Posts by Robert G.

    Hallo,


    ich würde ins Fahrradgeschäft gehen und ein Schlauchventil kaufen, welches noch mit der Überwurfmutter in dem Gewinderohr des Schlauchs verschraubt wurde. Das Gummi kann man recht einfach demontieren. Das war die Generation vor den Autoventilen in den Fahrradschläuchen. Kostet nicht viel un einen Versuch ist es wert. Die Maße müssten fast passen. Eventuell bekommt man auch noch die Ventilgummis am Stück zum abschneiden einzeln.


    MfG

    Robert

    Hallo,


    ich habe einen EMT 929 schon oft "geserviced". Der Tonarm ist, was massive Probleme angeht sehr unproblemtisch. Einzig die kleinen Spitzenlager (vertikal) sind etwas empfindlich massiven Kräften gegenüber. Wenn diese zu fest angezogen werden, gehen die auch mal kaputt. Die kleinen Lager sind aber in der Regel reparabel. Für die Einstellung der Lager verwendet mal am besten einen Drehmomentschlüssel im Ncm-Bereich.


    Die horizontale Lagerung ist eine andere Sache, die "alten" Tonarme von EMT hatten eine sehr hochwertige horizontale Lagerung, die "neuen" dagegen eine konstruktiv andere und deutliche schlechtere Konstruktion. D.h. es ist nicht möglich, die neue horizontale Lagerung spielfrei einzustellen, da man auf echte Lagersitze verzichtet hat. Diese Konstruktionsmängel können aber behoben werden, in dem man die Lagersitze modifiziert.


    MfG

    Robert Graetke

    Hallo,


    der gezeigte Anschluss ist der originale Headsocket, die originalen Bajonett-Anschlüsse der "alten" Ortofon Tonarme sahen anders aus. Leider passen die Kontakteinsätze nicht, die ich am Lager habe.


    MfG

    Robert Graetke

    Hallo,


    man sollte bei den Überlegungen immer beachten, das der 3009 improved in original Ausführung nur für Auflagekräfte bis 1,5 Gramm ausgelegt ist, d. h. auch die Antiskating-Funktion ist für maximal 1,5g ausgelegt.


    Den Tonarm mit einem schwereren Headshell auszustatten um die effektive masse zu erhöhen, ist vordergründig reizvoll. Es ist aber ein erheblicher Aufwand, u. a. wegen der Antiskating Problematik. Bis vor kurzem habe ich diesen Tonarm oft den Antiskating-Ausleger der R-Serie verbaut, mit dieser Veränderung kann die Antiskating-Funktion auf 4,5g ausgelegt werden. Leider ist der Antiskating-Dorn als Ersatzteil nicht mehr verfügbar.


    Man kann den Tonarm so lassen, wie er ist. Man kann aber auch aus dem Tonarm deutlich mehr Potential und Performance rauskitzeln. Gerade bei dem 3009 improved kommt es besonders darauf an, das die "Reibungswerte" der Lager reduziert werden, eine ultraflexible Innenverkabelung fördert die "Beweglichkeit" des Tonarms. Man kann die originale Stahllager von SME verbauen, es ist allerdings preislich ein sehr exklusives Upgrade. Die Kunstofflager sind für diesen Tonarm keine Lösung. Einerseits sind geschätzt 50% der Kunstofflager beschädigt oder in der Schneide suboptimal, zum Anderen bleibt der Tonarm hinter seinen Möglichkeiten.


    Ich kann die Begeisterung von SME sehr gut nachvollziehen. Zu der Zeit wo man die Kunstoff-Schneidenlager und auch den SME 3009-3 eingeführt hat, man kein 3D-CAD-CAM und keine "modernen" Fertigungsmaschinen für den Formenbau zur Verfügung, es wurde noch viel händisch gefertigt. Angesichts dieser Umstände ist der SME 3009-3 eine echter Meisterleistung.


    Mit dem Goldring 1042 habe ich persönlich meine Schwierigkeiten. Den Gyger S Diamanten finde ich persönlich als einen der "schlimmsten" Abtastdiamanten, den man für viel Geld erwerben kann. Er klingt immer sehr analytisch und neigt oft zu scharfen Sibilanten.


    MfG

    Robert Graetke

    ... jedoch weiss ich auch dass es der Schlechteste aus der 3009 Serie ist...

    Hallo,


    das ist kompletter Blödsinn, diese pauschale Einschätzung liegt wohl eher daran, das es eine Reihe von Zeitgenossen gegeben hat und gibt, die nicht wussten oder wissen, das dieser Tonarm "eine spezielle leichte Version" des SME 3009 ist. Wenn man auf einem Tonarm Systeme montiert, die nicht zum Tonarm passen und die Kombination dadurch nicht harmoniert, ist immer der Tonarm schuld.


