Posts by analogis

    Ich kann einen Tropfen Motorlageröl (von Joel) beim RDM57 immer empfehlen. Hatte schon mehr als 10 dieser Motoren in den Händen stammend von TD 2001, 3001, 320 und Phonosophie No. 3, einige gaben tatsächlich ein leichtes, kaffemühlenartiges Schleifgeräusch von sich, was nicht wirklich schön war (man lege ein Ohr auf die Plattenspielerzarge und denke an die Vibrationen). Nach ein wenig Öl hat sich die Situation meistens deutlich verbessert. Die Pulleys aus Kunststoff lassen sich dabei problemlos abziehen (einen dünnen Lappen um die Achse herumwickeln und ohne Metallwerkzeug mit bloßen Händen abziehen). Die Teile haben meistens schon über 20 Jahre auf dem Buckel. Etwas Wartung inkl. Reinigung (alle 10 Jahre?) sollte doch sein.

    Der Pitch-Regler eines TD520 / 521 ist bei älteren Geräten oft verharzt und möglicherweise nicht vollständig drehbar. So kann ihn der Nutzer zwar drehen, merkt aber nicht, dass ursprünglich noch mehr Geschwindigkeitsanpassung möglich war.

    Um den Regler zu behandeln, muss er komplett ausgebaut werden. Nur den Drehknopf abziehen und mit dem Kontaktspray zu sprühen hilft nicht, der eigentliche Regler sitzt zu tief unter der Zarge. Schon eine leichte Gewalteinwirkung beschädigt nur das schwache Kunststoffprofil des Reglers, wenn der spürbare Anschlag erreicht worden ist. Wenn trotzdem das Gefühl entsteht, dass mit etwas Kraft "mehr" geht, dann liegt es am Kunststoff der gerade nachgibt. Bitte auf keinen Fall kräftig drehen.

    Die Reparatur des verharzten Reglers geht problemlos nach dem Ausbau der Steuerungsplatine (der Regler sitzt darüber und ist an der Zarge befestigt). Nach der Behandlung mit dem Kontaktspray- habe selbst Kontakt WL benutzt- müsste mehr Spiel sein. Bei meinem TD520 hat diese Methode prima funktioniert und der Regler konnte so in jede Richtung deutlich weiter gedreht werden.

    Zusätzlich sollte man nachschauen, ob auf der Steuerungsplatine noch weitere Pottis für die Standard-Regelung der Geschwindigkeit vorhanden sind. Es könnte aber auch sein, dass die Elkos auf der Platine schon so ausgetrocknet sind, dass hierdurch das Problem entstanden ist.

    Sollte man aus Versehen das Netz an den H-Eingang anschließen, würde dies die Platine beschädigen (bei mir ist ein Transistor durchgebrannt). Einen solchen Fehler macht man nur einmal ;) Habe das passende Originalkabel mit dem passenden Stecker und kann es für wenige € über die Bucht zum Verkauf anbieten, sollte das Interesse weiterhin bestehen.

    Nein, ohne Brett. Es gab unterschiedlich starke Blattfedern, soweit ich weiß. Der BC kam ja ohne den TP90(S) und demnach sollten die Angaben der BDA stimmen. Die Modellvariante mit besagtem Tonarm könnte dafür "weichere" Federn haben.

    Das Thorens-Zusatzgewicht bei meinem TD 3001 BC mit dem SME 309 wiegt 45 Gramm und das Schwingverhalten ist mit und ohne das Gewicht in beiden Fällen als kolbenartig zu bezeichnen. Deutlich mehr Einfluss auf dieses Verhalten nimmt man durch die exakte Justage der Höhe der Aufhängung und des Riemenlaufs am Pulley. Die Feder nah am Motor gibt im Laufe der Zeit ohnehin nach (siehe. Fotos in einem meiner Beiträge). In den Modellen TD 2001, 3001, Phonosophie No. 3 wurde die gleiche Blattfeder mit der Stärke von 0.7 mm verwendet. Habe sogar die von No.3 direkt bei Phonosophie bestellt, um den teuren Vergleich zu machen. Diese Federung wurde trotz des Gewichtsunterschieds der Metallteller zwischen TD 2001, No. 3 (Zamak) und TD 3001 (Alu) eingesetzt. Meines Erachtens waren die Zusatzgewichte nur bei BC-Modellen dabei. Habe bei den 10 Geräten, die durch meine Hände gegangen sind keine anderen Blattfeder gesehen. TP90S war jedoch nicht dabei, sondern der normale TP90 bei ähnlichem Gewicht. Bei einem TD 2001 Isotrack mit dem leichteren RDC-Teller habe ich einmal die 0.6 mm Feder entdeckt, was für meine Begiffe zu weich war (starkes Taumeln) zumal der RDC-Teller mit dem Stabilizer getrennt verkauft wurde ohne die Aufforderung, die Federung auszutauschen. Ich würde daher davon ausgehen, dass die 0.7 mm Federung bei den oben genannten Modellen in praktisch allen Fällen nicht falsch ist. Kompetenter Fachmann bei solchen Fragen wäre Kurt Olbert aus Offenburg (der RDC-Erfinder, Clearlight Audio).

