Posts by Sinfonix

    Hallo,
    bei der Positionierung meiner Radialstrahler ist mir etwas aufgefallen, was mich in dieser Deutlichkeit offen gestanden erstaunt hat (im Vergleich mit meiner vorherigen Dipol-Erfahrung)


    Zumindest in meinem Raum gibt es einen optimalen Abstand der Radialstrahler von der Rückwand. Dort ist die räumliche Darstellung greifbar plastisch und natürlich. Der Hörbereich kann in dieser Positionierung in einem recht weiten Bereich liegen, sowohl zur Seite verschoben (also neben der Zentrumsachse) als auch im Hörabstand.
    Schiebt man aber die Lautsprecher, ausgehend von dieser Optimal-Position, näher an die Rückwand, so formt sich das Klangbild von dreidimensional auf beinahe zweidimensional um. Diesen Übergang würde ich als fließend bezeichnen. Aber 15cm Unterschied sind schon deutlich hörbar.
    Entfernt man die Lautsprecher von der Rückwand, ausgehend von der Optimal-Position, wird das Klangbild diffus (mir fällt da kein besserer Begriff ein).


    Da ich einfach neugierig bin, interessieren mich natürlich andere Erfahrungen. Insbesondere da ich bei einem Audio-Kollegen Radialstrahler hören konnte, die wirklich sehr nah zur Rückwand standen - und das hat sich auch nicht schlecht angehört.

    Hallo,
    danke schon mal an Alle für die ersten Hinweise.
    Leider hatte ich im Internet keine wirklich detailierten Hinweise gefunden - daher meine konkrete Frage nach dem Viertelwellenresonator.
    Ich habe auch gelesen, der Durchmesser dürfe nicht zu groß werden, um nicht einen "Anti-Effekt" zu produzieren (damit ist wohl gegenphasige Verstärkung durch den Resonator gemeint).
    Weiß Jemand etwas darüber?


    @ Jürgen, ich habe den Testbericht der Aura-Bass-Buster aus der STEREO noch da. Dort sind aber keine Messwerte genannt, sondern nur subjektive Höreindrücke. Der Durchmesser war bei dieser Konstruktion 95mm, wenn ich mich recht entsinne. Es soll aber bei mir etwas "unsichtbares" werden, nicht etwas "dekoratives" das noch zusätzlich herumsteht. Und oben auf dem Schrank wäre ein guter Platz dafür und da ist auch "zufällig" ein Druckmaximum der Störfrequenz. Wenn ein Viertelwellenresonator allgemeingültig funktioniert (also nach unseren Audio-Ansprüchen), dann sollte auf dem Schrank ein guter Platz sein.


    @ Rainer, ich weiß Deine Nachfrage sehr zu schätzen und weiß auch um viele Lautsprecher- und Sitzplatz-Aufstellungsfehler die gemacht werden und letztendlich den Klang beeinflussen. Aber lasse uns dieses Nebenthema mal ausklammern, denn es führt und zu weit weg vom Viertelwellenresonator, der vielleicht auch für Andere interessant sein könnte, wenn es denn gut funktioniert. Ich hoffe das ist so o.k.


    @ Frank, nach dem was ich gelesen habe, müsste ein Viertelwellenresonator nicht nur die 1/1 Wellenlänge, sondern auch die 1/2 und die 1/4 schlucken. Eine "Panflöte" mit verschiedenen gehälfteten Rohrlängen wäre dann nicht nötig.
    Ich weiß aber nicht ob das wirklich in der Praxis stimmt. Daher meine Fragen nach Praxiserfahrungen - denn man muss das Rad ja nicht noch mal neu erfinden.
    Oberhalb 70 Hz habe ich sowieso keine ausgeprägte Raumresonanz mehr und daher ist es für mich persönlich nur interessant, wenn 1/1 und 1/2 der Wellenlänge in einer gemeinsamen Rohrlänge resonieren würden.



