Posts by docali

    Hallo,


    da hier Fragen zu einem Horn mit Diffraktionsslot aufkamen, habe ich mir mal den Spaß gemacht und so ein Horn berechnet. Ob es funktionieren würde, weiß ich nicht. Es geht aber hauptsächlich um den Aufbau, dass die vertikale Öffnung bereits am Hals beginnt und horizontal dann plötzlich am Ende des Slots. Der Slot selbst gehorcht exponentieller Öffnung. Das sieht gar nicht mal schlecht aus. Die Übergänge habe ich recht "weich" ausgelegt.


    Das STL File sollte mit einem normalen 3D Viewer zu öffnen sein. ich verwende in der Regel Meshlab.

    Hallo Dietmar,


    danke für die pwt Messung! Entweder Celestion hat hochgradig geglättet oder es gibt einen Unterschied im Messaufbau. Verrätst Du uns, welche Micro zum Einsatz kam?


    Der Axi wäre also bis 100Hz gut einsetzbar, wenn das Horn so weit herunter lädt. zwei Punkte in der Messungen irritieren mich. Der abrupte k2 Anstieg zwischen 3k und 4k und die Überhöhung um ca. 12k ohne Widerspiegelung in der Verzerrung. Ich hätte erwartet bei einer Resonanz, dass auch mindestens k2 massiv ansteigt.

    Hi BEM Simulationen im HF Bereich sind schon eine Herausforderung, da das Mesh sehr fein sein muss und dadurch die Berechnungszeit exponentiell ansteigt. Daher wundert es mich nicht, dass die nur bis 12k gehen. Ich vermute, dass Celestion auch eher einen SHT einsetzen würde zu dem Horn und der Aix dort schon abgedreht ist. Weiterhin vermute ich, dass diese Hörner mit Diffraktionsslot ja die Einschränkung haben müssen, dass der Slot kleiner als die Wellenlänge sein müsste, um mindestens 90 Grad Abstrahlung zu haben. Demnach ca. 3,4 cm bei 10k. Danach sieht der Slot nicht aus, dass er sich von 5cm deutlich reduziert. Vermutlich ist das auch so nicht designed worden, dass HF maximal breit streut. Viele sagen sogar, dass die oberste Oktave keine breite Abstrahlung mehr benötigt. Ich selbst würde mich mit der gezeigten Performance allerdings nicht zufrieden geben ;)

    Hallo Volker,


    und noch etwas verwirrender. Ein Waveguide kann ein Horn sein aber ein Horn muss nicht zwangsläufig auch ein Waveguide sein. Und das alles noch frequenzabhängig. Die beste Schallführung haben Hörner mit geraden Hornwänden (konisch). Diese laden aber bei weitem nicht so tief herunter und bei constant directivity hast Du in der Regel einen Verlust von ca. 6dB pro Oktave dafür aber konstante Abstrahlung aller Frequenzen im Raum auch off axis bis zu einem bestimmten Winkel.

    Wenn Du das Horn auf den Boden legst, dann wird LF noch mehr betont. Würdest Du uns evtl. ein Foto vom Setup machen mit dem Horn im Raum und den Begrenzungsflächen oder ist das zu privat?


    Das Datenblatt zeigt bestimmt 4pi Raum-Messung und Du hast bestimmt Begrenzungsflächen in der Nähe zum Hornmund.

    Hi Volker,


    Deinr frage finde ich berechtigt, wenn man sich das von Dir eingestellte Bild anschaut. Liegt das Horn evtl. am Boden oder erfährt sonstige Tieftonverstärkung? Bei solchen großen Hörnern ist Messen im Wohnraum schwierig. Die Kurve müsste vermutlich links niedriger sein und nicht rechts höher. Durch das Messen am Hornmund ist die Kurve links noch mehr hochgezogen, weil man den Verlust beim Übergang zum Kugelstrahler damit ausblendet.


    Und jetzt kann man sich vorstellen, warum einige Leute diese schmalen Hörner bevorzugen. Die Energie, die am Hörplatz ankommt ist größer und man verteilt den Schall nicht unmotiviert im Raum mit all seinen Nachteilen von diversen Phantomquellen.


    Kolbrek Dunker führen das in ihrem Buch u. a. aus. Der Sinn eines Horns ist es auch, den Schall in der Richtung und Abstrahlung zu begrenzen. Im Extremfall Horn mit 180 Grad Öffnungswinkel hat man einen Direktstrahler in einer Schallwand.

    Hi Rolf,


    sieht recht gut aus für drn Axi. Meine Aufmerksamkeit bezieht sich aber auf den Buckel bei 9-10k. Wenn Du die Position des Mikrofons noch etwas am Hornmund veränderst und der Buckel sich veränert, liegt es nicht am Treiber.

    Es gibt noch ein M23R! Das Ende der Fahnenstange. :P Mein M23 geht bis etwa 40k Mit ca. 2dB Abfall. Die Dinger haben einen ClassA Verstärker inbuild und können auch lange Kabel treiben. Wie viel Meter Kabel hast Du am USB Mic? Jeder m machtces schlimmer.

    Mit dem Mic habe ich schlechte Erfahrungen gemacht. Ich hatte unabhängige Kalibrierungen Hersteller und Lieferant, die völlig unterschiedlich waren. Das Mic fällt bereits ab ca. 2-3k ab und dreht mächtig die Phase. MMn Qualität minderwertig. Daraufhin habe ich mir ein Earthworks M23 gekauft.


    Dein Horn hat ein symmetrisches Zentrum. Symmetrieen brechen beim Messen. Daher das Mikro einige cm hrz und vrt vom Zentrum verschieben.

