Beiträge von Captn Difool

    Ich habe nur ein VMS 30 MkII von Ortofon. Der Finelineschliff muß zwar bei feinsten Frequenzen etwas passen (verzischelt etwas auf der AAA-Testplatte innen die Sprachbeispiele) aber ansonsten eine sehr saubere Wiedergabe, nicht nur bei Stimmen. Auch gute räumliche Abbildung. Technics hatte sehr gute MIs und auch die großen "Woodbodys" von Grado sollen vom Feinsten sein, soll es mal kein MC sein. Ich überlege letzteres später einmal, wenn wieder etwas Reserve in der Kasse ist, anzuschaffen.

    Einmessen sollte man mit dem Messequipment machen und mit Fingerspitzengefühl, dann kann man schon was bei rausholen. Mit neuen Trimmern gelang mir bisher <0,3dB Kanalgleichheit und <0,5dB 50-20kHz. Damit kann man schon zufrieden sein. Klanglich kann die Maschine auch einiges. Meine ist noch original und unbearbeitet, habe sie auch in sehr gepflegten Zustand übernommen und wurde zuvor schon länger nicht mehr benutzt. Der große Umbau/Revision kommt später, da ich erstmal meine Dreher mache. Die B77 kann auf jeden Fall in die Nähe von Studiomaschinen kommen, nicht umsonst nahm man sie als Basis für die PR99.

    Klanglich tut sich da nicht viel, zumal beide Geräte die gleichen Tonköpfe verwenden. Die B77 hat neben der optischen Vorteile z. B. eine Playlogik. Wenn Du bei der A77 während des Spulens auf Play drückst, wird sofort auf Play geschaltet und Dir fliegt das Band um die Ohren. Die B77 stoppt erst das Band und schaltet dann auf Play. Das lässt sich bei der A77 aber auch nachrüsten.

    Nicht ganz, ich meine, nur die A77 MkIV bekam schon die Revodurköpfe, die in der B77 Standard waren. Erkennt man an den zusätzlichen Abschirmschichten oben und unten, die sollen etwas härter sein.
    Die Betriebsarten sollte man kennen, alternativ läßt sich eine Playlogik nachrüsten, dann geht aber der Preisvorteil der A77 meist schon wieder weg.

    Hallo Gerhard,

    das gilt für alle Bandmaschinen. Sie sind mechanisch-elektronisch komplexe Geräte, die ähnlich wie ein Auto regelmäßige Inspektion und Wartung brauchen, nach längeren Stillstand können sie auch wie ein Auto zickig werden. Ist das vom Vorbesitz schon länger vernachlässigt worden, ist eine Revision notwendig. Neu hat so eine Maschine mal umgerechnet 2500-4500€ gekostet.

    Es gibt einige wenige seriöse Werkstätten, die auch fertig revidierte Maschinen anbieten oder eine gebrauchte in die Revision nehmen. Letzteres kostet dann so zwischen 1000-1500€. Es sollte auch alles was gemacht wird, dokumentiert werden. Bandmaschinen sind die Königsklasse, da gibts leider nichts für ein Taschengeld. Eine B77 ist für dauerhaften, also regelmäßigen Betrieb bestens geeignet, sie kommt dank Direktantrieben ohne Antriebsriemen aus. Als Gebrauchtmaschine preisgünstig und viele Ersatzteile noch verfügbar. Auf den Zustand der Köpfe sollte bei Gebrauchten aber geachtet werden.

    Viel kaputtgehen kann da nicht. Das Hauptproblem und das was Reparaturkosten macht, sind angelaufene Kontakte in Schaltern und Potis. Macht man das fachgerecht richtig, müssen die ausgebaut, zerlegt, gereinigt und wieder umgekehrt montiert werden. Das können auch andere, versierte Werkstätten bzw. Spezialisten machen. Zu PIA-Hanau würde/müßte ich nur wegen spezieller Ersatzteile, die beim 205 kaum fällig wären. PIA läßt sich den Service sehr gut bezahlen und macht, soweit ich weiß auch nur Geräte, die sie selbst verkauft haben. Im Allgemeinen rückt Accuphase auch keine Serviceunterlagen raus. Da muß ich als Servicetechniker "auf Sicht" fliegen.

    Stimmt, +3dB ist ja erst Skalenende, ist nur nicht zu sehen, weil die Zeiger es bis dahin kaum schaffen. Dann sollten meine Aufnahmen nicht zu leise sein. Ist mir im Vergleich zu den Aufnahmen der anderen Teilnehmer auch nicht aufgefallen. Subjektiv hörte ich keine wesentlichen Lautstärkeunterschiede, die mich zum aufspringen zwangen, um am Lautstärkeregler zu drehen.

    Uff, ich dachte schon meiner wäre zu lang. Meine zukünftigen drei Beiträge sind knapp eine drittel Spule, ich hoffe, das ist nicht zuviel?

    Aussteuerung: Ich habe so ausgesteuert, das die rote LED gelegentlich mal kurz aufflackert. Das wären etwa 320nWm (+3dB bei der B77) Peak. Wer seinen Pegel auf 514nWm hat, da ist es natürlich zu leise. Leider habe ich meine Beiträge schon vorproduziert, wird also noch 3 mal so leise bleiben. Wenn es andere auch so empfinden, werde ich ab vierten zukünftigen Beitrag höher aussteuern. Bei etwas geringeren Amateurpegel sind die Höhen mbMn aber etwas besser ausgesteuert.

    Nun ja, das Einmessen ist auch nicht wirklich komplizierter, dauert bei 8-Kanälen eben 4x länger als bei Stereo. Zudem wird in der Regel nur auf ein Standard-1"-Band, welches man genügend vorrätig hat eingemessen. Ist erst wieder bei einer neuen Charge nötig. Es sei denn, man will es ganz perfekt machen.

    Charles Aznavour, 94. Er war wohl bis fast zum Schluß noch aktiv und auf der Bühne, seinen 90. feierte er auf der Bühne in Mannheim (?...meine ich mich zu erinnern...). Einer der prägenden Interpreten des späteren Chansons.

    Der Kunststoff ist ähnlich dem von Tubenschraubverschlüssen und damit nicht wirklich klebbar. Im Modellbau könntest Du fündig werden, dazu müßtest Du das Zahnrad ausbauen und ein Fachmann mit Lehre das Modul und Durchmesser erfassen, dann könntest Du gezielt nach einem Ersatz suchen.

    Die Versprödung dieser Teile ist leider öfter zu beobachten, die Weichmacher verflüchtigen sich über die Jahre. Thorense haben das gleiche Problem mit den Pulleys, besonders der TD 126 MkIII.