    Mit Gruß
    Willi

    Hallo,
    da ich etwas gegen meine Raumresonanz unternehmen muss, suche ich eine Alternative zu einem Helmholtzresonator.
    Denn solcher wäre eine unschöne Kiste, ebenso wie ein Plattenabsorber (der zudem konstruktiv schwierig ist).


    Ich dachte daher an ein Viertelwellenresonator-Rohr (Prinzip wie eine leere Transmissionline). Solch ein Rohr müsste idealerweise die halbe Länge der problematischen Raumlänge haben, also diejenige Raumlänge die die Störfrequenz verursacht.
    Das wären z.B. bei 7m Raumlänge eine Rohrlänge von 3,5m, die man aus einem 10cm Abflussrohr aus dem Baumarkt zusammenstöpseln könnte. Eine Seite des Rohres verschlossen und unter Verwendung von ein oder zwei Bogenstücken passt das dann wunderbar "gefaltet" oben auf den Schrank oder die Bücherwand gelegt - und zwar optisch unauffällig ohne dass andere Mitbewohner eine Design- oder Sinnkrise bekommen.


    - Kann mir Jemand seine diesbezüglichen Erfahrungen mitteilen?
    - Welcher Rohrdurchmesser ist zu empfehlen (vermutlich ist größer besser - aber es soll ja auch noch optisch unauffällig bleiben)
    - Könnte auch mit einem flexiblen Aluminium-Abluftschlauch funktionieren. Alternative Ideen aber willkommen.


    Herzlichen Dank im Voraus.

    Bitte keine erneuten Glaubenskriege über Speichermedien.
    Es geht ausschließlich um die musikalische Aufnahme.
    Jeder kann aus seiner Handvoll toller Aufnahmen etwas vorschlagen.
    Über das ihm passende Speichermedium entscheidet natürlich auch Jeder alleine, wie es in einer freien Gesellschaft üblich ist.


    Es würde mich freuen, noch einige Vorschläge zu lesen, als gegenseitige Anregung mal etwas anderes, unbekanntes zu hören.
    Mainstream gibt es leider genug.

    Hallo,
    warum dieses eigene Thema? Weil es .....
    - wenige Empfehlungen gibt, die sich explizit auf beste Klangqualität, Dynamik und räumliche Darstellung beziehen
    - dies insbesondere für Klassik und Filmusik gilt
    - man gerne einen Tipp bekommt, um nicht immer das Gleiche zu hören.




    Meine erste Empfehlung:
    Morricone dirigiert Morricone


    ASIN: B000NA1U88
    Der Altmeister der Filmmusik dirigiert höchstselbst das Münchener Rundfunkorchester, in einer aus der Masse der CD´s weit herausstechenden Klangqualität und Interpretation.
    Auf JPC kann man die Titel anspielen. Die Sopranstimme auf Track 10 ist ein Traum.


    Freue mich auf eure Empfehlungen.
    Willi

    Hallo Bernie,


    nein über allem schwebt die Neugier - und das widerspricht keinesfalls dem Genießen und Empfinden von Musik. Ohne Neugier keine technische Entwicklung. Ohne Entwicklung würden wir heute noch nicht einmal mit Edisons Tonwalze hören.
    Wenn wir die technischen oder hörpsychologischen Zusammenhänge besser verstehen, dann könnte z.B. die Hörraumakustik auf einfache Weise verbessert werden, die Lautsprecher besser positioniert - und wir müssten keine schlechten Aufnahmen kaufen, die wir dann ohnehin nicht hören.


    Babak und Uli hatten Informationen zum grundsätzlichen Verständnis des Stereo- bzw. Raum-Hörens berichtet. Das kann ich in etwa nachvollziehen. Bleiben für mich aber noch die zwei Fragen.
    Vielleicht ist ja ein Tontechniker / Akustiker unter uns der hierzu etwas sagen kann.


