Posts by audiologis

    Ich kann einen kurzen Test zur Wahrnehmung

    empfehlen. Hier wird kurz getestet, ob man Grundton oder Obertonhörer ist. Damit dürfte klar sein, dass jeder anders hört und die meisten von uns eben kein absolutes Gehör haben.

    https://www.klangwahrnehmung.de/index.php?id=34


    Etwas Stoff zum Nachlesen über eine Musikstudie gibt es hier.

    https://www.musicandbrain.de/startseite.html


    Dort findet man in der Liste der Veröffentlichungen das hier (Audio- und Neuroplastizität der Klangwahrnehmung) :

    https://www.musicandbrain.de/f…/Akustik_journal_2018.pdf


    Gruß

    Michael

    Eindeutig messbar - ja

    Eindeutig hörbar - nein !

    Jeder Mensch hört anders. Das tut er unabhängig von der Technik und nur so, wie er verdrahtet ist. :)

    Wir können auch nur einen Teil der elektromagnetischen Welle wahrnehmen, die man Licht nennt. Messen können wir fast alles, sehen nur einen kleinen Teil davon und jeder besser oder schlechter. Das ist beim Hören nicht anders. Das ist kein Glaubenskrieg, das wissen zumindest Neurowissenschaftler ganz sicher. Die Antworten liegen bereits seit Jahrzehnten vor.


    Gruß

    Michael

    Naja, ich persönlich betrachte die Sache grob. Andere Materialien und anderer Aufbau müssten zumindest nach meiner Logik (bei fehlendem Studium zu dem Thema) bei analogen Kabeln andere physikalische Ergebnisse liefern. Unser Empfänger ist unser Gehirn, sich von dieser Komponente abzukoppeln und sich nur der physikalisch technischen zu widmen kann einerseits richtig sein (wenn man z.B. nur messen will), andererseits repräsentiert dieser Ansatz nur die Hälfte der Problematik (wenn man messen und hören will). Die Unterschiede kann man also aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten. Es gibt nicht die eine oder die andere Perspektive, die immer greift. Es gibt halt mehrere und je nach Anwendungsfall kann die eine oder die andere nützlicher sein.


    Gruß

    Michael

    Das Problem beim Thema ist, dass es im hohen Maße emotional angepackt wird. Wenn es so ist, dann ist ein Glaubenskrieg nicht weit bei dem es nur Verlierer geben kann. Oft fehlt mir persönlich die nüchterne Distanz, die Sachlichkeit gepaart mit dem wissenschaftlicher Hintergrund, bei dem viele wg. mangelnder Fachausbildung zu dem Thema (auch ich) passen müssen und nur am Rande mitlesen. Diese würden jedoch nur die Möglichkeiten aufzeigen aber nicht das Bessere benennen. Wir stehen uns teilweise auch selbst im Weg. Das Gehirn braucht dennoch mehr als eine Sitzung.


    Ich hatte viel Glück. Nach einigen Versuchen mit Produkten einiger namhafter Hersteller bin ich bei einem Produkt aus Berlin mit einem total bescheuerten Namen gelandet, welches seit ca. 20 Jahren unverändert hergestellt wird. Ich gebe die Marke deshalb nicht an, um keine Werbung zu machen. Die Anlage hat klick gemacht und es passte auf einmal alles. Was das Thema betrifft, bin ich tatsächlich angekommen. Die Teile nutze ich schon seit mehr als 5 Jahren. Es kommt garantiert nichts mehr, keine weiteren Käufe, keine weiteren A/B-Vergleiche, keine weiteren Frustrationen bezüglich Verkabelung, es gibt nicht einmal den Wunsch nach Veränderung. Diesbezüglich musste ich mir vorher die Frage stellen, was ich will. Im Vordergrund stand die nackte Wahrheit ohne Effekte. Was schlecht war, sollte schlecht klingen und umgekehrt. Neutralität war oberstes Gebot, demnach sollte der Klang der Anlage im gesamten Bereich homogen, ausgeglichen und glatt sein. Nur Neutralität verbindet, diese kann aber schwache Komponenten als langweilig entlarven.


