Posts by bilauaudio

    Ist das Dämmmaterial nicht zu offenporig? Normalerweise gehört so etwas doch eher gleichmäßig verteilt ins Gehäuse und eher kompaktes Material an die Wände, oder sogar Stein oder dickes Gummimaterial.

    Mann könnte sogar das Tellerlager auf einem Ölfilm schweben lassen sogar mit ca. 2 kg Tellermasse.

    Dann müßte man die Platten aber mit 2000 rpm abspielen! Diese Technik wurde bei Motoren in den 1900-1910 Jahren als passive Schmierung der Gleitlager versucht, nur die Viskosität war damals nicht über den Temperaturbereich von 100 °C gleich zu halten und Vertikallager und Horizontallager reagierten zu unterschiedlich. Dann hat man doch schnell wieder auf pumpengestützte Druckumlaufschmierung umgestellt. Aber jetzt wieder zu Hifi :meld:

    Also durch die schräge Nut im Lageraußenteil hoch, dabei Schmierung durch das minimale Lagerspiel, durch die senkrechte Nut des Dorns wieder hinunter. Genial. Das ist dann weniger für den DIY-Bereich als für professionelle Hersteller interessant (Obacht, Roy!). Finde ich klasse, dass Du die Idee hier teilst.


    Lagerspiegel und Kugel sind original oder auch ersetzt? Beim Original konnte ich schon nach relativ kurzer Zeit Verschleiß erkennen. Beim jetzigen Saphirspiegel mit Zirkoniakugel sollte das besser sein, habe das aber noch nicht wieder überprüft.

    Außerdem, umgekehrt ist einfacher zu fertigen, aber durch die gerade Nut im Lageraußengehäuse und der Last durch den Riemen gibt es sehr schnell kleine Riefen auf dem Dorn. Das war in der Simmulation so, deswegen haben wir das garnicht versucht. Der Lagerspiegel ist eine Teflonscheibe und die Kugel ist 6 mm groß und damit größer als sonst.

    Du hast zwar das meiste selbst gemacht, aber dennoch ist das sehr, sehr wenig - in etwa das, was ich damals alleine für meinen P5 (mit Elys 2) neu bezahlt habe. Beeindruckend.


    Am interessantesten finde ich die verbesserte Lagerkonstruktion (Ölpumpe integriert). Kannst Du das noch näher beschreiben?

    An Bildern ist es am besten zu sehen.IMG_20200207_164425.jpg


    Die Eingefräßte Nut im Lageraußenteil ist auf ca. der Hälfte des Durchmesser verteilt.

    Im Bereich, wo die Längsnut des Lagerdorns " nicht" die Nut im Außenteil berührt kann Öl durch Drehung nur die schräge Nut im Außenteil hoch laufen. Durch ein Lagerspiel von wenigen tausenstel mm wird durch Verlust der Konstruktion Öl auf der Lagerfläche in der ganzen Nuthöhe verteilt. Ist das Öl oben angekommen wird durch den Druck das Öl aus der umlaufenden Kante über die Längsnut des Lagerdorns, die nur wenige Tausenstel mm Tiefe und 1mm Breite beträgt, zurück zum Lagerboden gepresst. Das ganze funktioniert am besten, wenn das Lager so eingebaut ist, daß die schräge Nut im Außenteil sich in Richtung der Riemenspannung befindet.

    Jetzt wird durch die Viscosität, die wir in der Firma durch ein PC-Programm simmuliert haben der Druck eingestellt. Ich habe SAE 10 W genommen (hohe Spülrate und wenig Druck.

    Der Teller läuft bei 33,33 Umdrehungen mit den 2 kg Masse ca 12-15 mal rund.

    Der Ölspiegel ist ca. 7 mm im Lager.

    Das ganze kann man in einer Motorentwicklung, wo ich bis 2015 gearbeitet habe den Lehrlingen als Aufgabe geben. Die schräge Nut ist bei unserer Konstruktion von unten als 20 ° Linie gefräst worden. Besser wäre eine Parabel, diese kann man aber nur gießen. Ich glaube Feikert oder Woschnik hat so etwas schon einmal aus Sintermaterial gegossen. Ich sage ausdrücklich, daß das aber unsere eigene Idee mit eigenen Berechnungen ist und nichts kopiert wurde.

    Der Aufwang dieses Lager noch einmal zu bauen wäre mir auch viel zu aufwendig!

    Umbau dieses Rega P5:

    - Corianteller + 6 Messinggewichten

    - selbst gedrehtes Doppelpulley

    - Roksan Tabritz (Rega RB 700 ging an mei P 7)

    - Montagering Adapter Rega Roksan

    - verbesserte Lagerkonstruktion (Ölpumpe integriert)

    - Subteller aus Aluminium mit drei Auflagen nach Vorbild RP 6

    - TTPSU

    - Silikon Riemen 2x

    - selbst hergestelltes Gegengewicht für Roksan

    - Benz Ruby 3 MR ca. 500 h

    Alles im Allen hat des ganz ca.1200 € inkl. TA und Rega P 5 gekostet

    Hallo Christian,

    es sind Drehteile aus Messing, bei einem Durchmesser von 50 mm und einer ca. Höhe von 12 mm ergibt das eine Masse von 200 g pro Stück x 6 = 1200 Zusatzmasse. Der Teller selbst dürfte knapp 1 kg wiegen. Also zusammen ca. 2,2 kg. Ich hatte da außerdem eine lustige Begegnung mit den Zusatzgewichten: In der alten Wohnung hatte ich ein Wandrack für Rega, und der Kompaktkleber, den ich vorher verwandet habe wurde durch Wärme ( von der Endstufe drunter) weich. und plötzlich flog ein Element weg!! und schlug 2 cm neben dem SME 310 des Laufwerks was darunter stand auf!!!!

    Na ja man ist halt in der Forschung, da passieren öfters unvorhergesehene Dinge. Ab in den Ofen vei 100 °C und alle wieder ab und mit 2K Kleber verklebt und dann war Ruhe. Das ganze habe ich in der Firma statisch ausgewuchtet.

    Ich würde eher sagen daß Transrotor nicht mehr ein typischen Klang, Innovation baut, sondern inzwischen Laufwerke baut, um jeden Geschmack zu treffen, egal was es koste!