Posts by G_turn

    Da es ja keine "Spezialöle" für Laufwerklager in dem Sinn gibt, kann man einfach mal hier reinschauen:


    Link zur Ölinformation:


    Da steht jede Menge über Molekülketten, Druckbeständigkeit usw. Den wirklich Interessierten wird es weiter helfen... dem Nichtinteressierten ein Grinsen ins Gesicht zaubern ...


    Es hat in den letzten 15 Jahren einen dollen innovationsschub gegeben was die Qualität der Öle betrifft. Das kann nur von Nutzen sein für Laufwerkslager. Nähmaschinenöl uns Staucherfett gehört der Vergangenheit an.


    Die Laufwerkhersteller sind alles keine Götter. Ein wenig mehr Informationen zu dem was sie herstellen wäre angebracht. Den Verbraucher "dumm sterben" lassen können sie teilweise sehr gut. Dieser Link soll/kann zeigen was bei einem Öl passiert, was es kann, was es vor allem können soll. Ein Fläschchen Getriebeöl (?), abgefüllt von einem 20 Liter-Fass (Literpreis bei ca 5€) für 40€, na, das grenzt an Betrug und Wucher! Der Verbraucher wird eben für "Dumm verkauft"... ! Dafür gibts ne` Menge anderer Beispiele.


    Ach ja, hat jemand eine Bezugsadresse für Silikonöl?
    :rolleyes:

    Ich würde es (und tue es bei meinen Laufwerken auch) wechseln. Wenn vom Hersteller kein bestimmtes Lageröl vorgeschrieben wird, kann man Synthetik Motoröl verwenden (ist enorm druckbeständig). Da gehen natürlicherweise die Meinungen auseinander. Hat der Leonardo das Hydraulische Lager ... und gibt es dafür eine bestimmte Spezifikation/Viskositätsangaben für das Öl? Wäre ja auch zu beachten. Für das "normale" Lager kann man außer Synthetisches auch ein Teflonöl benutzen. Die sind teilweise sehr dünnflüssig und "drehen" deutlich leichter was den Klangeigenschaften zu Gute kommt.
    Auch wenn ein Hersteller angibt, dass das Öl nicht in den nächsten Jahren gewechselt werden muß, würde, und ich tue es auch, das Öl mind. halbjährlich wechseln. Von dem Moment an wo das Lager einläuft, produziert es Abrieb. Und wo geht der hin? Ins Öl natürlich. Das Lager hat ja keinen Ölfilter wie z.B. ein Automotor. Ergo schleifen die Schwebeteilchen, in diesem Fall Metallabrieb, das Lager langsam aber sicher aus. Wenn man mit einem Wattestäbchen in das Lager/Lagerspiegel taucht, kann man an der dunklen Verfärbung eventuellen Abrieb erkennen.
    Öl wechseln kostet nicht und verlängert die Lebensdauer des Lagers. Es sei denn, das Lager taugt eh` nichts.
    Die Pluto-Lager sollen z.B. schon mal Probleme mit festgehen/fressen haben. Dort wird aber auch ein Fett benutzt, dass angeblich mit Schleifmittel (?!?) versetzt ist. Was es alles gibt ... 8)

    Bastard hat uns gefragt, was wir vom Reverence halten. Darauf habe ich geantwortet was ich davon halte. Ich habe oft genug Abende mit dem Teil verbracht und gehört um mir ein Urteil zu erlauben. Mit "Schlechtmachen" hat das ja nichts zu tun... das ist das Gerät ja nicht! Mir geht es eben auch darum aufzuklären, dass das eben heute NICHT mehr das Beste seiner Art ist... mehr nicht. Da nutzt auch die ganze Diskutiererei nichts. Es ist eben heute ein Sammlerstück was immer noch Potenzial hat... klar. Nur eben nicht genügend wenn man die Messlatte anschaut.
    Stand der Dinge: Ist ein DL 103 heute auch nicht... genau so wenig wie ein Th.Rev. Die Welt hat sich weiter gedreht. Ein Grammophon war auch mal "state of the art" !
    Jaja, ist nicht einfach so einen "Gral" zu entweihen... so mancher hört nicht gerne wenn sein Traum zerstört wird :rolleyes: war aber auch nicht meine Absicht. ;)

    Da gibts noch ne Menge anderer Masselaufwerke mit Sub-Chassis...z.B. den Kuzma Reverence. Klanglich würde ich den Thorens Rev. mit "wuchtig, relativ dynamisch und rund bezeichnen. Der Prestige ist nicht schlechter. Ich will euch ja nicht den Spaß verderben... aber aus heutiger Sicht würde ich mir keinen besorgen wollen. Klanglich ist das schon längst nicht mehr Stand der Dinge. Eher etwas für Liebhaber... für den aber genau das Richtige! man muß sich aber im klaren sein, dass die zum Teil auch restauriert /teilrestauriert werden müssen/müßten. :))

    @ T.L.


