Beiträge von fbs

    Dream Team: Consolidated Audio ÜT und Tedeska Torres

    Das Tedeska Torres habe ich in der Vorführung das erste Mal mit einem Consolidated Audio ÜT gehört und mich hat die Musik sofort ergriffen und mir hat die Darbietung mehr als gefallen. Nach den ersten Gehversuchen und Erfahrungen mit dem Torres hat es mich daher mehr als gereizt, mit ÜT weiter zu experimentieren und ich bin an ein Testexemplar des ConsAudio ÜT mit Nanokristallinem Kernmaterial mit etwas höherem Übersetzungsverhältnis 1:23, mit Silberwicklungen gekommen. Hr. Ullbrich berät hier sehr fachkundig über seine ÜT und das Zusammenspiel mit den unterschiedlichen Tonabnehmern.

    Zum direkten Vergleich hatte ich meinen Silvercore ÜT und den DV SUP-200, sowie im Vorfeld einen weiteren japanischen ÜT. Schon vorher hatte sich gezeigt, dass die SC ÜT mit 1:10 Übersetzungsverhältnis dass Torres limitieren und ein 1:20 ÜT, die weiteren Probanden, deutlich mehr Spaß beim Musikhören machen.


    IMG_ConsAudio.jpg

    Zum Consolidated Audio ÜT, in der Ausführung Nanokristallines Kernmaterial, mittlere Impedanz, 1:20 Ag (Infos sind angelehnt an die Infos auf der Webseite)

    Kernmaterial

    Consolidated Audio "Monster Can" MC StepUp Transformatoren sind auf der Grundlage von zwei verschiedenen weichmagnetischen Kernmaterialien erhältlich:


    Hi-Nickel (80% Nickel alias MuMetal)

    Das "klassische" Material für hochwertige Audiosignaltransformatoren mit niedrigem Pegel. Musikalische und kohärente, körperliche Präsentation.


    Nanokristallin

    Ein "State of the Art"-Kernmaterial für Audiosignaltransformatoren mit breiter Bandbreite und geringem Verlust. Detailliert und geräumig. Luftige und elegante, mühelose Präsentation.

    Primäre Induktivität

    Da die Primärinduktivität der Step-up-Transformatoren die niedrige Grenzfrequenz einstellt, wird sie nach der Tonabnehmerimpedanz gewählt. Der Consolidated Audio MC StepUp Transfomer wird derzeit für drei Bereiche von Tonabnehmerimpedanzen angeboten:


    Niedrige Impedanz

    Wenn der bevorzugte Tonabnehmer eine Impedanz von weniger als 10 Ohm hat, empfiehlt ConsAudio einen Step-up-Transformator mit geringer Primärinduktivität.


    Mittlere Impedanz

    Wenn die Impedanz des Lieblingstonabnehmers zwischen 6 und 20 Ohm liegt, ist ein Step-up-Transformator mit mittlerer Primärinduktivität am besten geeignet.


    Hohe Impedanz

    Für MC-Phono-Tonabnehmerimpedanzen zwischen 12 und 40 Ohm wird ein Step-up-Transformator mit hoher Primärinduktivität empfohlen.

    Übersetzungsverhältnis

    Das Übersetzungsverhältnis des Step-up-Transformators bestimmt den passiven Spannungsverstärkungsfaktor zusammen mit der Tonabnehmerlast durch die Eingangsimpedanz der Phonostufe. Ein Ansatz zur Frontend-Optimierung ist daher die Anpassung der nominalen Tonabnehmerausgangsspannung an die nominale Eingangsspannung einer MM-Phonostufe (normalerweise 5 mV). Ein zweiter Ansatz gibt der Tonabnehmerlast durch die transformierte Eingangsimpedanz der MM-Phonostufe Priorität (normalerweise ein 47-k-Widerstand parallel zum Eingang + Kabelkapazität)


    Niedriges Verhältnis (1:10 / 20 dB)

    Durch die Verwendung eines Step-up-Transformators mit einem Verhältnis von 1:10 würde ein Tonabnehmer mit einer charakteristischen Ausgangsspannung von 0,5 mV @ 5 cm/s die Standard-Eingangsspannungsanforderungen einer MM-Phonostufe erfüllen. Die Belastung eines solchen Phono-Tonabnehmers würde 470 Ohm betragen, da der SUT Impedanzen um das Quadrat seines Übersetzungsverhältnisses umwandelt.


    Mittleres Verhältnis (1:15 / 23,5 dB)

    Für Tonabnehmer von ca. 0,35 mV @ 5 cm/s. Die Tonabnehmerlast durch den transformierten charakteristischen MM-Phono-Stufeneingangswiderstand beträgt ca. 210 Ohm.


    Hohes Verhältnis (1:20 / 26 dB)

    Für Tonabnehmer von ca. 0,25 mV @ 5 cm/s. Tonabnehmerlast ca. 120 Ohm.

    Wicklungsmaterial

    Consolidated Audio "Monster Can"-Step-up-Transformatoren können mit Kupfer- oder 99,99% Silberwicklungen gebaut werden (gemischte Konfigurationen sind ebenfalls möglich).

    Klangeindruck

    Angeschlossen habe ich die Monster Can an den MM-Eingang der Valvet PS2, der eine Verstärkung von 45 dB bietet. In Bezug auf Brummen oder Rauschen ist absolute Ruhe, eine Paradedisziplin der Valvet PhonoPre. Ich nutze hier die WSS Premiumline Kabel mit Oyaide bzw. Furutech Steckern.


    Ich hatte ja bereits Schilderungen über den ConsAudio ÜT hier im AAA Forum oder auch im WBF Forum gelesen oder die Berichte von HB im LP Magazin, nicht zuviel versprochen. Die Diskussion über die Klangprägung von Silber kann ich nicht ganz nachvollziehen, wenn die Kombination der Kette passt und es einem musikalisch gefällt, passt‘s!


    Mit dem ConsAudio ÜT wird eine detaillierte, weite Bühne aufgemacht und man entdeckt auch bei bekannten Platten sehr viele und neue Details. Jetzt kann ich die Kommentare zur sehr, sehr transparenten des Musikgeschehens sehr gut nachvollziehen. In dieser Beziehung unterschlagen die anderen Probanden in Kombination mit dem Torres einiges. Neben der sehr guten räumlichen Staffelung, gefällt insbesondere die konturreiche Darstellung des Musikgeschehens mit sehr viel Feinzeichnung beispielsweise bei Percussioninstrumenten, Klavier, elektronischen und akustischen Gitarren oder Bass. Dies erfolgt über das gesamte Frequenzspektrum. Stimmen sind genauso eine Paradedisziplin. Mit viel Enrgie in der Musik, der Darstellung macht das Hören einfach Spaß.


    Mit dem Consolidated Audio Übertrager harmoniert das Tedeska Torres einfach perfekt in meiner Kette, Dreamteam!

    Konsequenterweise müßte ja jedes stromleitende Bauteil aus Silber sein oder reicht der überwiegende Anteil dieses Material zur Beeinflussung der Klangsignatur?


    Ich glaube ja immer noch das die Summe aller Teile die Klangsignatur ausmacht und nicht die Fokussierung auf einzelne Materialien.

    Hier gab es, zumindest für mich und weitere Anwesenden, einen beeindruckenden Vergleich auf shakti Jürgens letztem Workshop. Hier wurden verschiedene Tonarme und auch Phonokabel verglichen, bei identischer Restkette. Erkenntnis: die Musik kann mit einem Tonarm in Kombination mit einem bspw. TripleC Phonokupferkabel kann sehr ausgewogen, dynamisch klingen. Die gleiche Kombination mit einem eher bedämpften Tonarm tendiert in Richtung limitierte Dynamik.


    Schlussfolgerung, die Kombination macht‘s, nicht notwendig eine durchgängige Materialkette.


    Viele Grüße,

    Andreas