Sorry Andreas, ich kann Dir immer noch nicht folgen. Für mich macht auch Dein Versuch keinen Sinn, weil man doch gar keine 1 Volt Gleichspannung ans Gitter des Katodenfolges anlegen kann, weil dieses ja auf ca. 100V hochliegt.
Außer Du meinst, daß man über einen Koppelkondensator die 1 Volt anlegen soll, das ist dann aber wieder keine DC-Kopplung. Es gibt dann einen "kurzen" Impuls am Katoden-Ausgang, welcher anschließend asymptotisch "zusammenfällt". Siehst Du, wir landen immer wieder bei Wechselstromverhältnissen.
Aber lassen wir das, ist ja eh hier off-topic
Wieso liegt das Gitter denn an 100 Volt? Dafür dient doch die negative Betriebsspannng, dass über dem Kathodenwiderstand die komplette negative Betriebsspannng abfällt. Man kann mit dieser neg. Betriebsspannung und dem Kathodenwiderstand solange "spielen", bis sich bei einer Gitter-Kathodenspannung von 0 Volt etwa ein Anodenstrom von 2, 3, 4mA einstellt. Auf die Höhe kommt es ja nicht so an. Das dies nicht unbedingt ein optimaler Arbeitspunkt ist der in der Praxis gewählt werden sollte, ist klar. Es geht ja nur um eine grobe Messung des Ausgangswiderstandes des Kathodenfolgers im Gleichspannungsbetrieb. Lege dann einfach 1 Volt Gleichspannung an den Eingang und belaste dann den Ausgang mit 1kΩ oder 2kΩ oder 5kΩ, is' ja im Prinzip egal, gegen Masse der symmetrischen Spannungsversorgung. Anhand der Höhe der dann am Lastwiderstand und der ohne Last gemessenen Spannung, lässt sich der Innenwiderstand der Kathodenfolgerstufe ja simpel berechnen. Dabei kommt es auf eine genaue Messung gar nicht an, es geht ja nur um die Größenordnung. Nach Deiner Theorie würde die Gleichspannung auf ungefähr 10 ... 20mV zusammenbrechen. Nach meiner bricht diese Spannung nur auf ca. 300 ... 500mV zusammen. Immer bezogen auf eine Last von rund 1kΩ. Das ist ein so großer Unterschied, dass dies ganz grob mit dieser einfachen Schaltung klar gemessen werden kann.
VG, Andreas
