Posts by seb

    Hm, also wie gesagt, mir ist nichts störend aufgefallen.

    Falls Du die Möglichkeit hast, könntest Du evtl. mal beispielhaft einen Soundschnipsel hochladen.


    Ein verschmutzter Abtastdiamant scheidet aus, nehme ich an?


    Viele Grüße,

    Sebastian

    Ich habe meine schwarze Pressung gerade mal aufgelegt und mit die A-Seite konzentriert (über Lautsprecher) angehört.

    Dort kann ich beim besten Willen kein Rauschen ausmachen, das sich mit deiner Beschreibung decken würde.


    Hast Du mal in die Streaming-Version des Albums reingehört, evtl. ist es ein gewollter Effekt?


    Viele Grüße,

    Sebastian

    Die Filter sind Tiefpassfilter, die auf der analogen Seite das Signal auf 20Hz-20kHz begrenzen.

    Systembedingt gibt es bei der D/A-Wandlung "Störsignale" oberhalb der halben Samplingfrequenz, die man damit wegfiltert (Stichwort Aliasing).

    Da man so ein analoges Filter nicht beliebig steil bauen kann, gibt es verschiedene Ansätze, die alle ihre Vor- und Nachteile haben.

    Z.B. kann man ab 18 kHz etwas Hochtonpegel opfern und hat dafür weniger "Überschwinger" als bei einem steileren Filter.


    Mein Cambridge Streamer hat auch ein umschaltbares Digitalfilter - ich konnte bisher beim besten Willen keine Unterschiede dazwischen vernehmen.


    Wenn Du einen externen DAC anschliesst, greifen die Filter des CDP nicht.

    Die setzen wie gesagt am Ende der D/A-Wandlug ein; Du könntest einen DAC mit umschaltbaren Filtern ausprobieren.


    Zu 1) kann ich nix sagen.


    Viele Grüße,

    Sebastian

    Eher nicht. Die Gläss ist zunächst mal mindestens viermal so teuer wie eine Okki Nokki und der Reinigungsvorgang läuft komplett automatisch ab.

    Bei der Okki Nokki ist halt Handarbeit angesagt und das Ergebnis hängt logischerweise vom eingesetzten Reinigungsmittel, der Bürste und letztendlich der "Reinigungstechnik" des Nutzers ab.


    Möglicherweise löst man mit Ultraschall noch etwas mehr Schmutz aus den Rillen, aber ich denke nicht, dass man da von "deutlich besser" sprechen kann - wohlgemerkt, ich habe noch keine Gläss benutzt.


    Meiner Meinung nach liegen die Vorteile eher in der Automatik.

    Als Plattenhändler mit Gewinnerzielungsabsicht würde ich mir auch keine ON in den Laden stellen.


    Viele Grüße,

    Sebastian

    Ich wasche immer nur in eine Richtung, richtig.

    In der Regel kaufe ich keine gebrauchten Platten, insofern hält sich deren Verschmutzung normalerweise in Grenzen und es reicht eine kurze Wäsche ohne diese Bürstenkonstruktion.

    Es war halt nur ein Beispiel, dass man es notfalls so machen kann.


    Sollte man regelmäßig länger schrubben müssen, wäre vermutlich der zusätzliche Bürstenarm vorzuziehen.


    Viele Grüße,

    Sebastian

    Wenn's mal länger dauert, kann man die MoFi Bürste mit dem Absaugarm "festklemmen" (Reinigungsrichtung im Uhrzeigersinn).

    Der Bürstenarm ist natürlich schicker und weniger fummelig.


    Viele Grüße,

    Sebastian

    Mit gefällt's gut - ich frage mich allerdings, ob sich in dem Freiraum unter den Geräten nicht haufenweise Staubflusen ansammeln und sich wegen der Rohre ringsum nur schlecht mit dem Staubsauger erreichen lassen.


    Viele Grüße,

    Sebastian

    Ach ja, stimmt, so war das - HTA ist synonym zum Azimuth (das wird auch in einem englischen Artikel über Adjust+ so verwendet - und Adjust+ ist primär dafür da, den Azimuth zu optimieren).

    Das bedeutet aber nur, dass HTA eben nicht das gleiche ist, wie der horizontale Spurfehlwinkel.

    Und HTA bezeichnet auch nicht, wie von mir fälschlicherweise angenommen, den Drehwinkel des Tonabnehmers im Headshell (dafür gibt es, meine ich, keine direkte Bezeichnung).


    Viele Grüße,

    Sebastian

    Also unter der Annahme, dass mein oben Geschriebenes alles korrekt ist:


    HTA: Winkel des Tonabnehmers im Headshell (Bild in Beitrag #5).


    Horizontaler Spurfehlwinkel: (systembedingte) Fehlstellung des Diamanten in der Rille (Bild in Beitrag #11).

    Bei Tangentialtonarmen üblicherweise praktisch Null, bei Drehtonarmen über die Plattenfläche variabel mit zwei Nullpunkten.


    Tangentialer Spurfehlwinkel: das wäre dann der Winkel des Headshells zur Rillentangente (ich nehme mal an, auf Höhe der Nadelspitze).

    Auch dieser ist bei Tangentialtonarmen Null und bei Drehtonarmen variabel.


    Dann wäre ein Tonabnehmer bei HTA 0° exakt parallel am Headshell ausgerichtet und der horizontale und tangentiale Spurfehlwinkel wären identisch.