    MfG

    Robert Graetke

    Hallo,


    ich habe diese LP von 1997 und sie ist eine meiner liebsten Scheiben, darum habe ich mich sehr gefreut, als die LP als Neuauflage angekündigt worden ist. Nach gefühlt 1,5 Jahren warten hat JPC sie dann geliefert. Ich habe mir gleich 2 Stück bestellt, damit ich Reserve habe. Gehört habe ich die neue Version noch nicht. ich werde die Neuauflage bei Zeiten mal mit der alten version vergleichen.


    MfG

    Robert

    Hallo,


    dieses Dämpfersystem FD-200 mit den Paddels ist ein Relikt aus den 80er Jahren, wo es modern war allessehr stark zu bedämpfen. Wenn die Tonabnehmerwahl passend zu den Eigenschaften des Tonarms ausfällt, benötigt man die Bedämpfung nicht. Das Audio Technica OC9-3 ist kein optimales System für den Tonarm. Die Nadelnachgiebigkeit ist zu gering und die Auflagekraft ist mit 1,8g-2,2g zu hoch. Der Tonarm ist für Auflagekräfte bis 1,5g gemacht worden. Darüber muss man tricksen, da die Antiskating-Funktion auch nur bis 1,5g geht. Ansonsten hat der Tonarm sehr viel Potential. Man bekommt ihn auf ein sehr hohes Niveau, wenn man sich auf den Tonarm einlässt und ihn passend kombiniert. leider wird es immer schwieriger passende und gut performende System für diese Tonarme zu bekommen.


    MfG

    Robert Graetke

    Hallo,


    ich kann da leider auch nichts machen, die Korrosion ist unter der Chromschicht. Den Tonarm selber bekomme ich wieder top hin, aber die Korrosion als optischer Mangel bleibt. Wenn das Rohr auch noch einen Knick hat und es ausgestauscht werden muss, ist das relativ schnell ein finanzieller Totalschaden. Ein SME 3009-R mit starken optischen Mängeln ist fast unverkäuflich und im Wert sehr viel niedriger als ein Tonarm im normalen Zustand.


    MfG

    Robert

    Hallo,


    doch ich habe schon genug SME 3000er Tonarme in den Händen gehabt die Korrosion unter der Chromschicht hatten. Diese Tonarme kamen meisst aus tropischen Klimazonen mit hoher Luftfeuchtigkeit.


    MfG

    Robert

    Hallo,


    man sollte schon wissen was man macht, den Tonarm einfach so in ein Ultraschallbad zu legen ist nicht sehr empfehlenswert. Der Tonarm muss zum reinigen komplett zerlegt werden.


    Ich habe kürzlich eine SME 5 gerettet, der wahrscheinlich in einem Ultraschallbad undemontiert gereinigt worden ist, danach waren alle Kugellager defekt. Die Reiningslösung muss dazu auch noch aggressiv gewesen sein, so gab es zusätzlich auch Korrosion. Fazit: Mann sollte wissen, wie man mit einem solchen Tonarm umgeht. Der SME 3009-R ist ein zu wertvoller und klanglich zu guter Tonarm um ihn in seiner Funktion zu beinträchtigen.


    Den Link zum Lagerupdate würde ich ignorieren, das fällt aus meiner Sicht in die Kategorie "Küchentischbastelei"!


    Ich habe mir gerade das Bild von dem Tonarm angeschaut, aus meiner Sicht ist der Tonarm nicht nur verunreinigt, sondern hat auch Korrosion im Chrom. Die Verunreinigungen lassen sich entfernen, die Korrosion in der Chromschicht leider nicht. Diese Korrosion kommt von einer längeren feuchten Lagerung, z.B. Im Keller, oder ist durch ein feuchtes tropisches Klima entstanden.


    Um die Tonarm sinnvoll mit z.B. einem DL103 zu betreiben, fehlt dem Tonarm noch das zusätzliche Gegengewicht um ein Headshell-Gesamtgewicht von ca. 27g ausbalancieren zu können. In diesem Gewichtsbereich spielt ein DL103 am besten auf einem 3000er SME.


    MfG

    Robert Graetke

    Hallo,


    ich würde auch beim Ortofon SPU die Antiskating-Funktion verwenden, es klingt einfach besser und die Kombination ist in feinen Details "durchhörbarer".


    MfG

    Robert

    Hallo,


    der Montageabstand ist für einen SME 3009-R ist 219,5mm bei einer effektiven Länge des Headshells von 52mm. Die Angaben von SME sind bei den 3000er Tonarmen irreführend. Der SME V ist kürzer und hat das SME-Standard-9"-Maß von 215,4mm. Der 3009-R kann auch auf 215,4mm montiert werden, da der Tonarm auf der Grundplatte verschiebbar ist.


