Posts by naidyl


    Für mich ist Gulda eben einer der Größten, weil er das spezielle "Wienerische" verkörperte und deshalb näher als andere an diesem Lebensgefühl war. Aus dieser Abhängigkeit hat er ja auch immer abgelehnt, Schubert zu spielen; "sonst gibt es ein Unglück".


    Interessant. Wer gab sich denn auf meiner MPS-LP mit den Schubert'schen "Impromptus" als Gulda aus?


    ...] so präsentieren Perlman und Ashkenazy die Sonaten auf 3 SXL-LPs [...]


    5 LPs sind es. Wenn man die Gesamtaufnahme der Violinsonaten Beethovens auf 3 Scheiben erwirbt, sind die aus Polycarbonat. Für den auch auf Klangqualität bedachten Vinyl-Freund sicher die beste Einspielung. Sie sind einzeln wie auch als Box problemlos in der Bucht aufzutreiben. Wer einen Kontrapunkt zum eleganten Spiel der beiden hören möchte, kann zu den CDs mit Martha Argerich und Gidon Kremer greifen.

    Hallo Reinhard,



    ich bezog mich auf die Aussage, man habe dieses Instrument nie zuvor in dieser Sinfonie gehört. Das stimmt nun mal nicht, aber natürlich ist es immer noch eine große Seltenheit. Mich nervt es jedoch, wenn solche Dinge von der begleitenden Presse oder von den Plattenfirmen als außerordentlich, noch nie da gewesen, etc. beworben werden. Gardiner hat damals sogar am Ort der Uraufführung aufnehmen lassen, hat das also schon damals möglichst konsequent in die Entstehungszeit zurück versetzt.


    Eine Aufführung der Sinfonie wurde damals auch via Arte im TV gesendet.



    Grüße,


    Steff

    Die Ophikleide wurde u. a. auch vom Orchestre Revolutionnaire et Romatique unter J. E. Gardiner bei seiner Aufnahme der Symphonie fantastique im Jahre 1991 verwendet. Soo eine Sensation ist das jetzt bei Immerseel nicht.

    Ok, subtile Interpretationen sind hier nicht gefragt. Also dann:


    Spaß macht SXL 6749, z. B. hier erhältlich. Weniger wegen des Zarathustras, vielmehr ist es vor Allem der fulminante Till Eulenspiegel, der den Erwerb lohnt.


    Einen netten Einblick in Wagners Ring bietes SXDL 7612. Einzug der Götter, Walkürenritt, Trauermarsch, Finale Götterdämmerung .... das kesselt. Garantiert sängerfrei.


    Der ganze Ring lohnt natürlich auch, das sind dann aber 19 LPs.


    Schostakowitsch wurde genannt, aber nicht meine Lieblingssinfonie, u. a. auf EMI ASD 2917 erhältlich.


    Grüße,
    Steff

    Den wesentlichen Grund hat Joachim genannt. Ergänzend bleibt zu sagen, dass die Farbe des Labels nicht zwingend auf die Machart schließen lässt. So gibt es auch blaue Deccas mit dem Signum "Royal Sound" und dann hat man eine mit Tracing Simulator verwurstete LP vor sich. Meist sind die Royal-Sound-LPs jedoch mit schwarzem Label verziert. Aber auch "schwarz" ist nicht immer schlecht: So gibt es viele frühe deutsche Deccas, die vom originalen UK-Stamper gepresst wurden. Erkennbar sind diese an der typischen UK-Decca-Matritzenkennung: ZAL (für ein Stereo-Masterband) meist vierstellige Zahlenreihe (Nummer des Masters) Zahl (fortlaufende Nummerierung der Lackfolie) Buchstabe (Kennung des schneidenden Ingenieurs). Beispiel: ZAL-3587-3E. Eine deutsche Pressung vom UK-Stamper trägt noch den kleinen Hinweis "Made in Germany" in der Auslaufzone.


    Klanglich geht nichts über die UK-Pressungen. Und bevor man auf blaue oder Royal Sound ausweicht, sollte man sich die LPs aus den englischen Reihen der Zweit- oder Drittverwertung an Land ziehen: Ace of Diamonds (Kennung: SDD) / STS (Stereo Treasury Series) SPA (World of ...). Kriegt man für den berühmten Appel & Ei z. B. in der Bucht.


    Übrigens haben die Australier fast durchgehend die originalen Stamper bekommen. Innerhalb des Commonwealth galten da wohl andere Grundsätze.....
    Eine SXLA kann ein veritables Schnäppchen sein! Oft kommt sie mit einem originalen UK-Cover.


