Posts by Mag-Gig

    Jeder Tonarmhersteller gibt oder empfiehlt für seine Arme die Nulldurchgänge, Überhang und Kröpfung, entweder nach Baerwald/Löfgren/Stevenson oder verwendet wie einige japanische Hersteller eigene Angaben für die Nulldurchgänge, bei Verwendung dieser Einstelldaten steht das System wie schon erwähnt gerade im Headshell.


    Natürlich lassen sich auch andere Nulldurchgänge verwenden, bei meinen Armen fahre ich aber mit den original Daten am Besten, ist aber auch nur mein Eindruck.

    Jeder Tonarm ist vom Hersteller an eine bestimmte Geometrie angelegt, bei Verwendung einer Schablone mit entsprechender Geometrie steht das System gerade im Headshell, beim Ortofon TA-210/Schick/Groovemaster ist es z.B. die Baerwald Geometrie. Die meisten Schablonen lehnen sich an Berechnungen von Baerwald/Löfgren/Stevenson, die Schön II Schablone verwendet eine eigene Berechnung für die Nulldurchgänge.


    Bei nahezu allen Tonarmen lassen sich die Schablonen nach Baerwald/Löfgren/Stevenson oder Schön II verwenden, wenn es einen optisch nicht stört das das System evtl. leicht verdreht im Headshell steht. Auch viele Japan Tonarme verwenden eigene Nulldurchgänge, lassen sich aber ebenfalls mit den anderen Schablonen einstellen, bei SME Tonarmen sollte man aber die Original Schablone verwenden.

    Das einzige Manko ist der innere Trafo, der sollte ausgelagert werden

    weil das bei MI bzw MC Systeme zu Nebengeräuschen führt, MM ohne Probleme

    Allerdings ist das auslagern eigentlich sehr aufwendig.

    Ich habe meinen MK I mit SME 3009 Series II in Verbindung mit einem Ortofon MC sl15 bekommen, alternativ betreibe ich auch ein MC 30 Super II und AT OC9, von Nebengeräuschen oder Störungen durch den Trafo keine Spur.


    Das SL15 in Verbindung mit seinem 2-15K Übertrager wäre auf Grund seiner geringen Ausgangsspannung von 0,025mV der Kandidat für Einstreuungen.

    Bei mir steht ebenfalls ein 125er MK I mit SME 3009 Series II, den habe ich auf die Gummis umgestellt, mir persönlich gefällt er so besser, kein schwabbeln und wackeln mehr, klanglich kann ich keinen Nachteil zu den Federn feststellen, im Gegenteil.


    Federtöpfe TD 125-2


    In Verbindung mit anderer Zarge und Bodenplatte kommt er auf ca. 19kg, mit einstellbaren Füßen lässt er sich perfekt ausrichten, alles andere wird wie vorher über die Federtöpfe eingestellt. Die Chassiplatte habe ich mit einer Bitumenmatte beruhigt


    Thorens TD 125

    Hallo Tom,


    bei mir werkeln drei 12" Tonarme, Ortofon TA 210, Schick 12" und der Groovemaster II, alle drei Arme sind von der Geometrie nach Bearwald ausgelegt.


    Ein Tonabnehmer System stelle ich bei der Montage mit passender Überhanglehre auf den benötigten 52mm Abstand vom SME Anschluss zur Nadelspitze ein. Eine Baerwald Schablone nutze ich nur noch zur abschließenden Kontrolle.


    Die Montage bzw. das Einstellen mit einer Schön oder Lofgren/Stevenson Schablone dauert abhängig von der Form des Systems schon etwas länger. Klanglich konnte ich jetzt nicht wirklich einen Vorteil der anderen Geometrien heraushören.

    Das ein SL-15 SPU ähnlich klingt, kann ich bestätigen, es benötigt aber auf Grund der sehr geringen Ausgangsspannung den passenden Übertrager.

