Posts by Architektenkind

    Das mit dem Wohnort ist so eine Sache. Ich werde vermutlich in den kommenden Wochen berufsbedingt umziehen, weiß aber noch nicht genau wohin – moderne Arbeitswelt, halt. Erst danach werde ich mein Profil richtig ausfüllen. Vorname bleibt aber erhalten: Jan. Ich habe mir jetzt so eine Allround-Schablone ausgedruckt und die Nullpunkte nachjustiert, die laut Vinylengine für mein Modell korrekt sind (66/119,5). Ein Änderung konnte ich leider nicht feststellen.


    Den Arm habe ich gestern nochmal ausgependelt, die Auflagekraft danach bei 1,75 Gramm eingestellt (Höchstwert laut Ortofon bei 2 Gramm, empfohlener Wert bei 1,5). Ihr schlagt vor, ich sollte auf zwei gehen, ja? Schadet das nicht auf Dauer den Platten und der Nadel? Eine Krabonürste verwende ich; Nadel- und Plattenreinigung gehe ich an. Ich melde mich, sobald ich Änderungen erreicht habe... ;)


    Gruß & Dank
    Jan


    P.S.: Noch eine Beobachtung, mit deren Hilfe sich das Problem vielleicht eingrenzen lässt – von den Verzerrungen sind auch bei lauten Passagen nur bestimmte Frequenzen betroffen. Bei der erwähnten Clapton-Platte z.B. klingen die Instrumente sauber, Störungen gibt es nur bei der (recht tiefen) Stimme, obwohl sie so laut eigentlich gar nicht ist. Lässt sich damit etwas anfangen?

    Liebe Leute,


    vielen Dank für die zahlreichen Tipps und Hinweise. Der TA ist ein Ortofon OM8. Den gibt es nicht mehr, die Nadel aber sehr wohl: Sie wird auch an aktuellen Ortofon-Systemen verwendet (z.B. OM10, glaube ich). Ich habe mir also noch ein Original sichern können. Abgenutzt ist das Ding mit ziemlicher Sicherheit nicht (hat bisher maximal 100 Stunden gespielt), aber natürlich könnte sie schmutzig sein. Werde mich mal um eine Nadelreinigung bemühen, und würde mich freuen, wenn mir jemand eine Bürste und ein Pflegemittel empfehlen könnte. Es muss nicht immer Clearaudio sein, oder?


    Daran, dass die betroffenen Platten einfach durchgenudelt sind, habe ich auch schon gedacht. Das Problem tritt z.B. bei der "Slowhand" von Clapton auf, deren A-Seite meine Mutter früher an einem Kompaktanlagen-Billgdreher quasi im Repeatmodus gehört hat. Die klingt auch insgesamt, also nicht nur bei den letzten beiden Tracks, ein wenig muffig. Hier könnte höchstens noch eine anständige Wäsche helfen. Andererseits ist von den Verzerrungen am Ende auch eine hervorragende Aufnahme von Tschaikowskys B-Moll-Konzert betroffen, und die klingt weiter zum Rand hin klar wie der junge Morgen. Leider ist mit "Rand" hier nicht nur der äußerste Rand gemeint, also die letzten Millimeter bis zum Auslauf, sondern durchaus das letzte Viertel oder gar Drittel der Platte. Dass es sich dabei um ein normales Phänomen handelt, mit dem zu leben ist, kann ich mir nicht vorstellen – und ist mir früher auch nicht aufgefallen (was allerdings, wie gesagt, auch an der damals schlechteren Anlage liegen könnte).


    Was die Justage angeht: Auch hier vielen Dank für die Tipps (vor allem für den Verweis auf die Schablonen). Werde es auf jeden Fall mal versuchen. Allerdings mangelt es ein wenig am Sachverstand. Was ein Nulldurchlauf ist, habe ich inzwischen begriffen, aber wie man an dieser Stelle mit Überhang (?) und Ausrichtung arbeiten kann, bleibt mir vorerst ein Buch mit sieben Siegeln...


    Viele Grüße
    vom Archtektenkind

    Danke für die fixe Antwort. Ein neues System (Du meinst den Tonabnehmer, oder?) habe ich nicht – nur eine zum alten Ortofon-System passende neue Nadel, die ich auf den Abnehmer aufgesteckt habe. Eigentlich müsste die Einstellung also noch stimmen; ist ja festgeschraubt.


    Aber überprüfen sollte ich das auf jeden Fall trotzdem. Solche Schablonen kenne ich nur von Bildern im Netz. Bekommt man die im Hifi-Laden, oder muss man sie irgendwo bestellen? Bei meinem Plattenspieler war keine dabei, stattdessen nur so ein kleiner Spiegel. Und ich weiß noch, dass mir die Arbeit damit unheimlich frickelig und unpräzise vorkam.

    Liebe Leute,


    dies ist mein erster Post, deshalb zunächst eine kurze Einleitung: Ich war als Jugendlicher großer Analogfan und habe mir sogar während der absoluten Flautephase (um 1998 herum) einen – für meine damaligen Verhältnisse – recht ordentlichen Plattenspieler gekauft, während meine Freunde nur noch CD-Player haben wollten: einen Thorens 166 Mk VI. Irgendwann begann ich dennoch, CDs zu kaufen, und das gute Stück staubte zusehends ein. Nach einem Umzug, bei dem ich unachtsam mit dem Thorens umgegangen war, schien er mir defekt, und ich stieg vollends auf digitales Hören um. Vor einigen Monaten merkte ich aber, dass mir dabei etwas fehlte, und ich machte mich an die Restaurierung. Neuer Riemen und neue Nadel sind eingebaut; das Subchassis ist austariert, das Lager frisch geölt, und Auflagekraft und Anti-Skating sind neu justiert.


    Im Großen und Ganzen bin ich begeistert von dem Ergebnis – die gute, alte "The Wall" von Pink Floyd klingt so rund und saftig, wie ich es von der CD-Version überhaupt nicht mehr gewohnt war. Und bei Duke Ellington höre ich Nuancen, die ich zumindest auf Vinyl noch nie gehört hatte (was daran liegen wird, dass meine Boxen und mein Verstärker mittlerweile in einer anderen Liga spielen als Ende der Neunziger ^^ ). Dennoch habe ich ein Problem, und das ist der Anlass für diesen Post: Bei bestimmten Platten kommt es gegen Ende der Seite und bei lauten Passagen zu hörbaren Verzerrungen auf beiden Kanälen. Ich weiß, dass dafür häufig eine zu geringe Auflagekraft verantwortlich ist, aber da bin ich bereits am Limit des vom System erlaubten Spektrums.


    Meine Frage ist: Könnte das Problem den betroffenen Platten geschuldet sein und sich durch eine anständige Reinigung aus der Welt schaffen lassen? (Das dafür nötige Equipment habe ich bereits bestellt.) Oder ist es wahrscheinlicher, dass ich an den Einstellungen noch etwas verändern muss? Und wenn ja, was gäbe es da noch zu tun? So oder so – über Expertenrat wäre ich hocherfreut. :merci:


    Es dankt und grüßt
    das Architektenkind!