Posts by shakti

    Das wollen hier aber so einige überhaupt nicht verstehen...... Auch auf der ITB oder der IFA oder IAA gilt: Nur gucken und nicht anfassen und gegessen wird beim Händler. Ist doch nicht so schwer zu verstehen. AUsnahmen sind etwa jetzt im August die NDHT, da gilt ausschließlich B2C.

    Genau!

    Die Norddeutschen oder auch die westdeutschen Hifi Messen sind von ortsansässigen Händlern organisiert mit dem klaren Ziel, Umsätze mit Endkunden zu generieren.


    Gruss

    Juergen

    Was mir aber beim Rundgang aufgefallen ist. Selbst große Namen der Highendszene nehmen oftmals nicht die Unterstützung von professioneller Raumentzerrung, TRINNOV oder DIRAC in Anspruch.



    Woran mag das liegen?

    naja, es wird primär analog vorgeführt,
    da mag man das Signal nicht digital "vergewaltigen" ;-)

    Gruss

    Juergen

    Wenn seitens der Hersteller bzw. Vertriebe kein Interesse an B2C besteht warum tut man sich den Stress und die Kosten der zwei ‚Besuchertage’ überhaupt an? :/

    steht dies irgendwo, dass es kein Interesse an B2C gibt?

    Einige Hersteller laden Kunden sogar explizit zur Messe ein, damit dort Produkte gehört und gezeigt werden können, die es sonst nur selten oder gar nicht im Handel gibt.

    Entsprechend sind ja auch einige der Vorführungen sehr gut gemacht und finden im entsprechen aufwendigem Ambiente statt.

    (zB der Kharma Raum)

    Im übrigen besuchen Kunden auch eine IAA Messe, obwohl dort keines der Autos gefahren werden kann. Insofern kommen auch viele Kunden nach München um bestimmte Produkte primär mal zu sehen und unter den gegeben Kompromiss Bedingungen mal reinzuhören.

    Gruss

    Juergen

    Wenn das wirklich stimmen sollte, dann reduzierte sich die HighEnd weitgehend auf eine reine Showveranstaltung wie es sie anderswo zuhauf gibt, in der nur äußerliche Kriterien wie ein möglichst beeindruckendes Erscheinungsbild oder tönende Werbepropaganda den Umsatz ankurbeln sollen.

    Es wäre traurig, wenn Hersteller, die ihre Waren unter diesen Gegebenheiten gar nicht optimal vorführen und zur Geltung bringen könnten, diesen Zirkus mitmachen (müssten).

    Das wäre etwa so, als wenn bei einer Verkostung edler Weine ersatzweise nur minderwertige Plörre aus Pappbechern zur Verkostung angeboten würde.


    Coplander

    "Wenn das wirklich stimmen sollte, dann reduzierte sich die HighEnd weitgehend auf eine reine Showveranstaltung wie es sie anderswo zuhauf gibt...."

    meines Wissens ist die "High End" in München die jährliche Hauptmesse der Branche, magst Du mich bitte aufklären, wo "anderswo" es diese Art "Showveranstaltung" "zuhauf" gibt?

    Vielleicht verpasse ich ja eine Messe, die ich gerne besuchen würde.



    "in der nur äußerliche Kriterien wie ein möglichst beeindruckendes Erscheinungsbild oder tönende Werbepropaganda den Umsatz ankurbeln sollen."

    nun ja, viele Hersteller auf der High End führen gar nicht vor. Es geht auf einer Messe tatsächlich primär darum, "den Umsatz anzukurbeln" . Dafür sind auf einer B2B Messe Vorführungen nur bedingt nötig.



    "Es wäre traurig, wenn Hersteller, die ihre Waren unter diesen Gegebenheiten gar nicht optimal vorführen und zur Geltung bringen könnten, diesen Zirkus mitmachen (müssten)"



    Mitmachen "muss" niemand, üblicherweise wollen mehr Firmen an der Münchener Messe teilnehmen , als räumlich möglich ist. Offensichtlich geht es nicht zwingend um den "best sound of the show" sondern mehr darum, den Kontakt zu seinen Handelspartnern zu pflegen.

    "Das wäre etwa so, als wenn bei einer Verkostung edler Weine ersatzweise nur minderwertige Plörre aus Pappbechern zur Verkostung angeboten würde"


    Der Vergleich passt so nicht ganz, die edlen Produkte stehen ja durchaus bereit und sind auch angeschlossen. Doch kann man für die vorhandenen Räumlichkeiten das Bild des "Pappbechers" durchaus verwenden, die Räume sind halt kein Ersatz für ein Riedelglas.

