Posts by Groove-T

    Also, wenn irgendwo am Tonabnehmer oder Arm was zu hören ist, dann ist da eine Resonanz.
    Oder die Lager zu locker.
    Und ganz sicher ein Verlust beim wandeln von mechanischer in elektrische Energie.


    klaus , beim MM macht ein Spanndraht keinen Sinn, zumindest erkenne ich keinen, zudem wäre der Nadeleinschub keiner mehr.

    raetsken


    Ich muss dich da ganz herb enttäuschen, ich stelle nichts her und habe daher auch nix solches anzubieten.


    Ich bin zwar im Gewerbe, biete aber hier nichts dementsprechendes an. Und auch sonst nix.
    Ausser meine Worte, die sind hier 100% gratis und hoffentlich nicht umsonst.


    Du kannst mich auch gerne Gruftie nennen, ich mag nebst Rundnadeln auch Wortspiele. :D

    mvd


    In den Tiefen der Rille ist meist nur Schmutz und ganz unten keine Rille mehr.


    Ein scharfe Nadel, die nur noch ziemlich weit unten die noch vorhandene Modulation abtasten würde, die liegt nur mit extrem kleiner Fläche auf, weil ja oben die Modulation weggefräst wäre,weshalb sie ja so tief eintauchen könnte.


    Folglich würde sie dann gleich den noch vorhandenen Rest der Modulation wegfräsen. :D


    Deshalb bevorzuge ich Chillies, wenn es scharf sein soll. ;)


    Mahlzeit und ein schönes Wochenende wünsche ich

    Sorry Klaus, das Zitat gehört hier nicht ren, aber ich weiss nicht wie ich es rauskriege.





    @long John


    Dein scharfer Schliff hat mal angenommen wirklich die grosse Fläche mit festgelegter AK.
    Also gibt das Vinyl weniger nach als bei meiner kleineren Auflagefläche, da sich der Druck ja auf eine grosse Fläche verteilt.
    Folglich ist aber vom scharfen Radius mit den 4um und 25 um2 Umfang ganz sicher nicht möglich, dass er die 15 % oder 3,7 um erreicht, wenn das Vinyl weniger nachgibt als bei der runden Nadel. Es muss daher zwingend weniger sein.
    Ganz ohne Modulation, rein statisch.
    Deshalb halte ich die Tabelle für falsch.


    Und wenn sich der Nadelträger bewegt, verwinkelt er sich und die scharfe Kante steht nicht mehr senkrecht, sondern schräg, je Modulation umso mehr Abweichung.
    Deshalb sinkt die Fläche welche aufliegt nochmals und der Druck pro Flächeneinheit erhöht sich.


    Wir stellen fest:
    Der Kontaktdruck pro Flächeneinheit beim scharfen Schliff variert mit der Modulation. Und zwar zunehmend, da ja die Fläche abnimmt.


    Beim runden bleibt er ziemlich konstant.


    Zweitens : Wenn eine von oben betrachtete Ellipse sich seitlich verdreht, was beim Cantilever zwangsläufig der Fall ist, dann wird sie im Querschnitt kleiner.( bei 90 Grad Verdrehung entspricht sie dem zweiten Verrundungsradius , der ja deutlich kleiner ist ).
    Wir stellen fest: die Nadel sinkt tiefer in die Rille , direkt modulationsabhängig und erzeugt so ihre eigene zusätzliche Modulation. Man nennt es Verzerrung.
    Zweitens kann sie im verkanteten Zustand die Höhen immer schlechter abtasten.


    Ob man es wahrhaben will oder nicht.


    Und genau aus diesem Grund klingen deine zwei Dinger unterschiedlich. Der lange Cantilever hat logischerweise eine kleinere Winkelabweichung, also verzerrt er auch weniger.
    Dafür erhöht sich die bewegte Masse, was wiederum der Hochtonwiedergabe abträglich ist.
    Und der Ausgangspegel ist auch kleiner, weil sich die Spulen ja weniger bewegen.

