Posts by shakti

    vielen Dank fuer den link, den Testbericht kannte ich noch nicht


    http://www.stereophile.com/con…essor#QqzXgFGlq25X0b1F.97


    Dieser Testbericht zeigt wunderbar das Dilemma der hier diskutierenden auf, der testende Redakteur hoert die beiden Geraete mit CD und ist vom Klang sehr angetan. Seine persoenlichen Hoererfahrungen bestaetigen seinen Eingangskommentar, dass Audio Note Anlagen immer wieder auf high end Messen den best sound of the show Preis gewinnen.


    So weit so gut. Die beiden Geraete klingen also Preisklassen bezogen sehr gut und stellen des Tester zufrieden.


    Nun wird gemessen.


    oweih oweih


    die Messwerte sind nicht gut, daraus schliessen wir, die beiden Gerate koennen (oder besser duerfen) nicht gut klingen, sondern sollten eher kaputt klingen...


    An dieser Stelle sollte man sich vielleicht fragen, ob wir die richtigen Parameter messen, wenn wir guten Klang messen wollen.


    Denn augenscheinlich konnten die Geraete mit Musik beim Musik hoeren ueberzeugen, beim Messen von Messsignalen aber nicht.


    Da ich Geraete zum Musik hoeren kaufe und persoenlich nichts zu hause messe....


    Da ich nicht auf dem Elfenbeinturm lebe , stelle ich Geraete auf workshops immer wieder dem Vergleich.


    So gut ein Lynx Hilo auch ist, ich habe schon viele dacs gehoert , die deutlich besser sind.


    nun werden wir auf dem jahrestreffen des aktives-hoeren.de forums mal was besonderes versuchen.


    ueber eine ueberholte Telefunken M15 Bandmaschine wird ein Masterband hoher Guete digitalisiert ( AD Wandlung mit Geraeten von Ralf Kroschnik, bekannst durch zB seinen afis) , dies erfolgt in verschiedenen Formaten, auch eine Konvertierung zu DSD wird stattfinden.


    Dieses Signal wird dann an verschiedene DACs verkoestigt. Das Original ( masterband ) steht immer zum Vergleich bereit. Abhoerlautsprecher werden die grossen aktiven AGM 9.4 sein.


    Ich denke, dass dies einmal ein interessanter und spannender DAC Vergleich sein wird.


    In einem zweiten Raum werden DACs ( und Vorverstaerker) mit Musik von CD verglichen.


    Dies alles erfolgt wunderbarerweise mit Musik und durch echtes zuhoeren, womoeglich haben die Zuhoerer sogar Spass dabei und unterhalten sich ueber womoeglich unterschiedliche Eindruecke und Bewertungen.


    Ich persoenlich ziehe auf jeden Fall echte Hoererfahrungen vor, deshalb kaufe ich Geraete die mich interessieren!


    Die klangliche Beurteilung ( bzw Vorverurteilung) auf Grund von Fotos und Messwerten finde ich ja ganz witzig, erinnert mich ans quartett spielen meiner fruehen Jugend!
    da hatte ich auch schon immer das Gefuehl Porsche zu fahren, sobald ich die Karte mit Porsche Bild und Daten in der Hand hatte...
    Und wie einige von uns mittlerweise wissen , ist ein realer 911 schon etwas anders als ein Vergleich auf dem level eines Kinder quartettspieles :-)


    Gruss
    juergen

    habe gerade mit Brian, dem Inhaber von ANK kommuniziert.
    Den AD 1865 gibt es als AD 1865N in verschiedenen Selektionsstufen.
    Ein level 4 Geraet von audio note uk bekommt einen AD 1865N-J.
    Ein level 5 Geraet von audio note uk bekommt entsprechend einen AD 1865N-K
    die chips werden mit 1fachen Oversampling (also ohne) betrieben.


    Die Geraete werden als NOS Geraete fuer den Red Book CD Standard verstanden.
    Da dank streaming immer mehr Material mit hoeheren Aufloesungen gewandelt werden moechten, hat man den Geraeten einen Eingangsreceiver spendiert, der aktuell bis zu 24bit und 192 khz verarbeiten soll, dies wird fuer den AD 1865 dann passend weitergegeben, also runtergerechnet.
    Da 192khz bei manchen Kunden/ Dateien Probleme bereitet hat, gibt man 24bit/96khz als maximales Signal fuer den Digitaleingang an.


    Betont aber, dass ein Audio Note level 5 Dac fuer sie CD Format Wiedergabe konzipiert und optimiert ist. Somit ist fuer
    mich erstmal die 24/96 auf der Front geklaert, der dac kann das empfangen und verarbeiten.
    da ich nahezu auschliesslich CD Format hoere, ist mir das im Prinzip eigentlich egal...


    Brian sagt, dass er den ANK als level 5 Geraet verkauft und dh konzeptionell an die Audio Note UK Geraete gebunden ist, somit der chip fuer ihn gesetzt ist.


    Das Ergebnis, welches ich hier in meiner Anlage hoere ist sehr gut und laesst mich diese Entscheidung verstehen.


    Wer keinen NOS DAC mag oder wegen High Res Bedarf nicht gebrauchen kann, muss sich mit diesem Geraet ja nicht auseinandersetzen, High Res PCM mit DSD gibt es soch schon ab ca 1000,-
    da stimmen dann auch die Messwerte, man muss nicht Opas Bauteilekiste pluendern ...



    zum
    Glueck bietet der Markt fuer jeden das passende Produkt,


    ich weiss auf jeden Fall, was mir klanglich gefaellt und mit welchen Geraeten ich diesem Klangbild naeher komme!


