Posts by Captn Difool

    Die Einstiegsmodelle muß man nicht reparieren lassen, ist eine Abwägung, was es einem Wert erscheint. Mit den aktuellen Ortofon-MCs kann ich mich nicht so recht anfreunden, da ist das SPU eine gute, gereifte Konstante und somit derzeit das einzige Ortofon-MC, welches ich neu erwerben würde.

    Der Abschlußwiderstand (Impedanz) dämpft den Generator, praktisch wie eine Kurzschlußbremse. Bei 47kOhm kann es auch zu Überschwingern kommen, wo Hochtöne beginnen können, zu "fauchen". Vor allem bei Sybillanten (Zischlauten) kann man das feststellen. Funktionieren tut alles, nur die Frage wie gut. Ein Kochrezept gibt es dazu nicht, letztendlich muß es dem Hörer zusagen, welchen Widerstand er bevorzugt. An meinem Yamaha hatte ich bei 1k Ohm bessere Ergebnisse als bei 100 Ohm. Bei 47k Ohm war es mir in der Tat auch etwas zu "dünn", aber bei 1k Ohm auch deutlich freier, feiner als bei 100 Ohm, Raum war noch sehr gut.

    455€ finde ich recht moderat. Bricht der Nadelträger von meinem Delos ab, bekomme ich keinen echten Repairservice, sondern einen Austausch-TA neu für 1000€ bei einem Kaufpreis von 1260€. Schon von daher ist ein SPU keine schlechte Investition.

    Das habe ich so bei Ortofon auf einem Video gesehen und aus früheren Berichten. Ich weiß nur nicht, ob das Spulenkreuz erst gewickelt und dann der Nadelträger rein kommt oder umgekehrt. Wenn Du etwas suchst, findest Du auf Youtube Videos dazu. Sehr interessant, das jüngste ist eine Führung von Vertriebsleuten durch die Produktion, dort wurde auch die Century-Reihe zum Jubiläum in der Produktion gezeigt, u.a. wie der Holzbody des SPU-Cenutry in einem Automaten gefräst wurde.

    Um einen neuen Nadelträger samt Nadel und Dämpfungsgummi zu montieren, muß der Generator ("Motor") ausgebaut werden, da es aber wieder keinen Sinn macht, diese Bauteileinheit weiter zu zerlegen, wird also ein komplett neues Spulenkreuz eingebaut. Zumal auch die Spulendrähte gekappt werden mußten. Der Montagevorgang ist wie in der Produktion. Eine Nadel wird in den Alunadelträger eingestochen und mit Kleber fixiert. Im Alunadelträger sitzt schon ein Messingstäbchen mit eingepressten Spanndraht. Dann wird auf das Nadelträgerröhrchen das Spulenkreuz aus Weicheisen aufgeschoben und unter dem Mikroskop ausgerichtet und fixiert. Dann werden unter einem weiteren Mikroskop die Spulen gewickelt. Danach der neue Dämpungsgummi aufgeschoben. Diese dann fertige Einheit wird wieder in den alten Korpus mit Magneten und Joch eingebaut, Drahtaufhängung gespannt und mit der kleinen Schraube angezogen und die Spulendrähte wieder angeschlossen. Der bewegliche Teil ist komplett neu, der Magnet und Jochteile dagegen wie gehabt.

    ...bei mir auch, aber diese werden von den Masterrecordings deutlich hinter sich gelassen. Die Originale klingen im Vergleich rauher, "kratziger", weniger Details und weniger räumlich. Daher werde ich meine Originale veräussern.

    Ich habe durch einen damaligen Forums-Tip die Graceland von Paul Simon neu aus Restposten erworben, sehr gute Pressung, die dem Warner-Pendant aus dem Westen mindestens ebenbürtig ist. Daher habe ich auch keine Scheu, wenn ich zukünftig auf eine Amiga-Ausgabe stoße, sie zu erwerben. In der Tontechnik waren die Deutschen weltführend und das galt auch für die damalige andere Hälfte Deutschlands.