    Klaus


    Herkömmliche MCs haben alle einen Spanndraht. Es gibt verschiedene Materialvarianten.
    Er steckt im Prinzip im je nachdem mehrteiligen Cantilever drin und ist fest mit diesem verbunden.
    Er zieht den Generator nach hinten auf den Dämfungsgummi, welcher auf der Armatur aufliegt, in welcher der Draht fixiert und der Zug eingestellt werden kann. Dafür ist so eine Mikroschraube da.
    Die angewandte Rückziehkraft bestimmt die Compliance des Systems.
    Auch hier werden die dominierenden Eigenschaften des Gummis ersichtlich.
    Dämpft der Gummi zuwenig, so resoniert das Gebilde massig, dämpft er zu fest, leidet die Beweglichkeit und damit die Trackabilty und Dynamik.
    Deshalb muss der Gummi präzise auf die Eigenschaften von Cantilever und Nadel abgestimmt sein.


    Ein MC hat deshalb keinen exakt definierten Drehpunkt des Cantilevers, weil sich der Draht mit der Modulation verbiegt , nicht der Cantilever und wenn der Draht bricht, ist das System defekt.


    Beim MM steckt der Cantilever schlicht und einfach in einem Gummiblock drin.
    Der grosse Unterschied zum MC ist, dass die Hochtonresonanz des MM elektrisch mit der Abschlusskapazität bestimmt werden kann, sei es mit dem Kabel oder zugeschalteten Kondensatoren.


    Beim MC ist die Abstimmung praktisch rein mechanisch, nur das Q kann mit dem Abschlusswiderstand etwas beeinflusst werden.
    Ist es von guter Qualität und wird echt symmetrisch betrieben, dann, und AUSSCHLIESSLICH dann, ist mit einem Widerstand eine Stromgegenkopplung und damit eine geringe Bedämpfung elektrisch möglich.
    Natürlich auf Kosten des Ausgangspegels und Rauschabstandes.




    Deshalb ist das MC bei geeigneter Auslegung besser geeignet für schwere Arme, weil die höhere effektive Masse sich besser dazu eignet, den Arm möglichst ruhig über dem Pick Up zu halten und somit den Ausgangspegel zu maximieren, respektive die mechanischen Verluste zu minimieren.




    Ein Indiz dafür, ob es gelungen ist : Hört man den Tonabnehmer selbst akustisch mitspielen bei Verstärker ausgeschaltet, dann heisst das, das ganze System singt mit anstatt Spannung zu erzeugen und hat somit garantiert Uebertragungsverluste, welche die Linearität sicherlich beeinträchtigen.
    Ist das System ruhig, dann ist die Uebung gelungen oder die ganze Kiste restlos überbedämpft und weitgehend dynamikfrei.


    Der Preis für s MC steigt deshalb, weil man halt einen Uebertrager oder einen MC Preamp braucht.


    Und man wird es nicht glauben, es gibt da so eine altmodische Nadelform, du weisst schon welche ich meine, die regt die Resonanz nicht so stark an wie die neumodischen.
    Bei meinen beiden Trackern ist es so, dass ich da NICHTS singen und schwingen höre.


    mit tonlosem Gruss ;)


    Groove-T

    Zum FR 64S gabs div. Headshells. Ich hatte nur das, welches mir der Händler aus Hong Kong eben mit sandte.
    Ich verstehe nicht was du meinst mit *nicht richtig befasst*.


    Meine Abtaster war nicht gerade billig, deshalb riskiere ich nichts und benutze einen Fingerbügel. Insbesondere falls ich mal ein Gläschen Wein intus habe und die Brille nicht auf.
    An meinem Simplicity liess ich mir von Herrn Micha Huber auch extra einen implementieren.
    Ich kann auch keinen Unterschied hören, ob da so ein Ding dran ist oder nicht.


    Ein DDT hatte ich auch mal ausprobiert. War absolut nix für mich.

    Moin,

    Zitat


    Meines Wissens nach liegt eine Kugel in einer V-Förmigen Rille immer nur an zwei Punkten auf .

