Posts by Polder

    Ich habe heute die Bücher bekommen und kann Andreas nur voll zustimmen. Mein erster Eindruck ist: Ich bin schwer beeindruckt von dieser Publikation.

    Seit meiner Schulzeit habe ich eine Menge HiFi-Literatur über die Jahrzehnte bis heute gesammelt, aber das ist - gerade für mich als Vintage-Fan - mit Abstand das interessanteste Werk rund um diesen Themenkreis.

    Ich habe jetzt natürlich nur ein Kapitel der Bücher ausführlich gelesen (das über Garrard), aber ich bin mir sicher, dass sich dieser Lesespaß - bestehend aus dem tollen Mix der frischen Schreibe von Herrn Bung und den super reproduzierten Fotos, den alten Prospekten, Plakaten und Werbeflyern - durch beide Bände durchziehen wird. Schön layoutet, gut lesbar, keine ermüdenden Bleiwüsten. Viel liebe zum Detail, die sich z.B. in den super aufbereiteten Abbildungen alter, gedruckter Werbeprospekte zeigt, ohne Moire-Effekte und matschig wirkende Fotos. Das ist schon großes Kino.

    So ein Buch für so eine kleine Zielgruppe in dieser Ausführlichkeit und Qualität auf den Markt zu bringen, zollt mir den größten Respekt ab.

    Der Preis ist nicht billig. Das kann er auch gar nicht sein, aber er ist in Anbetracht dessen, was man erhält, aus meiner Sicht sehr fair. Zu diesem Kurs kann man sich ja auch eine "audiophile Steckdose" kaufen und sie in die Wand schrauben. Zum Glück bringt das bei meinem alten Kram nichts und so kann ich ruhigen Gewissens in diese einmalige "highfidele Zeitreise" investieren.

    Gruß

    Karsten

    Hallo Ulf,

    ja, das glaube ich Dir gern. Ich denke, dass es aber auch dafür versierte Techniker und Werkstätten gibt, die solche Geräte ohne Schaltplan durchschauen können. Meine Geräte sind nicht defekt, aber haben halt jahrelang unbenutzt rumgestanden. Ich wollte sie jetzt spaßeshalber, zum ausprobieren an meine Klipschörner, Sonab´s, QUADs oder Bastanis hängen.

    Deshalb sollen die vorher gecheckt werden. Nicht das ich mir da die Speaker grundlos zerschieße. Verkaufen lohnt einfach nicht. Da kriegt man nichts dafür. Es ist immer schwierig mit so kleinen, exotischen Firmen. Tritt der "Mastermind" aus Gesundheits-, oder Altersgründen ab, dann hängt man "in der Kurve"... Mögen die Geräte noch so gut sein. Der Wertverlust ist enorm.

    Um bei dem damaligen Beispiel zu bleiben: Bei meiner Gryphon Antileon war es überhaupt kein Problem sie selbst in quasi internetfreier Zeitepoche sofort wieder verkaufen zu können, um etwas neues auszuprobieren. Die LA Audios waren nach ein paar Jahren gänzlich "unverkäuflich".

    Seitdem bin ich viel vorsichtiger geworden, was ich mir anschaffe und was nicht.


    Karsten

    Hallo Nadja,

    habe den gleichen Weg hinter mir. Immer größere und ausgefuchstere Technik, immer weiter, und das über Jahrzehnte. Irgendwann war alles nur noch komplett Tonstudiotechnik (MEG RL 901 K, Studer Mischpult 961, Studer A 80 Bandgerät und EMT 950 Plattenspieler). Vorher alles mögliche High-End-Gedönse...

    Irgendwann vor ein paar Monaten hatte ich aber überhaupt keine Lust mehr mein Hobby nur noch mit mir selbst zu teilen, allein im Musikzimmer im Sweet-spot zu hören... und meine Frau guckt eine Etage tiefer "Tatort"...

    Habe alles verkauft. Ein paar top erhaltene Klipschörner ergattert, eine restaurierte C26 McIntosh Vorstufe (die mit der bösen, stufenlosen Loudness), einen Garrard 401 mit SME 3012 dran und eine Hiraga LeMonstre DIY Endstufe aufgetrieben und ins "Wohnzimmer" gestellt.

