Posts by Music-Man

    Hmm...120 Euro für n Haufen Schrott der weder dem Instrument Gitarre noch dem Gerät Plattenspieler gerecht wird...und: ich wette, dass die Qualität dieses Machwerks so ist, dass eigentlich für jedes dieser "Gimmicks" eigentlich nochmal 100 Euro Ökosteuer draufgeschlagen werden sollten.


    Solchen Mist nur für den (sicheren!) baldigen Tod und dann Sperrmüll zu produzieren ist schlicht ne Umweltsünde...

    ...ergänzend zu den Tonabnehmern:

    ein Denon 110 ist nicht schlecht, aber ich bin mir sicher, dass ein AT VM 95 ML eher besser spielt...und nen guten gebrauchten 300-400 Euro Player zu ner klanglich besseren Kombi aufrüstet als der angesprochene Thorens, dessen Vorteile ich eher im "Finish" und beim "Klassikerbonus" sehe…;)

    Ok, sehr viel und fast alles wurde hier gesagt...meine 2 Cents?


    Mir stößt vor allem dieser sehr schnell verlinkte Beitrag des PhonoPhono Guru`s sauer auf.

    Zu behaupten der kleinste Rega spielt "ein Universum" besser als alte Geräte ist sicher Unsinn....ich kenne diesen Technics nicht, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass ein P1 sich deutlich von einem alten 160er (ich meine den ganz alten!) absetzen kann.

    Ein neulich gehörter RP3 spielte deutlich besser als ein TD160, ungefähr auf dem Niveau eines TD125er.


    Die Echtholzzarge des angesprochenen 160ers dürfte klanglich nicht ins Gewicht fallen-160er reagieren auf solche Veränderungen erst, wenn du das Laufwerk entweder in eine Betonzarge oder eine ganz dünne stark resonierende einbaust...wobei er bei ersterer eher nicht besser klingen dürfte, eher "unmusikalischer"...


    Sicherlich ist der TP90 Arm deutlich besser als das Gegenstück aus den 70ern, wobei dann das Laufwerk selbst die Qualität begrenzt...was dazu führt, dass ein 125MKII insgesamt n gutes Stück besser sein dürfte-trotz des etwas schlechteren Armes-der hier die Begrenzung darstellt...


    Mein Fazit wäre: 800.- ist ne Menge Kohle, da gibt es vieles gebraucht...Linn Axis/Akito zB...der RP 3 meines Freundes hat 400.- gebraucht gekostet!


    Der 160er um den es geht ist sicher als solcher den Betrag wert da er diese schöne Zarge, den Denon TA und den TP90 hat, klanglich geht für den aufgerufenen Preis sicherlich einiges mehr!



    Gruß,

    Bernie

    ...ist ja echt geil, dass so`n alter "Musiksklave" hier so vielen gefällt8o...


    Was mich an dem Braun immer wieder erstaunt ist seine Laufruhe. Die Kiste hat n butterweiches Reibrad, das wohl aus sehr hochwertigem Gummi besteht, denn es ist elastisch als wäre es neu (der PS 350 ist aus der ersten Hälfte 70er!).


    Der Plattenteller ist erstaunlich schwer, und dreht sich leicht angeschubst sehr lange nach.

    Beim Abspielen ist über die Lautsprecher (Ziefle Maestro1-die können Bass ab 50Hz!)) so gut wie kein Rumpeln zu hören, nur n leises, sattes, gleichmäßiges Laugeräusch...scheint n recht gutes Laufwerk zu sein.


    Kleiner Wermutstropfen ist der kurze Tonarm, der doch recht heftige Spurfehlwinkel erzeugt. Dadurch kommt es schon mal vor, dass dynamikreiche Musik gegen Ende einer Plattenseite etwas zerrt und zischelt...ansonsten klingt er ziemlich gut, hat in etwa das Niveau eines Dual 1219 oder eines alten Elac Reibradlers...und: ist einfach schön anzuschauen.:)

    P1000946.JPG


    Hatte ich schonmal n Bild davon drin?