    Gruss
    Juergen

    Lampizator ermoeglicht es , die golden gate dacs mit dem chipsatz nach wahl zu bestellen,
    dieser haette auf die Performance ca 15% Einfluss. Ich konnte den GG bereits mit diskretem R2R im Vergleich zu einem integrierten R2R chipsatz hoeren, kein nennenswerter Unterschied. Die klanglichen Unterschiede bei den verwendeten Kondensatoren sind deutlich groesser, insofern habe ich mir eher Gedanken gemacht, ob ich Vcaps, Duelund, jupiter oder Mundorf bestelle, entschieden habe ich mich dann fuer mundorf gold copper ( no oil) . In meinem ANK 5.1 sind Vcaps excellence Kondensatoren verbaut, die ich ebenfalls sehr schaetze. Findet man leider nicht in Opas Rumpelkammer, kosten auch ein paar dollar.


    Ich hatte in einem Audio GD HE7 den pcm 1704 in der UK selektion in 8 facher Anzahl, wunderbar klingender chip, doch was nuetzt es, wenn der Rest der Bauteile nichts taugt.


    Die audio note schaltungen gibt es in 5 leveln, der wesentliche Unterschied ist die Qualitaet der Bauteile. Messtechnische Unterschiede gibt es kaum, klangliche durchaus.


    Dass dieses System sehr gut funktioniert sieht man im Gebrauchtmarkt.


    Alte Geraete ( speziell level 5)von audio note werden zu hoechstpreisen gehandelt.
    Das liegt wohl kaum am Materialwert oder am tollen Design oder Wertigkeit der Gehaeuse.


    Ein Anfang der 90'er zu 60.000,- DM gehandelter Audio Note Ongaku ist gebraucht kaum unter 65.000,- eur zu bekommen.


    Mein audio note dac 5 hat damals 30.000,- DM gekostet, der Gebrauchtwert liegt heute bei ca 15.000,- eur


    es gibt wohl nur wenige so wertstabile Komponenten, die zusem noch global einheitlich vom Klang geschaetzt werden.


    Insofern geniesse ich heue abend die beiden Geraete , die sich klanglich bereits weiter entwickelt haben.


    Etwas Ruhe nach dem Transport mit intervall artigem Einspielen tut speziell dem DAC gut.


    ich habe heute abend eine lambchop CD gehoert, die ich zu Zeiten meines damaligen Audio Note dac 5 gekauft hatte.


    Trotz all der teuren Ketten, die ich in der Zwischenzeit besessen habe, habe ich heute abend den eindruck die CD das erste mal seit 20 Jahren wieder richtig zu hoeren!


    Ich habe daraufhin vin Johnny Cash " the beast in me" aufgelegt, was mich damals immer sehr begeistert hat.


    Und auxh jetzt ergreift mich Johnny Cash mit seiner Geschichte.


    Die emotionale Assoziation zum Inhalt der Musik ist mit diesen beiden Komponenten auf einem extrem faszinierenden level.


    Ich hoere im Moment wechselweise mit den YG Lautsprechern und mit meinen Breitbaendern.


    Die Grundqualitaet der beiden Geraete bleibt erhalten, auch wenn ich zu meiner Verwunderung hoere, dass sich die YG weiter von den Hoernern absetzen kann.
    Ueber die hoerner bleibt der Unterschied zwischen meinen Geraeten klar erkennbar, ueber die YG wird es zum klassenunterschied.


    Die YG hat eindeutig mehr Reserven Unterschiede bei der Signalquelle und beim Vorverstaerker rauszuarbeiten.
    Leider habe ich im Moment nicht mehr die Endstufen, um mit den YG richtig laut zu hoeren.


    die 75 Roehrenwatt reichen da leider nicht, die 600w der Krell waren da schon besser...


    aber nun erst mal weiter Fink live hoeren :-)


    Gruss
    juergen

    ich lese die Beitraege von Michael immer mit einem Schmunzeln, so viel techn Verstaendnis verbunden mit einem so engen Blickwinkel der ewig reduntanten Beitraege.
    Manchmal reizt es mich, wenn ich ein Thema erstelle, die Beitraege der messtechn orientierten Studiograktion oder der "ich kann es billiger und besser bauen" fraktion gleich mit zu schreiben, da diese mit 100% Wahrscheinlichkeit auf einen meiner Beitraege folgen werden.


    Mit der Erfahrung vieler workshops bei mir weiss ich, dass einige der oben genannten gut hoeren koennen und lernfaehig sind, andere werden weiterhin nur hoeren koennen, was aich messen laesst, bzw werden nur Produkte gut finden koennen, an denen (aus ihrer Sicht) ein gerechtfertigtes Preisschild klebt.


    Neue Audio Note Dac5 silver signature kosten jeh nach markt zwischen 65.000,- eur und 85.000,- eur mit eben diesem chip. Wird ein solcher Dac als DIY kit mit Montageservice zu 12500,- angeboten ist dies zuerst einmal signifikant preiswerter.


    Das auch 12500,- eur fuer die meisten hier mitlesenden viel Geld ist kann ich nachvollziehen,
    dich angesichts der aktuellen Preis Entwicklung im High end Bereich sind Geraete um die 10.000,- eur nun mal nicht mehr die Oberklasse , sondern preislich die untere Mittelklasse des Angebotes.


    braucht einem nicht zu gefallen, ist aber nun mal so...


    Ixh freue mich auf jeden Fall in 10 Tagen bei mir den ANK 5.1 gegen wahrsxhejnlich 4 dacs der Preisklasse ueber 10k spielen zu lassen.


    der Hilo Dac aus dem studio zu 3k wied uns dabei helfen die Qualitaet einzustufen.


