Posts by rs237

    Hallo,


    17mA sind kein Grenzwert sondern ein vom Entwickler der Röhre empfohlener Arbeitspunkt .

    Ob die Röhre bei 13mA deutlich länger hält ist fraglich.

    Auch klanglich zeigt es sich immer wieder das eine auf "Sparflamme" betriebene Triode eher müde klingt.

    Ja ich weiss das gilt eher für Endtrioden, aber als solche wird die C3g hier ja auch betrieben.


    Viel wichtiger ist die Einhaltung der korrekten Heizspannung. Die lange Lebensdauer der Röhre wird nämlich nur garantiert wenn diese auf +-5% eingehalten wird. Hier wird gerne mal in DIY Projekten geschludert.


    gruss

    juergen

    Auf der von Martin verlinkten Seite ist ja der Gleichstromwiderstand der Primärseite zu erkennen , er beträgt bei 10k Beschaltung 400 Ohm.

    Ein guter Arbeitspunkt laut TFK-Datenblatt ist bei Ua 200V , Ia 17 ma und Rk 180 Ohm. Bei 17mA fallen am Übertrager 6,8Volt ab , somit wäre die Betriebsspannung von ca 200-210V passend.


    gruss

    juergen

    Ich stehe leider immer noch etwas auf dem Schlauch was diesen Anodenwiderstand angeht.

    Wenn ich die Schaltung nach Siemens mit Übertragern und ohne Anodenwiderstand aufbaue und dadurch die Anodenspannung erhöht ist, werden dann nicht auch Arbeitpunkt und Ruhestrom verschoben und u.U. die Röhre überlastet? Die Übertragerwicklung müsste für Gleichstrom einen vergleichsweise geringen Widerstand darstellen und nicht die 10k Impedanz, mit denen er angegeben ist. Oder sehe ich das falsch?

    Hallo,


    das siehst Du schon richtig, durch den geringeren Gleichstromwiderstand des Übertragers wird sich die Anodenspannung und somit auch der Anodenstrom erhöhen. Der Kathodenwiderstand regelt dies allerdings zum Teil wieder aus.

    Ich kenne dein Netzteil nicht. Wenn es eine RC Siebkette besitzt könntest Du die Widerstände erhöhen um die Betriebsspannung abzusenken.

    Eine weitere Möglichkeit den Anodenstrom zu reduzieren wäre ein grösserer Kathodenwiderstand.


    Messe doch mal die Spannungen an der Kathode und an der Anode und poste die Werte hier.

    Dann können wir Dir sagen ob alles noch passt oder Änderungen notwendig sind.


    Aber bitte Vorsicht , die Spannungen in diesen Gerät sind Lebensgefährlich und bleiben nauch nach dem Ausschalten des Gerätes noch eine weile stehen.


    gruss

    juergen

    Hallo,


    ja der 6,8k Anodenwiderstand entfällt und wird durch die Primärwicklung des Aü ersetzt. Also entferne den 6,8k Widerstand auf der linken Seite der Schaltung . Den Rest kannst Du so lassen wie er ist.

    Widerstand entfernen könnte jetzt evtl falsch interpretiert weren , eine Seite des AÜ kommt an +VB , die andere Seite an die Anode+Schirmgitter der C3g.


    gruss

    juergen

    hohe Stabiltät bedeutet erstmal das ein Verstärker an der halbierten Impedanz theoretisch die doppelte Leistung abgeben kann. Je näher er da heran reicht, desto stabiler ist er. Und als zweites natürlich das er nicht auf Impedanz und Phasendreher reagiert. Beides ist bei Röhrenverstärkern nicht so einfach zu realisieren

    sorry ich halte von diesem ganzen Stabilitätsproblemen die man Röhrenverstärkern andichtet nicht viel. Es gibt nur ein Problem und das ist der im Gegensatz zu Transistorverstärkern geringe Dämpfungsfaktor.