    Das ist offensichtlich nur so lange richtig, wie man annimt, daß die Rille aus hartem Material besteht, also nicht elastisch ist. Da dies jedoch nicht der Fall ist, wird aus dem punktförmigen Kontakt ein flächenförmiger. Diese Kontaktfläche lässt sich berechnen. Kontaktflächen unter dynamischen Bedingungen sind meines Wissens nicht bekannt. Die diesbezüglichen Daten sind also vermutlich nur gültig unter statischen Bedingungen.

    Es wurde auch die Frage gestellt, ob die Rillendeformation im elastischen oder im plastischen Bereich stattfindet. Soweit mir bekannt, wurde diese Frage bisher nicht beantwortet.

    Klaus

    Wenn man sich das mal überlegt, dass das Vinyl ein definiertes Elastizitätmodul hat, so schliesse ich daraus, das es sich ein Stück weit verformen kann unter Druck oder Temperaturänderung und wieder die vorherige Form annimmt, wenn es nicht übertrieben wird. Meine Platten kann ich problemlos ein paar Centimeter verbiegen, ohne dass sie sich dauerhaft verformen.
    Platten werden schliesslich mit heissem Vinyl gepresst ( ich meine um die 160 Grad C., weiss es aber nicht mehr exact ), in der Presse findet dann eine indirekte Abkühlung mit Wasser oder sonstwas statt und nachher sollten die Dinger unter Druck durch runde Metallplatten noch einen halben Tag ruhen und ganz auskühlen. Weil sie sich beim abkühlen in der Presse noch ein wenig zusammenziehen , lösen sie sich so gut wie von selbst aus der Presse, ganz ohne Gleitgel. Wird bei diesen Vorgängen geschludert gibz gratis Höhenschlag.


    Beim Abtastvorgang führt das Ganze zu einer Resonanz im Bereich um die 20 Khz, wenn ich da mal wieder den Shiga zitieren darf. Durch den Auflagedruck ensteht ganz sicher auch etwas Wärme, immerhin zieht die Nadel bei ner 33er am Anfang mit guten 50cm/s durch die Rille, ich kann aber keine Temperaturangaben machen. Beweis für Temperatur sind ganz sicher die Ablagerungen, die am Diamanten regelrecht festgebacken werden, da er sich quasi nicht fortbewegen kann. Diamant hat zwar eine sehr gute Wärmeleitfähigkeit, der Klebstoff zum Cantilver eher nicht. Diese Ablagerungen egal welcher Herkunft sind nur schwerlich wieder abzukriegen. Weshalb regelmässige Reinigung sinnvoll ist.
    Doch weil die Auflagefläche sehr klein ist, ist auch die Energiemenge im Vinyl sehr klein und es wird nicht wirklich Schaden angerichtet.


    Die plastische Verformung finder leider auch statt. Ich bezeichne sie schlicht als Abnutzung. Unter guten Voraussetzungen lassen sich LPs durchaus mehrere 100 Mal abspielen ohne all zu fest zu leiden. Zumindest bei meinen ist das so dann recht gutem Rillenkontakt.
    Defekte abgebrochene Nadeln zerstören die Rille unweigerlich und sofort.
    Ungeeignete Schliffformen oder massive überhöhte AK führen zu schnellerer Abnutzung, auch deutlich zu niedrige AK sind schädlich, nebst dem Klirr.

    Für den FR 64 nimmt man ja auch bei extra schweren Tonabnehmern ein leichteres Headshell als das dicke Muschelähnliche originale. Wer sich nur ein wenig auskennt macht das! Der Arm kann das System ausgezeichnet führen, auch bei verwellten Scheiben! Schwer ist nicht gleich "schwer". Das verstehen nicht viele...



    :) 8)

    Ins Original ging mein Ding schon gar nicht rein. Also gings zum Feinmechaniker, der hat die Seitenwände teilweise abgefräst, die Schlitze verlängert und auf meine Bitte hin einen Fingerhebel rangemacht.
    Es hat nirgends hingereicht, auch mit anderen leichten Headshells nicht. Mit 26 Gr Systemgewicht musste auch ein extra schweres Gegengewicht her. Es war einfach zuviel effektive bewegte Masse.
    Der FR 64 geht nun halt zu einem Kumpel und seinem DL 103, dann passt es bestimmt gut.