    Mit Gruß
    Willi

    Hallo,


    vielleicht könnten wir zwei Punkte in Bezug auf omnidirektional- / radial- abstrahlende Lautsprecher etwas weiter diskutieren:


    1. welche Einflüsse hat der Hörraum (also die heimische Spielwiese) auf die räumliche Darstellung? Eine gute Aufnahme müssen wir voraussetzten (siehe auch Punkt 2.) Da sind natürlich jede Menge persönlicher Erfahrungen gefragt.


    2. was macht eigentlich eine "gute" Aufnahme aus, die Dynamik und Räumlichkeit liefert? Sind diese mit wenigen (z.B. nur zwei) Mikrofonen aufgenommen und wird nichts zugemischt, komprimiert oder aufgehübscht? Ich spreche das an, weil ich es von den Quads (Dipole) kenne, dass nur etwa 10-20% des Musikmaterials richtig Spaß macht, der Rest ist größtenteils durchschnittlich. Natürlich laufen die guten Aufnahmen auch auf Omni / Radial (zu den schlechten Aufnahmen habe ich noch keine Erfahrungswerte).

    Hallo Joba,
    eine kurze Frage hat nicht immer eine kurze Antwort. Auch habe ich kein Bild davon warum Du Dir unsicher bist. Vielleicht solltest Du besser ein neues Thema öffnen und eine Maßskizze Deines Raumes beifügen (incl. Möbel).


    Die Quad hatte ich über 10 Jahre in 3 verschiedenen Räumen, der erste Raum war phantastisch geeignet und der letzte nahm auch genau diese Position ein. (bezogen auf die Quad).
    Immer daran denken, Dipole sind Schnellewandler und schieben den Bassbereich genau nicht im Druckmaximum einer Frequenz an. Die Beschaffenheit der Rückwand finde ich nicht so wichtig, der Abstand ist entscheidend. Fast so, je mehr desto besser. 90cm sind das absolute Minimum nach hinten. 10 cm weniger klingen schon häßlich. Ansonsten sind Elektrostaten längst nicht so aufstellungskritisch wie immer wieder behauptet. Auch eine diagonale Aufstellung ist oft in großen oder schwierigen Räumen vorteilhaft, wie z.B. in meinem 3. Raum. Habe ich aber nur selten gemacht, da ich dann das viel Mobiliar verrücken musste. Falls Du große Fensterfläche hinter den Dipolen hast musst Du etwas mehr Abstand halten, sonst klingt es schrill. Hörabstand mindestens 2,5m; besser aber 3-4m. Und leicht angewinkelt zum Hörer.


    1. Raum: 4m x 9,5m; Idealposition etwa mittig der 9m mit etwa 80 / 90 cm Abstand zu den Seitenwänden.


    2. Raum: 3,6m x 6,5m; 90 / 100cm vor der 3,6m breiten freien Rückwand, gegenüber ein Bucherregal


    3. Raum: 8,5m x 8m; etwa mittig auf einer der Seiten mit etwa 1,5 - 1,8m Abstand nach hinten; die Seiten in der Konfiguration unvorteilhaft frei.


    Aber wie gesagt, bei weiteren Fragen wäre ein neues Thema angebracht. Vielleicht können andere Kollegen ja auch noch etwas dazu sagen.



    Die Position der Sirius war geringfügig anders. Ich habe das Gefühl, je freier sie stehen, desto besser - weiß ich aber noch nicht genau. Frage mich das noch mal wenn ich sie eine Weile habe.


    Mit Gruß
    Willi

    Hallo,


    noch mal kurz auf Babaks technische Information zurückkommend. Vielleicht sind die vielfältigen realen Hörräume der Kunden ein Problem? Von halligem Glaspalast bis zum überdämpftem Bücherzimmer mit Brokatvorhängen ist möglicherweise die Bandbreite der Variationen zu groß, um gute Voraussetzungen für Raumklang -wie auch immer erzeugt- zu schaffen.


