Posts by Captn Difool

    Hier kann man einiges dazu nachlesen, auch um den Disput, welcher nun der "richtige Kammerton war. Nach Pythagoras waren es 432 Hz, weil dieser geometrisch abgeleitet wurde. Verdi wollte am liebsten sogar 430Hz haben. Ich sage, einfach aus dem natürlichen Empfinden ein "A" singen und man hat den Ton. So stimme ich immer Gitarren und das harmoniert.

    Das ist leider das Hauptmanko der neueren Pios, welche ansonsten sehr gute Decks sind. Andruckrollen gibt es noch verschiedene, ebenso Riemen, die passen. Aber mir Idlerreifen haben die meisten Decks heute Probleme, die passenden zu bekommen, die dann auch noch eine weile wieder haltbar sind. Manche Sanitärgummis gehen, aber die meisten leider nicht, weil diese eine für ihre Zwecke andere Mischung haben, zu hart und zugleich schmierend. Auch O-Ringe rutschen leider durch. Sankyo hatte so 89/90 die Kurve bekommen und auf Zahnrad umgestellt. Das macht vielleicht etwas Geräusche, aber ist praktisch wartungsfrei.

    Meine Yamaha-Decks mit (Riemen-)Doppelcapstan laufen seit vielen Jahren völlig problemlos, die Bandführung ist für Cassettentechnik sehr gut. Es muß nicht immer gleich Nagra sein... Wie alle Bandgeräte sollten auch Cassettendecks stets gut gewartet sein. Wer das vernachlässigt bekommt da genauso Probleme, wie man sie bei einem Auto bekäme, wenn man die Inspektionen vergeizt.

    Ich kann leider keine Noten, sonst könnte ich den Ton nennen, den eine Straßenbahn in der Kurve quietscht... ;)

    Aber auch mit absoluten Gehör kann man Tonhöhenunterschiede nur zu einem bestimmten Grad empfinden. Aber genug, um zu beurteilen, ob eine Tonhöhe sauber getroffen wurde.


    Der natürliche A-Ton liegt bei 432 Hz, Verdi benutzte wohl gerne diese Stimmung, daher auch oft als "Verdi-Stimmung" bezeichnet. Während die meisten 440Hz nehmen, das wohl technisch einfacher umrechenbar ist, aber etwas daneben liegt. Daher hören das nur Leute mit absoluten Gehör heraus, das eine 432Hz-Stimmung "richtiger" oder eben "stimmiger" empfunden wird. Bei vielen alten Kompositionen erschließen sich dann die Harmonieen besser.


    Natürlich kann man dafür seinen Dreher einfach ein wenig langsamer stellen, aber dann kommt wieder die Rythmik aus dem Takt... :wacko:X(:rolleyes::/X/

    Der Tonarmlift ist in der alten Ausführung beim SME II nicht mehr reparierbar. Die Zarge muß wohl neu lackiert werden, zuviel würde ich dafür nicht ausgeben.


    Die Überraschungen kommen erst später....sowas sollte man sich nur kaufen, wenn man es selbst reparieren kann und "Ahnung" davon hat, oder man kennt jemanden, der das zu einem überschaubaren Preis machen kann. Sonst endet das eher in einem Desaster. Da wäre in der Preislage ein Technics 1200 GR die bessere Wahl.

    ... wenn man bedenkt das Coltrane, Chambers und die andern als begleitmusiker ein Butterbrot (unglaubliche ganze ca 48,50 Dollar!) an Bezahlung erhielten

    ...wenn man bedenkt, das sich damals die meisten Menschen gerade mal ein einfaches Mono-Röhrenradio leisten konnten, ein Plattenspieler war reiner Luxus für die eher wenigen Besserverdiener. Die meisten hörten ein Stück aus Kind Of Blue nur als Radiosendung.

    ...wenn man bedenkt, was dann heute für ein Hype um den perfekten Klang mit richtig viel Geld in Anlagen und Tonträger gemacht wird, der doch nie erreicht wird.

    ;)

    Alle MC mit 2g oder mehr an Auflagekraft brauchen einen schweren Arm. Habe ich auch an meinem Cadenza feststellen müssen, erst mit guter "Auflastung" meines mittelschweren Sony spielt es gut. Auch Koetsu empfiehlt für seine MCs einen schweren Arm. Das SPU erzwingt schon durch seine Tondose "schwer". Viele MC spielen an für sie zu leichten Armen aber mit zuviel Antiskating.

