Posts by Captn Difool

    Man könnte meinen, die 4367 wäre die Heimversion der M2-Monitore. Letztere legen erst richtig mit leistungsstarken Endstufen mit aktiver Weiche los, da sind die 4367 etwas unproblematischer im Setup und viele deutlich teurere Lautsprecher haben größte Mühen, ihren Preisunterschied akustisch zu rechtfertigen.


    Was ich als Selbstbauer noch bedauere, das es von den neuen Topchassis keine einzeln zu kaufen gibt, so wie früher. Das würde mir einen etwas aufwändigeren Gehäusebau erlauben. Aber hätte ich die Kauffkraft für solch ein Paar, würde es in meiner ganz engen Wahl stehen. Mit dem Klangvermögen der alten JBL-Pro-Lautsprechern bin ich vertraut, daher läßt mich die Renaissance der Pro-Serie hoffen...

    Leider gibt es noch keinen direkten Link zu JBL, man wird vom DNS immer auf die deutsche Vertriebsseite umgelenkt, die nur die Consumerprdukte hat.

    Das hat weniger mit den Boxen zu tun, als eine ungünstige Raumresonanz, daher auch das mit dem Sportauspuff von draußen, kenne ich auch. Nimm mal eine Software, die Frequenzen durchstimmen kann und schließe Läppi/PC an die Anlage an, dann findest Du unterhalb von 50 Hz schnell den Peak, dann kannst Du Gegenmaßnahmen überlegen, im Netz gibt es viele Tips zu "Raumresonanzen". Ein Patentrezept gibt es nicht, das kommt auf die individuelle Wohnraumbedingung an.

    (Pseudo)Symmetrische Innenleiter haben die gleiche Leitungsart. Bei Wechselspannung geht der Strom sozusagen in der Frequenz "Hin und Her". Bei einem Coaxkabel ist ein Leitungsweg durch die Abschirmung anders als der Innenleiter. Bei langen Kabeln macht sich das allerdings eher hörbar als bei kurzen. Ich verwende gern RG 62 als Phono-MM-Kabel wegen der geringen Eigenkapazität, um damit am Phonoeingang die Gesamtkapazität abstimmen zu können. Das hat sicher mehr Einfluß auf den Klang, als die Struktur des Kabel bei üblichen 1m. Ansonsten bevorzuge ich eben diese "Telefonkabel" die mich bei MC recht zufrieden stellen, während ebenfalls pseudosymmetrische CAT-5 dort weniger überzeugten. Klanglich ist also auch pseudosymmetrisch =! pseudosymmetrisch... probieren geht über studieren. ;) Warum es da klangliche Feinstnuancen gibt, ist hier wohl kaum diskutierbar, hängt für mich aber mit der Physik des Kabels zusammen, welche aber nicht mir den rudimentären Formeln der Wechselstromwiderstände erklärbar sind. Da ist Kabel = Kabel ;)

    Der SAS-Schliff ist praktisch identisch mit Micro-Ridge (auf den Namen hat Shure ein Exclusivrecht drauf) oder Namikischliff (der derzeit diese Nadeln herstellt). Die nennen sich nur alle anders aus patentrechtlichen Gründen. So findet man diesen auch im AT 150 MLX als Micro Line oder Lyra Delos als Namikinadel, desweiteren in allen höherwertigen Benz-Systemen und sicher noch einigen weiteren. Jico bietet mit den Namikinadelträgereinheiten (Namikinadel mit Klebstoffkorundgemisch auf Bornadelträger) eben den guten Service, auch lohnenswerte MMs mit dieser Nadel upgraden zu können. Ich habe es erstmal liegen lassen, aber mein Shure V15 III oder mein Technics EPC-207C würden sich mit der SAS-Nadel sicher auch gut machen. Wenn ich dafür mal Geld über habe, ist eine fällig. Da ich hauptsächlich aber mit MC höre, habe ich dem noch keine hohe Priorität gesetzt.

    ...davon abgesehen EPC-270-Nadeln mag es vielleicht noch als NOS geben, aber nicht mehr wirklich "neu". Da kann ein Gummi durch jahrzehntelangen Stillstand schon etwas verhärten. Kann hier auch einfach ein Exemplarfehler sein. Aus der Ferne kann ich das nicht weiter beurteilen.

    Ja, für ein SPU kannst Du ruhig 10mm nehmen. Ich hoffe, die Lagerspitzen machen das noch mit. Die Original-Sony-Spitzen sind zwar gehärtet, aber meiner Meinung nicht genug. Ich habe in meinem "S" erfolgreich selbst hergestellte verbaut. Ein SPU habe ich aber damit noch nicht probiert.

    Das Gewicht sollte aus Messing sein. Ich habe mir zwei Stück mit ungefähren Dicken selbst gedreht, ein leichteres und ein schwereres. 5mm Dicke reichen in der Regel völlig aus, auch schwerere Headshells auszubalancieren.

    Innendurchmesser 12mm habe ich auch genommen, allerdings nicht unproblematisch. Es kommt auf den Gummiring am Tonarmende an. Das ist bei meinem "S" etwas dicker als bei meinem "L", wo ein Gewicht schon etwas locker sitzt. Ggf. auf 11,8mm gehen, wenn das Loch ausgedreht werden kann, oder ein Klebeband innen einsetzen. Das Messing habe ich vernickelt, eine Alternative wäre Edelstahl, allerdings ist der etwas leichter, da würde ich dann auf 6mm Dicke gehen.

    Zischlaute, also wenn Sibyllanten anfangen zu "fauchen" sind das Hochtonverzerrungen. Die Ursachen sind wie hier schon erwähnt vielfältig. Bei solchen Verzerrungen verliert die Nadel teilweise, bis ganz den Rillenkontakt.


    • Zu geringe Auflagekraft?
    • Zu geringe Tonarmmasse?
    • Zu viel Antiskating?
    • Azimut deutlich daneben?
    • Dämpfung zu stark? (Nadelträger in seiner Hochtonbeweglichkeit gehindert)
    • Bzw. Gummi verhärtet?
    • Nadel verschlissen? (Kontaktflächen zu groß in horizontaler Richtung)
    • Zu helle Abstimmung der Kette?

      Erstmal genug Punkte zum abschecken.

    Frage:

    Kann es sein, das alte Öle in Verbindung mit abgelagerten Dreck hier harzig werden? Das wäre für mich eine Erklärung, dass das harzig-zähe Fett (Öl kann man das ja nicht mehr wirklich nennen) erst warm werden muss, bis es dünn bzw. nachgiebig genug wird. Da hilft dann auch penibelste Justage nichts.