Posts by CL

    So pünktlich wie heute verlasse ich selten das Büro, aber ich konnte es kaum abwarten das Teil endlich unter den Tonarm zu schrauben.
    Ein weiterer Vorteil des von Frank Schröder designten Headshell ist die leichte Systemmontage. Da die Headshellplatte nur mit einer Schraube befestigt ist kann diese leicht entfernt und ohne sich am Laufwerk zu verrenken am TA festgeschraubt werden. Ein großer Vorteil wenn die Finger vor lauter Aufregung schon zittern.


    Kurze Beschreibung meines Setup´s: Mein aktives DIY System Take:Five (siehe www) + DIY Phonopre + DIY Tonarm
    Der TA ist im Moment mit 1k abgeschlossen.


    Noch kurz überlegt welche Platte es würdig ist als erstes gespielt zu werden, da ich keine Lust hatte länger zu überlegen nahm ich doch die erste Platte die mir in die Finger fiel: Quadro Nuevo , Tango bitter sweet, Paroles, Paroles.
    Der erste Eindruck lies eine starke tonale Verwandtschaft mit meinem Benz MC Gold erkennen, der etwas überzogen aufgenommene Kontrabass wurde noch mehr betont, beim Einsatz des Saxophons war auch strahlendes Blech zu hören, allerdings mit dem großen Unterschied, es strahlte mehr und nervte nicht. Die räumliche Staffelung der Instrumente hatte mehr Tiefe und auch in der Breite legte die Wiedergabe deutlich zu.


    Auch die fehlenden Nebengeräusche fielen sehr positiv auf, dies schätzte ich schon an meinem Benz, aber das AT verhält sich noch ruhiger. Warum bekommen die Hersteller das nicht bei MM Systemen hin, liegt doch hauptsächlich am Nadelschliff, oder?


    Weiter ging es mit Sonny Clark Trio, John Coltrane “Blue Train”, Sonny Boy Williamson "Amiga Blues Collection" Mark Murphy “Love is what stays”, Morrissey “Viva Hate”, Coco Rosie “Noah´s Ark”, Björk “Volta”, Dead Can Dance “ Into The Labyrinth” , Can “Ege Bamyasi“


    Nach dieser kleinen Auswahl und über drei vergangenen Stunden ist relativ klar wie das Teil spielt: im positiven Sinne sehr neutral, im Gegensatz zum Benz MC Gold klingt es aber im Grundtonbereich wesentlich wärmer, speziell Mark Murphy bekam dadurch mehr Körper. Im Tiefbass spielt es sehr konturiert ohne aufzudicken, in Verbindung mit dem Grundtonbereich wirkt es nie ausgezehrt sondern spielt super auf den Punkt.


    Meine größte Angst war ein analytisches System zu erwischen, da dies bei meinem Setup des Guten zuviel wird. Dies spielt sich bei einer Frequenz zwischen 3-6 kHz ab und führt auf Dauer zu Ohrenbluten. Je nach Software konnte das Benz im Ansatz in diese Richtung gehen, dies war mit ein Grund für einen neuen TA. Ein Beitrag im Hifi Forum ging um den Vergleich AT33 PTG vs. ANV. Das ANV wurde da als etwas zurückhaltender beschrieben, daher auch meine Wahl.


    Das ANV spielt auch in diesem Bereich absolut neutral und kann daher auch knackig zu Werke gehen, nervt aber dabei nicht einmal im Ansatz, löst aber wesentlich besser auf und zeigt mehr Details. Wie geht das? Zunächst spielt es super sauber und unverzerrt, weiterhin ist zu vermuten, wie der Beibackzettel auch zeigt, dass es ab 10 kHz eine leichte Erhöhung im F- Gang gibt und es dadurch „luftiger“ klingt.