    Aber auch der Mentor wird sich in 10 Tagen dem Vergleich stellen, auch gegen aehnlich gepreiste Mitbewerber. Als Studiopre wird eine funk mtx dagegenhalten, messtechnisch stellt fie Funk bestimmt schon das dar, was moeglich ist, schliesslich wird sie nur am messgeraet und nicht mit den Ohren entwickelt.


    heute abend werde ich auf jeden Fall nich schoen Musik hoeren, es klingt so gut, dass mir auch die Roehrenwaerme im Spaetsommer nichts ausmacht !


    gruss
    Juergen

    ja ja der AD1865 chip, ziemlich legendaer das Teil, werde heute abend mal schauen, ob er tatsaechlich verbaut ist, wuerde aber gut passen, da dieser extem gute R2R dac einfach sehr gut klingt.


    Wie stark Lampizator von den Moeglichkeiten dieses chips in einem Audio Note Dac beeindruckt war, kann man in folgendem Link lesen.


    http://www.lampizator.eu/lampi…0DAC4/audionote_dac4.html


    er hat seinen Traum ja dann wahrgemacht und baut nun dacs, die den Audio Note dacs ebenbuertig sind, was den Vergleich seiner dacs mit den Originalen so spannend macht


    viel Spass beim lesen


    gruss
    juergen

    am 24.9. und 25.9. wird bei mir das JAhrestreffen des aktives-hoeren.de Forums stattfinden, auf diesem wird ein grosser DAC Vergleich stattfinden, antreten werden zB ;
    - Lampizator Golden Gate
    - ANK DAC 5.1 Silver Signature wide Band
    - Brocksieper DAW
    - TotalDAC De1 six
    - Ps Audio perfect wave
    - T&A DAc8 (mit DSD 512)
    - Lab12 DAC
    - Lynx Hilo
    - Lampizator DER7
    - Soekris DAC
    und wahrscheinlich weitere.


    Die DACs werden von den Teilnehmern mitgebracht und stellen aus meiner Sicht einen spannenden Querschnitt heutiger High End DACs da, die den Vergleich NOS gegen Up/OverSampling sowie den Vergleich PCM und DSD zulassen.


    Wer Interesse an dem Vergleich hat und im aktives.hoeren.de gemeldet ist, hier ist der link zum treffen:


    http://www.aktives-hoeren.de/v…ic.php?f=5&t=7634&start=0


    Gruss
    Juergen
    ps
    auf dem Treffen wird Musik gehoert und keine Signale gemessen :-)

    @Detlef
    yep, auch aus meiner Erfahrung klingt ein DAC ohne up- und oversampling zumeist "natuerlicher" .


    Silver Signature bedeutet bei diesen Geraeten, dass Audio Note AN-V Silber Innenverkabelung sowie 21`DHlabs 23awg Innenverkabelung verwendet wird sowie eine Reihe von Bauteilen gegen hoeherwertige ausgetauscht wird, zB werden nun AudioNote 2W NonMagentic tantalum Widerstaende verwendet. Die genaue Stueckliste habe ich nicht, da ich weniger der DIY'ler denn mehr der reine Hoerer bin. Der DAC heisst nun "wide band" da nun ein zusaetzlicher choke (gegenueber standard DAC 5.1) verwendet wird, alle Chokes sind nun als "wide band" Ausfuehrung verbaut (was immer das heissen soll :-) , es klingt auf jeden Fall gut.


    Gruss
    Juergen

    Doc No
    der ANK DAC 5.1 ist ein NOS DAC, dh wie bei Audio NOTE ueblich ohne upsampling. Er kann Datenformate bis 24bit/96khz verarbeiten.


    Wer tonal auf dieser Spur bleiben will und unbedingt DSD benoetigt sollte sich bei Lampizator umschauen, der Golden Gate liegt ungefaehr auf diesem level.


    @Rainer
    wenn Du meine gesamten Beitraege verfolgst, wirst Du lesen, dass ich mir immer wieder neue (gebrauchte) Geraete goenne, um diese intensiv (und ohne Haendlerdruck) hoeren zu koennen, mitunter entstehen dadurch fuer mich interessante Vergleiche mit mehreren Geraeten (siehe PhonoPre thread), letztendlich werde ich mich dann fuer ein Geraet entscheiden, welches laenger bei mir spielt (zB die gebrauchte Aesthetix IO Signature mit 2 Netzteilen) , Geraete, die mich auf dem Weg der Entscheidungsfindung begleitet haben, gehen dann in den BieteBereich ueber. Somit kannst Du nun berechtigter Weise erwarten, dass mich nun die Conrad Johnson ACT 2 nach ca 1 Jahr Betrieb verlassen wird und entsprechend inseriert wird.


    Gruss
    Juergen

    ps
    merke gerade beim lesen, dass die Geschichte von Audio Note ganz schoen verwirrend ist, dh hier mal in Kurzform.


    Audio Note wurde in Japan von Kondo gegruendet.


    Den Vertrieb in Europa hat Audio Note UK uebernommen.


    Audio Note UK hat sich den Markenamen Audio Note in sehr vielen Laendern schuetzen lassen.


    als preiswertere Linie wurde Audio Innovation etabliert.


    Eine weitere Nische war Audio Note Kits, so konnten die suendteuren Bauteile von Audio Note einem breiteren Publikum zugaenglich gemacht werden.


    Der japanische Hersteller und der englische Importeur haben sich zerstritten und Audio Note UK untersagte Kondo weiterhin Geraete unter dem Namen Audio Note anzubieten. Die Marke Kondo wurde geboren .


    Audio Note UK fuehrte die Marke weiter und die meisten Geraete haben identische Namen (Ongaku, M10 usw), basierten fuer Jahrzehnte auch auf den selben Schaltungsprinzipien.