    Tolle Kombi, der Phonosophie ist ein

    eigenständiger Plattenspieler und kein umgelabelter Thorens.

    Die Kombie so wie sie da steht, auch mit dem Tonabnehmer spielt sie

    ziemlich weit oben mit, aber wie Bonzo schon schrieb;

    Naja.. habe mehrere Thorens-Plattenspieler bei mir stehen und den P No.3 auch noch. Unter dem dicken Phonosophie-Logo auf der Acrylglashaube befindet sich immer noch das alte Thorens-Logo. Ein Schelm, der Böses dabei denkt ;)

    Ich habe in den letzten Wochen den TD 350 mit SME 309 / Goldring Elite intensiv gehört.


    Die gute Nachricht zuerst. Thorens ist da klanglich betrachtet ein wirklich guter Plattenspieler gelungen. Das Stück spielt tatsächlich so, wie in den Tests aus den Jahren 2005 beschrieben... herrlich analog. Das hat mich gewundert ehrlich gesagt, weil ich die anderen Modelle 2001/3001/160HD kenne und die spielen doch anders. Bei diesem Gerät hatte ich ein ähnliches Gefühl wie bei meinem alten Cassettendeck Sony TC K-909-ES. Der hat also seinen eigenen tollen analogen Klang, der nicht ganz neutral ist aber dennoch viel Spaß macht.

    Einen direkten Vergleich mit den anderen Laufwerken möchte ich noch nicht ansprechen, weil sie noch nicht "reif" sind. Die Restaurierung ist nicht abgeschlossen.


    Die schlechte Nachricht aber war, daß meinem Laufwerk wohl in die Rubrik "TD 350 Pfusch am Bau" gewidmet werden sollte. Thorens hat bei dem Stück so viel Murks gemacht, wie bei keinem anderen Laufwerk, das ich bis jetzt gesehen habe.


    1. Das Lager war wohl zu schwach angezogen - es hat sich einfach los gelöst.

    2. Das Subchasisbrett hate eine andere Maserung als die Zarge (auf der Rückseite jedoch die gleiche Nummer - also ab Werk als "passend" markiert)

    3. Die SME-Verschraubung war ein Witz. Ein Loch zu breit (eine Schraube wurde einfach eingesteckt), die restlichen Löcher waren schäg zum etwas zu kleinen Hauptloch vorgebohrt aber nicht duchrgehend wie von SME empfholen, um es von unten mit Muttern fest zu machen. Dadurch wird Holz verdrägt und steigt hoch - Der Tonarm lag dadurch 0.5-1 mm etwas schräg über dem Brett.

    4. Das Subchasisbrett ist ein wenig zu klein auch für 9-Zoll Tonarme. Mit einem SME ist ein Limit erreicht, Die Basis berührt schon die Aussenkante des Brettes.

    5. Die Subchasisfederung benutzt schwarze Kunststoffteile (gleich wie beim TD 2001 und TD 3001) für die Aufnahme und die Verschraubung der Blattfederung. Offensichtlich wurde das Brett für ein Stück für die Noppen der Blattfederhalterung nicht tief genug gebohrt - Die wurden bei Thorens einfach abgeschliffen und das Stück aufgeklebt !

    6. Die Steuerungsplatine ist ein wildes Durcheinander, locker übereinander gelötet und die Leitungen mittels Heisskleber mit der Zarge verklebt.

    7. Die Haube (älteres Modell) war eine alte TD2001/3001 Haube mit einem anderen Logo drauf. Also alter Lagerbestand. Neuere Modelle haben eine andere Haube bekommen (offen zu den Seiten).

    8. Motorpulley ist fest mit der Achse verbunden, dadurch ist der Premotec-Motor nicht einfach auszubauen.

    9. Das Lagerfett ist nicht flüssig, es würde sonst unten am Lager hinausfließen. Auch das dickflüssige Original- Teflonlagerfett kommt langsam unten heraus.

    10. Die Haupttellerachse ist sehr kurz, der Hauptteller liegt dadurch sehr tief, etwas zu tief für den SME 309. Die Matte muss schon 2 mm dick sein, damit der Arm noch Bewegungsfreiheit hat. Bei weniger liegt der Arm auf dem Lift auf.

    11. Die Verbindung vom SME-Tonarm zu den Cinch-Buchsen erfolgt über ein Zwischenstück - unnötig, hätte man es wie beim TD 3001 realisiert.


    Im Grunde genommen hat man bei diesem Laufwerk ein Produkt geschaffen, welches zwar sehr lecker musiziert aber dennoch zu viele Eigenschaften eines modernen Wegwerfprodukts aufweist. Sobald das Teil aus dem Programm genommen wird, muss man damit rechnen, daß es dann schnell zum Edelschrott wird, sobald die Steuerung mit einfachen Elkos oder der Motor einen Schaden bekommen. Wirklich schade. Da waren die alten Thorens-Plattenspieler deutlich wartungsunkritischer.

    Ach, diese alten Seiten kenne ich doch alle seit Jahren auswendig. War ursprünglich auf der Suche nach dem glaubwürdig enger toleriertem P3-Lager (hat sogar Joel getestet). Da es nicht mehr lieferbar war, war noch etwas Geld übrig. Wie beim Poker wollte ich einfach die Karten sehen, 120 Euro hin oder her. Alleine die Erfahrung war es Wert und ein weiterer Bluff entlarvt. Ich war zu beschäftigt, um sie mit einem wenig netten Brief zurück zu schicken. Die Schieblehre habe ich erst später besorgt, um nachzumessen, die Rückgabefrist war verpasst. Jetzt kann ich wenigstens behaupten, daß in meinem TD die Federn vom P3 drin sind..


    Interessant fand ich den Test zum P3 im LP-Magazin.

    " Am Subchassisprinzip hat man per se nichts geändert – man verwendet die seit dem legendären TD320 bekannten Blattfedern,

    allerdings dann doch wieder in einer heftig veränderten Version, der man einen Gutteil der Klangeigenschaften des Laufwerks

    zuschreibt"


    Achso, die Änderung bezieht sich auf den TD320 (doppelte Federung), der mit dem P3 nun wirklich nicht viel gemeinsam hat und nicht auf den praktisch baugleichen TD2001. So verbiegt man geschickt wie Wahrnehmung. Soetwas kennt man eigentlich aus der Politik...bravo "Fachpressse"

    hier noch der bildhafte Nachweis für meine Erfahrung, die ich mit der Federung gemacht habe. Hierfür habe ich 2 wunderschöne Mahagoni-2001er Laufwerke aus den Jahren 1990 (B) -1993 (A) unters Messer gelegt. Diese beiden Hübschen werden bald jedoch eine sehr schonende Verwandlung zum BC-Modell erleben unter der Verwendung des alten Subchasisbrettes mit neuen Federn, ohne Lift und guten Tonarmen (der Plastik-Tonarm ist bereits ab). Die Besonderheit war, daß beide über Jahre mit identischer Ausstattung gelaufen sind: mit dem Originalteller, dem leichten TP90 und der tollen dicken Gummimatte. Daher war die Abnutzung als recht gut vergleichbar anzusehen. Habe zwei gleichwertige Laufwerke aus zwei weit entfernten Ecken der Republik herangezogen, um diesen Nachweis ein wenig glaubhafter erscheinen zu lassen. Die Federung wurde vor dem Ausbau mit Aufklebern versehen, um versehentlich nichts zu vertauschen.


    In beiden Fällen wird sichtbar, daß die Federung am Teller sichtbar stärker verbogen ist als an den anderen Punkten.
    Beim TD3001 mit einem 1kg schwereren Teller sah es noch ausgeprägter aus. Da sieht man den Unterschied zwischen allen drei Federn noch besser.


    Übrigens. Habe bei Phonosophie die Federn des P3 für satte 120 Euro angefordert.. Was habe ich dafür bekommen ? Die 0.7mm Federn des TD 2001 waren es. Ob den Federn ein Hauch Aura beigemischt wurde, habe ich nicht weiter untersucht.

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    Das "Sie" war aus Höflichkeit und nicht wg. einer Beleidigung.

    Aus den Laufwerken versuche ich klanglich das Beste herauszuholen, daher die Radikalkur. Ich versuche eine Sammlung von 9 Geräten schrittweise auf den besten technischen Stand zu bringen, ohne die Geräte unnötig zu verbasteln.

    Jeder hat so seine Vorlieben. Die einen basteln, die anderen restaurieren, und noch andere wollen nur hören.



    Ganz einfach deswegen, weil es an dem Teil wie an jedem Fahrzeug/Gerät verschleissteile vorhanden sind, die gewartet werden müssen, damit das Gerät sauber spielt. Reines Schmieren bring hier nichts. Lesen Sie bitte den Beitrag von Captn Difool, wieviel Schrott inzwischen im Netz zu finden ist. Seine Aussage gilt für Geräte bis zum Jahr 2000. Dem muss ich leider zustimmen. Hier die Verschleissteile eines TD2001 BC (ohne Lift/Tonarm).


    - Das Lager / Spiegel

    - Die Achse

    - Der Motor

    - Bauteile der Steuerungsplatine

    - (bedingt) Aufhängung der Federung

    - (bedingt) Federung selbst, wenn mit zu viel Last bespielt

    - Riemen


    Schon mal von der reinen Optik der Zarge abgesehen. Oder meinen Sie etwa, da muss man nichts machen, damit ein Gebrauchtgerät mit 20 Jahren auf dem Buckel gut spielt ?

    Hallo, ich glaube lieber, was ich deutlich sehen kann. Tragen Sie es mir bitte nicht nach. Habe selbst schon mehrere 2001 zerlegt oder wieder flott gemacht (derzeit 7x 2001, 1x 3001, 1x 350, 1x 160HD, 1x521). Ob es mich zum selbst ernannten "Kenner" macht, lasse ich hier offen.

    Das Bild war bei der Federung immer gleich, egal ob 2001er/3001er/350er. Die linke Federung war immer stärker verbogen als die anderen. Für mich der Hinweis, daß diese linke Federung über die Jahre viel stärker beansprucht wird als die anderen beiden. Ich bleibe dennoch bei meiner Aussage, daß die meisten Probleme mit dem Riemen auf den Zustand der Federung bzw. die Justage der Federung zurück zu führen sind. Durch die Verformung der Federn kommen offensichtlich seitliche Kräfte zustande, die das Subchasis leicht gegen den Uhrzeigersinn verdrehen lassen - Folge: die Tellerachse liegt dadurch noch näher an der Achse des Pulleys= weniger Spannung im Riemen.

    Den Riemen würde ich nur beim Laufenden Motor mit den Tellern justieren. Nur dann sieht man, ob er auf die richtige Höhe kommt.


    Mit ist aber noch ein weiterer Grund bekannt, wieso der Riemen abspringen könnte - die Federung.


    Die Federung des TD 2001 ist sehr dünn (meines Erachtens zu dünn), sie verformt sich im Laufe der Zeit, insbesondere die linke Feder am Motor. Die Verformung aller drei Federn ist unterschiedlich. Folglich gibt das Subchasis zur linken Seite stärker nach - es folgt weniger Gegenspannung und der Riemen fliegt herunter.


    In einem meiner TDs (2001 Isotrack mit dem leichteren RDC-Teller und dem Stabilizer) hatte von Haus aus die dünneren 0.6mm Federn verbaut statt der normalen mit 0.7 mm. Die normalen haben ein zusätzliches, unbenutztes Loch am Ende (also insgesamt 4 Löcher pro Blatt) . Das war für das Laufwerk viel zu wenig. Der Einbau der normalen Federn brachte Abhilfe. Unter Umständen würde der Austausch der linken Feder gegen eine neue helfen. (unter Umständen würde vielleicht das Umdrehen dieser Feder inkl Höheneinstellung helfen). Die anderen würde ich unbedingt so belassen, wie sie sind. Das Vertauschen der Federn untereinander ist aus meiner Sicht keine gute Idee - das Subchasis verdreht sich zu gerne gegen den Uhrzeigersinn.

    hallo,

    der Motor liegt fest auf der Zarge. Lediglich beim Phonosophie P3 dürfte es anders sein. Der hat aber die dritte schraube nicht mehr, daher dienen diese Ringe wohl der Flexibilität der Lage, damit durch den Zug sich der Motor leicht selbst ausrichtet und der Riemen die Mitte des Pulleys selbständig erreicht. Bei zu steifer Verschraubung wäre es wohl kaum möglich. Korrigiert mich, wenn ich mich täusche.


    Ich persönlich finde die Thorens-Lösung besser (bei allen TD 2001/3001 gleich, egal ob mit Metall- oder Kunststoffpulley), da viel besser unter Kontrolle zu bringen. Die Benutzeranleitung verschweigt jedoch den Sinn der dritten Schraube, die ist ohnehin mit einem blauen Lack fixiert. Die Information über die Justage findet man erst im Service Maual.


    Die richtige Einstellung würde ich zusammen mit der Subchasisjustage vornehmen. Den Hauptteller über Kopf auf dem Subteller plazieren, Matte + alte LP drauf (also volles Gewicht), alles in eine Ebene bringen. Damit ist die Ebene der Zarge und des Subchasis gemeint, nicht die waagerechte Lage über eine Tonarmwaage.

    Die Riemenjustage ist nur im laufenden Betrieb möglich, man sollte die Schraube nur ganz wenig drehen, um eine sichtbare Wirkung zu erzielen. Erst wenn der Motor läuft und sich die Teller drehen sieht man, was das Drehen der Schraube bewirkt. Die Einstellung ist dann richtig, wenn der Riemen im laufenden Betrieb exakt mittig über dem Knick des Pulleys liegt. Wenn die Subchasis-Riemen-Justage korrekt war und der Riemen nicht ausgeleiert ist, pendelt das Subchasis kolbenartig und das Ruckeln beim Starten wird sehr klein (beim TD 3001 mit dem schweren Teller noch kleiner), der Riemen liegt perfekt mittig am Pulley.

    Bei gut justiertem Laufwerk (dauert wirklich nur wenige Minuten) braucht man überhaupt keine Riemenbegrenzer oder veränderte Pulleys - all das ist nur für Leute gedacht, die nicht wissen, wie man das Laufwerk justiert. Am Problem (falsche Riemenlage bzw. Spannung z.B. durch schlechte Subchasiseinstellung) ändert dies nichts.


    Ich habe in den letzten Jahren leider keinen einzigen gebrauchten TD 2001/3001 erwischt, der keine Nachjustierung erfordert hätte. Inzwischen waren es schon 7, andere Modelle nicht mitgezählt. Dies ist einerseits damit zu begründen, daß die Federung (nach meinem Geschmack) möglicherweise zu weich ist - und nach Jahren Verformungen auftreten. Andererseits liegt es an mangelnder Pflege.

    Ist nicht böse gemeint, sondern eine Feststellung aber aus meiner Sicht sind die meisten Nutzer mit diesen Subchasislaufwerken überfordert (meine Erfahrung aus den Gesprächen heraus). Wichtig - nutzt bitte auf keinen Fall einen Schraubenzieher für die Einstellung der Subchasishöhe, das zerstört die weichen Kunststoffteile, an denen die Seile hängen. Hierfür gibt es die weißen dicken Einstellhilfen aus ähnlich weichem Material.

    (doppelte Federn)...

