Posts by Krautathaus

    Nein, gerade "wie" er singt war ein großer Einfluß auf zukünftige Popmusiker, die nicht mehr darauf achten besonders genau/schön zu singen und mehr Wert auf Ausdruck und Emotionen legten. Das wird auch hier recht schön beschrieben:

    https://www.thecrimson.com/art…-dylan-unpopular-opinion/


    Auch auffallend, wie unterschiedlich Dylan auf seinen LPs singt. Man vergleiche nur mal die alten Aufnahmen der ersten richtigen Folkalben, mit z.B. Just like a woman (1966) oder Tonight I'll Be Staying Here with You (Nashville Skyline 1967) und Sara (Desire 1976).

    1.) wurde früher Vinyl in deutlich höheren Auflagen produziert und 2.) wenn du mal die Inflation hochrechnest, dürftest du fast wieder bei dem heutigen Preis landen.

    Hallo Oliver


    ich habe gemerkt, dass ich nichts präferiere. Ich steh auf Nancy Sinatra Nummern genauso wie auf Joan Baez, The Doors oder Hendrix

    Wenn dir Nancy Sinatra gefällt, da gibt's einiges mit ihrem Produzenten Lee Hazlewood (der auch solo ab den 60s veröffentlicht hat) zu entdecken...Some Velvet Morning wurde schon erwähnt. Da gibt's übrigens ne tolle Coverversion von Thin White Rope.


    Weibliche Interpreten und Musikerinnen der 60s, die für meinen Geschmack viel zu wenig erwähnt werden, aber in diesem Jahrzehnt Ihre stärkste Phase hatten, sind


    Peggy Lee (Blues Cross Country oder die Compi "All Aglow Again")

    Nina Simone (N.S. sings the Blues)

    Bobbie Gentry (Ode to Billie Joe / Fancy)

    Aretha Franklin (einfach bei RYM die Wertungen ansehen)

    Dusty Springfield (Dusty in Memphis)


    welche dann zu dem bisher kaum genannte Genre führt, das in den 60s seine Hochzeit hatte: Soul. Besonders Stax aus Memphis war von 64 - in die 70er höchst einflussreich und hatte mit ihrem Songwriting Duo Isaac Hayes / David Porter unzählige Hits gelandet. Deren Backing Band Booker T & The MG's waren die funk-rockige Antipoden zu den Popproduzenten Motown aus Detroid. Und dazwischen gab es in den 60s unheimlich viel tolle Soullabel deren Interpreten nicht minder begabt waren.

    Wenn man eher den Geist der 60er entdecken will, bringt es nichts sich sklavisch an die Jahreszahlen zu halten. Z.B. sind Led Zeppelin's 1 & 2 mitnichten typische 60s Musik, wie so vieles das Ende der 60s erschien, stilistisch besser zu den 70ern passt, schon wg. der experimentelleren längeren Tracks und deutlich exzentrischeren Produktion. Z.B. atmet die extrem einflußreiche Vorgänger Band "Yardbirds" (Beck, Clapton, Page) mehr 60s Luft, als LZ.


    Ich würde eher den Zeitraum 58 - 68 herausstellen.

    Capone, sehr starke Fotos! Speziell die kräftige Maserung der PL70 Zarge kommt in s/w toll rüber. Wußte gar nicht, daß es einen Exclusive PL70 gibt. Was unterscheidet den, vom PL70? Hübsches Headshell (erinnert etwas an ein Sony Headshell). Auf meinem habe ich das Kenwood Headshell vom 7010er mit einem Ortofon MC30 Super.

    Jeder postet hier seine subjektiven Erfahrungen die von nix weiter als Zufällen abhängen. Ich hatte früher schon gepressten Schrott oder gute Qualität und das ist heut im wesentlichen nicht anders...mit einer Ausnahme, soviel verwellte Platten wie seid ein paar Jahren hatte ich früher nicht. Das schiebe ich einfach darauf, dass nicht vollständig abgekühlte Platten in die Cover kommen und dann in Folie eingeschweißt werden...den Unsinn der eingeschweißten Platte gab's in den 90ern z.B. höchst selten und das verzieht aber die Platten.

    Bei mir waren es ca. 100 LPs ohne Höhenschlag und wenn ich mich richtig erinner, kauft Dr.Music noch deutlich mehr LPs als ich. Das ist aber dann schon ein Wahnsinnszufall.

    Oder vermutest du den Zufall eher auf der Seite der Beanstandungen?

    Also ich kaufe ja viel Neuware und verwellte Platten, oder Platten mit Höhenschlag von mehr als 1mm hatte ich in den letzten Jahren (fast) überhaupt keine mehr.

    Da sind wir schon zwei Glückspilze, den letzten Höhenschlag hab ich vor ca. eineinhalb Jahren zurückgeschickt. Bei ca. 60 - 70 neuen LPs im Jahr. Da käme ich nicht auf die Idee selber Hand anlegen zu wollen.

    Deshalb werde die Geräte nicht schlechter.


    Zu der Musik - typisch, weil sehr dynamisch und extrem nah am Instrument aufgenommen mit viel Effekthascherei. Mit solchen Aufnahmen klingt halt jede Anlage. Da gehts meist nicht um die Musik. Mit Ignoranz hat das nichts zu tun - ich höre selber viel Jazz.

    Ich höre zwar nicht viel Jazz, aber nah am Mikro aufgenommene Alben hab ich auch ein paar. Und da ging's immer um die Musik. Siehe z.B. die letzten drei Alben des Trompeters Avishai Cohen. Es gibt aber auch ältere Aufnahmen wie z.B. "The Gifted Ones" von Dizzy Gillespie.

    Der obige Link ist ja auch nur ein Aussschnitt aus einem 6 Minuten Stück.


    Ansonsten stimme ich Hal 9000 zu, den Klang einer Anlage kann ich über einen YouTube Link überhaupt nicht beurteilen, sondern nur wenn ich davor sitze.

    Volkmar natürlich...sorry.


    Nun, du kaufst die Calexico Alben nun aber nicht, weil sie zwar in 180g falsch eingestellt wurde, und es sie leider nicht in 180g gibt?


    Und im zweiten Absatz "ich kaufe grundsätzlich nie nach Gewicht, sondern nach dem besten Klang". Nur, woher willst du denn wissen, dass es einen Klangunterschied zw. 140 und 180g gibt? Wieviel Alben konntest du bisher in beiden Gewichtsklassen vergleichen...also natürlich dasselbe Mastering, dieselbe Abmischung?