Posts by analogis

    Dieses Netzteil ist korrekt. Thorens hat den TD 2001 und den TD 3001 standardmäßig damit ausgeliefert. Habe auch so einen und es läuft alles richtig. Habe heute noch mehrere Steuerungsplatinen mit diversen Netzteilen getestet (Standardnetzteil, 18V-Variante vom TD 520, TPN 2000, Thorens Control mit 20V). Der Motor meines Testlaufwerks lief mit allen gleich. Das Thema Netzteil dürfte also erledigt sein.

    Ich habe gleich mehrere Netzteile des TD 2001 und des TD 3001 geprüft. Die waren früher für 220V spezifiziert und lieferten dann 16V AC. Bei 230V sind es dann 15 V AC mit 160-190 mA, es hat sich also nur der Aufdruck geändert. 18V und 800 mA liefert ohnehin keiner. Die Steuerung muss also mit weniger gearbeitet haben.

    Siehe Foto.

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    • Netzteile.jpg

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    Hallo,

    durch Zufall ist mit in die Hände das System Yamaha MC 1000 in die Hände gefallen. Alles zusammen hing es am Thorens TD 2001 mit dem TP90, der die lezten Jahre kaum genutzt aber extrem pfleglich behandelt und sauber justiert war. Das alleine ist schon eine Seltenheit. Das Ding war perfekt justiert.
    Ich habe seit Jahren keinen so erwachsen (saftig und knackig) spielenden TD 2001 in Standardausführung mit der Bodenplatte aus Pappe mit dem TP90 und ohne die RCD-Kur gehört, deshalb interessiert mich, was das für ein Teil ist.

    Im Netz findet man nicht so viele Infos über das MC 1000-System. Vielleich kennen sich einige von euch damit aus. Mich würde es interessieren, wann in etwa dieses System hergestellt worden ist, ob es mit den Tonarmen SME 3010R oder SME 309 harmonieren würde :/. Um welche Preisklasse des Systems handelt es sich ?

    Danke im Voraus

    Michael

    Das ist tatsächlich der Fall. Das gilt auch beim TD 320 MKIII. Beim TD 2001 hat man (wenigstens früher in der Zeit mir Pulleys aus Metall) selektierte Motoren ausgewählt, die weniger Geräusche produziert haben und etwas "glatter" liefen - allerdings nur bei 33 Umdrehungen, zmindest so mein subjektives Gefühl. Diese hat man mit einem hellgrünen Aufkleber markiert. Das scheint mir Ende der 90er Jahre aber nicht mehr der Fall gewesen zu sein. Bei der Steuerung hat man sich auf den Motor bezogen und weniger auf das Modell.


    Der einzige Unterschied zwischen den Modellen liegt an der Überbrückung des Start-Knopfs, den es beim TD 3001, 2001 BC, Ambiance, Phonosophie No. 3 auf der Bedienleiste nicht gibt. Der Startknopf ist bei den Steuerungen dieser Modelle meistens (oder soger immer) drauf so auch bei meinem No. 3 und dem TD3001. Ich habe im Laufe der Zeit tatsächlich einen Motor eines TD 280 gefunden, der runder und besser lief als alle anderen der TDs 2001, 3001, Phonosophie, die ich hatte (etwa 10 Stück). Die Steuerungen sind austauschbar.


    Als Beispiel hier ein Foto einer möglichen Versuchsanordnung für Klaus. Ist zwar ein Phonosophie No. 3 aber der hat den gleichen Motor und die gleiche Steuerung mit angelöteten Kabeln. Da sind mir die Thorens-Komponenten viel wartungsfreundlicher. Was man sich leicht merken kann sind die Anschlüsse. Sie liegen beide auf der gleichen Längstseite der Steuerungsplatine und direkt neben den Abstandshaltern aus Metall. Sofern man normale Vorsichtsmaßnahmen beachtet (keine Tassee Kaffe und keine Katzen auf dem Tisch), dürfte die Testanordnung bei 16 Volt ungefährlich sein.

    Gruß

    Michael

    Dieser geheimnisvolle Ring könnte ursprünglich auch am Gewicht eines Tonarms angebracht gewesen sein...aber nicht am TP50 :) .