    Da aber alle Produkte in ähnlichen Pappbechern aufspielen müssen, egalisiert sich das wieder zum Teil.

    Zumindest entspricht die Grösse der Messeräume im MOC häufiger den Gegebenheiten der High End Kunden (dh Räume zwischen 50 und 120qm) , so dass auch grössere LS Systeme aufgebaut werden können, als auf einer reinen Hotelmesse in deren Mini Zimmern eigentlich nur kleine 2-Wegeriche sinnvoll vorgeführt werden können.

    Gruss

    Juergen



    ps

    Ich empfehle gerne die High End Messe in Warschau, diese ist ähnlichlich gross, aber primär als B2C Show konzipiert. Auf Grund der stark zentralisierten Vertriebssituation in Polen, können viel mehr Anlagen aus optimal zueinander passenden Komponenten aufgebaut werden, die Qualität der Vorführungen ist deshalb weit besser.

    Speziell die Vorführungen im Fussballstadion (die Messe hat 3 locations) sind unglaublich gut, da diese izum grossen Teil n den akustisch behandelten TV- Studios des Stadions stattfinden.


    In Polen werden häufig ganze LP Seiten durchgehört, das Publikum bleibt so lange sitzen, in vielen Vorführungen wird in dieser Zeit Wein oder Wasser gereicht.


    https://audioshow.pl/pl/main

    Die High End Messe ist für Aussteller relativ teuer,

    insofern teilen sich die meisten Hersteller oder Vertriebe einen Raum, So teilen sich immer gerne Verstaerker und LS Hersteller einen Raum. Auf diesem Weg wird dann auch zumeist die Verkabelung ausgewaehlt, dh welcher Kabel Hersteller / Vertrieb mag sich an den Raumkosten beteiligen und dann die Anlage verkabeln..


    Diese Vorgehensweise ist einer Gründe, warum manche Anlagen n München nicht optimal klingen.


    YG war zB dieses mal zisammen mit Burmester sehr gut. Ist aber dieses Jahr auch auf Vertriebssuche und konnte mit einem passenden Amp Hersteller zusammengehen.


    wäre YG noch beim Nagra Vertrieb gewesen, hätte es diese Kombination kaum gegeben.


    So spielen in Muenchen nur selten optimal zusammen passende Komponenten, zumeist folgt die Zusammenstellung vertriebspolitischen Zwängen.

    Man kann dh in München nur selten Rückschlüsse auf gut harmonierende Komponenten oder Kabel machen.


    Gruss

    Juergen

    Hallo Jürgen, danke für die Empfehlung. Darf ich fragen, warum Du gerade diese Vorstufe empfiehlst? Hast Du eventuell mal die Thivan Vorstufe hören können?


    Die RCM Sensor2 scheint auch interessant. Mir ist nicht ganz klar, wie stark sich der Klang der Phono-Stufe tatsächlich auf den Gesamtklang auswirkt. Es sind ab einem gewissen Preisbereich (ca. 1000 Euro) eher Nuancen, oder gibt es da noch massive Unterschiede?

    da ich als Händler und Workshop Veranstalter recht viele Phono Vorstufen in die Finger bekomme, habe ich so meine Vorlieben. Die LAB12 gerate empfehle ich der dann, wenn eine 1a MM Phono mit Röhre passt und eine zukünftige Aufrüstung mit externem Übertrager in Erwägung gezogen wird.

    Den RCM Sensor 2 habe ich auch in meinem Portfolio, doch mag ich diesen lieber als "komplette" MM & MC Phonovorstufe, da er bei der Verwendung mit externem Übertrager gerne am MM Eingang übersteuert.


    Mit einer UVP von ca 3,5k hatte ich das Gerät nicht zu den möglichen Geräten gezählt.
    In diese etwas höhere Preisklasse würde dann zB auch die LAB12 Melto 2 gehören.


    Die Auswirkungen auf den Gesamtklang sind recht gross (wenn es die nachfolgende Anlage hörbar macht). Auf meinem letzten Workshop ging es ausschiesslich um Phonovorstufen zwischen 2k und 35k. Man kann Rückblicken sagen, dass die klanglichen Sprünge bis ca 10-15k sehr gut hörbar sind, darüber hinaus werde die Unterschiede sehr viel kleiner, die preislichen Sprünge aber sehr viel grösser.

