Beiträge von Philip69

    Hallo Kellerkind!


    Ich hatte ja schon bei der Stirling gedacht, dass ich die mit ins Altersheim nehme. Die SGM-15 könnte allerdings wirklich mein letzter Lautsprecher werden. Aber ich glaube, das haben schon so einige von ihren Neuanschaffungen behauptet und nicht eingehalten. ;)

    Vielen Dank für deine Unterstützung und deine freundlichen Worte.


    Viele Grüße

    Philip

    Das "Hüpfen" des Basses war von mir sehr positiv gemeint. Der ist perfekt so und da wird nix dran geändert. :thumbup:

    Ich glaube nicht, dass bei mir Raummoden angeregt werden. Vor ein paar Seiten wurde ja schon mal über passende Verstärker für Tannoys geschrieben. Ich habe ja u.a. einen Lyngdorf TDAI 3400, der ja nach der Meinung der meisten nicht so passend ist. Ich habe also die SGM-15 eingemessen und somit kommt der Bass straff und ohne Dröhnen.

    Ich werde irgendwann mal euren Tipps nachgehen und andere Verstärker probieren. Im Moment sehe und höre ich da allerdings keinen Grund irgendwas zu ändern. Ich bin extrem zufrieden und höre - ich habe gerade Urlaub - nahezu den ganzen Tag Musik.

    Danke für die Tabelle. Die speichere ich mir direkt mal ab. :)


    Viele Grüße

    Philip

    Hallo Kellerkind!


    Ich probiere das mit der Detailwiedergabe mal etwas aufzudröseln.

    Ein mir wichtiger Punkt ist die Impulstreue, die ich besonders im Bass und den unteren Mitten gerne ausgeprägt habe, so dass ein Schlag auf eine Trommel oder eine gezupfte Bassseite möglichst schnell ein- und ausschwingt. Es muss beim Schlagzeug Peng! machen und nicht Wusch! Das können beide nahezu gleich gut. Und hier zeigt sich mMn schon die Qualität der SGM-15; trotz erheblich größerer Membranfläche, sind sie beide ungefähr gleich schnell.

    Was mich aber extrem beeindruckt und mir sehr, sehr viel Spaß macht, ist, dass die SGM-15 im Bereich der unteren Mitten und des Basses - zumindest für meine Ohren - deutlich besser auflöst. Ich versuche es mal mit zwei konkreten Beispielen, die du als Musiker wahrscheinlich nachvollziehen kannst:

    Wenn man eine elektrische Gitarre mit Distortion spielt und Akkorde mit nur zwei oder drei Saiten anschlägt (die bekannten Metal-Griffe ;) ), ist das ja in der Regel nicht ein klarer, glatter Ton, sondern er setzt sich aus mehreren, einzelnen Tönen zusammen. Diese Töne können sich gebrochen und einzeln nicht unbedingt schön anhören. Zusammen bilden sie dann aber für Liebhaber dieser Musik einen stimmigen, fetten Gitarrenton. Und die SGM-15 schafft es sehr gut, diesen verzerrten Gitarrenton so aufzulösen, dass ich sowohl die dreckigen, einzelnen Teile des Akkordes bzw. Tones höre als auch einen angenehmen Gesamtton. Ist nicht einfach zu beschreiben.

    Noch mal ein zweites Beispiel: Ein E-Bass spielt auf der SGM-15 oft "hüpfend" sich durch´s Lied. Und dabei ist es möglich sehr viel der Struktur des Basstones auszumachen. Wie wird die Saiten angeschlagen, das Rutschen der Finger über das Griffbrett aber auch die Struktur des Tones - das alles höre ich gut heraus. Ein bisschen habe ich das Gefühl, ich schaue durch ein Mikroskop - aber auf der anderen Seite ist es ein stimmiges Ganzes.


    Im Hochton sind Stirling und SGM für meine Ohren quantitativ auf einer Höhe. Und das finde ich gut so. Der Hochton ist genau richtig.