    Beim Problem spricht (fast) alles für die elektrischen Teile. Ich würde testweise mit dem Anschluss einer anderen Steuerung beginnen. Dazu muss man den Plattenspieler nicht auseinanderbauen, sondern nur den Motor an eine auf dem Tisch liegende Steuerung anschließen und schauen, was passiert.

    Gruß

    Michael

    Hier noch Fotos, die den Unterschied zeigen. Das Tidorfolon-Lagerstück habe ich nicht herausgedreht, um es nicht zu beschädigen. Man sieht aber sehr gut, dass es ein anderes Material ist und aus einem großen Stück besteht (Schraube und Spiegel in einem).

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    • Tidorfolon.jpg

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    Also wenn man diesem Herrn in dem eingebetteten Video Glauben schenken darf, dann hat der TD 550 wohl ein Tidorfolon Lager. Er spricht von diesem Lager bei ca. 2:05. Das gleiche Lager kommt bei Thorens wohl auch bei deren anderen aktuellen Topmodellen (900 Serie und TD 350) zum Einsatz. In der BDA zum TD 550 steht dann auch "Bei sehr häufigem Gebrauch sollte das Lager nach 5 Jahren überprüft und dessen Schmierung erneuert werden." Wohl ein kleiner Hinweis darauf, dass so ein Lager nun doch nicht so ganz wartungsfrei ist.

    Hier muss ich widersprechen.

    Der günstigere TD 350 hat ein Lager mit gleichen Abmessungen der Lagerhülse wie der TD 550 aber mit einem recht weichem und weißem Kunststoff (vermutlich Nylatron,Teflon oder Ähnliches) als Lagerspiegel. Tidorfolon sieht aus wie harter Kunststoff und ist schwarz. Im Grunde gekommen sind die Thorens Laufwerke der frühen 2000er Jahre (TD 350 / 550/ 800x / 2030) komponentenweise auf den Teilen wie bei der Firma Acoustic Signature basierend: Lager, Teller mit Bitumen auf der Unterseite, Premotec-Motoren, Netzteile (mit schief aufgeklebtem Aufkleber, der die andere Bezeichnung verdeckt). Möglicherweise hat Thorens dort die einfacheren Komponenten eingekauft und nur eigene Gehäuse ausgehend vom alten Subchasis-Prinzip gebaut.

    Die Kapazität hat in meiner Gegenwart ein Elektrotechnik-Student gemessen, den ich beauftragt habe, die Elkos auszutauschen. Gemessen wurde nur aus Neugier nach dem Ausbau, also nicht im laufenden Betrieb. Die Kondensatoren sollten eh alle raus.


    Die ca. 10 Steuerungsplatinen, die ich schon in meinen Händen hatte, hatten fast alle gewisse Alterserscheinungen gezeigt (z.B. Rostspuren auf den Drähten). Die funktionierten alle dennoch zuverlässig. Unter Umständen gibt es Oxidationsspuren auf den Kontaktflächen der Stecker am Netzanschluss. Hatte auch schon mehrfach Aussetzer am Stecker für das Netzteil am Gehäuse, obwohl die Verbindung da war, nachdem man das Netzteil angeschlossen hatte (einfache Kontaktverbindung). Am Netzteil oder dessen Kabel lag es nicht. Sollte es an der Steuerung liegen, wäre es am einfachsten, eine irgendwo auszuleihen, um es damit zu testen.


    Den Motor würde ich an der letzten Stelle als Problemquelle betrachten. Bis auf den Tropfen Öl auf das obere und untere Ende der Achse alle Paar Jahre braucht das Ding keine weitere Pflege.

    Grüße

    Michael

    Zu den Elkos auf der Steuerung. Der Austausch der Kondensatoren macht zwar Sinn, die Dinger trocknen alle aus. Habe allerding eine Messung der Kapazität der Elkos der Steuerung eines TD 2001 durchgeführt. Diese lag meistens bei über 90% der Nennkapazität. Das entsprach den "normalen" Abweichungen und war so eigentlich ok. Hatte ehrlich gesagt einen deutlichen Kapazitätsverlust nach 20-25 Jahren erwartet.