    Die ebenfalls im thread empfohlene Line Magnetic LP33 habe ich ebenfalls im Angebot.
    Auch ein sehr gutes Gerät, welches durch sein besonderes Styling aber nicht jedem gefällt, deshalb gehört die LP 33 nicht zu meinen Standard Empfehlungen.


    Die LP33 lebt mit einem besseren externen Übertrager ebenfalls deutlich auf.

    Gruss

    Juergen

    da hier so viel Kompetenz und Insiderwissen versammelt ist:

    wer sind eigentlich die umsatzstärksten HighEnd-Hersteller im deutschen Markt?

    man kann die Bilanzen der deutschen Hersteller im Bundesanzeiger nachschauen,

    gerade mal ein paar Firmen eingegeben ,
    die Jahre 2019 / 2020, teilweise 2021 sind bilanziert.

    - Burmester ca 20 Mill
    - T+A Akustik ca 5 Mill

    - Thorens ca 3Mill
    - Tidal Audio ca 1,5Mill


    zum Kontrast mal einen Hersteller und Direktverkäufer,
    der im Moment im Massenmarkt sehr erfolgreich ist:


    Lautsprecher Teufel: ca 135Mill (mittlerweile wohl in Richtung 200Mill unterwegs

    Gruss

    Juergen

    der LAB12 Melto1 liegt mit ca 2k gut im budget und besitzt eine recht gute Röhren MM Stufe. Die zusätzliche C Verstärkung wird per jfet erzeugt.

    Mir persönlich gefällt die Melto1 am besten mit externem Übertrager,

    da gefällt mir dann auch, dass mehrere MM Eingangsimpedanzen vorhanden sind,

    was die MC Anpassung per Übertrager flexibler macht.


    Bei Interesse erstelle ich per PN / Konversation gerne ein konkretes Angebot.


    Gruss

    Juergen

    Wie sind eigentlich diese „High End Studios“ verkabelt, weiß das jemand?


    Was kosten XLR Studioleitungen für Mastering Aufnahmen, welche wir in klanglich reduzierter Form auf Vinyl, CD oder Stream hören?


    Antwort: Kabel: 0,35 cent der Meter bei Bürklin. Dazu zwei vernickelte Neutrik Stecker.


    (Kein "Gartenschlauch" im Schlangeleder Optik auf seltenen Hölzern mit versilberten Steckern.)


    Also „früher“ war es in unserem Laden so, dass die „normalen“ Vorführanlagen mittels 1,5mm2 Kabel über große Cantonpulte verbandeltwaren. Später waren es dann 2,5mm2 Kabel in relaisgesteuerten Umschaltanlagen. Die hochwertigen Anlagen waren direktverkabelt und wurden auch je nach Kundenwunsch zusammengestellt. Das war in den 80er Jahren.


    Tja und da warste noch jung und hast zwischen den verschiedenen Kabeln trotz besseren Hörvermögens keine Unterschiede rausgehört ;)


    Gruß


    Andreas


    cool,
    ne Kabeldiskussion hatten wir lange nicht, setzt dem "off Topic" noch mal ein Krönchen auf. Üblicherweise führen Kabelklang Debatten ja am schnellsten zur Thread Schliessung ;-)


    Die auszutauschenden Argumente sind auch noch bekannter, als bei den ewigen Themen:


    - Studio / High End Komponenten


    - Frankfurt / München als Veranstaltungsort

    - Teuer = > Betrug / Bastler, DIY => echtes hochwertiges Hifi



    usw / usw

    ;-)

    Gruss
    Juergen

    Hobbit66

    Zitat:

    "Was ist ein High End Studio? Der Begriff sagt mir nichts?


