Posts by jhr

    Dazu müsste man erstmal ein original Shindo 301 hören. Wohl nicht so einfach in Deutschland, da der Vertrieb klar die PV promotet hat und Garrard eher etwas für die ewig gestrigen und eingeweihten war.


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    Das ist nachweislich Quatsch! Der erwähnte Vertrieb hat damals den Garrard 301 als günstigen und guten 2nd-Handplattenspieler empfohlen -- diesem Tipp folgend habe ich Ende der 1980er Jahre für 200 DM einen 301 gekauft (und separat einen Ortofon RF 297 Arm für 800 DM).


    Später hätte man dann für 2500 Euro Teller + Lager und für 3500 Euro eine Shindo-Zarge kaufen können (und der RF 297 hätte nicht in die Zarge gepasst, man hätte auch noch einen RF 309 oder einen Shindo Arm kaufen müssen).


    Das war mir (wie wohl den meisten anderen hier in D.) zu teuer, zumal ich mit meinem 301 zufrieden war bzw. bin. (Das mag in den USA anders sein -- dort definiert sich die Qualität anhand eines hohen Einkaufspreises.) Letztendlich bin ich der Meinung, dass ein Garrard ein Garrard bleibt.


    -- Joachim

    Gerade höre ich im Radio, dass der polnische Komponist Krzysztof Penderecki (23.11.1933 -- 29.3.2020) heute in Krakau gestorben ist. Vor einiger Zeit hatte ich diese Eterna-LP mit Kompositionen von Penderecki unter dem Dirigat von Herbert Kegel hier im Thread empfohlen (s.u.).


    (Ergänzung: hier noch (auf die Schnelle) einige Informationen zur Vita


    https://orf.at/stories/3159805/


    Quelle: online Seite des ORF.)


    Viele Grüße


    Joachim


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    Her damit 😊Ich sammle Turnabouts da sie sehr gut gefallen. Halt meistens sehr transparant, gute ortbarkeit und raumlichkeit.


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    Hallo Rob,


    auch ich greife bei Turnabouts gerne zu -- es gibt englische und amerikanische Pressungen, die englischen hat Decca hergestellt. Musikalisch gefällt mir die Aufnahme der 7. Sinfonie von Bruckner mit Rosbaud (Stereo-Pressung von Decca 1967, Mono-Pressung von Vox 1958). Und auch die Streichquartette von Nielsen und Gade mit dem Copenhagen String Qt. (Decca Pressung von 1969, Vox Pressung von 1967) sind interessant, dann gibt es diverse Aufnahmen mit dem Geiger Rugiero Ricci (z.B. mit Masur und mit Froment).


    Viele Grüße


    Joachim


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    Hallo Reinhard,


    die Jugendsymphonien (diese Teldec Decca entspricht Argo 594) habe ich nicht, aber Ende der 1960er Jahre hat Neville Marriner mit der Academy of St. Martin-in-the-Fields auch die Divertimenti (KV 136-8) und die Serenade Nr. 6 (KV 239) von Mozart aufgenommen -- das ist auch eine schöne Platte (Argo 554).


    Viele Grüße


    Joachim


    (PS: dieses Wochenende höre ich CDs um meinen neuen Röhren-DAC von Line Magnetic einzuspielen und um gleichzeitig am Plattenspieler zu arbeiten, z.B. muss ich an das Tonarm-Kabel Stecker anlöten -- somit werde ich in diesem LP-Thread nicht viel beitragen können ...).


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    ...puh, ist irgendwie schon schlimm dieses Klischee...sobald es um russische Musik geht sieht man auf alten Covern ständig irgendwelche hüpfenden Pseudokosaken in Pumphosen...hab schon viele solche Cover gesehen...

    Es gibt eine schier unbegrenzte Anzahl an geschmacklosen Plattencovern, es gibt aber auch wunderschöne, und manchmal gefallen einem auch die geschmacklosen auf Grund ihrer Schrulligkeit.


    Irgendwo im Forum gab es auch einen Thread zu den peinlichsten Plattencovern (an den genauen Titel kann ich mich nicht mehr erinnern).


    -- Joachim

    Hallo Reinhard,


    die 4 Suiten für Orchester von Tschaikowsky gibt es auch in einer in England gemachten Mercury-Aufnahme mit Antal Dorati (in einer 3 LP Box, SR3-9018).


    Tonmeister: Hans Lauterslager (das Datum der Aufnahmen ist im Begleitheft der Box nicht angegeben -- ich schätze Mitte bis Ende der 1960er Jahre, da Lauterslager für Philips, später Polygram, gearbeitet hat).


