Beiträge von Lynnot

    Mich persönlich interessiert, abgesehen von all der Nerdigkeit dieses "What´s Best" Forums, ob es außerhalb der Empfindsamkeit der Teilnehmer dort, tatsächlich konkrete Nachweise gibt, dass SPUs mit ihrem klassisch einfachen Schliff und dem hohen Auflagedruck, Platten mehr verschleißen. Ich könnte mir das nämlich schon vorstellen..

    'n Abend,


    ich bin dabei das raus zu finden, es dürfte allerdings einige/mehrere Jahre dauern, bis meine Empirie zu einem Ergebnis führt. Ein früheres Ergebnis (aus dem vorigen Jahrhundert) ist, dass Systeme mit niedrige Auflagekraft an sehr leichten Tonarmen betrieben trotzdem verschleiß verursachen.


    VG, Tony

    'n Abend,


    gibt es in Deutschland eine Adresse für das Remagnetisieren von alten Alnico-Magneten/Lautsprecher?


    VG, Tony

    die Frage ist ein wenig untergegangen ...

    Hi Alex,


    Die Santiago macht ein Wenig mehr Tiefton und deutlich weniger Dynamik als die Valencia. Und damit es im Tiefton optimal klingt, müsste das Gehäuse noch größer werden (wie bei der Barcelona) und dabei würde noch mehr Dynamik (Wirkungsgrad) draufgehen. Dann kann Mann (m/w/d) auch gleich moderne Lautsprecher kaufen.


    Der Altec 411 Tieftoner im Santiago hat keinen Alnico Magnet und auch keinen hohen Wirkungsgrad. Der Konus des 411 ist viel schwerer als der Konus des Altec 416-8, das gibt Probleme im Mitteltonbereich (bei der Barcelona koppelt das 511 Horn bei einer tieferen Frequenz an).


    Interessant wäre es um anstatt von dem 411er mal einen 3154 oder 3156 zu probieren. Oder man nimmt gleich die Valencia.


    VG, Tony

    'n Abend,


    gibt es in Deutschland eine Adresse für das Remagnetisieren von alten Alnico-Magneten/Lautsprecher?


    VG, Tony

    'n Abend,


    irgendwo in 1981, als ich noch in Venlo/NL studiert habe, fand ich diese Scheibe im Plattenladen: Satisfaction Guaranteed / Mark Murphy.


    https://www.discogs.com/de/Mar…Guaranteed/release/747510


    Mark Murphy - auch damals schon ein alter Hipster - war ein begnadeter Jazz-Vokalist. Auf "Satisfaction Guaranteed" ist er aber teilweise auch ein "drama queen" und das passt auch gut zu das algemeine Empfinden damals.


    Wenn ihr den noch nicht kenn, dann kann ich zu viele der alteren Mark Murphy LPs raten!


    VG, Tony










    Zitat "xronx": Ich finde, ÜT sind ein sehr spannendes Thema. Ich hatte mich dem Thema ursprünglich ganz unvoreingenommen genähert, da ich recht zufrieden mit meiner Audio Research PH5 und Gryphon Orestes Phonostufe war. Als ich jedoch meine aktuelle Paragon Vorstufe bekam bot sich das Thema ÜT natürlich an, da dieses Gerät 3 Phono MM Eingänge besitzt. Nach längerem Parallelbetrieb der verschiedenen Geräte konnte letztendlich die Paragon ÜT Kombi (damals Kiseki und Jensen Modelle) das Rennen klar für sich entscheiden. Was dazu führte, dass ich externe Phonostufen erstmal abgehakt habe.


    Da sich im Laufe der Zeit bei mir verschiedene Modelle ansammelten, ich aber ansonsten keine Erfahrungen mit ÜT’s hatte, war das Treffen eine gute Gelegenheit, ein Gefühl dafür zu bekommen, wo meine ÜT eigentlich klanglich stehen.


    Bei mir sah das Ranking wie folgt aus:

    • Audio Note
    • Fidelity Research und Kiseki
    • Grace
    • Bent und Audio Innovations
    • Silvercore


    1.)

    Das der Audio Note meine NR. 1 ist liegt nicht daran, dass es der mit Abstand teuerste ÜT im Feld ist, sondern einfach daran, dass kein andere ÜT solch eine physische Präsenz der Musik in den Hörraum zaubert. Plastische Raumabbildung und musikalischer Fluss sind top, ein Bent oder Jensen 346/347 löst vielleicht im Hochton einen Hauch besser auf aber kann ansonsten nicht mithalten. Kein anderer ÜT lässt die Musik so für sich sprechen und Hifi vergessen wie der AN.


    2.)

