Posts by audiologis

    Nachgemessen. Beim Lager eines TD 2001 mit einem Hartmetallspiegel liegt der Spiegel 48mm unter der Oberkante der Messinghülse (nicht zu verwechseln mit dem Lagerflansch, der liegt ein wenig höher). Ob eine Achse richtig eingepresst ist, sieht man von der unteren Seite des Subtellers. Wenn keine Verjüngung der Achse zu sehen ist, dann passt es.

    Ich muss das Chassis immer (und das war schon immer so, egal welcher Riemen drauf ist) 2-3mm unter der Zarge fahren.

    Das kann so nicht stimmen. Die Zarge und das Subchasis sollen eine Ebene ergeben. Ich würde mit einem Messschieber nachmessen, wo sich der Lagerspiegel befindet (Tiefe des Spiegels vom Lagerflansch aus gemessen). Dann würde ich evtl. prüfen, ob die Achse des Subtellers auch vollständig eingepresst wurde. Wie lang ist denn das obere Stück von der Oberkante des Subtellers aus gemessen ?. Ich messe heute Abend bei einem TD 2001 nach, die Werte müssten ähnlich sein, weil die Teller und die Achsen gleich sind.

    Gruß

    Michael

    Da würde ich gleich die Frage stellen, ob ein Originalriemen mit Thorens-Logo oder ein Nachbau im Spiel ist (auch der Thakker-Riemen ist ein Nachbau). Eine Reinigung des Riemens, der abgesprungen ist mit Alkohol ist ratsam, weil er möglicherweise mit dem Öl auf der Achse des Subtellers in Berührung gekommen ist, was das Abspringen wiederum begünstigen könnte. Ferner stellt sich die Frage, ob irgendwelche Plattenbeschwerer (z. B. Thorens Stabilizer) noch im Spiel sind, im Film war jedoch keiner zu sehen. Zur Sicherheit würde ich überprüfen, ob die Federung aus den richtigen Blättern besteht.

    Mir ist schon ein Thorens-Laufwerk in die Hände gefallen, wo man zu dünne Blattfederung eingebaut hat. Man weiß nie, was ein evtl. Vorbesitzer oder Thorens selbst (viel Murks vor der Insolvenz) mit dem Gerät gemacht hat.

    Gruß

    Michael

    Den Riemenlauf bei einem Thorens-Klassiker wie TD2001 oder TD320 einzurichten dauert keine 5 Minuten. Subchasis und den Pulley-Lauf justieren, fertig. Die meisten vernachlässigen ausgerechnet den letzten, sehr wichtigen Punkt, weil er nicht in der Bedienungsanleitung aufgeführt ist, sondern nur im Service Manual.

    Gruß

    Michael

    Diese Liste ist zwar gut und hilfreich aber auch sie hat Fehler. Der TD 520S/521S beispielsweise wurde mit einem Lagerspiegel aus Hartmetall und dickeren Zugseilen der Aufhängung geliefert. Nylatron hätte den 9 Kilo- Teller nicht tragen können, bei dem Gewicht hätte es nachgegeben. Darüber hinaus kam es öfter bei Thorens vor, das zu verbauen, was gerade zur Hand war bzw. immer dann, wenn der Rotstift zum Einsatz kam. Ab der Mitte der 90er Jahre ging es mit dem Sparkurs sichtbar los. Ganz schlimm ist es kurz vor der Insolvenz um 2000 gewesen, was aber verständlich ist. Auch Rolf Kelch hat nur mit Wasser gekocht und hat zum Teil Standard-Komponenten verwendet. Das, was Joel geschrieben hat musste auch nicht unbedingt bzw. nur bedingt stimmen zumal er nicht für die Entwicklung zuständig war. Nach meinem Gespräch mit Kurt Olbert (damals bei Thorens als Entwickler tätig), gab es schon starke Meinungsunterschiede zwischen den beiden. Die Positionen bleiben also subjektiv und nicht verifizierbar. Das, was ich hier beschrieben habe basiert auf eigenen Beobachtungen. Hatte schon über 10x TD2001, TD 3001,mehrere 520/521, 160HD, 350, 350 Prototyp, Phonosophie No. 3 in meinem Regal stehen. Diese Meinung bleibt auch recht subjektiv mit Restunsicherheit, weil die Vorbesitzer möglicherweise selbst Veränderungen durchgeführt haben. Nur einen späten TD 2001 hatte ich aus erster Hand (viel Rotstift).