    Erst mit dem Tod von Kondo und der Uebernahme durch einen seiner Ingenieure fangen die Geraete sich an zu unterscheiden.


    Eine Zeitlang hat man sogar identische Ing an den Geraeten arbeiten lassen (zB Robert Koda)


    Audio Note Kits hat es bis ungefaehr 2004 in England gegeben, dann wechselte die Firma nach Kanada (meine ich mich zumindest erinnern zu koennen) Die Firma wird auf jeden Fall seit ewigen Zeiten von der selben Person gefuehrt, die Kontakte sind entsprechend gut zu Audio Note UK, fuer die man immer wieder Entwicklungs- oder Fertigungsauftraege uebernimmt.


    Ich persoenlich habe schon viele Geraete von Audio Note Japan, Kondo oder Audio Note UK zu Hause gehabt, es sind alles tolle Geraete die sich aus meiner Sicht in nichts nachstehen.
    Es ist mehr eine Glaubens- denn eine PerformanceFrage welche Geraete man vorzieht.


    Audio Note UK hat es auf jeden Fall geschafft die Klang DNA auch in preiswertere Gefilde zu uebertragen, sei es durch das Level System bis Stufe 1 oder das Kit Geschaet.


    Ein absoluter Geheimtip sind fuer mich zB die LS von Audio Note kits....
    (und bald probiere ich ein Phonoteil)


    Ich hoffe, dass ich die verworrene Situation etwas erhellen konnte


    Gruss
    Juergen

    Heute war es soweit und UPS hat die lange erwarteten Audio Note Geraete angeliefert. Hatte ich mir doch nach meinen positiven Erfahrungen mit dem Lampizator Golden Gate DAC vorgenommen, mich mal wieder mit Audio Note oder Kondo Geraeten auseinanderzusetzen.
    Ist der Lampizator Golden Gate doch klanglich ganz klar an den Audio Note / Kondo Geraeten angelehnt. Auch die Vorverstaerker und Endstufen aus Polen haben mir gut gefallen, so dass der Wunsch , mal wieder das Original Audio Note Design zu hoeren recht gross war.


    Leider sind die Geraete von Audio Note UK oder von Audio Note / Kondo Japan definitiv nicht mehr bezahlbar, zumindest sehe ich die aufgerufenen Preise nicht mehr ein...


    Vor ca 15/20 Jahren hatte ich mir mal eine level5 Kette gegoennt, so dass ich eigentlich nicht darunter einsteigen wollte....


    Zum Glueck viel mir ein, dass Audio Note UK damals ein sehr gut florierendes Kit Geschaeft hatte und das level System auch mit Kits unterstuetzt hat. Man konnte zwar nur bis level 2 Kits bei Audio Note UK kaufen, aber die BauTeile bis level 5 gab es einzeln zu kaufen, so dass man sein Geraet Stueck fuer Stueck aufruesten konnte. Und dass zu damals recht akzeptablen Preisen.


    ich habe damals level 1 und level 2 Endstufenkits gehabt und bis level 3 verbessert, auch einen level 2 pre hatte ich als Vorstufe zu meinen Originalgeraeten.


    Meine Erfahrungen mit den kits waren ausgesprochen gut, haben lange bei mir gespielt.


    Mit etwas Recherche habe ich dann rausgefunden, dass sich Audio Note Kits (ANK) nun in Kanada befindet (und dort zB auch einige der Audio Note UK Serien DigialGeraete baut und entwickelt)


    Seit 2015 darf Audio Note Kits nun auch level 5 Geraete anbieten!


    Die ersten Geraete sind ein Vorverstaerker und ein Digital/ Analog Wandler.


    Das kam meinen Beduerfnissen schon recht nah, doch leider reizten die angebotenen kits den level5 Gedanken noch nicht voellig aus.


    Audio Note UK bietet seine Geraete immer noch als "Silver Signature" Variante an, auch gibt es die Moeglichkeit bei den DACs noch weiter mit shunts aufzuruesten.


    So habe ich gemeinsam mit Audio Note Kits einen:


    - Mentor Silver Signature Vorverstaerker


    und einen


    - 5.1 Silver Signature Wide Band


    konzeptioniert und bauen! lassen.


    Audio Note kits wird diese Varianten zukueftig nur fertig gebaut anbieten, der Profi, der auch fuer Audio Note UK SerienGeraete montiert, hat diese Level 5 Kunstwerke geschaffen :-)


    (Sollte jemand an solchen Geraeten Interesse haben, kann er mich gerne ansprechen, Preis liegt pro Stueck (jeh nach Wechselkurs) bei ca 12.000/12500,-eur (in D angekommen, dh incl Zoll)
    Da ich nun einen recht guten Draht zu Audio Note in Kanada habe, helfe ich aber auch gerne bei Interesse an anderen Geraeten aus dem Portfolio weiter)




    Die Silver Signature sind somit deutlich teurer als die StandardGeraete, aber die Bauteile sind halt teurer und der Zusammenbau vom "LuxusKonfektioneur" kostet auch mehr, als der StandardAufbauService.


    Aber nun war heute abend also der "grosse" Moment gekommen, dass ich mal wieder Audio Note Geraete des level 5 in meine Anlage integrieren konnte :-)


    Zuerst musste ich aber die Teile aufschrauben, da die Roehren separat und transportsicher geliefert wurden. Auch wenn ich mir bei den riesigen Originalverpackungen kaum vorstellen könnte, dass in diesen Roehren leiden wuerden..


    Als Roehren habe ich die besten Roehren von Psvane verbaut, dh WE und T2 Serien, diese wurden von Audio Note entsprechend auch empfohlen.