    Ein Filmstudio? Ein Tonstudio? Und was bitte ist High End, nachdem dieser nach über 40 Seiten nicht klar definiert wurde weil er frei interpretierbar ist."


    gibt man "High End Studio" bei google ein, wird man mit dem einen oder anderen Studio verlinkt, welches sich auf das Angebot von High End Produkten spezialisiert hat

    Wir haben (glücklicherweise?) die Zeiten hinter uns gelassen, in denen Begriffe erst in den DIN Normen spezifiziert werden mussten, bevor man diese eindeutig verwenden konnte.

    man findet die "hifi" Norm nicht umsonst im Hifi Museum spezifiziert:

    http://www.hifimuseum.de/die-hifi-din-45500.html



    Und ja. Mein Fahrzeug war damels wirklich so groß, dass es nicht mehr auf den Parkplatz vor dem HiFi Geschäft in München Platz hatte...nannte sich damals glaube ich U-Bahn oder Tram. ;-)


    Auch heute findet man vor den noch etablierten Geschäften diese von Shakti angesprochenen Fahrzeuge übrigens nicht - auch wenn in München Menschen einen Porsche fahren, wo anderorts jemand vielleicht einen Golf fahren würde. (90% der Porsche in München gehören übrigens den Banken - das nur am Rande)


    Warum also stehen sie dort nicht?


    Es gibt dafür schlicht keine Parkplätze in der Stadt. Aber auch vor neueren Studios wie dem Klangloft am Stadtrand von München wirst Du diese Auto-Marken nicht sehen.:-)



    Hatte ich irgendwo geschrieben, dass die von mir genannten S-Klasse / 7'er BMW vor hifi Geschäften standen? Mein Bezug war eher auf die Kaufkraft der gehobenen Mittelklasse bezogen. Die geparkten Autos der Aussteller in Frankfurt konnten hingegen auch schon mal Ferrari oder ähnliches sein.




    Aber auch vor neueren Studios wie dem Klangloft am Stadtrand von München wirst Du diese Auto-Marken nicht sehen.Dorthin kommen keine Menschen die sich ausschließlich fürs Image Musikanlagen mit Bling Bling erkaufen, sondern eher Leute mit Gehör und Musikverständnis und teils Musiker. Und ja: Da spielt an einem Abend auch einmal ein Sato mit selbst gebauten Treibern und Hypex Modulen und unsexy Ripolen im Bass und namhafte Autoren wie HB schreiben darüber ein paar Zeilen nach einem audiophilen geselligem Abend.



    Der Inhaber des Klangloft macht einen guten Job, schaue ich mir aber seine Marken an, teilweise auch in seinem Vertrieb, werden diese aber auffallend oft in diesem thread als "Blink Blink" Beispiele genannt, zB die zyprische Oligarchen Firma "Aries Cerat".

    Aber auch "Topwing" als empfohlene Tonabnehmer oder "Rui Borges" Laufwerke werden hier eher als negative Beispiele der Preisentwicklung herangezogen.

    Insofern freut es mich, wenn ausgerechnet dieser Händler positiv erwähnt wird, steht er doch für mich für die neueren Händler, die dem High End Gedanken in Deutschland ein frisches Leben einhauchen und den Mut haben, auch teuerste Produkte aus exotischen Ländern in der Vorführung zu haben. Danke für dieses Beispiel!


    Was ich aber vermisse - nach der für mich leider sehr negativen Entwickling der Messe der High End Society - und weshalb ich damals eigentlich vom HiFi Geschäft zu einer Messe der High End Society gegangen bin - ist die Vielfalt der Geräte und Marken verbunden damit diese auch wirklich gut (!) hören zu können. Klar gibt es immer Ausnahmen und Hersteller, die sich überagend einsetzen in dieser schlechten akustischen Umgebung gute Bedingungn zu schaffen. Das ist aber leider nicht die Masse.


    Warum eigentlich nicht?


    Sollte das nicht unter dem Gesichtspunkt einer ausschließlichen 2-tägigen B2B Messe auch relevant sein? Ich meine schon!


    Hier bin ich ganz Deiner Meinung.

    Für den betriebenen Aufwand empfinde ich ebenfalls viele der Vorführungen in München als grottenschlecht. Zumal einige Ausnahmen zeigen, dass man aus diesen Räumen durchaus klanglich was rausholen kann.
    Ich mag da auch nicht entschuldigen, dass einige Hersteller halt jahrelange Erfahrung in München haben und deshalb besser vorführen und gerade Newbies deshalb benachteiligt sind. Mit hat dieses Jahr zB YG sehr gut gefallen. Das gegenwärtige YG Team hat das erste Mal in München ausgestellt und auf Anhieb eine gute Vorführung hinbekommen.


    Doch zurück zu meinen ursprünglichen Gründen für den Besuch der Messe:


    Damals schon hatte nicht alles in den Räumen der HiFi Geschäfte Platz - in manchen Geschäften damals noch viel mehr als heute. Da spielten Tape Decks von Teac, Sony, Technics, Alpine und Onkyo auf einer Linie vergleichbar und haptisch anfassbar nebeneinander. Da standen Infinity Kappas neben Martin Logan und Revox Anlagen neben Braun Atelier Anlagen - klar: alles schlöechtes Design im Vergleich zu heutigen Creationen ;-)

    Damals gab es den Vertriebszwang nur zum Glück nicht so ausgeprägt. Man erlebte echte Vielfalt in den Geschäften und konnte frei eintscheiden.


    Das veränderte sich sehr stark und wurde weniger und weniger. Vertriebsdruck entstand.


    Heute habe ich jedoch den Eindruck dass es den Hifi Geschäften noch schwerer gemacht wird ein "querhören" Vertriebsübergreifend zwischen anderen Marken zu ermöglichen. Zu hoch ist der Druck bestimmte Mengen von einem Vertriebspartner abzunehmen und zu schwer sind die monitären Hürden sich von vielen Vertriebspartnern beliefern zu lassen. Leider.



    Da ich mittlerweile seit rund 40 Jahren professionell mit der Branche verbandelt bin, erlaube ich mir zu sagen, dass früher der "Gebietsschutz" deutlich härter gefahren wurde, die EU Richtlinien haben da deutlich geholfen, sogenannte MarktVeranwtortungsgebiete aufzuweichen, das Internet hilft in der Umsetzung.


    Druck hinsichtlich fester Abnahmemengen habe ich früher durchaus mehr mitbekommen, als heutzutage. Speziell im High End Bereich gibt es diesen eigentlich kaum noch, es gibt zu viele Marken als Alternative, auf die ein Händler ausweichen könnte. Natürlich gibt es Platzhirschen, Accuphase, B&W, T&A usw , die sich etwas mehr Druck auf den Handel erlauben können. Aber ansonsten limitiert die Menge an Vorführgeräten im Handel eigentlich weniger der Vertrieb, sondern mehr die Liquidität des Händlers. Nicht jeder ist von Hause aus so gut mit Kapital ausgestattet, wie zB Klangloft ode manch anderer etablierter Händler. Insofern ist für die kleinen Händler in der Branche jede Investition in ein Vorführgerät eine wichtige strategische Entscheidung, die mit einem gewissen Auswahlprozess im Vorfeld einhergeht.

    Auch ein Grund für mich, meine "workshops" zu machen, da ich bei einem grossen Produktfeld im Vergleich dann auch direkt die Meinung potentieller Interessenten mitbekomme. Diese Meinung ist mir sehr wichtig, da auf einem Workshop die unterschiedlichsten Menschen zum hören kommen und entsprechen eine grosse Bandbreite an audiophilen Geschmäckern abgebildet ist.


    ......


    Vieles davon habe ich jedoch auf der Hifi Deluxe gefunden und ich werde gut zusehen wie sich diese im Laufe der letzten Jahre konstant positiv weiterentwickelt und sehr am Kontakt und Feedback ihrer Consumer-Kunden interessiert ist.


    Die Hifi Deluxe ist für mich ebenfalls immer eine spannende Talent Show, wer es kommerziell geschafft hat, kann sich dann irgendwann auch mal die High End im MOC erlauben. So sind diesen Jahr zB Alysivox und Grandiose erstmalig im MOC gewesen, nachdem die letzten Jahre auf der Hifi Deluxe gesetzt waren.

    Die Hifi Deluxe bietet in den grösseren Räume einfach bessere Vorführbedingungen, in den Hotelfluren in den Mini Zimmern finde ich es hingegen dann immer unerträglich.

    Ich bin froh, dass es diese Nebenmessen gibt, auch dass es immer wieder weitere kleinere Ausstellungen (zB Martion) um räumlichen Umfeld gibt.

    Dies ist gute Frankfurter Tradition, Audioplan (unter anderem) hatte über Jahre hinweg auch immer noch eine lokale Vertriebsmesse parallel zum Kempinski

    Gruss

    Juergen

    IFA und Co sind aber nicht der Anspruch den die meisten hier haben, das wäre

    eben die High End im ursprünglichen Sinn mit dem Anspruch wie sie vor 40 Jahren

    gegründet wurde und dem sie heute nicht mehr so ganz gerecht wird. Nicht wegen

    der häufig exorbitant teueren Geräte an sich sondern wegen der Menge an Zeug

    dessen PLV an Betrug grenzt.


    tja, und das ist der Grund, warum ich die alte HE in Frankfurt vermisse. Da gings erklärtermaßen darum, überhaupt mal "HighEnd" im breiteren Markt zu etablieren, Produktrange "sehr gute bezahlbare Komponenten" + "Top-Produkte"

    So hat jeder andere Erinnerungen an die High End in München.

    Mir (damals noch Student, der im High End Studio gearbeitet hat) war zuerst aufgefallen, welch teure Autos auf dem Aussteller Parkplatz standen (habe damals Fahrzeugtechnik studiert), so dass ich auf Grund der KFZ Aufkleber schnell erkennen konnte, welcher Hersteller / Vertrieb erfolgreich war ;-)

    Auf der Messe selber kann ich mich zb an die folgenden Lautsprecher erinnern:
    IRS BETA, IRS Reference, Duntech Souvereign, Jadis Eurythmie, Shahinian Diapason,

    JM lab Grande Utopia, MBL, Martin Logan Statement

    usw usw usw
    Diese LS erschienen mir damals absurd teuer, zumal sie mit ebenfalls sündteurer Elektronik angesteuert wurden, zb Mark Levinson ML33, Threshold SA1, Jadis 200 usw usw


    Die Performance empfand ich als ähnlich unterschiedliche, wie man dies von heutigen Messen kennt, es gab halt gute und schlechte set ups.

    Auch die aus heutiger Sicht preiswerten in Frankfurt ausgestellten Anlagen waren relativ teuer, doch war die DM Kaufkraft im Vergleich zu anderen europäischen Währungen damals ein andere, insofern erschienen die Preise uns deutschen Konsumenten als günstig. Meinen damaligen internationalen Kollegen/Hersteller/Vertriebsmitarbeitern so ganz und gar nicht.

    In vielen Ländern Europas wurde nämlich damals nur ca 400 bis 600 DM im Monat verdient.

    Dies hat sich durch den EUR angepasst und angenähert, in anderen Ländern verdient man nun genau so viel (zB Spanien) oder sogar besser (zB Benelux), was sehr stark mit der Abwertung der deutschen Gehälter zu tuen hat.

    Insofern regen sich die meisten, indem sie sich über die Preise auf der aktuellen High End aufregen, zu einem grossen Teil eher über die niedrige Kaufkraft ihres EUR Einkommens auf...(zumindest wenn man dieses mit den Möglichkeiten von vor 40 Jahren vergleicht)


    Zu meiner Schulzeit fuhren die Väter einiger Mitschüler durchaus auch mal die Mercedes S-Klasse, einen grossen BMW usw , entsprechend gehörten diese Fahrzeuge "damals" zum Strassenbild in Deutschland

    Heutzutage sieht man dann doch eher selten eine S-Klasse oder den 7'er BMW im alltäglichen Verkehrsfluss.

    Der Kaufkraftverlust zeigt sich also nicht nur im High End Bereich.

    Vor 40 Jahren gab es Lautsprecher primär in billigen Holzkisten.

    Dies hat sich massiv geändert, mittlerweile sind die Gehäuse mit das teuerste bei den meisten Lautsprechern. Dies ist von den Herstellern nicht freiwillig gemacht worden, sondern entsprach dem klaren Kundenwunsch, LS in hochwertigen Designer Gehäusen werden einfach mehr gekauft, dies auch zu deutlich erhöhten Preisen.


    Der Trend zum aufwendigen Gehäuse hat vor einigen Jahren auch die Elektronik Komponenten erreicht, so dass auch bei diesen das Gehäuse mittlerweile das teuerste Bauteil ist. Auch dies auf klaren Kundenwunsch.

    Auch wenn viele Vintage Freunde in diesem Forum dies als "Blink Blink" verunglimpfen, und gerne mit LS in BBC Ästhetik Musik hören entspricht dies doch dem Kundenbedürfnis nach "Design" im Wohnzimmer.

    In Folge hat sich auch viel im hochwertigen Rack Markt bewegt.

    Halten wir fest, dass die aktuelle High End mit den gezeigten Produkten die Bedürfnisse einer aktuellen internationalen Kundschaft adressiert und viele von uns die vergangenen Zeiten einfach "besser" fanden.

    Dies ist bei Menschen über 60 ja nicht so selten zu beobachten,
    dass die Sachen von früher einfach als "besser" angesehen werden ;-)

    Gruss

    Juergen






    Wolf hat seine Produkte gemeinsam mit anderen Marken, zB Air Tight und Phasemation in 2 Räumen ausgestellt und war zumeist in einem der beiden Räume anzutreffen.
    Auf seinem Facebook Profil hat er er ein wenig das internationale feedback zu seinen Vorführungen wiedergegeben.

    Gruss

    Juergen

    wieviele Betriebsstunden hat den das System mittlerweile?

    Gruss

    Juergen

    Warum sollte HighEnd ein heiliger Kral sein? Wir tun sicherlich alle gut daran, dass nüchterner zu sehen. Das es Ansätze dazu genau in diesem Faden gibt, finde ich richtig und gut!

    Warum sollte HighEnd ein heiliger Gral sein?

    wird dies von jemandem behauptet?

    High-End ist schlicht und ergreifend ein Name für ein Markt Segment

    von Produkten, mit denen Musik wiedergegeben werden kann.
    Die High-End Messe in München zeigt die Produkte, die in diesem Markt Segment positioniert sind oder positioniert sein möchten.


    Wir tun sicherlich alle gut daran, dass nüchterner zu sehen.


    Auf der Messe wird recht nüchtern das abgewickelt, wofür Messen primär da sind, es werden Geschäfte gemacht. Vielleicht sollte mancher Forist diesen Tatbestand tatsächlich nüchtern zur Kenntnis nehmen. ;-)


    Das es Ansätze dazu genau in diesem Faden gibt, finde ich richtig und gut!


    Welche Ansätze meinst Du, ich habe in diesem Faden leider etwas die Orientierung verloren :-)

    Gruss
    Juergen

    Was ich herauslese, ist das Bedürfnis nach technisch sehr guten, bezahlbaren Komponenten, unter dem Hinweis - 'BlinkBlink' verspricht etwas, was zum Teil nicht gehalten wird.

    Das Bedürfnis nach "sehr guten, bezahlbaren Komponenten" ist in diesem Forum sicherlich vorhanden, doch geht es in diesem Faden um die "High End" Messe in München, auf der üblicherweise eher die Top Produkte des Portfolios gezeigt werden, was nicht unbedingt "bezahlbar" heisst.

    Früher gab es noch auf der IFA in Berlin eine Messe, auf der mittelständisches und vdh bezahlbares Hifi in grosser Breite gezeigt wurde, diese Messe ist bzgl Hifi leider nicht mehr relevant.

    Insofern fehlt in D offensichtlich eine Messe für bezahlbares Hifi,
    wenn es nach den Bedürfnissen dieses Forums geht.


    Mal schauen, ob die lokalen Messen der High End Society dieses Bedürfnis befriedigen können.

    Die High End Kern Messe der High End Society in München wird dieses Marktsegment der "Vernunft" sicherlich weiterhin nur am Rande streifen, fairerweise muss aber sagen, es waren ja auch bezahlbare Marken, wie zB Thorens oder Project auf der Messe.


    Der Hauptaugenmerk der High End Messe wird aber weiterhin auf den Top Produkte der Branche liegen, auch wenn in diesem Forum dann weiterhin nur "BlinkBlink" ohne Substanz wahrgenommen wird.

    Gruss
    Juergen

    Im Prinzip hast Du 2 Möglichkeiten, so dass System noch neu ist und der Fehler direkt Anfang aufgetreten ist:


    1.
    - Beim Händler reklamieren und das System einschicken und prüfen lassen


    2.

    - Ansonsten würde ich sagen, dass 2,1g noch im Bereich der Spezifikation liegt und es viele Systeme gibt, die man in den ersten Stunden (teilweise bis zu 100h) am oberen Ende der Auflagekraft betreibt. Ab 100h Spielzeit stelle ich ein System erst optimal ein, da sich dann die Parameter erst dauerhaft stabil verhalten, zB werden bei vielen Systemen die Gummies nach ein paar Spielstunden etwas elastischer.



    Das System hat 2 Jahre Garantie auf Werksfehler. Da kann man die Einspielzeit abwarten.

    Noch würde ich das System nicht zwingend als defekt ansehen, wenn es bei 2,1 einwandfrei spielt. Bei potentiell 5% Toleranz der Waage...

    Gruss

    Juergen