Posts by KlaRa5

    Das ist erstmal garkein so großes Problem, wenn die Dioden den Strom der Ladestromspitzen liefern können. Das eigentliche Problem der Störungen entsteht in dem Moment, in dem die einzelne Diode wieder sperrt, in Form von hochfrequentem Ringing.

    Ich möchte das mit den Ladestromspitzen verdeutlichen. Wir haben hier Sekundär einen Sinus von 80 V Spitze bei 50 Hz. Der Lastwiderstand hat 10 Ohm. Durch ihn fließen 7,92 A, rote Linie. In diesem Maßstab sieht man nur eine konstante Linie.


    Blau ist der Spannungsverlauf U80. Die Spannung wird durch C1 mit 50 mF (50.000 µF) geglättet, so daß ein Brumm von 1,4 V verbleibt. Der grüne Verlauf gibt den Ladestrom des Kondensators wieder. Innerhalb von 10 ms wird der Kondensator aufgeladen und zwar wenn U80 steigt. Die Stromspitze ist in 0,12 ms erreicht und liegt bei etwas über 210 A.:huh: Und das alles nur um 7,92 A Nutzstrom zu liefern.


    Im Anhang habe ich noch die Simulationsdateien für LTspice XVII beigelegt.


    pasted-from-clipboard.png

    Wenn ein Netzkabel schuld an Problemen des Verstärkers sein soll, so ist die Ursache in der Regel beim Verstärker zu suchen.8)


    Bei Schaltnetzgeräten wird so und so alles zerhackt.:)


    Bei klassischen Netzteilen mit Trafo, Brückengleichrichter und Siebung wird der Netzstrom durch das kurzzeitige Aufladen der großen Ladeelkos stark verzerrt. Je größer die Kapazität ist, um so kürzer wird der Ladepeek, dafür aber eben stärker.:evil: Ein Schaltnetzgerät mit PCF, Power-Factor-Correction, ist dagegen richtig sauber.:saint:


    Wo kommt der Strom denn her? Was liegt vor dem Netzkabel? Die Leitungen in der Wand!
    mfg Klaus

    Was diesen Widerstand betrifft empfehle ich Dir das Studium einschlägiger Literatur u.a. von Walt Jung usw..

    Ich habe mir von Jung das "Op Amp Applications Handbook" angeschaut. Was mir besonders gefällt, er hat mit Analog Devices zu tun, vermutlich zu tun gehabt. Und AD hatte Linear Technology übernommen und pflegt jetzt LTspice weiter. AD war immer schon die Nobelmarke. Das Handbuch hat 895 Seiten und ist frei im Netz erhältlich. Echt empfehlenswert!:)

    Vielen Dank für Deinen Tipp.
    mfg Klaus

    Was diesen Widerstand betrifft empfehle ich Dir das Studium einschlägiger Literatur u.a. von Walt Jung usw..

    Den Jung werde ich mir mal ansehen.


    Das war aber nicht das Anliegen des Sir Blues. Ich wollte nur selber bestätigen, daß ich bei 8 m Koaxkabel noch keine Probleme mit Störeinstrahlungen feststellen konnte. Die von mir aufgezeigten Rahmenbedingungen sind ja auch nichts besonderes und sollten bei den meisten anderen auch so gegeben sein.


    Störeinstrahlungen sind in der Regel hochohmig. Aus Erfahrung weiß ich aber, daß Leiter mit 600 Ohm gegen Masse abgeschlossen, solche Störspannungen schon zusammenbrechen lassen. Wenn man allerdings Radio empfängt, dann wird es böse.

    mfg Klaus

    Ich habe ca. 8 m Cinchkabel zwischen dem RIAA - Vorverstärker und den Receiver. Der braucht 200 mV für Vollaussteuerung. Die komplette Schaltung habe ich hier vorgestellt:


    RIAA-Phonovorstufe mit LT1115


    Der Serienwiderstand mit 562 Ohm war zwar von Linear Technology so vorgegeben, aber ich habe ihn auch für gut befunden. Der LT1010 hat quasi 0 Ohm Ausgangswiderstand. Leitungen dieser Art werden oft für 600 Ohm ausgelegt. C6 filtert Hochfrequenz aus die ggf. eingestrahlt wird. Und R6 leitet ggf. vorhandenen statische Aufladungen ab.


