Posts by audiologis

    Also wenn man diesem Herrn in dem eingebetteten Video Glauben schenken darf, dann hat der TD 550 wohl ein Tidorfolon Lager. Er spricht von diesem Lager bei ca. 2:05. Das gleiche Lager kommt bei Thorens wohl auch bei deren anderen aktuellen Topmodellen (900 Serie und TD 350) zum Einsatz. In der BDA zum TD 550 steht dann auch "Bei sehr häufigem Gebrauch sollte das Lager nach 5 Jahren überprüft und dessen Schmierung erneuert werden." Wohl ein kleiner Hinweis darauf, dass so ein Lager nun doch nicht so ganz wartungsfrei ist.

    Hier muss ich widersprechen.

    Der günstigere TD 350 hat ein Lager mit gleichen Abmessungen der Lagerhülse wie der TD 550 aber mit einem recht weichem und weißem Kunststoff (vermutlich Nylatron,Teflon oder Ähnliches) als Lagerspiegel. Tidorfolon sieht aus wie harter Kunststoff und ist schwarz. Im Grunde gekommen sind die Thorens Laufwerke der frühen 2000er Jahre (TD 350 / 550/ 800x / 2030) komponentenweise auf den Teilen wie bei der Firma Acoustic Signature basierend: Lager, Teller mit Bitumen auf der Unterseite, Premotec-Motoren, Netzteile (mit schief aufgeklebtem Aufkleber, der die andere Bezeichnung verdeckt). Möglicherweise hat Thorens dort die einfacheren Komponenten eingekauft und nur eigene Gehäuse ausgehend vom alten Subchasis-Prinzip gebaut.

    Die Kapazität hat in meiner Gegenwart ein Elektrotechnik-Student gemessen, den ich beauftragt habe, die Elkos auszutauschen. Gemessen wurde nur aus Neugier nach dem Ausbau, also nicht im laufenden Betrieb. Die Kondensatoren sollten eh alle raus.


    Die ca. 10 Steuerungsplatinen, die ich schon in meinen Händen hatte, hatten fast alle gewisse Alterserscheinungen gezeigt (z.B. Rostspuren auf den Drähten). Die funktionierten alle dennoch zuverlässig. Unter Umständen gibt es Oxidationsspuren auf den Kontaktflächen der Stecker am Netzanschluss. Hatte auch schon mehrfach Aussetzer am Stecker für das Netzteil am Gehäuse, obwohl die Verbindung da war, nachdem man das Netzteil angeschlossen hatte (einfache Kontaktverbindung). Am Netzteil oder dessen Kabel lag es nicht. Sollte es an der Steuerung liegen, wäre es am einfachsten, eine irgendwo auszuleihen, um es damit zu testen.


    Den Motor würde ich an der letzten Stelle als Problemquelle betrachten. Bis auf den Tropfen Öl auf das obere und untere Ende der Achse alle Paar Jahre braucht das Ding keine weitere Pflege.

    Grüße

    Michael

    Zu den Elkos auf der Steuerung. Der Austausch der Kondensatoren macht zwar Sinn, die Dinger trocknen alle aus. Habe allerding eine Messung der Kapazität der Elkos der Steuerung eines TD 2001 durchgeführt. Diese lag meistens bei über 90% der Nennkapazität. Das entsprach den "normalen" Abweichungen und war so eigentlich ok. Hatte ehrlich gesagt einen deutlichen Kapazitätsverlust nach 20-25 Jahren erwartet.

    Gebe Stefan Recht. Gummiringe kennt der TD 2001 nicht. Ich vermute aber, dass jemand am Pulley einen Gummiring angebracht hat, um das Abfallen des Riemens beim Start zu verhindern.