    Spätestens bei Dead Can Dance „Tell me about the forrest” war klar, dass das Teil in einer absolut anderen Liga als das Benz spielt bei gleichem Beschaffungspreis, das Teil zauberte eine Tiefenstaffelung bei der ein Echo von Brendan Perry`s Stimme zu hören war, dass es mir leicht feucht um die Augen wurde.


    Obwohl es ein absoluter Blindkauf (oder Taubkauf?) war, bin ich mit meiner Wahl sehr zufrieden. Von mir aus kann das System auch nach der Einspielphase so weiter spielen.


    So, genug geschwärmt, für wenn ist es nicht geeignet: für Hörer die ein neutrales Klangbild nebst sehr klarem Hochtonbereich ( der nicht nervende ab 10kHz) langweilig finden und ein Klangbild bevorzugen, dass sich über den Grundtonbereich aufbaut mit wärmeren Klangfarben. Das ANV klingt absolut nicht „kühl“ spielt aber sehr genau auf den Punkt.


    Da ich nicht in zwei Threads schreiben möchte hier noch ein paar Worte DIY Schröder Nachbau + AT33 AVN: auf grund des wesentlich höheren Systemgewichtes wurde das vordere Zusatzgewicht vom Arm entfernt. Dadurch konnte das Tonarmgewicht ein gutes Stück Richtung Lager rutschen. Die Bassperformance ist absolut genial, das System scheint wunderbar zu diesem Arm zu passen. Dies lässt vermuten, dass der Arm am besten mit niederen Compliance Werten zurechtkommt ( das ANV hat 13), die Lagerdämpfung kann dadurch erhöht werden ( kleiner Magnetabstand) was der Kontrolle im Bassbereich entgegen kommt. Bei meiner AT33ANV Bestellung wusste ich noch nicht ob ich den Arm zum Spielen bringe, sonst wäre es vielleicht auch ein ZYX - R-50 Bloom geworden, das mit einer Compliance von 10 aber an meinen anderen Armen nicht optimal aufgehoben gewesen wäre.


    Grüße Chris

    Hallo Dietmar,
    wollte Toms Posting als doch recht passendes Schlusswort einfach mal stehen lassen ;), habe aber mittlerweile natürlich ein paar Platten mehr gehört und somit weitere Eindrücke die ich dir nicht vorenthalten möchte:


    Es gibt einige Platten die zur Beurteilung des Bassbereiches taugen, eine davon die ich dazu heranziehe ist Ege Bamyasi von CAN, davon der Titel Vitamin C. Die Basssequenzen machen bei diesem Titel nur Spaß, wenn der TA a) den nötigen Druck entwickelt und gleichzeitig sehr präzise spielt. So war dieser Titel auch das k.o. Kriterium eines zunächst als gut eingestuften DIY Isolators unter meinem Jelco Arm.


    Obwohl ich mit der Basswiedergabe des Arms sehr zufrieden war, dachte ich bei Vitamin C könnte der Arm das erste Mal eine Schwäche aufzeigen und ließ den Titel vorsichtshalber im Regal ;)


    Kneifen gilt nicht, also nach ein paar Tagen rauf auf den Teller. Ich war mehr als positiv überrascht, so gut habe ich das Lied noch nie gehört. Der Bassbereich spielt einfach völlig unverkrampft, super präzise und mit dem nötigen Druck. Im Vergleich klingt es mit meinen anderen Armen nach Kompressionseffekt.


    Sehr auffallend ist auch wie schon bei der ersten Klangbeschreibung beschrieben, die größeren Räume zwischen den verschiedenen Tonquellen, dadurch klingt es in der Breite wie in der Tiefe wesentlich räumlicher. Ich denke dies liegt auch zu einem hohen Teil an der Performance des Bassbereiches, wodurch es zu weniger Überdeckungseffekten kommt.


    Summa summarum konnte ich bis jetzt noch keine Schwäche ausmachen.


    Jetzt bin ich natürlich gespannt wie ein Regenschirm wie das AT33ANV klingen wird, zu später Stunde kann ich da sicher ein paar erste Eindrücke posten.


