Posts by Mag-Gig

    Genau, :thumbup: es ist mMn die Antiskating die hier besunders gewinnt. Und auch die Transparenz/Durchhörbarkeit.

    für mich war genau das der Grund für den kauf der Wasserwaage.


    Bei der Justierung des Tonarms meines KD-803 mit schwerem MC System konnte ich den Tonarm nicht sauber einpendeln, trotz Antiskating auf Null schwenkte der Arm immer in Richtung Tonarmbank.


    Ich hatte den Antiskating Mechanismus, Kabel oder Lager in Verdacht, da ich das Laufwerk ja mit Wasserwaage ausgerichtet hatte. Erst die Maschinenwasserwaage eines Freundes zeigte mir, das ich im Besitz eines Schätzeisens war und gab den Anstoß zum Kauf meiner Wasserwaage.

    klangliche Optimierung ist bei Dir nicht von Belang. OK.

    Dass Plattentellerlager eine Schieflage von 1...10mm/m nicht aushalten würden habe ich allerdings noch nicht vernommen und bin daher von der absolut nötigen Waagerechtheit nicht überzeugt.

    Sicher sind auch klangliche Optimierungen für mich von Belang. An die Optimierung gehe ich aber erst wenn ich meine grundsätzlichen Hausaufgaben gemacht habe und nicht vorher.


    Davon, das ein Plattentellerlager den Betrieb in Schieflage nicht aushält, war keine Rede. Ich bin hier auch nicht als Missionar unterwegs und muss Leute bekehren, wir leben in einem freien Land und jeder kann tun oder lassen was er für richtig hält.

    Das Dynavector-20x2 liegt von der Abbildung im Bereich der wärmeren Systeme, ein Holz Headshell nimmt dem System zu viel Drive. In Verbindung mit dem Technics Tonarm würde ich ein Headshell mit 12-14g verwenden.


    Das Audio Technia AT-LH13H/LH15 und das Yamamoto HS-5 werden vom Gewicht passen, dem AudioTechnica würde ich den Vorzug geben, da es keine Innengewinde hat und der Überhang genau einstellbar ist. Allerdings sind die recht kurz und das System wird überstehen, eine Frage ob es optisch gefällt.


    Das Orsonic AV 101 wäre mein Favorit, es könnte aber mit 18g für den Arm zu schwer sein und es ist selten zu bekommen.

    Mich interessieren aber neben Deiner Argumantation noch Deine technischen Gründe und Deine klanglichen Erfahrungen, die eine penible horizontale Ausrichtung des Plattentellers bringen und eine Investition sinnvoll bzw. nötig machen. Nenne dazu bitte auch den Drehernamen.

    Hallo Winfried,


    Die Technischen Gründe liegen doch auf der Hand, dem Laufwerk optimale Arbeitsbedingungen schaffen, wie sie in der Regel laut BDA vom Hersteller gefordert werden. Eine Lagerachse die genau senkrecht im Lager steht, weist geringere Reibwerte auf, das trifft nicht nur auf die Tellerlager zu, beim Tonarmlager sieht es nicht anders aus.


    Da ich grundsätzlich als erstes das Laufwerk ausrichte und alles andere justiere bzw. einstelle, bevor ich eine Platte auflege, kann ich dir zu den klanglichen Erfahrungen nichts sagen. Zeitaufwand etwa 3 Minuten, da brauche ich für Tonarm und System wesendlich länger.


    Zu meinen Laufwerken:

    - Sony TTS 8000 in Resinamic Sound Zarge

    - Poioneer PL/MU 70 in Mineralguss Zarge

    - Kenwood KD-8030/KD-750

    - Thorens TD 125/TD 126 III, mit Mushrooms/Gummi Entkopplern für den Rundfunkbetrieb


    Alle Laufwerke ab Werk mit justierbaren Füßen ausgestattet, der Thorens wird wird ja wie bekannt über die Federtöpfe eingestellt.


    In wie weit ist der Kauf einer genauen Wasserwaage für 60-100,-€ eine große Investition, da geben wir bei unserem Hobby für weitaus unsinnigere Dinge mehr Geld aus.

    Manchmal kann ich die Diskussionen hier nicht mehr nachvollziehen. Viele von uns geben in den Augen anderer Wahnsinnsbeträge für die Komponenten ihrer Kette aus, für Vorstufen, Laufwerke, Tonabnehmer usw. werden locker vierstellige Beträge auf den Tisch gelegt. Auch für Zubehör wie PWM, Matten, Headshells und Kabel/Stecker oder Einstellschablonen (FeickertProtractor NG/Brinkmann Protractor/VP2 Protractor/AS SmartTractor) oder Messysteme wie Adjust+ werden teils mehrere Hundert Euro ausgegeben.