    Viele Grüße


    Joachim


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    Hallo Jörg,


    diesen Thread hatte ich bisher übersehen, hatte aber gestern in einer privaten Konversation etwas zu den JS Trafos geschrieben, das vielleicht hierher passt.


    In alten Fonofilm Katalogen wird JS No. 251 für das SPU-A empfohlen, und No. 384 für das Type C mono (vermutlich auch für das Type A mono).


    Wenn R1 und R2 die primäre bzw. die sekundäre Impedanz R1 bzw. R2 bezeichnen (dann ist das Quadrat des Übersetzungsverhältnisses Ü gleich R1/R2):


    No. 41: R1=1,5 Ohm, R2=20 000 Ohm, Ü=1:115 (ungefähr)


    No. 251: R1=1,5 Ohm, R2=200 000 Ohm, Ü=1:365


    No. 384: R1=1,5 Ohm, R2=50 oder 200 Ohm (wählbar), Ü=1:5.8 oder 1:11.5


    Das No. 41 liegt also zwischen dem Mono-Trafo No. 384 und dem No. 251, aber näher am No. 251 -- es kann sein, dass das No. 41 sowohl für Stereo- als auch Mono-Systeme funktioniert (theoretisch, aber Du kennst das No. 41 ja gut aus praktischer Sicht -- dass es für das Stereo SPU funktioniert ist aber auch von den Daten klar).


    Viele Grüße


    Joachim

    Also hier vor Ort gibt es nur noch einen einzigen Plattenladen -- vor 10 Jahren gab es zwei und noch zwei Buchantiquariate, die nebenbei noch Klassik-LPs hatten.


    Die Idee mit dem Gutschein funktioniert eher für regelmässige Plattenkäufer.


    Aber wichtig in dem Laden vor Ort sind auch Gelegenheitskäufer, die einen Stadtbummel machen und eigentlich nicht vor hatten Platten zu kaufen, dann doch im Laden landen und Platten mitnehmen. Aber dazu müssen auch die umliegenden anderen Läden im Stadtzentrum geöffnet sein -- derzeit sind es ja nur die Lebensmittelgeschäfte und Drogeriemärkte. Ausserdem sollten die Leute auch lieber zu Hause bleiben und nicht durch die Innenstadt bummeln.


    Wenn der aktuelle Zustand, wie oben erwähnt, 3 oder 4 Monate andauern würde, dann überlebt das wohl nur ein Bruchteil der Läden.


    Aber, wie oben auch erwähnt, wäre es auch schädlich die Raritäten jetzt auf einem anderen Weg zu verkaufen -- der Verkauf der Brot-und-Butter Platten wäre wohl wichtiger.


    Viele Grüße


    Joachim

    OK, das stimmt, die könnten jetzt auf Discogs, Ebay etc. als Internethändler aktiv werden.


    Ich hatte im Hinterkopf, dass man solche bestehenden Läden noch etwas mehr unterstützt: dass der Kauf einer LP (vielleicht zu einem Preis etwas über dem Marktwert) eine Spende einschliesst. Oder vielleicht eine LP-Auktion zum Zweck der Rettung von Plattenläden?


    Viele Grüße


    Joachim

    Plattenläden, die keinen Internet Versandhandel betreiben, werden den Verkauf vorübergehend einstellen müssen -- vermutlich werden das nicht alle Läden überstehen.


    Ich weiss nicht, ob man solche Läden unterstützen könnte indem man ihnen hier im Forum eine Verkaufsmöglichkeit ausgewählter (vielleicht etwas höherpreisiger LPs) anbietet. Ein Problem ist natürlich, dass solche Läden auf einen Versandhandel nicht vorbereitet sind. Ein anderes Problem wäre die vielleicht unerwünschte Konkurrenz zum bereits bestehenden LP-Internethandel und zu privaten LP-Verkäufern hier im Forum.


    Trotz dieser Bedenken wäre es schade, wenn es nach der Corona-Krise nur noch halb so viele 2nd-Handplattenläden gäbe als zuvor.


    Was meint Ihr?


    Viele Grüße


    Joachim

    Hallo, ich beginne heute einmal mit regionaler Musik hier aus Halle (komponiert durch einen Komponisten aus der Stadt und aufgenommen vor Ort).


