Posts by radiobastler

    Hallo,

    heute habe ich mal in meinen Neuzugang reingehört. Ist eine schöne Aufnahme. Im letzten Satz hat Bernstein aus "Freude schöner Götterfunken" - "Freiheit schöner Götterfunken" gemacht. Dafür hat er wohl damals Kritik bekommen. Er hat diese wohl damit komentiert, "Beethoven hätte es auch so gemacht" .


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    Das Kuriose an dieser Pressung ist, der linke und rechte Kanal sind vertauscht. Ich dachte schon an meiner Anlage stimmt was nicht, ist aber die Platte.

    Auf der CD ist es wohl richtig. Außerdem wurde die ganze Sinfonie auf eine Platte gequetscht, weshalb die Lautstärke reduziert wurde. Das beeinträchtigt den Klang aber nicht.

    Ich würde auch einen gebrauchten Dreher vorziehen, wie weiter oben schon gesagt wurde. Wenn man aber nicht selber basteln kann und auch niemanden kennt der einem einen alten Dreher wieder flott macht, ist das ein Problem.


    Wenn es denn einer von den genannten sein soll, dann ist der Pro-Ject bestimmt der bessere von den beiden. Der Teac hat was von China-Müll.


    Von Pro-Ject gibt es für einige Euros mehr aber die Debut-Serie, die sind bestimmt besser, mit besserem Tonarm. Das Problem ist beim Primary der Tonarm, das Laufwerk dürfte wahrscheinlich OK sein. Den Debut gibts bei Thomann für ca.240€.


    Ich hatte einen Pro-Ject 1.2, der zu DM Zeiten ca. 750DM kostete. Mit dem war ich zufrieden, habe ihn nur deshalb abgegeben, weil ich ein System für Schellackplatten brauchte und das Headshell nicht auswechselbar ist. Nun dreht er bei meinen Eltern seine Runden.

    Es gibt zwei versionen des L78, den L78 mit geradem Tonarm und den L78SE mit S-Tonarm.

    Das Tonarmlager des geraden Arms ist häufiger defekt. Es besteht aus zwei Lagerböcken aus Kunststoff. Die bekommt man neu in der Bucht für ca.15€. Der Wechsel der Lagerböcke ist relativ einfach und in einigen Minuten erledigt. Die Einstellerei ist nicht komplizierter, wie bei den anderen Tonarmen. Antiskating wird über ein Gewicht, das an einem Faden hängt eingestellt. Der L78SE besitzt einen S-Tonarm, der glaube ich, von Ortofon ist. Er besitzt einen SME-Anschluss für das Headshell. Das Headshell für den geraden Tonarm besitzt einen Lenco eigenen Anschluss. Hier sollte das Headshell vorhanden und I.O. sein, Ersatz ist relativ teuer. Da es sich beim L78 um einen Reibradantrieb handelt, sollte das Reibrad auch grip haben, das Gummi muß weich sein. Ersatz bekommt man zwar noch, ist dann aber auch Altmaterial. Wenn der Teller ordentlich dreht sollte es da aber kein Problem geben. Meist war werkseitig das Shure M75 verbaut.

    Ich benutze den Lenco L78 mit Shure M75 für meine Schellacks. Für das M75 gibt es verschiedene Nadeln mit 65, 95 und 120µm recht günstig. Auch das M75 ist recht günstig zu bekommen, es passt nur nicht an jeden Tonarm, da es recht schwer ist. An den Lenco L78 passt es aber sehr gut.

    An meinen Pro-Ject 1.2 z.B. passte es nicht so ohne weiteres.

    Das mit dem Kauf der Schellacks vom Verdi Requiem hat dann leider nicht geklappt. Der Tünnes hat einen vorhandenen Discogs-Eintrag genutzt, aber nicht gemerkt, dass da 10 Platten dazugehören. Er hatte aber nur eine. Leute gibts...

    So viele Schellacks sind es nicht. Ich nutze ein Shure M75, dafür gibt es mehrere Schellacknadeln 65, 90 und 120 µm. Welche Nadel man für welche Platte nimmt ist nicht einfach zu sagen. Grob gesagt je älter die Platte, desto dicker die Nadel. Das macht sich klanglich durchaus stark bemerkbar.


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    Man achte auf das Ikea Kellerregal, ein Boden trägt 150kg. Das ist auch nötig, eine Kiste ist richtig schwer.

    Aus gegebenem Anlaß diesen Thread Klassiker in neuem Pop-Art Gewand.

    VÖ wohl mitte der 60er, handelt es sich hier Anhand der Qualität offensichtlich um eine spätere Pressung (ca. 1970).


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    Habe die Scheibe auch und würde die Pressung auch in die 60er Jahre einordnen. Zum Dirigent Otto Gerdes, dieser hatte die Aufnahmeleitung bei der 1963er Ausgabe der 9 Beethoven Symphonien mit den Berliner Philharmoniker unter Karajan.

    Leider neige ich bei Eigenbauten zum Teil auch dazu sehr eng zu bauen. Daher verwende ich Silikonlitze. Da kann man auch mal mit dem Lötkolben quer durch einen "Kabelbaum", ohne ihn zu verbraten.

    Das ist natürlich eine Möglichkeit, Silikonlitze zu verwenden. Wenn man dann doch mal wieder etwas ablöten muss, könnte sich die Litze allerdings schonmal auseinander zwirbeln. Wenn man Litze mit 0,5qmm verwendet, kann man dann schon die passenden Aderendhülsen verwenden. Die Leitung bleibt auch an der Lötstelle flexibel und die Hülse lässt sich auch gut an Novalsockel verlöten. Problematisch wird es nur, wenn zwei Leitungen an einen Kontakt gelötet werden. Das kann man beim Selbstbau zwar vermeiden, ist aber bei Fertiggeräten oft gängige Praxis (Altgeräte). Bei Neugeräten werden doch meist Platinen verwendet? Hatte davon noch keines auf dem Tisch.


    Kabelbäume halte ich bei Röhrenhifiverstärkern nicht unbedingt für die beste Lösung. Dabei können Leitungen parallel verlaufen, die nicht parallel laufen sollten, da sich sich beeinflußen können. Eine gewisse chaotische Verkabelung ist da besser.

    Vielleicht nicht bei Röhrenverstärkern, aber bei vielen Bandmaschinen, alten Fernsehern und Oszilloskopen gibts jede menge Kabelbäume.


    Man kann auch an der Röhrenfassung mit Aderendhülsen arbeiten, das kommt auf die Röhre und auf die Fassung an, bei einer RL12P35 vielleicht schon. Das ist schon eine ordentliche Lampe. Hierbei meine ich aber eher Leitungen für Netzteil usw.

    Starre Drähte sind aber immer sicherer und einfacher zu verlöten, wenn man keinen Platz hat. Wenn man ein Gerät neu baut mag es ok sein, aber bei einer Reparatur an schwer zugänglichen stellen ist Draht meiner Erfahrung nach besser. Wie schon gesagt, schon mal eine Philetta von innen gesehen und repariert?

    Im vorliegenden Fall war es einfach so, dass die Litzen nicht verlötet waren, sondern angebraten. An die Fassung kam man ohne andere Teile und Leitungen zu verbrennen kaum dran.


    Aber wie auch immer, jeder hat da so seine Vorlieben.