    Soweit ich das beurteilen kann, sollte man eine normale mittlere Hallzeit (waren es 0,4 Sekunden?) schon zuhause haben – und damit sollte es funktionieren. Das müsste auch ungefähr der Punkt sein, an dem es gerade nirgenwo im Raum mehr hallt, wenn man umherlauft und dabei in die Hände klatscht. Wenn jemand andere Erfahrungen gemacht hat, bitte noch einmal beschreiben. Ist zumindest für mich interessant.



    Uli, mit Matratzen meinst Du vielleicht die ursprünglichen Quad ESL57. Doch schon die 63 hatte ein zeitloses Design und mit der vergrößerten Fläche ab der 989 wurde auch der Bassbereich klanglich erwachsen. In kleineren Räumen ist das ein toller Lautsprecher (wenn man einen passenden Verstärker gefunden hat), der hinunter bis 35Hz sauber spielt (ohne Brummen oder Dröhnen) und eine sagenhaft schöne Stimmwiedergabe (Gesang, Chor) besitzt. Einschränkung ist der mäßige Wirkungsgrad (Leistungshunger), Lautsärkebegrenzung und das sie meines Erachtens nicht zu weit entfernte Seitenwände brauchen um einen schönen Raumklang zu erzeugen. In meinem heutigen Hörraum (weit entfernte Seitenwände, höhere Decke) sind sie dann quasi verhungert. Es klang immer noch sauber und tonal richtig, war aber etwa wie Autofahren mit angezogener Handbremse.


    Martin Logan Hybrid ging im Bass für mich gar nicht und Stimmen klangen etwas topfig, wenn man es mit großen Vollelektrostaten vergleicht. Bleibt dann nur etwas in Art einer großen Martin Logan CLX, ein auch optisch sehr schöner Lautsprecher, den ich mal im Studio an riesigen Macintosh Monos gehört hatte. Diese Kombi (vom Preis mal ganz abgesehen) hätte sich in unserem Wohnraum derart verbarrikadiert, dass ein freier Ausblick in den Garten Vergangenheit gewesen wäre. Also NoGo.


    Dann hat das Thema mangels Alternative lange geruht, bis ein Arbeitskollege von radial abstrahlenden Hornlautsprechern sprach, die er begeistert auf der Münchener Messe gehört hatte. Da ich die Impulsivität von Hörner kannte, war das mal ein interessanter Ansatz – Raumklang mit Power. Ein wenig nachgraben zu diesem Thema ergab, es sollten sogut wie keine Hornverfäbungen zu hören sein.


    Das kann ich jetzt aus meiner Sicht bestätigen, sowohl die Bella Luna (ideal für kleine bis mittlere Räume) als auch die Sirius (schätzungsweise gut geeignet ab 35m² aufwärts) klingen sehr natürlich und effektfrei abgestimmt, nicht agressiv, nicht quäkend.


    Wobei die Sirus den Stimmbereich noch natürlicher wiedergibt (im kleineren Raum ist der Unterschied marginal. Im großen Raum ist das interessanterweise deutlich) und.... tonal fast klingt wie eine Quad (!), nur klanglich raumfüllend, wirklich raumfüllend, mit der Präsenz und Explosivität die man von einem Sinfonieorchester erwartet.


    Ich habe z.B. Mahlers 3. gehört, alles sehr sauber, hoch aufgelöst, lieblich spielend in den leisen Passagen und plötzlich die Wucht des Orchesters. Ganz laut gedreht, wie ich nicht hören würde – und es blieb sauber, das Klangbild verschwamm nicht, brach nicht zusammen. Große Überraschung, ich konnte mich währenddessen mit meiner Frau unterhalten (bei voller Lautstärke). Das war der Punkt, wo mir bewußt wurde, wie sauber die Sirius spielt.


    Wer jetzt noch nach Klangbrei fragt, hat mal irgendetwas gehört, sicher aber nicht diesen Lautsprecher.


