Posts by radiobastler

    Der Riemen ist eingesetzt und die Maschine läuft. Es bildete sich anfangs aber zwischen den Andruckrollen eine Bandschlaufe, die ich aber durch leichte Korrektur des Bandzuges wieder beseitigen konnte. Witzigerweise wirkt sich die Korrektur des Bandzuges auf die Aufwickelspule aus. Das konnte ich daran erkennen, dass sich das Band im Stoppmodus langsam weiter bewegte, als der Bandzug zu hoch war. Wäre es so wie bei der A77, würde der Bandzug bei der X1000 zu stark gegen den Antrieb ziehen. Das macht sich sofort duch langsamere Geschwindigkeit bemerkbar, habe das durch leichtes Abbremsen mit der Hand getestet. So zieht die Maschine das Band mit dem Antrieb stramm. Zusätzlich erzeugt aber die Abwickelspule auch ein Drehmoment das zur Erzeugung des Bandzuges dient.
    Ich hatte testweise eine Andruckrolle demontiert, dann kommt die Maschine mit weniger Bandzug aus. Warum dann das Antriebskonzept mit zwei Andruckrollen?


    Klanglich ist die Maschine sehr gut. Eine Aufnahme habe ich noch nicht gemacht, aber ein Band, dass ich auf meiner damals noch viertel Spur A77 aufgenommen hatte, klang sehr gut.

    Also ich bin kein Chemiker und kann nur aus Erfahrung sprechen. Ich benutze WD40 schon seit Jahren bei alten Radios, Tonbandgeräten und Plattenspieler, dabei gab es nie Probleme und ich werde es auch weiter benutzen.
    Was nicht mit WD40 ab geht sind Rückstände ausgelaufener Batterien von Kontaktfedern, das habe ich bisher nur mit Rostumwandler aus dem Baumarkt weg bekommen.

    Man kann das Lager ja auch mit Hammer und Dorn auseinander treiben. Wenn man das Lager nach der WD40 Kur reinigt und mit "richtigem" Öl behandelt ist alles gut.

    Was habt ihr alle gegen WD40 oder Balistol, was ja fast das gleiche ist.
    Die Maschine soll darin ja nicht gebadet werden. Eh ich ein Lager auseinander treiben muss, nehme ich doch besser WD40. Außerdem ist das nur zum lösen der Lager. Die festsitzenden Lager der Andruckrollen habe ich dann auseinander genommen, gereinigt und geölt. Das WD40 kein ersatz für gutes Lageröl ist, ist klar. Zum reinigen alter Fettverkrustungen ist es aber unschlagbar.

    Die Lager habe ich vorsichtig mit WD40 eingesprüht, einwirken lassen und hin und her bewegen, dabei nachölen. Irgendwann gehts dann. Bei der X1000 ist die Mechanik überschaubar.

    So, habe jetzt die ersten Arbeiten an der Maschinen durchgeführt.


    Die X1000 ist nicht wirklich wartungsfreundlich. Es gibt kein tragendes Chassis, wie bei der A77. Die Teile sind irgendwie miteinander verschraubt. Die Verkabelung ist typisch japanisch, kaotisch. Ich habe mich etwas über das Antriebskonzept gewundert. Es gibt zwei Capstanwellen, die mit einem Riemen miteinander verbunden sind und das Band gleichzeitig mit zwei Andruckrollen antreiben. Der Riemen wird mit einem Gleichstrommotor angetrieben und hatte sich über die Jahre zu einer Lakritzschnecke verwandelt. Alles total verklebt. Die Mechanik war durch verharztes Fett total fest. Mithilfe von WD40 fluppt es jetzt aber wieder. Wenn der neue Riemen da ist gibts mehr.

    Na ja, die A807 ist ja maximal ca. 30 Jahre alt, die Elkos sollten noch ok sein. Aber man steckt ja nicht drin.
    Ich denke bei deiner Maschine dürfte ein Elkotausch keinen Sinn machen.


    Ich habe das bei meiner A77 MK4 gemacht, zusammen mit den Transistoren. Allerdings waren hier auch viele Tantalkondensatoren verbaut. Klanglich war durchaus eine Verbesserung zu hören. Was aber wohl auch an den Transen lag. Das kann man aber mit deiner Maschine kaum vergleichen.


    An deiner Stelle würde ich eine Sichtprüfung durchführen und nach auffälligen Elkos schauen, die z.B. aufgebläht sind, oder wo der Gummistopfen herauskommt. Wechseln kann man dann nach Bedarf.

    Auf diesen Bildern kann man verschiedene Revox Köpfe sehen, mit teils ordentlich breiten Kopfspiegel.


    http://www.analogfan.de/revox-tonkoepfe.html


    Auf den Fotos sind gut die Nuten zu erkennen, die bei den Fotos von meinem Kopf nicht mehr vorhanden sind. Ist mir erst garnicht aufgefallen. Ich hatte den Kopf dann doch zu Uli geschickt und er meinte das der ordentlich geschliffen wurde. Da ist mir das mit den Nuten erst aufgefallen. Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäume nicht.
    Meine Vermutung ist nun das der Vorbesitzer der A77 versucht hat den Kopf zu schleifen und es etwas übertrieben hat. Entweder aus Versehen, oder um einen vermeintlich neuen Kopf vorzutäuschen. Wie auch immer, so wurde es verschlimmbessert.

    Grundig hatte bei den Röhrenradios häufig Teile verbaut, die nicht langzeitstabil waren. Wie das bei diesem Gerät ist, kann ich nicht sagen. Da nichts funktioniert außer der Motor, fehlt da wohl irgendwo eine Spannung. Elkos wurden auch bei Grundig sehr knapp in der Spannungsfestigkeit ausgelegt. Nach den Jahren kommt es dann zu ausfällen. Genau wie bei Revox sind häufig Frako Elkos verbaut, das war bei früheren Grundig Geräten zumindest so. Frako Elkos sind nicht langzeitstabil.

    Welche USB-Geräte sind genau angeschlossen? Welche Stromversorgung haben diese Geräte im Deteil (Schaltnetzteil oder konventionelles)? Haben diese Netzteile einen Schutzleiteranschluss? USB-Hub mit externer Stromversorgung? Was für ein Drucker wird Benutzt? Wie ist er Angeschlossen, per USB am Router oder am Mac oder Hub? Ist der Mac per Wlan oder Lan am Internet? Wird eine Externe Festplatte benutzt, was für eine mit welchem Netzteil?


    Fragen über Fragen... jede Info kann wichtig sein.