Posts by Sebastian

    Hallo Michael,

    ich hatte das Phänomen bei meinem EMT HSD006 am Reed3P auch. Es scheint wohl an einer Kombination von Liftabsenkgeschwindigkeit, Compliance, eff. Tonarmmasse und Nadelschliff zu liegen. Änderungen des Antiskatings haben bei mir nichts bewirkt und ja, der Dreher steht "im Wasser" und die Tonarmlager sind ok. Was bei mir geholfen hat, war den Tonarmlift langsamer abzusenken. Seit ich dem Lift mehr Zeit gönne, ist das Phänomen nicht mehr aufgetreten.

    Gruß

    Sebastian

    Nun, Josef,

    wenn jetzt noch ein Großteil der DIY'ler über das physikalisch-technisch Grundverständnis, die handwerklichen Fertigkeiten und den erforderlichen Gerätepark zur Fertigung verfügen würden, wie die etablierten Hersteller, ja dann wären viele DIY Produkte wirklich gut. So aber kannst Du auf Ebay jeden Tag Schröder Clone finden, bei denen Du schon beim ersten Ansehen sagen kannst, dass da Lichtjahre zwischen Original und Clone liegen. Ohne Frank Schröder persönlich zu kennen, sage ich mal, dass sein Tonarm in den derzeit verfügbaren Inkarnationen schon fast ein Lebenswerk darstellt. Da wurde immer wieder daran gefeilt und verbessert. Dass jeden Tag irgendein Bastler aufsteht, der davon überzeugt ist, das mindestens genauso gut aber für einen Bruchteil des Preises realisieren zu können ist meistenteils Hybris und Verkennung der Realität. Die wenigen, die es wirklich können, kannst Du lange suchen.

    Just my 2ct,

    Sebastian

    Hallo,

    ich denke, es gibt wie immer viele Wege zum Ziel und jeder wird die Eingangsfrage anders beantworten, je nachdem, welche Schwerpunkte man setzt. Es gibt zwar ein paar Dinge, wie z.B. ein möglichst leichtgängiges Lager mit geringem Losbrechmoment, das im Pflichtenheft eines jeden guten Tonarms stehen sollten, aber wie man das erreicht, dazu gibt es dann wieder unterschiedliche Lösungsansätze.

    Ich habe derzeit 2 Tonarme in Gebrauch, die ich beide auf ihre Art großartig finde:


    Reed3P:

    Ein toller Arm und gleichzeitig ein tolles Spielzeug. Schon bei der Bestellung kann man das richtige Holz aussuchen und damit die eff. Masse und den Klang beeinflussen. Er bietet VTA-Verstellung on-the-fly, ebenso Azimuth-Verstellung on-the-fly. Er ist ein kleines technisches Wunderwerk und mich fasziniert, dass der Konstrukteur hier eigenen Wege gegangen ist. Alleine das magnetstabilisierte Lager (eigentlich sind es mehrere Lager) hat auf diese Weise noch niemand vorher so gebaut.


    Schick:

    Dieser Arm ist das genaue Gegenteil des Reed. Kein Schnickschnack, keine Spielerei. Kaum was einzustellen. Er ist der Prototyp eines einfachen kardanisch gelagerten Tonarms mit möglichst hochwertigen Kugellagern. Anders als beim Reed heißt es hier: In wenigen Minuten aufbauen, SPU mit SME Anschluss dran, Auflagekraft einstellen und dann nie wieder einen Gedanke an den Tonarm verschwenden.


    Wer von beiden ist jetzt besser? Keine Ahnung!

    Prinzipiell faszinieren mich Arme, die konstruktiv eigene Wege gehen. Das ist ein Schröder mit Magnet und Faden, das ist ein Graham mit seinem silikonbedämpften Einpunktlager, das ist ein Rigid Float mit Unterhang und Verzicht auf Kröpfung oder auch ein großer SME mit seiner fantastischen Fertigungsqualität und dem Selbstbewusstsein, anders als alle anderen Arme auf Langlöcher im Headshell zu verzichten und statt dessen die Einstellung über einen verschiebbaren Schlitten zu realisieren. Diese Liste könne man beliebig fortführen.


    Als Zusammenfassung des oben gesagten könnte man formulieren: Du willst einen wirklich großartigen Arm bauen? Dann schau nicht, was die anderen machen, sondern finde eigene, neue Lösungen.


    Viel Erfolg!

    Sebastian

    Guten Abend ,

    Ganz kurzer Bericht zum EMT bin ja kein Profi was die Analog Technik angeht,ich find es etwas Hochtonlastig

    mir fehlt bis dato etwas das Bassfundament ich hoffe es wird besser oder ich muss noch an den Einstellungen etwas ändern

    Grüße Horst

    Dachte ich mir's doch ....