    Die Concerti grossi op. 6 von Georg Friedrich Händel mit dem Händel-Festspielorchester Halle unter dem Dirigenten Horst-Tanu Margraf (an der 1. Violine spielte der damalige Primarius des Gewandhaus Quartettes, Gerhard Bosse). Die Aufnahmen wurden ab 1960 zunächst als 10-Zoll Mono-LPs veröffentlicht und ab 1966 als 12-Zoll Stereo-LPs (Eterna 825 640 -- 825 643).


    Die Musikregie dieser sehr gut klingenden Aufnahmen hat Dieter-Gerhardt Worm besorgt.


    Viele Grüße


    Joachim


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    Beim Musikhören soll jeder selbst entscheiden was ihm/ihr gefällt. Mir persönlich gefällt die Wahl der Tempi von Franz Konwitschny bei der überwiegenden Mehrheit seiner sinfonischen Aufnahmen. Und die Tempi, die Konwitschny wählt, sind eher getragen und "altmodisch" -- extrem flott sind dagegen die meisten historisch informierten Interpretationen.


    Es gibt eine 10 CD Box der Streichquartette von Beethoven mit dem Gewandhaus-Quartett -- 1998 bis 2003 aufgenommen -- bei dem Label NCA (die ist häufig sehr günstig, ich habe die Box für 10 Euro gekauft). Die Mitglieder des Gewandhaus-Quartetts sind immer auch Mitglieder des Gewandhaus Orchesters. Die CD Nr. 10 enthält Interviews und Hörbeispiele von früheren Mitgliedern des Gewandhaus-Quartetts, die im Orchester die Dirigenten Konwitschny und Masur miterlebt hatten (der Interviewer war Martin Hoffmeister). In diesen Interviews haben diese Mitglieder darauf hingewiesen, dass v.a. die Tempi unter Konwitschny (im Gegensatz zu Masur der sehr hektisch gewesen sein soll) für die eigene musikalische Entwicklung sehr prägend gewesen sein soll.


    Unter den Aufnahmen aller Beethoven Sinfonien, die Konwitschny ca. 1959-60 mit dem Gewandhausorchester gemacht hat, gefallen mir v.a. die 3. und die 5. Sinfonie.


    Viele Grüße


    Joachim


    PS: es handelt sich um diese 10 CD Box NCA 60139


    http://www.discogs.com/Gewandh…ors-Corde/release/9209725

    Die Konwitschny habe ich gestern wieder mal versucht. Nach wie vor sind mir die Tempi (viel) zu schnell. Ich habe grundsätzlich nichts gegen schnelle Tempi, aber das ist Beethven a la Transrapid...😕

    Ach wirklich?


    Konwitschny: 17:45 / 12:10 / 15:55 / 24:54


    Masur: 16:15 / 13:55 / 14:55 / 23:35


    Nur im 2. Satz der Neunten ist Konwitschny schneller, dieser ist aber auch "molto vivace".

    Ich denke der eine oder andere sollte genau(er) lesen was ich geschrieben habe und seine Ausdrucksweise wie „Rundumschlag gegen andere Tonarme“ korrigieren. Hier soll es um die im Threadtitel genannten Tonarme gehen. Hier geht es weder um lange EMT- noch um Ortofon-Tonarme. Die wurden im Eingangspost lediglich als Beispiele für mMn völlig überzogene Marktpreise genannt in deren Bad auch die Preise für die Thorens-Tonarme stark nach oben gezogen eurden.

    Allenfalls geht es ggf. noch um den EMT 929, der wie schon gesagt, im Wesentlichen aus Bauteilen der Thorens-Tonarme besteht.

    Es geht hier auch nicht darum die frühen Thorens-Tonarme irgendwie zu hypen. Es geht um Erfahrungen damit (z.B. welche Tonabnehmer), Tipps, Tricks, Tweaks oder einfach nur Bilder.

    OK Thomas,


    ich bin hier raus, da ich zu den Thorens Armen sowieso nichts beitragen kann (das Problem der Kompatibilität der Pins betrifft natürlich die kurzen und die langen Arme gleichermassen -- und mit dem historischen Kommentar von Michael im obigen Beitrag ist dazu jetzt auch alles gesagt).


    Eine gewisse polemische Schärfe hatte der Ausgangsbeitrag schon: da ist die Rede von „Kennern“, vom EMT-Gralshüter Pasini, von "religiöse(n) Züge(n)", vom EMT 929 als einem Hybrid von Thorens Bauteilen, u.s.w. Vielleicht hat ja Pasini eine Kommentarfunktion auf seiner Webseite, dann könntest Du mit ihm direkt in eine Debatte einsteigen.


    Bei solchen Threads bin ich, wie gesagt, raus.


    Viele Grüße


    Joachim