    Hi Rolf,


    würdest Du mir bitte den Gefallen machen und eine Messung z.B. mit 2360 wenige cm vom Hornmund entfernt und dabei das Mikro etwas asymmetrische setzen? Dann sehen wir nicht den LF Abfall aber der Raum wird mal ausgeblendet und man sieht besser, was der Treiber oben herum macht.


    Darf ich fragen welches Messequipment Du nutzt? Speziell das Mikro und die Kalibrierung und welchen Mikroverstärker?


    HG!

    Bernd

    Kann mir auch vorstellen, das die SEOS30 mit dem AXI2050 gut laufen können.


    http://horns-diy.pl/horns/seos/seos-30/

    Hallo Chris, das SEOS-30 ist viel zu kurz, dass es korrekt laden würde. Das ist eher ein reines Waveguide und wenn man mal die Impedanz sehen könnte, würde man sich wundern, wie früh die Hornladung abfällt. Allerdings dann etwas gemächlicher als bei einem exponentiellen Horn. Meines Erachtens braucht z.B. der Axi2050 ein gut ladendes Horn bis weit unter 300 Hz. Erst dann bekomme ich den entsprechenden headroom für eine kraftvolle MT Wiedergabe.

    Hallo Jo,


    selbst habe ich Erfahrung mit der Mutter aller Hornkombis: WE12a und We13a, allerdings nur aus München auf der Messe. Das war so ein wenig zwischen Himmel und Hölle. Zu Hause bei mir geht so etwas aus besagten Platzgründen auch nicht.


    Allerdings kamen immer mal wieder Anfragen in meine Richtung für große Hörner. Also habe ich mich etwas mit der Materie beschäftigt und viele dieser großen Hörner arbeiten nach demselben Prinzip. Zunächst eine vertikale Öffnung und die horizontale folgt gemäß korrekter exponentieller Ladung. Dann kommt Diffraktion mit Waveguide und Aufgabe der reinen exponentiellen Ladung. Auch die neuen Celestion bzw. B&C Hörner arbeiten nach dem Prinzip.


    HG!

    Bernd

    Hallo Jo,


    ich hatte mich vor einiger mal von diesen großen Hörnern von JBL inspirieren lassen und eigenen Designs ohne Diffrationsslot berechnet. Hier ein 160Hz cut-off Horn. Die Dinger werden recht groß ;-) Für einen begrenzten "sweet spot" kann man auf die breite Abstrahlung verzichten. Für einen größeren Saal dann vermutlich nicht mehr.


    Die ersten Simulationsergebnisse waren besser als ich gedacht habe. Ich müsste allerdings noch deutlich Arbeit in das Design investieren. Mit den Axi2050 haben wir ja einen recht neuen Treiber, der das Horn sinnvoll nutzen könnte.


    drba_jbl_160

    Hallo,


    nach den JMLC Artikeln bin ich gerade dabei, meine neueste und meiner Meinung nach beste Kreation u. a. für den Axi2050 zu optimieren.


    DrBA WN300


    Die Theorie muss ich in der nächsten Zeit noch auf meiner Seite beschreiben aber hierbei habe ich Funktionen gefundem, die sehr gute Ladung und breite Abstrahlung gewährleisten.


    radflr3_radimp2 drbawn250hrz


    Der Cut-off liegt derzeit bei ca. 300Hz. Für den Axi2050 kann aber sicher noch etwas tiefer gehen. Das Horn hat aber derzeit schon ca. 40cm Länge.

    Richtig Rolf, das von mir gezeigte Horn war von 500 bis 20k gedacht. Da Celestion der Axi mit 300Hz usable angibt wusste ich nicht, dass nachten mehr geht. Nun halte ich xo 300Hz bis 3k machbar oder sogar bis 20k bruchlos. Ich denke, die oberste Oktave wird überbewertet, weil wenig Instrumente dort noch was machen und in unserem Alter ja 20k nicht mehr wahrgenommen wird.


    Da ich aber diesen Thread nicht kapern möchte, werde ich hier dazu nichts mehr schreiben.


    Nichtsdestotrotz habe ich Spiralen mathematisch recht gut im Griff. Ein Schneckenhorn als hyperbolische Spirale oder gar Fibonacci würde mir mehr zusagen.

    ... noch vergessen. Wenn mein gezeigtes Horn mit einem großen Schneckenhorn eingesetz würde, müsste es doch nicht so tief laden? Wenn xo so etwa bei 800 hz liegt, dass könnte es deutlich kleiner werden aber dann gibt es ja wieder einen Übergabepunkt im 300 bis 3k Bereich, der eigentlich vermieden werden sollte?

    Hallo Dietmar,


    gerade gestern bin ich auf einen Artikel eines der beiden Entwickler des Axi gestoßen. Der Treiber ist komplett am Computer entstanden. Ebenso die aufwendige Membran. Sie wussten sogar bis zum Schluss nicht, ob sich die berechnete Membran überhaupt produzieren lässt. Wellblech als Inspiration lässt grüßen.


    Ich wollte mein Horn aus Holz haben und habe eigentlich schon einen Partner auch für die spätere Fertigung. Allerdings wird meine Geduld schon lange auf die Probe gestellt und möglicherweise muss ich noch einmal umplanen sonst hätte ich schon längst die Prototypen hier. Ja, und Covid19 macht es auch nicht einfacher.


    Mit Material für 3D Druck bin ich überfragt. Wenn mich da jemand beraten könnte, wäre ich dankbar oder wo man das beauftragen kann. Aus Polen kam ein Vorschlag mit TPU D65. Die üblichen Plastiktröten wollte ich vermeiden.


    hg!

    Bernd