Posts by Captn Difool

    Versandkosten sollte man immer vollständig aufführen nach Inland, EU, weltweit, auch die Paypalgebühren. Das machen Händler auch so. Ebenso in etwa die geschätzte Versandzeit, dann sehen die Käufer gleich, ob sich das für sie lohnt.

    Meine Bestellung aus Japan dauerte drei Wochen, dazu noch sehr gutes, genauses Tracking von der Japan Post. Inkl. Zollabwicklung und allem drum und dran. Dazu die Platte wie beschrieben. Vom Preis war das auch völlig ok.

    Aus Italien dauert es meist so zwei Wochen. Ausland ist eben immer länger. Und als ich mal (ausserhalb von Discogs) JBL-Cone-Kits aus Florida bestellte, die waren auch gut 6 Wochen unterwegs und verbrachten davon 4 Wochen nur in den US-Etappen. Übern großen Teich dauert das seine Zeit. Kam dann aber alles einwandfrei in zwei Sendungen an.

    Ja kann man, aber hier sind die Pegel abgeschwächt. Ich nehme meist so mit 3,3 auf und muß für den gleichen VU-Pegel dann auf 7 drehen. Damals war man praktischer ausgerichtet. Vorband Aufnahme ist am Wichtigsten, bei korrekt eingemessenen Band ist Hinterband identisch und bei Wiedergabe nur "Spielerei". So ähnlich drückte es auch mal Heinz Bluthardt in einer Testbesprechung der A77 aus.

    Ich weiß ja nicht, was für Exoten Ihr da so bestellt. Bei mir steht "am Lager" und binnen einer Woche waren sie immer da. Ich warte noch auf eine Platte, die mit mindestens 4 Wochen gekennzeichnet ist und bekommen Zwischenmeldungen, ob ich dabei bleiben möchte. Bisher kamen sie bis auf einen Fall immer an.

    Und wie immer die unvermeidlichen Grundsatzdiskussionen.


    Die Digitaltechnik hatte man gerade deshalb erfunden, um das Signal von Gleichlaufeinflüssen, Rauschen, Kabeln, Schmutz usw. zu befreien. Selbst DACs haben keinen Eigenklang, das kann bestenfalls die nachfolgende Analogstufe samt Analogkabeln haben, aber die Unterschiede sind so gering, das es Zeitverschwendung ist, darüber noch zu diskutieren. -> Blindtest?? Die meisten, die was "hören" müssen vorher immer ganz genau hinschauen, wo das Lämpchen gerade leuchtet, dann "hören" sie es natürlich auch... ^^

    Hat man LPR 90 nur genommen, damit alles auf zwei Spulen passt? Bis auf die Trägerdicke werden die Unterschiede zum SM900 aber gering sein, müsste mal in den Datenblättern vergleichen. Die 320nW wurden wohl auch gewählt, um den Kopiereffekt auf Langspielband zu reduzieren.


    Aber ein Langspielband auf High-Speed sollte möglichst nur auf Maschinen mit feinfühliger Bandzugregelung gespielt werden, auch das Spulen sollte sanft von statten gehen, damit nicht zu stark die Trägerfolie gezerrt wird. Vor allem sollte man auf rangieren verzichten, am besten nur einmal umspulen und dann durchlaufen lassen.

    Laut Servicemanual hat der 1500S 237mm effektive Länge mit 15mm Überhang, ergibt 222mm Drehpunkt - Plattenmitte. Beim PUA 1600S wurde diese Geometrie übernommen.


    Abstand Nadelspitze Headshellflansch 52,5mm.

    Alles in allem scheint mir, als hätte man einen optimierten Gummi verbaut. Das PW Ti hat auch den geteilten WRD-Gummi. Zudem kann man noch ein wenig mit dem Spanndraht machen. Mutmaßlich hier mit etwas weniger Spannung. Dann geht auf einmal die Sonne auf...Die Stellparameter sind sehr fein und es erfordert bei der Montage schon sehr viel Geschick, genau das optimale Fenster zu treffen.