    Für ein Messinstrument aber, dass die Grundlage dafür legt, dass unsere so geliebten Laufwerke richtig stehen um ihrer Aufgabe nach Vorgabe des Herstellers optimal nach zu gehen, geben wir nur 10,-€ aus. Bei allen anderen Einstellungen und Justagen sind wir peinlichst genau, aber hier wird mit einem Schätzeisen gearbeitet und diskutiert ob es überhaupt Sinn macht, da passt was nicht.


    PS.

    Für Leute die es genau haben wollen, aber nicht bereit sind Unsummen für ein Messinstrument aus zu geben, bekommen mit der kleinen Stiefelmayer vielleicht das richtige.

    also, das wundert mich nicht im mindesten - genau so hätte ich es auch unterstellt.

    Die Yamaha's klingen tendenziell eher etwas nüchterner und kühler - Luxman dagegen bietet mehr Schmelz, Musikalität und schönere Klangfarben.

    Die Zeit in der man den Yamaha Komponenten vorhalten konnte, sie würden hell und emotionslos klingen, ist mMn. seit erscheinen der 1xxx/2xxx/3xxx Serie Geschichte, wird aber immer noch oft als Grund genannt.


    Auf der Suche nach dem passenden Vollverstärker hatte ich nach ausgiebigem Probehören im Hifi Studio drei Kandidaten bei mir zu Hause, Yamaha A-S3000, Luxman L-505 und einen McIntosh MA-5300. In Verbindung mit meinen Komponenten wurde es dann klar der Yamaha. In Verbindung mit anderen Komponenten in meiner Kette hätte die Entscheidung vielleicht anders ausgesehen. Letzten Endes ist eine Entscheidung aber nicht nur von der Kette abhängig, die persönlichen klanglichen Vorlieben geben den Ausschlag.

    Ob und wie genau ein Laufwerk ausgerichtet wird, muss jeder für sich selber entscheiden.


    Fakt ist aber, steht die Achse nicht genau senkrecht im Lager, kommt es zu erhöhter Reibung an den Lagerseiten. Das wird auch bei einem Thorens den Leichtlauf einschränken, bei entsprechend massigen Teller evtl. noch mehr.

    Für meinen Rega habe ich mir damals eine Halterung gebaut um das Tonarmrohr ein zu spannen, ohne es zu beschädigen. Einfach einen 4x4x6cm Holzklotz längs aufgebohrt und anschließend längs aufgesägt. Die gebohrte Nut mit festem Moosgummi auskleiden um beim Spannen Beschädigungen zu vermeiden.


    Auf den Tonarm Stub habe ich einen Teil einer Wellenkupplung (Klauenkupplung) mit entsprechender Bohrung aufgesetzt und verschrauben, an den vorhandenen Klauen lässt sich zum Lösen ein Schlüssel ansetzen.


    PS. Vorsicht, Aceton beschädigt evtl. die Lackierung des Tonarmrohrs

    Meine Laufwerke (Chassis/Plattenteller) sind da glücklicherweise sehr gut bzw. genau ausgelegt und haben alle verstellbare Füße. Ich richte das Laufwerk immer mit nacktem Plattenteller aus und kontrolliere abschließend mit Matte. Mein TD-125 habe ich umgestellt auf Mushrooms, von daher auch kein Problem.


    Klar, eine Wasserwaage mit einer Genauigkeit von 0,1/0,3 hätte es auch getan und ist immer noch genau genug. Wenn man von der Basis an sauber aufbaut und angefangen beim Rack alles in Waage setzt, hat man beim Laufwerk auch weniger Arbeit.



    Mit der Wasserwaage bin ich sehr zufrieden und bereue die Anschaffung nicht. Im Vergleich zu meiner vorherigen Wasserwaage ist es kein Vergleich, kein drehen der Waage mehr und die Skala erleichtert das Ablesen enorm, kann ich nur empfehlen.

    Zum ausrichten meiner Laufwerke nutze ich eine Präzisions-Maschinenwasserwaage von Röckle, (160mm Lang/0,02mm-1m) die ich mal gebrauch aus der Bucht geangelt habe. Als Neuware sind diese für ca. 110-130,-€ zu bekommen.


    Die Standard Dosenlibellen sind eher Schätzinstrumente als genaue Messinstrumente, eine kleine Auswahl an Präzisions- Dosenlibellen bietet GME Eichhorn.

    Bei Standard Aderendhülsen mit einer Materialstärke von nur 0,15mm hält die Hülse den Rückfederkräften nicht stand, es findet nur eine Gasdichte Verpressung statt. Die Gasdichtheit öffnet sich aber abhängig von der verwendeten Anschlussverschraubung. Deshalb sollten schraubbare Stecker in der Anschlussbuchse über einen Drahtschutzbügel verfügen, ist aber nur selten der Fall.


    Aderendhülsen die beim Verpressen nahezu eine Kaltverschweißung erreichen, sehen z.B. so aus, eine weitere Variante sieht so aus


    product-verdrahtungsbruecke-10qmm-2x-aderendhuelsen-350mm-schwarz.jpg


    Will man es richtig haben will, muss man zu Stift Kabelschuhen oder Gabel Kabelschuhen greifen, die gecrimpt und nicht geschraubt werden, anschließend mit einem Schrumpfschlauch abschließen. Wer dabei flexibel bleiben möchte, nimmt z.B. die Supra Combicon Crimkörper.

    Für das Quetschen/Verpressen von Aderendhülsen gibt es verschiedene Formenstandards (Trapetz/Viereck/Sechseck usw.) und die entsprechenden Quetsch- Crimp Zangen.


    Die WBT ist eine klassische Quetsch- Kerbzange, eine alternative zur Knipex ist die hier. Ich bevorzuge die Sechseck Pressung, da sie bei Runden Schraubbuchsen die größte Kontaktfläche bietet.


    Einen dauerhaften Schutz vor Oxidation bieten Aderendhülsen eh nicht, da sich das Material der Hülse auf Grund der geringen Materialstärke und dem Druck der Adern wieder ausdehnt und Luft eindringen kann.

    Für mich war der Wunsch nach "Mehr" der Schritt hin zum MC System, da ich kein MM System gefunden habe, das mMn. klanglich den Schritt nach vorne machen konnte um das 2M Black zu übertreffen. Entweder war mir das Klangbild zu muffig oder zu spitz, die Ausgewogenheit fehlte.


    Hängen geblieben bin ich dann nach langer suche bei einem Ortofon MC 30 Super II, es spielt noch einen Tick neutraler, zaubert aber trotzdem in allen Bereichen einen großen Teil mehr aus der Rille, ohne dabei anstrengend oder nervend zu klingen.


    Dieser Eindruck hat sich dann bei mir mit anderen MC Systemen von Ortofon (MC 30 S/Venice/Cadenza Br./Royal N) fortgesetzt. Hätte es bei meiner Suche das LVB 250 schon gegeben, wäre meine Entscheidung ganz klar zugunsten dieses Systems ausgefallen. Was die Abbildungsleistung angeht, muss sich das LVB mMn. vor keinem MC System in gleicher Preisklasse zu verstecken, wer das Ortofon typische Klangbild mag, bekommt hier ein System das feinste Unterschiede an die Ohren bringt, mehr Brillanz, Feinzeichnung und Ausdruck, einfach ein rundum Paket.


    Ich hätte nicht gedacht, das nur ein anderer Nadelträger in Verbindung mit einer anderen Mischung fürs Gummi so große Auswirkungen auf das Klangbild haben, vielleicht kommt auch noch eine bessere Politur des Steins zum Tragen wie es beim Cadenza Black der Fall ist


    PS. das 2mBlack/LVB 250 spielten im Wechsel am KD-750 und KD-8030 an einem Trigon Vanguard und einem Phonomopped.

    Das ist wie immer, alles eine Frage des persönlichen Geschmacks. Bei mir spielt ein 2M Black, da haben meine Shure III/IV und Elac ESG 896 mit Jico SAS in meinen Ohren keine Schnitte, wie gesagt Geschmacksache.


    Aber hier geht es um den Unterschied zum Black LVB 250 und nicht um andere Systeme. An meinem Black Generator hatte ich das LVB zum Testen, das 2M Black ist mMn. schon eins der besten MM Systeme, das LVB legt in allen Bereichen noch einmal eine Schüppe drauf und kann mMn. einige MC Systeme in gleicher Preisklasse das Wasser reichen oder sogar in die Schranken weisen. Von Ortofon gibt es eine Aussage zum Shibata Stylus lifetime von 1000-2000 Stunden, abhängig von der Politur des Steins.


    Ein zusätzlicher Vorteil liegt mMn. darin, das sich das System an nahezu allen Vorstufen mit MM Eingang problemlos betreiben lässt, ein MC Eingang ist dann überflüssig.

    Zum Crimpen einer Hülsen/Stecker benutze ich die Knipex 97 53 14 Crimpzange. Ob sich die Anschaffung für nur vier Hülsen lohnt, ist eine andere Frage. Dafür reicht auch eine 4 Backen Crimpzange aus der Bucht für ca. 10 -20 €.


    Bei den Aderendhülsen nutze ich die WBT OFC oder Viablue OFC Aderendhülsen, beide gibt es für verschiedene Querschnitte. ein Kontaktmittel ist bei sauberer Verpressung nicht notwendig.


    Das Original Headshell wurde mit dem DL 103 an den Tonarmen DA-302 und DA-303 in Rundfunkanstalten eingesetzt, später kam dann der DA-305 dazu. Über die effektive Masse dieser Tonarme findet man leider keine Angaben.


    Die Kombi Headshell/System kann ja ruhig leicht sein, wenn die Tonarme eine hohe Masse hatten.