Beiträge von Captn Difool

    Hi André,


    Welche Erfahrungswerte gibt es da? Wer geht gut, wo ist es eher kritisch? Ich für meinen teil hatte bisher beim Bügeln keine Probleme, allerdings beschränkt sich meine Bügelerfahrung vielleicht auf 20 LPs.

    Hi Claus,

    Hatte ich anderweitig schon mal erwähnt. Pallas geht kaum zu bügeln, manche halbwegs. Optimal Media einigermassen, GZ-Media sehr gut. MOV früher schlechter, jetzt besser. Die meisten alten, dünnen Platten gehen gut. Kritisch sind nur alte US-Pressungen, die darf man bestenfalls mit 50°C bügeln, sonst nehme ich 58°.

    Die Rezepturen sind alles "Cola-Rezepte" und in einem Video wollte damals auch Optimal Media nicht alle Zutaten nennen. Das ist auch der Grund, warum von einigen Herstellern die Platten besser zu bügeln gehen und von anderen weniger gut.

    Hallo Manfred,


    das Servicemanual besagt, das man den Shutterring mit den beiden Madenschrauben zur Justage lösen muss. Sony macht das gern etwas komplizierter. Der Ausbau ist auch nicht ohne, aber bei der Justage nicht nötig. Ein Ersatzarm müßte diesbezüglich genauso justiert werden, damit machst Du keinen Gewinn.

    Ich würde die Stelle mit der höchsten Auslenkung markieren und abgleichen, ob der Höhenschlag mit der Stauchung korrelliert.


    Die Stauchung kommt vom zu schnellen Aufsetzen, wenn man etwas daneben lag. Eine Schutzfase wie Schutzsenkung wären hier sinnvoll, um sowas zu vermeiden. Desweiteren muß der Teller sehr konzentriert abgesetzt werden, auch mit den richtigen Haltern beidhändig. Die Flächen der Konen sollten sauber sein. Auch keine vorstehenden Grate.


    Geht das nicht mehr weg, dann muß man mit der 3er-Rundfeile (ggf. mit 200er Schleifleinen drum) dran, aber mit sehr viel Gefühl. Das Problem haben mehr oder weniger viele japanische Teller mit Konus. Meinen SL-Q2 habe ich damit wieder hinbekommen.

    Graphit kann nur als Sinterpulver eingefügt werden und bezweifle, das es einen vorteiligen Effekt hat.


    Bei den Farben sind der Kreativität kaum Grenzen gesetzt. Schaut mal auf den Webseiten der Presswerke. Manche bieten sogar Onlinekataloge mit Vorschlägen an, was sie alles machen können.

    Schwarz hat sich als "Gewohnheitsfarbe" und daher als Standard etabliert. Schmutz sieht man auf sehr dunklen/schwarzen Platten besser, wie Thomas gerade erwähnt hat. Aber schaut man sich die Angebote an, gibt es immer mehr bunte Platten, oft mit den Farben des Covers abgestimmt. Farbige Platten von GZ lassen sich auch einwandfrei bügeln.

    Das mit dem Ruß ist noch aus der Anfangszeit. Die Platten ab Millenium sind alle aus klarem Vinyl gepresst, auch schwarz wird hier nur als "Farbe" zugegeben. Daher macht es wirklich keinen Unterschied, ob keine Farbzusatz oder eine Farbe aus der Pallette hinzugefügt wird. Daher sind auch keine Unterschiede zu hören.

    Hallo Dominik,


    was die PUA 1600 betrifft, gebe ich Dir zunächst Recht. Es gibt fast keinen mehr ohne Lagerschaden, besonders bei den vertikalen Spitzenlagern. Aber wenn man den Arm mit der gleichen Liebe und Sorgfalt überholt wie Du den 07er-Arm, dann wird aus dem "schlechtesten" wieder der Beste. Hier habe ich teils neue Lagerschalen (teuer!) und immer neue Lagerspitzen angefertigt. Horizontal auch gut eingelaufene Vollkeramikkugellager. Da gibt es nur wenige Arme, die an ihn dann noch heran kommen.

    Danke für Deine ausführlichen Darstellungen. Für einen 07-D muß man leidensfähig sein, dann ist es einer der besten DDs die jemals gebaut wurden. Im 07er steckt viel japanischer Gehirnschmalz, den man woanders vergeblich sucht.

    Ich sehe es so, VTA ist der Nennwert, SRA der Istwert. Beides muß man übereinander bringen.


    Ich habe den SRA dann gehörmäßig eingestellt, was nützt die beste Lehre, wenn es nicht die gewünschten Ergebnisse bringt? Mein PUA 1600 L ist parallel ausgerichtet, bei 2,7g waren beim Cadenza Bronze die Höhen bzw. Feinauflösung ziemlich weg. Bei Nennauflagekraft 2,5g waren sie wieder einigermaßen da und bei etwa 2,43g fand ich das Optimum. Gute Feinauflösung und Höhenwiedergabe, ohne aber bereits "schlank" oder "kühl" zu klingen. Die Replikantnadel reagiert sehr empfindlich auf Fehlstellungen.

    Das MC Nr.2 entspricht weitgehend dem blassgoldenen MC 20 MkII. Ein gut auflösendes Allroundsystem (neutral). Wohl eher aus modellpolitischen Gründen wollte man keine Verwechslungsmöglichkeit mit dem zwischenzeitlich erschienen MC 20 Super geben, hatte aber noch genug Bauteile, so dass das MC 20 MkII eben als Nr. 2 weitergebaut wurde...