    Als erstes habe ich den DAC 5.1 angeschlossen. Als direkter Vergleich habe ich meinen Lampizator DER7 (lite 7 mit Golden Gate Bauteilen) angeschlossen. Signalquelle ist ein Oracle CD 2000 CD Laufwerk.


    Frisch aus dem Karton spielte der 5.1 DAC direkt so gut, dass ich mich vergewissern musste, welcher DAC denn nun eigentlich spielte.


    Der ANK DAC 5.1 war tonal so aehnlich zum DER7, dass direkt im ersten Moment einmal mehr klar war, dass Lampizator seine DAC's in der Tat an Audio Note ausrichtet.


    Fuer eine weitere Beurteilung (sozusagen der erste qualifizerte Eindruck) habe ich dem Dac 5.1 mal 3 Stunden dauerdudeln gegoennt.


    Wohlwissend, dass die verbauten Mundorf und V-Cap Kapazitaeten mindestens 100h brauchen um richtig frei aufzuspielen.


    Der Vergleich mit dem Lampizator DER7 liess die tonale Aehnlichkeit sofort erkennen, der DER7 spielte wie immer kraftvoll von unten raus mit grosser Dynamik und emotional ansprechendem Stimmbereich (sonst wuerde er ja nicht bei mir stehen, hat schliesslich als Preis/Leistungssieger meinen Golden Gate abgeloest).


    Doch mit dem ANK 5.1 hatte man den Eindruck, dass sich die Tuere in den Raum deutlich weiter oeffnet, der DER7 klingt im direkten Vergleich zwei dimensional und wenig koerperhaft. Der Stimmbereich klingt beim DER7 wunderschoen, der ANK 5.1 macht dies ebenso, doch gewinnen die Stimmen mehr Konturen im Raum, wirken dreidimensionaler und griffiger.


    Also klarer "Sieg" fuer den ANK DAC 5.1
    Dieser kostet aber auch signifikant mehr und liegt auf halber Strecke zum Golden Gate (jeh nach Version).


    Enstprechend neugierig bin ich, den ANK DAC 5.1 gegen einen Lampizator Golden Gate zu hoeren.


    Dazu sollte sich der ANK DAC 5.1 aber weiter eingespielt haben, sonst macht das keinen Sinn. Habe schon einen Mitforisten angeschrieben, der Vergleich mit dem GG wird in den naechsten Wochen stattfinden :-)


    Bin extrem neugierig, gebe ich wohl gerne zu!




    Mit diesem positiven Eindruck habe ich mich dann mit dem Audio Note Mentor Silver Signature beschaeftigt.


    Aus meiner Vergangenheit mit Audio Note (Kondo) weiss ich, dass diese Vorverstaerker immer etwas besonderes sind. Meine Erfahrungen mit der Audio Note Japan M7 Silver Signature waren extrem praegend, meine Spectral DMC 20 sowie meine Jeff Rowland Coherence MkII klangen im Vergleich wie defekt...


    Die Mentor basiert auf einem sehr modernen Schaltungsentwurf (Robert Koda hat einen zeitlang sowohl bei Audio Note UK als auch bei Audio Note Japan/Kondo gearbeitet um bei der Vorverstaerkerentwicklung zu assistieren) , die Geraete von Audio Note UK und Audio Note Japan liegen dann aber schnell bei Preisen zwischen 100.000 ,- und 150.000,- eur
    (zum Vergleich Audio Note M10 )


    Um somehr war ich auf den Mentor silver signature gespannt!


    Ich hatte meine Conrad Johnson ACT 2 (ca 15.000,-eur Neupreis) bereits warm laufen lassen, Die ACT 2 hatte sich bei mir gegen zB eine Krell Evo 202 (18.000,-eur) klar durchgesetzt, entsprechend war ich heute abend auf ein laengeres Vergleichhoeren eingestellt.


    Doch bereits der erste Anschluss der Mentor, dh kalt und uneingespielt, war in meiner Kette so erschreckend gut, dass ich nur noch einmal kurz zur ACT 2 umgeschaltet habe und dann mit der Mento weiter gehoert habe.


    ich haette nicht gedacht, dass auf diesem level noch mal ein solcher Sprung moeglich ist.


    Es bestaetigt sich meine Erfahrung mit der M7. Ein guter Vorverstaerker ist der! Schluessel zur Musik. Selbst der kalte Mentor liess einen sofort und unmittelbar in der Musik versinken , ich habe einfach eine CD (am ANK 5.1) durchgehoert.



    dann habe ich mich entschlossen, dass weitere Vergleiche sinnlos sind und ich einfach weiter Musik hoeren mag!


    So habe ich dann die ACT 2 einfach abgebaut, die Geraete dauerhaft verkabelt und hoere nun Musik...


    Wo ich noch problemlos den Unterschied zwischen DER7 und ANK 5.1 beschreiben kann, fehlen mir bei der Mentor silver signature die Worte, soll ich es musikalische Intenzitaet nennen, suechtig machende Intimitaet bei Stimmen (hoere gerade eine wunderbare SopranStimme)


    Ich mag mich dem Mentor nicht mit Begriffen wie "Raeumlichkeit" "Dynamik" und "Aufloesung" naehern, dies wuerde eindeutig zu kurz greifen. Der Mentor ist in der Lage Musik so wiederzugeben, dass die emotionale Verbindung vom Hoerer zum Interpreten gelebt werden kann.


    Wer Musik im wahrsten Sinne Wortes erleben moechte, der wird mit dem Mentor Silver Signature ein deutliches Stueck naeher an dieses Ziel kommen koennen.