    Fazit: Der Spaß an der Musik als solcher ist zurück. Töchterchen kommt mit Freunden zu Besuch und die geben mal so richtig "Gas" mit dem alten Schröbbel... und auch meine Frau hört gerne Mal wieder ne schöne Platte...und ab und zu "schwoofen" wir auch dazu...;) das hat es im ernsten "Musikzimmer" nicht gegeben...8)


    Gruß

    Karsten

    Hallo Horst,

    ich habe auch noch einen Vorverstärker, ich glaube der heisst C 3 und zwei Mono-Endstufen P 3 (bin mir mit den Typenbezeichnungen nicht so sicher, da sie seit Monaten bei einem Kumpel stehen um überholt zu werden, aber der einfach zuviel zu tun hat).

    Auch ich habe sie seinerzeit bei HiFi Fraune gekauft. Zusammen mit zwei Martin Logan CLS, einem Audio Physik Rhea Subwoofer und einem Forsell Air Reference Plattenspieler.

    Das klang sehr ordentlich. Ich meine auch, dass mir die Fraunes erzählten, dass der Phonozweig von Joachim Gerhard (damals Chef von Audio Physik) modifiziert worden sei.

    Was ich nicht so toll fand war dieses "Gold Glitzer Frontplattendesign"...

    Irgendwie gar nicht mein Stil. Und dazu höchst empfindlich was diese Oberflächen angeht.

    Ich habe schon überlegt sie mit einer anderen Frontplatte versehen zu lassen, aber ich weiss nicht, ob sich der Aufwand lohnt.

    Die Teile waren richtig teuer. Ich habe seinerzeit unter anderem eine Gryphon Antileon dafür in Zahlung gegeben...

    Dokumentation, technische Unterlagen, passende Verpackungen... Fehlanzeige.

    Bis auf einen auf gelbem Papier kopierten Zettel, auf dem stand, in welcher Reihenfolge man die Vor- und Endstufen ein- und ausschalten sollte gab es nichts Wichtiges zu lesen.

    Lennart Anderson hieß glaub ich der Besitzer von LA Audio und war quasi ein "Einzelkämpfer".

    HiFi Fraune bezeichnete sich mehr oder weniger als dessen "Vertrieb" und Joachim Gerhard war seinerzeit öfters dort zu Gast und brachte "gepimpte" LA´s mit.

    Das Fazit für mich lautete: Vom klanglichen Gesichtspunkt her betrachtet ganz gute Geräte, aber im möglichen Wiederverkauf ein Totalverlust. Irgendwann gab es die kleine Firma nicht mehr und bei den Fraunes war davon auch nichts mehr zu hören oder zu sehen.

    Folglich sind die Geräte quasi unverkäuflich geworden.

    Wenn Du jetzt so ein Gerät günstig bekommen kannst, Du Dich selber mit Röhrentechnik auskennst, oder jemanden hast, der das kann, dann sollte so ein Gerät durchaus ein echter "Schnapper" sein.;)


    Grüße

    Karsten

    Moin Hilko, wenn du irgendwie "Überbrückungszeit" hast, dann frag mal bei "good-old-hifi" an, um deinen Luxman-Verstärker zu reparieren. Die sind auf klassische Japaner absolut spezialisiert, haben einen riesen Fundus an speziellen Ersatzteilen und sind zum Beispiel so ehrlich, dass sie z.B. auch sagen, dass sie Geräte aus USA, GB und Deutschland lieber nicht reparieren, weil sie dafür die Ressourcen nicht haben (Schaltpläne, spez. Bauteile etc.).

    Die sind da sehr ehrlich und kompetent. Problem schildern und wenn die ein schlechtes Gefühl haben, dann sagen die das auch vorher. Das gibt es so nicht oft...

    Gruss Karsten

    Hallo Ulf,

    schön, dass Du mit den Sachen heil zu Hause angekommen bist.:thumbup:

    Ich habe das Gerät von Anfang an mit dem TSD15 SFL bei Ludwig Dusch gekauft.

