Posts by jhr

    Hallo zusammen,


    mich würden eure Erfahrungen mit Mono Tonabnehmern interessieren, insbesondere die Ortofon Tondosen Modelle. Hier gibt es ja neben dem 65er für Schellack Platten zwei Modelle, eines mit 1,5 mV Output (Medium Output MC) und eines mit 3 mV Output (also High Output und am MM Phonovorverstärker zu betreiben). Hat jemand ggf. das MPU mit 1,5 mV Output mit einem Übertrager in Betrieb? Laut den Specs ist der Abschluss mit 100 Ohm oder mehr. Ist ein Übertrager dann überhaupt im Vorteil (bei den SPUs mit ihren 0.2 mV Ausgangsspannung und einem Abschluss von 12 bis 15 Ohm wäre er ja prädestiniert)? Danke!

    Und: Habt ihr noch Tipps für richtig gute Mono Schallplatten? Danke!

    Hallo "Moggs",


    das High Output Mono von Ortofon tastet nicht rein lateral ab. Mit dem Low Output "MPU" meinst Du wohl das von Stephan erwähnte „Ortofon SPU Mono CG 25 Di MKII“. Letzteres habe ich in der kurzen A-Shell (also ein CA25 Di) und ich verwende dafür Trafos von J. Schou (No. 384 mit 1,5 Ohm primär and sekundär wählbar: 50 Ohm oder 200 Ohm -- was 1 : 5.77 bzw. 1 : 11.5 entspricht // gut geht auch ein No. 6644 mit einem etwas höheren Übersetzungsverhältnis).


    Früher hat Ortofon die J. Schou Trafos selbst verwendet -- aktuell hat Ortofon auch einen eigenen Trafo für das CG 25 Di MKII:


    https://www.ortofon.com/st-m25-mc-transformer-p-436-n-3447


    Viele Grüße


    Joachim


    js384c.jpgmonotrafo.jpg

    Hallo Reinhard,


    was das Gewandhausorchester betrifft ist das schon so wie ich es beschrieben hatte. In der Kammermusik (Gewandhausquartett ausgenommen) werden zeitgenössische Kompositionen aufgeführt -- und dann gibt es noch eine (ebenfalls kammermusikalische) "musica nova" Konzertreihe. Kammermusik ist kein so grosses finanzielles Risiko.


    Allerdings kommt im Oktober das Suzhou Chinese Orchestra in das Gewandhaus (so der Plan) und wird ausschliesslich zeitgenössische Musik chinesischer Komponisten spielen -- also doch einmal für mich völlig unbekannte neue Orchestermusik.


    Wenn man die Konzerte im (Internet-)Radio der deutschen Kultursender hört (die ja auch Radio-Sinfonieorchester haben) wird klar, dass der WDR der experimentierfreudigste Sender ist. Vermutlich hat man somit im Raum Köln auch die meisten Konzerte mit zeitgenössischer Musik.


    Viele Grüße


    Joachim

    Hallo Reinhard,


    über den Raum Frankfurt habe ich keine aktuelle Information -- ich finde, dass meine Einschätzung hier im Raum Leipzig/Halle zutreffend ist. Aber eigentlich bestätigt auch das von Dir gesagte meine Einschätzung: es ist natürlich kein Zufall, dass das HR-Sinf.orch. als auch das Hess. Staatsorch. solche Werke aufführen -- mit dem Einstreuen isolierter zeitgenössischer Werke in eher konventionelle Klassikkonzerte öffentlich finanzierter Orchester soll dem Bildungsauftrag nachgekommen werden. Es wird versucht das zeitgenössische Werk mit passenden traditionelleren Werken zu kombinieren, aber letztendlich scheut man das Risiko eines Konzertes mit ausschliesslich zeitgenössischer Musik. Und "passend" wird von einem beteiligten Musiker, der die Partitur studiert hat, und dem Publikum wohl unterschiedlich eingeschätzt.


    Viele Grüße


    Joachim

    Bei Reader's Digest sind die englischen Ausgaben ähnlich original wie die amerikanischen, da die Aufnahmen in Europa von der Decca (im Auftrag der RCA) gemacht wurden. Und es gibt auch Reader's Digest Boxen mit ganzen Sinfonien -- etwa die Box mit Beethoven Sinfonien mit Leibowitz und dem RPO (engl. Ausgabe: Reader's Digest RDS 220-6).


    -- Joachim

    Vielleicht gäbe es mehr Hörernachwuchs für die sog. E-Musik wenn es diese Art Sammelsurium noch geben würde. Mir war solche Einstiegsdroge immer sympathisch. Wem das nicht gefiel, der hätte sicher auch bei der "Großen Fuge" nicht gejauchzt.

