Beiträge von Captn Difool

    Wartungsfrei ist nicht reibungsfrei. Wären Gleitlager das Ding, wären sie schon längst in Tonarmen verbaut. Die Tonarmentwickler sind doch nicht dumm...


    Das Spitzenlager in Lagerschale ist eine Variante vom Gleitlager, welches aber idR einen Lagerstift in einer Lagerbuchse drehen hat und damit eine sehr große Reibfläche. "Pustetests" werden da recht enttäuschend ausfallen. Ein gutes Lager erkennt man, wenn der Arm wenigstens 10x auspendelt, bevor man den Pendel nicht mehr sehen kann. Alles darunter dämpft die Feinauflösung.

    Ist ja schön, das sich doch einige Leute hier melden. Ich wäre auch dabei, denn seit diesem Monat bin ich wieder offiziell Berliner. Allerdings habe ich noch mit der Einrichtung meiner Wohnung zu tun (die Anlage wird erst später wieder aufgebaut ?( )


    Erste Hürde wird zunächst eine geeignete Lokalität sein, die für alle gut erreichbar ist. Mit Parkplätzen sieht es nicht überall gut aus, daher wäre ein U/S-Bahnhof in der Nähe sinnvoll, so darfs dann auch mal ein Bier mehr sein. Nach 23 Jahren Berlin-Abwesenheit bin ich mit Lokalitäten nicht mehr aktuell.


    Aber einen Vorschlag könnte ich schon machen, das "Robbengatter" am (U-Bhf.) Bayrischen Platz. Mit etwas Fußweg (gut 10min) wäre noch S-Bhf. Innsbrucker Platz (Ringbahn) in der Nähe. Die Preise im Robbengatter sind mittel, das Essen aber sehr gut und vielfältig und die Küche hat lange offen. Viele andere Restaurants machen bereits um 22:00 Uhr zu.

    Die Nachbaubanane ist noch teurer und ich denke der Groovemaster performt etwas besser. Hat jetzt sogar ein AS in Thorensbauart (TP16). Einzig die Lagerreibung würde mich mal interessieren. Sollte wenigstens Vollkeramikkugellager drin haben.

    PS Der Koshin GST-801 wiegt mit der schweren Messingmutter sogar knapp 1,5kg.

    Bei anderen Labels ist das unterschiedlich. Darum muß man auch unterscheiden können. Steht in etwa "direkt vom analogen Mastertape geschnitten", kann man dem Glauben schenken.


    Anders ist es bei "Remastered from original Analog Mastertape". Hier kann durchaus eine digitale Zwischenkopie in der Kette sein. Das ist oft auch teschnisch bedingt. +50 Jahre alte Bänder sind oft schon in einem bedenklichen Zustand und nur noch mit Verlust oder gar Zerstörung abspielbar. Einige Bestandteile in der Beschichtung machen das Band klebrig (auch durch Hygroskopie), bei abspielen würde sich einiges davon lösen und auf den Köpfen verteilen. Maschine eingesaut und Band futsch. Also bedient man sich der Technik des "Bandackens", in dem man das Band in einem Backofen gesteuert erwärmt und die Feuchtigkeit herausdampfen lässt. Damit ist das Band abspielbar, nicht selten dann nur noch einmalig. Also wird mit etwas Angstschweiß auf der Stirn dann abgespielt und zugleich der Digitalrekorder (Festplatte) mitlaufen gelassen. Anders wäre ein Originalmasterband nicht mehr zu retten gewesen.


    Andere, wie Robert Fripp von King Crimson verzichtete darauf und hat lieber ausgesuchte, aber besser erhaltene Produktionskopieen verwendet, die ebenfalls sehr gut wiedergeben.


    Vorbildich beim Zappa-Trust: Joe Travers, der das Archiv ("The Vault") verwaltet, gibt ganz klein auf der Rückseite an, ob das analoge Mastertape verwendet wurde, oder eine Digitalkopie, wo er dann auch die Auflösung angibt. Bei den ersten beiden Alben "Freak Out" und "We Are Only In It Fo The Money" waren die Originalmasterbänder durch die vielen Schnitte nicht mehr sauber abspielbar, daher musste man hier auf die noch von Zappa selbst gezogenen Digitalkopieen zurückgreifen. Klanglich ist das bei den Aufnahmen auch keine Verschlechterung.


    Ich habe eine japanische RI von "Let It Be", auch hier wurden 96/24 angegeben, ebenso bei der "30th Anniverary"-Ausgabe von "All Things Must Pass", auch hier gab George Harrison an, auf 96/24 remastert zu haben. Klanglich bei keinem der Alben ein Verlust. 96/24 übertrifft bereits die Eckdaten von den besten Studiobandmaschinen.


    Wichtig ist eben nur darauf zu achten, will man eine echte Analogkette haben, ob die Angaben dazu ehrlich sind. Das sind andere Labels wie Analog-Productions oder Speakers Corner längst weiter als MFSL. Letztere habe ich schon seit Jahren gemieden, da mich auch die "Knisterei" auf den Pressungen zunehmend gestört hat.