    Warum kann ich an einem von Dir in Klasse 1 eingeordneten Verstärker nur min 8 Ohm Lautsprecher anschliessen ? Das hängt doch einzig und allein vom Wicklungsverhältnis des AÜ ab.

    Weiter frage ich mich ob es überhaupt immer sinnvoll ist wenn der Verstärker nach Deiner Definition stabil ist .


    gruss

    juergen

    Hallo


    Ja, eindeutig Luft gezogen. Hoffentlich hat dein Verstärker keinen Schaden genommen da in diesem Fall schon höhere Ströme fließen.

    Kannst du hier den Bias einzeln einstellen oder nur einmal pro Kanal? Oder sogar Autobias?

    Hallo,


    wie kommst Du darauf ? Wenn eine Röhre Luft gezogen hat fliesst nur noch sehr wenig bis gar kein Strom mehr.


    Gruss


    juergen

    Hallo,


    ich will es mal frech so sagen , wenn ein AÜ kaputt geht ist er entweder mangelhaft hergestellt oder unterdimensioniert oder sitzt in eine Verstärker der fehlkonstruiert ist.

    Wie Röhrentobi schon schrieb, geht ein AÜ entweder durch Überstrom oder durch Überspannung kaputt.

    Wie kommts zu Überstrom ?

    Ein defekt im Umkeis der Endröhre(n) oder der Endröhre(n) selber kann zu Überstrom führen. Wenn man sich nun eine guten AÜ anschaut, dann liegt der erlaubte Strom um 100% und mehr über dem unter regulären Betriebsbedingungen fliessenden Strom. Ausserdem funktioniert der Verstärker nicht mehr und der defekt ist sofort hörbar. Weiterhin brennt der Trafo nich in sekunden durch , sondern es dauert schon einige Zeit. Selbst wenn der Verstärker unbeaufsichtigt läuft sollte hier eine Sicherung vorhanden sein, die bei dieser Überlast auslöst.

    Überspannung.

    Betreibt man einen Röhrenverstärker ohne Lautsprecherboxen kommt es durch die hohe Primärinduktivität des AÜs zu Spannungen die mehrere KV hoch sein können. Dadurch kann die Isolation der lackisolierten Drähte durchschlagen.

    In der "alten" Röhrenzeit baute man einfach eine Überspannungsichung an die Primärwicklung des AÜ und die Gefahr war gebannt. Solch eine Sicherung kann im einfachsten Fall aus 2 blanken Drähte bestehen die in einem gewissen Abstand nebeneinander liegen.

    Warum baut man sowas heute nicht mehr ein ?

    Kosten ??

    verlorenes Wissen ?

    oder soll die Werkstatt nicht arbeitslos werden.


    gruss

    juergen

    Hallo Axel ,


    geht mir genauso und ich habe auch schon lange mit dem Gerät geliebäugelt , evtl auch bei einem Treffen darüber gesprochen...

    Allerdings ist mir das Gerät zu eingeschränkt , wie soll ich eine STC4212 oder eine RS285 testen ?.

    Mit PC Unterstützung geht es doch auch viel einfacher , man benötigt keine stabilisierte Spannungen nur die Heizspannungen müssen korrekt sein , den Rest macht die Software im PC .


    Aber wir kommen vom Thema ab ..


    gruss

    juergen

    Hallo Alex ,


    nee hab ich nicht . Hab zwar ne ganze Menge Röhrenprüf und Messgeräte aber das ist nicht dabei.

    Ich habe die Röhren auf dem Neuberger RPM375 und zur Sicherheit auch noch auf dem Funke W20 gemessen.

    Eine Nachfrage bei BTB wie die Röhren gemessen wurden ergeb laut fr.jazbec nur "praxisgerecht" oder so ähnlich.


    gruss

    juergen

    Hallo,


    ich habe diese Röhren gemessen.

    Alle Röhren funktionieren einwandfrei und liegen auch innerhalb der im Datenblatt angegebenen Werte. Eigendlich kein Grund zur Beanstandung.