    Einen Eigenklang bzw. eigenen Klang Charakter hat jedes Laufwerk, dafür sorgen zum einen die unterschiedlichen Antriebsarten, zum andern die vielen unterschiedlichen Materialien und Komponenten die in einem Laufwerk verbaut sind.

    Wenn man nicht alles gleich als Lesezeichen/Favorit hinterlegt :cursing:


    Es gab irgendwo eine Seite da konnte man verschiedene Materialien auswählen, deren Stärke angeben und den Abstand zur Wand eintragen und die Wirkung online berechnen lassen ... da ließ sich gut erkennen, dass man mit Abstand zwischen Wand und Absorber auch eine tiefere/andere Wirkung bei gleicher Materialstärke des Absorbers erzielt.


    Kennt das jemand?

    Die Seite hatte ich auch einmal, aber leider nicht in den Favoriten abgelegt.


    Dort wurde beschrieben, das bei Aufstellung bzw. Montage mit Wandabstand sich die Absorptionsfläche verdoppelt, da die Reflektionen den Absorber zusätzlich von der Rückseite durchlaufen.


    Für Basstraps in Raumecken wurde mMn. ein Abstand von min. 10cm aus der Ecke angegeben, Breitbandabsorber min 2cm Montageabstand von der Wand, min. 10cm von der Decke, ganz genau bekomme ich das aber nicht mehr zusammen.


    PS.: es war nicht die Seite von acousticmodelling

    Hallo, es kommt darauf an wofür man das Absorbermaterial benötigt.

    Thermohanf und Rockwool eignet sich besser zur Bassabsorbtion(allerdings riecht das eine und das andere ist nicht wirklich gesund), für den Mittelhochton ist Basotect aber schon besser(und darum ging es hier doch, oder?).

    Wie wirksam Basotect beim Einsatz als Breitbandabsorber bei welchen Frequenzen ist, hängt genau wie bei anderen Materialien von der Stärke ab. Basotect/Rockwool/Thermo Hanf haben nahezu identische Angaben in den Absorptionswerten.


    Die Zeiten das Mineralwolle hochgradig Gesundheitsschädlich waren, sind seit 2000 vorbei. Der Thermo Hanf den ich verwende riecht nicht und die Rockwool Platten sind in Flies eingeschlagen und mit Stoff bezogen, da treten keine Partikel mehr aus.

    Ich habe Basotect bei mir zum Testen da gehabt, Platten in 100x50x10cm und Eckabsorber/Triangeln in 30x30x100cm. Die Platten verfehlten bei mir ihre Wirkung, wesentlich effektiver war Rockwool und Thermo Hanf in gleicher Größe, alle Testwerkstoffe saßen in einem Passenden Holzrahmen.

    Ich glaube, die Moderation sollte mal eine Rubrik „Raumakustik“ eröffnen, das wäre vielleicht hilfreich?

    Da das Thema "Raumakustik" hier im Forum immer öfter eine nicht unbedeutende Rolle in vielen Beiträgen spielt, schließe ich mich David uneingeschränkt an, eine passende Rubrik zu diesem Thema sollte durch die Moderation eingerichtet werden.

    Ich habe mir im letzten Jahr ein Rack gezaubert


    Musikzimmer


    als Material habe ich Buche Fineline verwendet, ursprünglich sollte es Bambus 3 Schicht Platte werden. Diese lassen sich aber nicht beizen, da die Oberfläche geschlossen ist und die Beize nicht eindringt, ließ sich mit einer Bürste wieder abtragen und die Oberfläche war scheckig. Selbst Plattenöl dringt nicht wirklich in die Oberfläche ein, deshalb habe ich es als Material verworfen.


    Panzerholz ist sicher eine Option, abhängig von der Menge aber auch sehr kostspielig und nur bei ganzer Plattenabnahme zu bekommen.


    Die Verbindungsstutzen würde ich aber aus Alu- oder Edelstahlrohr anfertigen.