    Noch was emotionales. Vielleicht kennt jemand die Altstimme in Mahlers 3. (ich glaube zu Anfang des 3. Satzes), die jedenfalls war fast zum weinen schön (das ist jetzt nicht übertrieben).


    Die Sirius ist für mich ein „Souverän“ der Wiedergabe, oder anders gesagt, die Schöne und das Biest in einer Person.


    Eigentlich war meine Entscheidung an diesem Hör-Punkt schon klar. Natürlich habe ich noch andere Scheiben angespielt von denen ich wusste wie herausfordernd sie für eine Anlage sind. Einfach toll. Merkwürdigerweise war ich keinen Moment versucht den Klang zu analysieren, bzw. danach zu suchen was der Lautsprecher vielleicht doch verkehrt machen könnte. Das ging mir bisher bei vielen anderen Klangkonzepten ganz anders.


    Die Klangeinstufung der Stereoplay konnte ich jedenfalls in diesem Fall nicht nachvollziehen, denn im Verhältnis zu den Wettbewerbsmodellen hätte ich sie gut 2 Punkte höher eingeordnet.


    Nachteile der Sirius? Ja, an den Maßstäben eines Vollelektrostaten gemessen ist der Bass in homöopatischer Dosis nicht ganz so ultra-sauber. Damit bin ich dann aber schon überkritisch und erwarte etwas, was kein Basstreiber dieser Welt in einem Gehäuse vermag (den Ripol-Sub mal ausgenommen – aber der hat genau genommen gar kein richtiges Gehäuse). Der Bass der Sirius ist jedenfalls absolut Top of the Art, wie alles Andere an ihr, inclusive der Furnierverarbeitung.


    Soviel zum Kurztest. Willkommen auf dem Holodeck des Jahres 2016 ...



    Mit Gruß, Willi (für Uli ;) und natürlich für Alle)

    Hallo Balazs,
    offen gestanden höre ich seit zwei Tagen mit gar keinem Lautsprecher mehr. Meine großen Quads (die ich etwa 10 Jahre hatte) sind da verkauft worden und auf meine bestellten Duevel-Sirius freue ich mich nun umso mehr. Ich weiß was mich erwartet, denn ich habe sie im Vorführraum und bei mir zuhause gehört, ebenso wie die Bella Luna und zuvor die Martin Logan Montis. Falls Interesse besteht, kann ich meine Eindrücke ja mal schildern. Oder später eine Hörrezension schreiben. Nur möchte ich andere Menschen nicht einfach so ohne weiteres "zutexten".
    Durch Deine Nachfrage hast Du mich aber dazu gebracht, mich an meine Emotionen aus dem Hörtest zu erinnern, und das wiederum dazu, dass ich einen mir wichtigen Punkt in meiner Auflistung vergessen hatte:


    ...Die Emotion. Wir kennen den Effekt vom Küchenradio; es spielt eine Musik (in grausiger Qualität) und unsere Phantasie ergänzt das Fehlende, ruft vielleicht Emotionen aus ähnlichen Situationen ab (z.B. ein Konzerterlebnis Live). Über längeren Zeitraum ist das anstrengend, man verliert schnell das Interesse weiter aktiv zuzuhören. Ähnlich verhält es sich meines Erachtens mit Musikstilrichtungen die man nicht mag; die kann man sich Live mal ohne weiteres anhören, aber sie werden umso unerträglicher, je schlechter die künstliche Musikreproduktion ist.
    Mein Eindruck ist, der Raumklang ist das I-Tüpfelchen auf der der präzisen Musikreproduktion und unterstützt den "Gänsehautfaktor".


    Ich bin mir darüber im Klaren, einige Randthemen angesprochen zu haben, glaube aber inzwischen das die Voraussetzungen für das Erzeugen unserer Emotionen beim Musikhören (wenn wir ehrlich sind, geht es ja nur darum) nur schwer mit den heute verfügbaren Technikinformationen zu beschreiben sind. Also... wie heißt es so schön am Ende der Wissenschaftsendungen Quarks & Co.: "Bleiben Sie neugierig..." 8o

    Hallo,
    der Austausch von Ideen, Messungen und Informationen ist sehr wichtig und auch interessant. Ohne dem gäbe es keine Fortschritt. Es gibt aber viele "aber"...