    Da aber z.B. die 12AX7/ECC83 alle mit 1,9/1,9 beschriftet waren wird der Eindruck vermittelt das die Systeme der Röhren alle gleich sind.

    Dies kann ich nach meinen Messungen allerdings nicht bestätigen.


    Die Röhren als Schrott zu bezeichnen halte ich allerdings für übertrieben.


    gruss

    juergen

    Hallo,


    Ja klar ergeben sich Verluste wenn man 2 Trafos hintereinander schaltet , kein Bauteil ist ideal. Ich denke aber auch das trotz dieser Verluste 40VA ausreichend sind.

    Die Siebkette ist recht hochohmig , das ist allerdings kein Problem bei einem Class A Verstärker.

    Die beiden Widerstände mit zusammen 490 Ohm verbraten bei ca 70-80mA auch nochmal knapp 3Watt. Der Spannungsabfall an der Siebkette liegt bei einem angenommenen Strom von 75mA bei fast 37Volt. Das war allerdings auch so gewollt , da sonst die Anodenspannung bei der der gewählten Trafokombination zu hoch gewesen wäre.


    gruss

    juergen

    Hallo,


    soweit ich mich erinnern kann hat der Erbauer der Schaltung selbiges als WE Spassprojekt verwirklicht. Da kein Trafo mit sec 220V (Anodenspannung) und 12V (Heizung) zur Verfügung stand , jedoch reichlich 12V Trafos herumlagen, kam er auf die Idee die Trafos hintereinander zu schalten.

    Warum man das aber bei einem Projekt welches nicht mal eben so an eine WE entsteht genau so macht ist mir nicht ganz klar.


    gruss

    juergen

    .


    Nur das die Wärmeentwicklung zwischen den Röhren so krass ist, das meine ich.

    Die Hitzeentwicklung an den Anoden muss das wohl auslösen; oder wird in den Röhren noch irgendwas anderes heiß, auf der Oberfläche könnte ich nach 1Std Spiegeleier braten^^

    Hallo,


    ja du hast es richtig erkannt. In der Hauptsache ist die Anodenverlustleistung der Röhre für die Hitzeentwicklung verantwortlich.

    Zum Vergleich, Kleinsignalröhren habe meisst eine max Verlustleistung von 3W und die wird nur ganz selten ausgenutzt. Bei der EL34 haben wir dagengen eine max Verlustleistung von 25 Watt und bei Endröhren nutzt man das auch gerne aus.

    Die zugelassene Kolbentemperatur von solchen Röhren ist je nach Typ deutlich über 200 Grad Celsius, also Finger wech.

    Die Temperatur der Anode liegt noch weit darüber. Die Anode kann ihre Hitze nur durch Strahlung abgeben , deshalb ist es auch relativ egal ob ein temperaturempfindliches Bautein 5cm oder 10cm weit weg ist, echte Abhilfe schafft da nur ein Abschirmblech.


    gruss

    juergen

    Bass ist nicht schnell. Je tiefer desto langsamer ;-) Wenn ein Chassis 50Hz „schnell“ genug übertragen kann, gibt’s bei 20Hz sicher keine Probleme!

    Was Du beschreibst ist genau das was die Änderung der Parameter bewirkt. Je tiefer die Reso, desto geringer der Wirkungsgrad/Pegel. Es kommt darauf an was im Pflichtenheft der Entwickler steht.

    Die zu erreichenden Schalldrücke müssen entsprechend durch Leistung kompensiert werden.


    Keine Ahnung warum sich diese „Idee“ von schnellen, oder langsamen Bässen so beharrlich hält?!!

    Hallo ,


    vielleicht ist der Ausdruck "schnell" in diesem Zusammenhang falsch. Aber Du wirst sicher nicht abstreiten das eine Membrane mit 105g bewegter Masse ein anderes Ansprechverhalten hat, als eine Membrane mit 155g . Ein- und Ausschwingverhalten unterscheiden sich bei gleichem Antrieb erheblich .


    gruss

    juergen