    AN outis noch den Hinweis, dass jede Neuproduktion zunächst im Hochpreissegment plaziert wurde. Und die UK-Bohème klingt deutlich besser als die DMM.


    Grüße,
    Steff

    Meine Tipps:
    Rhapdodie: Julius Katchen/Adrian Boult auf Decca


    Cinderella: André Previn auf EMI oder Vladimir Ashkenazy auf Decca; anders als bei der von Markus erwähnten Rignold (die es übrigens als Stereo-RI von Classic Records gibt, während die originale RCA nur in Mono erschien) handelt es sich bei den genannten um Gesamtaufnahmen auf jeweils zwei LPs.


    Grüße,
    Steff

    Die "You'd Have to Be Here" klingt auch als CD deutlich schlechter als alle anderen von Kari (und ich habe wirklich alle). Ich glaube nicht, dass sie den schlechten Klang wollte. Jedoch habe ich einem Interview entnommen, dass ihr a) der Klang nicht so wichtig ist wie vielen ihrer Hörer und b) dass sie aus Kostengründen für oben genannte Aufnahme ein billigeres Tonstudio gewählt hat als z. B. das Rainbow. Wie man an ihren nachfolgenden Veröffentlichungen (Over en by, Reise, Ly) hören kann, hat sie diesen Fehler wohl eingesehen. Die klingen nämlich wieder deutlich besser.


    Grüße,
    Steff


    edit: hier der Link zum Interview:
    http://www.nordische-musik.de/artikel/kari-bremnes.php

    Wie versprochen hier Fotos von den Covern der Ashkenazy bzw. Richter-Aufnahmen.





    Ashkenazys Aufnahme mit Kondrashin 1963
    London-CS 6390 FFRR und Decca SXL 6099 WSB







    Richter/Wislocki von 1959
    DGG SLPM 138 076 Tulip





    hier noch die bisher unerwähnte jüngste Aufnahme Ashkenazys mit Haitink von 1984
    Decca 414 475-1
    natürlich digital - aber mit dem Concertgebouw!




    Grüße,
    Steff

    Ich kenne Rachmaninoffs Einspielung des 2. Klavierkonzertes mit Stokowski von 1929 sowohl auf einer 70er-Jahre-Pressung als auch auf CD (Magic Talent). Klanglich ist die CD klar vorzuziehen. Aber Klang ist da ja nicht die Hauptsache. Rachmaninoff spielt recht nüchtern, traumwandlerisch sicher und virtuos, wo es die Komposition gebietet. Insgesamt eine relativ unromantische Interpretation des "letzten Romantikers". Die Tempi sind schneller als auf fast allen mir bekannten Einspielungen.
    Die Rhapsodie ist brilliant gespielt!


    Die Aufnahmen mit Ormandy sind mir unbekannt.


    @B. Caliente: Cover folgen.


    Grüße,
    Steff

    Den Thread habe ich zum Anlass genommen, drei hier erwähnte Scheiben zu hören:


    DGG SLPM 138 076 Richter/Polski Nagrania Warschau (steht so auf dem Cover ...)/Wislocki (originale Erstpressung)
    Mercury SR 90260 Janis/Minneapolis/Dorati (Reissue)
    Decca SXL 6090 Ashkenazy/Moskau/Kondraschin (WSB)


    Recht unterschiedlich, die drei Aufnahmen. Ganz klar favorisiere ich Richter und Ashkenazy. Richter für den, dem auch das Offenlegen von Strukturen wichtig ist, Askenazy für den, der es lieber fließend mag. Klanglich sind beide hervorragend, mit Vorteilen für die Decca.
    Janis überzeugt mich weniger, wirkt unbeteiligter als die beiden Russen. Zudem leidet das RI imho an aufgeblähten Bässen. Für mich haben beide Originale auch klanglich die Nase vorn. Das Mercury-Original kenne ich nicht.


    Zu bemerken ist noch, dass das Cover meiner DGG nicht dem des Clearaudio-RI entspricht. Da auf der Cover-Rückseite "Printed in Germany 11/1959" steht, gehe ich davon aus, die Erstpressung zu besitzen. Soweit ich weiß, wurde auch bei früheren Clearaudio-RI nicht das erste Cover verwendet (z. B. Beethoven, Tripelkonzert).
    Und anders als in der neuen "LP"-Ausgabe ist der Dirigent auf dem Cover korrekt mit Wislocki angegeben :rolleyes:


    Grüße,
    Steff

    Katchen/Solti habe ich auch, finde sie jedoch im Gegensatz zu Katchens anderen Rachmaninoff-Aufnahmen (mit Boult - dicke Empfehlung für die Rhapsodie! - bzw. Fistoulari) gar nicht gut. Wie man an dieser meiner natürlich völlig subjektiven Feststellung erkennen kann, schiebe ich da dem Dirigenten die Schuld in die Schuhe, der m. E. keinen rechten Zugang zu Rachmaninoffs Stil findet.


    B.Caliente : Was meinst du mit der Clearaudio-Aufnahme? Ich bin kein Reissue-Spezialist (eher für Originale), und dachte immer, die Wiederauflagen der Janis/Dorati-Aufnahmen hätte Speakers Corner zu verantworten??


    Grüße,
    Steff

    Na, dann empfehle ich auch mal eine. Unter den vielen, die ich kenne, ist mir


    Vladimir Ashkenazy
    Moskauer Philharmonisches Orchester
    Kyril Kondrashin


    die liebste. Als Decca SXL 6099 unschwierig aufzutreiben, als London CS 6390 habe ich sie sogar über.


    Wenn es auch Polycarbonat sein darf: Kryztian Zimerman!!


    Grüße,
    Steff

    • Welche Symphonien hat Kleiber auf DG mit den Wienern noch eingespielt? Oder gibt es andere, die musikalisch und klanglich an die der DG heran reichen? (die Forumssuche hat ergeben, dass es wohl auf Decca noch einige gibt mit den Amsterdamern?)


    Die Kleiberschen Beethoven-Einspielungen mit dem Concertgebouw sind jede Empfehlung wert. Verantwortet wurden sie jedoch von Vater Erich. Entstanden sind sie in den 50er Jahren. Als Decca LXT problemlos und preiswert aufzutreiben:

    • Nr. 3 LXT 5215 (die frühe Pressung besitze ich nicht)


    • Nr. 5 LXT 2851 bzw. die spätere Pressung LXT 5358


    • Nr. 6 LXT 2587 bzw. die spätere Pressung LXT 5359


    • Nr. 7 LXT 2547


    Hinweis: Für moderne Nadeln empfehlen sich eher die späteren Pressungen. Mit einem Mono-System klingen die Scheiben sehr ansprechend.


    Gleiches gilt für die Aufnahmen mit den Wiener Philharmonikern, da sind die Nr. 3 (habe ich als ACL 35) und Nr. 9 (LXT 5362/5363 mit H. Güden/S. Wagner/A. Dermota/L. Weber) erhältlich.


    Von Carlos gibt es noch eine Einspelung der 6., jedoch nur auf CD (Orfeo) erhältlich. Eine etwas obskure, jedoch passabel klingende Live-Aufnahme mit dem Bayerischen Staatsorchester.


    Unter meinen Gesamtaufnahmen möchte ich nicht auf Bruno Walter mit dem Columbia Symphony Orchestra verzichten und als Einzelaufnahme noch auf Giulini mit dem LAPO (DGG) hinweisen. Wenn dir der "Verve" so wichtig ist, wirst du mit Walter vieleicht nicht so glücklich, eher schon mit Giulini.
    Unterstützen möchte ich die Toscanini-Empfehlung. Es sind 2 Gesamtaufnahmen erhältlich: aus den 30er Jahren sowie aus seinen letzten Lebensjahren. Die ältere GA (die ich nicht besitze) soll noch radikaler sein. Die jüngere ist auf Vinyl problemlos zu bekommen, jedoch sind beide GAs natürlich nicht "audiophil".


    Grüße,
    Steff

    Ich verstehe die Aussagen so, dass mit den "Original-LPs" die Decca/London-Versionen gemeint waren. Um diese LPs entstand ja der Hype. Haben die Herren Pearson, Valin, Michalik etc. je von den spanischen LPs geschrieben?
    Jedenfalls kenne ich von dieser Aufnahme fast alle verfügbaren englischen und spanischen Pressungen, incl. mono, und halte es vor dem Hintergrund eines Vergleiches zwischen der Alhambra/ Columbia-Pressung mit den Deccas oder Londons für einen schlechten Witz, dass die CS in der TAS-Liste erscheint.


    Grüße,
    Steff

    Hallo Michael,


    im Falle der Rodrigo/Argenta-Aufnahme ist meine Quelle ein Interviev mit dem Produzenten der Argenta-Edition, Joachim Böse, das in Image hifi 5/97 abgedruckt wurde.
    Die Informationquellen sind verstreut. Artikel in Hifi-Zeitschriften, der Brakemeier, Wonnebergs Vinyl-Lexikon, die Autobiographie des Decca-Produzenten John Culshaw .....


    Grüße,
    Steff