    Gebe Stefan Recht. Gummiringe kennt der TD 2001 nicht. Ich vermute aber, dass jemand am Pulley einen Gummiring angebracht hat, um das Abfallen des Riemens beim Start zu verhindern.


    Ein Foto würde an der Stelle viel helfen. Die Kraftlosigkeit kann man auch durch die falsche Justierung des Subchasisbrettes und des Motorpulleys passieren. Entweder reibt der Riemen an der Führungsschiene neben dem Motor und kommt nicht weiter und/oder bekommt der Riemen minimal zu wenig Spannung, dass er abfällt. Erst in der Bewegung wandert der Riemen am Pulley hoch, daher das Gefühl, dass das Anschubsen etwas bringt.

    Wenn die Elektronik in Ordnung ist (fast immer der Fall) und die Drehzahl korrekt eingestellt ist, sind es Anzeichen für schlechte Justierung. Außerdem sollte das Lager des Motors etwas Öl verkraften. Ohr auf die Zarge und dem Kaffeemühlengeräusch lauschen. Ich vermute, dass die meisten TD2001 -User über die Jahre noch nie dem Motor etwas Öl gespendet haben. Alles Autofahrer nehme ich an.


    Die Blattfederung des TD 2001 gibt im Laufe der Zeit nach. Wer also sein Laufwerk alle Paar Jahre nicht neu justiert, dann passiert das so gut wie sicher. Der klassiche Riemenabwurf, mit dem so viele überfordert sind.


    Lösung: den Hauptteller umdrehen und auf den Kopf stellen, um zu schauen, ob das Subchasis plan mit der Zarge ist. Ist es der Fall, im laufenden Betrieb an der äußeren Schraube des Motors mit viel Feingefühl drehen (die Schraube, die am nächsten am außeren/hinteren Rand der Zarge liegt, da ist meistens ein blauer Farbfleck drauf), bis der Riemen während des Laufs mittig auf dem Knickpunkt des Pulleys liegt. Schon 1mm Abweichung kann zum Aufschaukeln des Laufwerks beim Start führen, wodurch der Riemen herunterfallen kann (=zu wenig Spannung).


    Die Steuerung geht ohne Gewalteinwirkung am Schalter kaum kaputt und vor allem, wenn man die Endabschaltung mit dem Netzanschluss nicht verwechselt hat. Das riecht man aber sehr schnell ;)

    Gruß

    Michael

    Ich kann einen Tropfen Motorlageröl (von Joel) beim RDM57 immer empfehlen. Hatte schon mehr als 10 dieser Motoren in den Händen stammend von TD 2001, 3001, 320 und Phonosophie No. 3, einige gaben tatsächlich ein leichtes, kaffemühlenartiges Schleifgeräusch von sich, was nicht wirklich schön war (man lege ein Ohr auf die Plattenspielerzarge und denke an die Vibrationen). Nach ein wenig Öl hat sich die Situation meistens deutlich verbessert. Die Pulleys aus Kunststoff lassen sich dabei problemlos abziehen (einen dünnen Lappen um die Achse herumwickeln und ohne Metallwerkzeug mit bloßen Händen abziehen). Die Teile haben meistens schon über 20 Jahre auf dem Buckel. Etwas Wartung inkl. Reinigung (alle 10 Jahre?) sollte doch sein.

    Der Pitch-Regler eines TD520 / 521 ist bei älteren Geräten oft verharzt und möglicherweise nicht vollständig drehbar. So kann ihn der Nutzer zwar drehen, merkt aber nicht, dass ursprünglich noch mehr Geschwindigkeitsanpassung möglich war.

    Um den Regler zu behandeln, muss er komplett ausgebaut werden. Nur den Drehknopf abziehen und mit dem Kontaktspray zu sprühen hilft nicht, der eigentliche Regler sitzt zu tief unter der Zarge. Schon eine leichte Gewalteinwirkung beschädigt nur das schwache Kunststoffprofil des Reglers, wenn der spürbare Anschlag erreicht worden ist. Wenn trotzdem das Gefühl entsteht, dass mit etwas Kraft "mehr" geht, dann liegt es am Kunststoff der gerade nachgibt. Bitte auf keinen Fall kräftig drehen.

