Posts by T.U.F.K.A.U.

    Ich würde auch keinen schönen alten Thorens oder Telefunken schlachten nur um auszuprobieren was sowieso problemlos funktioniert. Gibt bzw. gab ja auch kommerziell hergestellte Dreher mit freistehenden Tonarmbasen.

    für mich ergibt sich da immer die interessante Frage, ob man einem - Verzeihung - Arschloch alles verzeihen kann/muss, wenn er ein großer Künstler ist...

    Ist doch ganz einfach, ist ein Musikschaffender als Privatmann ein großer Armleuchter, interessiert mich das nicht, ich höre ja nur seine Musik und bin nicht privat mit ihm bekannt. Daraus folgt, dass ich Berichte von ihm als Privatmann ja nur über dritte bekomme, das reicht zumindest mir aber nicht um über einen Menschen ein Urteil zu fällen.

    Verstehe ich auch nicht (vielleicht steh' ich heute auch einfach auf dem Schlauch) - ist das nicht genau der Sinn eines Subchassis die Erschütterungen vom Untergrund von Teller und Arm fernzuhalten? Dass das nicht immer perfekt funktioniert ist auch klar, aber anders als bei Masselaufwerken und Brettspielern wird es zumindest versucht?!

    Nee, zur Trittschaldämmung ist ein Subchassis nicht gemacht und ich kenne auch keines dass da Abhilfe bringt. Die Energie der Anregung ist viel zu hoch.

    Danach habe ich 2 mm dickes Moosgummi zwischen Tonarmboard und Subchassis gelegt und die Schrauben unter ihrem Kopf mit Gummiringen gepolstert. Sie nur weich angezogen (nach Gehör) und der TD 320 war klanglich wieder entscheidend besser.

    Wobei du aber zugeben musst, dass das dein subjektiver Eindruck war. Jemand neben dir hätte das anders empfinden können. Drum bin ich da vorsichtig von Verbesserungen zu reden. Individuelle Anpassung trifft's eher. An einem Thorens TD-166 oder Clearaudio Solution z.B. empfand ich eine Lage Moosgummi zwischen Armaufnahme und Tonarm als rapide klangverschlechternd. Das Thema Tonarmentkopplung hatten wir hier vor 'ner ganzen Weile schon mal, weiß nur nicht mehr wie der Fred hieß.


    Aber das ist die Crux des Schwabblers, er leitet Erschütterungen vom Untergrund gnadenlos en den Tonarm weiter. Aber eine starre Anbindung des Tonarms zum Teller ist halt notwendig damit sich die Stellung der Nadel zur Rille bei Erschütterungen nicht verändert. Ansonsten könnte man ja Experimente wie den Tonarm vom Tellerlager zu trennen machen. Ich hatte mir immer mal überlegt, das Blechchassis eines TD-160 gegen ein DIY Exemplar aus Acryl zu tauschen.

    sind die Concorde Systeme nicht ohnehin etwas auf Bass gezüchtet?

    Würde ich nicht sagen. Die sind passend zum Dreher eher grobdynamische Bomben. Subtile Melodiefolgen im Hintergrund z.B. treten noch mehr zurück, dafür ist vordergründig der mächtige Galopp angesagt. Die Tendenz hat der 1210er auch, da liegt's aber am Tonarm.

    Lexan ist nicht mehr als ein Handelsname für Polycarbonat.

    Für ein Polycarbonat, als Polycarbonate werden ja eine ganze Gruppe von Kunststoffen bezeichnet. Wenn ich die Lexan Karosserie eines RC Modell Autos in die Hand nehme, dann ist die deutlich flexibler als z.B. eine CD oder eine gleichstarke Platte des gleichen Werkstoffs. Von daher können da bei der 2M Reihe zwar beide male Polycarbonate Verwendung finden nur haben beide andere Eigenschaften was jetzt z.B. die Dämpfung betrifft.


    PS: Ich würde dem TE auch raten gleich das große Besteck zu nehmen, unter 2M Black fand ich kein's aus der 2M Reihe wirklich begeisternd, das 2M Black gehört aber wiederum auch m.M.n. zu den besten MM Tonabnehmern und wenn eine OM 40 Nadel da paßt, würde ich garnicht lange überlegen.