    Ein Foto würde an der Stelle viel helfen. Die Kraftlosigkeit kann man auch durch die falsche Justierung des Subchasisbrettes und des Motorpulleys passieren. Entweder reibt der Riemen an der Führungsschiene neben dem Motor und kommt nicht weiter und/oder bekommt der Riemen minimal zu wenig Spannung, dass er abfällt. Erst in der Bewegung wandert der Riemen am Pulley hoch, daher das Gefühl, dass das Anschubsen etwas bringt.

    Wenn die Elektronik in Ordnung ist (fast immer der Fall) und die Drehzahl korrekt eingestellt ist, sind es Anzeichen für schlechte Justierung. Außerdem sollte das Lager des Motors etwas Öl verkraften. Ohr auf die Zarge und dem Kaffeemühlengeräusch lauschen. Ich vermute, dass die meisten TD2001 -User über die Jahre noch nie dem Motor etwas Öl gespendet haben. Alles Autofahrer nehme ich an.


    Die Blattfederung des TD 2001 gibt im Laufe der Zeit nach. Wer also sein Laufwerk alle Paar Jahre nicht neu justiert, dann passiert das so gut wie sicher. Der klassiche Riemenabwurf, mit dem so viele überfordert sind.


    Lösung: den Hauptteller umdrehen und auf den Kopf stellen, um zu schauen, ob das Subchasis plan mit der Zarge ist. Ist es der Fall, im laufenden Betrieb an der äußeren Schraube des Motors mit viel Feingefühl drehen (die Schraube, die am nächsten am außeren/hinteren Rand der Zarge liegt, da ist meistens ein blauer Farbfleck drauf), bis der Riemen während des Laufs mittig auf dem Knickpunkt des Pulleys liegt. Schon 1mm Abweichung kann zum Aufschaukeln des Laufwerks beim Start führen, wodurch der Riemen herunterfallen kann (=zu wenig Spannung).


    Die Steuerung geht ohne Gewalteinwirkung am Schalter kaum kaputt und vor allem, wenn man die Endabschaltung mit dem Netzanschluss nicht verwechselt hat. Das riecht man aber sehr schnell ;)

    Gruß

    Michael

    Ich kann einen Tropfen Motorlageröl (von Joel) beim RDM57 immer empfehlen. Hatte schon mehr als 10 dieser Motoren in den Händen stammend von TD 2001, 3001, 320 und Phonosophie No. 3, einige gaben tatsächlich ein leichtes, kaffemühlenartiges Schleifgeräusch von sich, was nicht wirklich schön war (man lege ein Ohr auf die Plattenspielerzarge und denke an die Vibrationen). Nach ein wenig Öl hat sich die Situation meistens deutlich verbessert. Die Pulleys aus Kunststoff lassen sich dabei problemlos abziehen (einen dünnen Lappen um die Achse herumwickeln und ohne Metallwerkzeug mit bloßen Händen abziehen). Die Teile haben meistens schon über 20 Jahre auf dem Buckel. Etwas Wartung inkl. Reinigung (alle 10 Jahre?) sollte doch sein.

    Der Pitch-Regler eines TD520 / 521 ist bei älteren Geräten oft verharzt und möglicherweise nicht vollständig drehbar. So kann ihn der Nutzer zwar drehen, merkt aber nicht, dass ursprünglich noch mehr Geschwindigkeitsanpassung möglich war.

    Um den Regler zu behandeln, muss er komplett ausgebaut werden. Nur den Drehknopf abziehen und mit dem Kontaktspray zu sprühen hilft nicht, der eigentliche Regler sitzt zu tief unter der Zarge. Schon eine leichte Gewalteinwirkung beschädigt nur das schwache Kunststoffprofil des Reglers, wenn der spürbare Anschlag erreicht worden ist. Wenn trotzdem das Gefühl entsteht, dass mit etwas Kraft "mehr" geht, dann liegt es am Kunststoff der gerade nachgibt. Bitte auf keinen Fall kräftig drehen.

