Posts by Sebastian

    Dann sind es aber 4 Einzel-CDs oder gibt es die auch als Box?

    Ich habe auch die Gesamteinspielung mit Gustav Leonhardt auf LP. Pinnock gefällt mir aber besser und ich finde die Aufnahmen auch klanglich hervorragend.


    Viel Spaß damit!

    Sebastian

    Nichts gegen Oistrach, aber so mag ich persönlich (ich will es aber niemandem madig machen) Bach heute eigentlich nicht mehr hören. Aber bildet Euch selbst ein Urteil:


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    Viel Spaß beim Vergleichen!

    Sebastian


    PS: Bei Nr. 3. hört man im Vergleich auch sofort, dass im tiefen Kammerton gestimmt wurde, so wie das heute bei HIP (Wikipedia Link) üblich ist.


    PPS: Die hier würde ich nehmen, wenn es LP sein soll:

    Johann Sebastian Bach, La Petite Bande · Sigiswald Kuijken – Konzerte Für Violine A-moll BWV 1041 Und E-dur BWV 1042 / Konzert Für Zwei Violinen D-moll BWV 1043 (1981, Vinyl) - Discogs

    Die oberen zwei sind in meinen Augen wunderschön und klingen gut, die untere könnte ich mir nicht mal schön saufen. :sorry:

    Dafür wette ich, dass die untere am besten klingt!


    "Man sieht nur mit den Ohren gut - das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar"

    (frei nach "Der kleine Prinz" von einem Geithain Liebhaber)

    Hallo,

    Du hast in deinem Eingangsposting das Problem aus meiner Sicht schon klar umrissen: Du hörst mit Lautsprechern der >10k€ Liga, hast als Quelle einen Streamer >2k€ und möchtest, dass Vinyl nicht deutlich abfällt. Das wird m.E. nicht funktionieren, ohne erheblich Geld in die Hand zu nehmen. Ich höre digital zufrieden mit einem Lindemann Limetree Network mit geregeltem Zusatznetzteil und Roon für unter 1k€. Damit Vinyl mir richtig (!) Spass macht, habe ich inzwischen locker das 10fache in den Analogzweig investiert. Das führt dazu, dass ich zu 80-90% Vinyl höre und nur zu 10-20% digital.

    Unterhalb eines Thorens TD1500 brauchst Du m. E. gar nicht anzufangen. Da bist Du bereits bei 2k€ und hast nur ein einfaches Ortofon MM, das Deinen Ansprüchen nicht genügen wird. Und da haben wir noch nicht darüber gesprochen, was Deine eingebaute Phonovorstufe leistet …

    Liebe Grüße

    Sebastian

    Holger Barske schreibt in der neuen LP eine Rezension zur Vinylausgabe. Die liest sich jetzt nicht so, als müsste ich zwingend direkt 160€ ausgeben. 1 Titel weniger als bei der Digitalausgabe. Vinyl etwas bass- und höhenbetonter als die 24/96 HiRes Digitalversion. Vinyl nicht völlig störungsfrei …

    Also ich freue mich, dass in meinem Qobuz Abo die 24/96 HiRes Version includiert ist und kaufe mir für das Geld lieber 6-7 andere LPs. Aber jeder wie er mag …

    Liebe Grüße

    Sebastian

    Hallo Alessandro,

    ich nehme an, die folgende LP kennst du bereits? Die ist meist problemlos für kleines Geld zu bekommen.

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    Liebe Grüße

    Sebastian

    Ein paar meiner persönlichen Highlights möchte ich euch nicht vorenthalten:

    Zunächst meine persönlichen Lieblingseinspielungen der beiden letzten Werke von Bach: Die Kunst der Fuge & Das musikalische Opfer.

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    Bei den Werken für Solovioline beziehungsweise Solocello gibt es eine Unzahl hervorragender Einspielungen. Besonders herausstechen tun meines Erachtens diese beiden, da sie auf historischen Instrumenten in historisierender Technik eingespielt wurden. Zusätzlich ist der Harnoncourt Ausgabe ein wunderschöner Faksimile Druck der Notenhandschrift beigefügt.