    Sonst höre ich das so wie du auch. Und ja, der 38er ist schon was anderes als ein 25er. Welch Überraschung ! ;)


    Ich bin auf jeden Fall sehr zufrieden. Die SGM war für mich ein riesiger Schritt nach vorne. Und ich war ja alles andere als unzufrieden mit der Stirling. Aber die SGM macht es einfach für mich nochmal deutlich besser.


    Viele Grüße

    Philip

    Hallo Balázs!


    Ich kann deinen Wunsch, die Tannoys mal in einem normalen Wohnzimmer zu sehen, sehr gut verstehen. Ich selbst habe aber Hemmungen, Bilder meines Wohnzimmers hier reinzustellen oder zu verschicken. Ich denke aber nochmal drüber nach.

    Die Stirlings stehen jetzt in einem anderen Zimmer. Der Größenunterschied ist aber eklatant. Die SGM-15er sind schon wirklich breit. Ich habe sie aber wandnah bei mir aufgestellt und das klappt ganz hervorragend. Und da sie nicht so tief gebaut sind, "klauen" sie nicht allzu viel vom Wohnraum. Aber sie sind schon richtig breit und das lässt sich auch nicht wegdiskutieren.

    Zum Klangvergleich: das ist ja jetzt meine zweite Tannoy. Ein paar andere Lautsprecher der Marke habe ich nun auch noch gehört. Für meine Ohren gibt es schon einen speziellen Tannoy Klang, der allen Modellen (die ich gehört habe) eigen ist. Nur setzten die einzelnen Modelle andere Akzente. Gemeinsam haben die Tannoys für mich die Dynamik und einen realistischen Klang. Wenn die Aufnahme es hergibt, klingt es schon ein bisschen wie "live im Wohnzimmer".

    Die Abstimmung im Hochton ist bei beiden für meine Ohren gleich/ähnlich. Der Hochton hat schon ein bisschen Pfeffer - ohne zu nerven. Ähnlich ist die Abstimmung in den Mitten. Ich höre allerdings bei der SGM-15 eine bessere Auflösung. Details werden nochmal besser hörbar gemacht.

    Überraschenderweise klingt die Stirling erst mal im Bassbereich voller und runder. Ich höre bei der Stirling eine kleine, aber im Vergleich deutlich hörbare Anhebung im oberen Bassbereich. Abwertend könnte man sagen: eine spaßige Abstimmung. Mir gefällt der Klang der Stirling so und ich könnte mir vorstellen, dass durch die Anhebung der 25er Bass größer klingen soll. Die SGM-15 spielt linearer, aber wenn der die passenden tiefen Töne kommen, hört sich das dann doch wirklich anders an als bei der Stirling. Körperhaft, deutlich besser auflösend und mich begeisternd. Sehr beeindruckt mich die hohe Auflösung im Bass und in den unteren Mitten. Das klingt unglaublich echt. Teilweise wie im Proberaum oder einem kleinen Club.

    War das zu euphorisch? Könnte sein! Ich leider unterm New-Toy-Syndrome. Die SGM-15 sind der Hammer.


    Viele Grüße

    Philip


    Nachtrag: Bis auf Klassik habe ich jetzt nahezu alle Musikstile ausprobiert. Die Tannoy hat alle gemeistert (wie die Stirling übrigens auch). Natürlich klingen "audiophile" Aufnahmen super mit den Lautsprechern, aber auch nicht so tolle Aufnahmen machen Spaß - für mich ein wichtiger Punkt.

    Hallo Kellerkind!


    Danke für deine Tipps! Da muss man erst mal drauf kommen. Ich werde das mal ausprobieren und hören.

    Eigentlich fehlt mir momentan klanglich nix. Direkt nach dem Auspacken hatte ich überhaupt keinen Bass bzw. nur minimal hörbar. Das war schon erstaunlich; da hat man so große Lautsprecher da stehen und unten rum kommt gar nichts. Dann kam aber schnell der Oberbass und der Tiefbass ließ noch auf sich warten. Der gesellte sich da stückchenweise in den folgenden Tagen dazu. Jetzt sitz alles an seinem Platz, wenn ich das richtig beurteile. Aber es soll ja noch besser werden. Ich bin gespannt.

