Posts by Captn Difool

    Wenn man die Klemmen gut anzieht, ist der Übergangswiderstand unkritisch, "hören" tut man da nichts. Dennoch habe ich in meinem Studio nichts dem Zufall überlassen und eine besondere Abisoliertechnik angewendet, in dem ich die einzelen Leiter auf etwa 2cm abisoliert hatte, aber nicht durchtrennt, dann in der Mitte zusammenknicken und paßt genau in die Klemme. Der Trick ist, der Leiter selbst ist nicht unterbrochen, vom Platz ist es wie eine doppelte Unterklemmung. Die "Waschmaschine" könnte daher auch am Ende der Leitung laufen, die 4 Mehrfachdosen dazwischen greifen nur vom Leiter ab.

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    Die S/N-Werte wurden mit den Jahren besser, weil die Testplatten besser wurden. Das hat also nicht viel Bedeutung.


    Mein Vorschlag, wenn es schon schwierig wird, einen Tonarm passend zu montieren, ob da nicht ein Nachbau der Zarge die bessere Lösung wäre und man das Original beiseite legt. So paßt dann der Wunschtonarm und später, will man das Laufwerk wieder weiter veräußern setzt man es in seine Originalzarge zurück und alles ist wieder "gut".

    Deshalb als Laie: Finger von den Köpfen lassen!

    Da gebe ich Dir recht und wurde wohl falsch verstanden. Das war von mir kein Rat, sich jetzt bar jeder Kenntnisse daran selbst zu versuchen, da wird meist mehr kaputt als ganz gemacht.


    Nur wenn mäßiger Klang bemängelt wird, hat das seine Ursachen und möchte eben darauf hinweisen, das dann Handlungsbedarf besteht, welcher von einer Fachwerkstatt mit entsprechender Ausstattung gemacht werden sollte.

    Was den Einschliff angeht, macht es natürlich keinen Sinn, Tilt, Azimut oder Kopfhöhe zu ändern, das geht nur nach vorhergehender Läppung. Wenn, dann richtig und dann könnte die Maschine wieder "wie neu" laufen.

    Da dies MO aber schon zuviel des Guten ist, hat sich die Frage nach einem Service ohnehin erübrigt.

    Maxell leider nicht mehr, gibt es nur gebraucht und da muß man schauen, mal ein vernünftiges Angebot zu finden, denn viele verlangen für die gebrauchten Bänder Neupreise. Die Maxell haben sich als sehr langzeitstabil erwiesen.


    Ehemals BASF ist es nun Pyral, die mit der Marke "Recording The Masters" (RTM) mit den einstmals von BASF erworbenen Anlagen die BASF-Bänder weiter produzieren. Es sind die derzeit einzigen Bänder, die wirklich neu produziert werden. Neben dem LPR gibt es auch noch Studiobänder für den professionellen Bedarf.

    Zur Einmessung der Bandsorte braucht man neben Fachwissen auch Meßgeräte wie Oszilloskop, Frequnzgenerator und NF-Millitvoltmeter. Das geht leider nicht mal eben so. Ferner zur Justage der Köpfe und Wiedergabepegel Messbänder. Der Aufwand lohnt nur, wenn man das öfters macht, sonst wäre es besser, sich an jemanden zu wenden, der das kann und macht bzw. Fachwerkstatt. Desweiteren sollte man sich auf eine bevorzugte Bandsorte festlegen, die dann immer benutzt wird und darauf auch eingemessen ist. Empfehlen tue ich der Qualität und Verbreitung BASF/RTM LPR35 oder sofern genügend vorhanden Maxell UD/XL.

    Auch die kleine Akai will auf das verwendete Band eingemessen sein, ebenso die Köpfe justiert. Erst dann kann man den Klang wirklich beurteilen. Gut gereinigt versteht sich von selbst.

    Klanglich wird da nicht viel Unterschied sein. Die A700 ist eine tolle Maschine, solange sie einwandfrei läuft, aber sie kann auch schnell wieder rumzicken...wäre auch nicht meine erste Wahl. Die kleine Akai ist eigentlich ein robuster und bewährter Kleinspuler, der sehr weit verbreitet ist.

    Wenn Du den Tonarm in der Balance sanft vertikal antippst, wie oft pendelt er denn? Kann auch das Gegenteil sein, das die Vertikallager zu stramm angezogen sind. Das Pendel mit etwas gelösten Lagern bei Spiel prüfen und dann soweit wieder anziehen, das das Pendeln gerade so nicht behindert wird. Ein minimales Restspiel bleibt, zudem ist Spiel weniger nachteilig als zu stramm angezogene Lager, damit klingt alles tot und überdämpft.

    Die vom TD125/126 passen nicht, die bauen tiefer, alle flachen Innenteller passen, allerdings sollte auch die Lagerachse den passenden Durchmesser haben. Beim TD 320 sind es 10mm.


    Es gibt Innenteller aus gedrehten Aluminium, waren meines Wissens aber nur beim 3001 verbaut. Die Zamakgusteller bis 2001. Die "Grifflöcher" dienten der Befestigung auf der Drehbank zum Abdrehen der Aussen- und Auflageflächen.

    Ja, die Querschnitte müssen immer im Sicherungskreis bleiben, erst wenn die Untersicherung z.B. 16A hat, kann man auf 2,5² runtergehen. Das ist wegen der Kurzschlußgefahr, wenn auch teilweise eher akademisch. Bei theoretischen 63A auf 2,5² würden die Leitungen schon recht warm werden...


    4² hinter der letzten Sicherung kannst Du nehmen, aber was soll das bringen? Die meisten Steckdosen und Verteiler sind zudem nur auf 2,5² ausgelegt. 4² gehen nur auf den blauen 32A-Kraftsteckdosen (Aufputz) mit entsprechenden Steckern.

    Wenn es keine Revox sein soll, Tandberg hat auch noch schöne wie gut klingende Halbspurmaschinen. Bei 500€ könnten aber noch einige Revisionsarbeiten fällig werden, wobei ich vor Angeboten mit "vom Käufer (schnell noch oberflächlich) revidiert" eher warnen kann, meist sind das nur vermurkste Kisten, die man zu teuer kauft. Ist halt wie beim Gebrauchtwagenkauf, man muß immer vorher genau hinschauen....


    Akai ist mehr bei Viertelspur zuhause, da haben sie durchaus gute Maschinen, auch wenn die Verarbeitung innen zeigt, das sie schnell zusammengebaut werden mußten, um im Preiswettbewerb mithalten zu können. Die Halbspur-Akai sind ältere Modelle, die dann auch hoch gehandelt werden wegen ihrer Seltenheit. Es gibt auch gute japanische Maschinen, die sind in der Regel aber teurer, Technics und Teac. Rational ist man also mit einer A77 oder B77 (mit etwas Glück bekommt man auch die B77 für etwas unter 500€) noch am besten dran. Tauschen muß man da eigentlich nur Elkos und die Einstellpotis auf den Platinen, einmal richtig auf die vorhandenen Bänder einmessen und dann Spaß haben. Ist das erledigt, halte ich die Revöxe weder für zu teuer noch als unzuverlässig, zumal sie gut reparabel sind. Denn gepflegte Japaner sind derzeit nur noch selten unter 1000€ zu bekommen, auch die Akais nicht.

    Also mit IEC statt NAB-Entzerrung habe ich nicht wirklich Probleme. Eher mit Viertelspur, da die Kanalbalance nicht mehr stimmt. Aber alles in allem war das alles technisch ok und hörbar, das ist das Wichtigste.