    Die Reparatur des verharzten Reglers geht problemlos nach dem Ausbau der Steuerungsplatine (der Regler sitzt darüber und ist an der Zarge befestigt). Nach der Behandlung mit dem Kontaktspray- habe selbst Kontakt WL benutzt- müsste mehr Spiel sein. Bei meinem TD520 hat diese Methode prima funktioniert und der Regler konnte so in jede Richtung deutlich weiter gedreht werden.

    Zusätzlich sollte man nachschauen, ob auf der Steuerungsplatine noch weitere Pottis für die Standard-Regelung der Geschwindigkeit vorhanden sind. Es könnte aber auch sein, dass die Elkos auf der Platine schon so ausgetrocknet sind, dass hierdurch das Problem entstanden ist.

    Sollte man aus Versehen das Netz an den H-Eingang anschließen, würde dies die Platine beschädigen (bei mir ist ein Transistor durchgebrannt). Einen solchen Fehler macht man nur einmal ;) Habe das passende Originalkabel mit dem passenden Stecker und kann es für wenige € über die Bucht zum Verkauf anbieten, sollte das Interesse weiterhin bestehen.

    Nein, ohne Brett. Es gab unterschiedlich starke Blattfedern, soweit ich weiß. Der BC kam ja ohne den TP90(S) und demnach sollten die Angaben der BDA stimmen. Die Modellvariante mit besagtem Tonarm könnte dafür "weichere" Federn haben.

    Das Thorens-Zusatzgewicht bei meinem TD 3001 BC mit dem SME 309 wiegt 45 Gramm und das Schwingverhalten ist mit und ohne das Gewicht in beiden Fällen als kolbenartig zu bezeichnen. Deutlich mehr Einfluss auf dieses Verhalten nimmt man durch die exakte Justage der Höhe der Aufhängung und des Riemenlaufs am Pulley. Die Feder nah am Motor gibt im Laufe der Zeit ohnehin nach (siehe. Fotos in einem meiner Beiträge). In den Modellen TD 2001, 3001, Phonosophie No. 3 wurde die gleiche Blattfeder mit der Stärke von 0.7 mm verwendet. Habe sogar die von No.3 direkt bei Phonosophie bestellt, um den teuren Vergleich zu machen. Diese Federung wurde trotz des Gewichtsunterschieds der Metallteller zwischen TD 2001, No. 3 (Zamak) und TD 3001 (Alu) eingesetzt. Meines Erachtens waren die Zusatzgewichte nur bei BC-Modellen dabei. Habe bei den 10 Geräten, die durch meine Hände gegangen sind keine anderen Blattfeder gesehen. TP90S war jedoch nicht dabei, sondern der normale TP90 bei ähnlichem Gewicht. Bei einem TD 2001 Isotrack mit dem leichteren RDC-Teller habe ich einmal die 0.6 mm Feder entdeckt, was für meine Begiffe zu weich war (starkes Taumeln) zumal der RDC-Teller mit dem Stabilizer getrennt verkauft wurde ohne die Aufforderung, die Federung auszutauschen. Ich würde daher davon ausgehen, dass die 0.7 mm Federung bei den oben genannten Modellen in praktisch allen Fällen nicht falsch ist. Kompetenter Fachmann bei solchen Fragen wäre Kurt Olbert aus Offenburg (der RDC-Erfinder, Clearlight Audio).

    Tolle Kombi, der Phonosophie ist ein

    eigenständiger Plattenspieler und kein umgelabelter Thorens.

    Die Kombie so wie sie da steht, auch mit dem Tonabnehmer spielt sie

    ziemlich weit oben mit, aber wie Bonzo schon schrieb;

    Naja.. habe mehrere Thorens-Plattenspieler bei mir stehen und den P No.3 auch noch. Unter dem dicken Phonosophie-Logo auf der Acrylglashaube befindet sich immer noch das alte Thorens-Logo. Ein Schelm, der Böses dabei denkt ;)

    Ich habe in den letzten Wochen den TD 350 mit SME 309 / Goldring Elite intensiv gehört.


    Die gute Nachricht zuerst. Thorens ist da klanglich betrachtet ein wirklich guter Plattenspieler gelungen. Das Stück spielt tatsächlich so, wie in den Tests aus den Jahren 2005 beschrieben... herrlich analog. Das hat mich gewundert ehrlich gesagt, weil ich die anderen Modelle 2001/3001/160HD kenne und die spielen doch anders. Bei diesem Gerät hatte ich ein ähnliches Gefühl wie bei meinem alten Cassettendeck Sony TC K-909-ES. Der hat also seinen eigenen tollen analogen Klang, der nicht ganz neutral ist aber dennoch viel Spaß macht.

    Einen direkten Vergleich mit den anderen Laufwerken möchte ich noch nicht ansprechen, weil sie noch nicht "reif" sind. Die Restaurierung ist nicht abgeschlossen.


    Die schlechte Nachricht aber war, daß meinem Laufwerk wohl in die Rubrik "TD 350 Pfusch am Bau" gewidmet werden sollte. Thorens hat bei dem Stück so viel Murks gemacht, wie bei keinem anderen Laufwerk, das ich bis jetzt gesehen habe.


    1. Das Lager war wohl zu schwach angezogen - es hat sich einfach los gelöst.

    2. Das Subchasisbrett hate eine andere Maserung als die Zarge (auf der Rückseite jedoch die gleiche Nummer - also ab Werk als "passend" markiert)

    3. Die SME-Verschraubung war ein Witz. Ein Loch zu breit (eine Schraube wurde einfach eingesteckt), die restlichen Löcher waren schäg zum etwas zu kleinen Hauptloch vorgebohrt aber nicht duchrgehend wie von SME empfholen, um es von unten mit Muttern fest zu machen. Dadurch wird Holz verdrägt und steigt hoch - Der Tonarm lag dadurch 0.5-1 mm etwas schräg über dem Brett.

    4. Das Subchasisbrett ist ein wenig zu klein auch für 9-Zoll Tonarme. Mit einem SME ist ein Limit erreicht, Die Basis berührt schon die Aussenkante des Brettes.

    5. Die Subchasisfederung benutzt schwarze Kunststoffteile (gleich wie beim TD 2001 und TD 3001) für die Aufnahme und die Verschraubung der Blattfederung. Offensichtlich wurde das Brett für ein Stück für die Noppen der Blattfederhalterung nicht tief genug gebohrt - Die wurden bei Thorens einfach abgeschliffen und das Stück aufgeklebt !

    6. Die Steuerungsplatine ist ein wildes Durcheinander, locker übereinander gelötet und die Leitungen mittels Heisskleber mit der Zarge verklebt.

    7. Die Haube (älteres Modell) war eine alte TD2001/3001 Haube mit einem anderen Logo drauf. Also alter Lagerbestand. Neuere Modelle haben eine andere Haube bekommen (offen zu den Seiten).

    8. Motorpulley ist fest mit der Achse verbunden, dadurch ist der Premotec-Motor nicht einfach auszubauen.

    9. Das Lagerfett ist nicht flüssig, es würde sonst unten am Lager hinausfließen. Auch das dickflüssige Original- Teflonlagerfett kommt langsam unten heraus.

    10. Die Haupttellerachse ist sehr kurz, der Hauptteller liegt dadurch sehr tief, etwas zu tief für den SME 309. Die Matte muss schon 2 mm dick sein, damit der Arm noch Bewegungsfreiheit hat. Bei weniger liegt der Arm auf dem Lift auf.

    11. Die Verbindung vom SME-Tonarm zu den Cinch-Buchsen erfolgt über ein Zwischenstück - unnötig, hätte man es wie beim TD 3001 realisiert.


