich höre seit vier Jahren fast ausschließlich Vinyl, die ersten zwei Jahre mit relativ günstiger Ausstattung und den entsprechenden Abstrichen in puncto Auflösung, Kanaltrennung, etc. Da war eine Menge Luft nach oben, und die gibt es immer noch. Entscheidend war für mich neben dem Analog-Sound aber der Zugang zur Musik, der ein völlig anderer ist, als wenn man eine Playlist abspielt. Inzwischen finde ich, dass CDs an einer guten Anlage einfach nur kalt und steril klingen. Ich nutze sie kaum noch, weil ich keine klanglichen Abstriche gegenüber Analog machen will. :P


    Zum Einstieg würde ich Dir empfehlen, Dich mal bei Analog-Revival umzuschauen. Dort bekommst Du gebrauchte, aber sauber restaurierte Plattenspieler aus allen Preisklassen. Wenn Du Dir dort einen Dreher zwischen 300 und 500 Euro aussuchst, wenn Du Dir dazu außerdem ein passendes, neues MM-System zu einem ähnlichem Preis besorgst, dann bist Du bei 800 bis 1000 Euro insgesamt und hast mehr Klang, als wenn Du in einen neuen Dreher für 1500 Euro investierst. (Was nicht heißen soll, dass moderne Plattenspieler schlecht sind; wenn sie gut sein sollen, sind sie aber teuer :/)


    Schönen Gruß

    Jan

    Sieht erstmal hübsch aus. Sehe ich da ein Subchassis? Bin gespannt, was die Serienversion taugen wird.


    Aber: dieser Werbesprech ist schwer erträglich. "Man wolle sich nicht unbedingt an klassiche Hifi-Enthusiasten richten, sondern an wahre Musikliebhaber [...] Gunter Kürten sprach von einer neuen Kultur des Komforts..." Blablabla. Was ist der Gegensatz? Philosophie des Klangs? Und dann auch noch ein Grammatikfehler in der Überschrift: Es muss natürlich "...des neuen Vollautomaten" heißen.


    Ich weiß, das ist hier nicht das Thema. Aber sowas regt mich halt auf. :sorry:

    Hallo Thomas,


    nur wenn es unbedingt ein Ortofon sein soll. Das Dynavector 20 X wurde ja schon erwähnt. Bei mir läuft seit einem Jahr die MKII-Version in der Low-Output-Variante, und ich bin immer noch schwer angetan. Der Bass ist ordentlich, aber wichtiger sind mir die reichen Klangfarben und die natürliche Wiedergabe der Instrumente. Ich weiß nicht, ob es mit einem Cadenza Bronze mithalten kann, aber besser als das Quintet Black ist es allemal – und mit 915 Euro nicht viel teurer.


    Gruß

    Jan

    Wenn du da mal nicht Gespenster jagst ...

    Ein Gespenst geht um in der Analog-Szene, das Gespenst des TD 125. 8)


    Im Ernst: Der Prestige und (noch krasser) der Reference waren Kleinauflagen zum Angeben. Sagen mir vom Design her nicht zu. Wenn mir jemand einen schenken wollte, würde ich dennoch nicht Nein sagen. Man ist ja nicht wählerisch. Gute Direkttriebler hatte Thorens ebenso im Programm wie Einsteigerdreher, die auch in den 80ern kaum als hochklassig gegolten haben. Und vieles anderes dazwischen.


    Mit dem Geist von Thorens verbinde ich die Subchassis-Konstruktionen der Linien 125/126, 320/520 und 14x bzw. 16x. Also die Spiral- und die Blattfeder-Laufwerke. Mag subjektiv sein, sehe ich aber so. Und ich habe mir diesen Eindruck nicht zuletzt an Holgers Seite gebildet. Eine Sonderstellung nimmt noch der TD 124 ein. Eine Legende mit ganz eigener Konstruktion, die sich aber m.E. nicht sinnvoll neu auflegen ließe. (Falls jemand möchte: auch einen 124er würde ich als Geschenk im Notfall annehmen ;))


    Schönes Wochenende!