    Es kommt noch ein weiteres Kriterium dazu, besonders im Gebrauch für den Rundfunk. Ein 50er Band (50µ) ist beim Rangieren deutlich robuster und leidet so weniger unter Dehneffekten. Ein Langspielband mit 38cm/s läßt man am besten von Anfang bis Ende einfach durchlaufen, so leidet es nicht weiter.

    Ebenso kann man das noch etwas runterbrechen, das die DPR eher für 9,5cm/s Viertelspur optimiert waren. Denn diese sind mit 26µ nochmals dünner. Allenfalls eine sehr sensible Bandzugwaage kann das noch halbwegs abfangen. Wobei BASF angab, durch ein besonderes "Reckverfahren" (Band durch recken vordehnen) fast die Dehnungsfestigkeit des LPR 35 zu erreichen.

    Also "Schneiden wie bei Muttern" (Peter Ruhrberg) würde ich auch am ehesten auf der M15A nur mit Studioband machen.

    Entweder richtig 38cm/s auf passenden Studioband, oder richtig 19cm/s auf Langspielband. Gut eingemessen und mit einem guten Kopfabschluß sollten bei 19cm/s bereits 25kHz oder mehr an oberer Eckfrequenz (-3dB) gehen. Da reicht dann für eine LP-Kopie auch eine 18er Spule.


    So gibt es nur wenige Aufnahmen, die mit 38cm/s besser auflösen, zumindest bei vorproduzierten Material. Nur bei echten Masterbandkopieen oder Eigenproduktionen finde ich 38cm/s sinnvoll. Bei vorproduzierten Aufnahmen ist der Unterschied zu marginal, als das es zu den heutigen Preisen noch vertretbar wäre. Klar kann man sich mal das Eine oder Andere leisten, aber das werden wohl eher die Ausnahmen bleiben. Bei 19cm/s erkenne ich die ganzen Charakteren der analogen Kette wieder, "alles mit drauf".
    Ist aber nur meine bescheidene Meinung.

    Das damalige Original von WEA klingt schon ganz ordentlich für ein 48/24-Master. Die in der Cheap Christmas Box enthaltene Version klingt noch etwas laufruhiger, flüssiger, weicher (nicht so harsch) ohne aber an Details einzubüßen. Die Box wird jedoch leider nur noch zu Mondpreisen gehandelt.

    In der Spülmaschine können unschöne Flecken im Eloxal einbrennen. Bekommt man mit etwas BALLISTOL ( ^^ ) aufgerieben wieder "schön".


    Ich nehme lieber Glasrein und an kritischen ergänzend Nitro/Spiritis/Aceton/Waschbenzin je nach Art der Verunreinigung wie Eddingbeschriftung oder diese leidigen Aufkleber. Zudem richte ich die Aluscheiben ein wenig, falls schon verzogen. Durch die Bohrungen wird es teils schwieriger, die Aluscheiben zu zentrieren, gerade beim Spulen geht das auf die Lager der Wickelteller. Vorsicht bei den Aluspulen mit den großen Speichen, die verziehen sich ganz leicht und taumeln dann wie wild. Die darf man nicht mal fallen lassen.


    Ich habe mir schon viele gebrauchte Spulen wieder hergerichtet, denn neu kommen da schnell mittlere Summen zusammen.

    Muss man da keine Angst haben, dass sich durch den Ultraschall der Diamant löst?

    Die meisten modernen Industriekleber sind unzerstörbar. Aufpassen würde ich nur bei älteren, historischen Systemen, wo der Diamant nur eingepresst ist oder nur einen unzureichenden Kleber hat. Da kann schon mal Nässe zum lösen reichen...

    Der AT VM540ML machte Verzerrungen. Generator und Stabmagneten waren jungfräulich sauber. Ich habe den Diamanten gründlich gereinigt und aktuell spielt es sauber. Kann eigentlich nur von dem "Gries", welcher im ersten Bild gut sichtbar ist, gekommen sein.

    Interessant ist die "kurvige" Nadelflanke, die dennoch ultrascharf erscheint. Auch ist die Mitte zum Stein asymmetrisch, was ich schon bei mehreren Nadeln beobachten konnte, auch bei meinem alten MC 30 Super. Macht aber auf das Ergebnis keinen Einfluss.


    Der Gries backt sich an dieser Stelle gerne fest und bekomme ihn öfters nicht mal mit meinem Aquadestpinselchen weg. Da wende ich die alte Ivor-Tievenbrunn-Methode an und reibe ganz vorsichtig mit einer ausgeschnittenen Reibfläche einer Streichholzschachtel an dieser Stelle. Dann ist der Gries weg, auf die Nadel hat das an dieser Stelle keinen Einfluss. Man muss jedoch die emfpindliche Auslenkung des Nadelträgers immer im Auge behalten. Und ebenso darauf achten, dass dieser Gries nicht zuviel wird. Ich hatte schon ein Tonabnehmer zum Service, wo die Nadel von einem dicken schwarzen Klumpen umhüllt war. Da war dann einiges abzutragen, bis sich am Ende eine einwandfrei intakte Nadel wieder zeigte und das Sytem einwandfrei abspielte.