    Was mich aber wirklich interessiert:
    In derselben Tabelle werden z.B. für einen VdH Schliff folgende Werte angegeben:
    Radius 70 um, aufliegende Lange 15,8 um
    Radius 4um, aufliegende Länge 3,7um
    Daraus resultiere eine Kontaktfläche von 92um.


    Das bei R 70um eine Kontaktlänge 15,8 bestehen solle, das erscheint mir durchaus glaubwürdig.


    Aber wie zum Teufel kommt man bei einem R von 4 um auf eine Kontaktlänge von glatten 3,7um?


    Ich bitte um Aufklärung.

    Servus Long John


    Danke für den Hinweis , dass ich den Verrundungsradius nicht mit der Auflagefläche verwechseln sollte.


    Herr MVD hat ja auf Seite 6 so eine Tabelle reingesetzt, wo man es nachsehen kann..


    Dort wird für eine 18um Rundnadel ein Kontaktflächenradius von 4,6 um angegeben( Bei 13 um sollen es 4,2 um sein). Als Kontaktfläche ca 33 um2.
    Teile ich die Kontaktfläche auf die zwei Berührungspunkte auf, so ergeben sich ca 16,5 um2.


    Meine Tabelle von EMT gibt etwa dieselben Werte an, darum gehe ich davon aus, dass sie in etwa stimmen.


    Da hab ich deiner Meinung nach doch glatt ca 18 mit ca 16,5 verwechselt.


    Merkste was?


    An MVD
    Ich habe auch noch eine EMT Stereotondose da. Die hat keine runde Nadel, aber ich habe sie auch schon ausprobiert. Und wieder weggelegt, weil sich die Nadelträgeraufhängung nach jeder Revision innerhalb von 12 Monaten von selbst verstellte, was dann wiederum zum scheppern führte. Auch kann man sie nur auf den EMT Arm montieren, der liegt aber ebenfalls in einer Schachtel.
    Meine runde Nadel ist nach Norm gemacht. Erstaunlicherweise fährt die etwa in der Mitte der Rillenhöhe. Und kommt nicht runter bis zum Schmutz der halt trotz Wäsche noch da ist und kommt auch nicht rauf bis zu den feinen Oberflächenkratzern, die entstehen, wenn ich die Platte aus der Hülle ziehe.
    Deshalb kann ich nebst den unvermeidlichen Laufgeräuschen ziemlich ungestört Musik geniessen, wenn die Platte vom Gebrauchthändler nicht allzu arg zerkratzt ist.

    Lieber Long John


    Ich gebs zu , du hast den längeren :)


    Deine Ausserungen weisen eindeutig darauf hin, dass du Geometrie und Physik offenbar weitgehend ignorierst und meine vorherigen Beiträge nicht gelesen oder nicht verstanden hast. Deshalb kannst du deine Behauptungen auch nicht belegen. Rechnen musst du schon selbst. Auf deine weiteren Ausführungen zu Spitzen und Verrundungsradius warte ich gerne.( Das dir zu warm ist, kann ich verstehen. Das geht mir auch so, wenn ich einen roten Kopf kriege.)


    Sie sind deshalb falsch , weil du nicht verstehst, wie sich ein Cantileversystem bewegt. Auf jeden Fall anders als ein Schneidstichel. Und wenn man das mit einer schneidstichelartigen Nadel abtesten, dann stehen die Chancen gut, dass man die Rillenfeinheiten neu schneidet. Das mag ein Horroszenario sein.


    Was du verstanden hast, dass eine Rundnadel ziemlich konstant aufliegt. Mit einer Fläche von ca 17 um2 pro Seite. Bei meinem Tonarm kann ich übrigens die Auflagekraft einstellen, so wie es der Maker angibt . Dann passt es schon mit der kleinen Fläche.


    Ich war ja tatsächlich der Meinung, ein guter, möglichst konstanter Rillenkontakt sei erstrebenswert, wenn man eine Rille abtasten möchte. Vermutlich bleibt das auch so bis ich tot bin.


    Deine Nadeln tuns ganz sicher nicht. Deshalb eignet sich ein Nadelträger für Klassik, der andere für Jazz. Toll, dass deine Nadelträger wissen, welche Musik am besten zu ihnen passt.