    Wahrscheinlich hattest Du zuvor ein etwas weniger geglücktes Exemplar. Es ist mir bekannt, das es Ortofon MCs gibt, die reichlich Exemplarstreuung haben. Das blaue Rohmann z.B. war dafür berüchtigt. Stimmte mal alles, war es ein tolles System, stimmte es nicht, war es eher enttäuschend.

    Es gab Ende 70er insbesondere bei den getrennten Verstärkern Geräte, die auch heute noch ganz oben mitspielen können. Ich kann Calvin nur zustimmen. Wenn traditionelle Hersteller wie Yamaha und Onkyo heute noch Verstärker anbieten, kann man ja schon froh sein.


    Das High-End-Lifestyle-Geraffel ist nicht wirklich besser, der Vertrieb versteht es nur, mit entsprechenden Geschwurbel teuer zu seinem Gunsten feil zu bieten. In den 70er/80er gab es noch ausführlich Messdaten (auch wenn hier zuweilen auch ein wenig "schöngeschummelt" wurde), die werden heute eher mit emotional gestalteten Geschwurbel ersetzt.


    Man nimmt, was der Markt zu zahlen bereit ist, Markt eben. Hier spielen eher optische Ansprüche in die Kaufentscheidung. Ich habe schon einige Phonostufen auf dem Tisch gehabt, aber klanglich konnte keine von denen die 70er/80er-Jahre-Technik toppen und dafür zahlt man dann noch ordentlich Geld. Seit 40 Jahren hat sich da nichts mehr getan.

    Ende 70er war die Konkurrenz stark, fast alle namhaften Hersteller aus Japan hatten in der TOTL einen "Boliden" als Topamp. Hier ist es schon fast eher eine Geschmacksfrage. Die technischen Unterschiede findet man eher im Detail, die Optik ist individuell interpretierbar.

    Sansui, Yamaha, Pioneer, Kenwood, Technics, Sony, Onkyo, sie alle hatten Vollverstärker mit 100-140W bei 8 Ohm, einiges an Ausstattung. Allerdings schwächelten alle bei MC. Denn hier wurde mit einem Schalter nur der Gain der MM-Stufe auf 20dB erhöht, was man sich eben auch mit einer Rauschanhebung um 20dB erkaufen musste. Nur wenige Amps wie der Yamaha A-1 hatten für MC einen eigenen Headamp an Board und wenn, war der meist einfacher aufgebaut, als in den höherklassigen Vorverstärkern. Nimmt man dagegen einen separaten Headamp oder Übertrager, bekommt man bei allen Ampklassikern jedoch eine gute Phonostufe, denn bis Mitte 80er gehörte eine gute Phonostufe zum sprichwörtlich guten Ton.
    Ich empfehle allerdings auch bei solchen Amps heute eine Revision. Recapping und auch Kontaktpflege, dann spielen sie meistens wieder wie neu. Ein schön gereinigtes Gehäuse schmeichelt dann auch dem Auge...

    SME sind hübsche Vintage-Arme, aber klanglich schon lange nicht mehr der Maßstab. Am besten hatte mir mein 3009R gefallen. Jetzt bin ich bei meinen Sonys, die sich von den SMEs deutlich absetzen können. Es müssen nicht immer Einpunkter sein und klar, die besten Arme sind auf meinen Drehern... ^^;)
    Dennoch, einen "R" würde ich vielen anderen Armen vorziehen. Dann hätten sie einfach eben neue Werkzeuge gebaut und gut. Das DL 103 ist doch auch nicht totzukriegen... :/

    Noch ein Test mit RAW-Mode...


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    Hier fallen praktisch alle Kompressionsartefakte weg und man erkennt sogar den nackten Diamanten...nicht schlecht für ein billiges Chinafone. Ich kann allerdings bei RAW nicht zoomen, die Scharfstellung geht nur automatisch. Aber ich werde Mal mit einem Ministativ weiter üben...