    Der FR präsentierte sich als ausgewogener eher etwas runder klingender ÜT mit sehr guten Leistungen in allen Bereichen. In meinen Notizen findet sich die Bemerkung „Musik“. Sicher eine sehr gute Wahl für das SPU classic, gebraucht auch preislich sehr interessant. Der Kiseki klingt deutlich schlanker und löst enorm gut auf. Bei keinem anderen ÜT kann man die leisesten Informationen so deutlich wahrnehmen wie hier. Bei Sonny Rollins "Saxophone Colossus“ wäre der Kiseki sogar meine erste Wahl. Der Musik hat hier etwas Ungestümes und Raues, dass kommt mit dem Kiseki super rüber.


    3.)

    Der Grace klang für mich ähnlich dem FR nur in allen Belangen etwas hinter diesem. Dafür ist er vielfältig anpassbar, selten, hat 2 Eingänge und sieht sehr gut aus J Die Bühne kommt hier auch sehr schön und groß. Er bekommt von mir ein „hätte ich gern“.


    4.)

    Der Bent ist super solide verarbeitet und bietet die einfache Möglichkeit mit Widerständen das System anzupassen. Klanglich gehört er vielleicht zu den am besten auflösenden ÜT. Der Mittel-Hochtonbereich ist top. Leider klang er mit dem SPU eher statisch und brachte im Vergleich zu den anderen Teilnehmern die Dramatik in der Musik nicht so gut rüber. Hier kann man vielleicht noch mit der Anpassung was raus holen. Der Audio Innovations konnte da in Sachen natürliche Klangfarben und Auflösung nicht im Geringsten mithalten. Er klang etwas stumpf. Hatte im vergleich zum Bent aber deutlich mehr Spielfreude. Ansonsten aber ein Preistip. Deswegen für mich auch gleiche Wertung wie Bent.


    5.)

    Der Silvercore, den ich erst kurze Zeit hatte, konnte insgesamt mit keinem der anderen ÜT mithalten. Hier fehlte es vor allem an musikalischer Geschlossenheit und Spielfreude. Tonal empfand ich ihn nicht so schlimm wie Andreas und Co. Vielleicht war der Silvercore davor lange nicht in Betrieb und hätte eine gewisse Einspielzeit benötigt? Ich weiß es nicht. Ich hatte mal einen hochohmigen Silvercore da, der hatte mir am Kiseki TA nicht schlechter als der Kiseki ÜT gefallen.


    Nach dem finalen Umstecken wieder auf Audio Note war keine Frage, was dieser besser macht. Für sich genommen könnte ich aber mit fast jeden ÜT des Testfelds entspannt Musik hören, das ist ja das wichtigste.


    Insgesamt ein sehr interessanter Abend. Mit fast zu vielen Eindrücken. Zitat Ende

    Zitat von "musikliebhaber": In einer Art Fortsetzung zu diesem Thread haben wir (Ron als Gastgeber, dazu ein sehr gern gesehener Leipziger Gast und meine Person + bessere Hälfte) uns nach einigen Anläufen endlich mal zusammen gefunden um einen Übertragertest zu machen.


    In Rons Anlage hat sich seid damals doch einiges getan und besonders der Raum ist doch deutlich akustisch optimiert worden. (dazu kann er selber besser schreiben)


    Etwas beeindruckt (oder auch ernüchtert) ist man allerdings wenn man in die ÜT Etage des Regals genauer schaut. Das sind "mächtige" Gegner. Da kommen die mitgebrachten ÜT doch recht bescheiden her.


    Nach Festlegung der Kombi NPV mit SME 3012 und SPU Classic GME (hiermit hatten alle Hörerfahrungen) als Abhörbasis, wurden die zum SPU passenden ÜT ausgesucht und in nachfolgender Reihenfolge gehört:


    1. Silvercore 1:20 mit Silberwicklung

    2. Audio Note AN-S6c

    3. Kiseki MCT2

    4. Audio Innovations

    5. Bent Audio MU

    6. Fidelity Research FR XF-1L

    7. Grace GS-10


    Diee Musik wurde recht weit gestreut ausgewählt:


    - Graham Nash/David Crosby, "dito" Reson RE, "Page 43"

    - L. Bernstein "Schererazade" NY Philharmonic, Decca, "The Story of the..."

    - Sonny Rollins "Saxophone Colossus", DCC RE, "St. Thomas"


    zu 1.) Jetzt kommt es hart, gleich ein Verriss zu Beginn aber diese Kombi funktionierte so leider gar nicht. Regelrecht dröhnender! Bass (gab es so nicht noch mal zu hören) ein sehr rauhes Klangbild, fehlende Feininformationen und eine nur kleine Bühne. Es gab hier keine Differenzen bei allen 4 Teilnehmern.


