Posts by T.U.F.K.A.U.

    Die Kunst besteht darin Musik ohne jegliche klangverbiegenden gimmicks gefühlt genau so gut klingen zu lassen wie sie eben live oder im Studio aufgenommen wurde

    Volkmar, das ist keine Kunst, das ist ein Diktat. Genauso wie Konzertbesucher den Sound in der Konzerthalle beeinflußen, genauso beeinflußt du als Konservenhörer die Musik die du hörst, der Kunst betrachtende ist ja genauso Teil der Kunst wie der Künstler selbst und sie beide beeinflussen ja das Kunstprodukt.


    Mal davon abgesehen, dass dein Anspruch technisch und biologisch ja von vornherein völlig aussichtslos ist. Selbst wenn der Künstler bei dir zuhause sitzt und sagt, ja so meinte ich das, so wie deine Anlage das wiedergibt muss die Musik klingen, hörst du ja trotzdem der anatomisch-psychologischen Diversität geschuldet was anderes als er. Reicht ja schon wenn sein Hörvermögen altersbedingt die oberen Frequenzen besser wahrnimmt als deins.

    Ich sehe das zwar auch pragmatisch, würde aber dennoch keinen Emitter mit 'ner Tannoy D 700 paaren. 😊 Will sagen, wenn ich einen Lautsprecher habe der mich total anmacht, der aber in meinem Wohnraum nicht ganz verfärbungsfrei ist und vielleicht auch etwas zur Wärme mit einer leichten Betonung des Oberbasses neigt, würde ich tatsächlich schauen einen neutralen bis analytischen Verstärker hinten dran zu hängen. Ich bin immer für's Gegensteuern bis ich es als ausgewogen empfinde.

    Also darüber habe ich schon einige Videos angeschaut und klingt nicht kompliziert. Jedoch Schablone brauche ich wohl nicht unbedingt?

    Die Schablone brauchst du um den Tonabnehmer geometrisch so einzustellen, dass beide Flanken des Steinchens vorn am Nadelträger nach optimaler Möglichkeit beide Rillenflanken gleichmäßig sauber abtasten. Für Auflagekraft, Antiskating etc. brauchst du natürlich keine Schablone.



    Ab min. 06:00 wird mit einer für dich ganz praxisgerechten Schablone der Umstand erklärt.


    Sondern ich meinte vielmehr, bei der Suche nach einem anderen System, darauf Augenmerk zu legen, das dessen Herstellerempfehlung eher im unteren Bereich angesiedelt ist.

    Kannst du aus Gründen des Klanges oder der Abnutzung komplett ignorieren. Nur dein Tonarm und seine Fähigkeit nur Tonabnehmer bis zu einem bestimmten Gewicht ausbalancieren zu können bildet hier das Limit. Drum wird dieser Wert ja auch bei Tonarm und Tonabnehmer angegeben.

    Ich habe desweiteren hier raus gelesen, besser bzw nicht unbedeutend ist es, ein System das weniger Auflagekraft braucht, schont Nadel und Vinyl. Logisch eigendlich.

    Nee, das klingt vielleicht erstmal logisch, ist es aber nicht. Jedes System hat einen vom Hersteller angegeben Bereich in dem sich die Auflagekraft bewegen soll und nicht wenige User haben die Erfahrung gemacht, dass es am oberen Ende des angegebenen Bereiches am optimalsten tönt. Wenn man nun diesen vorgeschriebenen Bereich in der Annahme weniger Auflagekraft gleich weniger Verschleiß unterschreitet, kann es passieren, dass die Nadel nicht mehr kontrolliert durch die Rille läuft und links und rechts quasi einschlägt und die Platte genau da beschädigt, wo das Musiksignal aufgezeichnet ist. Eine zu hoch eingestellte Auflagekraft ist nun wiederum auf Dauer nicht gut für die Nadelaufhängung. Grundprinzipiell hat die empfohlene Auflagekraft des Herstellers reinweg garnichts mit der Plattenabnutzung zu tun. Ob hoch oder niedrig ist völlig wurscht und hängt mit der Konstruktion des Tonabnehmers zusammen. Aber die Sorgfältigkeit der Justierung z.B. kann bei einigen Schliffen einen Einfluss auf die Plattenabnutzung haben! Zumindest theoretisch, praktisch habe ich da auch noch keinen Langzeittest gemacht. Plattenabnutzung ist eh kein relevantes Thema für einen Vinylhörer, wer nuddelt ein und dieselbe Platte bis zum Erbrechen jeden Tag ab. Das machen unter Umständen DJs oder es betrifft Platten die in der Sturm&Drang Zeit dreimal die Woche auf Partys hoch und runter liefen und dann auch noch ohne Innenhülle herumlagen. Ich glaube ich habe keinen Tonträger der öfter als vielleicht zwei oder dreimal pro Jahr läuft, eher noch weniger. Wo soll da Verschleiß beim Vinyl entstehen...

    Das gibt's eben genauso wie gepressten Schrott. Ich habe auch Platten wo man Leuten erzählen könnte es liefe eine CD und sie würden es glauben. Perfekt gepresst eben.

    Immer wieder gelangen absolut neue LPs zu mir die trotz Erstwäsche leise vor sich hin knistern oder sogar hin und wieder knacksen.