    ...Ein Sinfoniekonzert live erlebt, auf einem gut positionierten Sitzplatz, erlaubt keine punktgenaue Abbildung der Einzelinstrumente. Wenn man das als gegeben nimmt (ich akzeptiere aber auch das es Liebhaber der punktgenauen Abbildung gibt), dann braucht man für die Simulation des Klanggeschehens eine Wiedergabekette die folgende Klangeigenschaften hat. Souveränität (es darf nicht angestrengt klingen) Impulsivität (wenn auf die Pauke gehauen wird oder das ganze Orchester einsetzt, dann darf das Klangbild nicht zusammenbrechen), tonale Balance (ein Sänger muß "echt" klingen und Gänsehautgefühl erzeugen können) und wir brauchen die Raumillusion (denn wir wollen ja nicht alles perfekt durch ein Fenster hindurch hören).


    ...Wir haben es mit einer Illusionsmaschine zu tun, ähnlich dem Holodeck auf der Enterprise. Dies wollen wir bitteschön mit nur zwei "Klangprojektoren" erreichen. Und zu allem Unglück stehen diese dann auch noch in einem Hörraum, der in Hinsicht auf Proportion, Nachhallzeit, und Schallstreuung ganz viele Gesichter haben kann.


    ...Der Tontechniker macht was er will, oder vielmehr was ihm der Auftraggeber diktiert. Das ist vom Ergebnis nicht immer schön (z.B. Dynamikkompession, Natürlichkeit, etc.). Dadurch ist die Zahl der wirklich schönen Aufnahmen leider in der Minderheit. Es hat aber auch Tontechniker gegeben, die z.B. Elektrostaten (Dipollautsprecher) als Abhörmonitore eingesetzt haben. Wahnsinn... das widerspricht der gängigen Praxis, oder...?


    ...Warum ist HiFi ein bevorzugtes Männerhobby und warum können häufig Frauen mit wenigen Worten den empfundenen Klang ausdrücken? Ich glaube die Antwort geht in die Richtung, Frauen hören mit dem Gefühl, Männer mehr mit dem Kopf. Wenn das wirklich so sein sollte (es ist nur eine These), dann sollten wir Männer mehr Hörgefühl zulassen, nach dem Motto, es ist vollkommen egal wie die Klangillusion zustande kommt, Hauptsache es vermittelt mir ein "Gänsehautgefühl".


    Diese persönlichen Eindrücke bringen mich zu einem Punkt, es als unfair zu empfinden, ein System schlecht zu reden das lediglich ein Holodeck zu erzeugen versucht. Vielmehr sind Radial-Strahler (ich kenne keinen Einzigen der wirklich omnidirektional wäre) ein interessanter Versuch in diese Richtung. Ich habe mich nach langen Hörtest in den eigenen Wänden für einen Radial-Strahler entschieden der mir die oben genannten Eigenschaften besser vermittelt, als andere bislang gehörte Systeme.
    Unsere Enkel werden eines Tages vielleicht über solche primitiven Versuche lachen. Bis das aber soweit ist, werde ich noch eine Menge Spaß damit haben. Und es ist mir egal, ob es technisch richtig ist .... es f ü h l t sich aber verdammt gut an :)

    Hallo,
    reines Silikonöl / Silikonfett ist chemisch inaktiv und verträgt sich meiner Erfahrung nach zur Schmierung und Farbauffrischung mit allen Kunststoffen. Aber bitte keine Fette / Öle verwenden, die Mineralölbestandteile enthalten. Einige Kunststoffe werden dann derart angegriffen, dass sie bei geringster Belastung brechen.