Posts by frihu

    Genau. Das war das Thema. Das war aber nicht die O-Schalte. Da waren damals einige Schlauberger unterwegs die alles verteufelt hatten, was nicht Triode hiess und (!) die die alten Schaltungen nicht kannten oder was sich nicht mit LTSpice simulieren liess.

    Diese Röhrenkombi hatte ich nicht. Versuch macht kluch. ;-)

    MMPreCircuit-1.jpg

    Da sind aber einige Regelröhren dabei. HiFi und Regelröhre geht ja mal gar nicht. :D


    Schaltbild von Alan mit ECF80 und "normaler" passiver Entzerrung hinzugefügt

    Natürlich ist das Konzept nicht neu - steht im Artikel auch nicht anders drin.

    Da gab es auch wirklich fragwürdige Abwandlungen... So wie Komissarov das gemacht hatte, funktioniert das aber.

    Die EF86 (EF806) ist da wirklich nicht ganz so richtig, mit der EF95 funktioniert das auf Anhieb und das zuverlässig stabil.


    Ich hatte mir seinerzeit ein Ziel gesetzt: 3 Röhren müssen reichen. Herausgekommen ist eben die Sache mit den Kombiröhren, wo besonders der Pentondenteil die EF86 um Längen schlug.


    Nur nebenbei: Keiner von denen damals hat die Schaltung jemals aufgebaut und/oder haben sich ihren Meinung aus anderen Foren gebildet - die die Abwandlung (wg Schirmgitter) dort berechtigter Weise verrissen haben. Auch waren Pentoden - ausser EF86 - ja generell böses Hexenwerk. ;-)


    Um wieder zum Ursprung zurück zu kommen:

    Der Opener hat nur zwei Löcher im Gehäuse und mangelnden Pegel. Man kann tricksen oder aber eine Kombiröhre einsetzen, wo der Pentodenteil so richtig zulangt. ;-) Auf meiner Seite gibt's irgendwo ein Schaltbild mit "normaler" passiver Entzerrung aber mit stinknormaler ECF80. Funktioniert auch - war mir "damals" aber zu "gewöhnlich" :-)

    Der PasAk steht aber nicht erst seit gestern online ;-)


    Mit der EF86 kann man arbeiten. Es gibt Pentoden, die wesentlich Besseres leisten - muss man allerdings in der Schaltung paaren. Besonders auch im Bereich Kombiröhren. Ich hab's irgendwann doch mal mit EF86 versucht und war da nicht ganz so begeistert von. Die 12BH7 müsste gehen - ausprobiert habe ich das aber nicht.


    So schräg ist das mit dem Entzerrer gar nicht. Viele alte Röhrenverstärker haben da oben an der Anode - parallel zum Anodenwiderstand - einen Kondi oder eine Serienschaltung von Kondi und Widerstand. Das kann man schönfärberisch "Phasenkorrektur" nennen - oder einfach die klanglichen Vorzüge geniessen ;-)


    Aktuell ist übrigens die EF50 (!) ein überaus sexy Wesen...


    Wichtig bei EF86 ist das Schirmgitter und alles, was da rund um die Kathode passiert. Auf 6Moons gab's mal einen Artikel von einem "Nachahmer". DHT Rob hat's auch mal gemacht.


    Meine PasAk-Version ist mittlerweile überarbeitet und wird so auch nicht mehr gemacht. Wobei das Prinzip gleich geblieben ist. Ich komme mittlerweile auf 1Veff (@1kHz) und damit gehe ich direkt in meinen SE-509'er.


    Sollte der PasAk bei Dir nicht "Bombe" sein, haste was falsch gemacht (oder grottige Schallplatten) und damit wärst Du dann der Erste. Ich hatte aber vorgewarnt: Ehrlichkeit muss man mögen ;-) Ich war seinerzeit auch überrascht.

    Ich würde eine Halbleiter (rauscharme Operationsverstärker) Stufe mit 20 dB? linearer Verstärkung vor den Eingang schalten - sozusagen ein Pre-Pre.

    Genau so. ;-) Ein MC-Übertrager 1:20 wäre noch einfacher.

    Die Schaltung ist in der Tat nicht sonderlich berauschend und wie Michael schon geschrieben hat, war das vor Annoduz Standard. Da gehört eigentlich eine Line-Stufe dahinter, um dann schlussendlich auf 500mA zu kommen (damaliger Standard).

    Kann man sich sparen, wenn man von vorneherein anders plant. "Haotschmi" (Hören-und-Roehren Forum) hat meine PasAk-Artikel "aufgedröselt" und fast "meine" Version des Komissarov-Pre nachgebaut.