    Die George Duke Fans sind anscheinend alle versorgt. Ich habe mir meine "Follow the Rainbow" mal angehört und habe kein Bedarf an einer nur leicht besser klingenden Masterrecording. Ok, bei dem Preis lohnt sich das bei mir vielleicht schon eher. Vielleicht nehme ich sie bei der nächsten Bestellung mit.


    Sehr empfehlen kann ich aber die anderen George Duke Alben "The Inner Source", "Feel" und "The Aura will Prevail", welche leicht reduziert wurden. Sie stammen alle aus der MPS-Box und sind alles sehr gut gemachte Masterrecordings, neu analog gemastert von Dirk Sommer, der sehr Wert darauf legte, das der "Originalklang" der Bänder auf die Platte findet.

    Ich habe VMS 30, 20 und FF II, alle haben einen ausgewogenen Frequenzgang und keines von denen ist bassschwach. Vielleicht der falsche Tonarm oder falsch abgeschlossen? Bei zuviel an Höhen wirkt das automatisch bassschwach, das gilt aber für alle anderen Tonabnehmer auch.

    Achtung, von den VMS-Tonabnehmern gibt es drei verschiedene Einschübe, die sich an den Einschubnasen unterscheiden und nicht untereinander kompatibel sind, also bitte vor dem Kauf recherchieren, falls ein andere Einschub gewünscht wird. Einige VMS gibt es nur noch quasi als Ersatznadel.

    Frau guckt halt auf sowas...

    Meine auch und sie hat Recht. Mir scheint, besonders die "Mittfuffziger" sehen so aus. Gammelige Jeans, schlappiges T-Shirt oder schon eine Woche getragenes, kariertes kurzärmliges Hemd mit Bierbauch, Umhängetasche aus speckigen Schweinsleder oder Jute, Tennissocken in Birkenstock-Lauflernschuhen, unrasiert mit Glatzenansatz und ein schon aus 3m-Entfernung deutlich wahrnehmbarer Körpergeruch...scheint so der "Prototyp" der Messebesucher zu sein....nebenbei der absolute "Frauenschwarm"....:D

    was für eine überzeugende Argumentation... eines Gewerblichen....

    Anscheinend klammerst Du Dich an Deine Starkstromelektrikerlogik und sperrst Dich mangels tieferer Fachkenntnisse in Deinen Teller ein und verweigerst alle Informationen jenseits des Randes. Im Netz stehen genug Antworten, wenn man bereit ist sein eigenes Denken um fremde Erkenntnisse zu erweitern. Was soll ich seitenweis erklären, Clavin hat sich nun schon die Mühe gemacht, aber für was? Als "Dank" noch beleidigt zu werden?


    Gewerblichenbashing wird hier gerne als Keule genommen, wenn die Argumente ausgehen. Aber ich habe mir meine Kenntnisse und Fähigkeiten erarbeiten müssen und bekam auch nichts davon geschenkt. Und wenn mir mal was erklärt werden konnte habe ich es dankbar angenommen anstatt mit meinem Nichtwissen gekontert. Das ist vielleicht der kleine feine Unterschied.
    ----



    Das lange Tonarme eine Faszination und Begehrlichkeit repräsentieren, ist nicht neu. Der SME 3010R ist nur 6mm länger als der 3009R (sonst identisch), aber für diese 6mm mehr an hochglanzeleoxierten Alurohr wurden schon neu mehr 300 DM Aufpreis genommen, damit wohl eines der teuersten Aluröhrchen der Welt. Ich wollte damals so einen 3010R haben, aber angesichts dieses aberwitzigen Aufpreises nahm ich den 9er. Beim 3012 bekommt man wenigstens noch angepaßte, längere Gewichte, auch hier ist der Aufpreis allein dem "Habenwolleneffekt" geschuldet.

    Ich konnte im Vergleich nicht wirklich Unterschiede hören. Kontaktprobleme sind eher "digital", es kommt zu Unterbrechnungen, auch als Modulation, je nach Situation. Saubere Kontakte "hört" man nicht. Daher hatte ich mich bei meinem Sony Tonarm auch wieder für den klassischen Tonarmstecker entschieden, der die Handhabung auf dem Dreher deutlich einfacher und praktischer macht.