    Jan

    Lieber Herr Kürten,


    freut mich, dass wieder Schwung in den Laden kommt. In den vergangenen Jahren war ich etwas irritiert: Die 20x-Reihe und der 309er sind sicher solide Plattenspieler, haben mit dem Geist von Thorens aber wenig zu tun. Und die 900er-Serie wurde in der Presse vor Ewigkeiten angekündigt, aber das Ganze schien kaum voranzukommen und die Internetseite wirkte tot.


    Ich bin gespannt, was "zur alten Stärke zurückführen" für Sie bedeutet. Wenn es heißt, dass die "alte Handschrift" auch wieder bei Plattenspielern erkennbar wird, die für ein größeres Publikum erschwinglich sind, würde mich das freuen.


    Beste Grüße

    Jan

    Naja, immerhin hatten die meisten Thorense von früher eine Endabschaltung, die der 907 schon mal nicht hat. Und der 907 kostet einen Betrag, den ich schlicht für dreist halte. Ein Zehntel davon wäre vielleicht angemessen, um inflationsbereinigt das Preis-Leistungs-Verhältnis eines TD320 oder eines TD2001 zu erreichen...

    Och bitte,


    ich habe hier mehrfach geschrieben, dass ich die Preispolitik von Thorens frech finde. Ich habe auch geschrieben, dass ich mir so ein Gerät niemals kaufen würde (selbst wenn ich es mir leisten könnte), weil es zu diesem Preis bestimmt Besseres gibt. Aber eine Endabschaltung (bzw. sogar Vollautomatik) hatte auch der 200-Mark-Dreher aus der Kompaktanlage meiner Eltern – und der war klanglich eine Ohren-Vergewaltigung. Das ist nun wirklich kein Qualitätsmerkmal.


    Ich will die 900er weder über den grünen Klee loben, noch auch nur verteidigen. Aber die These, hier handele es sich eigentlich um einen Dreher aus der Liga des Pro-Ject Classic (nämlich um 1.000 Euro), der für das zehnfache verkauft wird, halte ich für schräg. Wenn man sich die Explosionszeichnung des TD 907 anschaut, ist da eine Menge Entwicklungsarbeit eingeflossen. Siehe z.B. die regulierbare Luftbedämpfung oder den gedrehten Teller mit Einlagen, der um einiges solider wirkt als der meines 520ers. Oder den neuen Tonarm.


    Mir geht es hier um das richtige Maß: 10.000 Euro für so ein Gerät sind Quatsch. Dass ein 907er in der Konstruktion einem 320er unterlegen sei, halte ich aber auch für Unfug – das müsste man mir zumindest nachweisen. Und Endabschaltung gilt nicht. ;)


    Schönen Abend, allerseits

    Jan


    Leider sind die Produktionsvolumen von Kraftfahrzeugen gestiegen, die von Plattenspielern dramatisch gesunken.

    Somit sind KFZ besser und in Relation guenstiger geworden, Schallplattenspieler in Relation teurer und simpler geworden.

    Hallo allerseits,


    richtig ist, dass hochklassige Plattenspieler heutzutage keine Großserienprodukte mehr sind. Dass macht sie im Verhältnis zu früher teurer (auch ohne Mythos-Zuschlag wie bei Thorens). Ich würde aber der Behauptung widersprechen, dass sie "simpler" sind. Das mag für die "Bretter" gelten, wie sie Pro-Ject, Rega oder auch Thorens für ein paar hundert Euro anbieten. Bei einem Clearaudio Master Innovation sieht das z.B. anders aus. Und auch der TD 907 hat ein komplexes mechanisches Innenleben.


    Ich gehöre weder zur Früher-war-alles-besser- noch zur Früher-war-alles-Schrott-Fraktion. Ich halte den TD 126 für ein grandioses Laufwerk und besitze ja, wie gesagt, selbst einen TD 520 mit dem ich sehr glücklich bin. Aber dass diese alten Dreher komplexer, besser, aufwändiger konstruiert, etc. als ein TD 907 wären, dass müsste man mir erstmal zeigen. Wenn man es ohne Argument einfach behauptet, klingt das für mich nach einem Vorurteil.


    Schönen Gruß

    Jan

    ^ Na, das würde dann den neuen Standort in Bergisch Gladbach erklären. Andererseits haben die Masse-Laufwerke von Räke mit den Subchassis-Konstruktionen der großen Neu-Thorense wenig zu tun. Der Technologie-Transfer dürfte sich in Grenzen halten.


    Gute Nacht!

    Jan