    Mit meinen Nadeln kann ich alles annähernd so hören, so wie s halt auf der Platte drauf ist. Die haben kaum eigenen Stil, da recht neutral.


    Und ja, die eine hat wirklich 3'000 h Spielstunden drauf, der Goldmund hat dafür extra einen Stundenzähler eingebaut. Der zeigt sogar 3'500 h an, aber zum plattenwechseln brauch ich jeweils ne Minute oder so.
    Und nochmals ja, es war nur Dreck im Luftspalt, der das Magnetfeld teilweise kurzgeschlossen hat, und weils eine doppelte polierte grainorientierte Rundnadel ist, sind die Chancen für weiter 2000 h recht gut.
    Sagt zumindest der Hersteller, weil er so gut wie keinen Verschleiss erkennen konnte. Trotz seinem Präzisionsmikroskop .Und er hat sich sogar sehr darüber gefreut, dass ich sie nicht tauschen musste. Weil ihm seine Kunden am Herzen liegen und er stolz auf sein Erzeugnis ist.

    @ G turn, also, das wichtigste an meinem ganzen Rig ist die Plattensammlung, alle gewaschen, ausgesucht nach Musik was drauf ist, dann nach Möglichkeit Pressung für die Qualität, weil es da schon ziemliche Unterschiede gibt.
    Die Sammlung ist an einer Wand etwa 3m lang und 2m hoch. Etwa 1/4 ist klassische Musik, der Rest reicht von James Brown über Eddie Harris, Led Zeppelin bis Kruder& Dorfmeister. Querbeet.
    Da hats welche drunter, die klingen halt nichts doll aber die Musik spricht mich an, und auch andere, da geht der ganze Hi-Fi Krempel vergessen und ich bin in der Musik drin. Labels interessieren mich nicht wirklich, obwohl ich Literatur dazu habe.
    Das Genadel verrat ich jetzt ich nicht, weil beide sehr aufwendig handgefertigte Einzelstücke mit Rundnadeln sind, die kann man nicht einfach so kaufen, aber der eine Dreher ist nicht High Endig , weil damals Rundfunktauglich, ein EMT 930 st mit Thales Simplicity MKI Arm, der andere Dreher ein Goldmund Reference mit dem T3F Arm. Letzeren hab ich seit 25 Jahren. Den EMT seit 3 Jahren. Den geb ich nie mehr her. Phono is ne FM Acoustics 222 und die Verstärkerei , jetzt werden alle aufschreien, grosses Sakrileg hier, die ist voll digital von TacT mit Raumkorrektur. Ja, da gibts besseres, aber mein Raum ist so frequenzgangverbogen, dann gehts mit Tact doch besser und ich hab alles ausprobiert und den Rücken ruiniert.


    (Herum liegen tun da noch so kaputte Koetsu Onyx , Kiseki, ATs, Sumiko, Supex, Denon, Shure, Garrot und so )



    Ich kann dazu noch sagen, die Dreher klingen subjektiv nicht gleich und ich hab keine goldenen Ohren.
    Zudem hab ich Flächenstrahler, Apogee Duetta, weil ich gerne eine raumfüllende Wiedergabe habe, was nicht jedermanns Sache ist. Die megagenaue Ortung vom Triangel hinten links lässt mich eher kalt.

    Sieht schon sehr filigran aus, das Ding, und: ich meine mich zu erinnern, dass es in den 80ern schon vertikal abspielende Player gab...?
    (Und in den Wurlitzern natürlich auch schon viel eher.)


    Schöne Grüße
    Rainer

    Ja, Sharp hatte so ein Ding gemacht. Wenn ich mich recht entsinne, hatte der sogar auf beiden Seiten einen Arm, da musste man die Platte nicht wenden.

    Tach Klaus


    Danke für deine Antwort.
    Ich hab kein Problemo mit Tollertons Digitalberechnung. etc. Er konnte meinetwegen diesen Klirr isoliert darstellen, aber wie gesagt, am Gesamtbild ändert sich für den Hörer vermutlich nix.
    Wenn ich aber ne Zelle um 12 Grad verdreh, dann krieg ich schon ein Problem mit den Stimmen und so.