    Grüße Chris

    Hallo,
    Resumee nach dem zweiten Abend: obwohl das Benz MC Gold die gleiche Compliance wie das Linn K5 besitzt, konnte ich den Magnetspalt deutlich veringern ohne Probleme mit der Resonanzfrequenz zu bekommen.


    Dies brachte das Benz nochmals deutlich weiter im Vergleich zum Jelco Arm und zum Linn K5, das Teil spielt über den gesamten Frequenzbereich auf den Punkt, speziell der Bassbereich hat an Präzision deutlich zugelegt, S-Laute zischen ebenfalls nicht mehr vor sich hin wenn nicht gerade Björk auf dem Teller liegt, ich bin begeistert !


    Grüße Chris

    @ Frank


    Danke für dein Kompliment und für deine Geduld mit der Selbstbaugemeinde!


    Nun zum Hörtest Benz MC Gold an Jelco (Vivid One) vs. DIY Gebastel:
    zunächst ein paar einführende Worte, meine DIY Kette ist sehr neutral in Richtung analytisch abgestimmt, ein Bekannter bezeichnete es im positiven Sinn als "knackig". Daher kann bei einem System, das die gleichen Eigenschaften besitzt bei mancher Software es des Guten zuviel werden.


    Das Benz MC Gold ist ein für meine Begriffe ein sehr neutral spielender TA mit leichtem Hang zur analytischen Spielweise, daher bietet er eine sehr gute Auflösung kann aber in meinem Fall auch mal nerven. Sehr positiv sind die sehr geringen Rillengeräusche, was sofort Ruhe vermittelt.


    Nach einem stressigen Arbeitstag schraubte ich das Benz aus dem Jelco in den DIY Arm. Auf die Schnelle justiert und Platte aufgelegt: das Mundharmonikaspiel von Sonny Boy Williamson nervte mich nur, ich dachte das wird heute nichts mehr.
    Den schludrig justierten VTA nochmals nachgestellt, nächste Scheibe. Es dauerte keine halbe Stunde und ich saß völlig entspannt auf der Couch und zog eine Platte nach der anderen aus dem Regal und hatte die Hardware dabei schlichtweg vergessen. Sonny Boy Williamson mußte nochmals ran und klang super.


    Wie klingt es ?: das Benz klingt immer noch tonal nach Benz und nicht wie ein Linn, es kann auch weiterhin für meine Kette zu analytisch spielen aber mit einem großen Unterschied: die Art und Weise wie das System in dem Arm spielt wirkt sehr entspannend auf mich, weil ich nicht konzentriert und angestrengt hinhören muß, es werden alle Feinheiten + Details auf dem Silbertablett präsentiert und das mit einer hohen Selbstverständlichkeit.
    Weiterhin ist die Abbildung der einzelnen Schallquellen sehr genau, dadurch entstehen Räume dazwischen die für Ruhe sorgen.


    Im Bassbereich ist folgendes auffällig: Druck und Tiefe sind wie bei meinem Jelco Arm vorhanden, aber der Einschwingvorgang des Impulses scheint anders zu sein, der Ton ist einfach da und klingt aus, beim Jelco Arm ist das Einschwingen meist mit einer Lautstärkeerhöhung verbunden, was natürlich im ersten Moment dynamischer klingt. Nach ein paar Stunden hören bin ich mir aber nicht mehr sicher welche Variante die richtige ist.


    Allerdings wird wahrscheinlich speziell der Bassbereich den größten Unterschied zum Original aufweisen, daher bitte nicht wieder mein Gebastel zur Verifizierung des Originals heranziehen!