    Meine persönliche Recherche zu dem Thema, Reisen und Hörproben von unterschiedlichsten Anlagen haben mir eines klar gemacht. Jeder hat seine eigene Vorlieben und Erwartungen. Diese würde ein anderer garantiert nicht teilen und sogar als schlecht bezeichnen. Das Konfliktpotenzial ist daher enorm.


    Meine persönlichen Hörerlebnisse bringen mich zur Aussage, dass ich bis heute nur 3-4 Anlagen gehört habe, die nach meinem Geschmack wirklich gut spielten. Ist man jetzt so arrogant, die anderen so taub oder stellt man sich so über andere, wenn man den Rest nicht als akzeptabel empfindet? Interessanterweise kam es nicht auf den Preis an. Für einen höheren Preis bekommt man nicht zwangsläufig ein besseres Kabel, sondern nur ein anderes.


    Die Erkenntnis: kam immer auf den Gesamteindruck an und nicht nur auf Kabel. Das zeigte mir, dass es lohnenswert ist, sich dem System zu widmen als nur einzelnen Komponenten. Waren denn die anderen wirklich schlecht ? Ja, aber nur für mich und das gibt mir keinen Freibrief, um andere schlecht zu machen. Eine goldene Mitte gibt es nicht. Das beste Kabel ebenso wenig. Es gibt jedoch stimmige Systeme, die für den einen oder für den anderen ansprechend sind. Ob es so ist, das kann nur jeder subjektiv erfahren. Eine emotionale Diskussion zu dem Thema ist nicht zielführend und sogar schädlich. Ich wünsche jedem, dass er in aller Ruhe das findet, wonach er sucht.


    Gruß

    Michael

    Wieso schaut niemand in die Bedienungsanleitung eines TD 2001 hinein ? 8o

    Dort steht, dass nur ein Sechskantschlüssel zum Lösen der Feststellschrauben benötigt wird und über die lange Justierschraube die Höhe eingestellt wird. Wenn also ein Sechskantschlüssel erforderlich ist, dann kann es sich nur um die Feststellschrauben der Tonarmbasis aus Metall / RDC handeln. Die beiden kleinen Schrauben mit Kreuzschlitzen sind damit raus.


    Gruß

    Michael

    Ich würde mich auf ein bestimmtes Modell festlegen und dann intensiv Recherche zu den Komponenten des Gerätes betreiben. Je simpler die Ausstattung, umso leichter die Inbetriebnahme und umso weniger Kostenfallen lauern. Auf Thorens-Info gibt es offizielle Angaben. Tricks und Tipps gibt es eher in diesem Forum.


    Für die älteren Geräte der 70er-80er Jahre (TD 145, 160, usw.) gibt es tatsächlich immer weniger gute Komponenten (Lager, Motoren, Steuerungen), ich würde lieber nach ca. 10 Jahre jüngeren Modellen der Thorens-Era der 90er Jahre suchen, hierfür gibt es immer noch haufenweise Teile, die noch in Schuss sind auch deshalb, weil aus kostengründen identische Teile in mehreren Modellen verbaut wurden. Ich bin selbst zwar TD 2001 geschädigt, weil das Laufwerk herrlich einfach umrüstbar und erweiterbar ist, den würde ich jedoch keinem Einsteiger empfehlen (viel Fummelei bei der Einrichtung, mit der ein normaler Nutzer überfordert ist), dafür aber viel lieber etwas Schlichtes. Hierfür wäre ein TD 320 nicht schlecht für den Anfang aber möglicherweise auch der Anfang einer Bastelei, die kein Ende hat. Das sollte man auch bedenken.