    Hallo Christian,


    willkommen im Forum.


    Anhand deiner Beschreibung passen die folgenden Laufwerke in dein Beuteschema


    - Kenwood KD 990/7010/8030 - DD Laufwerk der Topklasse, von Klavierlack Schwarz bis Echtholzfurnier Rosenholz, Tonarm/Teller allerdings in Silber


    - Pioneer PL 30/50/70 Japan - ebenfalls ein DD Laufwerk der Topklasse, Zarge in Echtholzfurnier Rosenholz Rot, Tonarm/Teller in Champagner

    Klanglich bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden, ich habe zwar noch eine kleine Absenkung im Bass, die liegt aber hinter dem Hörplatz und stört mich von daher nicht.


    Wie schon erwähnt ist ein DSP für mich keine Option, es klingt nicht und verändert den Charakter eines Lautsprechers. Die Lautsprecher stehen 30° eingewinkelt bei einem Abstand von 2,00m, dadurch bildet sich ein sauberes Stereo Dreieck Abbildung am Hörplatz ist sehr gut. MMn. sind angepasste Lautsprecher an einen schlechten Raum ein Kompromiss, irgendwie fehlt da etwas.


    Wenn ich meine Elemente fertig habe, werde ich auch entsprechende Messungen vorher/nachher machen und berichten.

    So. Messequipment ist geordert.

    Nochmal der Klarheit halber: LS-Aufstellung an der kurzen Wand geht gar nicht! Egal, wie sehr man auch hin und her schiebt, es klingt, als kämpfe der LS gegen den Raum. Ich hätte es lieber so gestellt, da es so einfacher zu stellen wäre.


    LG

    Dirk

    Was für ein Messequipment hast du denn geordert?


    Klar lassen sich die Lautsprecher auch an der kurzen Wand stellen, du musst nur entsprechende Anpassungen der Raumakustik vornehmen, aufstellen, anschließen und alles gut funktioniert leider nicht immer. Über Maßnahmen zur Verbesserung deiner Raumakustik solltest du aber einmal nachdenken.

    In meinem neuen Musik- Arbeitszimmer sieht die Situation sehr ähnlich aus wie bei Dirk.


    Der Raum hat eine Größe von 4,85x2,90x2,45m (ca. 14m²), die Anlage steht an einer der kurzen Seiten, links neben der Anlage befindet sich ein Fenster, auf der gegenüberliegenden Seite ist der Arbeitsplatz mit Schreibtisch und Kallax Regal 4x4 für die Schallplatten. Der Gesamte Raum ist mit dickem Teppichboden ausgelegt.


    Der Raum befindet sich im Souterrain, drei der vier Zimmerwände inkl. Decke sind aus Beton mit Gipsputz, die vierte Wand aus Gitterziegel mit Gipsputz, folglich überall harte Reflektionen.


    Der Erste Höreindruck nach Aufbau der Anlage war einfach nur grauenhaft, Raummoden, Reflektionen und Auslöschungen abhängig von der Position im Raum. Da mir schon in der vorherigen Wohnung der Klang mit DSP nicht gefiel, scheidet diese Option aus. Auch der Wechsel auf diverse andere Lautsprecher brachte keine wirkliche Verbesserung, um einen Vergleich zu haben, wurden meine B&W CM10 S2 habe ich dabei unter anderem durch Wharfedale Linton, KEF R3, Klipsch RP 600 und B&W CM6 S2 ausgetauscht.


    Da die Linton wie meine B&W sehr kraftvoll spielen gab es keine Änderung, bei den kleinen Lautsprechern fehlte mir der Punsch der Großen, also musste eine andere Lösung her.


    Von einem Freund der im Veranstaltungsbereich tätig ist, bekam ich den Tipp, den Raum mit REW zu messen um zu sehen wo genau die Probleme liegen, ein passendes Mikrofon konnte ich mir ausleihen. Die erste Messung bestätigte das, was


    Zur Optimierung konnte er mir diverse Komponenten zur Verfügung stellen, um zu Testen was wo etwas verändert, mit den folgenden Komponenten wurde an den angegebenen Punkten experimentiert:

    - Akustikvorhang - vor dem Fenster

    - schwere Basstrap Säulen - hinter den Lautsprechern

    - Breitbandabsorber Akustikmodule Rockwool/Thermohanf - Decke und Wände

    - Basotect Platten 100x50x10 - Decke und Wände

    - Basotect Eckabsorber 100x25x25 - hinter den Lautsprechern

    - 2D Skyline Diffusoren - Wand


    - Angebracht wurden die Eckabsorber Elemente hinter den Lautsprechern, die Elemente hinter den Lautsprechern brachten gar nichts.


    - Von den Basotect Platten kamen erst einmal vier zum Einsatz, rechts und links oberhalb der Lautsprecher, lange Seitenwand und gegenüber den Lautsprechern über dem Schreibtisch, als Elemente an der Wand war das Ergebnis nur mäßig zufriedenstellend.


    - Die Basstrap Säulen hingegen reduzieren die auftretenden Bassmoden sehr gut, sie stehen mit einem gewissen Abstand in den Ecken hinter den Lautsprechern.


    - Die Breitbandabsorber (100x65x100) bestehen aus einem Holzrahmen mit einer Einlage aus Rockwool bzw. Thermo Hanf und einer Frontbespannung aus Stoff. Wie bei den Basotect Elementen kommen sie rechts und links oberhalb der Lautsprecher, lange Seitenwand und gegenüber den Lautsprechern über dem Schreibtisch zum Einsatz. Die Elemente wurden mit einem Wandabstand von ca. 1,5cm auf gehangen, Die Wirkung dieser Elemente ist in meinen Ohren besser als die der Basotect Elemente.


    - Zwei 2D Diffusoren hängen rechts und links neben dem Breitbandabsorbern über dem Schreibtisch.


    Leider habe ich es versäumt während der Experimentierphase Messungen und Bilder zu machen, wenn ich die Elemente baue und montiere, werde ich das in einem eigenen Thread nachholen.

    Abgesehen von den Basotect Absorbern sind alle mir zur Verfügung gestellten Akustikelemente in DIY Arbeit entstanden, die Elemente werde ich nachbauen und euch darüber berichten. Die Materialkosten für den Bau der Absorber halten sich wirklich in Grenzen, Holz, Dämmung und Stoff liegen bei unter 200,-€ für 2x Bastrap Säulen 40x105, 6x Breitbandabsorber 100x65x10 und 2x Diffusoren 40x50.

    Wenn du mit der klanglichen Abbildung des Kontrapunkt a zufrieden bist, würde ich den bereits erwähnten Repair Service von Ortofon in Anspruch nehmen, günstiger bekommst du das System nicht überholt, ohne den Grundkarakter zu verändern.


    Wenn dir der klangliche Karakter der Ortofon Systeme gefällt, du dich aber verändern möchtest


    - als direkten Nachfolger des Kontrapunkt a kann man das Cadenza Red sehen, weist nahezu die gleichen technischen Daten auf, ab ca. 1000,-€

    - alternativ ein Cadenza Blue oder Bronze, spielen beide recht neutral, fördern aber mehr Details aus der Rille und machen mächtig Spaß, ca. 1600 - 1900,-€

    - MC 30 Super Classic - ebenfalls ein sehr neutral aufspielendes System mit sehr guter Abbildung, hat aber andere Anschlussbedingungen als das Kontrapunkt und die Cadenza, ca. 850,-€


    Bei einem Neukauf eines Ortofon Systems würde ich den von Marc bereits erwähnten Rücknahmepreis für das Kontrapunkt in Anspruch nehmen.


    Der Koshin GST 801 ist ein schwerer Tonarm, von da her sollte die Compliance eines neuen Systems zum Tonarm passen.