    Ich gehe davon aus, dass der ANk DAC 5.1 auf aehnlichem level spielt, doch bin ich diesen Level der digitalen Wiedergabe dank Lampizator Golden Gate bereits gewoehnt , dies kann mich nun nicht mehr so ueberraschen !


    Insofern ist die Beschreibung des Mentor durchaus euphorischer, da ich seit langem eine solche Vorverstaerker Qualitaet nicht mehr im heimischen Zimmer hoeren durfte.


    ... und nun wird weiter schoen Musik gehoert!


    Gruss
    Juergen

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    Gestern abend mal wieder eine feine Kette in meinem Musikzimmer ans Laufen gebracht und trotz der neuen und uneingespielten Produkte total entspannt Musik hoere...


    In den letzten Tagen ist doch so einiges angeliefert worden, so dass ich mich heute ans aufbauen im Musikzimmer und dem anschliessenden komplettieren machen konnte.


    als da waeren ein Paar NAT SE1 mono Endstufen in der 2016 Edition. Diese sind zwar Roehrenmonos mit 211'er Leistungsroehren, kommen aber dennoch ohne Treiberroehren aus. Dazu habe ich mir ein Paar Kron 211 und ein Paar Psvane 211 T2 kommen lassen, dazu kommen als Bezugspunkt die NAT SE3 mit GE 211 als NOS Ware.


    Als Lautsprecher habe ich ein Paar
    RDAcoustic Evolution neben meinen YG stehen.


    http://www.rdacoustic.cz/en/evolution-speakers/


    Es handelt sich um meine "Shindo Edition", dh die Lautsprecher sind in Shindo Bottlegreen lackiert und mit dunkelbraunem Leder abgesetzt. Dieses Paar ist zum Einsatz von AER treibern optimiert
    (Druckkammer und internes Lautsprecherkabel) Als Chassis habe ich bis jetzt von AER die Treiber MD1 oder MD1B (nahezu baugleich mit BD1 und BD1B) verwendet, was schon viel Spass gemacht hat.


    ich habe die AER Treiber in meinen frueheren ORIS Hoernern von BD Design kennengelernt und hatte dort von MD1 auf MD2 aufgeruestet, was bereits einen sehr grossen QualitaetsUnterschied ausgemacht hat.


    Auf Grund dieser unterschiedlichen Erfahrungen weiss ich, dass bei mir in den RDAcoustic die B version der AER Treiber besser passt und sich nur die hoeheren Versionen der AER Treiber signifikant mit der YG Anat II hinsichtlich Aufloesung und Praezision messen koennen.


    Insofern habe ich mir zum ultimativen Aufruesten der RDAcoustic Lautsprecher ein Paar der AER BD3B Signature Chassis von Filip Keller anfertigen lassen.


    http://www.bd-design.nl/conten…235_AER_Loudspeakers.html
    (Preise ohne Mehrwertsteuer)


    Um die Menge der Variablen etwas einzugrenzen habe ich mit der mir gut bekannten Phono Quelle gearbeitet
    (VPI TNT MKIV Laufwerk, Kuzma 4point Tonarm, vdh XPW Tonabnehmer, Aesthetix IO Signature double PSU)


    als Vorverstaerker lief meine bewaehrte Conrad Johnson ACT.


    Zum Start hatte ich die AER MD1B montiert und in den NAT SE1 die Kron 211 Roehren.


    http://www.audio-offensive.de/testberichte/nat-audio/


    Das Klangbild nahm mich sofort gefangen und ich habe direkt zum Start weg eine komplette Plattenseite Musik gehoert!, Aus meinen Versuchen mit der Lab12 Suono KT150 Endstufe wusste ich, dass sich mit 2x20w und diesem Lautsprecher bereits grosse Raeume gut beschallen lassen. Entsprechend hatten die 2x25w der SE1 kein Problem mit einem ueberzeugenden Auftritt. Insbesondere die Bassdynamik erstaunte mich , da macht die Kron 211 Roehre doch etwas mehr Druck und Kontur, als eine KT150.


    Dennoch war mir speziell der obere Mitteltonbereich und der Hochtonbereich etwas zu zurueckhaltend. Die Kron Roehren sind im Familienklang am Anfang (dh noch nicht eingespielt) zumeist etwas dunkler im Auftritt.


    Entsprechend war ich auf die Psvane Tresury 211 T2 neugierig.
    Habe ich Psvane Roehren doch eher als hochaufloesend und etwas schlanker in Erinnerung. So war es denn auch in diesem Fall. So gefiel mir die tonale Balance spontan besser als mit der Kron. auch wenn die Psvane nicht die Bassaufloesung und Kontur der Kron 211 hat, werde ich in dieser Konfiguration erst einmal weiter mit den Psvane 211 T2 hoeren, zumal Psvane Roehren mit der Zeit an Durchzug im Bassbereich gewinnen.


    Zum Vergleich habe ich dann die NAT SE3 mit 2x75w und GE 211 Roehren angeschlossen.
    Der Unterschied war verblueffend gering. Die SE1 spielt an LS mit sehr gutem Wirkungsgrad einfach auf den Punkt. EIne Roehre pro Kanal ist halt einfacher und damit womoeglich "besser" als eine Schaltung mit 4 x 211 pro Kanal. (An den YG mit immerhin 92db Wirkungsgrad sieht der Vergleich schon anders aus)


    Nun stand der Wechsel von den AER MD1B zu den neuen AER BD3B Signature an. Gebe zu, dass mich das hantieren mit diesen nicht ganz leichten und teuren Chassis schon etwas nervoes gemacht hat. Die RDAcoustic kann man nicht einfach auf den Ruecken legen, so dass man am stehenden Lautsprecher versucht die Chassis an die kurzen Lautsprecherkabel zu bekommen...