    Die Anzeige, die Krautathaus aufgezeigt hat (TD 318 mit SME 3009) macht für den Preis einen wirklich ordentlichen Eindruck, der Preis liegt wohl wg. des Tonarms um 200 Euro höher. Ein SME mit einem Schneidenlager, der nach Jahrzehnten zwangsläufig Spiel bekommt sollte jedoch revidiert werden. Hier sieht man, dass ein Kauf von Gebrauchtem oft mit einer Revision verbunden ist. Alles Andere wäre blauäugig. Einen Schapper nach dem Preis zu suchen wäre ebenfalls blauäugig. Einen Kauf würde ich daher in Anwesenheit einer erfahrenen Person empfehlen.


    Mein Tipp: 350 Euro wären für ein Laufwerk ohne Tonarm/Tonabnehmer ok, weil in dem Preis auch die Revisionskosten enthalten sein müssten. Um TP16 würde ich einen langen Bogen machen und lieber ein Fremdfabrikat nehmen (die Plastik-Tonarme von Thorens bröckeln schon). Wieso nicht gleich eine moderne Alternative ?


    Auf Ebay verkauft ein versierter Herr aus Krefeld (Schlabuckel) ab und zu neu furnierte oder revidierte Thorens-Laufwerke. Der kennt sich aus. Kaufen wurde ich bei dem Preis nur ein Gerät, bei dem ich nichts mehr machen müsste und das geht halt bei Leuten, die das seit Jahren machen.


    Selbstabholung ist Pflicht. Man kann sich in der Wohnung des Verkäufers ein Bild davon machen, wie ordentlich das Umfeld des Verkäufers ist. Je ordentlicher die Wohnung, umso meistens auch der Pflegezustand des Laufwerks. Ich hatte schon einen Verkäufer (Lebenskünstler), der mich beim Verkauf eines SME V12-Tonarms bei einem Preis von ca. 3000 Euro nicht in die Wohnung hineinlassen wollte und den Verkauf im Treppenhaus abwickeln wollte. Ich habe dankend verzichtet, der hatte wohl zu viel zu verbergen.


    Viel Erfolg

    Michael

    Sigmund Freud schon bennent 3 Bereiche der menschlichen Psyche: das Bewusste - das Vorbewusste - das Unterbewusste. Mit unserer Aufmerksamkeit sind wir (unser Gehirn) wohl in der Lage, die ersten beiden richtig wahrzunehmen. Entsprechend können wir Geräusche auf diesen beiden Ebenen gut verarbeiten bzw. priorisieren.

    Wenn der Bekannte mit Goldohren ein Hörproblem bekommen hat und es nicht zugeben will, dann hat er wohl das Problem ins Unterbewusste verschoben und dem Kopf das Denkmuster verpasst, dass sein Gehör weiterhin so funktioniert wie früher. Diesen Prozess nennt man Verdrängung. 8)

    Gruß

    Michael

    Ein TD 2001 lässt sich mit folgenden Updates sehr gut aufrüsten.

    Hier meine Tipps:

    1. RDC Lager

    2. Ein homogen gegossener Teller (das lässt sich leider nur durch Probieren oder Röntgenbilder 8) herausfinden).

    3. Offene Bodenplatte aus Multiplex (ein offener Rahmen schlägt klar die RDC-Bodenplatte).

    4. Professionell im Mikrometerbereich geläppte Achse (bei Subtellern der 1. Generation lässt sich die Achse durch Aufwärmen des Subtellers problemlos ausbauen).

    5. Besseres Netzteil. Alternativen Phonosophie/Toroid, Thorens TPN2000, Dr. Fuss.

    6. Dicke Gummimatte von Thorens ausreichend für die meisten User.

    7. Falls Motor verbaut wurde, der nach 1992 produziert wurde (Motor mit einem Pulley aus Kunststoff), dann würde ich den durch einen Motor eines TD280 austauschen. Sie ruckelten weniger als die späten TD2001-Motoren. Motoren mit Metallpulley sind genauso gut.