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    Auch wenn es von den Cembalokonzerten hervorragende Einspielungen für modernes Orchester und Klavier gibt (exemplarisch genannt sei hier Murray Perahia ) so gewinnt mein Herz doch immer diese Einspielung von Trevor Pinnock.

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    Zwei wirklich inspirierende Einspielungen der Vokalwerke: Die Motetten unter Harnoncourt sind schon ein Klassiker. Die Präzision des Bach Chores Stockholm sucht seinesgleichen. Daneben einmal die Einspielung einer Passion, die den meisten unbekannt sein dürfte (eine Rekonstruktion aus Fragmenten).

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    Bei der Interpretation der Vokalwerke hat sich meines Erachtens in den letzten Jahrzehnten am meisten getan: Hier kommt man als interessierter Bachhörer an digitaler Kost kaum vorbei. Ich zumindest tue mich schwer damit, einer romantisierenden Einspielung unter Karl Richter heute noch etwas abzugewinnen. Gardiner ist dagegen fast immer mein Favorit, auch wenn man beim Weihnachtsoratorium sehr deutlich hört, dass die Solisten keine Muttersprachler sind. Großartig ist natürlich Gardiners Gesamteinspielung der Kantaten, die mich durch das Kirchenjahr begleiten.

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    Besonders reizvoll finde ich auch solistisch besetzte Einspielungen der Chorwerke. Natürlich fehlt hier oft die Wucht und Durchschlagskraft. Dafür gewinnt man ein Maß an polyphoner Durchhörbarkeit, die einen immer wieder neue Nuancen altbekannter Stücke entdecken lässt. Großartige Beispiele hierfür wären die solistisch besetzte Einspielung der h-Moll Messe unter Rifkin oder die Matthäuspassion unter McCreesh.

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    Oh, ich könnte noch stundenlang weiter machen…

    Liebe Grüße

    Sebastian

    Ein schönes Thema – leider weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll. Bach ist mein persönlicher musikalischer Anfang. Nicht zuletzt verdanke ich ihm meinen Vornamen. Ich bin in einer Familie großgeworden, in der Bach Inbegriff „guter Musik“ war. Die Brandenburgischen Konzerte sind wahrscheinlich das erste, was ich als Kind bewusst wahrgenommen habe. Die Bachkantate zum Sonntag gehörte so natürlich dazu, wie das Familien Frühstück (und nein: ich bin nicht in einem Pfarrhaushalt großgeworden!).

    Im Grundschulalter erfolgte dann meine erste Hinwendung zur „populären Musik“. Mit 17 Jahren kam dann die Hinwendung zum Jazz. Ich habe meine Liebe zu Bach aber nie verloren. Als ich im späten Alter von 17 Jahren anfing Klavier zu spielen, war mein oberstes Ziel, soweit zu kommen, endlich eine Fuge aus dem wohltemperierten Klavier spielen zu können. Daran habe ich mit einer gewissen Besessenheit teilweise 6-8 Stunden pro Tag geübt. Leider hat mir dann die Zeit des Studiums wenig Zeit für das Klavier gelassen so dass meine Fähigkeiten bis heute bedauerlicherweise ziemlich verkümmert sind. Zeitgleich entdeckte ich mit 18 die historisch informierte Aufführungspraxis für mich – Harnoncourt klang auf einmal so viel spannender und so anders als gewohnt. Ein Initiationserlebnis für mich war mit 18 Jahren die Einspielung der Kunst der Fuge durch Herbert Tachezi auf der Orgel. Ich kann heute noch abrufen, wie ich mit feuchten Augen dieser Musik gelauscht und versucht habe, die polyphone Perfektion auch nur ansatzweise zu verstehen. Heute habe ich das Gesamtwerk Bachs auf Tonträger, viele Werke in multiplen Einspielungen und immer noch entdecke ich Neues. Die Musik Bachs ist ein eigener Kosmos und ein Leben reicht nicht aus, dass alles zu durchdringen. „Nicht Bach sondern Meer sollte er heißen“ sagte deshalb bereits Beethoven.