    RIAA-VST.png


    Also, man hört hier absolut keinen Brumm oder Knistern.

    mfg Klaus

    Moin, kann mir jemand bitte sagen, wie die blauen Vinyls in dieser Box klingen? Sonst klingt ja alles toll von Rammstein, zumindest was im Studio gemacht worden ist.

    In der Westfalenhalle war es 2010 recht angenehm. Am 28. Mai 2019 im Schalke-Station war der Klang grauenhaft. Vor lauter Echos verstand man kein Wort. Die Echos waren so verrückt das man teilweise nur ein Gezische hörte. Fazit, ein Fußballstadion ist kein Konzertsaal.
    mfg Klaus

    Gestern ist mir die Sicherung 3-mal hintereinander rausgeflogen, heute bei 2 Versuchen nicht.


    Sieht so aus, als wenn ich gestern Pech und heute das Glück hatte, zum richtigen Zeitpunkt einzuschalten.

    Du hast Probleme mit Inrush. Der Trafo behält beim Ausschalten einen Restmagnetismus. Wenn er ungünstig liegt, dann fließt beim Einschalten ein erhöhter Strom.

    mfg Klaus

    Die normale Warmlaufzeit nach dem Einschalten ist eigentlich viel auffälliger.

    Ja, das kennt man noch von den alten Hameg Oszilloskopen. Ich hatte mir vor 10 Jahren einen HM 806 von Ebay gekauft. Es war so um 1985 ein High Tech Gerät. Es gab nur eine Röhre, die Bildröhre. Der Rest war überwiegend diskret aufgebaut. Die Super Operationsverstärker von heute gab es noch nicht, alles analog.


    Nach dem Einschalten kann man getrost Frühstücken gehen. Danach ist alles auf Betriebstemperatur.

    mfg klaus

    Weiterhin wuerden speziell bei grosskristallinen Kabeln im Fertigungsprozess mechanische Verspannungen im Elektronengitter entstehen, welche den Elektronenfluss nach Produktion verschlechtern.

    Temperaturbeiwert oder Temperaturkoeffizient des elektrischen Widerstands.

    Code
    1. Kupfer (99,9 %) 3,93 · 10−3 [alpha in K−1]
    https://de.wikipedia.org/wiki/…_elektrischen_Widerstands


    Je Grad Kelvin ändert sich der elektrische Widerstand von Kupfer um 3,93 Promille.


    Wenn jetzt eine Vorstufe mit schlechtem Ausgangswiderstand, so wie bei einer Röhre, einen Wert von z.B. 10 Ohm hätte und der Eingang eines Endverstärkers z.B. 10 KOhm hätte, was bewirkt denn da das Kabel?


    Ein Koaxkabel mit 0,28 m² Innenleiter hat je Meter 0,061071 Ohm. Je °C haben wir einen Widerstandsbeiwert von 0,000264 Ohm. Der Stromkreis hat jetzt:

    Code
    1. 10 Ohm + 10000 Ohm + 0,061071 Ohm = 10010,061071 Ohm

    Es ist schon verrückt. Den Widerstandsbeiwert will ich erst gar nicht noch zufügen. Da der Sender in der Regel stets einen sehr niedrigen Innenwiderstand gegenüber dem Empfänger hat, haben wir hier eine Spannungssteuerung. Im Extremfall spielt der Strom keine Rolle mehr. Das heißt, auf dem Kabel haben wir so gut wie keinen Spannungsabfall.


    Der Widerstandsbeiwert mit seinen 3,93 Promille ist der einzige Störfaktor von Bedeutung. Sollte es noch andere Faktoren geben, so müßte man vielleicht beim CERN anfragen.


    Aber ich glaube eher, daß der Luftdruck und seine Schwankungen mehr Einfluß auf das Klangempfinden haben. Da ist ja auch das Ohr direkt mechanisch beteiligt.:saint:

    mfg klaus