    8. Austausch der Elkos auf der Steuerungsplatine. Insbesondere der Siebelko ist für 25V ausgelegt, das ist zu wenig für viele Netzteile.

    Weitere Möglichkeiten:

    Steuerung Sinus der Firma Klein Technik, RDC-X Subchasis, guter Tonarm (z.B. SME 3009R nach einer Revision).


    Die Punkte 1-8 sind im Preisrahmen von 500 Euro aber mit viel Geduld und etwas Glück umsetzbar (ich habe es für noch weniger umsetzen können) . Das dürfte für einen LP12 schwer zu schlagen sein. Hinweis: das einteilige Subchasis mit TP90-Bohrung lässt sich problemlos zu SME umfräsen. Das Laufwerk ist top und gut für weitere technische Entwicklungen. Hier ist nichts verklebt oder für schnellen Verschleiss entwickelt.

    Gruß

    Michael

    Meine subjektive Erfahrung ist, dass die LPs-Produktionen der letzten 20-25 Jahre (insbesondere Rock-LPs) derart von loudness-war-Komprimierung und schlechter Pressung betroffen sind, dass sie tatsächlich in Masse dumpf und unscharf spielen (gehört mit SME V). Ganz schlimm finde ich die letzte Dekade. Das ist für mich auch der Grund, dass ich nach so vielen Enttäuschungen keine neuen LPs kaufen will, audiophile (trotz hörbarer Komprimierung) ausgenommen. Liegt dagegen eine mono-Jazz-LP der 60 Jahre auf dem Teller, geht im Vergleich dazu die Sonne auf. Wie erklärt man angesichts eines solchen Murks 60 Jahre Entwicklung in der Technik ? Was konnten die Jungs damals so viel besser ?

    Dass ein älterer Tonarm nach vielen Jahren auf den Prüfstand soll ist klar aber wenn er mir älteren Platten gut spielt und mit neueren eher nicht, dann ist für mich der Fall eigentlich klar.

    Gruß

    Michael

    Das funktioniert so gut, dass beim anlaufen nichts wackelt.

    Wenn nichts wackelt, ist man schon sehr weit, angenommen das Subchasis liegt plan mit der Zarge. Sonst würde ich auf den Tellerdorn drücken. Wenn alles kolbenartig rauf und runter schwingt (und nicht unkontrolliert zur Seite), dann hat man sein Ziel erreicht.


    Soweit ich weiß, kann man das Laufwerk bei einem Tonarmgewicht von 600 gr. +/- 150 gr. ohne Ausgleichsgewichte betreiben. Das dürfte bei vielen Tonarmen der Fall sein.


    Ferner noch kann man die Position der Achse des Motors kontrollieren. Über die Schraube mit dem blauen Lack kann man sie minimal regulieren/neigen und schauen, wie der Riemen am Pulley wandert. Mittig muss er auf dem Knickpunkt des Pulleys im Betrieb laufen. Dazu setzt man den Hauptteller mit der Matte und einer Test-LP (das Gewicht muss stimmen) verkehrt herum, um alles darunter sehen zu können. Wenn aber beim Anlaufen nichts wackelt, dürfte auch die Motorachse lotrecht stehen. Je besser das System eingestellt ist, umso weniger wackelt der Schwabbler beim Anlaufen.

    Gruß

    Michael

    Ich habe bereits diverse Lager & Tellerkonstellationen auf meinen Laufwerken durchgespielt (ich habe sie alle da). Mein subjektiver Gehöreindruck war immer Zugunsten des RDC-Lagers.


    Es gibt dennoch eine Teller-Lager-Konstellation, die mich umgehauen hat. Durch Zufall habe ich einen Prototypen eines TD 350 erworben (Hergestellt um 2005/2006), der in der Form nichts mit dem späteren Marktprodukt (bestehend aus Acoustic-Signature Teller/Lager + Premotec-Motor) zu tun hatte.