    Es ist nicht daran "rumgebastelt" worden, also sollten auch die entsprechenden Karten im Gerät sein. Ich habe da lange nicht mehr reingeguckt, weil es nicht nötig war. Ich würde alles in Deinem Setup erstmal installieren und mir einen Höreindruck verschaffen, bevor Du mit Modifikationen beginnst.;)

    Viel Spaß damit und viele Grüße

    Karsten

    Hallo zusammen,


    ich habe eine Frage an die erfahrenen Tonbandexperten. Durch einen Zufall habe ich vor kurzem noch eine schöne, funktionierende Revox A700 ergattern können. Die ist mit den normalen NAB-Adaptern aus Plastik bestückt, aber die funktionieren super und halten die Spulen wirklich fest.
    Ich habe aber auch noch ein paar Revox "Alu-Kelche" als NAB-Adapter. Original Revox. Wenn ich die benutze kommt es mir zumindest so vor, als würden sie die Spulen nicht mehr mit dem gleichen Druck fixieren wie die Plastikversion.
    Beim Abspielen hört man ab und zu auch so ein leichtes , mechanisches Knackgeräusch. Das stört natürlich, wenn man in Ruhe hören möchte und die Lautstärke nicht allzu hoch ist.
    Kann man diesen Fehler bei den Adaptern beheben? Ästhetisch passen sie einfach super zu der alten Revox.


    Karsten

    Moin, Moin,
    ich brauche mal euren Rat. Gute fünf Jahre hat meine Röhrenkombi ungenutzt im Regal gestanden. Nun habe ich etwas Zeit und Lust die Sachen wiederzubeleben.
    Bevor ich sie eingemottet hatte, hatte ein Forenkollege (ich glaube Hedlund) alle Röhren durchgemessen.
    Fazit: Die Röhren der Monoendstufen wären alle prima von den Werten her, nur im Vorverstärker würde er sie alle tauschen.


    Leider gab es von meinem Händler überhaupt keine Unterlagen zu der Kombi :huh: (LA Audio C-3 Vorstufe mit Phonoteil von Joachim Gerhard und 2 Monos, genannt P-3).


    Ich schreibe mal auf, welche Röhren im VV verbaut waren. Vielleicht könnt ihr mir ja eine gute Quelle nennen:


    2 x Golden Dragon 12 AX 7 A
    1 x Ruby 12 AX 7 A-C
    1 x Ruby 12 AX 7 WB
    1 x Golden Dragon 12 AT 7 A


    Was sollte und könnte ich da am besten einbauen :S und wie teuer sind die Ersatzröhren ungefähr?
    Vielen Dank für eure Hilfe.


    Karsten :)

    Also bis jetzt hat Geithain für mich hier keinen Seriösen Eindruck hinterlassen, auch wenn deren Produkte top sind, versuchen sie durch spezielle Vertreibsmetoden sich besonderst erscheinen zu lassen.


    Hallo onkel böckes,


    also ich kann das ganz und gar nicht bestätigen, dass die Geithain-Leute in irgendeiner Weise "unseriös" wären. Ich war selbst mal da und konnte mir vor der Hörprobe den ganzen Betrieb anschauen. Der Chef, Herr Kiesler, ist total nett und zuvor kommend.


    Eines gibts dort aber weder für Geld noch für gute Worte: Irgendwelche Voodoo Tuning Specials... die braucht es aber auch nicht.


    Eigentlich alles für Plug and Play ausgelegt. Wie bei allen Lautsprechern, die ein gewisses Alter erreicht haben, sollte man vielleicht insbesondere die Chassis kontrollieren lassen. Da auch diese in Geithain gebaut werden, gibt es dafür eigentlich keinen besseren Ort.


    Meine RL 901 K laufen seit über zehn Jahren absolut problemlos. Habe nie Stress damit gehabt. Für eine RL 900 lohnt sich so ein Check sicher immer.


    Beste Grüße
    Karsten

    Danke Lothar und Danke Frank für die Tips bezüglich der anderen Tonabnehmer. Ich glaube, ich werde mich da mal auf die Suche begeben. Also mein DUAL hat lange Jahre im Wohnzimmer meiner Eltern in der Musiktruhe gestanden und hin und wieder seine "Runden" gedreht. Lediglich die Strobolampe flackerte (was sie aus meiner Erinnerung heraus aber fast schon vom ersten Jahr an tat.) Im DUAL-Forum habe ich dann diesen Umrüstsatz bestellt (ich glaube von Dualfred...??, wenn ich mich recht entsinne...). Das war natürlich etwas Arbeit, aber die hat sich voll und ganz gelohnt. Der Dreher sieht eigentlich noch heute aus wie neu und sämtlichen Features, wie z.B. Dauerplay, Endabschaltung, Lift usw. funktionieren noch ganz einwandfrei. Insofern ein schönes Stück "Zeitgeschichte", eine Reise in die Vergangenheit, in der das "Wegwerfen" wirklich nur die allerletzte Option bedeutete und man bei vielen vielen Fachhändlern einen ehrlichen Werkstattsupport bekam und wenn das alles nicht half, der Hersteller selbst "einsprang".
    Demnächst werde ich ihn mit einem Marantz 2275 Receiver betreiben. Ich glaube, dass ist eine schöne Vintage-Kombi.
    Um nochmal auf Volkmars Freund zurückzukommen: Ich finde es lohnt sich durchaus, nach einem gut erhaltenen 721er, zu suchen.