    Noch ein Bild in Aktion, konnte heute wieder auf meine bessere Kamera zugreifen:


    [Blocked Image: http://www.amodul.de/bilder/ts3.jpg]

    Quote

    Original von krishu
    Wenn das systembedingt wäre könnte Frank Schröder keine Arme verkaufen, denn es spielt eine Rolle, wenn VTF im zweistelligen Prozentbereich oder noch mehr schwankt. Nimmt man schwächere Magnete (wo der Effekt weniger stark auftritt) fehlt die (Bass-) Kontrolle. Das ist eine Frage der Fertigungspräzision, der richtigen Geometrie (Drehpunket usw) und perfekt symmetrisch magnetisierter Magnete. Das ist im Selbstbau -- wenn überhaupt -- nur mit sehr viel Aufwand und Gelduld zu erreichen. Meine Rede seit Jahr und Tag.


    Christian


    Hallo Christian,
    wie ich bereits schrieb, ist mein Gebastel Lichtjahre technisch wie auch von der Verarbeitung vom Original entfernt. Es ist auch nicht mein Anspruch, dass mein Gebilde wie das Original klingt, freue mich aber trotzden wenn das bisherige Ergebnis mich glücklich macht.


    Mein Arm ändert über den Plattenradius nicht die VTF, die zu erwartenden Höhenänderungen dürften zu gerinfügigen Änderungen führen die der Toleranzbereich jedes TAs locker abdeckt.


    Aus rein physikalischer Sicht ist es mir ein Rätsel wie das Kräfteverhältnis beider Magnete an den Rändern gleich bleiben soll, wenn diese sich im Winkel zueinander verändern.
    Sicher kann dem konstruktiv entgegengewirkt werden um die für eine Plattenwiedergabe relevanten Parameter unveränderlich zu halten.
    Die wirst mir aber sicher nicht wiedersprechen, dass ein Schröder Arm beim Anheben z.B. von 20 Grad seine Auflagekraft verändern wird.


    Falls ich das falsch interpretiere bitte ich um Aufklärung.


    Quote

    Original von Tom
    Du solltest vielleicht auch mal einen höherwertigen Tonabnehmer versuchen, das Ergebnis wäre sicherlich interessant.


    Wie ich schon schrieb wollte ich dem Arm nicht gleich mein teuerstes System zum Frass vorwerfen, auch wenn dies für Forenverhältnise nur ein popliges Benz MC Gold ist. Heute abend werde ich es aber wagen und berichten.
    Ein AT33ANV ist auf dem Weg, mehr werde ich aber in nächster Zeit nicht zu bieten haben.



    Grüße Chris

    Hi Christian,

    Quote

    Original von schris


    Jetzt fehlt nur noch ein Tonarm aus Ebenholz oder ähnlich wie bei Schröder.


    MFG Christian


    Dazu wäre interessant zu wissen, wie die Hölzer den Klang beeinflussen. Prinzipiell lege ich großen Wert auf eine unverfärbte Wiedergabe, wobei ich es durchaus ok finde bei Bedarf nachzusteuern.


    MiWi verbaute bei seinem Schröder Clone zum Vergleich Holz und Kohlefaserrohr, soweit ich mich erinnere klang für ihn die Holzvariante zu "warm" und zurückhaltend , was mich ein wenig abschreckt.


    Grüße Chris

    Hallo Christian



    Klar, das ist systembedingt, allerdings spielt das keine Rolle im normalen Betrieb, die zu erwartenden Höhenänderungen sind gering. Eine Platte mit einem so großen Höhenschlag der darauf Einfluß nimmt, klingt auch an einem konventionellen Tonarm nicht mehr.
    Die Auflagekraft messe ich mit einer digitalen Waage, deren gebastelter Ausleger sich auf LP Höhe befindet


    @ Jonas
    Benz schraub ich morgen drunter, mich interresiert es ja auch ;)


    Grüße Chris

    Hi Jonas,
    die Fräs- + Drehteile habe ich vor Jahren selbst gefertigt, allerdings für andere Anwendungen, die untere Messingaufnahme für den Magneten war z.B. eine Ferrule die ich mal für Billiard Queue drehte.
    Die weißen Teflonteile, Headshell, Lift und diverse Kleinteile sind erst jetzt entstanden, aber probiere mal mit einer Ständerbohrmachine in ein 12mm Aluzylinder mittig ein gerades 9mm Loch zu bohren, das ist eine echte Herrausforderung ;)


    Grüße Chris

    Hi,
    zuerst vielen Dank für euer Lob, freut mich!


    Es sind mittlerweile bestimmt fünf bis sechs Wochen bis das Teil lief. Aber viel Zeit ging auch drauf weil ich am Anfang den Zusammenhang zwischen Tonarmmasse und Lagerdämpfung falsch einschätzte. Zunächst hatte ich etwas schwächere Magnete verbaut, die ich noch hatte.
    Ich dachte das Resonanzverhalten mit stärkeren Magneten in den Griff zu bekommen, damit wurde es aber noch schlimmer. Die stärkeren Magnete sind noch immer verbaut, aber die Tonarmmasse ist deutlich erhöht ebenfalls der Abstand der Magnete.


    Es war auch ziemlich nervig den optimalen Abstand der Magnete zu finden, es muß ja dabei jedesmal die Auflagekraft neu eingestellt werden, dazu ist ein Gewicht das nur auf dem Rohr verschoben wird sehr unkomfortabel.


    Auch die zuerst verwendete Kevlarschnur funktionierte nicht, die war zu fest gewebt und verursachte ein zu hohes Moment.


    Der Nadelträger sitzt gerade, klick das Bild mal groß, da sieht es besser aus.


    Grüße Chris

    Hallo,
    vor ein paar Wochen bin ich mal wieder in die Untiefen unseres Speichers abgetaucht, da ich eigentlich Teile für eine DIY PWM suchte. Dabei fielen mir aus vergangenen Zeiten diverse Dreh- + Frästeile in die Hände die nichts mit Hifi zu tun hatten ( daher auch das ein oder andere Loch ohne Funktion) , aber bei näherer Betrachtung sahen die Teile in der Summe wie ein Bausatz für einen Schröder Nachbau aus.


    In meiner DIY Kette war das letzte fehlende Bauteil ein Tonarm, da ich aber leider seit ein paar Jahren keinen Zugriff auf die dafür nötigen Maschinen und einen gewissen Anspruch habe, verfolgte ich das Thema nicht weiters, auch hatte ich nicht die Absicht einen Schröder Arm nachzubauen.


    Zur Verfügung stehen eine Ständerbohrmaschine, Schraubstock und sonstige Hilfsmittel für eine händige Metallbearbeitung. Daher schraubte ich meine Ansprüche nach unten und beschloß mit rudimentärem Gebastel die Teile zu einem Arm zusammenzufügen, von einem Clone möchte ich daher nicht schreiben, da mein Gebilde wohl technisch wie auch von der Verarbeitung Lichtjahre vom Original entfernt sein dürfte.


    [Blocked Image: http://amodul.de/bilder/ts1.jpg]


    In meinem Bausatz fehlte leider ein Gegengewicht, so mußten zwei Schubladenknöpfe aus Edelstahl aus dem nächsten Bauhaus herhalten, die verschiebbare Halterung wurde aus Teflon gesägt + gefeilt.
    Magnete, N50 9mm, bestellte ich im Netz. Bei der ersten Lieferung begrüßte Jemand den anliefernden Postboten, unterschrieb in meinem Namen in Druckbuchstaben und war damit nicht mehr gesehen. Wünsche viel Spaß mit den Magneten!
    Tonarmrohr besteht aus Kohlefaserrohr , da durch andere Hobbies in diversen Ausführungen vorhanden.


    Durch das leichte Kohlefaserrohr hatte ich allerdings zunächst Probleme mit heftigen Resonanzen im Bassbereich. Es war zu beobachten, dass eine Erhöhung der Lagerdämpfung ( kleinerer Magnetabstand) dies verstärkte.
    Durch Erhöhung der effektiven Tonarmmasse wurde die Resonanz gesenkt, somit erhöhte ich die Masse mit einem zusätzlichen Alurohr mit 1mm Wandstärke, sowie einenm verschiebbaren Zusatzgewicht und hatte Ruhe.


    Der geheimissvolle Faden besteht, obwohl Aramid und diverse andere Kunstfaser vorhanden, aus einer gut abgehangenen Dyneema Kiteleine die aus einem alten Bremsleinensatz einer meiner Kitematten stammt, da dehnt sich nichts mehr.


    Auch recht tricky war der Bau des Tonarmliftes, obwohl er keine Dämpfung besitzt. Bei meinem ersten Versuch mußte das Spiel zwischen verwendetem Alurohr und Innenzylinder recht groß sein, dass sich der Zylinder mit Tonarm absenkte. Ein genaues Absenken war somit nicht möglich. Auf der Strasse fand ich zufällig ein Gehäuse eines LED Schlüsseanhängers, das Teil war komplett bis auf die hintere Verschlusskappe die noch an irgendeinem Schlüssel hängt. Das Rohr ist zur Isolierung der Batterien mit einer Kunststofffolie ausgegleitet, wie es der Zufall so will passt mein Zylinder genau und gleitet durch die Folie wunderbar. Auch das Loch des Druckschalters saß optimal für meine Liftachse und mußte nur auf der anderen Seite nochmal gebohrt werden, einzig der dezente Vodafone Aufdruck irritiert etwas ;)


    [Blocked Image: http://amodul.de/bilder/ts2.jpg]


    Freiwillig schraub man in so ein Gebastel nicht sein bestes System, daher reaktivierte ich ein uraltes Linn K5 mit einer AT95 Nadel. Nach meinem Missgeschick (Thread Idiotennummer) vor ein paar Wochen und noch nicht optimaler Masse des Tonarmrohres hatte ich zunächst die Lust verloren.


    Heute raffte ich mich nochmals auf, optimierte den Arm und schaltete auch die Endstufe für die Hochtöner ein ;).
    Tja, was soll ich schreiben, ich bin relativ sprachlos was die Kombi aus Metallschrott + abgehalftertem Linn K5 aus der Rille zaubert. Genau diese Art der Spielweise probiere ich krampfhaft meinen anderen Arm + Systemkombinationen zu entlocken. Es klingt einfach wie aus einem Guss und selbstverständlich, keine übertriebenen S-Laute und trotzdem eine sehr schöne Höhenauflösung. Der Bassbereich ist ebenfalls absolut ok, wobei das Benz MC Gold am Jelco da etwas mehr Kontur liefert, auf das ich aber gerne verzichten kann.


    Obwohl ich das Linn schon kurz in meinem Jelco (Vivid One) hörte, kann ich nicht genau sagen, was dem System oder dem Arm zuzuschreiben ist, dafür müßte ich das MC Gold montieren, das ich auswendig kenne.
    Nur habe ich dazu noch keine Lust, da es gerade tierisch Spaß macht !


    Grüße Chris

    Hallo Heinz,



    liegt aber in der Natur der Sache, selbst vor Ort bei einem Hörtest wird es nicht anders sein.
    Wobei dieses Forum manchmal schon hilft Tendenzen auszumachen, speziell beim Heed Quasar habe ich durch diverse Beiträge eine Vorstellung wie das Teil spielen könnte, wäre mal interessant das zu checken.


    Grüße Chris

    Hi Jonas,
    jetzt geniese erst einmal das neue Klangerlebnis, es ist kein Hexenwerk den Arm neu zu verkabeln und die Kittmasse zu entfernen. Ich habe vor ein paar Wochen meine beiden Tonarme durchgehend bis zum Phonopre mit einem DIY Kabel versehen, kostet ein paar Euro und spielt wesentlich besser als die original Verkabelung des Jelcos und des SME. Ich helfe dir da gerne falls du irgendwann der Meinung bist du müßtest den Arm ändern.


    Grüße Chris


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