Posts by Captn Difool

    Das Aufschwingen ist typisch für ein Schwabbelchassis. Das könnte man mit einer Rutschkupplung beheben, aber ein direkt antreibendes Pully ist besser für das Klangbild. Also Optik oder Klang, bei mir wäre letzteres wichtiger. Desweiteren ist bei bei solchen Drehern üblich, wenn man den Teller vor dem Start ein wenig anschubst. Das entlastet den Riemen. Für alte Thorensbenutzer also nichts neues.

    Achsen müssen aus Werkzeugstahl sein, gerichtet, oberflächengehärtet und feingeschliffen auf 100/mm. Eine einfache Achse aus Werkzeugstahl ST37, also "Stahldraht" ist viel zu weich und bekommst Du nicht schlagfrei montiert.


    Mein MkII hatte auch viele Elektronikprobleme, die sich nach Reinigung des doppelten Pitchpotis und Recapping ins Nichts auflösten. Dennoch, die Elektronik des MkIII ist stabiler, der Motor auch deutlich laufruhiger.

    Ja, MC 30 Super ist schon wieder weg, ich bin froh, noch eines erwischt zu haben. das MC 20 Super ist eine leichte Abwandlung des Originals, da anscheinend kein Vertrag mit Van den Hul besteht (damals war noch kein Gyger-Schliff verfügbar, kam erst mit dem MC 30 S) wird dieses noch mit Restbeständen des GygerII (6x70µ) bestückt. Das MC 10 Super MkII ist eine Abwandlung davon mit Kupferdraht und das MC 20 Super MkII entspricht weitgehend dem MC 30 Super mit konischen Alunadelträger und FGI-Nadel. Wurde anscheinend nur selten verkauft, die meisten bevorzugten gleich das MC 30 Super MkII mit Replikantnadel.

    Ich hatte gerade ein STM-72 zur Reparatur. Klingt recht ordentlich mit dem MC 30 Super, aber mir gefällt das mit dem MCA-10, den ich noch leicht verbessert habe besser. Die Feinauflösung und der Raum gewinnen noch etwas dazu.

    Phonostufen und Übertrager lassen sich kaum empfehlen, da ist sehr viel persönlicher Geschmack dabei, was für den einen der Himmel scheint, ist für den nächste eher solala...da muß man sich ranprobieren. Ich bin da altmodisch geblieben. Die Phonostufe ist im Verstärker verbaut und als PrePre dient der MCA-10, fertig. Ich habe das alles natürlich noch etwas optimiert. Alternativ wird mein optimierter Yamaha CX-70 dann alle Tonabnehmer bedienen, da stellt sich bei mir dann auch weiter nicht die Frage, was ich dazwischen schalten soll. Die Zeit verbringe ich lieber mit Musik hören, weil es gibt nur noch anderes, aber nichts besseres.

    Tonband als neues Hobby macht nur bei audiophiler Anwendung Sinn. Also Halbspur 19 oder gar 38cm/s von besten Plattenspielern. CDs hat man eh auf der Festplatte und Radio kann man ohne Verluste auf Cassette aufnehmen, da reicht schon Typ1, Eisenoxyd locker aus. Tonband mit Viertelspur ist reines Spielhobby und dieses Format fiel auch als erstes bereits Anfang 80er der Cassette zum Opfer, welche das ab dieser Zeit genauso gut, aber günstiger leisten konnte. Deshalb stellten die Hersteller die Viertelspurgeräte ein, damit war das Tonband im Konsumerbereich erledigt. Es blieben nur noch Nischen übrig.

    Tonbänder waren schon immer teuer, eine 18er Spule (45min bei 19cm) kostete damals wie heute neu genauso viel wie eine LP. Sollte man sich also überlegen, was man darauf aufnimmt.

    Zum schonen besonders wertvoller Platten oder ein Mixtape von den besten Sachen können aber schon was bringen.

    Da gibt es viele Hornsysteme. Vorteil beim Fountek ist, das man die Hörner nicht so ausreizen muß. Laß sie bei 10kHz raus, dann übernimmt das Bändchen. Weniger Verzerrungen. Welcher Treiber/Hornkombi gerade akutell besonders empfehlenswert ist, weiß ich auch nicht, muß man recherchieren und probieren. Meine persönlichen Favoriten sind Beyma. Aber auch 18th oder Faital haben interessante Treiber.

    Der Frage schließe ich mich gern an. Ich liebäugle mit eine Satz kleinerer Bändchen von Fountek, die ich gegen meine Kalotten tauschen möchte. Fast alle Bändchen von Fountek gehen bis 40kHz und können damit fast alle Feinheiten eines guten Tonabnehmers rüberbringen. Die Wirkungsgrade reichen von 92dB bis 108dB. Besonders die "großen" können es von den Daten her durchaus in Hornsysteme als "Supertweeter" bringen.

    Heute kam die erste Teillieferung von JPC. So habe ich über Ostern wieder viel Hörstoff. Eine LP und eine CD werden noch nachkommen. Aktuell dreht sich gerade die neue Malia...schön, das mal wieder jemand das Thema Blues aufgreift....und sie kann den klasse singen...Pressung bisher nicht zu bemäkeln.:)

    Ich hatte nur kurzzeitig das MkII zur Probe, wegen eines Abtastfehlers war ein direkter Vergleich leider nicht möglich, es klang m.E. ein wenig heller als das Super. Ansonsten bin ich mit dem MC 30 Super seit 1987 sehr zufrieden und habe mir vor etwa einem dreiviertel Jahr mein zweites MC 30 Super vom Thakker besorgt. Das erste lief 23 Jahre. Es ist sehr neutral und ein FG mit Rauschen abgenommen zeigt einen sehr linearen FG bis 30kHz mit sehr geringer Kanalabweichung. Immer noch mein Lieblingssystem. "Inselfähig". Daher kann ich das MC 30 Super immer noch empfehlen und zugreifen, so lange es noch eines gibt.