    Bei den Ortofon MCs konnte ich zudem feststellen, um so geringer die Lagerreibung, desto freier spielen sie. Will man also so eine Investition wie ein Anna wirklich ausreizen, sollte man diese Bedingungen näher beachten.

    Das ist die kleine, grau lackierte Kiste, der richtig "breite" (noch breiter) hat Nußbaum. Hier würde ich bei 1B-Zustand nicht mehr als 1800 ausgeben. Tonarm allein etwas über 1000€ (SME Hype-Preis).


    Ach ja, beim SME auf Funktion des Lifts achten, die älteren Versionen mit dem "Docht" sind nicht reparabel, wenn der Lift "durchfällt", dann also auch noch mal Preisabstrich.

    Bei Motorenöl wundern mich die Ablegerungen nicht. Schade das solche Legenden immer durch Besser-/Unwissen zu Schaden kommen.


    Der Antriebsmotor wird wahrscheinlich gegen verharztes Lageröl ankämpfen müssen, wo die Widerstand bei höheren Drehzahlen abreißt. Auch hier nich nachvollziehbar, wann und mit was er mal geölt wurde.

    Ich empfehe einen umfassenden Service, ehe da noch mehr zu Schaden kommt. Bis dahin würde ich von einem Weiterbetrieb absehen.

    Arno Schreder ist da auf jeden Fall eine kompetente Adresse.

    ORB warnt vor Quality Records / Analog Productions. Die neuen MFSL (180g) konnte ich problemlos bügeln.

    Die RSD-Ausgabe von Herbie Hancock "Direct Step" darf auch nicht gebügelt werden, die verträgt zumindest keine 55°C.

    Das Brett war Kundenwunsch und es passt optisch sehr gut, was das von mir eher schlecht gemachte Foto so nicht wiedergeben kann. Das Holz ist ein schöner Farbtupfer und wirkt gerade durch die sonst gleichmäßig mattschwarze Umgebung sehr lebendig mit schönem Lichtspiel. Aber wie immer ist das alles Geschmackssache.

    Gerät wurde einmal komplett zerlegt, Motor, Elektronik und Tellerlager überholt, Lift und Strobo repariert, unteres Motorlager angehoben, Chassislackierung war durch Nikotin und Klebereste eines Mitlaufbesens oder Lenco-Clean (?) unwiederbringlich in Mitleidenschaft gezogen wurde abgebeizt, grundiert und frisch lackiert. Der Teller poliert, die Tellermatte aufgefrischt und eine neue Massivholzzarge aus amerikanischem Nussbaum angefertigt.


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    Sehr gelungener Neuaufbau, so gehört es sich :thumbup:

    Die Höhe ist wie auf den Bildern korrekt. Sitzt der Teller tieer, neigt er hinten an der Zarge zu schleifen. Das ist nur bei den 7mm-Achsen so, bei den 10mm-Achsen sitzt der Innenteller auf einen Absatz auf und kann nicht tiefer rutschen. Zamak ist leider nicht der beste Werkstoff für solche Sachen, das nahm man wegen der Fähigkeit, Spritzgußformen zu nehmen, was die Massenproduktion verbilligte.

    Schöne Alu-pulleys gibt es bei plattenspieler-reparatur.de Das Ausrichten des Schwingchassis ist auch eher was für den Service oder eben jemanden, der davon was versteht. Hat aber keinen Einfluß auf die Endabschaltung.

    Der Sensor muß auch justiert sein, nur dann kann er bei einem Geschwindigkeitsanstieg nach innen richtig auslösen.

    Die TD 126 sind jetzt auch schon um die 40 Jahre, da brauchen sie mal einen Service. Der sollte aber fachgerecht gemacht werden. Bastlergemurkse sorgt am Ende nur für Schlachtgeräte.

    Bei Thorens-Franz verwendete man viele "Gleichteile". Das sparte neben zusätzlicher Teileproduktion auch Entwicklungskosten. Es war mal schneller was geändert zur Anpassung, als neu konstruiert. Vom 929 wurde die Lager-Basis übernommen, die Federn vielleicht nicht so genau selektiert (was vom 929 übrig blieb) und günstigere Kugellager verbaut. Die Rohre sind natürlich unterschiedlich. Der kürzere TP25 wird heute als Einzelteil auch schon hoch gehandelt.

    Porzellan "klingelt" weit mehr als Zirkonoxyd. Wobei letzteres von Natur her einen ganz leichten Beigestich hat.

    Bleiben wir doch beim heimeligen Glauben, das jeder Body von Chinesischen Landfrauen liebevoll von Hand geformt, bemalt und glasiert wurde.... ;)