    Ich muss mich selbst korrigieren. Die Federung meines TD 350 mit SME 309 besteht aus jeweils *drei* und nicht zwei Federblättern übereinander. In den Zeitschriften Sereo/ Stereoplay, wo das Gerät mit Rega 250 getestet, wurde war immer von zwei Lagen die Rede. Entweder haben die ungenau geschaut - auf den Fotos erkennt man wenig - oder es wurden bei leichteren Tonarmen tatsächlich nur zwei verwendet. Das Konzept der Federung ist bei dem Gerät dennoch viel steifer ausgelegt als bei 2001/3001 der Fall ist, was klanglich offensichtlich keinen Nachteil bringen muss. Das Prinzip des kolbenartigen Schwingen des Subchasis wurde hierdurch komplett aufgegeben. Einen Schritt weiter geht ein weiterer Liebling von mir, der TD 160HD, der durch einfache Gummikegelfederung (alias Polymerfederung, das klingt ja so "fachlich") noch steifer ist, wodurch er aber in der Handhabung extrem unproblematisch agiert.

    Warum willst Du das tun? Lass' es doch wie es ist! ;)


    Gruss Stefan

    Hallo noch einmal.


    Für mich ergeben sich 2 Fälle -

    Fall 1. Die Achse hat Streifen oder Rostspuren z.B. durch schlechten Transport bzw. Lagerung. Dann ist ein Austausch (inkl. Lager) vom Vorteil.


    Fall 2 ist interessanter. Habe einen Thorens 521/320/2001 Subteller+Hauptteller mit einer diamantgeläppten Achse bei meinem TD 3001 zum Hörtest eingebaut und war sprachlos. Mit der alten dicken Thorens Gummimatte spielte der Plattenspieler (also TD 3001, SME 309 mit Goldring Elite, Subteller mit geläppter Achse+ Hauptteller+Gummimatte des TD 521/320/2001) viel besser als in der Originalversion mit dem schönen Aluteller. Der spielte auf einmal so frisch und präzise wie mein TD 350/ SME 309, wunderschön aus den Mitten heraus mit viel präziserem Bass mit deutlich mehr Spielfreude. Ein Acha-Erlebnis also.

    Die klanglich bessere aber einfache Kombination hatte sogar einen leichten Höhenschlag (wie viele der 2001er und ich habe derzeit 5 davon bei mir stehen), die Aluteller des TD 3001 waren dagegen perfekt gedreht. Vorher musste das System wegen des Gewichts- und Höhenunterschieds neu justiert werden, schnell und einfach erledigt.


    Einen Test mit einem normalen Sub/Hauptteller des TD 2001 habe ich bereits früher absolviert mit dem subjektiven Eindruck, daß der Aluteller ein doch besseres Klangbild lieferte als die klassische Tellerkombination des TD 2001 am gleichen Laufwerk (hier ca. 80% der Güte des 3001er, seehr subjektiv) . Durch die Präzisionsläppung steht jetzt meine Welt auf einmal auf dem Kopf. Ein so verbesserter TD 2001 kann tatsächlich einen 3001er locker wegstecken und das Schöne ist, daß es keinen großen Aufwand bedeutet (mich hat es 35 Euro gekostet). Insbesondere die alten TDs 2001 mit dem alten Subteller mit den Löchern lassen sich auf diese Art offensichtlich dramatisch verbessern, vorausgesetzt, die Lager sind intakt.


    Durch diesen Test ist mir insbesondere eine Sache aufgefallen: die standard-Thorens-Teile (Gummimatte, Riemen) spielten auf einmal viel natürlicher und hörbar klar besser als die Fremdfabrikate (Phonosophie-Riemen, diverse Matten). Das hat mir der Entwickler, von dem ich das Teil hatte so aus seiner eigenen Erfahrung gesagt - nun habe ich es selbst gehört, ohne es vorher wirklich glauben zu wollen.


    Nun will ich eine frisch geläppte, neue Originalachse beim TD 3001 unbedingt einbauen. Die Frage bleibt, wie nehme ich die alte gewaltfrei heraus. Wie bereits geschrieben, bei alten Subtellern des TD 2001 kein Problem (Erwärmen reicht) - hier würde ich gerne etwas mehr über die Passung erfahren, um keinen Fehler zu machen.

    Kann mir jemand berichten, ob sich die Subtellerachsen des TD 3001 und die des TD 2001 (ohne Löcher) ausbauen lassen?

    Bei dem alten Subteller des TD 2001 (mit 3 Löchern) ist es durch Erwärmen kein Problem. Beim TD 2001 (ohne Löcher) hatte ich leider keinen Erfolg.