    Aber letztendlich hat alles gut geklappt und die Treiber waren ueberraschend schnell montiert.


    Filip Keller hatte mir versprochen, dass die Chassis von Anfang an "vernueftig" klingen, aber erst nach ca 100h stabil spielen, nach ca 500h langsam die Endphase der Entwicklung erreichen. Grund sei der verwendete Klebstoff, der diese Zeit benoetigt...


    Hier ein paar Daten zu dem Treiber:


    https://docs.google.com/docume…GKg-ouo/edit?pref=2&pli=1


    Nun denn , die Roehren und die Endstufen sind ja auch neu...


    Also Musik an!


    Was als erstes auffaellt, ist der groessere Wirkungsgrad. Nominell zwar nur ca 2bis3db, diese machen sich aber sofort bemerkbar! Also etwas leiser gedreht und geniessen. Das BD3B Chassis oeffnet die Musik im Bereich der Frequenzenden deutlich mehr, ein spuerbares mehr an Details wird hoerbar. Dadurch gewinnt auch die Praezision im Mitteltonbereich.


    Filip Keller hatte also Recht gehabt, das BD3B Chassis ist bereit frisch aus dem Karton in der Lage den MD1B Treiber zu distanzieren.


    Man hoert an der Geschmeidigkeit extremer Frauenstimmen, dass der MD1B fertig eingespielt ist und der BD3B in diesen Bereichen noch etwas angestrengt klingt.


    Insgesamt bestaetigt das sehr zufriedenstellende Gesamtergebnis meine Vermutung, dass einige der mich stoerenden minimalen Verfaerbungen der Oris Hoerner an der frontloaded Konstruktion gelegen hat.


    Die Chassis , speziell das BD3B, spielen im RD Acoustic Back Loaded Horn deutlich ausgeglichener und insgesamt mit extremer Selbstverstaendlichkeit.Dies kenne ich eigentich sonst nur von Lautsprechern mit deutlich mehr Membranflaeche. Aber augenscheinlich koppelt das BD3B dermassen gut an das gewaehlte Druckkammervolumen, dass der Eindruck entsprechend "maechtig" ist.


    Es macht im Moment einfach spontan sehr viel Spass, von laut gespielten Apocalytica auf beschaulich leisen Johnny Cash hin zu Dead can Dance zu wechseln und beim BD3B keine Begrenzungen zu spueren.


    Der empfundene Im Raumfreqzenzgang laesst im Moment auch keinen Bass vermissen, was mich sehr erstaunt. doch kommt der Bass bei diesem Back Loaded Horn so intgriert , dass man ihn kaum separieren kann und mag.


    Dies ist auch eine generelle Erfahrung mit dem BD3B Treiber. Man hoertauf die Musik in ihre Frequenzbereiche zur Beurteilung des Klangerlebnisses aufzudroeseln sondern geniesst einfach den Gesamteindruck! ich muss sagen, dass dies eine Eigenschaft ist, die ich an Breitbaendern extrem schaetze.


    Wenn dann noch eine solche Antrittsgeschwindigkeit dazu kommt, wie sie der BD3B Treiber in der Lage ist zu realisieren, klingen selbst die YG Lautsprecher traege, obwohl diese eigentlich eher zu den schnelleren Vertretern gehoeren.


    Waehren ich diese Zeilen schreibe, werde ich immer wieder von der Wiedergabe eigentlich bekannter Schallplatten in den Bann gezogen und ich muss den Rechner beiseite legen.


    Macht einfach Spass!


    Vielleicht muss ich doch man nach Stuttgart zu Filip Keller fahren und mit die AER Arcadia Pnoe anhoeren.


    http://aer-loudspeakers.com/aer-pnoe/


    Dieses Horn entwickelt das Konzept der RDAcoustic radikal weiter!


    Nun habe ich auf jeden Fall genug gebastelt und geschleppt und freue mich auf die Schallplatten, die ich mir bereits rausgelegt habe!


    Gruss
    Juergen

    dann schreibe ich mal was zum vdh Grail, den es in mehreren entwicklungstechnischen Iterationsstufen gab, am bekanntesten ist wohl die Variante mit Akku Versorgung.
    Aktuell, dh seit Q3 2015 kommt der Grail mit "ohne" Akkus aus, das Netzteil wurde entsprechend weiterentwickelt.
    Man kann am aktuellen Grail max 3 TA paralell anschliessen und ueber hinten liegende Kippschalter auswaehlen, maximal 2x MC und 1x MM


    Das Geraet ist ein sogenannter Stromverstaerker , der sich somit " automatisch" auf die Eingangimpedanz des TA " einstellt" bzw besser formuliert, diese passend mit einbezieht.


    Ich habe mit dem Entwickler und vdh viel ueber das Geraet philosophiert und habe in erster Linie folgenden Gedanken mitgenommen:
    Nahezu alle MC Tonabnehmer verwenden Spulen Wicklungstechniken, die den Spulendraht fuer den rechten und den linken Kanal minimal anders in der Laenge ausfallen lassen. Bei einem Vdh Colibri ist dies ca 1/3 Windung.
    somit ist der Innenwiderstand der TA rechts und links minimal unterschiedlich.


    Bei jeder Standard MC Vorstufe ergibt sich somit eine minimale Fehlanpassung eines der beiden Kanaele.


    der Grail kennt diesea Problem nicht, da er den Innenwiderstand kanalspezifisch beruecksichtigt und somit beide Kanaele optimal abgeschlossen sind. Klanglich fuehrt dies dazu, dass der Grail insgesamt stimmiger wirkt, in seiner raeumlichkeit praeziser und speziell im Bassbereich konturenschaerfer als viele Vergleichsvorstufen.