    Windowlicker ist genauso nervig wie der ganze andere Seich der auf den Musikkanälen lief. Aber die haben dem verrückten Iren halt millionen an Dollars dafür bezahlt und er hat sie logischerweise genommen. Der Name Aphex Twin war damit verbrannt und es hat schon einen (auch juristischen) Grund warum der erst 2014 wieder diesen Namen benutzt hat. Windowlicker ist musikalisch naja, das Video ist brillant, aber es ist nicht das, wozu Richard D.James in der Lage ist und wofür ich seine Musik mag. Ich glaube in meiner Laienhaftigkeit wirklich den Leuten die sagen, er ist der beste zeitgenössische Komponist.



    Das z.B. ist für mich Aphex Twin. Henner, hör das mal nachts auf der Autobahn, du willst dass es nie wieder aufhört und es gibt auch wirklich Leute die aus ihren Aphex Twin "Nachts auf der Autobahn" Knaller zweistündige Remixe bauen.



    Oder das nachts im dunklen Zimmer oder wenn der Morgen graut, das ist magisch...



    Wenn hier bei 00:30 die Fläche einsetzt, krieg ich Gänsehaut.



    Oder hier, neoklassisch und klingt als würde eine Sechsjährige im Kleidchen über 'ne Blumenwiese hüpfen. Sowas ist für mich Aphex Twin.

    Jetzt wurde ich inspiriert und hab mir Autechre "Draft 7.30" WARPCD111 von 2003 herausgekramt. Wie sich's für Autechre gehört natürlich als Lichtscheibe. Passt jetzt gut, ich habe nämlich Lust auf was ätherisches und "Draft 7.30" ist streckenweise das Reduzierteste was die je gemacht haben.



    Die offensichtliche Harmonie des obigen Tracks spiegelt zwar nicht das Album wieder, er hat aber sowas episches das mir sehr gefällt.

    Wolle

    Die tetrahydrocanabinol induzierten Soundkonstruktionen der Herrn Booth/Brown sind gottgleich und basta. Sie haben quasi das Ningen Sengen des bekifften LapTop Gefummels. Einfach nur großartig, unvergleichlich und perfekt bis in's Detail. Ich hoffe sehr, dass mal irgendwelche Aliens ein altes Raumschiff mit Autechre auf irgendeiner Festplatte finden...das Gesicht wenn die herausgekriegt haben, dass es einfach nur Musik zur Unterhaltung war...und die beiden waren Mega Coil Fans, da kann ja jarnüscht schief jehn...

    Ich sehe keine gravierenden Unterschiede bei fertigen Tonarmen.

    Bei Tonarmen in etwa gleicher effektiver Masse wird's dir mit dem gleichen Tonabnehmer auch schwerfallen da einen deutlichen Unterschied zu hören, selbst wenn da € 1000 Preisunterschied sind. Resonanzen müssen auch nicht immer klanglich negativ wahrgenommen werden. Alles subjektiv und 90% der Toanarme werden gekauft weil sie feinmechanische Wunderwerke sind und auf dem Laufwerk dementsprechend mondän rüberkommen. Würde ich mich selbst auch nicht ausnehmem.

    Naja, bei einem Tonarm gibt's aber genug andere Parameter mit deutlichen Einfluss auf den Klang. Werkstoff und effekt. Masse des Tonarms, Qualität der Lager etc. Wenn ich eine Verkabelung mit Lötstellen gegen eine durchgehende tausche, dann spar ich ein paar Miliohm und theoretisch ist die Musik dann etwas lauter was dann vielleicht als Klangverbesserung wahrgenommen wird. Wenn man den Pegel angleicht, würde man wahrscheinlich keinen Unterschied hören. So wie ich zu meiner Hochzeit des Flöhehustens, ich war völlig perplex weil ich nach Pegelanpassung einen standardverkabelten Rega RB 300 nicht von einem mit Clearaudio Sixstream unterscheiden konnte.