Posts by Sinfonix

    Gerade versuche ich es mir bildlich vorzustellen, eine Bestenliste, die aus der Relation Audio-Punkte-Sterne-Ohren- zu Preis entstanden ist.

    Und schlimmer noch, wie dann die solcherart verpaarten Gerätschaften klingen.


    Neee, neee, da trinke ich lieber noch einen :wacko:

    Wenn nicht professionell gecrimpt werden kann, sollte man besser löten.


    Professionell Crimpen heißt, die Einzellitzen in einer metallischen Hülle derart verquetschen, dass keine "Luftzwischenräume" verbleiben.

    Währen dieses Vorganges fließt das Material (wie beim Druck auf die Zahnpastatube) in axialer Richtung, die Oxydschichten reißen auf und es kommt zu einer direkten metallischen Verbindung.

    Diese ist auch nur dann langzeitstabil, wenn genau das richtige Maß der Verdichtung gewählt ist und die richtige Geometrie! Also nicht irgendwie mit der Kombizange gemacht und nicht mit einer Zange, der die Sperrklinkenfunktion fehlt.


    Alles kein Hexenwerk und in der Automobiltechnik seit Jahrzehnten in Gebrauch.

    Bis max. 4qmm mit einer mechanischen Kniehebelzange, darüber hydraulisch.

    In der seriellen Verarbeitung werden allerdings stationäre Kniehebelpressen verwendet.


    Das sind kurz beschrieben, die professionellen Anforderungen. Ob man es hört davon abzuweichen weiß ich nicht und habe das auch nie behauptet. Ein Auto würde aber gewiss nicht lange mit unprofessionellen Kontakten unterwegs sein.

    Allerdings würde ich immer die theoretisch bessere Methode wählen - und das ist in unserem Fall nur eine Frage von ein paar Cent (habe ja schon geschrieben was ich empfehle).

    Schade das es unsachlich wird.

    Wir reden doch nicht über Voodoo-Verkäufe von 5g Lotmaterial.


    Ein Lot hat ja technische Kompromisse zu bewältigen - wie überall im Leben.

    Schmelztemperatur, Benetzungsfähigkeit, Leitwert kann man nicht ohne Kompromiss unter einen Hut bekommen. So ist der 4% Silberanteil der "best case", zu realistischen Industriepreisen.


    Natürlich kann man auch mit altem, vorbandenen SnPb 60/40 löten, hat aber einen höheren Widerstand.

    Wenn Kupfer in geringen Prozentteilen mit Beryllium oder Eisen legiert wird, verspannt sich das Atomgitter und das Material erhält Federeigenschaft. Die Leitfähigkeit ist dann immer noch bedeutend besser als bei CuZn (Messing), aus dem die meisten Kabelschuhe und Polklemmen gefertigt sind.

    Ohne das jetzt technisch zu überladen, Hohlbananas aus diesem Material werden nur im elastischen Bereich genutzt und behalten Feder- bzw. Anpresskraft.

    Das Schöne ist, die haben durch den Wellenschlitz auch viele Kontaktpunkte.

    Bei den Steckern sind die Lamellen eingesetzt - erzeugen an dieser Stelle wiederum Übergangswiderstände.


    Lötzinn hat bei Raumtemperatur Kaltfliesseigenschaften - es entschwindet dem Druck der Schraube. Daher verliert sich der Anpressdruck, der Übergangswiderstand erhöht sich und die ganze Geschichte fackelt bei hohen Stömen ab (passiert nicht bei Audio, aber im Auto und im Haushaltsstromnetzt)


    Daher entweder Einlöten, was kein Problem ist, sofern man ein etwas teureres Lötzinn mit 4% Silberanteil nimmt (gibt es zu vernünftigen Preisen bei den Distributoren vom Hersteller Stannol), oder eine Aderendhülse über die Kupferlitzen.

    Ein direktes Schrauben auf den Kupferlitzen schert diese ab (was wiederum eine fahrlässige Form höheren Blödsinns ist).

    Hallo,

    das Neotech SOCT mit hochreinem großkristallinem Cu kommt meinen Vorstellungen bislang am nächsten (Rolands Tipp). Nur die Teflonisolierung ist mir mit ca. 0,35mm etwas dick.

    Vielleicht kommt noch ein Hinweis auf alternative Quellen, denn am liebsten wäre mir ohne Isolation, unter Verwendung von 0,15mm PTFE-Schlauch. Ansonsten würde ich es mal mit dem Neotech probieren.


    Freue mich über alle bisherigen und folgenden Infos.

    Hallo Ulf,

    ich habe selber erfahren welchen deutlichen klanglichen Einfluss der Leiterisolator hat.

    Nun bin ich ja nicht der erste Mensch der mit Audio-Leitungen herumspielt. Es gibt Aussagen von Leuten die ich für sehr seriös erachte, dass weniger die Leitfähigkeit als vielmehr die Reinheit einen klanglichen Einfluss hat. Ich möchte das mal selber testen und hoffe solch ein Kabel ist noch ein wenig besser, als das ich jetzt habe (auch ein Selbstbau). Das ist alles :)

    Die Sache mit dem separaten Netzteil habe ich offengestanden für Firlefanz gehalten - bis ich es selber gehört habe.


    Und, nach meiner bescheidenen Erfahrung hatte es einen merklichen Unterschied in der Souveränität des Klangbildes (bei Klassik), ob 70 Röhrenwatt, ein kleiner oder ein großer Transistor-Amp an 93dB/Watt Lautsprechern hingen. Der große Amp machte alles ganz locker und fein differenziert auch bei kleinen Lautstärken.

    Und keineswegs so das der vor Kraft kaum laufen konnte.


    Deswegen weiß ich manchmal nicht, ob nicht häufig pauschale Vorurteile bedient werden, wenn die eine oder andere Gerätegattung verdammt wird, oder man von Voodoo spricht.

    Unsere Wahrnehmungen sind ja immer von unseren persönlichen Erfahrungen geprägt. Und die hat jeder von uns anders gemacht.

    Vielen Dank noch einmal für die Links, ich werde mir die am WE mal genauer ansehen.


    Es geht natürlich, wie ich schrieb, um seriöse Quellen und zu denen zählt leider nicht mehr eBay.


    An dieser Stelle keine Kabelkangdiskussionen bitte. Nur zum Verständnis, ich möchte lediglich nach meinen positiven Erfahrungen mit einem selbstgebauten Kabel aus Ag 4N mit PTFE-Isolation mal ein Kabel "basteln" mit reinerem Leiter, der gerne Kupfer sein kann.