    MfG

    Robert Graetke

    Hallo,


    warum nicht gleich ein Hydraulik-Presse mit 20 to nehmen? Ich presse die Lager mit eine kleinen Handhebelpresse aus und ein. Das Werkzeug dafür habe ich selber gefertigt. Ein Bunsenbrenner hat an einem Garrard nichts zu suchen, das ist kein Fall für einen "Grob-Schlosser".


    MfG

    Robert

    Welch Zusatzgewichte gibt es für meinen SME 3012, um eine Ortofon SPU #1S zu betreiben?

    Wo bekomme ich diese ?

    Habe nur ein kleines Messinggewicht drauf. Das passt für das Denon 103.

    Finde auch die richtige Bezeichnung des Armes nicht. Nach den 0 Punkt und der Kröpfung müsste es ein R sein. Optisch passt dies aber nicht. Hatte dies schon mal gepostet. Lässt mir keine Ruhe.=O20190111_200435.jpg

    Hallo,


    so wird das nichts, du benötigst Das passende Gegengewicht, für schwere Tonabnehmer um ein SPU an diesem Tonarm zu betreiben. Ich fertige diese Gegengewichte nach originalen Vorgaben nach. Auch für das DL103 wird dieses Gegengewicht benötigt, da ein DL103 am SME optimal mit einem Headshellgesamtgewicht von 26-27 Gramm erst optimal läuft. Wenn das Headshell leichter ist, spielt das DL103 nicht optimal, weil die effektive Tonarmmasse zu gering ist.


    DSC_5960.jpg


    Der Tonarm ist frühe Version des SME 3012 S2, der Tonarm ist länger als der SME 3012-R und die Geometrie ist anders.


    MfG

    Robert Graetke

    Hallo,


    jede Zeit hat ihre Trends, es wird das geschrieben, was die Leute hören und lesen möchten. Heute kann man keinen Kunden mehr mit Schlagworten, wie OFC-Copper" hinterm Ofen hervorlocken.


    Ich hatte auch XF1 und XF2 in der Vergangenheit, das sind recht gute Übertrager. Ich bin mir fast sicher, das sie sich nicht nur durch das "Wicklungsmaterial", sondern sich auch in kleinen Details unterscheiden.


    MfG

    Robert Graetke

    Hallo,


    man sollte beachten, das ein Übertrager im eigentlichen Sinne ein "magnetisches Bauteil" ist. Das Material der Wicklungen ist sekundär. Primär ist es wichtig, das der Übertragerkern gut funktioniert, da er das Signal durch Magnetisierung von einer Wicklung zur anderen übertragen soll. Ich möchte damit sagen, das es kein Qualitätsmerkmal ist, ob der Übertrager mit Kupfer oder Silber gewickelt ist. Es geht primär um eine Vielzahl von anderen Parametern, ob ein Übertrager "gut funktioniert" oder nicht! Das soll nicht abwertend für "Silber" gemeint sein, sondern es geht um die Abstimmung vieler Parameter und Eigenschaften. Seit geraumer Zeit werden automatisch "Silber-Übertrager" als hochwertiger eingestuft, das mag daran liegen, das Silber in unseren Wertevorstellung eine Exklusivität ausstrahlt. Die Physik wird diese Wertevorstellungen nie übernehmen!


    MfG

    Robert Graetke

    Hallo,


    das DL103 auf dem originalem Headshell ist nicht optimal und eine Fehlanpassung. Zum einen klingen die originalen SME nicht besonders gut und sind für das DL103 viel zu leicht. Bei dem 3012 S2 ist die effektive Masse des Tonarms um 14g oder geringer (je nach Version). Die effektive Masse beim 3012 S1 liegt irgendwo geschätzt bei 35-40 Gramm, da läuft das DL103 unter ganz anderen Bedingungen. Damit ein DL103 am 3012 S2 gut läuft muss das Headshellgewicht minimum 26g besser mehr betragen, so wird die effektive Masse angehoben und das 103 tastet deutlich besser ab und klingt auch ganz anders.


    Mit freundlichen Grüßen

    Robert

    Kann ich so nicht ganz bestätigen. Zumindest MEIN 3012-R, anfang der 90er im letzten Jahrtausend beim Händler neu und originalverpackt gekauft, war mit Kunststoffschneiden ausgestattet.

    Hatte mir kurze Zeit später direkt bei SME In England die Metallschneiden bestellt, diese aber nach einiger Zeit wieder ausgebaut, da der Arm in der Pfanne ziemlich kippelte -wie sich dann herausstellte, durch eine -eigentlich SME untypisch- „grottige“ Bearbeitung der Schneiden bedingt, die leider nicht parallel und auch ungleich scharf geschliffen waren.