    Genau das ist es ja. Man(n) muß vorher wissen wann man will. :]


    Habe mich vielleicht ein wenig ablenken lassen. Der Thorens Rev. hat für viele Leute eben immer noch was Magisches an sich...

    @ T.L.


    Ich sprach von Vintage-HighEnd ... nicht von Vintage-HiFi... das ist ein ziemlicher Unterschied. (Schau mal was sich heute alles HighEnd und Reverence nennt... ! )Sicher sind die beiden von Dir benannten Geräte damals nicht übel gewesen ... aber in der hörbaren Pervormance können die dem T-Reverence nicht das Wasser reichen. Sicher, Musik machen alle, auch ein Plastikbomber a`la DUAL usw. Aber entscheidend ist eben: WAS will ich letzlich erreichen? Ein absolut zufrieden stellendes Signal...oder mich an dem, in diesem Fall der Reverence, absolut imposanten Gerät und seiner Optik erfreuen und gleichzeitig das Gefühl haben... den gibts nur 100 mal. Was so (angeblich) auch nicht stimmt...;-) Thorenz hatte noch Teile gelagert, wovon doch noch eine Handvoll Exemplare gebaut worden sein sollen. Aber das ist wieder ein anderes Thema...
    :)

    Im optimalen technischen Zustand klingt der Reverence nicht übel. Das heißt, wenn das Lager noch völlig ok ist, Antrieb in Ordnung. Er ist stark vom Untergrund, also Aufstellung abhängig. Eigentlich genau wie ein Kuzma XXL. (obwohl beide unterschiedliche Prinzipien verfolgen, Subchassis gegen reines Masselaufwerh) Beim Kauf zahlt man natürlich 50% "Möchteichhabenunddashatjakeineraufschlag" mit. Klanglich ist der aber nicht mehr Stand der Dinge. Ein Pluto spielt den an die Wand... ein KUZMA XXL auch... und beides bekommt man günstiger.
    Beim Thorens Rev. ist das wie bei einem Oldtimer... damals war er gut... heutzutage ist er es immer noch, aber eben nicht mehr, außer der Optik eventuell, der Brüller. :) Es kommt also darauf an, wohin ich möchte. Mehr Auflösung und was noch so alles dazu gehört... oder "Vintage-HighEnd". Ich habe mich für das erste entschieden... :rolleyes:

    Das ganze ist vom Gewicht des verwendeten Tonabnehmers abhängig. (Tonarmresonaztest mit z.B. der Ortophon-Testplatte) Die optimale Eigenresonanz der Kombination aus T-Abnehmer+T-Arm sollte dann bei 10-12 Herz liegen. Nur das ist entscheidend.


    :)

    @ Riker:


    Das mit dem Spiegel unter dem Tonabnehmer nutzt Dir garnichts, wenn die Nadel/Nadelträger nicht absolut gerade im Generator steht! Besorge Dir beim Optikus eine Augenlupe (wie nennt sich das Ding nochmal genau??) so eine, die man ins Auge klemmen kann. Damit schaust du von vorne auf den Tonabnehmer. So kannst du sehen, ob der Nadelträger bzw. die Nadel auch wirklich senkrecht zum Tonabnehmergehäuse steht. Nur so geht das genau.
    Zu deinen Kanalungleichheiten: A-Skating wird da nichts mit zu tun haben. Mache erstmal die einfachste Gegenprobe: Tauschen der Tonarmkabelanschlüsse vom T-Arm zum Phonoteil links gegen rechts. Bleibt der rechte Kanal lauter... oder ist es nun der andere? Wenn sich nichts geändert hat, hast du ein (schlechter Steckerkontakt z.B.) Problem in der Kette.


    :)