    VG Karsten

    Hallo Volkmar,


    also meinen 721 habe ich nach meiner Konfirmation gekauft. Das war der Einstieg in das Hobby. Jetzt werde ich 52 Lenze alt. das heisst, er funktioniert seit knapp 38 Jahren. Ausgewechselt habe ich nur das Strobolight und hin und wieder den Nadeleinschub. Alles andere ist noch tip top... ;) Zwischenzeitlich hatte ich auch mal einen Forsell Air Reference und so was, aber letztlich geblieben sind nur ein EMT 950 und dieser DUAL. :thumbup: Als Konsumergerät immer noch klasse. Das ist meine Meinung.


    Kurze Frage an Lothar: Kannst Du mir ein paar Tips geben, an welche besseren Systeme Du für den 721-Arm so denkst...? Dankeschön.
    P.S. Wäre egal ob MM oder MC... habe VV für beide Varianten.


    VG Karsten

    Ich wüsste nicht, was z.B. gegen einen FUNK MTX-Monitor oder Funk AMT-1 generell einzuwenden ist? Mit Consumer-Technik hat das aber nichts zu tun und dafür ist das Zeugs ja auch nicht gedacht und nicht gemacht.
    Alles extra für die Pegel und die Kabellagen im Studiobereich konstruiert.
    Und gegen ein gutes Mischpult ist ja auch nichts zu sagen. Die Musik, die man mit irgendeiner Konserve hört, ist ja zu 99,9 % auch mit solchem Equipement für die Nachwelt konserviert worden.
    Ob´s gut klingt, hängt ja in nicht unerheblicher Weise von den Menschen ab, die an den Knöpfchen drehen... ;)


    Gruss Karsten

    War zufällig jemand am vergangenen Wochenende beim QUAD-Fest?
    Hatte leider keine Zeit.
    Gibt´s Eindrücke oder Fotos?


    Gruss
    Karsten

    Das ist sehr sehr schade und traurig. Ich kann mich da Balázs Meinung nur anschließen. Habe nur einmal mit ihm telefoniert und ein paar mal gemailt. Er war wirklich sehr zuvorkommend und ausgesprochen nett; fachlich sowieso über jeden Zweifel erhaben.


    Karsten

    Hallo maennerohnenerven,


    ich meinte jetzt nicht explizit Sat-Radio. Ich habe einige Aufnahmen mit einem Rohde+Schwarz EB 6201 Ballempfänger und einer Telefunken M15 A gemacht. Z.B. WDR 3 Konzert - Jazzmeeting WDR u.a. und ich bin auch heute noch ausgesprochen zufrieden mit diesen Aufnahmen.


    Ich habe eigentlich kaum Live-LP´s oder CD´s, die da atmosphärisch mithalten können.


    Gruß Karsten

    Hallo RD,


    sehr interessanter Beitrag! Kannst du auch etwas darüber sagen, wie z.B. bei Liveübertragungen (z.B. Radio-Konzerte) verfahren wird?
    Ich finde, dass gerade dabei häufig eine ganz erstaunliche Qualität erzeugt wird, die oft über dem zu liegen scheint, was dann sonst so von Konserve (Festplatte) kommt.
    Da ist oft doch richtig Atmosphäre vorhanden.


    VG
    Karsten

    Ich kann mich meinen Vorpostern nur anschließen: Ein tolles Heft. Spannende Themen, Artikel mit Gebrauchs- und Unterhaltungswert. Und nur eine gaaaaaanz kleine Ahnung, wieviel Arbeit darin investiert wurde. Hut ab, ein echtes Sammlerstück!


    Viele Grüße an das Team
    Karsten :thumbsup: