Posts by radiobastler

    Das mit dem Kauf der Schellacks vom Verdi Requiem hat dann leider nicht geklappt. Der Tünnes hat einen vorhandenen Discogs-Eintrag genutzt, aber nicht gemerkt, dass da 10 Platten dazugehören. Er hatte aber nur eine. Leute gibts...

    So viele Schellacks sind es nicht. Ich nutze ein Shure M75, dafür gibt es mehrere Schellacknadeln 65, 90 und 120 µm. Welche Nadel man für welche Platte nimmt ist nicht einfach zu sagen. Grob gesagt je älter die Platte, desto dicker die Nadel. Das macht sich klanglich durchaus stark bemerkbar.


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    Man achte auf das Ikea Kellerregal, ein Boden trägt 150kg. Das ist auch nötig, eine Kiste ist richtig schwer.

    Aus gegebenem Anlaß diesen Thread Klassiker in neuem Pop-Art Gewand.

    VÖ wohl mitte der 60er, handelt es sich hier Anhand der Qualität offensichtlich um eine spätere Pressung (ca. 1970).


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    Habe die Scheibe auch und würde die Pressung auch in die 60er Jahre einordnen. Zum Dirigent Otto Gerdes, dieser hatte die Aufnahmeleitung bei der 1963er Ausgabe der 9 Beethoven Symphonien mit den Berliner Philharmoniker unter Karajan.

    Leider neige ich bei Eigenbauten zum Teil auch dazu sehr eng zu bauen. Daher verwende ich Silikonlitze. Da kann man auch mal mit dem Lötkolben quer durch einen "Kabelbaum", ohne ihn zu verbraten.

    Das ist natürlich eine Möglichkeit, Silikonlitze zu verwenden. Wenn man dann doch mal wieder etwas ablöten muss, könnte sich die Litze allerdings schonmal auseinander zwirbeln. Wenn man Litze mit 0,5qmm verwendet, kann man dann schon die passenden Aderendhülsen verwenden. Die Leitung bleibt auch an der Lötstelle flexibel und die Hülse lässt sich auch gut an Novalsockel verlöten. Problematisch wird es nur, wenn zwei Leitungen an einen Kontakt gelötet werden. Das kann man beim Selbstbau zwar vermeiden, ist aber bei Fertiggeräten oft gängige Praxis (Altgeräte). Bei Neugeräten werden doch meist Platinen verwendet? Hatte davon noch keines auf dem Tisch.


    Kabelbäume halte ich bei Röhrenhifiverstärkern nicht unbedingt für die beste Lösung. Dabei können Leitungen parallel verlaufen, die nicht parallel laufen sollten, da sich sich beeinflußen können. Eine gewisse chaotische Verkabelung ist da besser.

    Vielleicht nicht bei Röhrenverstärkern, aber bei vielen Bandmaschinen, alten Fernsehern und Oszilloskopen gibts jede menge Kabelbäume.


    Man kann auch an der Röhrenfassung mit Aderendhülsen arbeiten, das kommt auf die Röhre und auf die Fassung an, bei einer RL12P35 vielleicht schon. Das ist schon eine ordentliche Lampe. Hierbei meine ich aber eher Leitungen für Netzteil usw.

    Starre Drähte sind aber immer sicherer und einfacher zu verlöten, wenn man keinen Platz hat. Wenn man ein Gerät neu baut mag es ok sein, aber bei einer Reparatur an schwer zugänglichen stellen ist Draht meiner Erfahrung nach besser. Wie schon gesagt, schon mal eine Philetta von innen gesehen und repariert?

    Im vorliegenden Fall war es einfach so, dass die Litzen nicht verlötet waren, sondern angebraten. An die Fassung kam man ohne andere Teile und Leitungen zu verbrennen kaum dran.


    Aber wie auch immer, jeder hat da so seine Vorlieben.

    Ich möchte das Thema "Litze verlöten" nochmal aufgreifen, wenn man sehr sorgfältig vorgeht, kann man das machen. Das setzt meiner Meinung nach aber voraus, dass man genug Platz hat eine sogfälltige Lötstelle anzufertigen. Wer schonmal eine alte Philips Philetta repariert hat weiß was ich meine. Das war hier auch ohne den Verstärker fast komplett zu zerlegen nicht möglich. Litze ist eine gute Lösung, wenn man mehrere Leitungen zu Kabelbäumen zusammenfassen will. Das ist mit starren Drähten schwierig, wenn es sauber aussehen soll. Deshalb habe ich bei meinem Röhrenprüfgerät auch flexible Leitungen Verwendet, aber dort hatte ich genug Platz um sauber zu löten. Außerdem musste der Kabelbaum an einer Stelle beweglich sein. Wenn es geht verwende ich aber starre Leitungen, wenn gelötet wird.


    Weil Lötzinn in Litze zum Problem werden kann ist es üblich und vorgeschrieben für flexible Verkabelung Aderendhülsen zu verwenden. Auch Kabelschuhe oder Verbinder werden immer gequetscht, natürlich mit dem passenden Presswerkzeug und nicht mit der Kombizange. Leider ist es bei Vielen Elektrogeräten anders und meine Erfahrung hat gezeigt, dass viele Defekte genau an solchen Stellen entstehen. Ganz schlimm ist es, wenn eine verlötete Litze in eine Lüsterklemme gequetscht wird.

    Flexible Leitungen ziehen beim Löten das Lötzinn durch die Kapilarwirkung an. In der Isolierung besteht dann die Gefahr, dass die Leitung bricht.

    Ich wollte mal kurz erläutern, was ich gemacht habe. Der eigentliche Defekt ist eine Cinch-Buchse am Eingang. Warscheinlich wurde vom Erbauer mit einem Lötkolben mit zu geringer Leistung auf den Kontakten zu lange herumgebraten. Neue Buchsen sind bestellt.

    Weiterhin habe ich einige Kabel neu angelötet bzw. erneuert. Vor allem waren an den Röhrenfassungen flexible Leitungen angelötet, bei denen teils die Lötstellen gebrochen waren, welche ich durch starre Leitungen ersetzt habe. Besagtes Röhrchen war ein Kondensator der keine ausreichende Spannungsfestikeit besaß. Der wurde erneuert.

    Am mechanischen Aufbau könnte man einiges verbessern, was aber nur Kosmetik wäre. Klanglich ist der Preamp vollkommen OK, auch mit den aktuellen Röhren. Ich habe testweise mal ECC83 Telefunken Röhren aus den 60ern eingesetzt. Die klangen etwas anders, was aber auch daran liegen kann, dass sie schon etliche Betriebsstunden in Röhrenradios hinter sich hatten. Der Röhretyp ist reine geschmacksache, da kann man mal experimentieren, muss man aber nicht. Die Schaltung ist recht simpel und von Schaltungen aus den 60ern abgeschaut. Alles eine solide Konstruktion mit guten klanglichen eigenschaften. Röhrenamps sind ja nicht klangstabil,

    Ich besitze kein Lingo, habe den Plan nur im Netz gefunden.