    Im Grunde genommen hat man bei diesem Laufwerk ein Produkt geschaffen, welches zwar sehr lecker musiziert aber dennoch zu viele Eigenschaften eines modernen Wegwerfprodukts aufweist. Sobald das Teil aus dem Programm genommen wird, muss man damit rechnen, daß es dann schnell zum Edelschrott wird, sobald die Steuerung mit einfachen Elkos oder der Motor einen Schaden bekommen. Wirklich schade. Da waren die alten Thorens-Plattenspieler deutlich wartungsunkritischer.

    Ach, diese alten Seiten kenne ich doch alle seit Jahren auswendig. War ursprünglich auf der Suche nach dem glaubwürdig enger toleriertem P3-Lager (hat sogar Joel getestet). Da es nicht mehr lieferbar war, war noch etwas Geld übrig. Wie beim Poker wollte ich einfach die Karten sehen, 120 Euro hin oder her. Alleine die Erfahrung war es Wert und ein weiterer Bluff entlarvt. Ich war zu beschäftigt, um sie mit einem wenig netten Brief zurück zu schicken. Die Schieblehre habe ich erst später besorgt, um nachzumessen, die Rückgabefrist war verpasst. Jetzt kann ich wenigstens behaupten, daß in meinem TD die Federn vom P3 drin sind..


    Interessant fand ich den Test zum P3 im LP-Magazin.

    " Am Subchassisprinzip hat man per se nichts geändert – man verwendet die seit dem legendären TD320 bekannten Blattfedern,

    allerdings dann doch wieder in einer heftig veränderten Version, der man einen Gutteil der Klangeigenschaften des Laufwerks

    zuschreibt"


    Achso, die Änderung bezieht sich auf den TD320 (doppelte Federung), der mit dem P3 nun wirklich nicht viel gemeinsam hat und nicht auf den praktisch baugleichen TD2001. So verbiegt man geschickt wie Wahrnehmung. Soetwas kennt man eigentlich aus der Politik...bravo "Fachpressse"

    hier noch der bildhafte Nachweis für meine Erfahrung, die ich mit der Federung gemacht habe. Hierfür habe ich 2 wunderschöne Mahagoni-2001er Laufwerke aus den Jahren 1990 (B) -1993 (A) unters Messer gelegt. Diese beiden Hübschen werden bald jedoch eine sehr schonende Verwandlung zum BC-Modell erleben unter der Verwendung des alten Subchasisbrettes mit neuen Federn, ohne Lift und guten Tonarmen (der Plastik-Tonarm ist bereits ab). Die Besonderheit war, daß beide über Jahre mit identischer Ausstattung gelaufen sind: mit dem Originalteller, dem leichten TP90 und der tollen dicken Gummimatte. Daher war die Abnutzung als recht gut vergleichbar anzusehen. Habe zwei gleichwertige Laufwerke aus zwei weit entfernten Ecken der Republik herangezogen, um diesen Nachweis ein wenig glaubhafter erscheinen zu lassen. Die Federung wurde vor dem Ausbau mit Aufklebern versehen, um versehentlich nichts zu vertauschen.


    In beiden Fällen wird sichtbar, daß die Federung am Teller sichtbar stärker verbogen ist als an den anderen Punkten.
    Beim TD3001 mit einem 1kg schwereren Teller sah es noch ausgeprägter aus. Da sieht man den Unterschied zwischen allen drei Federn noch besser.


    Übrigens. Habe bei Phonosophie die Federn des P3 für satte 120 Euro angefordert.. Was habe ich dafür bekommen ? Die 0.7mm Federn des TD 2001 waren es. Ob den Federn ein Hauch Aura beigemischt wurde, habe ich nicht weiter untersucht.

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    Das "Sie" war aus Höflichkeit und nicht wg. einer Beleidigung.

    Aus den Laufwerken versuche ich klanglich das Beste herauszuholen, daher die Radikalkur. Ich versuche eine Sammlung von 9 Geräten schrittweise auf den besten technischen Stand zu bringen, ohne die Geräte unnötig zu verbasteln.