    Mit gut 1V Ausgangspegel dürfte man gut über die Runden kommen. Muss allerdings vorwarnen: Das Ding ist ehrlich und kein "Schmeichler". Was nicht in der Rille ist, wird man auch nicht hören. ;-)

    noch blöder, wenn man oberschlau ist aber nicht weiß, dass man die GEKT88 in D nicht kaufen kann, und die röhre bestimmt nichts für geizkragen ist, da - insbesondere mit zoll und umsatzsteuer - erheblich teuerer als das standard-röhrengemüse...

    Und jetzt?
    Du hast eine Möhre die nicht so will wie Du es willst.
    Was hatte ich noch mal geschrieben? "Es kam und kommt...".
    In diesem Sinne. Finde dich damit ab.

    An die Möglichkeit "Fertigungstoleranz" hat natürlich niemand gedacht.

    Es kam und kommt immer wieder einmal vor, dass sich eine Röhre nicht so verhält wie gewünscht oder erhofft. Man(n) sollte immer bedenken, dass derartige Gebilde von Menschenhand zusammengebaut werden. Und Menschen neigen zu...?

    Neue Röhre des gleichen Herstellers rein und fertig.
    Blöd natürlich, wenn man da - weil Geiz geil ist - importieren muss.

    Frage an frihu

    Ist das eine antiserille Schaltung um einen 10µF unipolaren

    Lade-C zu erzeugen ?

    heinrich

    Trotz der offensichtlichen Zeichnungsfehler wird es sich wohl so verhalten, wie angedeutet, Alles andere macht keinen Sinn. Dazu muss man schon ein paar Fernost-Gerät auf dem Tisch gehabt zu haben, um abzuschätzen, "wie die so etwas gewöhnlich machen". Warum man da nun unbedingt 500V in Serie schalten muss, weiss man nur da in der Lötfabrik - passt allerdings gut ins Bild.


    Wenn es anders ist, wäre das eine Überraschung. Prinzipiell wird das wohl auf einen Uchida-Nachbau hinauslaufen.


    Da auch noch Messwerte und Bildchen vom realen Amp fehlen sowie das Missverständnis ausgeräumt wurde (dazu noch so ein paar andere Dinge), wird die ganze Choose für mich jetzt eher "uninteressant".


    Was 300B generell angeht, so ist das Original oder ein am Original angelehnter Nachbau unübertroffen. Meine Meinung. Und die ist nicht Diskussionsfähig ;-)

    Muss ich, als Anhänger von Zeilenendröhren ("HZA"-Pentoden), ganz ohne Neid zugeben.

    Ne, die können das wirklich richtig fest anziehen. Ist mir auch schon passiert, dass ein lösen dann etwas abenteuerlich wird. Ein guter Kreuzschlitz, etwas Muckis in den Armen und Talkum auf den Händen schafft das.
    Manchmal sind das wirklich Einmal-Schrauben. ;-)

    Mir wäre wohler, wenn mal ein Bild vom Real-Gerät und nicht das Werbebildchen des Chinesen käme. Da stimmt was nicht.


    So wie es aussieht: Je zwei 10µF sind seriell (5µF) und parallel (wieder 10µF) geschaltet. Ergibt also den Lade-C von 10µF. Dann erst kommen die Siebungsdinger. Naja.


    Kurz und gut: Über den Siebelko (nehme an 100µF) einen 10µ Folie und gut ist. Zu mehr kann ich auch nicht hinreissen lassen, ohne das Gerät genau inspiziert zu haben.

    Sag mal, willst Du mich verklapsen?

    Silber-Öl einsetzen wollen, aber den kostenlosen Einsatz eines Schraubendrehers scheuen, weil zu hoher Aufwand?

    Jung, Du hast da wirklich komische Vorstellungen.

    Ich kenne den Schaltplan nicht. Schraub doch die zwei Schräubchen los und verfolge das Layout der Platine. Dann siehst Du, wo was wie verläuft und verschaltet ist.

    Der grüne (Sieb-) Widerstand und der schwarze Elko scheinen zur Vorstufe zu verlaufen.


    Ganz rechts neben der Platine, scheint auch noch ein grünes Etwas zu sein.


    Generell: Da ist wohl noch mehr zu tun, als nur die Elkos auszutauschen. Ich würde als erste Maßnahme den Schutzleiter nehmen und ihn die linke untere Trafobefestigung anbringen. Dann solltest Du prüfen, ob das Chassis als Masse-(0V) Leiter missbraucht wird, wenn ja, dann darfst Du einen neuen zentralen Massepunkt "bauen".


    Also Schaltplan rauszeichnen, Spannungen messen und dann kann es weiter gehen.