    Der Prototyp basierte auf einem wunderschönen, einteiligen Teller aus Alu und mit einem Lager aus einem Stück Messing (wie ein Nachbau eines Phonosophie-Lagers, nur in Thorens-Bauform, jedoch für die 7.2 mm- Achse und 2mm tiefer gelegt. d.h. in der Zarge versenkt). Das Lager scheint mir im Inneren eng toleriert gewesen zu sein, es sitzt vergleichweise so "eng" wie das von Phonosophie. Der Antrieb bestand aus einem Berger-Motor. Der Macher dieses Laufwerks musste also nicht nur die alten Lagerkonstruktionen gekannt haben, sondern hat sich gleich über die alten Thorens-Probleme mit dem abspringenden Riemen gemacht. Hier sind der Pulley und der Teller so profiliert, dass der Riemen nicht abspringen kann. Der Riemen wird über das Loch im Teller aufgezogen, pfiffig.

    Auch das Profil und die Höhe des Dorns sind so gewählt, dass die klassische Thorens-Gummimatte den Teller perfekt vervollständigt (bei nicht profiliertem Teller steht der Rand höher als der Rest, hier ist es nicht so). Ich habe diese Teller/Lager-Kombination auf einem TD 2001 montiert und war begeistert. Die Optik des Laufwerks bleibt bei aufgesetzter Matte gleich, der Klang deutlich besser. Das wäre ein echter TD 2001- Nachfolger gewesen, wenn man ihn so realisiert hätte.

    Gruß

    Michael

    Der TD2001 egal welcher Bauart hat das gleiche Lager mit Widia-Hartmetallspiegel. Nur der eingepresste Lagerflansch ist bei den Bauarten anders (andere Bohrung, andere Optik). Das beste Lager von Thorens kommt mit dem RDC-Lagerflansch von Clearlight Audio. Das Lager von Phonosophie ist gut aber klanglich nicht besser als RDC.


    Wer einen TD 2001 mit einem Nylatronspiegel erwischt, der kann davon ausgehen, dass das Laufwerk entweder manipuliert wurde (und das Lager vermutlich vom TD 320 MK III stammt) oder man hat nur die Restbestände bei Thorens zu einem Laufwerk absichtlich verbaut. Die Lagerhülse ist bei bei den Thorens- Lauwerken (TD 2001, 3001, 520, 521, 320 MK x) dennoch gleich. Die Unterschiede der Vatianten (No. 3 ausgenommen) bestehen also hauptsächlich am Spiegel oder am Flansch.


    Darüber hinaus gibt es noch den Lager-Nachbau von Dualfred mit Lagerflansch von Thorens und einem austauschbaren Spiegel und wenige Exemplare eines TD 350 - Prototypen, die meines Erachtens praktisch eine Weiterentwicklung der Tellerkombination des TD2001 darstellt, weil für die dicke Gummimatte profiliert. (Fotos folgen noch).

    Gruß

    Michael

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    Ich habe nachgewogen und im Prospekt nachgeschaut und bin selbst verblüfft. Im Prospekt werden die Plattenteller mit 3.1 kg (TD 2001) und 3.3 kg (TD 3001) angegeben.

    TD 2001 (1. Generation): Zamak-Subteller/Teller + dicke Gummimatte wiegen zusammen ca. 3460 gr. Ohne Matte wären es mit 2950 gr. ca. 150 gr. weniger als im Prospekt angegeben.

    TD 3001: Alu-Subteller/Teller+ Filzmatte wiegen zusammen ca. 2900 gr. Ohne Matte dennoch ca. 400 gr. weniger als im Prospekt angegeben. Hat man da etwa die Angaben frisiert, damit es nach "mehr" aussieht oder ist meine Waage total im Eimer? :/
    Danke für das Nachbohren.