    Liebe Grüße

    Sebastian

    Das hängt m.E. von der Liftkonstruktion ab: Bei manchen Liften kann man den Hebel ganz runter drücken und der Arm wird dann langsam, nur durch Silikon gedämpft abgesenkt, bei manchen Liften beschleunigt man durch das Runterdrücken direkt das Absenken. Da hilft dann auch visköseres Silikonöl nichts, da Du den Hebel ja mit der Hand runterdrückst und damit die Dämpfung des Silikonöls quasi umgehst. In letzterem Fall wäre die o.g. Bedienung die richtige.

    Gruß

    Sebastian

    Hallo Peter,

    ich finde es schnell, aber nicht zu schnell. Mir fällt auf, dass Du den Lifthebel mit der Hand ganz runterdrückst. Versuch doch mal, den Liftheben nur halb umzulegen. Meist folgt er dann der Schwerkraft und erledigt den Rest von alleine. Evtl. senkt er dann dabei langsamer ab.

    Gruß

    Sebastian

    90% der Weltbevölkerung hört dafür bessere Musik als dieses HighEnd-Geklingel und das Alte-Männer-Gedudel hier. Da nützt dann auch die tolle Anlage nix.

    Wie war doch gleich die - ganz objektive - Definition von "besserer Musik" ?

    Ich glaube, ich hab' da was verpasst ...


    LG

    Sebastian

    Meine Frau hat ein Händchen dafür, Ferienwohnungen zu buchen, in denen auch ein Plattenspieler steht und eine kleine Plattensammlung. So etwas hatten wir zuletzt im Wallis (Schweiz) aber auch in Florenz. Da wir aber meistens Aktivurlaub (Berge) machen, bleibt ohnehin wenig Zeit zum Musikhören. Da reicht mir in der Regel mein iPhone mit einem guten Kopfhörer und dem Qobuz Abo.


    LG

    Sebastian

    Die Platte ist klasse. Aber die Sybillanten sind - zumindest bei meiner Ausgabe - schon sehr prominent. Will sagen: Bei Louis kann man die Spuckbläschen auf der Lippe förmlich zählen. Für mich manchmal je nach Stimmung etwas zu viel des Guten. Ist das bei Deiner Ausgabe auch so?


    LG

    Sebastian

    Kleiner Nachtrag:


    Meine persönliche Liste der aktuell neu verfügbaren Tonarme unter 2,5k€, die gut für SPU geeignet sind umfasste bisher im Wesentlichen

    • Schick
    • Groovemaster

    Jetzt ist ganz klar der Glanz MH-9B dazugekommen.

    Es gibt natürlich auch noch Sorane TA1 und TA1L. Zumindest der kurze Sorane ist etwas leichter und somit flexibler auch für Tonabnehmer mit nicht so ganz niedriger Compliance. Das ist sehr reizvoll , wenn man die ganze Bandbreite der TA durchwechseln möchte. Ist jedoch ein SPU fester Spielpartner, würde ich mich eher für Glanz, Schick oder Groovemaster entscheiden.


    LG

    Sebastian

    Ich habe mir jetzt eine Woche Zeit gelassen und zunächst mal nur SPU in beiden Tonarmen verglichen. Ich misstraue meinen Höreindrücken immer gerne am Anfang, denn der Besitzerstolz bei einem neuen Gerät macht psychoakustisch oft einen nicht zu unterschätzenden Unterschied. Inzwischen traue ich mir aber ein Urteil zu und das gilt wie immer für mein Setup in meiner Umgebung und für meine Ohren - also bitte nicht steinigen, falls jemand zu anderen Ergebnissen kommt.


    Bevor ich zur Musik komme, habe ich mal das SPU auf die ruhende Platte abgesenkt, den Gummiriemen entfernt und die 2 Motoren des Backbird gestartet. Selbst bei gehobenen Abhörpegeln herrscht bei beiden Setups: Ruhe! Nun kann meine Vero (symmetrisch gewinnt man nochmal 6dB) und der nachgeschaltete Vorverstärker an den Geithains doch sehr stark verstärken und wenn man die Verstärkung noch weit genug aufdreht, hört man irgendwann die Vibration der Motoren, die auf den Tonarm übertragen wird. Interessanterweise war das beim Schick sehr viel deutlicher bzw. eher zu hören, als beim Glanz. Ob das darauf zurückzuführen ist, dass die Arme unterschiedlich bedämpft sind oder darauf, dass der Glanz mit 2 Madenschrauben einfach mit weniger Spiel in der Basis sitzt als der Schick, weiß ich nicht. Ich will auch gar nicht sagen, dass dieser Test mit Lautstärken jenseits realistischer Abhörlautstärke irgendeine Relevanz aufweist, aber ich fand es interessant, dass verschiedene Setups hier tatsächlich Unterschiede aufzeigen.