    Die Reparatur des verharzten Reglers geht problemlos nach dem Ausbau der Steuerungsplatine (der Regler sitzt darüber und ist an der Zarge befestigt). Nach der Behandlung mit dem Kontaktspray- habe selbst Kontakt WL benutzt- müsste mehr Spiel sein. Bei meinem TD520 hat diese Methode prima funktioniert und der Regler konnte so in jede Richtung deutlich weiter gedreht werden.

    Zusätzlich sollte man nachschauen, ob auf der Steuerungsplatine noch weitere Pottis für die Standard-Regelung der Geschwindigkeit vorhanden sind. Es könnte aber auch sein, dass die Elkos auf der Platine schon so ausgetrocknet sind, dass hierdurch das Problem entstanden ist.

    Sollte man aus Versehen das Netz an den H-Eingang anschließen, würde dies die Platine beschädigen (bei mir ist ein Transistor durchgebrannt). Einen solchen Fehler macht man nur einmal ;) Habe das passende Originalkabel mit dem passenden Stecker und kann es für wenige € über die Bucht zum Verkauf anbieten, sollte das Interesse weiterhin bestehen.

    Nein, ohne Brett. Es gab unterschiedlich starke Blattfedern, soweit ich weiß. Der BC kam ja ohne den TP90(S) und demnach sollten die Angaben der BDA stimmen. Die Modellvariante mit besagtem Tonarm könnte dafür "weichere" Federn haben.

    Das Thorens-Zusatzgewicht bei meinem TD 3001 BC mit dem SME 309 wiegt 45 Gramm und das Schwingverhalten ist mit und ohne das Gewicht in beiden Fällen als kolbenartig zu bezeichnen. Deutlich mehr Einfluss auf dieses Verhalten nimmt man durch die exakte Justage der Höhe der Aufhängung und des Riemenlaufs am Pulley. Die Feder nah am Motor gibt im Laufe der Zeit ohnehin nach (siehe. Fotos in einem meiner Beiträge). In den Modellen TD 2001, 3001, Phonosophie No. 3 wurde die gleiche Blattfeder mit der Stärke von 0.7 mm verwendet. Habe sogar die von No.3 direkt bei Phonosophie bestellt, um den teuren Vergleich zu machen. Diese Federung wurde trotz des Gewichtsunterschieds der Metallteller zwischen TD 2001, No. 3 (Zamak) und TD 3001 (Alu) eingesetzt. Meines Erachtens waren die Zusatzgewichte nur bei BC-Modellen dabei. Habe bei den 10 Geräten, die durch meine Hände gegangen sind keine anderen Blattfeder gesehen. TP90S war jedoch nicht dabei, sondern der normale TP90 bei ähnlichem Gewicht. Bei einem TD 2001 Isotrack mit dem leichteren RDC-Teller habe ich einmal die 0.6 mm Feder entdeckt, was für meine Begiffe zu weich war (starkes Taumeln) zumal der RDC-Teller mit dem Stabilizer getrennt verkauft wurde ohne die Aufforderung, die Federung auszutauschen. Ich würde daher davon ausgehen, dass die 0.7 mm Federung bei den oben genannten Modellen in praktisch allen Fällen nicht falsch ist. Kompetenter Fachmann bei solchen Fragen wäre Kurt Olbert aus Offenburg (der RDC-Erfinder, Clearlight Audio).

    Tolle Kombi, der Phonosophie ist ein

    eigenständiger Plattenspieler und kein umgelabelter Thorens.

    Die Kombie so wie sie da steht, auch mit dem Tonabnehmer spielt sie

    ziemlich weit oben mit, aber wie Bonzo schon schrieb;

    Naja.. habe mehrere Thorens-Plattenspieler bei mir stehen und den P No.3 auch noch. Unter dem dicken Phonosophie-Logo auf der Acrylglashaube befindet sich immer noch das alte Thorens-Logo. Ein Schelm, der Böses dabei denkt ;)