    Für viele hier sicherlich nix Besonderes...für mich schon.

    Die Zarge war zerkratzt, wurde abgelaugt und vom Schreiner neu geölt...damit war der Grund für mich keinen großen ProJect zu kaufen hinfällig...ich mag nämlich diesen "highgloss" Glanz nicht auf schönem Holz...


    Gruß,

    Bernie

    ...ich denke ne Federaufhängung sollte man ihm schon gönnen.


    Aber eigentlich müsstest du konsequenterweise als einzigen Makel des 124ers das gesamte Antriebskonzept sehen (Reibrad mit riemengetriebenem Schwungrad), denn ich denke, dass er damit einfach einen starken Motor braucht damit es funktioniert...und Gleichstrom hin, Wechselstrom her-der hat dann immer Vibrationen!


    Bei der Argumentation würde sich allerdings die "Katze selbst in den Schwanz" beißen, weil der Sinn des gesamten Konzepts 124er dann hinterfragt wird...8o

    ...das mit den Zugewinnen die du beschreibst ist logisch: Trennung von Schallereignissen, besser aufgelöstes Ausschwingen feinster Hallanteile usw. wird immer dann besser, wenn es nicht mehr in den Nebengeräuschen untergeht, soll bedeuten: ein Plattenspieler begrenzt die Auflösung der Schallplatte durch seinen Nebengeräuschpegel!...und: es ist mehr auf ner Platte als man denkt!!!!


    Mir ist dazu noch aufgefallen, dass im Tiefbassbereich dadurch mehr ging...

    Nein, es spricht sicher nix dagegen...außer dass der 124er dann eben kein 124er mehr ist-zumindest technisch, aber wohl auch klanglich.

    Ich kann mir allerdings vorstellen, dass es mit dem Reibradprinzip Probleme geben könnte. Bei dem Zwischenschalten des Reibrades zwischen Innenlauffläche Teller und Stufenrad entstehen jedes mal recht heftige Bremskräfte (Drehmomente) die der kräftige 220Volt Motor locker abfängt...ein Wechselstrommotor dürfte da zumindest recht üppig dimensioniert sein...die Frage ist, ob er dann nicht genauso viel Vibrationen erzeugt wie der für seine Kraft doch sehr laufruhige (guter Zustand/Revision vorrausgesetzt) Originalmotor...!?


    Rein theoretisch könnte man auch in nem brauchbaren Abstand ne Motordose neben den 124er stellen, Riemen rüber um den Teller (vielleicht Überteller abnehmen)...dann ist`s zwar auch kein 124er mehr (wenn er so läuft) aber er müsste wenigstens nicht umgebaut werden...

    ...darf ich antworten?


    Ein "Zustands"-Anzeiger des Laufwerks ist die "Hochlaufzeit"...soll heißen: Schalter an, 1,2,3,4,5...dann sollte das Stroboskop erst mal gut "stehen", der Plattenspieler die Drehzahl erreicht haben. Nach ca. 10 Minuten draufgucken...nach der Zeit läuft er meist etwas zu langsam/zu schnell-n Stück korrigieren-fertig.


    Das macht ne Aussage über Lager, Reibrad, Laufflächen, Riemen, Motor!-so wie n Auto das du anlässt und das dann gleich stabil läuft.

    Der 124er schöpft seinen Klang (auch) aus dieser "Kraft".


    Gilt natürlich nur für n (im Antrieb) unmodifizierten 124er-schon mit anderem Reibrad ändert sich das Verhalten leicht...mit per Spannung geschwächtem Motor dauert das länger und es ist nicht so viel Kraft dahinter...

    ...keine Ahnung ab wann von nem Masselaufwerk gesprochen wird...ich würde sagen, es ist eher ne Sache des Konzeptes: wenn Resonanzen und Nebengeräusche einfach dadurch unterbunden werden, dass Zarge und Teller Gewicht haben ist`s n Masselaufwerk-bestes Beispiel ist die Platine Verdier....