    Michael

    Die Transformation beim TD 2001 von der 1. Generation zur. 2. war fließend. Hatte schon Laufwerke bei mir, die Teile beider Generationen in sich hatten (ab Werk und unverbastelt).

    Die reguläre 0.7 mm Blattfederung ist beim TD 2001, TD 3001, Phonosophie No. 3 identisch.


    Ich gehe dennoch davon aus, dass die Kombination der Blattfederung und der zugegebermaßen schöner Teller des TD 3001 in LP12-Optik klanglich keine gelungene Kombination war, weil der Aluteller für die Federung wohl zu schwer ist. Das Laufwerk ist in der leichteren Zamak-Version bei Thorens/Phonosophie entwickelt worden. Der Aluteller, der wie eine Kopie des Tellers von Linn aussieht ist wohl eher ein Versuch von Thorens gewesen, einen Konkurrenten für LP12 im Portfolio zu haben.


    In manchen TD 2001-Modellen (Isotrack mit RDC-Komponenten) habe ich es auch erlebt, dass dünnere 0.6 mm-Blattfedern eingebaut wurden. Das machte beim Einsatz des Stabilizers meines Erachtens keine gute Figur. Solche Laufwerke schwabbelten derart, dass sie ihre Nutzer kaum in den Griff bekommen haben. Ob diese dünnere Blattfederung so "gewollt" war, weiß sicher nur Kurt Olbert von Clearlight Audio (RDC- Entwickler, der bei Thorens tätig war). Man müsste dort nachfragen. Es gab wirklich viel Murks bei Thorens in der Zeit kurz vor der Insolvenz.

    Die Filzmatte beim TD 2001 ist wohl dem Rotstift geschuldet, der an vielen anderen Stellen angesetzt wurde. Mit RDC und besserer Lackierung hat man in der 2. Hälfte der 90er Jahre trotzdem versucht, das doch erfolgreiche Modell weiterhin zu verkaufen. Geholfen hat es damals nicht viel. Heute darf man sich auf die vielen Ersatzteile im Netz freuen.

    Gruß

    Michael

    Gibt es vielleicht auch was besseres als die dicke Matte?

    Mein Sieger bei den Zamak-Laufwerken (TD2001, 520, 521, Phonosphie No. 3) ist nach der alten guten Gummimatte seit einiger Zeit die Zanden TPM-1 (TW Acustic Turntable mat ist baugleich). Mit dem recht teuren Teil holt man aus den TD-Laufwerken wirklich den Rest. Andere Mattenkonstellationen (Kork, Filz, Leder, OriginLive usw.) bedämpfen die Sub- und Haupttellerkombination wohl nicht so, wie es der Hersteller vorgesehen hat und exponieren bestimmte Frequenzbereiche auf Kosten anderer, wodurch die Neutralität zumindest in meinen Systemen gelitten hat. Mit der alten dicken Matte liegt man schon bei 90% klar auf der grünen Seite.

    Gruß

    Michael

    Das Hörvermögen ist extrem subjektiv. Das betrifft nicht nur die Problematik des guten/schlechten Gehörs, welches ohnehin mit dem Alter zusammenhängt, sondern vielmehr um die Fähigkeit, komplexe musikalische Zusammenhänge und Frequenzen wahrnehmen zu können. Es geht folglich um die Fähigkeit des Gehirns, die Musik zu "hören". So braucht man sich darüber nicht aufzuregen, dass manche bei einem Kabeltest nichts hören und manche sehr viel. Ähnlich wäre es mit einem Instrument. Viele könnten einen guten Klangkörper eines Instruments nicht von einem schlechten unterscheiden, die geschulten Musiker oder Instrumentenbauer dagegen mit Leichtigkeit. Der Unterschied liegt wohl auf beiden Seiten der Musik: im Kopf UND in der Musikquelle.


    Gruß

    Michael