    Mit den Verzerrungen ist zwar so, dass wir im Bass nicht so empfindlich sind auf Klirr und K2 im allgemeinen auch nicht. K5 und K7 machen sich aber offenbar schon bei kleiner Dosis bemerkbar, IM ebenso.
    Verzerrungen können sich aber auch gegenseitig maskieren und/oder überlagern.


    Toabnehmer haben halt nun mal ihr Eigenklangspektrum, genauso wie Arme, Laufwerke etc., welche eben darauf beruht und sich gegenseitig beeinflusst.
    Kriegen wir es hin, die zu reduzieren, dann wird der Klang einfach klarer, definierter, feiner, dynamischer.
    Ohne das jetzt als Welten und Abgründe darstellen zu wollen. Aber die Unterschiede sind da, sonst würde ein Koetsu kaum anders klingen ein VdH etc.
    Es ist aber zu bemerken, viele Zellen sind nicht frequenzlinear, bei MCs sind die Ueberhöhungen um die 20 Khz meist sehr ausgeprägt, + 5dB ist nicht sleten oder auch mehr.....


    Shigas diesbezügliche Erkenntnisse waren mehr ein Beleg für die Eigenschaften der Rundnadel als eine Neuerfindung, mal salopp gesagt.


    Walton müsste ich erst wieder suchen wo das stand.


    Ich hab mich mit den Dingern nicht sehr lange abgegeben, es war mir zu mühsam. Einserseits durchaus guter Sound, aber ein latenter Hang zu Problemen.
    Beim Decca kann von der Rundnadel abgewichen werden, weil es eben anders funktioniert.
    Beim System von 1954 muss es jedoch mit Sicherheit ein Monodings gewesen sein.


    Eine niedrige Nadeltipmasse ist immer erstrebenswert, sie bildet mit dem Cantilever, dessen Masse und Länge mit einzubeziehen sind, ebenso wie das Elastizitätsmodul des Vinyls einen Resonanzkörper, den man gezielt beeinflussen kann. Siehe Shiga, wie du ja bereits weisst.
    Messen konnte man das vermutlich nur als zusammengebaute Einheit.


    Und ja, Rundnadeln funktionieren halt doch, auch wenn irgendwelche Gurus was anderes behaupten, weil nicht sein kann, was nicht sein darf.
    Zumindest wenn man das hören möchte, was auf der Platte drauf ist und nicht einen geschönten oder betonten Sound. :)

    Von wegen Unsinn. Ignoranz ist nicht mein Freund. Ich brauch auch keinen Unsinn zu glauben , der nicht wahrer wird durch ständige Wiederholung oder leere Behauptungen ohne Begründung.
    Und ja, erklär doch bitte was da unsinnig ist. Auch das mit der Tabelle und der Angabe beim MR Schliff. Und das mit der Spitzen und Seitenverrundung.


    Du kannst dein Vinyl hören, womit du willst, es ist mir vollkommen egal.
    Ich schreib auch niemandem vor, mit welchem Schliff er zu hören hat.
    Wenn du es für Gedöns hälst, bitte sehr.


    Bei mir liegen jedenfalls jede Menge so Dinger rum, die keine Rundnadel haben und auch nicht mehr schön Musik spielen wollen.
    Im Gegensatz zu meiner altmodischen Konstruktion, die etwas so gemacht ist wie es sein soll, und es gibt da auch nicht wirklich einen tollen Prospekt mit Farbbild und BlaBla für.


    Eine sphärische Rundnadel hat schlicht einen Normradius von 17 um für Stereo. Mehr nicht.
    Die Auflägeflächen sind ebenfalls beidseits ziemlich rund. Mit ca 4,6 um Radius.
    Und wenn sich dich Nadel verdreht, sei es seitlich oder vertikal, dann bleibt die Fläche etwa gleich gross, aber der Auflagepunkt verschiebt sich um den Fehlwinkel, weshalb sich die Abnutzung auf eine etwas grösser Fläche verteilt.


    Alle anderen Nadelformen sind zwangsläufig biradial.

    Auch würde mich noch interessieren, wie man bei einem Radius von 2,5 um auf eine Auflagebreite von 3,5um kommt, wenn bei einem Radius von 18 um nur 4,6 um angegeben werden.

    Nur dass die Microridge oder welche scharfe Nadelform auch immer ausschliesslich dann senkrecht zur Rille steht, wenn keine Modulation da ist.
    Bewegt sie sich mit dem Cantilever auf der kalottenförmigen Ebene, verkleinert sich die Auflagefläche sofort. Je schmaler um so mehr.

    Die Lebensdauer eines Diamanten hängt nicht nur vom Schliff ab.
    Diamanten haben eine Orientierung in der Kristallstruktur.Deshalb sind sie nicht in allen Richtungen gleich belastbar.
    Ergo macht es Sinn, wenn der Hersteller den Diamant vor dem Schliff orientiert. Das verlängert die Lebensdauer.


    Zweitens werden sie poliert. Womit? Mit Diamanten natürlich. Der qualitätsbewusste Hersteller poliert ihn doppelt, dann hält er auch länger.


    Werden Diamanten nicht korrekt montiert in den Winkelebenen, erhöht sich der Verschleiss durch ungleichmässige Abnützung, schlecht eingestelltes Auflagegewicht, Antiskating etc. wirkt sich ebenfalls nachteilig aus.


    Die Pflege/Reinigung hat ebenfalls Einfluss und ist deshalb sinnvoll.Spätestens wenn man Dreck sieht, ist es Zeit zur Reinigung.


    Nun zum Schliff.
    Je kleiner die die Auflagfläche bei gegeben Gewicht, umso höher die Reibung und der Verschleiss.
    Achtung: zu niedrige Auflagekräfte beschädigen die Platte irreparabel, weil die Nadel bei starker Modulation den Rillenkontakt verliert und Schlaghammer spielt, deshalb lieber etwas zuviel als zuwenig


    Runde Nadeln auf Cantilever mit Standardradius 17um für Stereo oder 25 um für Mono haben die vorzügliche Eigenschaft, das die Auflagefläche ziemlich konstant ist, im Gegensatz zu allen anderen Schliffen, bei denen die Auflagefläche modulationsabhängig variert, sprich kleiner wird.
    Die Nadeln verdrehen sich ja geringfügig beim abtasten, egal welche Form sie haben.
    Die runde Nadel erhöht damit die Fläche , die dem Verschleiss unterliegt, eine andere Form reduziert sie eher, je schärfer der Schliff ist ( sehr schmale Seitenkante, die nicht mehr vollständig aufliegt).


    Ist der Nadelträger lang, reduzieren sich Fehlwinkel und damit Verschleiss. Auch die Verzerrungen. Nachteil ist dann ein geringerer Ausgangspegel der Zelle, was zu schlechterem Geräuschabstand führt.


    Nun kommt noch der Dämpfungsgummi beim MC hinzu, dämpft er zuwenig, resoniert das ganze Assembly zu stark und verschlechtert wiederum den Rillenkontakt wenn es durchgeschüttelt wird.


    Anzumerken bleibt, das bei vielen MCs nicht die Nadel abgenutzt ist, wenn sie anfangen zu klirren, sondern es befindet sich Dreck( magnetischer) im Luftspalt zwischen Polschuh und Generator.
    (Oft sind auch die Dämpfungsgummi ausgeleiert oder verhärtet, da ist dann auch nicht mehr viel zu machen. Moderne Gummimischungen sind aber doch beständiger.)


    Den Dreck im Spalt kriegt nur ein hochspezialisierter Fachmann raus, der Laie reisst dann meist die Anschlussdrähte ab und das wars dann.


    Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass meine Nadel gute 3'000 auf dem Zähler hatte bis sie klirrte, der Hersteller hat dann gegen Entgelt den Dreck aus dem Spalt entfernt und sie spielt wieder einwandfrei weiter.
    Reinigung alle 10h hat sich gut bewährt. Eine Plattenwaschmaschine wirkt sich ebenfalls positiv aus.