    Jan

    Hallo,


    das Kippeln liegt einzig und alleine an der Montage und Justage des Tonarmrohrs und an den Einstellung der Tonarms. Das Kunstoffschneidenlager hat eine Art Führungsnase, so wird das Schneidenlager in der Bohrung zentriert und das Armrohr ist fast perfekt ausgerichtet. Diese Führungsnase fehlt aus fertigungtechnischen Gründen bei den Metall-Schneidenlagern und auch bei dem Bronze-Schneidenlager. Darum ist es wichtig dasdas Armrohr nach der Montage eines Metall-Schneidenlagers oder Bronze-Schneidenlagers horizontal ausrichtet wird, ansonsten ist das Armrohr "schief" eingebaut und es kommt zu dem beschriebenen Effekt.


    Edit aus dem vorherigen Beitrag(konnte es aufgrund der zeitlichen Beschränkung nicht mehr anfügen):

    Aus meiner Sicht ist der SME 3012-R der 3012er mit dem grössten klanglichen Potential, man bekommt den Tonarm mit geeigneten Massmahmen auf ein extremes Niveau ohne das er seinen musikalischen Grundcharakter verliert. Auch die erweiterten Einstellmöglichkeiten bevorteilen diese Tonarm gegenüber seiner Vorgängern. Ein weiterer Vorteil ist seine Flexiblität, was die Tonabnehmer angeht. Die untere Grenze mit einem leichten Headshell (wie z.b. Ortofon LH-8000) ist ca. 16µm/mN? bis hin zu einem hart aufgehängtem System wie ein Ortofon SPU mit einer Nadelnachgiebigkeit von um die 6µm/mN.


    MfG

    Robert Graetke

    Hallo,


    ich möchte noichmal zurückkommen auf die effektiven Massen der verschiedenen SME 3012er.


    SME 3012 Serie 1 - Es gibt dazu keine verlässlichen Angaben, ich schätze die effektive Masse auf 35-40 Gramm. Das schon recht schwere Tonarmrohr wurde seinerzeit mit mit einer Art Bitumenmasse verfüllt. Durch die sehr hohe effektive Masse ist dieser Tonarm nur für sehr hart aufgehängte Systeme geeignet.


    SME 3012 S2 - Bei diesem Tonarm wird es schon unübersichtlicher. Es gibt mehrere Versionen, aber ganz grob kann man diesen Tonarm zwei Typen unterteilen. Einmal die frühe Variante mit zweiteiligem Gegengewicht und die Variante mit einteiligem Gewicht.


    Der frühe SME 3012 S2 ist länger als die späte version und hat geschätzt eine effektive Masse um 14 Gramm, bei diesem Tonarm, hatte man noch an die Verwendung eines SPUs gedacht und es gab ein passendes Gegengewicht (125g) zu kaufen.


    Die späte Version des SME 3012 S2 ist etwas kürzer und auch die effektive Masse ist geringer als 14 Gramm. Man hat den Tonarm seinerzeit an den Trend der Zeit angepasst und die Masse des Tonarms veringert. Diesen Trend kann man auch an dem SME Headshell ablesen. Das erste (Blech-)Headshell (6,3g) von SME hat noch keine Perforierungen, die Löcher kamen erst später dazu um das Gewicht auf 4,6g zu reduzieren. Es war halt in der späten Sechzigern Trend Schallplatten mit geringer Aufkagekraft und mit "weichaufgehängten" Systemen abzutasten. Durch die intensive Cooperation mit Shure war auch ein wirtschaftliches Interresse vorhanden, diese Tonarme kompatibel mit den Shure-Tonabnehmern zu machen. So ist auch der Erfolg des Shure V15 begründet. Ein optimale Kombination war es nie, ein SME 3012 ist kein optimaler Tonarm für Systeme mit hoher Nadelnachgiebigkeit.


    Bei den Tonarmen handelt es sich im Grunde um drei verschiedene Tonarme, sie sind konstruktiv derat unterschiedlich, das viele Teile noch nicht einmal kompatibel sind. Auch die Unterschiede zwischen den Versionen sind sehr gross. So hat die Serie 1 fast nicht gemeinsam mit der Kontruktion der Serie 2. Der 3012-R sieht zwar dem SME 3012 S2 sehr ähnlich, aber konstruktiv sind die Tonarme extrem verschieden und haben sehr wenig gemeinsam. Die R-Serie ist sehr viel detailierter konstruiert als die Serie 2, besonders kann man das an den Fertigungstoleranzen sehen. Diese sind bei der Serie 2 deutlich bemerkbar, die R-Serie ist präziser gefertigt und Fertigungstoleranzen sind nur mit Messmitteln ermittelbar.


    MfG

    Robert Graetke