    Da hier sicherlich Fragen kommen, ich habe keine Erklärung für das Abschneiden.


    zu 2.) Ja der Wechsel war "unfair" ! lag aber schlichtweg daran das diese ÜT schon im Regal waren und erst danach umgebaut wurde. Gehört wurde passend zum SPU in 3 Ohm Stellung "open" und zu Gehör kamen ganz andere Klangwelten. Die Musik atmete auf, viel bessere Auflösung und Feininformation. Wir konnten den Bass so erst richtig hören die Bühne nahm in allen Dimensionen zu. Insgesamt ein sehr freies und natürliches Klangbild. Ohne viel vorweg zu nehmen, in Summe der Beste ÜT im Test.


    zu 3.) Der ÜT wurde passend zu den Kiseki's TA verkauft und ist daher mit 5,x Ohm gewickelt. Eventuell nicht ganz optimal für ein SPU. Aber ein sehr interessantes Klangbild zu welchem es jedoch keine einheitliche Meinung gab. Die Musik kam straffer und kontrollierter daher. Es war mehr Glanz in den Becken zu hören. Es wirkte daher z.T. "anmachender" zum richtigen Musikmaterial. Bemängelt wurde zum Teil der geringere musikalische Fluss und das Fehlen der einen oder anderen Farbe. Eindeutig alles bereits im Geschmacksbereich. Im Ergebnis aber sicherlich kein typischer SPU Sound.


    zu 4.) Leider sind uns zu dem Audio Innovations keine Daten bekannt, kann hier eventuell jemand helfen? In jedem Fall soll ja dieser ÜT der Vorgänger der kleinen Audio Note ÜT sein und ist in der LOW Stellung auch für ein SPU geeignet. Es tat sich ein recht unspektakuläres und entspanntes Klangbild auf an welchem nicht viel fehlte. Die Raumabbildung wurde als sehr glaubwürdig empfunden. Kritik wurde im Sinne von etwas kühl und zurückhaltend geäußert. In der (Gebraucht) Preisklasse sehr interessant.


    zu 5.) Der ÜT (mit Kupferwicklungen) lief in der max. Übersetzung von 1:20. Leider konnte wir eine weitere Anpassung nicht testen, da ich die Widerstände vergessen hatte. Diesen ÜT gibt es so nicht mehr neu zu kaufen, da die dabei genutzten S&B TX-103 nicht mehr auf dem Markt sind. Gehört werden konnte bei sehr guter Raumabbildung ein sehr vielschichtiges Klangbild mit vielen Farben (z.B. das Sax von Sonny) ...Musik pur. Es gab keine ganz einheitliche Meinung, Kritik wurde im Sinne von nicht ganz so "anmachend" geäußert. Eindeutig wieder alles im Geschmacksbereich.


    zu 6.) Der Fidelity Research hat mit 36dB die größte Verstärkung im Test und ist mit 3 Ohm oder kleiner angeben. Von den Daten her also optimal für ein SPU. Es tat sich ein dunkleres, sehr rundes und warmes Klangbild mit ausgeprägtem Baß auf. Insgesamt eine sehr stimmiges geschlossenes Abbild mit kleinen Einschränkungen

    in der Raumdarstellung. Der ÜT welcher den (uns bekannten) SPU Sound am Besten wieder gegeben hat.


    Zu 7.) Sicherlich ein nicht allzu häufig anzutreffender sehr universeller ÜT mit 2 Eingängen welcher Anpassmöglichkeiten im Ein- und Ausgang bietet. Gewählt wurden 3 bzw. 47k Ohm für E/A. Es kam ein sehr feingliedriges geschlossenes Klangbild zum Vorschein dem die Wucht des FR eindeutig fehlte jedoch auch zu gefallen wusste. Die Raumabbildung gelang sehr gut. Kritik wurde im Sinne von fehlender Spannung/Dramatik geäußert.


    Schwächen im Test, wie immer zuerst das akustische Gedächtnis, die Reihenfolge war sehr willkürlich und nicht "fair" im preislichen Sinne. Dann wurden auch keine weiteren Quervergleiche gemacht (Zeitmangel) und der Lautstärkeausgleich war sicher nicht immer perfekt.


    Fazit, man kann mit ÜT am SPU (ganz sicher auch an anderen TA) ein deutliches Anpassen/Abstimmen aber auch regelrechtes Missmatch vornehmen. Die Unterschiede z.B. zwischen dem Kiseki und dem FR ÜT waren schon ziemlich groß.


    Trotzdem gerade im Vergleich zum verlinkten ersten Test, mit einem TA kann man noch größere Verbesserungen/Anpassungen/Veränderungen erzielen. Zitat Ende

    Hi Jürgen,


    heißt "bevorzugt" auch bevorzugt für alles?


    Zur Erläuterung, ich verwende für frühe Stereo Aufnamen gerne ein Elac STS-240, dessen "Überschwingen & Verzerrungen" perfekt zur damaligen Aufnahmetechnik passen.


    Für dumpfer 70er Jahre US-Rock verwende ich gerne ein hochwertiges und "helles" Stanton CS100.


    Setzt du für sämtliche Aufnahmen und Epochen den gleichen Tonabnehmer ein?


    VG, Tony