    Ich möchte nun vorausschicken, dass beide Arme klasse sind und ich auch nach wie vor den Schick bedingungslos empfehlen würde. Ja, ich würde sogar soweit gehen, ihn für 1500EUR Listenpreis nach wie vor als best buy zu bezeichnen. Ich werde mich aber im Folgenden darauf beschränken, die klanglichen Unterschiede beider Arme zu beschreiben und nur zu leicht entsteht dabei der Eindruck aus "Nuancen" würden "Welten".


    Bisher dachte ich immer, die Störungsfreiheit der Vinylabtastung liege primär am Zustand des Vinyls und dann an der Güte des verwendeten Diamanten und dessen Schliff. Beim Glanz hatte ich erstaunlicherweise immer wieder das Gefühl geringerer Störgeräusche, als beim Schick - die Musik entstand mehr aus der Schwärze, aus der Stille heraus.

    Dann musste ich zunehmend feststellen, dass verwendete Materialien offenbar zu einer ganz eigenen "Klangsignatur" führen. Das hatte ich zuvor beim Wechseln vom Alu- zum Titanheadshell sowohl am Reed als auch am Schick (ProJect Signatur Alu --> Yamamoto HS5) festgestellt und ich bin auch geneigt, ähnliches dem Edelstahlarm des Glanz zu attestieren ohne dass ich beweisen kann, dass es daran und an nichts anderem liegt. Der Glanz verleiht dem Klang des SPU etwas Saftiges, Körperhaftes, Sinnliches, Farbiges. Das sind alles Attribute, die man gemeinhin einem SPU ohnehin zuordnen würde. Nur hatte ich hier das Gefühl, dass es am Glanz noch deutlicher hervortrat, so als könne das SPU hier erst so richtig zeigen, was ein SPU wirklich ausmacht. Das ist ein Phänomen, was manche Hörer vielleicht nachvollziehen können, die mit einem SPU von einem guten auf einen exzellenten Übertrager wechseln. Plötzlich klingt es so, wie man immer dachte, dass ein SPU klingen müsste. Seitdem ich das SPU im Glanz habe, habe ich damit vorzugsweise Jazz der 60er gehört, Pop der 60er (White Album der Beatles, großartig!), Rock der 70er (gerade läuft Joe's Garage). Das macht alles einen Heidenspaß. Auch Haydn's Pianotrios haben mir damit gut gefallen, ebenso Ashkenazy's Einspielung der Preludes von Rachmaninoff. Lediglich bei Bachs Matthäus Passion habe ich dann das höher auflösende Phasemation PP-200 am Reed vorgezogen. Während man ja oft "highendigen" Komponenten nachsagt,, sie würden nur noch mit wenigen "highendigen LPs" richtig gut klingen, macht das SPU auch mit älteren LPs in nicht ganz so optimalem Zustand Spaß. Natürlich macht es aus einer schlechten Aufnahme keine gute, aber das Ergebnis ist erträglicher, als beim manchem "Hochauflöser". Es ist die Geschlossenheit der Wiedergabe des SPU, die hier überzeugt und auch das gelingt im Glanz noch ein Stückchen besser, als im Schick.


    Zusammengefasst war der Kauf des Glanz für mich ein Glücksfall obwohl der Schick nach wie vor ein toller Tonarm ist. Jetzt bin ich mal gespannt, wie sich das EMT darin macht. Obwohl: Eigentlich habe ich zur Zeit am SPU noch so viel Spaß, dass ich gar keine Lust habe umzubauen. Ein Folgebericht kann also noch ein paar Tage auf sich warten lassen.


    Viele Grüße

    Sebastian