    Für einen "kaputten" Tonabnehmer wie im Bild in Beitrag #19 würde dann gelten:

    Wenn man den Tonabnehmer exakt mit dem Headshell ausrichtet (HTA 0°), wäre der horizontale Spurfehlwinkel um einen konstanten Betrag erhöht (nämlich den Winkel um den der Nadelträger verbogen ist) - unabhängig vom Tonarmprinzip.

    Würde man den verbogenen Nadelträger durch entsprechende Drehung des Tonabnehmers im Headshell kompensieren (HTA ungleich 0°), gilt für den horizontalen Spurfehlwinkel das gleiche wie für nicht kaputte Tonabnehmer.

    Der tangentiale Spurfehlwinkel ist nur abhängig von der Tonarmgeometrie .


    Viele Grüße,

    Sebastian

    Bezüglich des Winkels: genau so.

    Ich bin mir nicht 100% sicher, ob der Spurfehlwinkel wirklich als "HTA" (horizontal tracking angle) bezeichnet wird.

    Gefühlsmäßig würde ich das eigentlich eher als "horizontal tracking error" beschreiben - dann könnte man "HTA" als allgemeineren Begriff zur Bezeichnung für den Einbauwinkel des Tonabnehmers verwenden.

    Ich finde leider auf die Schnelle im Netz keine zuverlässige Definition und anscheinend wird HTA als Bezeichnung für den Spurfehlwinkel auch verwendet.


    Edit: Ich glaube, dass HTA, der "horizontal tracking angle", den konstanten Winkel für die Einbauposition des Tonabnehmers im Tonarm/Headshell beschreibt, während der "horizontal tracking error" oder Spurfehlwinkel die variierende Fehlstellung des Diamanten in Bezug auf die Rille bezeichnet.

    Demnach wäre der Spurfehlwinkel allerdings nicht dem HTA gleichzusetzen.


    Viele Grüße,

    Sebastian

    Naja, letztendlich will man doch, dass der Abtastdiamant "gerade" in der Rille steht.

    Bei "Längsachse des Nadelträgers" bin ich mal implizit davon ausgegangen, dass der Diamant fehlerfrei aufgeklebt ist (was in der Realität nicht immer so ist).

    Streng genommen, betrachtet man die Längsachse des Abtastdiamanten (in Abtastrichtung) zur Rillentangente.


    Wenn die Nadel bei einem "fehlerfrei montierten" Abnehmer "schief in der Rille steht" (ich nehme mal an, seitlich - so wie auf deinem Foto oben, aber evtl. nicht ganz so schlimm ;-), kann man davon ausgehen, dass der Tonabnehmer nicht fehlerfrei ist (sonst wäre die Nadel ja gerade).

    Solche Fälle würde ich bei der Betrachtung der grundlegenden Begrifflichkeiten erstmal außen vor lassen, weil das nur zu mehr Verwirrung führt...

    In deinem konstruierten Fall hast du dann halt einen konstanten (weil Tangentialtonarm) horizontalen Spurfehlwinkel mit dem Betrag um den die Nadel verbogen ist.

    In der Praxis ist die Ausrichtung anhand der Kanten des Tonabnehmers ja nur eine Hilfe, weil man bei der Justage den Nadelträger so schlecht sieht.

    Dein Tonabnehmer im konstruierten Fall wäre nicht "fehlerfrei montiert", auch wenn das TA-Gehäuse exakt gerade im Headshell sitzt.

    Man würde dann wohl eher den Tonabnehmer leicht verdreht einbauen, damit die Nadel wieder "gerade" steht.

    Ok, jetzt meine ich auch zu verstehen, worauf du hinaus wolltest - wir brauchen nun einen Begriff für "Tonabnehmer leicht verdreht".... hmm, gute Frage. ;)


    Viele Grüße,

    Sebastian

    Der horizontale Spurfehlwinkel ist doch eher der Winkel zwischen der Rillentangente und der Längsachse des Nadelträgers.

    Dieser variiert bei "klassischen" (nicht tangentialen) Tonarmen über die Breite der Plattenseite und er hat zwei Nullstellen, die man beim Setup des Tonabnehmers möglichst geschickt zu platzieren versucht.


    Viele Grüße,

    Sebastian

    Durch den schmalen Berührungsradius in der Horizontalen steigen die Kräfte auf die Rillenflanken an, was durch einen vertikalen Radius kompensiert werden muß, um die Auflagefläche des Diamanten gleichgroß zu erhalten, und die Rille nicht zu beschädigen.

    Es gibt ja dieses recht verbreitete Bild:


    [Blocked Image: https://www.vinylengine.com/images/forum/stylus_shapes/Stylidiagrams.jpg]


    Gemäß diesem ist die Kontaktfläche bei den schärferen Schliffen deutlich größer als bei den eliptischen und konischen Nadeln. Also nix mit "...um die die Auflagefläche gleich groß zu halten".


    Die feinere Auflösung im Hochtonbereich resultiert meines Wissens aus der Eigenschaft, dass die "Wellenlänge" der modulierten Rille einfach irgendwann kleiner ist als der Durchmesser des konischen/eliptischen Diamanten.

    Mit der Lagerkonstruktion des Nadelträgers hat das meine ich, zumindest primär, nichts zu tun.


    Viele Grüße,

    Sebastian


    EDIT: da war der Michael schneller ;)