    Die neuen Modelle im "Jubilee-Design" (Cadenza) sagen mir weniger zu und finde es schade, das Ortofon diese gute Serie ohne Not aufgegeben hat.

    Hallo Herbert,


    pauschal kann ich das nicht beantworten. Kommt darauf an, wie oft wurde der TD gespielt, bekam er schon mal eine Lagerwartung, stand er schon mal längere Zeit im feuchten Muffelkeller? Usw... Die Motoren laufen recht lang, eine Lagerölung täte aber nach so langer zeit gut. Ebenso das Tellerlager. Im gepflegten Zustand wäre sonst nicht mehr zu machen. Ein Service mit Teller- und Motorlager und Einstellung läge vielleicht bei 100€, wenn sonst nichts zu reparieren ist.

    Eine Technics ist eine schöne Maschine, aber man bekommt sie nicht an jeder Ecke.

    Der Vorteil der A77 ist, man bekommt derzeit sehr viele Angebote und Schlachtteile. Zudem ist die volldiskret aufgebaute Maschine leicht reparierbar. Köpfe kann ich läppen, wenn der Spiegel bis 5mm hat, ist das kein Problem, da sind noch viele Spielstunden drauf. Ist das alles einmal richtig gemacht, hat man wieder viele Jahre Freude am Tonband. Das alles noch zum recht günstigen Preis, vergleicht man mal nur was inzwischen für ne Akai verlangt wird, die es nicht besser macht. Akai haben nur schicke Optik. Daher mag ich die A77. Ebenso ist auch die B77 eine gute Wahl, würde ich aber beide immer nur als Halbspur nehmen. Derzeit entwickle ich auch einige Verbesserungen für diese Maschinen.

    Bei mir stehen auch drei Dreher, davon zwei TD 126. Da ich hier erwähnt wurde....ich will mich hier gar nicht lang wiederholen.

    Aber es ist wie bei einem Gebrauchtwagenkauf. Man sollte sich vorher den TD genau anschauen. Auch das Lager. Natürlich gibt es noch gute Exemplare, hin und wieder auch auf dem Markt. Leider aber auch viele Exemplare, die nur benutzt aber nie gepflegt wurden und dann noch zu saftigen Preisen. Das kann bei einem Blindkauf die Freude schnell trüben.

    Mein erster ist noch damals 1982 von mir neu gekauft worden, den zweiten habe ich mir gerade aus einem Schlachtgerät neu aufgebaut, hier kamen von verschiedensten Drehern Schlachtteile zum Einbau. Ich habe natürlich die Möglichkeiten, mir das alles herzurichten. Wer das nicht hat, ist da schon weniger gut dran.

    Man darf aber fairer Weise nicht vergessen, das sind bald alles Ü40-Dreher. Nach so langer Zeit kann auch Verschleiß auftreten. Den Gleichstrommotor kann man in den meisten Fällen wieder hinbekommen.
    Die Verfärbung der Tasten ist ärgerlich, das ist unterschiedlich stark. Manche Kunststoffmischungen sind empfindlich auf UV und Sauerstoff, dann vergilben sie, da geht leider nichts gegen zu machen, ausser gegen bessere Exemplare zu tauschen, die Symbolfenster gab es auch mal einzeln. Die eiernden Schwungmassen beim Gleichstrommotor ersetze ich gegen selbst gedrehte Teile.
    Mit meinem weiter vor gezeigten Langzargen 126 bin ich sehr zufrieden, läuft einwandfrei. Wer also ein gepflegtes Exemplar findet, sollte bei einer vernünftigen Preisvorstellung zugreifen, es ist immer noch ein guter Plattenspieler.

    Das usprüngliche Maß müßten 2" gewesen sein, die man in der metrischen Welt auf 51mm aufgerundet hat. Wie man dann zu 52mm kam weiß ich nicht. Sony gibt bei seinen PUA 15/1600 52,5mm an. Der PUA-9 oder auch Koshin GST-801 wollen dagegen 49mm haben. Einige Japanische Hersteller hatten da so ihre eigenen Normvorstellungen. Mit 51mm sollte man bei den SME-Klassikern recht gut liegen.

    (auch der Thakker-Riemen ist ein Nachbau).

    Das war vor einigen Jahren mal so, schon seit längerer Zeit bezieht Thakker die Thorensriemen vom Original-Hersteller und läßt nur seinen eigenen Namen draufdrucken. Die Originalriemen hat er nicht mehr im Programm, da nur für den anderen Aufdruck mehr als 10€ Aufpreis genommen werden. Ich habe den Thakkerriemen im Betrieb und der unterscheidet sich tatsächlich nicht von denen mit "Original".

    Wenn der Riemen abspringt und dieser sich langsam zäh beim Spannen zwischen den Fingern immer weiter dehnt, ist er schon gealtert und die Spannkraft erschlafft, also dann einen neuen nehmen, dann sollte er auch nicht mehr abspringen.