    Das kenn ich aber seid ich Vinyl kaufe, selbst die im Normalfall sauber gepressten Amiga/Eterna LPs meiner Kindertage knackten manchmal und hin und wieder Lagerfeuer gab's auch. Das hat sich bis heut nicht verändert. Leichte Nebengeräusche und Knackser nehm ich garnicht wahr, weil es sich von der Musik absetzt und mein Hirn nach 30 Jahren Vinyl hören das schon rausfiltert. Es gibt eben grundsätzlich keine nebengeräuschfreie Vinylwiedergabe. Zumindest nicht wenn Vinyl bezahlbar bleiben soll. Man könnte jetzt natürlich im Presswerk 30 High Ender hinstellen, die prüfen jede LP und hauen alles ihrer Meinung nach fehlerhafte Material in die Tonne. Dann wäre die nächste Stones aber auf 2347 Exemplare beschränkt und da sie die Platten die alle in die Tonne gingen ja mit reinbringen muß, würde sie wahrscheinlich € 349,99 kosten...würde auch wieder alles meckern. Will sagen, wer grundsätzlich nebengeräuschfreiheit erwartet, sollte wahrscheins besser digital hören. Ein kurzes Knacken oder Kriseln sollte man schon abkönnen. Schrott wird's doch erst wenn die Musik von ständigem Lagefeuer auch noch übertönt wird, sich durch ein oder mehrere Kratzer ein ständiges Knacken einstellt, man tatsächlich unter Zuhaltung des Lochs aus dem Vinyl Suppe löffeln könnte. Eben Sachen die den Gebrauch verunmöglichen, die Grenzen hierfür mögen fließend sein, aber die Physik sollte man nicht außer acht dabei lassen.


    Ich hab manchmal das Gefühl, dass in einer Szene die Vinyl für DAS perfekte Medium hält, mittlerweile manche Vinylistas völlig ausblenden wie kompromissbehaftet Musikwiedergabe durch mechanische Abtastung wirklich ist und ihren Anspruch in der Manifestation dieses Glaubens viel zu hoch geschraubt haben. Damit mein ich nicht alle oder jeden oder gar jemand bestimmtes hier. Habe eben nur manchmal dieses subjektive Gefühl...

    Nach meiner Erfahrung kann so etwas eigentlich nur bei Bootlegs passieren

    Wieso sollte ein Bootleg/Counterfeit schlechter gepresst sein als eine offizielle Pressung? Das Presswerk das herstellt ist doch das gleiche...


    Schlechte Pressungen kommen dann in den Handel wenn das Label/der Vertrieb den Pressmist beim Presswerk nicht reklamiert und den Schrott stattdessen an seine Kunden weiterreicht.

    Irgendwie geht der Link nicht.

    @ Voffi wenn der Pulley passt, wie kriege ich den denn am besten ab.

    Gruß Michael

    Einfach bei eBay Motorpulley TD 126 eingeben. Zum Abziehen des Pulleys geht ein Schienenheber für die Modelleisenbahn, oder ein herkömmlicher Abzieher. Der Stempel der auf die Motorwelle drückt, muss allerdings ihren Durchmesser bzw. etwas weniger haben.

    Bei mir läuft grad die von Andreas aka Asche erworbene Fennesz - "Venice" Touch TO:53 von 2004. Ich hatte sie bisher nicht, als 2014 das Vinyl erschien hab ich dann mal reingehört, fand sie gut, aber nicht tauglich für Vinyl. Nun hab ich die CD, auf diesem Wege gleich die Info an Asche, dass sie hier ankam und alles gut ist. Der Sound ist typisch Christian Fennesz, experimentell auch manchmal sogar harsche Ansätze, aber immer mit Wiener Kaffeehaus Charme. Der Mann paßt zu Touch wie der Ar..h uffn Emmer. Ich liege schön auf der Couch, draußen tobt die Wilde Jagd und hier drinnen klickert's und rauscht's bei absoluter Windstille vor sich hin. Manch einer nennt Fennest etwas beliebig, aber er hat zumindest Wiedererkennungswert. Mir gefällt das in seiner Melancholie.


    Hier hat der Rolling Stone die Dame aufgetrieben die auf dem Debüt von Black Sabbath posiert. Louisia Livingstone ist heute fast 70 und macht wohl unter dem Namen Indreba experimentelle elektronische Musik. Eine kurze Recherche im Netz brachte nix brauchbares, weiß jemand mehr? Ist ansich nicht so wichtig, aber vielleicht ist die Musik ja nicht uninteressant.


    Hab doch was gefunden, wird The INcredible DReam BAnd sein, die wird auf youtube als das Projekt einer Frau beschrieben.



    OK, so fetzig isses dann doch nicht, eher so Easy Listening und eher bewährt denn experimentell.

    Mir ist jetzt nach Beats, Roots und völlig dichten Rastamännern die mit Baseballschlägern in der Hand ihren König beweinen.



    Geile Dancehallversion!



    Als es hieß dass der Villalobos Rhythm&Sound remixt, hab ich alles mögliche erwartet, aber nicht diesen sperrigen Haufen Dachlatten den er da abgeliefert hat. :thumbup:



    Carl Graig hat's komplett dekonstruiert, find ich diesmal nicht so passend, der tonnenschwere Charakter des Originals geht komplett verloren.



    Dafür reißt's der Delay wieder raus, zwar etwas hausbacken, aber das Ausgangsmaterial verlangt eher nach der Konservative.


    Das Original gibt's als LP oder CD, die ReMixe sind auf vier 12 Zolls oder einer CD.