    Nachtrag: Wenn der Röhrengleichrichter eine 5Z3P ist, dann sollte der Ladeelko lt DaBla nur gut 4µF haben. Die 10µ gehen scheinbar aber auch noch... Ich würde sicherheitshalber abspecken oder auf eine GZ34 oder 5U4G gehen. Die GZ34 entlastet den Netztrafo zudem. Kann mir gut vorstellen, dass der Trafo "Spitz auf Knopf" gewickelt ist.

    Ziemliches Tohuwabohu

    Ich fürchte, Du hast Dich da etwas verrannt. Ich habe mit heutigem Datum eine Erklärung nachgeschoben.


    Also: Ein MKP macht aus 10µF-Elkokapazität keine 20µF. Wie denn?

    Die genannten Werte sind (schlecht gewählte) Beispiele.


    Es ging / geht lediglich um die "Wirkung" die eintreten kann. Auch in #69 ist versucht worden, das zu erklären.


    Wenn Du also etwa 100µF Siebkapazität haben musst, dann setze einen guten 82µF oder 100µF-Elko (meinethalben LOW-ESR) ein und schalte dem einen einzigen 10µF-MKP parallel und gut ist.


    Wenn Die Grenze bei rund 50µF liegt (wegen Röhrengleichrichter), dann nimm einen 22µF Elko plus 10µF oder 15µF MKP. Umgekehrt geht's natürlich auch.


    Damit dürften sich nun hoffentlich die Gemüter beruhigen.

    Ich frage mich gerade, warum der liebe Herrgott die verschiedenen Kondensatoren mit all den verschiedenen Dielektrika erfunden hat, wenn doch nur die Kapazität zählt? Und wenn wir schon dabei sind: Warum sind die LOW-ESR Elkos so "toll" und in manchen Schaltungen zwingende Voraussetzung? Wozu gibt es überhaupt MKP, FKP, Keramik, Glimmer, Polystrol, wenn Kapazität = Kapazität ist?


    Und dann: In einer vernünftigen 300B-Schaltung wackelt die Spannung - selbst bei einer 50µF Siebung - nicht. Das Geheimnis liegt ganz woanders. Da, wo man im Traum nicht daran denkt.


    Feuer frei!

    Die erste Stufe. Heizung auf festes Potential auf 1/4 des U(f(k)-Datenblattwert. Wobei R(f/k) besonders in diesem Fall auch noch zu berücksichtigen ist ;-) Neue Röhren sind eh fällig.


    Was gegen blindes Röhrentausch A nach B spricht, ist ganz simpel: Ohne Messgeräte ist das ein stochern im Nebel. Geht manchmal gut, oft genug auch daneben, weil nämlich irgendwas anderes den Betriebszustand "Defekt" ausgerufen hat. ;-)


    Das Fehlerbild ist wirklich beim U(f/k) zu suchen. Und da ich die Schaltung nebst Messwerte nicht kenne, bleibe ich mal dabei.


    mfg

    frihu

    Ich weiss nicht, was ein Phonomoped MK-Schlagmichtod sein soll, (Glaskugel-Modus) vermute aber aufgrund des Fehlerbildes eine SRPP-Schaltung oder zumindest eine (nicht durchdachte) Schaltung bei dem das U(f/k) überschritten wurde.


    By the way: Möchte mal wissen, wer den Mist erfunden hat, einfach mal so blind die Röhren von A nach B zu tauschen, ohne zu wissen, wie die Schaltung aussieht und was da messtechnisch passiert.


    mfg

    frihu

    Quote

    mmh frihu , die Zeit der Chinaböller ist vorbei , hast Du da was verschlafen ?

    Jetzt, wo Du das sagst... Da war mal was... ;-)

    Es soll sogar Röhren geben, die bekomme ich nur aus China. Aber... Keiner betreibt diese "Dinger" aber so, wie die Original-Röhren aus den 1930'er Jahren (USA).


    Was die KT88 betrifft: Da würde ich mal beim guten Jac (JacMusic) nachlesen. Der hat sich mal des Themas ausgiebig angenommen und einige Dinge konnte ich nachvollziehen...


    Ansonsten werde ich mich hüten, hier irgendwelche Namen oder Fabrikate in Bausch und Bogen abzuwerten oder als Nonplusultra zu beurteilen. Es gibt immer mal Chargen, da lässt man dann die Finger davon. Das war früher auch so. Und es gibt Röhrenfabrikate, da bewundert man das Feuerwerk nur einmal...


    Ausserdem muss ich aus Kundensicht immer Kosten / Nutzen / Zuverlässigkeit abwägen. Und da sind die sog. "Einstiegsröhren" eben ganz vorne mit dabei, wobei die JJ derzeit ganz leicht in Führung geht .

    Was den MC-275 betrifft: Gute, selektierte KT88 ohne Schnörkel und Bling-Bling. ;-)