    Ich habe den Grail mit Kiseki, clearaudio, Grado, Lyra , emt und vdh Systemen gehoert, diese spielten alle auf hohem level!


    Der symmetrische Grail spielt in vollsymmetrischer Ansteuerung nochmal energiereicher und mit mehr substanz, ist aber auch signifikant teurer.
    ich wuerde den Mehrpreis nur in einer vollsymmetrischen Kette als gerechtfertigt ansehen.


    Bei meinen Vergleichen liess sich der Grail aber auch klar als Transistor Amp raushoeren, den moeglichen Schmelz eines extrem guten RoehrenPres hat er nicht, dafuer aber andere Meriten!
    gruss
    juergen

    vielleicht doch noch eine techn Frage. Die von mir gehoerten PhonoPres entfalten sich mitunter abhaengig von der genutzten Vorstufe, dh ist der genutzte Preamp eine Roehre, ein Transistor, ist er single ended oder vollsymmetrisch, evtl ist ja auch die Eingangsimpedanz bekannt.


    Eine weitere Frage waere, wird ein symmetrischer Anschluss des TA bevorzugt, oder reicht ein Cincheingang.


    Weiterhin faellt mir als Frage ein, wie oft wird der TA gewechselt? sollen die Impedanzen auch fuer exotische Systeme passen?
    (ich hoere aktuell viel mit der Aesthetix io, da diese auch 5kohm vorgesehen hat, was perfekt zu den 500ohm Innenwiderstand meines TA passt.


    in Abhaengigkeit von oben genanntem kann ich zu einigen wenigen der aufgelisteten Phonopres einen persoenlichen Eindruck geben, diesen dann aber in eigener Anlage erfahren.


    gruss
    juergen

    schoenes Thema, die aufgefuehrten PreAmps sind ja auch rechte CharakterPre"s mit sehr eigenstaendigem Klang auf hoehchstem Niveau.


    Ich mag solche Geraete, da hinter diesen Entwicklerpersoenlichkeiten stehen, die mich mit Ihren Phonovorstufen an ihrem Blick auf die Musik teilhaben lassen.


    so mag ich zB durchaus mir fruehe Phonopres eines Entwicklers anzuhoeren und diese mit den Spaetwerken zu vergleichen.


    Zuletzt konnte ich einen solchen Vergleich mit den Blue Amp Model 42 pres machen , da ich in kurzer Zeit 3 "Jahrgaenge" zur Verfuegung hatte und diese teilweise parallel betreiben konnte.


    die DNA der Blue Amps ist durchgehend erkennbar , doch ist die Akzeptanz und Integration zusaetzlicher Aufloesung interessant zu beobachten. So ist die mir sehr gut bekannte MKII Version ein deutlich vollstaendigerer PhonoPre als die aelteren Versionen. Entsprechend neugierig bin ich auf die MKIII...


    Aber auch bei recht jungen Entwicklern im Feld der High End Vorstufen kann ich mich ueber die schnelle Entwicklung erfreuen, Namentlich Juergen Ueltee kommt mir da in den Sinn, der mit jeder Generation der van den hul the grail Phonopres die Messlatte verschoben hat!


    ein fuer mich weiterer interessanter Newcomer ist Grandinote mit dem celio, der mir mit seiner beweglichkeit, seiner geschmeidigkeit bereits zum vergleichweise niedrigen preispunkt von ca 5500,- Euro gefallen konnte. mit einer zweiten celio hat man eine vollsymmetrische phonovorstufe am start, ein sehr konsequenter Ansatz.
    nach dem workshop bei mir habe ich den celio gekauft um mich etwas laenger mit dem Geraet ( und evtl einem zweiten) auseinandersetzen zu koennen.


    unter den leider bereits verstorbenen Entwicklern hat Kondo mich hinsichtlich meiner bevorzugten Klangvorstellungen auf jeden Fall gepraegt, eine M7 steht bei mir entsprechend immer weit oben auf dem Altar...


    Aber auch Quertrup von Audio Note UK hat sehr schoene Produkte in aehnlicher Klangphilospie ( und entsprechend aehnlichen auftragsentwicklern im Hintergrund) zum Glueck lizensiert Audio Note UK seine Entwicklungen auch als Kit an Audio Note Kits in Kanada.


    Entsprechend habe schon einiges von David in Kanada bestellt und warte auf die Lieferung von level 5 dac und Pre.


    ein level 4 phonopre wird in kuerze vorgestellt werden, ich hoffe dieses Geraet dann auch in einer silver edition bei mir begruessen zu koennen.


    freue mich, diesen thread weiterzulesen und interessante Anregungen zu bekommen!


    Gruss
    Juergen

    grundsaetzlich habe ich super Erfahrungen mit gepflegten Gebrauchtgeraeten gemacht, auch mit in der Buch gekauften.
    aus persoenlicher Erfahrung kann ich NAD und Harman Kardon empfehlen, hoer aber auch immer gerne mit zB einem alten Arcam Verstaerker.
    Aus England kamen frueher viele gute LS, extrem guenstig gibt es zB die Celestion 3 , manche Rogers LS. mein privater Favorit sind die alten IMF Lautsprecher, von denen ich in meiner zweitAnlage zumeist ein Paar betreibe. die alten ProAc sind leider gebraucht zu teuer geworden....


    das schoene am gebrauchtkauf ist, dass man die Geraete meist genausoschnell in der bucht wieder verkauft bekommt, wenn einem der klang dann doch nicht gefaellt, so kann man einiges durchprobieren, was zumindest mir , auch viel Spass machen kann!
    gruss
    juergen