    Hochtonlastig? Kann ich am Reed3P nicht so ganz nachvollziehen. Da war mein früheres Delos viel giftiger. Und gerade den Bass finde ich beim EMT sehr prägnant. Allerdings betreibe ich das EMT auch an einem Übertrager - das ist also nicht 1:1 mit Deiner Phonovorstufe zu vergleichen. Der Transrotor 800 ist ja auch ein recht schwerer Arm, wenn ich mich nicht täusche - das müsste eigentlich passen. Welche Eingangsimpedanz verwendest Du denn? Und denk daran, das EMT ist relativ laut - evtl. musst Du die Verstärkung an der Phonovorstufe ein Stück zurücknehmen. Du betreibst es vorschriftsmäßig mit 2,4g Auflagekraft? Ist der Tonarm waagerecht? Evtl. hinten ein bißchen absenken, falls das mit dem Tonarm geht.

    Sebastian

    Horst hat aber nichts davon gesagt, dass das EMT schlecht ist. Mein MC-One war auch weit davon entfernt schlecht zu sein, aber nach 50 Stunden war es besser, ganz zu schweigen vom Colibri.

    Klar, die Aussage wollte ich dem Horst auch nicht in den Mund legen. War nur irritiert ob seiner Schweigsamkeit. Die meisten Leute hier schwärmen doch von neuen Geräten schon, wenn sie gerade erst der Postbote gebracht hat.

    Das mit dem Colibri glaube ich gerne – böse Zungen behaupten ja, man muss hoffen, die Einspielzeit sei abgeschlossen, bevor das Ding verschlissen ist. 😂

    Liebe Grüße

    Sebastian

    zum Klang kann ich dir noch nicht so viel sagen da ich ihn noch einspiele hatt bis dato 10 Std. soll laut Verkäufer min 30 Std. eingespieltwerden

    Na ja, laß Dir ruhig Zeit.

    Also aus meiner Erfahrung kann ich sagen, ein Gerät (gleich welches), was frisch aus dem Karton nicht gut klingt, hat mir auch nach 30 Betriebsstunden noch nie gefallen. Natürlich tut sich noch was - aber die von manchen postulierten "Welten Unterschied" oder "Vorhänge die weggezogen werden" habe ich noch nicht gehört.

    Ich habe ja auch ein EMT HSD006 und das hat mich vom ersten Moment an begeistert. Eine gewisse Rauhigkeit des Anfangs hat sich im Verlauf gegeben und der anfänglichen leichten Nüchternheit sind noch ein paar Klangfarben gefolgt (ich weiß schon, welcher Forist bei der Formulierung gerade Ausschlag bekommt 8o ), trotzdem wußte ich nach dem ersten Abend, dass ich das Ding behalte.

    Ich hoffe, es geht Dir ähnlich und Deine Schweigsamkeit ist nicht Ausdruck aufkeimender Unzufriedenheit ...

    Sebastian

    Hallo Rüdiger,

    der Audeze LC2 Classic hat eine recht hohe Empfindlichkeit, der Betrieb an einem iPad dürfte kein Problem darstellen.

    Ob ein offener Kopfhörer für Deine Zwecke optimal ist, musst Du selbst wissen. Du weckst damit niemanden auf, aber Du hörst alle Geräusche im Raum und jemand der neben Dir sitzt hört auch Deine Musik. Aus diesem Grund bin ich gerade von einem Sennheiser HD600 auf einen Bang & Olufsen Beoplay i9 3rd Gen. umgestiegen - ich wollte aber auch einen Kopfhörer mit "active noise cancellation". Apropos: Mein Beoplay wiegt 293g. Die paar g mehr als beim Sennheiser spüre ich sehr deutlich. Mehr Gewicht bräuchte ich definitiv nicht! Der Audeze wiegt ohne Kabel 550g. Das musst Du unbedingt ausprobieren - für mich wäre das nichts!

    Liebe Grüße

    Sebastian

    Hallo zusammen!

    Also ich habe noch eine Okki Nokki der ersten Generation. Sie läuft und läuft und läuft…

    Bisher hatte ich noch keinen Defekt daran. Nur die Absauglippe habe ich mal gewechselt. Ich will lieber gar nicht wissen, wie das Ding innen aussieht, aber da sie mir seit vielen Jahren gute Dienste leistet, hat sie auf jeden Fall ihr Geld verdient, auch wenn es drin schimmelt und gammelt.

    Liebe Grüße

    Sebastian

    Hallo!

    Eigentlich bin ich gar nicht so der große Kopfhörerfan. Ich höre lieber über Lautsprecher. Es gibt aber so Situationen, da sind Kopfhörer gar nicht so schlecht: Abends zum Beispiel, wenn die Familie schon schläft. Dabei hat mich immer genervt, dass man mit dem Kabel so angebunden ist. Lange Zeit waren aber drahtlose Kopfhörer klanglich deutlich schlechter. Später kamen die neuen ANC (Active Noise Cancelling) Kopfhörer, das hat mich beim Probehören am Flughafen fasziniert. So einen Langstreckenflug mit ANC erträglich machen, das hat schon was! Obwohl ich sonst nicht so der B&O Fan bin, fand ich die Beoplay Kopfhörer sowohl klanglich, als auch optisch und haptisch ganz attraktiv. Das ANC war zumindest lange Zeit bei Sony oder Bose ausgereifter. Dann kam der neue BeoPlay H9 in der 3. Generation heraus und heimste in den ersten Besprechungen ganz gute Kritiken ein. Als ich jetzt einen neu für 400€ anstatt der laut Listenpreis 500€ bekommen konnte, habe ich zugeschlagen.

    Beim Auspacken denkt man, das Teil ist von Apple – die scheinen den selben Verpackungsdesigner zu beschäftigen 😊.

    Hat man den Hörer erst mal in der Hand, ist man ob der schönen Metalloberflächen und des samtweichen Leders gleich angetan. So viel Metall und eingebaute Technik wiegen sicher ...

    290g im Vergleich zu den 260g meines Sennheiser HD600 sind jetzt nicht so dramatisch schwer. Auf meinen Ohren sitzt der H9 gut, auch als Brillenträger habe ich keine Druckstellen.

    Klanglich finde ich ihn sehr angenehm: Der Bass hat deutlich mehr Druck als beim Sennheiser, ohne überbetont zu wirken. Es liegt wohl am geschlossenen Bauprinzip - er hat einfach mehr „Körper“. Drahtlos per BT hat er quer durchs Haus ohne Abbrüche funktioniert. Das ANC funktioniert prima. Für mich reicht es, ob da Bose oder Sony im Vergleich noch die Nase vorne haben, kann ich nicht beurteilen. Klanglich sind die Unterschiede mit oder ohne ANC gering. Ohne klingt spontan etwas besser, ist aber etwas lauter. Gleicht man das aus, ist man sich in der Beurteilung schon nicht mehr ganz so sicher. Natürlich kann man den Kopfhörer auch mit Kabel verwenden. Mit dieser Anschlussart habe ich den H9 mit dem HD600 verglichen. Er wirkt dynamischer und anspringender, als der im Vergleich etwas langweilige HD600, der jedoch vielleicht tonal noch etwas neutraler ist.

    Die Gestensteuerung (lauter, leiser, ANC an oder aus, Transparency Mode an oder aus, Titel vor oder zurück) muss man etwas üben, dann klappt es aber prima.

    Insgesamt ist B&O mit der neuen Generation des H9 ein super Kopfhörer gelungen, der drahtlos wie verkabelt, mit oder ohne ANC überzeugt und auch optisch einen erfrischenden Kontrast zu den „Vollplastik“ Modellen der Mitbewerber darstellt.

    Liebe Grüße

    Sebastian

    Trauen ist relativ.

    Ich würde aushandeln, die 500EUR per Paypal zu zahlen. Wenn dann kein Tonabnehmer kommt, kannst Du das Geld zurückholen. Oder (je nach Wohnort) ich würde hinfahren und Geld gegen Tonabnehmer bezahlen. Eine Unterstellung, Du hättest den Tonabnehmer bewußt beschädigt, um ihn zu schädigen, ist natürlich frech und nicht gerade vertrauensbildend.

    Viel Erfolg!

    Sebastian

    Wir reden hier über einen Streitwert von 500EUR mit einem Geschäftspartner im Ausland und höchst uneindeutiger Rechtslage. Dafür würde ich keinem Rechtsanwalt Geld hinterherwerfen - das kriegst Du nie wieder rein.

    Blöde Frage: Warum bezahlst Du nicht 500EUR Reparatur, hast einen (offenbar neu aufgebauten, da neue Spulen) TA und alles in allem immer noch einen Preis bezahlt, der unter dem Listenpreis liegen dürfte, oder?

    Für weniger als den halben Listenpreis nicht nur dieselbe Ware, sondern auch denselben Service und dieselbe Sicherheit zu erwarten, wie auf dem normalen Vertriebsweg, ist vielleicht ein wenig blauäugig ...


    LG

    Sebastian