    Gruß

    Michael

    Gemäß ehemaliger Aussage (hier im Forum) von Joel haben die Messing Lager alle einen Widia Hartmetallspiegel.

    Das stimmt nicht. Thorens hat die gleiche Lagerhülse aus Messing bei diversen Laufwerken unabhängig vom Spiegel oder Lagerflansch verwendet :TD 2001/3001/Ambiance/320/520/521. Ich konnte den Einsatz der gleichen Lagerhülse sowohl bei 10mm als auch bei 7mm-Lagern beobachten (7mm nur ohne Hartmetallspiegel).

    Beim TD 320/520/521 kam Nylatron als Lagerspiegel zum Einsatz, beim TD 2001/3001/Ambiance/520S/521S Widia-Hartmetallspiegel. Je nach Modell wurde ein Lagerflansch eingepresst (z.B. TD 2001, TD 320 MK III) oder ausgelassen (z.B. TD 320 bis MK II, TD 520). Lagerspiegel sind leicht zu erkennen, wenn man in ein gereinigtes Lager hineinschaut. Ein Hartmetallspiegel sieht wie ein echter kleiner Spiegel aus, Nylatron spiegelt nicht und hat in der Mitte eine sichtbare Vertiefung. Eine Vertiefung oder eingeriebenes Auge beim Hartmetall wäre ein Totalschaden.

    Gruß

    Michael

    Moin Michael,


    ich meine gelesen zu haben, dass erst die 320MKIII-Version der Platine mit der 2001er baugleich ist.

    Ja die Platinen und die Motoren sind bei diesen Modellen gleich. Allerdings musste ich feststellen, dass die bei Thorens verbauten Motoren unterschiedliches Ruckelverhalten aufweisen. Habe selbst folgende Beobachtung gemacht, die sich auf den Berger - Lahr RDM 57 bezieht. Beobachtet mit Motoren des TD 2001, 3001, 280, 320 MK III, Phonosophie No.3, ca. 15 Stück, die ich gewartet habe bzw. immer noch im Einsatz habe.


    Die alten Motoren mit dem Metallpulley (grün-blauer-Aufkleber auf der Rückseite), wie man sie beim TD 3001, dem frühen TD 2001 und Phonosophie No. 3 vorfindet laufen geschmeidig und ruckeln bei 33 rpm recht wenig, bei 45 dagegen recht stark, fast chaotisch.


    Die späteren Motoren des TD 2001 und des TD 320 MKIII (2. Hälfte der 90er Jahre, so um 1997) ruckeln bei beiden Geschwindigkeiten sehr stark aber bei 45 rpm nicht so heftig, wie in den Jahren davor. Aus meiner Sicht dennoch die schlechteste Variante, weil man die Platten meistens mit 33 rpm abspielt und der Motor "kribbelt" bei der Geschwindigkeit schon merklich. Den gleichen Typ findet man sogar später in den Modellen TD 800, 810, die noch mit dem Berger-Lahr-Motor bestückt waren (ab TD 810 irgendwann durch Premotec ersetzt).


    Deutlich besser scheinen mir die RDM 57-Motoren des TD 280 zu sein ? Warum ? Das Teil hat kein Subchasis und ist fest mit der Zarge verschraubt worden. Dort war es vielleicht sogar nötig, Motoren mit geringerem Ruckelverhalten einzubauen. Ich hatte schon 3 Motoren des TD 280 und musste feststellen, dass sie insgesamt sehr ausgeglichen gelaufen sind (alle gebaut um 90/91) und zwar bei beiden Geschwindigkeiten, bei 45 rpm waren alle erstaunlich ruhig. Ich ging soweit, dass ich den Motor eines TD 2001 (1997) durch einen extrem ruhigen Motor eines TD 280 ausgetauscht habe. Man hört schon den Unterschied schon, wenn man ein Ohr auf die Zarge legt.