    Jeder hat so seine Vorlieben. Die einen basteln, die anderen restaurieren, und noch andere wollen nur hören.



    Ganz einfach deswegen, weil es an dem Teil wie an jedem Fahrzeug/Gerät verschleissteile vorhanden sind, die gewartet werden müssen, damit das Gerät sauber spielt. Reines Schmieren bring hier nichts. Lesen Sie bitte den Beitrag von Captn Difool, wieviel Schrott inzwischen im Netz zu finden ist. Seine Aussage gilt für Geräte bis zum Jahr 2000. Dem muss ich leider zustimmen. Hier die Verschleissteile eines TD2001 BC (ohne Lift/Tonarm).


    - Das Lager / Spiegel

    - Die Achse

    - Der Motor

    - Bauteile der Steuerungsplatine

    - (bedingt) Aufhängung der Federung

    - (bedingt) Federung selbst, wenn mit zu viel Last bespielt

    - Riemen


    Schon mal von der reinen Optik der Zarge abgesehen. Oder meinen Sie etwa, da muss man nichts machen, damit ein Gebrauchtgerät mit 20 Jahren auf dem Buckel gut spielt ?

    Hallo, ich glaube lieber, was ich deutlich sehen kann. Tragen Sie es mir bitte nicht nach. Habe selbst schon mehrere 2001 zerlegt oder wieder flott gemacht (derzeit 7x 2001, 1x 3001, 1x 350, 1x 160HD, 1x521). Ob es mich zum selbst ernannten "Kenner" macht, lasse ich hier offen.

    Das Bild war bei der Federung immer gleich, egal ob 2001er/3001er/350er. Die linke Federung war immer stärker verbogen als die anderen. Für mich der Hinweis, daß diese linke Federung über die Jahre viel stärker beansprucht wird als die anderen beiden. Ich bleibe dennoch bei meiner Aussage, daß die meisten Probleme mit dem Riemen auf den Zustand der Federung bzw. die Justage der Federung zurück zu führen sind. Durch die Verformung der Federn kommen offensichtlich seitliche Kräfte zustande, die das Subchasis leicht gegen den Uhrzeigersinn verdrehen lassen - Folge: die Tellerachse liegt dadurch noch näher an der Achse des Pulleys= weniger Spannung im Riemen.

    Den Riemen würde ich nur beim Laufenden Motor mit den Tellern justieren. Nur dann sieht man, ob er auf die richtige Höhe kommt.


    Mit ist aber noch ein weiterer Grund bekannt, wieso der Riemen abspringen könnte - die Federung.


    Die Federung des TD 2001 ist sehr dünn (meines Erachtens zu dünn), sie verformt sich im Laufe der Zeit, insbesondere die linke Feder am Motor. Die Verformung aller drei Federn ist unterschiedlich. Folglich gibt das Subchasis zur linken Seite stärker nach - es folgt weniger Gegenspannung und der Riemen fliegt herunter.


    In einem meiner TDs (2001 Isotrack mit dem leichteren RDC-Teller und dem Stabilizer) hatte von Haus aus die dünneren 0.6mm Federn verbaut statt der normalen mit 0.7 mm. Die normalen haben ein zusätzliches, unbenutztes Loch am Ende (also insgesamt 4 Löcher pro Blatt) . Das war für das Laufwerk viel zu wenig. Der Einbau der normalen Federn brachte Abhilfe. Unter Umständen würde der Austausch der linken Feder gegen eine neue helfen. (unter Umständen würde vielleicht das Umdrehen dieser Feder inkl Höheneinstellung helfen). Die anderen würde ich unbedingt so belassen, wie sie sind. Das Vertauschen der Federn untereinander ist aus meiner Sicht keine gute Idee - das Subchasis verdreht sich zu gerne gegen den Uhrzeigersinn.