    Die Stirling vermisse ich im Wohnzimmer nicht (steht jetzt im Schlafzimmer). Von der Abstimmung sind die beiden Lautsprecher in der Tat leicht unterschiedlich. Bei der Striling höre ich mehr Oberbass heraus. Das macht den Klang erst mal etwas "fetter". Aber nur so lange bis jemand die passende Note am Bass zupft oder kräftig in die Bassdrum tritt.

    Am meisten beeindruckt mich momentan die Auflösung im Bass und den unteren Mitten. Da werden ganz neue Details erkennbar und es ist für mich erstaunlich, wie einzelne Instrumente und ihr Klang aufgefächert und seziert werden und es dennoch als Ganzes klingt. Toller Spagat!


    Viele Grüße

    Philip

    Hallo Kellerkind!


    Danke für deine Antwort. Ich hatte kurz vor der Preiserhöhung von Audio Creativ ein Angebot für die SGM-15 bekommen, das ich nicht ablehnen konnte. Und jetzt höre ich die Einspieleffekte so, we du sie oben beschreibst. Normalerweise würde man mit solchen Eindrücken ja nicht hausieren gehen, um nicht als übergeschnappt eingestuft zu werden. Aber du triffst es mit der Beschreibung der Schwankungen auf den Punkt. Gefühlt hatte ich seit Donnerstag hier schon mindestens vier verschiedene Lautsprecher stehen.


    Viele Grüße

    Philip

    Hallo Micha!


    Ich kann gar nicht wirklich beurteilen, ob die großen Modelle von Tannoy und Fyne Audio ihr Geld wert oder überteuert sind. Ich habe sie leider noch nicht gehört.

    Die Tannoy Stirling finde ich hingegen nicht teuer für das Gebotene - eher angemessen. Ich bin mir sicher, dass ich es zugeben würde, wenn ich mir Lautsprecher gekauft hätte, für die ich besser weniger bezahlt hätte, die ich aber dennoch gekauft habe, weil ich sie so gut finde. Die Turnberry, die Legacys und die SGM 15 von Audio Creativ (knapp über 8000 Euro) scheinen mir preislich auch noch angemessen zu sein. Eine Canterbury sieht aber schon anziehend aus - aber da bin ich dann endgültig preismäßig raus.


    Viele Grüße

    Philip

    Das ist bisher auch meine Erfahrung, Micha: Hifi-Geräte müssen sich frisch aus der Box schon so anhören, dass sie einem gefallen. Sooo viel wird sich später nicht mehr ändern, dass man Geräte, die man nach dem Auspacken klanglich nicht mochte, nach einiger Zeit für einen dann super klingen. Ich habe es auf jeden Fall noch nicht erlebt.

    Die Fyne Audio Lautsprecher, die fast wie die Prestige aussehen, finde ich auch sehr interessant. Aber die Preise sind dann doch etwas zu heftig für mich.


    Viele Grüße

    Philip

    Hallo Juergen!


    Ich kann das auch verstehen. Und das sollte überhaupt keine versteckte Kritik an Audio Creativ sein. Die waren sehr hilfsbereit und fair. Aber wenn ein Händler ungern seine eingespielten Tannoys verkauft, wird an der Einspielzeit wohl was dran sein.


    Viele Grüße

    Philip

    Hallo Micha!


    Danke für deine Antwort. Ich denke, dass öfter mal im Hifi-Bereich etwas übertrieben wird. Über die Tannoys liest man es aber immer wider.

    Zu den Vorführungen im Laden habe ich Folgendes von Audio Creativ geantwortet bekommen (ungefährer Wortlaut): wir verkaufen in der Regel keine Tannoy Lautsprecher aus der Vorführung. Die Einspielzeit ist bei den Lautsprechern so lang, dass es für uns als Händler ungünstig ist, welche aus der Demo abzugeben. Aber wir machen Ihren ein tolles Angebot für ein neues Paar.


    Viele Grüße

    Philip

    Guten Tag!


    Den Tannoys wird ja nachgesagt, dass sie eine lange Einspielzeit benötigen. Im Internet findet man unterschiedliche Zeiten; ich habe auch schon etwas von einem Jahr gelesen.