    Gute Zeit,

    Achim

    Hallo Achim,


    viele gehen aber auch den umgekehrten Weg -- als Jugendlicher fand ich "anstrengendere" Werke der klassischen Moderne interessanter als etwa Mozart. Der fehlende Publikumsnachwuchs hat -- meiner Meinung nach -- zum einen mit der Überkommerzialisierung zu tun (die eigentliche Aufführung scheint oft nur Beiwerk in einem Konzert, bei Oper und orchestraler Musik schon länger, aber seit ca. 15 Jahren auch zunehmend in der Kammermusik). Zum anderen wird wohl zu wenig zeitgenössische Musik komponiert und aufgeführt.


    Aber die Sorge die Hörer zu überfordern war auch schon bei Beethoven vorhanden -- deshalb hat der den Finalsatz zu op. 130 durch ein einfältigeres Finale ersetzt. Diesen Mist macht natürlich ein Sandor Vegh nicht mit ...


    Viele Grüße


    Joachim


    vegh130-fuge.jpg

    Ja, Oper ist so eine Sache.

    Gerade bei Oper geht natürlich nichts über Oper – also die Aufführung. Da kommt keine Konserve auch nur auf einen Bruchteil heran.

    Das trifft natürlich auf klassische Musik (und auch Jazz) generell zu -- obwohl bei Oper und v.a. Ballett (wo man auf Platte nur die Begleitmusik zum Tanz, ohne den Tanz, hören kann) noch deutlicher.


    -- Joachim

    Hallo Reinhard,


    das stimmt, auch ich höre von einer 3 LP-Box einer Opernaufnahme häufig nur eine LP-Seite (insbesondere wenn ich die Gesamtaufnahme bereits kenne). Vielleicht ist meine Abneigung gegenüber LPs mit Opernquerschnitten Snobismus, aber bei einer 3 LP-Box kann ich meine eigene Auswahl treffen, wenn ich nur eine Plattenseite hören möchte.


    Die LP "Berühmte Arien aus Opern von Mozart" mit Hermann Prey könnte man ja auch als Sängerportrait auffassen -- dann wäre ein selbstbewussterer LP-Titel wie z.B. "Hermann Prey singt Arien von Mozart" zutreffender. (Mit LP-Titeln, die mit "die berühmtesten, die schönsten oder die beliebtesten" beginnen, kann man mich davonjagen ...).


    Viele Grüße


    Joachim

    Nun noch etwas Musik von der guten alten Schallplatte.

    Ich habe hier eine Deutsche EMI Electrola mit Arien aus Opern von Mozart. E spielt die Staatskapelle Dresden unter dem Dirigenten Otmar Suitner. Die Original-Aufnahme sollte wohl von ETERNA sein, egal, denn auch diese Ausgabe klingt ganz wunderbar.

    Hallo Reinhard,


    die "Berühmte Arien ..." gibt es zwar auch als Eterna LP, aber auch diese ist nur ein Sammelsurium diverser Opern-Aufnahmen der Eterna (also nicht einmal ein Querschnitt einer Oper). Platten, die mit "die berühmtesten" oder "die schönsten" beginnen, bestrafe ich in der Regel mit Nichtbeachtung :-)


    Z.B. stammen die Arien aus dem Figaro (mit Prey und Suitner) aus einer Gesamtaufnahme, die Claus Strüben 1964 im Studio Lukaskirche in Dresden gemacht hat (Eterna 825 498-500).


    Viele Grüße


    Joachim


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    Noch ein weiterer Vorschlag in Sachen Bruckner, hier hat man gleich mehrere Symphonien Bruckners. Es spielt das Philharmonia Orchestra bzw. das New Philharmonia Orchestra, London unter der Leitung von Otto Klemperer. Das sind deutsche Nachpressungen der engl. Original-Aufnahmen, sehr gute Qualität, seinerzeit hatte ich einige dieser Ausgaben bei Saturn-Hansa gekauft, solche Alben wurden zum Preis von DM 20,00 angeboten.

    Hallo Reinhard,


    ich habe etliche EMI ASD und Columbia SAX von Klemperer mit Sinfonien von Mahler, Beethoven und Brahms, aber keine einzige Bruckner Sinfonie mit Klemperer (ich weiss nicht warum).


    Bzgl. Bruckner -- gut finde ich auch die 8. mit Knappertsbusch (Westminster WST 235, aufgenommen 1963).


    Viele Grüße


    Joachim

    Hallo Mike,


    ich habe die frühere Version der L'Audiophile 300b (also nicht die Legend) mit ca. 4 Watt, das wird mit der Verlustleistung passen. Den Ruhestrom kann ich mit einem Schraubenzieher einstellen. Aber vielleicht finde ich auch jemanden im Bekanntenkreis, der eine EML 300B mesh zu Ausprobieren hat.


    Viele Grüße


    Joachim

    Hallo Frank,


    jeder hat seine Vorlieben -- scheinbar kannst Du mit den Bruckner Sinfonien wenig anfangen, es liegt also nicht an der Interpretation von Solti?


    Für mich war Bruckner der Zugang zur Neuromantik. (Wenn ich einmal keine Kammermusik höre, dann höre ich viel lieber eine Bruckner Sinfonie als eine Oper von Wagner ...).


    Viele Grüße


    Joachim