    Andere Konzepte haben andere Techniken dafür bereit-sei`s durch Materialmix oder High Tech Materialien und sogar genau andersrum-nämlich wenig Gewicht (zB große Rega) oder durch Dämmung via Subchassis...wobei es natürlich auch Mischformen gibt, genau gesagt sind sie-zumindest bei teureren Laufwerken-eher die Regel (zB Subchassis mit schwerem Teller und massiver Zarge).


    Zu hören ist`s schon am leeren Rillengeräusch-wieder unabhängig vom TA.

    Masselaufwerke machen hier ein sehr leises sattes Geräusch das fast wie Rosa Rauschen recht gleichmäßig durch alle Frequenzen geht, bei Subchassis ala klassischen Thorens ist`s eher ein etwas lauteres "ffffffff" während leichtere Brettspieler wie etwa kleine Rega oder Linn Basic eher ein etwas rauheres "chchchch" machen.


    Diese Laufgeräusche addieren sich zum Knistern-wobei eben das sehr leise satte Geräusch von Masselaufwerken dieses deutlich leiser und feiner erscheinen lässt als die lauteren Rillengeräusche bei leichteren Konstruktionen, die das Knistern mehr verstärken-so meine (zugegeben) sehr laienhafte Eerklärung….jemand der sich fundiert auskennt könnte dir diese Zusammenhänge anhand von Resonanzen usw sicherlich besser erklären.


    Ich habe allerdings gehört, dass es trickreiche ultraleicht Konstruktionen gibt (zB Rega 9/10) die noch weniger Laufgeräusche und Rillengeräusche als ein schweres Masselaufwerk haben...das durfte ich allerdings noch nicht gegenhören...


    Und ja-Masselaufwerke klingen grundsätzlich anders...sie haben prinzipiell weniger Probleme Teifbass abzutasten...unglaublich was ganz unten im Basskeller auf Platten drauf ist.

    Tendenziell machen sie aber weniger Eigenklang....bedeutet aber auch, dass sie tendenziell was das Klischee angeht weniger "analog" klingen als zB ein eher leichter Brettspieler ala Rega.


    Mein ProJect klingt weniger "analog" als der Thorens TD125 und deutlich weniger als ein Rega RP3...es gibt Aufnahmen da klingt er mit dem Benz fast schon "digital" kühl....aber eben nur fast...mir ist`s wurscht-er kann dafür sehr viel aus der Rille holen-eben Tiefbass und feinste Informationen mit sehr wenig Rillen- und Laufgeräuschen...das muss nicht jedem gefallen...und ist der Grund, warum eben viele (hier) mehrere Player mit unterschiedlichen Konzepten haben.

    -das Knistern tritt in den Hintergrund weil mehr "Musikinformation" erzeugt wird das es verdrängt beim Masselaufwerk

    -das Knistern erzeugt nicht so viel Resonanz da das Masselaufwerk weniger resoniert...deswegen ist es leiser und wirkt weniger prägnant in den Mitten

    -das Masselaufwerk erzeugt mehr Frequenzen im Bassbereich die außerhalb der "Knisterfrequenzen" sind

    -der wohl hochwertigere Arm des Masselaufwerks führt das System besser, es tastet mehr Signal ab und das Knistern geht mehr in den Hintergrund

    -viele Leichtbauspieler haben einen Peak im oberen Mittenbereich was deas Knistern ebenfalls verstärkt


    Könnten Punkte sein, die sich evtl. auch noch addieren !?


    Jedenfalls hab ich ähnliche Erfahrungen gemacht. Masselaufwerke, aber auch gut ausbalancierte andere Konzepte (LP12/große Rega/Thorens 125/126 usw) laufen deutlich ruhiger in Sachen aller (!) Nebengeräusche als einfachere Brett und Subchassis-Spieler...unabhängig vom System...was dann bei gleichen Systemen in dem Effekt enden kann den du beschreibst.