    Liegt die lange Einspielzeit an den recht hart aufgehängten Chassis? Was soll sich klanglich in der langen Zeit genau zum Positiven ändern? Wird da mit der langen Einspielzeit vielleicht etwas übertrieben?

    Meine Stirling hatte ich schon eingespielt als Aussteller gekauft, daher kann ich mir die Fragen nicht selbst beantworten.


    Frohe Ostern

    Philip

    Hallo zusammen!


    Jetzt hat auch Audio Creativ nachgezogen und die SGM-15 kostet nun 12.000 Euro. Vorher waren es 8.200 Euro (Einführungspreis). Glücklich wird der sein, der noch rechtzeitig bestellt hat, wenn es denn das Modell gerne hätte.


    Viele Grüße

    Philip

    Guten Morgen!


    Also, ich fühlte mich hier gut verstanden und beraten. Schade, dass es jetzt etwas ungemütlich wird.


    Zurück zu der Stirling: durch die Gespräche hier und meine Upgrade-Gedanken hatte ich in der letzten Zeit den Fokus beim Musikhören ein wenig von der Musik selbst weg hin auf den Klang der Stirlings gelegt.

    Ich kann bei mir umschalten und entscheiden, ob ich mit Subwoofer höre oder nicht. Die Schnittstelle Sub-Stirling liegt bei 65Hz. Für meine Ohren und bei mir zu Hause klingt es mit Subwoofer etwas anders aber mindestens genau so gut wie ohne Sub. Trotz Erweiterung im Tiefton klingt es etwas schlanker im Bass (aber tiefer) und nochmal "schneller".

    Für mich ein schöne Sache, dass ich je nach Lust und Laue beide Varianten hören kann. Das bringt Abwechslung und Spaß.


    Schönen Sonntag

    Philip

    Wenn ich mir sicher wäre, dass die Cheviot meine Lösung wäre, wäre das eine gute Idee. Es ist ja nicht so, dass ich meinem Geld böse wäre und es dringend rauswerfen möchte.

    Hallo!


    Tannoyfan berichtete ja, dass er sowohl die Cheviot als auch die SGM 12 daheim hätte. Beide hätten die gleichen Chassis und das Gehäuse wäre auch identisch (vom Aufbau her?). Wie kann es dann zu so einem Preisunterschied kommen? Da liegen ja 2000 Euro dazwischen. Kann das nur der Aufpreis für eine andere Weiche sein? Bei dem größeren Modell (Arden vs. SGM 15) sind es sogar 4000 Euro, wenn man den Einführungspreis von Audio Creativ mal übersieht. Hier ist das Gehäuse zwar etwas größer - aber der Preisunterschied ist schon gewaltig.


    Ihr seht schon: so ganz lässt mich das Thema noch nicht los! :S


    Schönes Wochenende

    Philip

    Guten Morgen!


    Ich hatte gestern mal Audio Creativ angeschrieben und ihnen von von meinen Wünschen erzählt (eine "größere" Stirling zu einem für mich noch annehmbaren Preis) und ob sie mir etwas vorschlagen könnten. Konkret hatte ich nach den Modellen Cheviot, Arden, SGM 15 und 12 gefragt. Die Antwort lautet zusammengefast so:

    Die Stirling spielt sehr gut. Die aufgezählten Modelle werden in der Regel nicht als Fortschritt/Verbesserung wahrgenommen. Die Legacys und SGMs würden bei höheren Lautstärken erst ihr volles Potential zeigen und dann wäre es Geschmackssache, ob man eine Stirling oder ein anderes Modell vorzieht.

    Ich höre meist in gehobener Zimmerlautstärke und habe nicht (mehr) das Bedürfnis, richtig laut Musik zu hören. Das bestärkt mich darin, weiter bei meiner Stirling zu bleiben. Vielleicht mache ich mal einen Städtetrip zu einem Tannoy Händler und höre mir das alles nochmal selbst an. Bis dahin halte ich die Füße still und mein Geld zusammen. Schade ist es trotzdem ein bisschen. Ich hatte mich schon auf ein paar dicke Neue Lautsprecher gefreut.


    Viele Grüße

    Philip