    Allgemein gefielen mir die Motoren aus den frühen 90er Jahren besser als die späteren.


    Für mich ist es ein Indiz, dass es innerhalb des Modells RDM 57 Unterschiede gegeben haben muss, die man entsprechend so klassifiziert hat, dass man die passenden Motoren zu den passenden Laufwerkstypen (mit oder ohne Subchasis) gefunden hat.

    Gruß
    Michael

    Das Problem mit dem abspringenden Riemen ist der Klassiker und taucht immer dann auf, wenn das Subchasis und/oder die Höheneinstellschraube des Motors falsch justiert bzw. dejustiert sind. Die Blattfederung gibt im Laufe der Zeit nach und so passiert es alle Paar Jahre. Man findet im Forum jede Menge Infos zum Thema. Im Netz gibt es ein Service-Manual zu finden, dort findet man die Info zur Höheneinstellschraube mit der die Position des Riemens auf dem Pulley minimal angepasst werden kann. Normalwerweise muss man an der Stelle nicht viel tun, deshalb ist diese Schraube mit einem blauen Lack fixiert. In der Bedienungsanleitung steht, wie man das Subchasis justiert (Hauptteller auf dem Kopf). Das Problem ist in wenigen Minuten erledigt und das Ruckeln so minimal, dass es kaum auffällt.

    Den Motor RDM 57 würde ich auf keinen Fall gegen einen anderen austauschen. Wer würde denn den Motor im eigenen Wagen wechseln und warum ? Wenn der Motor Geräusche macht dann liegt es an der mangelnden Wartung. Wir sind doch fast alle Autofahrer. Jedes Lager braucht einen Schmierstoff bzw. Öl. Jeweils ein Tropfen von Lageröl an den beiden Enden der Achsen reicht für die nächsten Jahre.

    Gruß

    Michael

    Also, wenn es besser als bei IKEA sein soll und dennoch sehr flexibel, taugen die älteren Creaktiv Racks aus den 90er Jahren doch was. Die Teile gibt es oft gebraucht bei Ebay oder Ebay-Kleinanzeigen schwarz lackiert oder in Buche/Birke für gutes Geld. Offensichtlich war die Marke sehr populär in der Zeit. Der Zusammenbau ist wg. der einzelnen Gewindeteile zwar mühsam (bitte die Höhe jeder Ebene exakt kontrollieren und bloß keine Unterlegscheibe auslassen oder falsch platzieren, sonst steht alles schief), aber wenn es einmal sitzt, dann bleibt alles stabil. Der Knackpunkt sind fest sitzende Gewinde, die man aber austauschen kann. Die Rohre gibt es in 3 (?) verschiedenen Längen. Sicherlich gibt es Racks, die solider gebaut sind aber bei der Flexibilität, der Verarbeitung, der Verfügbarkeit der kleinsten Teile und doch angenehmer Optik bei dem guten Gebrauchtpreis kann man damit schon recht viel erreichen. Die Teile erkennt man an der Verzierung der vorderen Seite der Ebenen, die es in 3 verschiedenen Farben gab (Alu, schwarz, Buche).

    Hier ein Beispiel:

    https://www.ebay-kleinanzeigen…z-alu/1299953501-172-1554

    und noch eins:

    https://www.ebay-kleinanzeigen…-regal/1297744911-88-3477

    P. S. Die Anzeige habe ich löschen lassen. Hoffentlich hat es keinen Geizkragen bei diesem "vernünftigen Sofortkauf-Preis" erwischt, naja.. eigentlich wäre das Gegenteil lehrreicher. Solche Preise gibt es nur bei Quoka. Dort sind nur die guten Menschen versammelt, die mit anderen teilen wollen. :evil: